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Vorsicht – angeblich gesund!

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Maracuja, Mburucuya

„Wollen die Wilden in Louisiana Früchte haben, so fällen sie den Baum an der Wurzel und sammeln die Früchte.“ Behauptete einst zumindest der französische Philosoph und Freimaurer Baron de Montesquieu: mit dieser Meinung wäre in unseren Tagen wohl sein Ansehen diskreditiert worden, seine Werke auf dem Index gelandet und sein Auto vorm Haus hätte nachts Feuer gefangen; bis auf letzteres ließe sich alles weitere bei Bedarf heute endlich wieder dank staatlicher Medien leicht arrangieren inclusive vorheriger Bloßstellung und gleichzeitiger Tatsachenverdrehung…

Die vorweihnachtliche Zeit in Paraguay bedeutet meist auch Erntezeit; Gartenmuffel werden gebeten bzw. wissen schon rechtzeitig, zu diesem Zeitpunkt das außerhalb des Hausinneren gelegene Gelände zu meiden. 🙂

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Und weil so das Obst am besten -weil ungestört- gedeiht, ergab sich in den letzten Tagen die Notwendigkeit, für die durch ungeregelte Vermehrung entstandenen fruchtigen Massen einen neuen Schubkarren zu erwerben. Selbst Oma wäre über die nun anfallende und vor allem zu verarbeitende Menge erstaunt gewesen; sehr wahrscheinlich allerdings hatte sie um die Existenz der Passionsfrucht, hier Mburucuya genannt, keinen Schimmer und hätte für so „neumodische Erfindungen“ auch keine Einweckgläser hergegeben..

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„…nun sind sie halt da!“. Dieser derzeit in der alten Heimat sehr aktuelle Satz bezeichnet die gegenwärtige Situation im Garten treffend; dennoch – WER soll diese Mengen Saft schlucken, die unglücklicherweise den Menschen beruhigen und den Blutdruck auch noch senken..?!

Doch nicht die Früchte allein vergibt der Baum: gutgläubigen Menschen wird erzählt, daß dessen Blätter, zu Tee verarbeitet, ein alternatives Hustenmittel darstellen: in fast überzeugenden Worten wird dabei die Erfindung des Grog unterschlagen. 🙂

Wer´s also mag: Früchte aufschneiden, das im Inneren befindlich Gel samt Körnern in den Mixer, Wasser/ Eiswürfel dazu, alles reichlich wirbeln lassen und das, was das Sieb rausläßt, im Glauben trinken, daß man sich was gutes tut: Irrtum – man lebt nicht länger, sondern stirbt nur gesünder. 🙂

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

 

Anmerkung der Redaktion: tja…hier wurde mal wieder in bester Manier bewiesen, daß der Autor ganzjährig einen großen Bogen um den Garten macht: die Maracuja wächst nunmal nicht „als Baum“ sondern als Schlingpflanze und in unserem Fall überwuchert sie unsere Bäume…bei flüchtigem Blick (!!) könnte man also tatsächlich annehmen, daß es sich um einen Baum handelt…. 🙂 Im übrigen bevorzugen Kenner die komplett „eingeschrumpelten“ und „vertrockneten“ Früchte, da diese mehr natürliche Süße enthalten.

Nach Redaktionsschluß erfolgte Gegendarstellung/Richtigstellung des Autors: ..tatsächlich; wir haben Schlingpflanzen im Garten. Was ein Rundgang durch den Außenbereich auf der Suche nach Bildern für den neuen Blogbeitrag alles ans Licht fördert: man darf also gespannt sein, wann die Existenz von Krokodilen und /oder Riesenschlangen zugegeben wird….

Aber glücklicherweise bevorzugen „die anderen“ Kenner die glatten Flaschen der Cervepar-Brauereien;  die speziellen, etwas abgelagerten Früchten bleiben so komplett dem jeweils anderen Kreis der „Kenner“ vorbehalten.. 🙂

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Novemberfrühling Paraguay

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Beeren 08

„Wenn’s im November donnern tut, wird das nächste Jahr nicht gut.“ B)

=> Fast fühlt man sich geneigt, zu sagen, wenn es NICHT bald donnert, wird das nächste Jahr in der alten Heimat :> nicht gut….wer hätte die prophetische Aussagekraft von Klemke’s Magazin-Titelbild des Novembers ’68 geahnt…geschweige denn damals die zukünftige Existenz einer „Kuchen-für-alle“-Marie Antoinette vorhergesehen…

Beeren 01

Der vorletzte Monat des Jahres nun also im anlaufen; schon häufen sich Fragen nach der diesjährigen Funktionalität der weihnachtlichen Lichterkette, welche alljährlich und sonderbarerweise stets am 24ten des Monats Dezember Ursache und zentralen Mittelpunkt für diverse sagen wir Meinungsverschiedenheiten :)) bildet; Zeit also noch genug für weitreichende technische Untersuchungen.. :p

Erste Hochrechnungen & Jahresrückblicke in der privaten Kategorie „Modellbau“ lassen eine gute Beschäftigungsquote erahnen; leider fehlt bisher Baukasten-Nachschub: damit wären wir beim Stichwort „Wunschliste Weihnachten“ angelangt – doch besser, noch etwas zu warten bzw. Zeit verstreichen lassen mit gezielten Andeutungen… U-( :>>

Da erscheint es in diesem Zusammenhang (besonders im Hin- bzw. Rückblick auf das abgelaufene Wochenende..) angebracht, durch kurzfristige Anmeldung zur gemeinnützigen Arbeit eine Punktesammlung zu erstellen:
so ergab sich der Auftrag zur Brombeerernte.
….Muß ja nicht verraten werden, daß mir die Existenz dieser Pflanzen im hauseigenen Garten bisher unbekannt war; wer wird schon fragen, WO sich die Büsche befinden..? 😉

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Doch da zuviel Frischluft beim ersten Außeneinsatz nach längerer Zeit nicht ungefährliche Nebenwirkungen hervorrufen dürfte, sollten zwei knappe Kilo dieser schwarzen Früchte reichen..!!

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Leider startet der hiesige November wieder mit Blut: am Montagmorgen wurde der 42-jährige Chef der „Cardozo“-Supermärkte in der Nähe des Ortes Caazapá von Unbekannten erschossen; ein Motiv für diese Tat ist für die Polizei bisher nicht sichtbar…

Beeren 02

Dennoch hält auch der November seine Miss-Wettbewerbe bereit: diesmal bewerben sich 18 (gezeigt werden seltsamerweise nur 12..) junge Frauen um den Titel „Miss Teen Touristik, Schönheit & Kultur„; die Teilnehmerinnen stammen im hauptsächlichen aus unseren Nachbarländern.

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Die Auswahlkriterien wurden diesmal hochgestellt: so wurde Wert auf perfektes Aussehen auch nach stundenlangem Smartphone-Marathon gelegt und weitreichende Imitation aktueller Soap-Heldinnen in Gestik und Mimik abverlangt; den meisten dürfte dies nicht schwergefallen sein… :yes:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Bunte Fesselspiele

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Orchideen 01

„Die Industrie steht in Blüte, man sieht es an der toten Natur.“
Ganz so schlimm, wie es der ein weiteres Mal anonym bleibende Verfasser obiger Zeilen sieht, steht es noch nicht hierzulande; von alternativer planwirtschaftlicher, „marktorientierter Demokratie“ in Uckermark’schem Sinne (zum Glück!!) keine Spur, Industrie schwärzt kaum den (meist) blauen Himmel – und die uns (noch) umgebende Natur ist keinesfalls tot.
Wenn auch intensivst am Sterben der „grünen Lunge“ Südamerikas mit Dutzenden Bulldozern & Kettensägen legal und illegal gearbeitet wird….. U-(
Vielleicht werden demnächst ja dabei Spuren entdeckt, die eindeutig :)) zur „Zwickauer Zelle“ führen. :)) :)) :)) :))

Für den Garten- und Blumenfreund birgt der Wohnwechsel nach Südamerika ungeahnte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Form von unzähligen Stunden unter freiem Himmel: das sammeln und pflegen von Orchideen kann hier echt zur Sucht werden. => :-/ :))

Dabei ist alles ganz einfach – der authorisierte Pflanzenfreund mag jetzt vielleicht Mitspracherecht verlangen und auf die Schwierigkeiten hinweisen wollen:
laßt Euch nix einreden!
Wer Karl May’s => Tatsachenberichte :p kennt, weiß schon fast, wie es funktioniert: einfach den Gegner fest an Bäume binden und abwarten – fertig! :))

Beim durchschnittlichen Einkaufspreis von etwa hunderttausend Guaranies pro Stück sind Fehlversuche und das dahinscheiden am Marterpfahl mit indianischer Gelassenheit zu ertragen – nicht jeder ist halt gleichstark oder/und bereit, die straffen Bande mindestens ein Jahr lang zu ertragen… :-/ :))

Dabei ist für den Erfolg das Trägerholz mit entscheidend; an schorfigen Rinden sind eher Totalausfälle zu verzeichnen.
Nach einem Jahr etwa haben sich Baum und Orchidee dauerhaft verbunden, indem die Blütenpflanze ihre Wurzeln um den Baum gelegt hat und von diesem praktisch lebt:
an dieser Stelle Parallelen zum angekündigten esm-Vertrag XX( XX( zu ziehen, soll der geneigten Leserschaft zuliebe auf das Wochenende erspart bleiben.

Nun also viel Freude beim betrachten der Bilder; im nächsten Beitrag der folgenden Tage gehts wieder etwas technischer zu – dann wird die Reparatur eines Torpedo’s der 30er Jahre beschrieben… 😮

Bis dahin – wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Die jüngste Errungenschaft der Chefin:
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Vor knapp 2 Jahren angebundene Exemplare:
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Fehlversuche an schroffen Rinden:
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Für solche Exemplare braucht’s schon ein paar Jahre:
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Was für’n Gewächs….

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„Ihr glaubt, ihr habt ein Reich geboren, und habt doch nur ein Volk zerstört.“
Dem am 15ten Januar 1791 in Wien geborenen Schriftsteller Franz Grillparzer (1859 Ehrendoktor Uni Leipzig!) wird dieser Satz -unter Vorbehalt- zugeschrieben; sollte diese Aussage in nächster Zeit wiederentdeckt und an richtiger Stelle B) benutzt werden, bleibt abzuwarten, ob Franzl’s Werke weiterhin vertrieben werden. Dürfen.

Seit sechseinhalb Jahren nun wird der unser Haus umgebende Garten von uns gepflegt.
An einer Stelle befindet sich ein Strauch (?) oder junger Baum, welcher durch seine kleinen weißen Blüten auffällt.
Wer mit offenen Augen durch unser Land reist, dem wird dies Gewächs sicherlich ebenfalls schon mal aufgefallen sein.
Leider ist trotz Web der Name selbiger Pflanze nicht herauszufinden – deshalb hier eine Beschreibung: die Zeit der Blüte ist ausschließlich nachts, und dies mindestens zweimal im Jahre. Dabei verströmen sie einen intensiven, süßlichen, leicht an Jasmin erinnernden Geruch.
Nicht jener aufdringlicher der einstigen, ständig quasselnden Verflossenen der Porzellanstadt, Ende der 80er, sondern in jedem Fall angenehmer. 🙄

Die Blatt-Unterseite hat einen leichten samtigen Flaum, so daß diese Seite silbrig erscheint, die Oberseite ist aus der Entfernung gesehen satt dunkelgrün.

Auf zu erntende Früchte wartet man leider vergeblich – nur das Auge wird satt beim betrachten.
Wer also den Namen dieses Teiles weiß, kann sich melden: vielleicht wird ja auch ein neuer Name gebraucht..! U-(

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Damit wünschen wir der geneigten Leserschaft einen schönen Rest-Sonntag und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als EuerTeam von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Bittersweet

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„Paradox ist, wenn ein süßes Mädchen sauer reagiert.“ B)
Wie sauer werden erst die sächsischen Bewohner reagiert haben, als am => 29ten August des Jahres 1756 preußische Truppen in ihr Land einfallend den Beginn des Siebenjährigen Krieges provozierten..?

Dem sich in diesen brenzligen Zeiten dabei im niedersächsischen Hannover aufhaltenden Herzog von Cumberland soll dabei die nach ihm benannte Soße gewidmet worden sein; je nach Rezept werden dabei Orangen-, Zitronen oder/und auch Pomeranzensaft verwendet.

Letztgenannte Früchte gedeihen vorzüglich in hiesigen Breiten; neuankommenden „nur-auf-Urlaub!“-Grundstückskunden :)) erscheinen sich unter der Last der Früchte biegende Äste wie die Grundlage eines erfolgreichen und weltumspannenden Obsthandels; schnell entstehen vor dem inneren Auge Pläne für die Anlegung eines mehrgleisigen Rangierbahnhofes zum Abtransport der Vitaminkisten. :)) „….
….und jetzt verraten, daß diese Früchte noch tausendmal saurer sind als 30 Jahre Ehehölle…?? Das Schnäppchen-Geschäft steht ja kurz vor dem Abschluß…“ U-( XX(

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Dabei sind nicht einmal diese gelben Tennisbälle dran schuld; auch sie haben ihre Vorzüge!
Hier als „Apepu“ bezeichnet, wagen sich nur wenige an die Zubereitung von unverdünnt gepresstem Saft; verständlich bei knapp 30tausend Guaranies für den 5-Kilo-„Friedmann“-Zuckersack….. :no:

Marmeladekochenden Hausfrauen sind die Früchtchen bekannt; für zu übermittelnde Fotos an die -im täglich immer aufs neue wirtschaftlich aufschwingenden Deutschkei :)) -zurückgebliebenen Bekannten & Verwandten kommen die exotisches Ambiente atmenden Bäume gerade recht; saure Stimmung (abgesehen von Blogfreundin pueten..) bekommen die Empfänger der Bilder durch einen Blick in ihre Systemmedien. :)) :))

So verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Mehr Infos zu den Bitterorangen: hier und hier….

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Grüne Radiärsymmetrie

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Kakteen 15

„Wer dir etwas durch die Blume sagt, streichelt deine Seele mit dem Kaktus.“
Nicht erst seit den Worten des deutschen Publizisten Schumacher weiß man um die Liebe an den stachligen Gewächsen; was der bekannte Maler Spitzweg schon vor über 150 Jahren mit seinem „Kaktusfreund“ darstellte, stellt einerseits die Freude über den Pflanzenwuchs dar und deutet auf die dabei genossene Ruhe hin. :.

Spießigkeit hin oder her – Paraguay hat nicht nur die täglichen Betrügereien, Unfälle & Morde aufzuweisen, sondern hält ebenso -noch- eine recht üppige Pflanzenwelt für die hiesigen Menschen bereit.

Wo in der alten Heimat zweifellos mehrere diesbezügliche Vereine existieren und rege untereinander kommunizieren, handelt es sich hier zumeist um die private Pflege & Sammlung der pflanzlichen Igel.

Und sobald ein einheimischer Gärtner einmal, ein einziges Mal ❗ nur, von der Sammelleidenschaft hört, kann man zumeist sicher sein über ungezügelten Nachschub von den grünen Schwiegermuttergeschenken.
Wo, bei wem und gar wann ausgegraben, wird immer ein Rätsel bleiben – der Preis hingegen ist oft einmalig und vermittelt so zumindest das Gefühl, der Kaktus entstamme dem privaten mondbeschienenen Vorgarten des Präsidenten. :yes: :))

Trotzdem erfreut sich das Auge an den verschiedenartig gestalteten Formen, und jeder sich im Boden neu verwurzelnde grüne Stecher wird wohl noch lange im Kreise seiner Familie der Nelkenartigen bleiben.

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Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

…………=> und für Blogfreund Flogni an dieser Stelle der neueste Treffer im bekannten Auktionshaus. :wave: :b

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Nacht, Schatten, Gewächse

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„Vegetarier vermehren sich nicht – sie pflanzen sich fort“, meint Herr Klages. Allerdings soll dies nicht dazu dienen, anfangs erwähnte Personengruppe zu verunglimpfen – und schon gar nicht soll sich davon Frau pueten brüskiert fühlen..! :wave:

Wie jeder die multikulturelle Bereicherung unterstützende und mit Begeisterung in die zwar beschäftigungslose, dafür aber mehrsprachige Zukunft blickende Jugendliche oben abgebildetem, angsteinflößendem Hinweis entnehmen kann, 8| geht es heute um – unschuldige Pflanzen.

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Da nun der hiesige Winter fast schon hinter uns liegt, erwacht bei der Sparte der landsmännischen Kleingärtner & Siedler täglich aufs neue der Wunsch nach grünender und blühender Umgebung.

Am einfachsten deckt man sich natürlich rechtzeitig bei den örtlichen Gärtnereien ein, daher an dieser Stelle vielleicht zuerst einige Beispiele Villarricainischer Preisgestaltung: die hier zunächst gezeigte Orchidee schlägt mit 80tausend Guaranies 88| zu Buche, Familie Geranie, die Strelizienartigen Blumen und Bougainvilla kosten im Kleinformat zwischen 10 bis 15tausend Guaranies.

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Azalee, Hibiscus und Jasmin wechseln als Jungpflanze für 20-30tausend den Besitzer…

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Die typischen Bodendecker und die fleissigen Lieschen gibt es vielen verschiedenen Farben schon ab 5.000 Gs je Pflänzchen.

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Ebenso sind derzeit Schubkarren, Rechen und Harken Verkaufsrenner; letztere sind allerdings oft im ganzjährigen Einsatz, um auch am nächsten Morgen die Fußspuren derjenigen Besucher einwandfrei zählen (und tilgen) zu können, die zu nächtlicher Zeit die Türglocke nicht fanden…. :.

Was man allerdings nicht so leicht an jeder Ecke bzw. in jeder Gärtnerei findet und daher unter den hier ansässigen Kennern nur von Hand zu Hand gereicht wird sind diese besonderen Gewächse:

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Die hiesige Himbeere, die von Einheimischen übrigens gern als Schlangenfutter verfüttert wird oder den Weg eines jeden beliebigen Unkrauts geht…und noch seltener zu finden: Brombeerpflanzen, die bei uns seit 2 Wochen ihre Blüten entfalten und teilweise schon die ersten Früchte zeigen => noch ein paar Tage Sonne und unsere beliebten Eisbecher werden wieder mit monströsen Brombeeren aus eigenem Anbau garniert werden. :>>

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Und hier noch ein paar Nachzügler-Fotos! :p

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Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Tips vom Profigärtner

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Was liegt am 19ten ❗ Jahrestag der Unterzeichnung des deutschen Einigungsvertrages näher, als einmal ganz ohne jegliche Hintersinnigkeit oder gar Spott über blühende Landschaften zu schreiben…? B)
Nicht etwa blütengekrönte Gärten in politischen Parallelwelten sind damit gemeint, sondern wirklich existente Pflanzen, die hier im subtropischen Südamerika des deutschen Hobbygärtners Herz erfreuen.

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Mehrere gewerbliche Anbieter sind es, die mitten in der Stadt ihre Auswahl an den begehrten Pflanzen präsentieren und bei Nachfrage auch Querverbindungen zum Bezug von Dachziegeln, aus frischem Holz geschreinerten Fensterrahmen, unter Naturschutz stehenden Papageienarten oder Kanister-Rotwein :-/ aufzeigen können.
Nichtsdestotrotz sind diese grünen Oasen auch immer Umschlagplätze von Nachrichten und eben Waren der verschiedensten Sorten – warum denn nur auf eine Sache spezialisieren…? ❓

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Die aus der alten Heimat bekannten Topfpflanzen gedeihen an ihrem eigentlichen Herkunftsort natürlich weitaus besser als im angepaßten Sparlampenlicht der Gartenfach-, beratungs- und verkaufsmärkte.

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Auch ohne Verwendung von für uns genverändernden (erst in der übernächsten Generation, :zz: also keine Panik!) 88| den Boden „bereichernden“ Düngestoffen erreichen Kakteen beängstigende Umfänge und Höhen und strecken ihre zumeist geruchsneutralen Blüten mehrmals im Jahr in die Nacht; Orchideen sind froh, im heimischen Boden belassen und nicht in Köln gegen Kunsttaler verschachert zu werden. Dafür entgeht ihnen aber auch, den freiwilligen Untergang einer Nation betrachten zu dürfen. :`(

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Zu den Preisen läßt sich sagen, daß alles Sonderpreise sind. Besonders für unsere Landsleute. |-| Aber wer will sein Grundstück nicht zu einem Schmuckstück nach eigenen Vorstellungen machen? Und sei es nur für den gewinnbringenden Weiterverkauf in späteren Jahren an das Kind, welches jetzt Anfang September immerhin schon eingeschult wird…

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Vielleicht passen an dieser Stelle am besten die Worte eines Mannes, der sein Land hegt und pflegt: 🙂 => „Wir sind zu sehr dem Denken verhaftet, daß es im Leben mit 65 einen Schnitt gibt. Ich finde das etwas zu beamtenhaft. Die Leute wollen das oft gar nicht. Mein Vater mußte mit 62 aufhören zu arbeiten. Der hat dann den Garten 12mal umgegraben. Das hat dem Garten nicht gutgetan.“ U-( 8| 88| :##
Zu finden in Müntefering’s XX( Gartenhandbroschüre. Neben weiteren guten Tips. :-/

http://www.widerstand-ist-recht.de/verfbeschw/staat.html

Zum Wochenstart grüßen wir die geneigte Leserschaft und verbleiben wie immer als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Blüten und Früchtchen oder Adios, Franz !

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Na gut – diesmal ausnahmsweise keine Anspielungen und Seitenhiebe, denn heute vor 157 Jahren wurde einer meiner bevorzugten Schriftsteller geboren:
Robert Louis Stevenson.
Wer noch nie die „Schatzinsel“ beim Lesen förmlich verschlungen hat, dem ist wirklich was entgangen. :yes: Heutzutage ist die Entwicklung ja schon viel weiter: 😮 man muß das Killerspiel an der Spielkonsole nicht mal unterbrechen und kann sich den Roman vom Hörbuch erzählen lassen…

Aber bevor wir wieder in so mißliebige Themen wie Brautkleider :no: oder Killerspiele 8| 8| abgleiten, berichten wir in unserer heutigen Sendung über wenig aufregende und unpolitische Sachen – wie zum Beispiel die uns umgebenden Pflanzen.

Wenige Tage brauchts nur, um eine kleine Knospe zu einer großen wachsen zu lassen; und letzte Nacht war es soweit: Für nur wenige Nachtstunden blühte ein weiteres Mal ein Kaktus am Ende unserer Terrasse. Völlig geruchlos starrte die Blüte in das Mondlicht, um heute morgen schon wieder zusammmengefallen den Kopf hängen zu lassen.
Ja, so schnell gehts – gestern noch Superstar, und heute beginnt schon der Zersetzungsprozess… 88|

Kaktus vor der BlüteKönigin der Nacht

In der Zeit, in der in Deutschland die Gründe für den „plötzlich und unerwartet“ einsetzenden Konjunkturdämpfer gesucht und quasi in letzter Minute bei den frechen Lokführern 😐 gefunden werden, ist hier bei uns alles am wachsen und gedeihen:
Sogar ohne gentechnische Manipulation haben wir unseren Brombeerstrauch dazu gebracht, uns seine nun reifen Früchtchen genau auf Fahrerhöhe unseres DAEWOO entgegen zu strecken.

Brombeerernte

Allerdings haben wir uns auch damals nicht für irgendein Auto entschieden – wir mußten lange suchen, bis der Autohändler seine 5tausend Dollar bekam und der Landsmann seine 5hundert – für die Vermittlung GENAU DIESEN WAGENS!! :p

Daher gibts bei uns unter südlicher Sonne halt keine Zimtsterne und keinen Dresdner Christstollen, sondern leckeres Brombeereis!!
Und weil seit heute der eine Franz nicht mehr verfügbar ist :'(, müssen wir eben den anderen Franz -nämlich Grillparzer- zum Schluss zu Wort kommen lassen:
„Die Schurken sind immer praktisch tüchtiger als die ehrlichen Leute, weil ihnen die Mittel gleichgültig sind.“

So erfreuen wir uns auch weiterhin des heutigen guten Wetters in unserer Wahlheimat Paraguay, wenden uns dem Eis zu und verbleiben mit vielen Grüßen
als Steffen und Magali ! :wave:

Unser Eisbecher JUPITER

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