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Die Toten und die Nachkommen…

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„Weise Regierungen haben zwar jederzeit eingeräumt, daß vor Alters Wunder geschehen wären, neue Wunder aber nicht erlaubt.“
Schlimmstenfalls legen Regierungen selbst Hand an beim Vollbringen wundersamer Geschehnisse; das wegmendeln weißer Bevölkerungsanteile -samt Kant´s philosophischen Ausarbeitungen- sei da als aktuellstes Beispiel genannt – jo mei… wenns die meisten nicht stört beim Streaming-Konsum… vielleicht stößt ja Zwangsarbeit bis 70 und mehr eher auf oder die spätere Abschiebung in (..über HD-TV verfügende..) Reservate…  🙂

Nur eine Handvoll Stunden vor der anstehenden, Sonntag stattfindenden Präsi-Wahl in Paraguay bekam am Mittwoch auch Villarrica „sein“ Wunder – in Gestalt der Präsentation einer der allseits beliebten und Tränen erzeugenden Reliquien.
Diesmal handelte es sich um das blechverpackte Herz des italienischen Pater Pio, das nach der Ankunft auf „unsrem“ Flughafen Pettirossi in Asunción vor wenigen Tagen seine Rundreise durch´s Binnenländle Paraguay antrat und an besagtem Mittwoch dieser Woche gegen 13 Uhr an der hiesigen Catedral Espiritu Santo de Villarrica den interessierten Zuschauermengen präsentiert wurde.

     
Genannter Pater Pio genießt in seiner Heimat auch nach der Heiligsprechung von 2002 große Verehrung; Kritiker erklären dessen aufgetretene Wundmale durch Umgang mit Chemikalien bzw. teils „frivolen“ Umgang mit weiblichen GlaubensgenossInnen, welcher wenig später Ärztebehandlung bedurfte; dies tut seiner Beliebtheit in Verbindung mit der Glaubwürdigkeit dieser mysteriösen Geschichte keinerlei Abbruch – hüben wie drüben.
So wird beispielsweise das benötigte Werkzeug seiner Bestattung von 1968 aufbewahrt & gezeigt – genauso wie sein von ihm benutzter Fiat 1300. 🙂

Knapp 40 Jahre nach der Beisetzung wurde die Ruhestätte wieder geöffnet; anwesende Kirchenleute sprachen von relativ guter Erhaltung des Körpers und stimmten dem Vorhaben zu, den Körper des Paters als Kompletteil der Öffentlichkeit zu präsentieren – was seit 2010 in einem Neubau einer Basilika auch geschieht…

Der Platz vor erwähnter Kirche jedenfalls war an diesem Tage im nun herbstlichen Villarrica gut gefüllt; den nächsten Grund zum feiern -wenn auch mit weltlichem Hintergrund- wird für die entsprechenden Parteifreunde die Wahl am kommenden Sonntag bringen…

Und beim Stichwort Verblichene fällt nun der 100te Todestag des deutschen Jagdfliegers Manfred von Richthofen ein und verdient unbedingt Erwähnung; für das heutige, sich Deutsch nennende Hochverrats-Parteienkartell würde er sehr wahrscheinlich nicht mehr sein Leben einsetzen. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Vincent & Cacho

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„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“
Zugegeben – die Menschen haben sich seit dieser Aussage geändert, genauso wie der Mut, gewisse Dinge zu tun/in der Mehrzahl aus politisch hinterlegten Gesundheitsgründen besser zu lassen und das heute als Risiko geltende Tun, auch nur eine Streamingfolge einer Endlosserie zu verpassen, gehen in unseren Tagen nur noch wenige Wagemutige ein; würde dies doch den Mitmenschen den Verdacht nahelegen, ohne Pay-TV/Whatsappblase leben zu wollen oder sogar zu können….
Sicherlich hat die geneigte Leserschaft den Urheber des eingangs benutzten Zitates längst erkannt; weit entfernt, dem aktuellen paraguayischen Maler mit Vincent -nicht Vincent Vega, sondern van Gogh- künstlerische Verwandtschaft bescheinigen zu wollen, muß man dennoch sagen, daß die neue Wandgestaltung unweit der „hellen Kirche“ in Villarrica auch nicht von schlechten Eltern stammt – wenn man denn berücksichtigt, daß der hiesige Künschdler nicht etwa umgeben von wartenden Aktmodellen im Atelier gewerkelt hat, sondern seine Aufgabe nicht nur unter der täglichen Abgasbelastung am Markt gelöst hat, sondern vor allem unter der Obhut zufällig vorbeigehender, jedoch in der Mehrzahl künstlerisch umfassend versierter und deshalb kostenfrei beratender Passanten. 🙂

Ähnlich farbenfroh gestaltet wie das vor 130 Jahren erstellte „Schlafzimmer in Arles“ van Gogh´s hat „unser“ Pinselheinrich natürlich Motive aus der Umgebung der Guairá-Hauptstadt verewigt- auch Stadtgründer Ruy Díaz de Melgarejo fand zeichnerische Erwähnung. Genauso wie das beliebte Ausflugsziel, der Salto Suizo und die ehemalige Bahnstation/Ausbesserungswerk in Sapucai, verkörpert durch ein Dampfroß aus eben diesen vergangenen Tagen. Hauptbild allerdings wird durch eine die Tradition Villarrica´s verkörpernde, pferdebetriebene 2rädrige Kutsche, die Karumbe, vertreten.

   

Über die Kosten für diese Arbeit schweigen beide Seiten; 🙂 dürfte auch niemand weiter interessieren – das Endergebnis zählt! Und vielleicht führt dies ja zu weiteren Arbeiten in der Stadt. Aber bitte nicht nur kopieren, sondern weitere, andere Motive; davon gibts wahrlich genug in unserm Städtchen. 🙂

Vom schon erwähnten Schlafzimmer übrigens gibts allerhand Varianten; oben eine Version des amerikanischen Gestalters Roy Lichtenstein – und darunter eine aktuelle zeichnerische Umsetzung desselben Motives; ausgeführt von der geistig leider etwas zurückgebliebenen Katrin Göring-Eckardt / Klasse 3.

 

Ein ganz anderes, farblich erst zu behandelndes Mauerwerk wird dem seit längeren in der Planung befindlichen, uuultimativ letztem Diorama rund um´s schon öfter erwähntem Halbkettenfahrzeugmodell hinzugefügt werden: selbiger, demnächst ankommender Bausatz wird ebenfalls seiner farblichen & gestalterischen Bearbeitung entgegensehen. 🙂  Und endlich wurde am Tamiya-Modell das Datum der einstigen, ersten Fertigstellung gefunden:

 

Damit wünschen wir der Leserschaft ein frohes Osterfest und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Sieben auf einen Streich

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„Muß denn alles schädlich sein, was gefährlich aussieht?“ 🙂

Gleich am Anfang Text aus Johann Wolfgang´s umfangreichem Schrifttum zu nutzen, um das eigentliche Fehlen eines passenderen Einstiegs zu verbergen, werden wohl die wenigsten Mitglieder der geneigten Leserschaft übelnehmen: lebt doch der einstige deutsche Schöler in späteren Lebensjahren weitestgehend frei von Angst, sich mit aufwändig auswendig zu lernender Literatur des Weimarer Geheimrat´s befassen zu müssen & eventuell dabei eingefangene suboptimale Benotung einer Erklärung zuzuführen: Trost findet jeder leicht in heutigen Regierungserklärungen der Wahlverlierer, deren Sinn ebenfalls niemand mehr erklärt – im Auftrag handelnde Darsteller wie auch betroffene Netflixliebhaber leben gut und gerne mit diesem Konsens, der ohne handgreiflichen Widerstand oder gar Barrikadenbau schnellstmöglich die Frühform des angestrebten islamischen Staatsgeschwürs ermöglicht. 😦

Diejenigen, die diesem Staatstreich noch zu rechter Zeit entfliehen, werden bei einem eventuellen Besuch Villarrica´s im vorstädtischen Bereich nicht mehr das einstige, eher einfach gehaltene Schild erblicken, sondern etwas reingesetzt im Grünen gelegene steinerne, mannshohe Lettern entdecken, die darüber informieren, daß man nun im Stadtteil Ybaroty die Luft schnappt.

Selbige, kürzlich in Beton gegossene Buchstaben wurden in den letzten Stunden in diesem kleineren Stadtpark in typisch paraguayischer Manier unter Zuhilfenahme verschiedenster Materialien aufgestellt bzw. zum aushärten abgestützt.
Wer diesen Park und die daran vorbeiführende Strasse schon kennt, weiß, daß nun die Marktfrauen am Strassenrand besagte steinerne Monumente im Rücken haben: noch nicht ganz, denn noch stehen die grauen Neulinge aufrecht…

      

Schnell stellt sich die Frage, wie tief alle sieben Stück in den Boden gerammt wurden: tief genug jedenfalls, um auf abgebildete interessante Bodenfunde zu stossen… 🙂

 

Noch nicht in Erfahrung zu bringen war, ob den Buchstaben eine farbliche Behandlung zuteil werden wird; wird uns die Zeit zeigen….

 

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – aber nicht ohne Reese Witherspoon zum Geburtstag zu gratulieren….. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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13

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Beim ersten Besuch, ebenfalls Ende Februar, hielt ich diese Stadt für eine steinerne Kulisse aus dem Film „Desperado“. Staubiger Wind in intensiver Nachmittagssonne trieb erbarmungslos Papierfetzen und Getränkedosen über eine runzlige Strasse, die den Geruch der ersten Automobile und der letzten Pferdegespanne an die wenigen Passanten weitergab.  Ich trug an diesem Tag die kurzen Hosen mit vermutlich zweihundert Taschen, die am bequemsten beim stundenlangen Hinflug saßen und dazu den unvermeidlichen filmbetriebenen Fotoapparat am schwarzen Bande. Die Schuhe waren neu, über der dicken Sohle flach und hatten sich vorher nie über so unsicheren und ungleichen Boden bewegen müssen. So neu, darf man getrost zwei Minuten überlegen, hier leben zu wollen. Sicherlich war die Angewohnheit der Bäcker, Mehl mit Sägespänen zu komplettieren, schon damals auch hier längst aus der Mode gekommen, und Menschenopfer würden nur noch Sonntagabends nach der wenig geschummelten Ziehung der falsch angekreuzten Lottozahlen gebracht. Genietete, aber undichte Kupferkessel, in denen Touristen mit Fotoapparaten ihrer erfolgreichen Garung entgegensahen, fielen ebenfalls nicht sofort ins Auge oder waren nur gut versteckt oder fanden wegen der Schreie in einem der bis heute selten vorhandenen Keller statt. Und der Besuch von Hinterhöfen stand mit Absicht nicht auf dem Erkundungsprogrammzettel. Den hatten wir sowieso im Hotel vergessen. Irgendjemand hatte vor wenigen Wochen den ortsansässigen jungen Aufsässigen gezeigt, welche Vorzüge die Motorisierung eines Zweiradvehikels hat, und so hatte sich als neuester Tick bei der älteren Pferdebesitzergeneration das Kopfschütteln darüber herausgebildet…

Okay, Sportsfreunde, vergesst das alles in diesem Jahre: längst erkämpfen sich auch hier Zehnjährige mit richtig eingesetzten Schreikrämpfen deckellose Rechenapparate in der Größe eines mittleren Dachfensters. Frauen versuchen private Autos zu lenken, in denen mühelos 15 lebensmüde Passagiere einsteigen könnten. Und Baufirmen wundern sich nicht mehr, wenn der Antragsteller mit einem gefährlich hohen dritten Stockwerk tiefhängende Regenwolken stoppen will, damit sie über seinem Garten abregnen.

Anders, und gleich: binnenländischer Wind treibt weiterhin Papier und nach wilden Wochenendfeiern rundes Weißblech über die Strassen, und ferner Sturm treibt nun Mengen von neuen flachen Schuhen, kurzen Hosen und Fotoapparaten ins Land. Und windige Weltenretter versprechen auch in diesem Jahr Festmeter von Holz für Berge von Geld. Einer Vielzahl der unaufhörlich weiterhin darauf hereinfallenden Gutgläubigen ließe sich heimatliche Konvertierung in die neue zinslose Religion anempfehlen. Spart Geld und Nerven, beruhigt den Arbeitgeber, bewahrt zdf-Kleber vor neuer Tränenflut und erspart Merktler´s  Antifa die Nachteinsätze, mit denen wankende Patienten auf Kurs gebracht werden sollen…

In den letzten knapp anderthalb Jahrzehnten wurde „unser“ Städtchen so ziemlich aus allen Richtungen und Gründen und zu unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten von uns besucht. Paßt einfach!  Neu zugestiegenen tutorialkundigen Passagieren das hierzulande übliche Miteinanderleben zu erklären, erhält schnell die Besserwissereidiagnose: überzeugender wirkt weiterhin das unkomplizierte Zusammenspiel von Großmutters Wundermittel Herdplatte/Hinterteil.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Juan, Rosita & kein Ende…

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Ich hatte mich an diesem Abend auf einen halbwegs normalen Ablauf eingestellt; viel zu spät würde mir einfallen, daß ich das Abendessen vergessen hatte, ab und an würde das Telefon wimmern und nach Geschäftsschluß, am Beginn des Morgens, würde ich mich dem Bett widmen können. Den Inhalt des drahtübermittelten Gesprächs vom frühen Abend hatte ich längst vergessen; die darin enthaltene Frage, ob es mir was ausmachen würde, wenn die nächtliche Radiomusik hier im Haus von einem leibhaftigen Mariachi unterbrochen werden würde, nahm ich reichlich gelassen als spaßige Einlage eines Witzboldes hin. Und als ich wider Erwarten darauf aufmerksam gemacht wurde, das eigene Essen doch nicht zu verpassen, war die Erinnerung an die telefonische Frage längst weg… Bliebe eigentlich nur noch abendlicher Schluß, Bett und der nächste Morgen zu erreichen. Was machte es mir aus, daß der nächste Morgen auch hierzulande den Liebenden gewidmet war, wenn immer noch zuverlässig die Musik aus dem Radio waberte? Bis kurz vor Mitternacht das Gelärm der Hunde den Radioapparat übertönte und die eigene Müdigkeit vertrieb. Noch bevor ich in die Pantoffeln geschlüpft war, schmetterten Trompete und sicherlich nicht nur eine Gitarre mir von dem Aussenbereich der Terrasse den unendlichen Weltschmerz der Liebe auch in diesem Teil der Welt entgegen. Und tatsächlich war der frühabendliche Anruf keine Frage, sondern eine Ankündigung gewesen. So standen fast wie aus dem Boden gewachsen immerhin vier auf Rechnung angeheuerte paraguayische Mexikaner mit neuglänzendem Instrumentarium vorm Tisch des Auftraggebers und dessen Frau und teilten ihnen schleppend singend ihre privaten Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen zum Thema amouröse Intimitäten mit. Zu den aufwendig hergestellten, weiß und kaffeebraun wechselnden Uniformen durfte laut ihrer Gewerkschaft ausschließlich der typisch sein sollende Mexikanervollrund aufgestülpt werden, auf dessen Durchmesser die Verpflegung eines mittelgroßen Kinderheims Platz findet. Und um der ebenfalls folkloristischen und preislichen Tradition Genüge zu tun, bekam nach dem musikalischen Intro die junge hübsche Frau des Combobestellers die Dunstkiepe angepaßt – und siehe da: paßt, und der Kopf knickt unterm Gewicht des Hutes nicht mal zur Seite.  So erklärt sich übrigens das Bild eines Musikers ohne Kinderheimspeisekammer.

Musikalisch wurde von einem Blatt gespielt, welches eine komplette Notenzeile enthielt; denkbar ist, daß die immerhin unterschiedlichen Textaussagen nach mehreren Aufführungen klappen oder bei Bedarf spontan aufgefüllt werden. So musizierten die Vier vor einem Tisch, an dem fleißig gegessen und getrunken wurde, munter drauf los. Selbst, als Trompeten-Mex auf die Idee kam, aussagekräftig nach jeder zweiten Schmetterrunde Flüssigkeit aus der goldglänzenden Tute auf die Terrassenplatten zu gießen, beschaffte das der Folkloristentruppe kein Bier zwischen den Strophen, die unermüdlich von der unglücklichen Liebe zwischen Juan und Rosita schluchzten; ziemlich bedrückt zogen alle vier nach vierzig Minuten ab und ließen die Zuhörerschaft im unklaren darüber, wie es mit Juan und der hübschen Rosita weitergehen wird – dabei haben es schon deren Großeltern vorgemacht: der Mann macht zuerst spontan, wenig später dann innovativ bei den Räubern in den Bergen mit, und die Frau bleibt mit fünf Kindern sitzen, gründet kurz darauf allerdings eine eigene Start-up-Firma für Schlagertexte, die kommende Generationen zum Weinen bringen werden…

Und wenn ich mir´s recht überlege, so war´s doch nicht schlecht für einen Abend mit ganz normalem Ablauf….

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

       
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Bunte Puppen, Kerle mit Fäusten

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Seit nun 59 Jahren lümmelt sich Barbie, blond, nüchtern und faltenlos wie am ersten Tag und unverbindlich lächelnd auf den Ladentheken dieser Welt rum und stiftet mit schmalem Hüftplastik und sittsam-ängstlich zusammengekniffenen Beinen junge Mädels nicht zur Schwangerschaft, sondern zur Magersucht an; ich gestehe, damals nicht mitbekommen -oder ggf. strikt ignoriert- zu haben, daß Barbie´s Stammhaus vor neun Jahren „Erika“ merggel als vormalige Stasizuträgerin und aktuelle Gründerin eines Apartheidsstaates für die auf deutschem Boden Verbliebenen & Verbleibenden mit einer Sonderedition in Bezugnahme auf deren Vorbildwirkung für aktuell lebende Frauen (…ein weiteres Mal abzüglich der Schwangerschaft..) geehrt hat: Gerüchte, wonach als in Statur, Frisur und vor allem Geist gleich, Ilse Koch vom Ettersberg im nächsten Jahre zum 60ten das passende Mattel-Sondereditions-Ergänzungsstück zu „Erika“ bilden wird, werden immer lauter und erscheinen nur folgerichtig…. 🙂

 
Doch nun schnell den Sprung getan zu anderen, viel lebendigeren Puppen, wenngleich diese nicht in jedem Fall blond, nüchtern oder gar faltenlos erschienen…!

…sollte ich beim letzten Mal tatsächlich nicht erwähnt haben, daß sich ein zweites, mit anderer Kamera entstandenes Bildersammelsurium vom ersten Carnavaldurchzug Villarrica´s anschließen wird..?
Bevor also nun nochmals der bunte Fotoreigen eröffnet wird, noch einige Worte dazu: angesichts dunkler Regenwolken, die sich seit Stunden über die Stadt gelegt haben, besteht die Mööglichkeit, daß sich das geplante Carnavaldoppel in einen Einzelfall verwandeln könnte; wünschen wir den Stadtvätern-und mütterinnen dennoch einen Umzug, der Einnahmen in die Kassen strömen läßt… Stand Samstag 17.14 Uhr: REGEN. 😦

Und um den ganzen Text nun am Dienstag zum Abschluß zu bringen, hier eine kleine Zusammenfassung: so wie in der Wetterprognose angegeben, ließ der Regen gegen neun Uhr abends fast ganz nach und dem mehr oder weniger lustigen Treiben stand nichts weiter als die -vielleicht geplante…- Lustlosigkeit der Veranstalter im Wege.
Allerdings hielt das schon erwähnte konsequente Boykottverhalten der potenziellen Zuschauer auch an diesem zweiten Karnevalstag an; die Stadt füllte sich mit Leuten, die lieber privat veranstalteten Vergnügungen frönten, als daß in Eintrittskarten verwandelte Einnahmen in die bereitgestellten Stadtkassen flossen…
Die Macher des zweiten und schon wieder letzten bunten Abends nahmen´s gelassen und ließen die Zuschauer auf den Sitzbrettern links und rechts der kurz gehaltenen Strecke einfach auf weniger als eine Armlänge zusammenrücken, um den unbestechlichen Kameraobjektiven gefüllte Ränge zu suggerieren – mit einem kleinen Kniff den Abend gerettet, könnte man sagen.
Doch weit gefehlt – das nächste Ding reihte sich unerbittlich ein: der Asuncióner (!) Chef vom Villarrica-Orga-Team bekam eine Ladung des hier obligatorisch am Karnaval klebenden Schaumes ab; daraufhin kümmerten sich dessen Gorillas um den Übeltäter, infolgedessen einige Augenzeugen/Beteiligte vom Stamm der zusammengeschobenen Zuschauer solidarisch die Kampfstätte mitsamt dem aufgegriffenen und mit einem Platzverweis ausgestatteten pösen Attentäter verließen – selbst Asuncióner Zeitungen verstehen die ganze Aufregung um Schaum, Geschrei und Rangelei nicht.
Leider könnten Schlagzeilen dieser Art dazu führen, daß man im nächsten Februar dann lieber mit einem vereiterten, seit Tagen klopfenden Backenzahn zu einem Doktor geht, als nochmals Villarrica´s Carnaval zu besuchen…

Zu diesen ganzen Dingen kommt noch die Aussage einiger Leute aus wohlinformierten Kreisen, die über einen Verkauf von Villarrica´s  Planungsetage berichten; dies könnte das halbherzige Ergebnis zum weiteren Teil ebenfalls erklären….

Und vielleicht kommt eines Tages ja wenigstens ein Teil der Wahrheit ans Licht; bis dahin sollte Villarrica´s Carnaval schnellstens neu geboren werden..! 🙂
Andererseits – mit dem Wegfall der bunten Umzüge ergäbe sich die Marktlücke, Villarrica durch eine neu installierte, jährliche Autoausstellung oder gar durch einen Tauschmarkt für Kissenschoner, Topflappen & Häkeldeckchen nochmals berühmt zu machen. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

                            

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Skeptische Zuversicht

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„Das positive am Skeptiker ist, daß er alles für möglich hält.“  🙂

…zugegeben – hinter den alljährlich `reinströmenden, offenherzig-optimistischen „ach komm`- alles wird jetzt besser“-Wünschen beim Jahreswechsel bin ich eher vorsichtig geworden; für mich persönlich steckt da zuviel Nähe (…und vor allem nicht auf Nachdenken beruhende Akzeptanz) zum geistlosen Wir-schaffen-das drin: gehört aber vielleicht untrennbar zum „..ich hab ja nicht mehr lange bis zur Rente“-Seim der „nächste Woche krieg ich mein neues Auto“-cdu-ankreuzer dazu… 🙂

Zur Auswahl steht deshalb noch der schon am Anfang des Jahres eher skeptisch abwartende Blick des Schauspielers Lee van Cleef – der in diesen Tagen übrigens 93 geworden wäre: und schon gehts los mit dem bunten Reigen der ersten Tage auf unserer von Land umgebenen eigenartigen Insel: kaum ist das 100te Todesjahr des Roten Baron´s Richthofen wenige Stunden alt, knallts.
Naja, um -in heutiger Zeit ungewohnter Weise- ehrlich zu sein, verschwand die Luft des hinteren Reifens unsres Dienstwagens eher so geräuschlos wie derzeit die meisten Weggeher aus ihrem eignen deutschen Land. Hier wie dort stellte man plötzlich fest – oh, alles weg. 🙂 Der kundige Schmutzhand-Mechaniker um die Ecke zog wenig später einen Nagel aus der Lauffläche des Schwarzrundes und nahm strahlend über seine eigne Arbeit 20tausend Guaranies entgegen.

Eine gern herbeigewünschte Feuertaufe-geschafft-Denkweise funktioniert aber nun mal (bis auf wenige Ausnahmen..) nicht in unsrem Binnenländle Paraguay; nur zwei Tage weiter leuchtete im Kontrollzentrum die Leuchte „Fehlfunktion Waschmaschine“ auf: Motor fest. Für immerhin 700tausend gabs selbigen neu mit der Empfehlung, nicht öfter als dreimal am Tag besagtes Maschinchen zu starten… 🙂

Dennoch scheints bei anderen Leuten auch glücklichere Momente gegeben zu haben…wenn auch schon vor mehreren Monaten: so kam es, daß vorgestern einige hiesige Mädels mit Geschenken unterm Arm bei uns aufkreuzten. Geschenke allerdings für eine erst später hinzugeholte werdende Mama: so eine Veranstaltung nennt sich Baby-shower (woher soll ich denn sowas vorher wissen…? 🙂 ) und gab allen Beteiligten viel kreischenden Spaß; die von uns (mir…) beigefügte Auswahl an Zigaretten fürs Kommende wurde allerdings nicht angenommen.. 🙂

 

Stichwort Qualmstengel – schon jetzt Glückwunsch zum 80ten am Samstag, William B. Davis!!! Der geheimnisumwitterte Mitwirkende im kultigen Akte-X-Reigen dürfte den Fan´s dieser Serie bestens bekannt sein.. 🙂

Nach der Fertigstellung des Steamermodells in 220 Tagen wird es sich beim nächsten Modell wie angekündigt um ein Hanomag-Halbkettenfahrzeug handeln. Zur Komplettierung bei dieser wieder in ein Diorama ausartenden Bastelei gabs nun schon mal eine Pak-Kanone; innerhalb der nächsten etwa 8 Wochen sollte eine Gestaltungsidee „stehen“, um das Ganze zu verwirklichen, denn erst dann treffen Fahrzeug, Soldatenfiguren & Pak hier ein…

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Kultur?-Los!

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„Der Stellenwert der Kunst ist in E**kelropa durch die Einschätzung vieler Politiker in Gefahr.“
Kein Grund zur Beunruhigung; hat doch glücklicherweise die sich als sozialdemokratisch bezeichnende, vor allem aber selbsternannte Kulturexpertin Özoguz vor einiger Zeit festgestellt, daß jenseits der deutschen Sprache keine spezielle Kultur aufzufinden sei..!
Bemerkenswert bleibt dennoch die eingangs erwähnte Einschätzung des Leipziger Dirigenten Kurt Masur – für detailliertere Rückfragen steht selbiger seit nun genau zwei Jahren leider nicht mehr zur Verfügung…

Dennoch stellte es keine erwähnenswerte Mühe dar, sich am Ende der letzten Woche aufzuraffen und ein in gewohnter Weise eher kurzfristig anberaumtes Klassikkonzert in Villarrica´s „Club Porvenir Guaireño“ zu besuchen; auch das Wissen, einem kulturlosen Volke anzugehören -glaubt man denn schon erwähnter, über Bosporuswurzeln verfügender Özoguz- konnte dem Willen, klassische Musik in den Gehörgang einströmen zu lassen, keinen Abbruch tun… 🙂

Daß der auf der Einladung genannte Starttermin von 20 Uhr eine eher fiktive Zahl darstellt, war jedem Mehrfachklassikhörer Villarrica´s wohl bewußt; noch um 21 Uhr traten Gäste durch die lustig knarrenden verglasten Türen ein und bekamen ein Programmformular überreicht.

 
Doch bevor Stücke aus Mozarts, Offenbach´s und Lloyd Webbers Werken dargeboten wurden, verbrachten mehrere Moderatoren einen guten Teil des Abends mit dem Verlesen von Spendernamen, die das Zustandekommen dieser musikalischen Darbietungen erst ermöglichten. Und als nahezu jeder Anwesende seine persönliche Dankesurkunde in den Händen hielt und Applaus eingesteckt hatte – wurden die einzelnen Mitglieder des Orchesters vorgestellt – das übrigens aus teilweise bemerkenswert jungen Musikern besteht, so wie z.B. die nur 13 Lenze zählende Flötistin . 🙂

Ab einem gewissen Zeitpunkt im nun schnell vorrückenden Abend jedoch schien es uuunmöglich, die musikalischen Darbietungen zurückzuhalten, und laut Liste stand Mozart am Beginn der Soirée. Für das nächstfolgende Stück hatten die Mitglieder des Chores eine Überraschung eingebaut: die bekannte paraguayische Sängerin Marijo Obregon hatte sich bei einer Ausschreibung um die Stelle als mechanisches, aber dennoch singendes Spielzeug beworben und war angenommen worden – und sie spielte die Rolle wirklich sehr gut: wer hätte gedacht, daß das blonde Frollein, welches Anfang des Jahres in unserem Innenraum Szenen für ihr damals neues Musicvideo drehte, auch die klassische Koloratur beherrscht..!

Leider gab das überreichte Programmblatt nach einer Stunde nichts mehr her; beim dazugehörigen Shakehands nach der Musikke ergab sich Gelegenheit, Selfies mit den Stars herzustellen, die benutzten Instrumente zu betrachten und für Kinderhände ist es in unbeobachteten Momenten ab & an sogar möglich, Piano und Pauke zu strapazieren: so gesehen – ein schöner Abend!! 🙂

           

Der Endspurt um Details läuft auch am 202ten Tag auf der Steamerwerft ungebremst weiter: die bugwärts verlaufenden Verspannungen beider Schornsteine haben Seildurchführungen erhalten, die von den Kabeln beider unterer Scheinwerfer passiert werden, und die Nigger an Bord haben Dutzende von Kisten aufgestapelt und mit einer Persenning abgedeckt – aber noch ist so einiges weitere an Ausstattung & Zuladung geplant; der December wird darüber vergehen.. 🙂

 

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Dreimal Jesus & ein Frollein

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„Es gibt tatsächlich Leute, die Weihnachtsfeste veranstalten. Ist das komisch!“
Was mühelos nach einem Gedankensplitter aus dem Kanzleramt klingen könnte, der ein weihnachtliche Rituale untersagendes Dekret für die deutsche Ureinwohnerschaft nach sich zieht, stammt in Wahrheit aus der Feder des französischen -literarischen- Vaters von „Madame Bovary“, Gustave Flaubert, der vor 196 Jahren geboren wurde.
Doch bei aller historischen und vor allem aktuellen Skepsis an wenn auch konsumorientierter Geschenkeverteilung in weniger als zwei Wochen bedarf es wohl noch etwas mehr als politischer Dekrete, Weisungen & Verbote, um Gläubigen und auch Atheisten den Spaß am 24ten December zu verkümmeln: so bleibt zu hoffen, daß, während weißer Schnee und -mehr noch- schwarze Wilde das Land unter sich begraben, die einheitsparteiliche Zukunft nicht in Kellergewölben abgehaltene Lichterfeste mit Volksverhetzung „belohnt“… 🙂

Im letzten Monat des Jahres bietet Paraguay und speziell Villarrica Einwohnern, Besuchern und Aus- oder besser Einwanderern den Anblick mehrerer weihnachtlicher Krippen vor den Hauptkirchengebäuden sowie beiden wichtigsten Stadthäusern. Liebevoll und unter Zuhilfenahme gestalterischer Phantasie werden die Szenen in der Geburtskrippe nachgestellt; Hinweise, ob es sich dabei um Vorgänge in Bethlehem oder in Nazareth handelt, sucht man auch in diesem Jahre allerdings vergeblich. Und „unsere“ helle Kirche in Villarrica spendiert kurzerhand der Geburtsszene eine paraguayische, quotenerfüllende Frauentanzgruppe – doch damit nicht genug: bis ins Innere hinein fügt man dem darstellerischen Ensemble eine geradezu gewagte Menge von blaugranitenen G-20-Pflastersteinen hinzu. Willkommene Gelegenheit für Historiker wie etwa Guido Knopp, auf die auch damals schon unruhigen Zeiten hinzuweisen; weiterführend läßt sich daraus die These entwickeln, daß schon in vergangenen Zeiten scheinbar das Zusammenleben täglich neu ausgehandelt werden mußte und niemand in heutigen Tagen deshalb beunruhigt sein sollte oder gar darf…. 🙂 🙂

Die im Garten der hiesigen Governación aufgestellte Kreißsaalbaracke verfügt dazu noch über Lichtquellen auf Grundlage mittels Petroleumversorgung; generell dürften die im nun ablaufenden Jahre auf diesem Gelände monatelang stattgefundenen „Neuaushandlungen“ um den höchsten Stuhl nicht nur zu mehr Polizeipräsenz, sondern ebenso zu mehr Lichtquellen geführt haben, von denen auch der keramische Jesusvertreter profitieren dürfte…

Auch die Stadtverwaltung läßt sich nicht lumpen, und fügt eine eigene kreative Arbeit hinzu: gern fotografierter Publikumsmagnet wie in jedem Jahre! Welche Arbeit die beste ist..? Mag der geneigte Leser selbst entscheiden..! 🙂

Und wer hätte es gedacht – die ans Posen gewohnten Darstellerinnen der Hochglanzgazetten leiden natürlich bei den derzeitigen hohen weihnachtlichen Temperaturen am meisten; wen wundert´s da, daß sie sich mehr oder weniger schnell ….fast entkleiden…..? ! So ließ sich vor wenigen Tagen das paraguayische weibliche Mascottchen Mirtha Sosa der Fußballtruppe Real Madrid im nun passenden Kostümchen ablichten – leider nur im relativ wenig bietenden Halbrückenprofil; aus diesem Grunde sei eine Vorderansicht beigefügt.. 🙂

 

Bis zum heutigen 195ten Tag hat sich auf der Steamerwerft wieder einiges getan: die schon letzte Woche errichteten vorderen Schornsteine wurden mithilfe historischer Photos verspannt; ebenso erhielt der Kahn vordere Positionslichter. Die Taue der vorderen Lastarme wurden aufgeklart und in endgültigen Sitz gedrängt. Die noch ausstehenden Zurrtaue an Lastarmen und Landungsbrücken werden erst kurz vor der Vollendung angebracht, um vorher ausstehende Arbeiten im nun herrschenden Faden“gewirr“ nicht zu behindern. Jetzt erscheinen auch die beiden hinteren Überdruckrohre auf Deck. 🙂

 
Farbgebung aller vier Qualmrohre übrigens ein Gemisch aus u.a. Tamiya´s Dark Iron XF 84, um den zu „harten“ und künstlichen Charakter von ausschließlich Schwarz zu verhindern. 🙂 Damit dürfte der Startschuss für die letzten etwa 6 Wochen gefallen zu sein; nun handelt es sich „nur“ noch um diverse Kleinteile wie Treppen, Geländer, Abdeckplanen/Segeltuch und Luken.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! – Nicht vergessen jedoch ist der 98te Geburtstag des Charlottenburger´s ME-109-Piloten Hans-Joachim Marseille! 🙂

Hier noch das tägliche Polit-Schmankerl:
EU will Vorschriften für Reisen mit Bargeld drastisch verschärfen

Die EU arbeitet an verschärften Bestimmungen für das Reisen mit Bargeld ins außereuropäische Ausland und bei der Rückkehr nach Europa. Das Komitee für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres plant demnach eine Revision der First Cash Control Regulation aus dem Jahr 2005. Diese sah noch vor, dass EU-Bürger Bargeld im Umfang ab 10.000 Euro beim Verlassen der EU oder bei der Rückkehr bei den Zollbehörden anmelden müssen.
Die geplanten neuen Regeln sehen eine deutliche Verschärfung vor. Wie aus einer Veröffentlichung auf der Homepage des Europäischen Parlamentes hervorgeht, soll nicht  nur die Schwelle von 10.000 Euro herabgesetzt werden, sondern auch die Definition von Bargeld erweitert werden.
So haben sich die Abgeordneten des Ausschusses dazu entschlossen, dass fortan auch Gold, Edelsteine und mit Guthaben aufgeladene Cash-Karten fortan als Bargeld anzusehen sind.

Weiter geht’s im Orginal-Artikel der hier zu finden ist: Vorschriften für Reisen mit Bargeld

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Menschen und Maschinen in Kirchen

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„In jedem Dorf gibt es eine Fackel – den Lehrer.
Und jemanden, der dieses Licht löscht – den Pfarrer.“
Was der französische Romancier Victor Hugo einst so drastisch ausdrückte, hat in seinem Nachbarland längst Fuß gefasst und wird von einer Clique gewissenlosester Verbrecher umgesetzt: christliche Symbole und Termini werden Schritt für Schritt demütig entfernt, um morgenländischen Invasoren den Weg zu ebnen, und so nimmt es nicht Wunder, daß die rheinland-pfälzische Staatsrundfunkchefin Dreyer bei Auffindung einer mit Swastikasymbolik versehenen Herxheimer Kirchenglocke -schnappatmend- nahezu landesweiten Katastrophenalarm auslöste; millionenfacher Ansturm mehrfachidentitärer, vor allem wohlbewaffneter prähistorischer Landnehmer hingegen wird den steuerzahlenden Ureinwohnern als alternativloser Humanismus und alleinige Möglichkeit zur Inzuchtverhinderung aufkonditioniert. 🙂 🙂 Fast ohne Gegenwehr. 😦

Zum nun schnell nahenden Ende des Jahres 2017 (1439 /islamischer Kalender) kommt der atheistische Schreiber dieser Zeilen also auch keinesfalls um ein kirchliches Thema `rum; Anfang der Woche verkündeten die meisten hiesigen paraguayischen Staatsgazetten die erfolgreiche Inbetriebnahme einer Kirchtumuhr an: immerhin lag der Ruhe-Zeitraum eines halben Jahrhunderts hinter dem nun restaurierten/in Gang gesetzten Uhrwerk.
Ob in den nun vergangenen 50 Jahren erfolglos ein Mechaniker gesucht wurde oder der Phlegmatismus siegte, nun, darüber schweigen sich die Verfasser der Glückwunschartikel strikt aus…. 🙂
Es handelt sich dabei übrigens um die in Asunción gelegene, ab 1893 errichtete „La Encarnación“-Betstelle; dabei stellte ich fest, noch nie da gewesen zu sein – ein Besuch da wird nachgeholt !!! 🙂 In jedem Fall scheint das Werk nun zu funktionieren – kein Wunder, da die Instandsetzungsarbeiten unermüdlich -teils auch nachts- durchgeführt wurden… 🙂

 

Und schon sind wir auf dem Weg zum nächsten Gotteshaus – diesmal ist der Schauplatz die weiße Kathedrale in Villarrica: genau da fand vergangenen Samstag die Übergabe der Studiumabschlußurkunden an werdende ÄrzteInnen/ ZahnärztInnen & ChemikerInnen 🙂 statt. Grund genug also, ein fröhliches Gesicht zu zeigen und auch bei der Übergabe der Studienbescheinigung an die andere Berufsgruppe in gewohnter Weise in frenetischen Jubel auszubrechen! Der Stolz der Eltern, die den meisten Jugendlichen diesen jahrelangen Studiengang ermöglichten, läßt sich an den Bildern erkennen…

   
 

Währenddessen wurde das Außengelände der Kathedrale in ein im Freien gelegenes Fotostudio verwandelt; findige, meist professionelle Knipser warteten wenig später nicht erfolglos auf strahlende Fotomodelle.. 🙂

 

Für ein nichtreligiöses Thema bleibt heut nur die Erwähnung des 176ten Tages auf der Steamerbaustelle: wie angekündigt, wurden beide vordere Lademasten endgültig gesetzt und mit dem nun ebenfalls befestigten vorderen Mast über Verspannungen/Ladetakel verbunden. Anhand historischer, extra vergrößerter Originalbilder erfolgte die Anlegung der kompletten vorderen Anlage. Dazu mußten gleichzeitig die Lademasten nach achtern verspannt werden; dies dürfte jede Menge Spaß bei der Errichtung & Verspannung der beiden vorderen Schornsteine gaaaarantieren.. 🙂 Die erforderlichen, extra angefertigten Kleinteile für beide vertikalen, das charaktaristische Gesamtbild prägenden Dampfrohre starten allerdings erst Anfang nächster Woche „drüben“ .. 🙂

So blieb und vor allem bleibt noch genügend Zeit für die Anfertigung der fast bei jedem Modell vorhandenen Kleinteile… In jedem Fall aber wurde die zukünftige Vitrine fürs fertige Modell schon geliefert:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! – aber nicht, ohne den 33ten Geburtstag der Schauspielerin Scarlett Johansson erwähnt zu haben… 🙂

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de