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Geh‘ nicht in die Stadt…heut‘ Nacht

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„Schau mit beiden Augen, schau.“
Dem nun 190jährigen Franzosen Jules Verne ging´s mit dieser Aufforderung vermutlich vordergründig um den Blick auf die umwälzenden Neuerungen und technischen Erfindungen seiner Zeit; nehmen wir uns die Freiheit, kurzerhand dieser Aussage ein anderes Ziel zu verpassen, vor allem aber den Blick auf den Trubel um den hiesigen Carnaval vom vergangenen Wochenende zu richten: oder auf das, was vom einstigen bunten Reigen -zumindest beim ersten Durchlauf- übriggeblieben ist.
Vorab sei versichert, daß eine in diesem Jahre eher herb ausfallende Kritik keine Schlechtmacherei darstellen soll; wohl aber scheinen die wichtigsten Geschichten um die freizügigen, nunmehr auf zwei Nächte reduzierten Umzüge Villarrica´s HINTER den privaten/stadtverwaltenden Kulissen abgelaufen sein… 😦
Nur das Wetter in dieser Nacht war noch besser. 🙂

Daß der offizielle, für 21 Uhr festgelegte Start zu jedem anderen (späteren..) Zeitpunkt als neun Uhr stattfinden würde, ahnt jeder, der schon bisle länger hier lebt; wenn allerdings nach dem Eintritt um 22 Uhr durch die 90tausend-Guaranie-Pforte der Blick auf immerhin etwa 150 gelangweilte Zuschauer fällt, die weniger Lärm machen als Da Vinci´s Mona-Lisa-Bild, kommen arge Zweifel auf, obs nicht besser wäre, die Ticketkosten zu vergessen, in der Innenstadt was essen zu gehen und sich später im Ohrensessel dem Fernsehprogramm zu widmen..
Die in diesem Jahre weiter gekürzte, zu absolvierende Strecke ließ den Argwohn entstehen, daß Villarrica auf der anderen Seite der Stadt einen zweiten, VIP´s vorbehaltenen Carnavalbereich etabliert hat; die paar Meter, die dem Umzug gewidmet sind, würde auch kleine Jungs langweilen, die gerade das Fahrradfahren gelernt haben: selbst die fasrigen Bretter der bisher durch ihre solide Stahlkonstruktion bekannten hohen Zuschauertribünen wurden 2018 woanders benötigt: entweder um das Geld beim Auf- und Abbau zu sparen oder den Grill des Bürgermeisters zu speisen….

Dennoch ließ sich zu vorgerückter Stunde der Umzug nicht mehr verhindern; die einstigen Brahma-Mädels, die vor Jahren existente Zuschauerscharen tänzelnd auf kommende lange Beine und kurze Kleidchen vorbereiteten, waren an diesem Abend freigestellt; vielleicht zahlte Encarnación´s närrische Gesellschaft auch mehr: selbst der neue, als vollschlank einzustufende Rey Momo besaß keinen dickeren Leibesumfang als jeder durchschnittliche Bäckereibesitzer und muß sich also seine Berühmtheit erst anfressen oder Krone, Szepter und weite Hose beim nächsten Mal wieder zurückgeben.

So erstaunte kaum, daß die üblichen Fotoposings Rey Momo/ neueingesetzte Prinzessin für die wartende Belegschaft auf den Sitzgebilden rechts und links des Streckenkürzels zugunsten eines zügigen Ablaufes der kompletten Veranstaltung schlichtweg ausfielen; früher anfallende Kosten für die dreirädrigen federgeschmückten, fast meterhohen Gestelle, die sonst von den Tänzerinnen hinterhergezogen wurden, entfielen ebenfalls in diesem Jahr: in wenigen Jahrzehnten sind diese Gestelle -dann ohne Federn, aber VOR der Person- hoffentlich wieder vorhanden, um sich beim Gehen draufzustützen: wahrscheinlich sind dann neben der Schnabeltasse an der rechten Armlehne sogar zwei große Räder dran, um drin sitzen zu können…
Im Verlauf des Abends kristallisierte sich vage das Thema „Zirkus“ heraus; ein angefertigter Käfig, der zwei starr blickende Giraffen -für Tierfreunde: nicht ausgestopft, sondern extra angefertigt!- enthielt, ließ darauf schließen. Und natürlich der menschliche Feuerspucker: dessen vorige Testreihe auf dem benachbarten Parkplatz, mittels Schluck von flammenfördernder Flüssigkeit aus der Pulle gelbe Brandschwaden zu erzeugen, ließ wegen der herüberziehenden Geruchswolken zunächst den Verdacht aufkommen, der eingesetzte kleine Kamerahelikopter vom städtischen TV-Sender wäre Minol-Dieselbetrieben; meingott, ich bin `67er Jahrgang, woher soll ich diesen neumodischen Kram kennen..?!
Zu meiner Zeit hielt man sich beim knipsen noch den Apparat vors zugekniffene Auge. Nicht mal mehr ein graues, hoffnungslos verknotetes Kabel verband die fliegende Kamera und den Mann am Boden…wie weit sind wir nur gekommen..?

Immerhin existierten noch die Extraeinlagen an Tanz und weiteren Körperverrenkungen, die vorm erhöhten Podium der Jury abgehalten wurden; von oben aus ließ sich die reduzierte Bahn also leicht komplett überblicken, um später einen Gesamteindruck zu bekommen und den Tanzgewinner zu ermitteln. Glücklicherweise erhöhte sich die Zahl der Zuschauer im Laufe des Abends etwas – vermutlich hatte trotzdem jeder die Aussicht, drei oder vier verschiedene Plätze auszuprobieren oder sich lang auszustrecken, ohne jemand zu stören…

So rieselten zweieinhalb Stunden der Nacht -in gewohnter Form ohrenbetäubend- durchs Stundenglas; als in unmittelbarer Sichtweite kein Folgewagen mehr erschien, stand der Entschluß schnell fest, denn doch noch außerhalb was essen zu gehen – in Karnevalsnächten kein Problem: quer durch die Stadt auf dem Rückweg fiel dazu auf, daß noch nie soviel Leute die Stellflächen mit lautmusizierenden Privatfahrzeugen & privaten Funkemariechen belegten; dies würde Gerüchte unterstützen, die von teils die städtische Veranstaltung boykottierenden Zuschauermengen wispern: Prinzessinschieberei sollte geheim erfolgen – oder gar nicht. 🙂

Doch nun endlich eine Bilderfolge – und damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

                              

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Altes Blech & junge Frauen

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„Politiker ist wohl der einzige Beruf, für den man keinerlei Ausbildung als notwendig erachtet.“
In diesem Moment bin ich mir keinesfalls sicher, dies Zitat nicht schon vor einer Reihe von Jahren „gebracht“ zu haben: angesichts der operettenhaften Politikdarsteller in der alten Heimat, deren Wissensdefizite nur von ihrer hochkriminellen Energie übertroffen wird, dürfte jedoch eine Wiederholung dieser obenstehenden Aussage nicht schaden – zumal man mit Robert Louis Stevenson, dem genialen Schöpfer von Werken wie der „Schatzinsel“ und „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ nie falsch liegt.
Doch verlassen wir schnell die aktuelle leidige Politik und widmen wir uns deshalb lieber einem interessanterem Brot-und-Spiele-Thema: am vergangenen Wochenende bot Villarrica wieder das -hoffentlich mehrere Jahre ablaufende- alljährliche Old-/Youngtimertreffen. 🙂

Meist kündigt sich dies durch eine abendliche bunte Veranstaltung bei uns im Hause an, wo sich einige der Fahrer samt ihrer „Kischten“ treffen und die neuesten Story´s aus ihrem motorisierten Jahr tauschen. Leider stellt man oft fest, daß sich der Name der weiblichen Beifahrerin während des Jahres geändert hat – in den meisten Fällen handelt es sich dabei nicht nur um eine Namensänderung, etwa von Elisabeth zu Aiischa aufgrund Religionswechsel, sondern die Änderung betrifft dann auch das Aussehen, Haarfarbe und sogar Körpergröße.
Glücklicherweise passen die neuen Beifahrerinnen dennoch immmmer wieder perfekt zum/ins Auto und machen sich auch gut quotenerfüllend hinterm Steuer.. 🙂

Und Samstagmorgen bei bestem Novemberwetter um 9 Uhr war es dann soweit – das Stadtzentrum vor der Municipalidad bildete wieder den Ausgangspunkt der diesjährigen Rally. Und sonderbar – einige Fahrer berichteten, nahezu die ganze Nacht benötigt zu haben….. um bei Bier und Whiskey …technische Details ihrer Wagen zu klären **welche Details das waren? ..wußte ich schon gar nicht mehr*** 🙂 🙂 🙂

Trotzdem gelangen an diesem Morgen einige Belichtungen der teils historischen automobilen Schätzchen, Fahrer und auch der Fahrerinnen…:) Nur wenige Momente vorm uhrgetriebenen Start reihten sich noch einige bayrische Wagen ein; auf britische Klassiker allerdings wartete man vergeblich, und so füg` ich ein Bild vom eigenen, drüben verbliebenen Spitfire 1500 ein, der in diesen Tagen seinen 40ten Geburtstag begeht…. 🙂

                             

Leider verblieb diesmal keine Zeit, um die Preisverleihung mitzuerleben bzw. abschließende Gespräche mit den FahrerInnen zu führen; Details also in einem Jahr..! 🙂

Am 167ten Tag auf der Steamerwerft wurde nochmals der Sitz der beiden Lademasten überprüft und zwei Blöcke fanden ihren Sitz: nun dürften nur noch wenige Stunden verbleiben, bis beide Masten dauerhaft befestigt werden und der Krimi der Verspannungen beginnt.
Momentan dauert noch die Suche & Zurechtlegung bzw. Anfertigung weiterer Blöcke an. Dazu wurde die Vitrine in Auftrag gegeben – passend in alter Holzoptik. 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Körper, Beine, Schuhe

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„Man kann in Mohammed den größten Feind sehen, den die menschliche Vernunft je hatte.“ 🙂
Den Philosophen Denis Diderot per -dann nur als lächerlich zu bewertender- Anzeige wegen Volksverhetzung zu belangen, würde an dessen französischer Staatsbürgerschaft scheitern – und an dessen 304ten Geburtstag, den jener weise Mann in diesen Tagen begehen würde; bevor aktuelle deutsche Geisteswissenschaftler in einer sich offensichtlich darbietenden Situation sprachlich „nachziehen“, werden wohl noch einmal so viele Jahre ins -dann islamisch verwaltete- Land gehen: und zumindest sitzt ja glücklicherweise EIN Deniz weiterhin, hoffentlich endlos ein. 🙂

…doch wie versprochen, soll an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die im vorangehenden Beitrag erwähnte, abendfüllende Suche nach der Muse für´s Festival de la Raza gegeben werden – nach einem stundenlangem Prozedere kristallisierte sich endlich die nächtliche Gewinnerin heraus.
Zuvor war für das teilnehmende Publikum ein musikalischer und choreographieertragender Marathon erforderlich. Und wer hätte geahnt – vorangig wurden Harfenklänge ins gewimmergewohnte Publikum geschickt. 🙂
In immerhin drei Anläufen/Aufzügen gab´s in traditionelle Ao-Poi-Klamotten verpackte Hochabsatzbeschau der um den Platz der Gewinnerin streitenden jungen Frauen.
Und die Meßlatte lag hoch, bestand doch die entscheidende Jury unter anderm aus „Miss Universo Paraguay 2016“ und „Miss Paraguay 2016″…. 🙂 Und diesen lag ja der eigene Erfahrungsbericht vor, wie man stolperfrei unzählige Treppenstufen hoch, runter, rüber und quer steigt, ohne allzusehr das Schrittgebaren eines Storches zu imitieren bzw. auch am Ende der Stufen noch alle Zehen in der bei Geburt mitgelieferten Reihenfolge zu besitzen. 🙂

            
Erwartungsgemäß fühlten die anwesenden Zuschauerfrauen eine gewisse Sympathie mit der anwesenden „Miss“ und zeigten sich spontan in mehr oder weniger gleicher Weise „aufgebretzelt“- man oder besser Frau kann ja nie wissen, wieviel Talentscout´s unterwegs sind… 🙂

Ein Fest und Hoch-zeit also für die Kamera des Schnurlostelefons; längst sind auch in Paraguay Selbstporträts beliebtes Mittel, um den Speicherchip mit Bildern zu füllen, die Frau nie mehr ansieht weil das aktuelle „Wo“ schon am nächsten Tag vom „mehr“ drastisch überlagert wird…

Zurück zur Veranstaltung: die Spannung wuchs bei den verbliebenen Zuschauern; in Anbetracht der vorrückenden nächtlichen Stunde wurde das Auswahlverfahren endlich gestrafft und ein Name vorgelegt – noch einmal mußte das Telefon gezückt werden für die Aufnahmen mit der strahlenden jungen Frau: Gratulation also für den Titel Muse. 🙂

    

Die tägliche Veranstaltung auf der Steamerwerft sieht am 126ten Tag folgendermaßen aus: die Geländeranlage beidseitig des Passagierdecks ist komplett: derzeit wird das Rohrsystem der Dachabwasserleitung installiert. 🙂
Dem dürfte sich die Stülzbalkenkonstruktion/Passagierdeck auf dem unteren Deck anschließen, bevor die bereits farblich veränderten mitgelieferten Ringe des Schaufelrades in die Hand genommen werden, um nach dem Zusammenbau desselben die Haltevorrichtung zusammenzusetzen.

 

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Kleider machen Leute

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Keine Sorge – niemand wird an dieser Stelle eine Umfrage starten, die den Namen des Verfassers der deutschen Novelle, welchselbige die heutige Überschrift bildet, erfragen möchte, und selbst die meineidige Bertelsmann-Stiftung hält sich mit solch relativ unwichtigen Befragungen zurück – sieht man davon ab, daß das Wissen um deutsche Literatur nie uninteressant sein kann.
Ausdrücklich ausgenommen seien hiervon die geplanten Bewohner der antiken Zukunft…. 🙂

Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Ableben des früheren paraguayischen Präsidenten Don Alfredo Stroessner beklagt Carlos Núñez, Senator der derzeit staatstragenden Colorado-Partei das Fehlen des einstigen Landeslenkers und untermauert dies mit seither sprunghaft angestiegener Kriminalität und allgemeiner landesweiter Unsicherheit, unter welcher die Bevölkerung leidet: da, so Zitat „..Stroessner fehlt..“, herrsche kein Frieden in Paraguay. 🙂
Ein weiteres Mal wurden die heute verschlossenen Türen der Privathäuser mit ihren damals auch über Nacht offenen Vorgängern -zumindest bis Anfang Februar 1989- verglichen; eine Analogie, die wohl jeder hierzulande schon gehört hat. Beim Betrachten älterer Bilder aus dieser vergangenen Zeit fällt auf, daß Don Alfredo bei offiziellen Terminen meist in Uniform erschien: undenkbar beim heutigen Landesvater Horatio Cartes, der in feinem Zwirn erscheint; im Gegensatz zu früher, wo alles besser war, erfreut sich das Auge des Jahres 2016 an Paraguay´s (Quoten?-)Frauen in Polizei-Uniform.

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Helfen gegen erwähnte Unsicherheit tut auch dies kaum/nicht… 😦
Andererseits sagt die Kleidung von Regierungschef´s -oder Lakeien, so wie im unten gezeigten Fall- viel über den Charakter ihres Landes aus:

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Noch mehr Uniformen -im weitesten Sinne- für Frauen gab´s kürzlich im neu eröffneten Haus der Kultur in Villarrica: da hatten sich hauptstädtische Modedesignerinnen getroffen, um ihre neuesten Kreationen an taillierten und auch wallenden Gewändern zu zeigen & ggf. auch an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
Und um den Kaufwunsch im weiblichen Gehirn wirklich zu wecken, wurde gleichzeitig noch jede Menge handgefertigter Schmuck präsentiert; männlichen Begleitern wurde nahezu alles an strategischen Ausreden abverlangt, um immer wieder zum beliebten und wirkungsvollen „beim nächsten Male, Schatz!“ zu kommen. 🙂
Hier nun eine Auswahl der vorgestellten Klamotten:

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Wofür die Eile..??!

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„Beim Laufen passieren im Kopf bisweilen die erstaunlichsten Dinge,“ soll der grüne Bildungsweg-abschlußfreie Steineschmeisser und spätere Mitläufer Fischer einst wartenden Journalisten weisgemacht haben: den endgültigen Beweis für obenstehende These blieb das ehemalige Mitglied aus der steuergeldfinanzierten Riege der Deutschlandhasser -erwartungsgemäß- bisher schuldig;  man darf also getrost die Überzeugung hegen, daß in diesen Köpfen auch abseits von sportlicher Betätigung die absonderlichsten Dinge spuken….kein Wunder – siehe Rosa Beck´s Zusatzpräparate.

Beim Thema Bewegung in Paraguay denkt man üblicherweise an das in zunehmenden Maße Erstarken der automobilen Fortbewegung; immer neuere Modelle von mehrtürigen Geländewagen (…dem Namen nach..) fluten die hiesigen dünnasphaltigen Strassen und teils hölzernen Brücken.

Und dennoch hat sich auch auf unserem Kontinent eine Laufgemeinde gebildet – um Unklarheiten zu beseitigen: dabei handelt es sich um Menschen, die auch im Jahre 2016 zur Ortsveränderung immmmer noch ihre Beine benutzen.

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Zumindest an mehreren Tagen im Jahr: und einer dieser Termine naht unaufhörlich – am 11ten Juni ist es dann wieder soweit. Dann nämlich findet in der unweit von „unserem“ Villarrica gelegenen Colonia Independencia ein sogenannter Ultra-Trail statt.

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Kein Scherz: den Teilnehmern stehen verschiedene Streckenlängen „zur Verfügung“: zehn, 22, fünfzig oder gar einhundert Kilometer sollen dabei freiwillig absolviert werden.
Bei dieser Gelegenheit fällt mir der selbst absolvierte 5-Kilometer-Lauf im Sportunterricht zum 1984er Ende der Schulzeit wieder ein: alle diejenigen, die damals zum Zeitverbessern den kürzeren Weg über die regenfrischen Felder genommen hatten, schleppten sich zwar keuchend, doch immerhin in Bestzeit mit -man beachte!- kiloschweren schlammigen Schuhen/Knien durch’s Ziel,  wurden aber sonderbarerweise trotz ihrer Leistung mit der schlechtesten Schulnote belohnt….irgendeiner der nichtabkürzenden Kameraden muß da was verraten haben…. kein Zweifel… 🙂

Doch zurück zur Gegenwart:  vermutlich lehnen die neuzeitlichen Läufer so kleine Kunstgriffe zur Erringung des Siegerkranzes ab; würde ich ja auch so machen…. 🙂
Überhaupt muß bei der Einschreibung ein ärztliches Attest vorgelegt werden; schließlich handelt es sich bei dieser Veranstaltung nicht nur um die horizontale Entfernung, sondern die lebensmüden Mitbürger, die sich „nur“ die Halbhundertstrecke vorgenommen haben, sollten sich bewußt sein, daß dies auch die Überwindung des Cero Akati mit knapp 700 Höhenmetern beinhaltet!

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Damit nicht genug: für die 50 und 100 km-Strecke ist Helmpflicht vorgeschrieben; desweiteren sollen sich im Tornister unter anderem Salben zur Blasenbekämpfung, elastische Binden & Pflaster vorfinden; von anderer Seite wird behauptet, daß ein Peilsender gefordert wird genauso wie ein kleinerer Cocktailshaker, ein Smoking mit passender Fliege sowie Angelausrüstung und eine mittlere Schachtel mit Signalflaggen und -raketen; letzteres halten einige Leute, die speziell über diesen Punkt befragt wurden, für reichlich übertrieben und nur im militärischen Ernstfall für notwendig und überhaupt erlaubt.
Wir wünschen schon jetzt allen Läufern ein regenfreies Laufwochenende und natürlich gute Stoppzeiten!!

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Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Geburtstagskind der Woche NICHT am Lauf teilnehmen, und genauso wissen wir leider ebenso NICHT, ob das angegebene Alter stimmt: trotzdem Glückwunsch zum 70ten (?), Cher!!

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! 🙂

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Altes Blech / neue Zeiten

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„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht Euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“ 8|

Diese dem britischen Dramatiker George Bernard Shaw zugerechneten Worte sollte man vielleicht nicht ganz ernst nehmen: zu schnell liefe man ansonsten Gefahr, eine andere, nicht ganz so bequeme Sicht auf die Welt zu bekommen… U-(
=> weitere, daraus resultierende Sorgen sind unbegründet – die anschließende „Behandlung“ des abtrünnigen Patienten übernimmt die brd-Finanzagentur GmbH schnell, gründlich und vor allem weiterhin gratis. 🙂

Wenn ich mich recht entsinne, so ist es nahezu sieben Jahre her, daß für uns der Besuch eines erwähnenswerten Oldtimer-/Youngtimertreffens in Villarrica gelang; fast ganz ohne vorherige Werbung, groß-oder kleinflächig gehalten, zeigten sich an diesem Samstag in der Stadtmitte mehrere Fahrzeuge, die teils historischen Charakter besitzen – und wir waren sogar rechtzeitig morgens halb zehn zur Stelle!
Es gibt also auch in unserer Gegend die „Verrückten“, die reichlich Zeit und meist noch mehr Geld in das geliebte Blechle stecken..!
Bunt gemischt wurde die Herstellerpalette da präsentiert, und ebenso steckten Youngtimer aus deutscher Produktion darunter. Und keine Frage – natürlich waren „Käfer“ anwesend. :p

Die für Samstag geplante Ausfahrt über knapp 180 km führte von Villarrica über Coronel Oviedo nach Caaguazú und über eine andere Strecke zurück – so hatte es zumindest der Veranstalter geplant :. …

Und als erschwerende Besonderheit gab’s diesmal eine Fahrt streng nach Regeln; gestaffelt nach vorher per Liste festgelegten Fahrzeiten und dabei einzuhaltenden Wegstrecken dürfte dies wohl nicht nur für einheimische Fahrer einen der höchsten Schwierigkeitsgrade darstellen.. :))

Dennoch machts Spaß, endlich nach langer Zeit wieder „richtige“ Motoren laufen zu hören..!! :>> :yes: Auch, wenn man nur als Besucher vor Ort steht..
Unwillkürlich fragt man sich, was wäre, wenn über Nacht eine gute Fee den seit 2005 in Sachsen untergestellten Spitfire 1500 hierher geschleppt hätte: würde ICH auf die sorgsam lackierten Türen große Aufkleber mit der Startnummer kleistern..?? XX( :> U-(

So gibts halt keine Teilnahme, aber auch weder Blechschaden noch Steinschlag.. 🙄
Doch hier nun die Bilder vom innerstädtischen Start und damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Alle für Einen

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„Der Mensch, das sonderbare Wesen: mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen.“ U-(

Kein Zweifel möglich – ganz ohne Hintergedanken formuliert trifft diese Aussage den Kern der vergangenen Tage, den großen Menschenauflauf um den paraguayischen Papstbesuch betreffend: ständig einsetzender Regen ließ alles zu einer ziemlich feuchten Angelegenheit werden – nahm aber dem Ganzen keinesfalls etwas von der Freude oder dem Enthusiasmus…!

Fernsehsender und Radiostationen übertrafen sich schon wochenlang vorher gegenseitig mit der Anzahl der Berichte & Reportagen zu diesem Thema; nun, da der Rummel für beendet erklärt wurde, kommt der große Kehraus samt Berichterstattung über die durchaus existenten negativen Seiten, die im Gefolge des Kirchenoberhauptes über unser Binnenländle gestülpt wurden, sich aber -erwartungsgemäß- leider nicht in der abfliegenden Maschine vom angebeteten Francisco befanden und nun unserm Land hinterlassen wurden:
im besonderen gehts dabei ein weiteres Mal um die Berge von Müll, mit dem die Veranstaltungsorte nun „gesegnet“ sind; dies kein Thema bei den hiesigen Kirchenoberen, die nun in den kommenden Tagen die Blicke, Gesten und gehaltenen Reden Seiner Heiligkeit analysieren werden. :yawn:

Absolviert wurde am Beginn des Besuches schon vergangenen Freitag das obligatorische offizielle Treffen mit Präsident Cartes, gegenseitig verlas man mehrseitige Reden vom Blatt ab, und die hoffnungsvolle Jugend, passend in traditionelle Tücher gewandet, absolvierte im Anschluß dazu Tänze im eher folkloristischen Charakter, bevor die unvermeidliche Frau durchschnittlichen Alters den hierzulande reichlich gefüllten Obstkorb zur Stärkung reichte, der allerdings schnell samt Trägerin aus der Kamerareichweite gedrängelt wurde: der Papst war satt und auf den 78jährigen wartete am selben Abend und den beiden folgenden Tagen noch reichlich Programm; erst Sonntagabend gabs den wohl lang ersehnten Platz im (Rück-)flieger.. :zz:
Zugegeben – sei ihm die Ruhe gegönnt: nach einer Visite in Ecuador und Bolivien bildete Paraguay den Endpunkt seiner Reise – trotz allem Komforts bleibt es wohl dennoch ein beschwerlicher Trip für dieses Alter..!

Nun also seien hier einige Bilder vom vergangenen Wochenende veröffentlicht, die die ganzen Dimensionen der Besuchermassen zu den verschiedenen abgehaltenen Messen zeigen. Und wie üblich wird derzeit heftig um korrekte Angaben zu den Besucherzahlen gestritten; nahezu sämtliche Behörden, TV-Sender und Organisationen legen oft stark abweichende Zahlen vor. U-(

Hier die Bilder ;D ; damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica-Graffiti?

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„Wer Geschenke annimmt, verliert die Freiheit.“ B) Diese Weisheit entstammt in erster Linie dem logischen Denken und in geographischer Hinsicht der von Rom (Brüssel) XX( verwalteten Apenninhalbinsel; über das Maß an verlorener Freiheit -so überhaupt noch vorhanden- sollte dabei allerdings an anderer Stelle verhandelt werden…. U-(

Wie „lächerlich“ sich der => INNERdeutsche, am 25ten Juli 1984 der Öffentlichkeit bekanntgemachte 950-Millionen-DM-Kredit gegen heutige Verschiebereien des Berliner Oberkommandos XX( ausnimmt, dürfte längst den meisten klar geworden sein. B)

Doch auch in unserem Städtchen Villarrica existieren nun musikunterlegte Geldausschüttungen; ❗ die hiesigen Discotheken „Monasterio“ und „Tabaris“ werben immer wieder für ihre rauschenden Abende, indem Mitarbeiter losgeschickt werden, die dann mit verschiedenartigen Materialien private PKW’s „schmücken“, um sie dann als mobile Werbetafeln im Kampf um Kundschaft einzusetzen.

Für heute Abend (Samstag, 23.07.) ist also eine solche Veranstaltung in der bekannten Discothek „Tabaris“, genannt „Tab“, angesetzt: unter dem Motto „Ca$h“ werden im Laufe des Abends 200.000,- Guaranies verlost….

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Spaßig wird’s erst, wenn nach gelaufener Veranstaltung das Tilgungsproblem der Werbeschrift akut wird; glücklicherweise hat das Auto hier nicht unbedingt den Stellenwert eines vollzähligen Familienmitgliedes – die Einstufung ist immerhin meist kurz vor der Ehefrau anzusiedeln. B) :))

Vorsicht also -beim neuen Auto- vor schattigen, angenehmen Parkplätzen in Seitenstrassen, dem Herannahen von grandios beworbenen Disco-Terminen oder viel Spaß beim nächsten Wagenwaschen. :))

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von“OUTLAW TODAY“! :wave:

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Sonntag: Kulturtag

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„Keinem Nüchternen wird es einfallen zu tanzen; es sei denn, er wäre verrückt.“
Von keinem geringeren als dem römischen Philosophen Cicero, der die zahlreichen Unruhen und Erhebungen am Ende seiner -ebenfalls diktatorischen- Republik erlebte, wurden diese Worte den nachkommenden Generationen überliefert. :.
Mittlerweile ist sein Rom wieder Teil eines Großreiches, und Senatoren & Politiker halten immer noch gern bedeutungsvolle Reden. Ob sich in den seither vergangenen zwei Jahrtausenden die paraguayischen Volkstänze sehr verändert haben, erscheint ungewiss; am vergangenen regnerischen Sonntag wurden selbige von folkloristisch gekleideten Damen im Rahmen eines vom hiesigen Rotary-Club ausgestalteten Festes im Villarricaner Stadion dargeboten.

Jedes Rotary-Mitglied (derzeit beispielsweise merggel, Wulff & vormals Pinochet) ist ja laut deren Statuten dazu angehalten, bei Beibehaltung hoher ethischer Grundsätze im Dienste der Gesellschaft zu stehen; bei dem Treffen im Stadion wurden an deren zahnrädrigem Stand weder Kugellager noch Schmierstoffe, sondern Getränke verkauft sowie typisch paraguayisches Essen angeboten. 🙂
=> Dazu gab es exclusiv für uns weiterführende Informationen betreffs der überdachten Halle: ursprünglich in den 70ern erbaut, überspannt die sichtbare Deckenkonstruktion seit einer Dekade etwa 60 m weit den Bau und galt zumindest damals als größte Dach-Spannweite dieser Konstruktionsart in Paraguay; vielleicht steckt hinter dieser Angabe allerdings etwas Lokalpatriotismus…. B)

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Für demnächst ist der Einbau von Parkettboden sowie eine stabile Bühne bewilligt; bleibt zu hoffen, daß diese Idee sowie die dafür veranschlagten zweitausend Millionen Guaranies ❗ den Machtwechsel in Villarrica überleben. :))

Als erwähnenswert soll noch angemerkt sein, daß überall sichtbare Löcher in den Dachplatten selbst an ein politisches Treffen einer langjährig residierenden Partei 💡 erinnern; dabei abgefeuerte Freudenschüsse gingen zwar durchs Dach, aber immerhin in kein lebendes Ziel und sichern so die ständige Durchlüftung & Befeuchtung des Rundbaus. :))

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Doch nicht nur Rotary, sondern ebenso die „Schönstätter“, „Villarrica Protector“, der „Lions-Club“ und „Arbonia-Umzug Riesa/Stribro“ XX( boten Essen & Trinken an; verschiedene hiesige Firmen steuerten dazu Preise für eine Tombola bei, um Gelder für gemeinnützige Aktionen zu sammeln.

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Was allerdings wäre solch eine sonntägliche Aktion ohne die traditionellen weiblichen Tanzdarbietungen mit anschließender Harfenbenutzung…?

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Und hier noch mit der Musik dazu :>> :>>

Somit wäre Cicero’s eingangs erwähnte Aussage mindestens relativiert, wenn nicht gar widerlegt, denn verrückt schienen die jungen Damen keineswegs zu sein. :p

„Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen“, behauptete der österreichische Dramatiker Nestroy; damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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