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Skeptische Zuversicht

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„Das positive am Skeptiker ist, daß er alles für möglich hält.“  🙂

…zugegeben – hinter den alljährlich `reinströmenden, offenherzig-optimistischen „ach komm`- alles wird jetzt besser“-Wünschen beim Jahreswechsel bin ich eher vorsichtig geworden; für mich persönlich steckt da zuviel Nähe (…und vor allem nicht auf Nachdenken beruhende Akzeptanz) zum geistlosen Wir-schaffen-das drin: gehört aber vielleicht untrennbar zum „..ich hab ja nicht mehr lange bis zur Rente“-Seim der „nächste Woche krieg ich mein neues Auto“-cdu-ankreuzer dazu… 🙂

Zur Auswahl steht deshalb noch der schon am Anfang des Jahres eher skeptisch abwartende Blick des Schauspielers Lee van Cleef – der in diesen Tagen übrigens 93 geworden wäre: und schon gehts los mit dem bunten Reigen der ersten Tage auf unserer von Land umgebenen eigenartigen Insel: kaum ist das 100te Todesjahr des Roten Baron´s Richthofen wenige Stunden alt, knallts.
Naja, um -in heutiger Zeit ungewohnter Weise- ehrlich zu sein, verschwand die Luft des hinteren Reifens unsres Dienstwagens eher so geräuschlos wie derzeit die meisten Weggeher aus ihrem eignen deutschen Land. Hier wie dort stellte man plötzlich fest – oh, alles weg. 🙂 Der kundige Schmutzhand-Mechaniker um die Ecke zog wenig später einen Nagel aus der Lauffläche des Schwarzrundes und nahm strahlend über seine eigne Arbeit 20tausend Guaranies entgegen.

Eine gern herbeigewünschte Feuertaufe-geschafft-Denkweise funktioniert aber nun mal (bis auf wenige Ausnahmen..) nicht in unsrem Binnenländle Paraguay; nur zwei Tage weiter leuchtete im Kontrollzentrum die Leuchte „Fehlfunktion Waschmaschine“ auf: Motor fest. Für immerhin 700tausend gabs selbigen neu mit der Empfehlung, nicht öfter als dreimal am Tag besagtes Maschinchen zu starten… 🙂

Dennoch scheints bei anderen Leuten auch glücklichere Momente gegeben zu haben…wenn auch schon vor mehreren Monaten: so kam es, daß vorgestern einige hiesige Mädels mit Geschenken unterm Arm bei uns aufkreuzten. Geschenke allerdings für eine erst später hinzugeholte werdende Mama: so eine Veranstaltung nennt sich Baby-shower (woher soll ich denn sowas vorher wissen…? 🙂 ) und gab allen Beteiligten viel kreischenden Spaß; die von uns (mir…) beigefügte Auswahl an Zigaretten fürs Kommende wurde allerdings nicht angenommen.. 🙂

 

Stichwort Qualmstengel – schon jetzt Glückwunsch zum 80ten am Samstag, William B. Davis!!! Der geheimnisumwitterte Mitwirkende im kultigen Akte-X-Reigen dürfte den Fan´s dieser Serie bestens bekannt sein.. 🙂

Nach der Fertigstellung des Steamermodells in 220 Tagen wird es sich beim nächsten Modell wie angekündigt um ein Hanomag-Halbkettenfahrzeug handeln. Zur Komplettierung bei dieser wieder in ein Diorama ausartenden Bastelei gabs nun schon mal eine Pak-Kanone; innerhalb der nächsten etwa 8 Wochen sollte eine Gestaltungsidee „stehen“, um das Ganze zu verwirklichen, denn erst dann treffen Fahrzeug, Soldatenfiguren & Pak hier ein…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Kultur?-Los!

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„Der Stellenwert der Kunst ist in E**kelropa durch die Einschätzung vieler Politiker in Gefahr.“
Kein Grund zur Beunruhigung; hat doch glücklicherweise die sich als sozialdemokratisch bezeichnende, vor allem aber selbsternannte Kulturexpertin Özoguz vor einiger Zeit festgestellt, daß jenseits der deutschen Sprache keine spezielle Kultur aufzufinden sei..!
Bemerkenswert bleibt dennoch die eingangs erwähnte Einschätzung des Leipziger Dirigenten Kurt Masur – für detailliertere Rückfragen steht selbiger seit nun genau zwei Jahren leider nicht mehr zur Verfügung…

Dennoch stellte es keine erwähnenswerte Mühe dar, sich am Ende der letzten Woche aufzuraffen und ein in gewohnter Weise eher kurzfristig anberaumtes Klassikkonzert in Villarrica´s „Club Porvenir Guaireño“ zu besuchen; auch das Wissen, einem kulturlosen Volke anzugehören -glaubt man denn schon erwähnter, über Bosporuswurzeln verfügender Özoguz- konnte dem Willen, klassische Musik in den Gehörgang einströmen zu lassen, keinen Abbruch tun… 🙂

Daß der auf der Einladung genannte Starttermin von 20 Uhr eine eher fiktive Zahl darstellt, war jedem Mehrfachklassikhörer Villarrica´s wohl bewußt; noch um 21 Uhr traten Gäste durch die lustig knarrenden verglasten Türen ein und bekamen ein Programmformular überreicht.

 
Doch bevor Stücke aus Mozarts, Offenbach´s und Lloyd Webbers Werken dargeboten wurden, verbrachten mehrere Moderatoren einen guten Teil des Abends mit dem Verlesen von Spendernamen, die das Zustandekommen dieser musikalischen Darbietungen erst ermöglichten. Und als nahezu jeder Anwesende seine persönliche Dankesurkunde in den Händen hielt und Applaus eingesteckt hatte – wurden die einzelnen Mitglieder des Orchesters vorgestellt – das übrigens aus teilweise bemerkenswert jungen Musikern besteht, so wie z.B. die nur 13 Lenze zählende Flötistin . 🙂

Ab einem gewissen Zeitpunkt im nun schnell vorrückenden Abend jedoch schien es uuunmöglich, die musikalischen Darbietungen zurückzuhalten, und laut Liste stand Mozart am Beginn der Soirée. Für das nächstfolgende Stück hatten die Mitglieder des Chores eine Überraschung eingebaut: die bekannte paraguayische Sängerin Marijo Obregon hatte sich bei einer Ausschreibung um die Stelle als mechanisches, aber dennoch singendes Spielzeug beworben und war angenommen worden – und sie spielte die Rolle wirklich sehr gut: wer hätte gedacht, daß das blonde Frollein, welches Anfang des Jahres in unserem Innenraum Szenen für ihr damals neues Musicvideo drehte, auch die klassische Koloratur beherrscht..!

Leider gab das überreichte Programmblatt nach einer Stunde nichts mehr her; beim dazugehörigen Shakehands nach der Musikke ergab sich Gelegenheit, Selfies mit den Stars herzustellen, die benutzten Instrumente zu betrachten und für Kinderhände ist es in unbeobachteten Momenten ab & an sogar möglich, Piano und Pauke zu strapazieren: so gesehen – ein schöner Abend!! 🙂

           

Der Endspurt um Details läuft auch am 202ten Tag auf der Steamerwerft ungebremst weiter: die bugwärts verlaufenden Verspannungen beider Schornsteine haben Seildurchführungen erhalten, die von den Kabeln beider unterer Scheinwerfer passiert werden, und die Nigger an Bord haben Dutzende von Kisten aufgestapelt und mit einer Persenning abgedeckt – aber noch ist so einiges weitere an Ausstattung & Zuladung geplant; der December wird darüber vergehen.. 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Dreimal Jesus & ein Frollein

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„Es gibt tatsächlich Leute, die Weihnachtsfeste veranstalten. Ist das komisch!“
Was mühelos nach einem Gedankensplitter aus dem Kanzleramt klingen könnte, der ein weihnachtliche Rituale untersagendes Dekret für die deutsche Ureinwohnerschaft nach sich zieht, stammt in Wahrheit aus der Feder des französischen -literarischen- Vaters von „Madame Bovary“, Gustave Flaubert, der vor 196 Jahren geboren wurde.
Doch bei aller historischen und vor allem aktuellen Skepsis an wenn auch konsumorientierter Geschenkeverteilung in weniger als zwei Wochen bedarf es wohl noch etwas mehr als politischer Dekrete, Weisungen & Verbote, um Gläubigen und auch Atheisten den Spaß am 24ten December zu verkümmeln: so bleibt zu hoffen, daß, während weißer Schnee und -mehr noch- schwarze Wilde das Land unter sich begraben, die einheitsparteiliche Zukunft nicht in Kellergewölben abgehaltene Lichterfeste mit Volksverhetzung „belohnt“… 🙂

Im letzten Monat des Jahres bietet Paraguay und speziell Villarrica Einwohnern, Besuchern und Aus- oder besser Einwanderern den Anblick mehrerer weihnachtlicher Krippen vor den Hauptkirchengebäuden sowie beiden wichtigsten Stadthäusern. Liebevoll und unter Zuhilfenahme gestalterischer Phantasie werden die Szenen in der Geburtskrippe nachgestellt; Hinweise, ob es sich dabei um Vorgänge in Bethlehem oder in Nazareth handelt, sucht man auch in diesem Jahre allerdings vergeblich. Und „unsere“ helle Kirche in Villarrica spendiert kurzerhand der Geburtsszene eine paraguayische, quotenerfüllende Frauentanzgruppe – doch damit nicht genug: bis ins Innere hinein fügt man dem darstellerischen Ensemble eine geradezu gewagte Menge von blaugranitenen G-20-Pflastersteinen hinzu. Willkommene Gelegenheit für Historiker wie etwa Guido Knopp, auf die auch damals schon unruhigen Zeiten hinzuweisen; weiterführend läßt sich daraus die These entwickeln, daß schon in vergangenen Zeiten scheinbar das Zusammenleben täglich neu ausgehandelt werden mußte und niemand in heutigen Tagen deshalb beunruhigt sein sollte oder gar darf…. 🙂 🙂

Die im Garten der hiesigen Governación aufgestellte Kreißsaalbaracke verfügt dazu noch über Lichtquellen auf Grundlage mittels Petroleumversorgung; generell dürften die im nun ablaufenden Jahre auf diesem Gelände monatelang stattgefundenen „Neuaushandlungen“ um den höchsten Stuhl nicht nur zu mehr Polizeipräsenz, sondern ebenso zu mehr Lichtquellen geführt haben, von denen auch der keramische Jesusvertreter profitieren dürfte…

Auch die Stadtverwaltung läßt sich nicht lumpen, und fügt eine eigene kreative Arbeit hinzu: gern fotografierter Publikumsmagnet wie in jedem Jahre! Welche Arbeit die beste ist..? Mag der geneigte Leser selbst entscheiden..! 🙂

Und wer hätte es gedacht – die ans Posen gewohnten Darstellerinnen der Hochglanzgazetten leiden natürlich bei den derzeitigen hohen weihnachtlichen Temperaturen am meisten; wen wundert´s da, daß sie sich mehr oder weniger schnell ….fast entkleiden…..? ! So ließ sich vor wenigen Tagen das paraguayische weibliche Mascottchen Mirtha Sosa der Fußballtruppe Real Madrid im nun passenden Kostümchen ablichten – leider nur im relativ wenig bietenden Halbrückenprofil; aus diesem Grunde sei eine Vorderansicht beigefügt.. 🙂

 

Bis zum heutigen 195ten Tag hat sich auf der Steamerwerft wieder einiges getan: die schon letzte Woche errichteten vorderen Schornsteine wurden mithilfe historischer Photos verspannt; ebenso erhielt der Kahn vordere Positionslichter. Die Taue der vorderen Lastarme wurden aufgeklart und in endgültigen Sitz gedrängt. Die noch ausstehenden Zurrtaue an Lastarmen und Landungsbrücken werden erst kurz vor der Vollendung angebracht, um vorher ausstehende Arbeiten im nun herrschenden Faden“gewirr“ nicht zu behindern. Jetzt erscheinen auch die beiden hinteren Überdruckrohre auf Deck. 🙂

 
Farbgebung aller vier Qualmrohre übrigens ein Gemisch aus u.a. Tamiya´s Dark Iron XF 84, um den zu „harten“ und künstlichen Charakter von ausschließlich Schwarz zu verhindern. 🙂 Damit dürfte der Startschuss für die letzten etwa 6 Wochen gefallen zu sein; nun handelt es sich „nur“ noch um diverse Kleinteile wie Treppen, Geländer, Abdeckplanen/Segeltuch und Luken.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! – Nicht vergessen jedoch ist der 98te Geburtstag des Charlottenburger´s ME-109-Piloten Hans-Joachim Marseille! 🙂

Hier noch das tägliche Polit-Schmankerl:
EU will Vorschriften für Reisen mit Bargeld drastisch verschärfen

Die EU arbeitet an verschärften Bestimmungen für das Reisen mit Bargeld ins außereuropäische Ausland und bei der Rückkehr nach Europa. Das Komitee für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres plant demnach eine Revision der First Cash Control Regulation aus dem Jahr 2005. Diese sah noch vor, dass EU-Bürger Bargeld im Umfang ab 10.000 Euro beim Verlassen der EU oder bei der Rückkehr bei den Zollbehörden anmelden müssen.
Die geplanten neuen Regeln sehen eine deutliche Verschärfung vor. Wie aus einer Veröffentlichung auf der Homepage des Europäischen Parlamentes hervorgeht, soll nicht  nur die Schwelle von 10.000 Euro herabgesetzt werden, sondern auch die Definition von Bargeld erweitert werden.
So haben sich die Abgeordneten des Ausschusses dazu entschlossen, dass fortan auch Gold, Edelsteine und mit Guthaben aufgeladene Cash-Karten fortan als Bargeld anzusehen sind.

Weiter geht’s im Orginal-Artikel der hier zu finden ist: Vorschriften für Reisen mit Bargeld

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Menschen und Maschinen in Kirchen

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„In jedem Dorf gibt es eine Fackel – den Lehrer.
Und jemanden, der dieses Licht löscht – den Pfarrer.“
Was der französische Romancier Victor Hugo einst so drastisch ausdrückte, hat in seinem Nachbarland längst Fuß gefasst und wird von einer Clique gewissenlosester Verbrecher umgesetzt: christliche Symbole und Termini werden Schritt für Schritt demütig entfernt, um morgenländischen Invasoren den Weg zu ebnen, und so nimmt es nicht Wunder, daß die rheinland-pfälzische Staatsrundfunkchefin Dreyer bei Auffindung einer mit Swastikasymbolik versehenen Herxheimer Kirchenglocke -schnappatmend- nahezu landesweiten Katastrophenalarm auslöste; millionenfacher Ansturm mehrfachidentitärer, vor allem wohlbewaffneter prähistorischer Landnehmer hingegen wird den steuerzahlenden Ureinwohnern als alternativloser Humanismus und alleinige Möglichkeit zur Inzuchtverhinderung aufkonditioniert. 🙂 🙂 Fast ohne Gegenwehr. 😦

Zum nun schnell nahenden Ende des Jahres 2017 (1439 /islamischer Kalender) kommt der atheistische Schreiber dieser Zeilen also auch keinesfalls um ein kirchliches Thema `rum; Anfang der Woche verkündeten die meisten hiesigen paraguayischen Staatsgazetten die erfolgreiche Inbetriebnahme einer Kirchtumuhr an: immerhin lag der Ruhe-Zeitraum eines halben Jahrhunderts hinter dem nun restaurierten/in Gang gesetzten Uhrwerk.
Ob in den nun vergangenen 50 Jahren erfolglos ein Mechaniker gesucht wurde oder der Phlegmatismus siegte, nun, darüber schweigen sich die Verfasser der Glückwunschartikel strikt aus…. 🙂
Es handelt sich dabei übrigens um die in Asunción gelegene, ab 1893 errichtete „La Encarnación“-Betstelle; dabei stellte ich fest, noch nie da gewesen zu sein – ein Besuch da wird nachgeholt !!! 🙂 In jedem Fall scheint das Werk nun zu funktionieren – kein Wunder, da die Instandsetzungsarbeiten unermüdlich -teils auch nachts- durchgeführt wurden… 🙂

 

Und schon sind wir auf dem Weg zum nächsten Gotteshaus – diesmal ist der Schauplatz die weiße Kathedrale in Villarrica: genau da fand vergangenen Samstag die Übergabe der Studiumabschlußurkunden an werdende ÄrzteInnen/ ZahnärztInnen & ChemikerInnen 🙂 statt. Grund genug also, ein fröhliches Gesicht zu zeigen und auch bei der Übergabe der Studienbescheinigung an die andere Berufsgruppe in gewohnter Weise in frenetischen Jubel auszubrechen! Der Stolz der Eltern, die den meisten Jugendlichen diesen jahrelangen Studiengang ermöglichten, läßt sich an den Bildern erkennen…

   
 

Währenddessen wurde das Außengelände der Kathedrale in ein im Freien gelegenes Fotostudio verwandelt; findige, meist professionelle Knipser warteten wenig später nicht erfolglos auf strahlende Fotomodelle.. 🙂

 

Für ein nichtreligiöses Thema bleibt heut nur die Erwähnung des 176ten Tages auf der Steamerbaustelle: wie angekündigt, wurden beide vordere Lademasten endgültig gesetzt und mit dem nun ebenfalls befestigten vorderen Mast über Verspannungen/Ladetakel verbunden. Anhand historischer, extra vergrößerter Originalbilder erfolgte die Anlegung der kompletten vorderen Anlage. Dazu mußten gleichzeitig die Lademasten nach achtern verspannt werden; dies dürfte jede Menge Spaß bei der Errichtung & Verspannung der beiden vorderen Schornsteine gaaaarantieren.. 🙂 Die erforderlichen, extra angefertigten Kleinteile für beide vertikalen, das charaktaristische Gesamtbild prägenden Dampfrohre starten allerdings erst Anfang nächster Woche „drüben“ .. 🙂

So blieb und vor allem bleibt noch genügend Zeit für die Anfertigung der fast bei jedem Modell vorhandenen Kleinteile… In jedem Fall aber wurde die zukünftige Vitrine fürs fertige Modell schon geliefert:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! – aber nicht, ohne den 33ten Geburtstag der Schauspielerin Scarlett Johansson erwähnt zu haben… 🙂

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Altes Blech & junge Frauen

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„Politiker ist wohl der einzige Beruf, für den man keinerlei Ausbildung als notwendig erachtet.“
In diesem Moment bin ich mir keinesfalls sicher, dies Zitat nicht schon vor einer Reihe von Jahren „gebracht“ zu haben: angesichts der operettenhaften Politikdarsteller in der alten Heimat, deren Wissensdefizite nur von ihrer hochkriminellen Energie übertroffen wird, dürfte jedoch eine Wiederholung dieser obenstehenden Aussage nicht schaden – zumal man mit Robert Louis Stevenson, dem genialen Schöpfer von Werken wie der „Schatzinsel“ und „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ nie falsch liegt.
Doch verlassen wir schnell die aktuelle leidige Politik und widmen wir uns deshalb lieber einem interessanterem Brot-und-Spiele-Thema: am vergangenen Wochenende bot Villarrica wieder das -hoffentlich mehrere Jahre ablaufende- alljährliche Old-/Youngtimertreffen. 🙂

Meist kündigt sich dies durch eine abendliche bunte Veranstaltung bei uns im Hause an, wo sich einige der Fahrer samt ihrer „Kischten“ treffen und die neuesten Story´s aus ihrem motorisierten Jahr tauschen. Leider stellt man oft fest, daß sich der Name der weiblichen Beifahrerin während des Jahres geändert hat – in den meisten Fällen handelt es sich dabei nicht nur um eine Namensänderung, etwa von Elisabeth zu Aiischa aufgrund Religionswechsel, sondern die Änderung betrifft dann auch das Aussehen, Haarfarbe und sogar Körpergröße.
Glücklicherweise passen die neuen Beifahrerinnen dennoch immmmer wieder perfekt zum/ins Auto und machen sich auch gut quotenerfüllend hinterm Steuer.. 🙂

Und Samstagmorgen bei bestem Novemberwetter um 9 Uhr war es dann soweit – das Stadtzentrum vor der Municipalidad bildete wieder den Ausgangspunkt der diesjährigen Rally. Und sonderbar – einige Fahrer berichteten, nahezu die ganze Nacht benötigt zu haben….. um bei Bier und Whiskey …technische Details ihrer Wagen zu klären **welche Details das waren? ..wußte ich schon gar nicht mehr*** 🙂 🙂 🙂

Trotzdem gelangen an diesem Morgen einige Belichtungen der teils historischen automobilen Schätzchen, Fahrer und auch der Fahrerinnen…:) Nur wenige Momente vorm uhrgetriebenen Start reihten sich noch einige bayrische Wagen ein; auf britische Klassiker allerdings wartete man vergeblich, und so füg` ich ein Bild vom eigenen, drüben verbliebenen Spitfire 1500 ein, der in diesen Tagen seinen 40ten Geburtstag begeht…. 🙂

                             

Leider verblieb diesmal keine Zeit, um die Preisverleihung mitzuerleben bzw. abschließende Gespräche mit den FahrerInnen zu führen; Details also in einem Jahr..! 🙂

Am 167ten Tag auf der Steamerwerft wurde nochmals der Sitz der beiden Lademasten überprüft und zwei Blöcke fanden ihren Sitz: nun dürften nur noch wenige Stunden verbleiben, bis beide Masten dauerhaft befestigt werden und der Krimi der Verspannungen beginnt.
Momentan dauert noch die Suche & Zurechtlegung bzw. Anfertigung weiterer Blöcke an. Dazu wurde die Vitrine in Auftrag gegeben – passend in alter Holzoptik. 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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An das Gerääät…

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„Wenn wir auf Jahrzehnte so weiterfahren wie bisher, dann muß ich für unser Vaterland schwarz sehen.“ 🙂
Der vor nun zwei Jahren verstorbene Helmut Schmidt gilt als Formulierer dieser damals weitsichtigen, aktuell wohl gemeingebräuchlichen Aussage; je nach politischer Paßgenauigkeit seiner Diagnosen wandelten sich Fan´s -wohlgemerkt plakativ- in Gegner und umgekehrt; ein Entstehen der zentralislamischen Staatsformation werden Warnungen jeglicher Art und Form jedoch nicht mehr verhindern können.. 😦

Zu den im Novembermonat jeden Jahres reichlich vorhandenen Gedenk- und Ereignistagen früherer Zeiten reiht sich seit vergangenem Montag ein weiterer besonderer Tag ein – wenngleich die weltweite Bedeutung fehlt, so handelt es sich doch jedenfalls um ein wichtiges Datum in unsrem Städtchen Villarrica: da nämlich eröffnete nahe des Stadtzentrums ein Sportstudio in einer in der hiesigen Umgebung bisher unbekannten Qualität. 🙂


Und um es gleich vorweg zu nehmen – der Schreiber dieser Zeilen muß keinesfalls Bauchgewebe loswerden: „einlaufende“ Stücke von Oberbekleidung sind dem hiesigen tropischen Klima geschuldet!! 🙂

Doch zurück zur neuen Muskelbude: was hier installiert wurde, scheint sehr gute Qualität zu sein; frage man nicht nach dem Einkaufspreis fürs Grundstück in dieser Lage….
Beim betreten des Saales -denn als solcher läßt sich das ganze wirklich bezeichnen- wird man darauf hingewiesen, in Anbetracht des ausgelegten Bodens die Schuhe zu säubern; stark verschmutzte Schuhe besser gleich ausziehen – kann nie schaden, andere Sitten frühzeitig zu übernehmen.. 🙂

Der mittags anwesende Oberaufseher gab denn auch bereitwillig Auskunft über sein Etablissement: geöffnet wird Montags bis Freitags ab 5 Uhr morgens bis 23 Uhr; Samstags von 2 nachmittags bis 18 Uhr. Für monatliche 150tausend Guaranies darf man zeitlich unbegrenzt alle Geräte nutzen. Dem eher zaghaften Neulinge wurde auch die Möglichkeit einer wöchentlichen Zahlung eingerichtet; in dem Falle kostet´s nur 70tausend; bei beiden Zahlungsarten wird auch Kartenzahlung akzeptiert.

      
Fast schon selbstverständlich, daß auch das zum Sportmord gehörige Umfeld ausgiebig beackert wird: bei der unvermeidlichen Ernährungsberatung sowie dem ästhetischen Muskelaufbau wird der Blick auf bestimmte Präparate geschubst, die glücklicherweise in den Regalen gut sichtbar gelagert werden; damit auch kein Kunde vorm bezahlen weder durch Sport noch durch genannte Ergänzungsmittel aus den Latschen kippt, wird bei Bedarf auch ein Kardiogramm des Herzens angefertigt.
Bei diesem Stichwort fällt ein – vorm Beginn des wöchentlich/monatlichen Ertüchtigungsprogramms „Sei zäh wie Lederrr“ wird ein ärztliches Attest verlangt; dafür steht den stundenweisen Insassen des Hauses bei den meisten Geräten ein internes Fröhlichkeits-Musikprogramm per Ohrstecker zur Verfügung.
Und tatsächlich – schon um die Mittagsstunde werden viele Geräte genutzt; dabei hätten das die hiesigen jungen Frauen zum gegenwärtigen Zeitpunkt oft noch nicht nötig.. 🙂
Wer also Körpergewicht reduzieren mag, ist da wohl bestens aufgehoben…

Tag 162 auf der Steamerwerft: nunmehr wurden nach der Zusammensetzung der ersten von beiden der damals mitgeführten Landungsbrücken die Arbeiten an den Lademasten begonnen; die Verspannungen und Konstruktion der Seilzüge der Ladebäume wird historischen Photo´s entnommen und gestaltet sich deshalb etwas zeitaufwändiger, aber immerhin reichhaltiger als im ursprünglichen Baukasten vorgesehen; das meiste, wie Haken, Blöcke und Ringe wird wieder per Hand und Lupe extra angefertigt. Dem dürfte sich -wenn der Import der dazu benötigten Teile klappt- der Bau beider vorderer Schornsteine anschließen; deren Verspannungen dürften (aus heutiger Sicht..) deutlich übersichtlicher ausfallen: die Installation derselben jedoch im dann vorhandenen Netz der Lastkranverspannungen erheblich erschwert werden… 😦

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Nischt als Basteleien im Kopp….

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….eigentlich war ich bei dieser Sache ja von Anfang an skeptisch; Schränke zum selberbasteln können doch den kundigen Bastelfreund/Laubsägeliebhaber gar nicht reizen – und noch dazu landen fast täglich ganze Heerscharen von Nachkommen alter deutscher Universal-Handwerksfamilien in unserm Binnenland – ach was sage ich: stündlich landen die!
Aber wenn´s drum geht, daß diese Koryphäen – aber ich schweife ab…. 🙂 Denn erst, als die besagten Pakete geliefert wurden, begriff ich den Ernst der Situation: tatsächlich – die vor Wochen angekündigte Lieferung von zerlegten Puzzleschränken füllte einen Raum bis in Fensterhöhe und wartete auf den zu Armeezeiten beliebten Ruf: „An das Gerääät!“
Damals wie heute stand das schwerhörigstellen unter schwerer Strafe; naja, zugegeben: beim Sommerbund 1990 wollte die dienstranghöhere Seite nicht anecken und akzeptierte nach dem Mittagessen sogar Sonnenbaden im provisorischen Liegestuhl…. 🙂
Schwerhörigkeit allerdings beim aktuellen Vorgesetzten zu versuchen, kann schweeeer geahndet werden… 🙂

Doch zurück zu Kisten voller Schredderleimholztafeln: gedacht als Küchenzeile, erwuchs denn doch der Wunsch, alles schnell in Eigenregie zusammenzusetzen; ein früherer Elbstadt-Chef war für den Spruch „Möhnsch, düs is nischd weider!“ berühmt. 🙂  Also – `ran an die Klamotten; Kneifzange, Fuchsschwanz & Lötkolben finden sich ja in jedem Haushalt.
So entstand im gewagten Alleingang nach ca. einer Viertelstunde der erste Schrank: die Geburt des nahezu zeitgleich (der Öffnungszeremonie der Kisten folgte die geniale Mischung der Teile, um Vergleichswerte zu erhalten..) entstehenden nächsten Hängeschrankes wurde allerdings abrupt durch eine Baustellenbegehung des eben schon erwähnten aktuellen Vorgesetzten unterbrochen: die Frage nach gewissen, als unnötig eingestuften Metallteilen zog dann sonderbarerweise eine -angeordnete- Komplettzerlegung des Bauwerkes nach sich… 😦
Die -ebenfalls angeordnete- Neusichtung und tiefergehende Zuteilung der Bastelteile zu den ursprünglichen Verpackungen förderte zumindest die bis dahin unbekannte Einblatt-Bauanleitung zutage: aber welcher Bastelfreund „pimpt“ sein entstehendes Modell nicht von Anfang an..? 🙂 🙂
So ergab dies eine uuumständliche und unspaßige Neukonstruktion unter peinlicher Beachtung der vorgegebenen Hinweise, noch dazu unter Aufsicht: und nicht ein einziges Teil blieb für die Restekiste übrig; wenn man bedenkt, daß noch einige Kisten mehr geliefert werden, die montiert werden müssen….guuude Nacht..! 😦

   

Ein Fahrzeugmodell der ganz besonderen Art in der Innenstadt Villarrica´s abzulichten, gelang am vorgestrigen Tag: verwendet wurden u.a. das stark bearbeitete Vorderteil eines Busses und die eher privat gestaltete Ladefläche; aber auch schon die Innenausstattung des nach oben offenen Fahrerbereiches wurde aus einem Bedarfshandel für spaßige Freizeitmöbel geliefert. Dennoch – was Claus Kleber wieder Tränen in die Augen treiben würde, gehört auch bei uns nicht mehr zum „normalen“ Strassenbild und bekommt immer mehr visuellen Seltenheitswert… 🙂

    

Das „andere“, eher maritime Modell bekommt am 145ten Tag das erste Beiboot eingehängt. Versuche, die aneckfreie Abfiertechnik zu ergründen, scheiterte bis zum heutigen Tage; hoffen wir, daß den damaligen Betreibern untere Scharniere für die Bootsdavits eingefallen waren, um beim `runterlassen der Boote nicht die Deckskanten zu ramponieren. 🙂
Vor zwei Tagen erfolgte nun endlich das endgültige aufsetzen des Steuerdecks; beide sich vor diesem Deck befindliche Schornsteine werfen schon wieder beschaffungstechnische Kleinteil-Probleme auf, so man denn der historischen Authentizität folgen möchte… 🙂  Also wird auch auf dieser Baustelle „gemischt“ gebastelt – und schon erscheinen die Gehäuse der vorderen Scheinwerfer aus dem Resterundholz. 🙂

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Blau für Wasser

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„Wenn nicht ein Wunder geschieht, geht das deutsche Volk zugrunde.“
Diese Aussage traf der einstige Kölner Oberbürgermeister Adenauer am Kriegsende; mehr als sieben Jahrzehnte später gehört das mehr oder weniger öffentlich formulierte Bedauern des dennoch eingetretenen Wunders zur Staatsräson; Adenauers Rücktritt (!) -wenngleich auch „nur“ aus Altersgründen- vor nun 54 Jahren sollte auf lange Zeit keine Nachahmer im selben Amte mehr finden: selbst ein Mißtrauensantrag gegen die Schlepperkönigin würde 2017 ausgesessen…. 😦
Und kein weiterer Gedanke – Marcus Iunius Brutus weilt seit über zwei Jahrtausenden nicht mehr unter uns…. 🙂

Denjenigen, die der Meinung sind, es gehe „drüben“ nicht weiter `runter, sei dieser Beitrag gewidmet: tiefer abwärts geht immer – wenn auch in anderem Zusammenhang und auf dem südamerikanischen Kontinent.
Da nämlich dämmerte es allen betroffenen Anwohnern, daß mit den abgelegten blauen Rohren nun die Essap-buddelei vor der eigenen Hausthüre angekommen ist.
(Essap = städtische Wasserversorger hier in Villarrica, Anm. der Redaktion…)


Doch die besorgten Blicke über den Gartenzaun waren unbegründet; in der näheren Umgebung geht kein Rohr quer übers Grundstück… Selbiger, auf der Strecke zwischen Coronel Oviedo und Villarrica gelegener Wasserversorger hatte in vergangenen Jahren bei den jährlichen Hochwassern oft wiederholte eigene Probleme mit den Wassermassen; hier zeichnerisch angedeutet…. 🙂

   

Dies bedeutete dann meist tagelange Einstellung der Wasserversorgung der angeschlossenen Stadtteilnehmer – zumindest solange, bis sich das „eigene“ Hochwasser verzogen hatte.
Selbige, in Krisenzeiten dann Unterversorgten, nahmen/nehmen seit Jahr & Tag eine Stop-& go-Wasserversorgung mit einer Tag-/Nachtzuteilung in Kauf; ein generelles Ausbleiben des kostbaren Nass` ließ berechtigterweise den Unmut steigen, der selbst durch dann recht freizügige, aber dafür kostenlose Chlorzugabe schwer besänftigt werden konnte…. 🙂

Nach einer durchgehenden Modernisierung des technischen Hauptgebäudes sowie hochwasserfester Umgestaltung des Firmengeländes in den letzten beiden Jahren setzte nun also besagte Essap einen kilometerlangen Verlegungsmechanismus in Gang, der das oft als zu alt bezeichnete und obendrein längst unzureichende Versorgungsnetz auf den diesjährigen Stand bringen soll. Und vorab eingestreute Gerüchte sollten sich bestätigen; im Macholand Paraguay wurde auch bei diesem größeren Vorhaben acht gegeben, eine Frauenquote einzuhalten – und nicht etwa, um für die Bauleute zu kochen, sondern ihre Aufgabe bestand darin, Probebohrungen im Boden vorzunehmen: doch da erst in diesen Tagen und vor allem an anderer Stelle Stromkabel im paragayischen Boden verlegt werden, dürfte es sich bei dieser weiblichen Beschäftigung um gefahrlose Dinge handeln…. immerhin…Frauenquote. 🙂

Doch hier nun eine Auswahl an aktuellen Bildern der Rohrverlegung:

     
 

Der Sage zufolge -und jedes Land mit alter Kultur besitzt diese Geschichten…- verbergen sich auch in Paraguay noch vergrabene Schätze rechts und links der alten Verbindungsstraßen; vielleicht ist hier einer der Gründe zu suchen, warum sich die an besagter Rohrtrasse beschäftigten Arbeiter beim buddeln gegenseitig nicht aus den Augen ließen – werden sie doch diese Schatzgeschichten kennen…
Doch leider wurde am gestrigen Donnerstag nichts aufsehenerregendes Verkaufbares….

……zumindest kein Gold gefunden – dies könnte bewirken, daß alle größtes Interesse am weitergrabenden Vorandringen und weiteren Beobachten zeigen… 🙂

Am 133ten Tag auf der Steamerwerft läßt sich dagegen folgendes beobachten: nach der Entscheidung, ein drei- statt vierteiliges Schaufelrad zu gestalten, wurde selbiges zusammengesetzt und mit der anhand historischer Fotos erdachten/umgebauten Haltekonstruktion eingesetzt. Damit dürfte der Startschuss gefallen sein für die drahtige Verspannkonstruktion Bug/Heck.
Für den handläufigen Bootsdeckabschluß fehlen derzeit noch die 6 mm-Stützsäulen; selbigen steht noch eine Flugreise bevor – ihnen ebenso wie den beiden dünneren vertikalen Überdrückauslässen am Heck. 🙂

 

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….man(n) muß Muse dazu haben.

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„Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei.“
Dieses, in der Literaturecke sehr bekannte und dem Schriftsteller Oscar Wilde zugeschriebene Zitat wirft bei näherer Betrachtung Fragen auf mehreren Ebenen auf; nicht gerechnet die Tatsache, daß vor nicht einmal einer Woche in deutschen Landen eines der genannten, angeblich nicht existenten dreifaltigen Wesen DOCH gefunden wurde – Zeitungen rund um die Welt berichteten davon: doch lassen wir uns an dieser Stelle nicht auf eine weitere, -im Übrigen fruchtlose- Diskussion über Breshnew-Merggel ein, sondern gratulieren wir lieber einer jungen Frau, nämlich Dita von Teese zum 45ten! Und schon wurde Oscar´s Aussage zum 2ten Male widerlegt…. 🙂

Und nun – kein harter thematischer Schnitt, sondern einfach ein kräftiges bundesdeutsches „Weiter so!“: wie es sich für´s Macholand Paraguay geziemt, steht vor dem alljährlichen, unter einem kulturellen Oktoberstern stehenden „Festival de la Raza“ Villarrica´s noch die Wahl der ent- oder besser ansprechenden Muse an.
Doch wer von der geneigten Leserschaft nun denkt, daß es sich um die Goethe-Muse Charlotte von Stein handeln könnte, der irrt – es geht viiieel lebendiger: für interessierte Zeitgenossen, die gern an dieser öffentlich ablaufenden Wahl teilnehmen würden, hat der Veranstalter jedoch keine Antwort auf die pedantische Frage nach dem Wann & Wo: wie in den meisten Fällen „läuft“ sowas wohl über die berühmte und vor allem bestens funktionierende Mund-zu-Mund-Propaganda.
Kurz vor der Präsentation der heissen Kandidatinnen sei erwähnt, daß als Bedingung gestellt wurde, selbst oder zumindest über die engere Familie aus dem Kreis Guairá zu stammen; über an die Kommission gesandte, möglichst lebensechte Bilder fand schon die erste Auswahl statt. 🙂
Bei Bekanntgabe der Gewinnerin gibts hier bei uns Benachrichtigung! 🙂

Doch nun Bühne frei für die Damen:

          

Vor genau 310 Jahren befuhr der französische Erfinder Denis Papin mit einem per Wasserdampf angetriebenen Radschiff die Fulda bei Kassel: dies schafft die -zugegeben, vielleicht etwas holprige- Brücke zum 119ten Tag auf der Steamerwerft: von da meldet man die Fertigstellung der einzelnen Baugruppenelemente.
Aus bearbeitungstechnischen Gründen wurde das obere kleinere Steuerdeck noch nicht befestigt; derzeit -nach Fertigstellung des Steuerhauses- erhält das darunterliegende Passagierdeck das zwischen einzelnen Säulen gehaltene Geländer – man ahnt es: die im Bausatz enthaltenen messingfarbenen Elemente werden -vor der Farbgebung- nur probeweise eingesetzt. 🙂
Dazu erreichten die unerlässlichen, zusätzlich erworbenen Beiboote heute unser Haus und werden in den nächsten Tagen/Wochen ihren Platz einnehmen. Nach knapp vier Monaten an diesem Modell läßt sich sagen, daß es dieser Bausatz echt in sich hat; unvorstellbar, dies überhaupt ohne entsprechende Kenntnisse in Angriff zu nehmen – Spaß gibts aber dennoch und reichlich, dies Schiff zu meistern!

     

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Septemberzahlen

Standard

„Das Vaterland.“

Dies, längst mit äußerst negativer Bedeutung versehene und wohl in absehbarer Zeit zur endgültigen Entsorgung in den Auswahlreigen zum Unwort des Jahres gestopfte Wort liest der interessierte Betrachter an der Sockelvorderseite des Weimarer Goethe-/Schiller-Denkmales; seit nun genau 160 Jahren verfolgen beide deutschen Dichter den Lauf und damit aktuell auch das verordnete Ende der deutschen kulturlosen (Zitat der bisher nicht entsorgten Özoguz), aber dennoch eigenständigen Geschichte; man darf gespannt sein auf den späteren Einsatzzweck beider metallischer Körper… 🙂

Der Verwendungszweck für den dem paraguayischen Model Ana Rios -tatsächlich- geraubten Schmuck dürfte klar sein: der wird wohl schnell zu Geld gemacht werden; und die nebenher mitgenommenen 18tausend $ sowie 12 Millionen Guaranies haben vermutlich längst Eingang in den normalen Zahlungsverkehr gefunden: ob die Wertangabe 60tausend Dollar betreffs des Schmucks aber nur Mitleid erregen sollte oder Kopfschütteln über diese häusliche Hortung, sei dahingestellt… Eher zuversichtliche/schadenfrohe Seelen sehen voraus, daß Ana beim nächsten Fotoshooting die Summe wieder `rein kriegt.. 🙂

 

Doch diese Woche hat´s tatsächlich in sich; auch „unsre“ städtische Feuerwehr legt einen halbjährlichen Geschäftsbericht vor, der mehr Ausgaben als Einnahmen verzeichnet: über 139 Millionen ausgegebene Guaranies werden von den rund 115,5 Millionen eingenommenen leider nicht ganz abgedeckt:

Abgerechnet wurden die Kosten für 21 Einsätze bei Bränden, ….

…172 Unfällen….

und ein verhinderter Selbstmord… – wieviele „erfolgreich“ verliefen, darüber schweigt der Bericht.

Nicht verschwiegen werden 15 Rettungen von Tieren, beispielsweise aus Brunnen – die aber ebenso Kosten verursachten.

Aus Zeitgründen -diese Woche hat´s tatsächlich in sich!!- heute wieder etwas kürzer; aber wir geloben Besserung. 🙂

Nur langsam gehen derzeit die Arbeiten auf der Steamerwerft vor sich: am Tag 100 sieht das weiterhin provisorisch zusammengesetzte Ergebnis so aus:

Alle hauptsächlichen Baugruppen sind nun vorhanden; für die endgültigen Bearbeitungen muß weiterhin alles zerlegbar bleiben, doch das endgültige Ergebnis steht im enger werdenden Rahmen fest…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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