Schlagwort-Archive: Asunción

Begeisterung für Leder (rund)….

Standard

„Der deutsche Philister, das bleibet der Mann,
auf den die Regierung vertrauen noch kann,
der passet zu ihren Beglückungsideen,
der läßt mit sich alles gutwillig geschehen.“

Der 26te August in jedem Jahre steht für plüschtierwerfende, mit ihrem Je-suis-irgendwas-Hirntumor ganz glücklich lebende Zeitgenossen, bei denen sich bald Scham und Enttäuschung einstellen dürfte, noch nicht zu den überrollten, beraubten oder vergewaltigten Terroropfern ihrer prähistorischen neuen Freunde gehören zu dürfen, dieser Tag also steht bei ihnen für den Geburtstag der „echten“, also der nicht-uckermärkischen Mutter Theresa: die andere Gruppe von Menschen, die zum -wenngleich unerwünschten- nachdenken geboren sind, kennen dieses Datum als den Tag, an welchem der deutsche Dichter Hoffmann von Fallersleben im Jahre 1841 sein „Lied der Deutschen“ fertigstellte.
Leider stehts um die drei auf der in diesem Zusammenhang 1957 erschienenen  Marke erwähnten, im Liedtext enthaltenen Substantive derzeit etwas schlecht in Fallersleben´s alter Heimat – aber lehne man sich beruhigt zurück, da jeder weiß: die Deutschen stehen gern -in den meisten Fällen jedenfalls- etwas später auf, bevor´s rrrichtig los geht.. 🙂

..und vielleicht waren von den derzeit sehr zahlreich ins Binnenland Paraguay einströmenden auswanderungswilligen Landsleuten einige bei der Eröffnungsgala des neuen Sportstadions in Asunción letzten Samstag sogar live dabei; wir leider nicht – und so bleibt nur ein kurzer Überblick über die von den hiesigen Medien gelieferten Bilder und Info´s.

Für 20 Millionen Dollar, herabregnend aus Spielertransfers und Spendengeldern ließ sich der hier allerorten beliebte Club Cerro Porteño innerhalb von knapp 1000 Tagen ein neues Spielrund errichten; maximal 45tausend Zuschauer können ab sofort live die Jagd ums runde Leder verfolgen. Bei ausverkauften Plätzen aufgrund wichtiger Spiele allerdings erreicht die Zuschauer ein Wermutstropfen, wenn die offiziellen Verlautbarungen der Wahrheit entsprechen, die die Verfügbarkeit von immerhin 300 (!) Parkplätzen melden: glücklicherweise breitet sich die Praxis von Fahrgemeinschaften auch oder besser endlich in unsrer Hauptstadt immer mehr aus…Die Eröffnungsgala besagten Stadions erreichte mit den üblichen Elementen von Musik, Gesang und der unerläßlichen großen Lichtshow ziemlich großes Ausmaß:

         

Ob bei den ersten, im neuen Stadion abgehaltenen Spielen Cerro Porteño-Clubmaskottchen Larissa Riquelme anwesend war, gilt als nicht gewiß; in jedem Fall sollte das 32jährige paraguayische Model auch hier Erwähnung finden.. 🙂

Und zu jedem Sportereignis um den Fußball gehört ein schnellredender Reporter; die Suche gestaltete sich schwierig, war aber letztendlich doch von Erfolg gekrönt… 🙂

Ein eigener Besuch in dem vorgestellten Stadion gilt als eher unwahrscheinlich; schon zu schulischen Sportzeiten blieb als einziger Verwendungszweck das Torstehen: beim Ansturm der gegnerischen Mannschaft wurde mir von Mitspielern der eigenen Mannschaft ein „Rauskommen!!“ entgegengerufen – gesagt, getan, und wieder falsch…. 😦 Bis heute nich` verstanden… 🙂

Tag 84 auf der Steamerwerft: das nächstobere Deck wurde wiederholt neu angefertigt, um durch die im Sperrholz enthaltene, durch Schleifen erreichbare natürliche Krümmung die erforderliche Deckskrümmung zu erhalten. Dieses Deck wird nun positioniert und vorläufig befestigt, um das nächstobere, kleinere Deck samt Lüftungsschicht erst anfertigen und ebenfalls aufsetzen zu können. Und natürlich erhält das Dach der Passagierkabinen oben/unten Beplankung….

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de
Advertisements

Langeweile gibts woanders…

Standard

„Das Problem mit der Welt ist, daß die intelligenten Menschen voller Zweifel, während die Dummen voller Zuversicht sind“ ist nicht dem -in den meisten Fällen fraglich, ob vorhanden- Hirn eines derzeitigen, den bestehenden politischen Status Quo behalten wollenden Einheitspolitikers durch Berater eingeflüstert worden, sondern entstammt dem Werk des vor 97 Jahren in Andernach geborenen Schriftstellers Charles Bukowski; ob, wie und vor allem wo sich diese Aussage -bisher straffrei- einsetzen läßt, liegt bei jedem selbst: doch damit genug Kritik zu Lasten der besten Neuislamischen BundesGmbH, die es je gab. 🙂

Doch wenden wir uns an dieser Stelle besser wieder den Geschehnissen der letzten Tage in Paraguay zu: während die Hauptstadt unter winterlich strahlendem Sommerhimmel auf 480 Jahre Geschichte zurückblickt, „feiert“ auch die Departmenthauptstadt Villarrica – wie gewohnt, auf etwas andere Art: das Anfang März gestartete, eng an Augsburg angelehnte Theater um den Stuhl des amtierenden Gobernadors ging am vergangenen Wochenende in eine neue Runde: nach der Erstürmung des betreffenden Amtshauses und dazugehöriger deftig ausgetragener Meinungsverschiedenheit -im neudeutsch aktuell treffender als „Rangelei unter Buben“ beschönigtes Miteinander- wechselten die Namen der Gebietschefs zwischen Oscar Chavez & Rodolfo Friedmann nahezu stündlich quasi hin & zurück; müßig, dem monatelangen Verlauf folgen zu wollen….. 🙂
Einer offiziellen Meldung zufolge tragen derzeit (Mittwoch…) die in besagtem Hause ausgestellten Papiere den Namen Friedman als Unterschrift: Änderungen sind jederzeit möglich. 🙂

Daß unser Binnenland Paraguay längst nicht mehr von der restlichen Welt abgekoppelt agiert, sieht man daran, daß die staatlichen Nachrichtensender nicht nur von der kürzlichen Ermordung des Inhabers eines hauptstädtischen Werkzeuggeschäftes wegen 200tausend Guaranies berichten, sondern daß auch der 40te Todestag des King of Rock`n Roll Erwähnung findet: andererseits zweifelte schon Fox Mulder an der damaligen Echtheit dieser Nachricht… 🙂

Aus Zeitgründen heute etwas kürzer – doch nicht ohne Mitteilung über den aktuellen Stand der Bauarbeiten auf der Steamerwerft: am 77ten Tag startete der Zusammenbau der unteren Decksaufbauten; vorausgegangen waren mehrere Varianten der farblichen Decksgestaltung inclusive des benutzten Nagelmusters, die Planken betreffend. Nun befinden sich die ersten Scheiben in den eingesetzten Fenstern; der Bausatz selbst sah wie schon erwähnt später aufzuklebende Vollgußfenster vor. 😦
Die nächsten Tage werden schrittweise weiteres Zusammenfügen beinhalten, so es die Zeit erlaubt…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

 

Verschiedene Arten von Circus…

Standard

„Ich lasse keinen Ärger an mich ran. Die Dinge leicht nehmen macht gesünder und glücklicher.“ Was leicht wie eine von Staatenlenkern zunächst gewünschte, später geforderte Untertanendenkweise angesehen werden kann, stammt in diesem Falle (noch) nicht aus dem Handbuch für maßgefertigte Steuerzahler/Maulhalter, sondern soll der Legende nach dem Herrn Armstrong eingefallen sein; ob mit oder ohne Cognac, wird wohl noch längere Zeit unbekannt bleiben – vielleicht fehlten dem Herausgeber der Biographie des Trompeters auch noch wenige Zeilen bis zur Fertigstellung des Buches…

Dinge leicht zu nehmen, ist oft nur beim (ihn betreffenden) Mitmenschen einfach; schnell, wenn´s bei den eigenen Problemchen etwas ungeplant verläuft, sieht die Sache schon wieder anders aus: wer hierzulande aus einem Eckchen des Gartens etwas Fläche für einen Pool geopfert hat, ahnt jetzt wahrscheinlich, wohin die „Reise“ geht – ohne nicht zuverlässig und vor allem dauerhaft funktionierende Pumpe keine lange Freude am klaren Wasser im Becken.
Von Anfang an bei der Pumpe auf den Hersteller Jacuzzi setzend, gerät diese Wahl nun in der Mitte des Jahres 2017 an die Grenze zum zweifelhaften; nach wiederholten Reparaturen aufgrund Leistungsverlustes bei den Asuncióner selbst ernannten Spezialisten für Poolzubehör & Reparaturen verfügt man über das fundierte Wissen, daß da ausgeführte Reparaturen (zumindest bei unseren Pumpen..) immerhin zwei Wochen standhaft durchhielten.
Ist ja schon was….


So wird nach dem Neukauf einer weiteren, derzeit mit 2 Millionen Guaranies gehandelten Jacuzzi eine Zerlegung einer dieser Patienten auf eigene Regie wahrscheinlich, um festzustellen, wo der Fehler beherbergt ist…
Und ein weiteres Mal bestätigt sich, daß sich Werkstatt-Reparaturen in vielen Bereichen hierzulande getrost im sächsischen Wort „Zermurkst“ bündeln lassen. 🙂

Und als wäre dieser Zirkus nicht ausreichend, gastiert ein solcher, sogar ganz professioneller derzeit in Asunción: noch bis zum 13ten August erhofft sich der kanadische Cirque du Soleil ausreichende Einnahmen; offiziell ab 40 Dollar bis in die Grauzone der aus dem Internet bezogenen Karten gehen die Preise. Schon seit Monaten werben TV & Zeitungen für die Darbietungen; gezeigt werden u.a. Musik und Tanz und Damen ohne Rückgrat, frei als auch hinter Glas. 🙂 Wer´s mag…

    

Und nebenbei: wer hätte gedacht, daß Zirkusmitarbeiter Dig in Hannes Hegen´s Decemberheft vor genau 60 Jahren damals prophetische, heute so verhängnisvolle Worte sprechen würde..:

Tag 63 auf der Steamerwerft: der Sprung auf das nächstfolgende, Passagiere beherbergende Deck ist geschafft, wenn auch zunächst in provisorischer Form: diese flacher gehaltenen Aufbauten stecken „nur“ voller Fenster samt Rolladen und Türen; die Vollgußtüren wurden schon vor einigen Wochen quasi skelettiert; den im Baukasten gelieferten Fenstern werden die angegossenen Rolladen nach und nach amputiert; diese Klappen erscheinen später nach der Beplankung der Seitenwände rechts und links der neuen, schon vor Monaten gelieferten Fenster wieder.

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Rummel draußen & drinnen…

Standard

„Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, obwohl ich ein paar Unterhosen zum Wechseln mitnehmen werde.“
In wieweit sich Woody Allen´s Existenz/Verrücktheit bis in die weitesten Winkel der paraguayischen Allgemeinheit gedrückt hat, sei dahingestellt; ob sich der am heutigen Mittwoch mit 103 Jahren verstorbene, als letzter Teilnehmer des Chaco-Krieges (1932-`35) „gehandelte“ Andrés Benítez Flecha dem Vorhaben des amerikanischen Schauspielers angeschlossen hat, steht stark zu bezweifeln – doch genug davon, sich den in der alten Heimat geschmähten, weil Renten fordenden alten Leuten (abzüglich deren sonderbaren eisernen Wahlverhalten…) zu widmen: es sei nur noch der 100te Geburtstag des Franzosen Bourvil erwähnt. 🙂

Vorrangig Mitmenschen eines jüngeren bis mittleren Alters hingegen sind es, die derzeit in der Hauptstadt Asunción Proteste abliefern: unter ihrer Bezeichnung Campesino´s ergibt sich daraus ein höchst kontrovers geführtes Thema unsres Binnenlandes: diesmal stellen sich diese einfachen Landarbeiter für einen Schuldenerlass auf die Strasse.
Und wie in fast jedem Land der Erde – so auch hier: die politische Nutzbarkeit dieser Aktionen erkennen beide Seiten im Parlament, und so wunderts hier niemand, daß Gerüchten zufolge die Finanzierung des Menschenauflaufes aus höchsten Kreisen erfolgt, um der Gegenseite zu schaden. Die Darsteller auf der Straße dürften auch aktuell leer ausgehen, wenn der Rauch der brennenden Matratzen verweht ist…

 

Ganz ohne offene Feuerstellen läuft das bautechnische Projekt bei uns im Hause ab; trotz Vorabplanung ergeben sich immer wieder fehlende Kabelstränge/Steckdosen, die neu verlegt werden müssen; rechte Winkel bei der Verlegung scheint paraguayische Gesetzgebung unter Strafe gestellt oder mit einem Bann belegt zu haben – keine Chance, den Sinn dieser Vorgehensweise zu erklären… 😦
Warten wir ab, welche Stolpersteine noch auftauchen… 🙂

   

Am 56ten Tag auf der Steamerwerft siehts so aus: das Deck ist belegt, und die Aufbauten sind positioniert, aber vorübergehend provisorisch befestigt: für die Farbgebung und das entsprechende Nagelmuster der Beplankung muß alles noch einmal weichen. Erst wenn dies erfolgt ist, erhält das Deck seine Bebauung wieder; dann startet der Innenausbau – so später sichtbar… Dann dürfte auch der Zeitpunkt für den Einbau der Türen, Fenster & Tore zum Maschinenraum erreicht sein.

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Immer wieder Basteleien…

Standard

…eigentlich fing alles vor wenigen Tagen an, waberte aber -um ehrlich zu sein- schon länger im Hinterkopf als drohende Gefahr herum und geriet durch einen Ausflug ins hauptstädtische Asunción nun ins grellbeißende Licht der werkstättischen Dringlichkeit: bei mehr oder weniger freiwillig erzwungenem stop&go-Gestolpere im Zentimeterbereich quer durch die Zentralstadt trat der -leider nicht manuell zuschaltbare- Ventilator in einen unbefristeten Generalstreik.
Am 17. Juni `53 nannten das die (heute scheinbar ausgestorbenen..) Streikenden „…jetzt roochts!“ 🙂 Und genauso war´s Ende Juni in genanntem Halbmillionen-Städtchen: bei Qualm – Motor aus! 🙂

Glücklicherweise existieren immer noch genügend freie Stellen rechts neben der Fahrbahn, wo die Fahrerin 🙂 warten kann, bis die Motor- oder besser Wassertemperatur ein nachfüllen der Kühlflüssigkeit zuläßt. Kurzzeitiges überbrücken der Lüfteranschlüsse zeigten an, daß wenigstens das Gerät als solches noch funktioniert; mit freundlicher Hilfe eines Zubehörgeschäftes konnten so wenigstens die geplanten Einkäufe vorgenommen werden und auch der Rückweg klappte ohne Abschleppung. 🙂

Bei der Auswahl einer hiesigen Werkstatt hingegen ist schon etwas Vorsicht geboten: oft bedeutet die (gelungene) Behebung eines Defektes die Verschiebung oder besser Neuinstallation eines Fehlers auf eine andere, benachbarte Baugruppe am Auto. So gelten Tips für „geh mal hin; die sind gut“-Werkstätten als beinahe Gold wert; leider hat diese Bezeichnung in der letzten Zeit etwas gelitten.. 🙂

Und endlich wurde nun heute der blaue Wagen den kundigen Händen der Werkstattmitarbeiter übergeben; die Liste der vorzunehmenden Arbeiten ist doch etwas länger ausgefallen und trotzdem wurde alles für Freitag versprochen. Das Resultat bleibt also abzuwarten – wir berichten…

    
     

Tag 28 beim Steamerbau: wie schon beim letzten Mal erwähnt, nimmt alles wieder die (gewohnten) ooohhhnnneinnn -Dimensionen an: den Anweisungen der beigelegten Anleitung ist längst nicht mehr zu folgen, da vieles abgeändert werden soll. Deshalb ist immer wieder erforderlich, erst später einzufügende Baugruppen schon jetzt zusammenzusetzen und vorübergehend zu installieren, um die Maßhaltigkeit zu überprüfen. Dennoch findet sich langsam ein Weg durchs modellbauerische Dickicht: nur die bis zu 4 mm betragenden Differenzen/fehlenden Parallelitäten der einzelnen Teile müssen derzeit behoben werden.

 
HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Wasser gehört immer dazu…

Standard

„Bei Regen geht sogar das Krokodil ins Wasser.“ Namhafte Lexika versehen diese Aussage mit dem Hinweis, daß es sich dabei um ein Sprichwort aus Zentralafrika handeln soll; weit davon entfernt, den kulturlos aufgewachsenen 🙂 Deutschen -so zumindest eine Feststellung der sich sozialdemokratisch nennenden Figur Özoguz- nun das Umsteigen auf afrikanische Lebensweisen und Ansichten nahezulegen, paßt diese angeblich beobachtete Verhaltensweise der grünen Reptilie (anders als die Worte der roten Reptilie..) dennoch gut an den Anfang dieser sich diesmal ums nasse Element drehenden Geschichte. 🙂

Zunächst einmal Glückwunsch zum 76ten (!) Geburtstag, Herr „Kaleun“ Prochnow..! ..wohl einer der besten deutschen Filme; man ahnt, daß das „Boot“ in unseren Tagen mit einer „passenderen“ Aussage in die Vorführsäle gelangt wäre… 😦

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein lamentierender Beitrag über die scheinbar unaufhörlich vom Himmel stürzenden Regenmassen in Paraguay erscheinen; wie das Leben so spielt, zeigt(e) sich der Freitag plötzlich von einer besseren meteorologischen Seite und ließ der Sonne endlich wieder den Vortritt. Die seit gut vier Wochen erfolgten Regenfälle ließen allerdings leider auch den Glanz einer kürzlich mit großem Pomp abgeschlossenen Vorzeigebaustelle in der Hauptstadt Asunción verblassen bzw. reichlich nass werden:

 

Beide tiefliegende Fahrbahnspuren des „Superviaductes“ bekamen etwas mehr als nasse Füße; für über 20 Millionen US-$ (abzüglich einiger schneller als das Regenwasser abgeflossener Gelder..) Baukosten wird nun der Schuldige an diesem Mißstand gesucht; die erste Vermutung erblickte in vorsätzlicher Sabotage des Rätsels Lösung: das „Wer war das??“ dürfte die örtliche Justiz Jahrzehnte beschäftigen.. 🙂

Schnelle Abhilfe sollte Mitte der Woche ein spontan eingesetztes Orchester schaffen; man hoffte damit, die Lenker der einfahrenden PKW´s etwas aufzuheitern: leider scheiterte das Projekt an parteiübergreifender Uneinigkeit über die darzubietenden Musikstücke… 🙂

Doch kein Unglück ohne positive Facette: beim landesweiten Lottospiel „Bingo 8“ winkt nun ein motorgetriebenes kleineres Boot – keine schlechte Sache in Anbetracht der Wassermassen: doch da sich unser Binnenland nun auf dem Weg in den Winter befindet, hätte besagtes Lottobüro besser dicke Mäntel in die Gewinnausschüttung genommen.. 🙂

Und wie schon längst angekündigt, erfolgte zum ersten Juni der Baustart für den Mississippi-Steamer – die Rumpfkonstruktion ist entstanden und wird derzeit beplankt. Und schon zeichnen sich am modellbautechnischen Horizont Umfang & Menge für zusätzliches, zu importierendes Material ab… Und unterm Einfluß historischer Photos siehts so aus, als könnte das ganze Projekt wieder etwas dauern… 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!


HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Neue Haltestelle & alter Feiertag

Standard

„Für unter 10tausend Dollar am Tag stehen wir gar nicht erst auf“ (..glauben wir gern..), wird als Aussage Linda Evangelista, einer der mächtigsten Modefrauen der 90er Jahre zugeschrieben; daß sie an ihrem 52ten Geburtstag noch genauso aussieht, dürfen/müssen wir leider nicht mehr so gerne glauben: das Lachen der 90er ist längst verweht, und in unsrer Zeit feixen nun kaum noch Modemädels, sondern öfter die Konterfei´s von ekelpähischen (auch jüngst neu „gewählten“) Gangstern & uckermärkischen Schlepperköniginnen von den Titelseiten der mehr teuren, vor allem aber weniger wichtigen Einwickeljournalen…

Auch in unserem Binnenländle scheint sich die Zeit längst schneller zu bewegen; sicheres Anzeichen dafür dürfte -auf der Jagd nach Passagieren- die Häufung von Hausbesuchen meist hauptstädtischer Colectivo´s sein; auch das Verstecken einzelner Personen an einer Tankstelle kann nicht davor bewahren, in letzter Minute noch als Fahrgast „eingezogen“ zu werden; gleichzeitig ergibt sich so die -zugegebenermaßen vielleicht etwas zweifelhafte- Chance, Augenzeuge/Mitwirkender/Opfer bei einer filmreifen (Beinahe-)Katastrophe zu werden…. 🙂
Glücklicherweise wandelte sich der neueste Vorfall am Dienstagmorgen in Nemby trotz ausgelaufenem Treibstoff nicht in einen Feuerball; neueste Prognosen gehen davon aus, daß den verantwortlichen Busfahrer KEINE Schuld trifft… 🙂 Wie gewohnt. 🙂

  

Dies dürfte aber dem von Kindesbeinen an implizierten Landes-Nationalstolz keinerlei Abbruch tun; in einer aktuell ins kollektive Leben um den 206ten Unabhängigkeitsfeiertag gerufenen Aktion namens „Die Fahne hoch“ 🙂 wird dazu aufgerufen, in diesem Mai am Haus, am Geschäft die Landesflagge zu präsentieren – und gegen die körperbetonte Anwendung der Fahne wird doch wohl niemand etwas einwenden können.. 🙂

Doch nicht nur die Landesfahnen, sondern auch der Mindestlohn soll, wenn auch anfangs in etwas abgewandelter Form, „hoch“ gehen; damit dürften allgemein die Preise ansteigen bei merklicher Absenkung der Kontozinsen… 😦

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Neuer Mai – gleicher Regen…

Standard

…hatte man sich noch vor wenigen Tagen endlich ein Ende des April und schnellstens den Beginn des fünften Jahresmonats gewünscht, kommt nun die -regnerische- Quittung: das Wetteramt warnt vor Sturm und unaufhörlichen Regenfällen, und von den obligatorischen Güssen und vor allem Schäden im Hauptstadtraum abgesehen…

     

…behalten die Leute vom meteorologischen Prognosenamt mit ihren Vorhersagen auch für den Raum Villarrica sogar recht – somit spielt sich das Leben im Gegensatz zur üblichen Zeit also vorübergehend derzeit „drin“ ab…

Glücklicherweise klappts durch ankommende Gäste immer wieder mit dem Nachschub an Lektüre, um verregnete Tage zu überbrücken; auch in diesem Falle steht wieder eine kleine Geschichte dahinter: während in den ersten Monaten des Jahres 1990 in Neufünfland wohl am allermeisten das Handelsgut „Auto“ in mehr oder (öfter) weniger gutem Zustand seinen Besitzer wechselte, erwarb der Schreiber dieser Zeilen eher vorsichtig aus Gründen der Ungewissheit „des Kommenden“ in dieser Zeit „nur“ ein Buch – um wenig später festzustellen, daß es sich um den ZWEITEN Band handelt: um den ERSTEN -passend zum vorhandenen- zu ergattern, bedurfte es immerhin 27 Jahre… 🙂

Etwas weniger Zeit wird -hoffentlich- der Neubau einer Brücke benötigen, die im Department San Pedro den hölzernen Geist aufgab; auch der Mai hält also genug Arbeit fürs Strassenamt bereit… 🙂 So denn Geld übrig geblieben sein sollte… 🙂 🙂

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – allerdings nicht ohne an den 50ten Jahrestag der Eheschließung des King of Rock`n Roll zu erinnern: ….hielt auch nur 6 Jahre… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Stop…and Goooo!!!

Standard

„Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.“
Wie erwartet, verstreicht der 185te Todestag des deutschen Dichters Goethe in den staatlich eng gekoppelten Medien eher unbemerkt; in der real existierenden vorislamischen Staatsform auf ehemals deutschem Gebiet werden die Aussagen des „Alten aus Weimar“ leicht, schnell und in derselben effektiv-innovativen Form wie beispielsweise Waffengeschäfte mit Saudiarabien in altertümlich-ablegensreife Richtung gedrängt, sind doch die in Schulzeiten meist gehassten Sprüche von Johann Wolfgang vom (derzeit) wahren Leben längst überholt worden: Berge von Plüschteddy´s samt kuschlige Resozialisierungsprogramme belohnen die (Un)-taten prähistorischer Invasoren: für DIESE primitive Menschengruppierung KANN „der Alte“ nicht geschrieben haben…

Weitaus schneller findet hierzulande in immer kürzeren Zeitabständen die böse Tat ihre Antwort: seit Jahren begehen vorzugsweise in größeren Städten Paraguay´s sogenannte Motochorros quasi im Vorüberfahren Diebstähle mit oft körperlichen Auseinandersetzungen – wenn das ausgespähte Opfer geistesgegenwärtig Gegenwehr versucht.
Schnell kommt dabei dann eine Waffe zum Vorschein, welche sich die genannten Motochorros nicht scheuen einzusetzen. Nicht allzuoft ist Polizei zur Stelle; im Gewimmel der Städte sind diese Räuber des 21ten Jahrhunderts in wenigen Sekunden im Strassenverkehr untergetaucht.
Immer öfter nehmen in diesem Fall das Opfer oder auch Augenzeugen die Verfolgung auf; nach erfolgtem Showdown steht die Justiz vor dem Problem, (meist nicht..) auf Notwehr zu erkennen oder (eher selten..) hohe Strafen zu verhängen.
Ein vor einem reichlichen Jahr erfolgter, gleichgelagerter Fall endete nun mit einem als richtungsweisend bezeichneten Freispruch wegen -eben doch- ausgeführter Notwehr: nach erfolgter Beraubung hatte der Fahrer mit seinem Wagen die Verfolgung aufgenommen – in die Enge getrieben, zog einer der beiden Räuber eine Schußwaffe und wollte damit die Verfolgungsraserei beenden: daraufhin gab´s Druck aufs Gaspedal und die benachbarte Friedhofsanlage verfügte über zwei Plätze weniger…
Und man stelle sich vor: in Paraguay werden Fragen gestellt, wie es denn dem OPFER nach beschriebener Aktion geht..!!
Gleichfalls/andererseits läßt sich keine Beschreibung finden, wie die Eltern/Verwandtschaft der Täter damit umgeht, wenn beide „Ernährer“ bzw. Geldzustecker nun für längere Zeit „ausfallen“ und sogar noch die Begräbniskosten aufgewendet werden müssen: ungewiss, ob dies Ganze nun nicht eine Verkettung von Racheakten nach sich zieht, wenn das Bild des beraubten Opfers samt dessen Namen in Zeitung & TV erscheint…

Sieht man sich dazu die Kommentarspalten der hiesigen Gazetten an, weint kaum jemand den Tätern „mit guter Sozialprognose“ heisse Tränen nach oder gibt der schweren Kindheit ohne Playstation die Schuld; ganz zu schweigen, daß für deren Verhalten die Gesellschaft verantwortlich gemacht wird: letzterer Punkt hingegen bietet angesichts der hiesigen Bildungssituation und -qualität auf jeden Fall Stoff für nächtelange Diskussionen. Doch welches Land stellt schon das eigene Bildungsprogramm auf den Prüfstand..?
-Leichter ist´s doch, das Level des zu vermittelnden Wissens herunterzuschrauben, um vermeintliche Chancengleichheit zu proklamieren… 🙂
Mit klaren Worten: die meisten derjenigen, die sich da zu Wort melden, sind eher „guter Dinge“ darüber, daß das verzweigte Strassennetz ab sofort zwei Räuber weniger aufzuweisen hat..

Wie dem auch sei; zum heutigen Schluß möge der deutsche Dichter Erich Kästner zu Worte kommen:
„Es ist ungleich besser, beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut Vernunft annimmt.“

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Film & Realität….

Standard

„Junge Menschen nennt man Spinner; alte Menschen Originale.“
Zum 45ten Jahrestag des (amerikanischen) „Godfather“-Kinostarts seien an dieser Stelle Worte des genialen Hauptdarstellers des erwähnten filmischen Klassikers erwähnt; um seine Rolle noch überzeugender zu spielen, ließ Meister Brando sich jeweils vorm Dreh ein spezielles Mundstück von einem Zahntechniker einsetzen, welches die charakteristische Wangenform des Mafiapaten in diesem Film erzeugt. 🙂

Und schon ist die gedankliche „Brücke“ zu unserem Leben in Paraguay geschlagen: ein herausgefallenes Backenzahninlay erforderte als Wochenstart für den Schreiber dieser Zeilen einen eigenen Besuch beim städtischen Zahnarzt; für 70tausend Guaranies wurde die einstige Koblenzer Dentistenarbeit wieder vervollständigt – bleibt die Haltezeit abzuwarten…  🙂

Schon vor diesem, in vergangenen (Kinder-)Tagen eher gefürchteten privaten Besuch beim weißbekittelten Zahnfolterer schien auf der innerstädtischen, im letzten Beitrag erwähnten Gobernación Rrruhe und Orrrdnung einzukehren: unter größerem Polizeiaufgebot wurde am vergangenen Wochenende der „alte“ Gobernador wieder eingesetzt; die einstigen Widersacher scheinen mit der Wiedereinsetzung des erbarmungslos aus dem Honeymoon gerissenen „ersten“ obersten Chef`s einverstanden zu sein; rätselhaft, woher diese schnelle Einsicht kommen mag.. 🙂 Ändert nichts daran, daß alle Darsteller nun wieder in einer Stadt leben und -oftmals- in einem Behördengebäude arbeiten…



Doch zurück zu dieser Woche: diese begann im zur Asuncióner Hauptstadtgegend zählenden Ort Nemby mit einem Raubüberfall auf eine Cooperativa: dabei wurden von drei Männern immerhin 20 Millionen Guaranies erbeutet…

Fast gleichzeitig trifft die Nachricht ein, daß der staatliche Stromanbieter ANDE die Preise für seine Energielieferungen drastisch verbraucherbezogen erhöhen will; wie immer werden genauere Angaben vermieden bzw. verschwinden im Wust sich derzeit widersprechender Angaben; selbige Erhöhnung scheint an den ärmeren Teilen der Bevölkerung vorbeizugehen; betroffen werden wohl ominös umschriebene Großverbraucher sein: Tatsache wird sein, daß für viele die nächste Rechnung Überraschungen bieten wird…

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer; dennoch möchten wir nicht vergessen, einem früheren Schulkameraden zum Wiegenfeste zu gratulieren!!


P.s.: die auf der Münze gezeigte Bezeichnung „Renten“-pfennig ist dabei nicht wörtlich zu nehmen; die derzeitige Staatsjunta plant, das pöse, geschlechtlich nicht näher bestimmte Wort der jahrzehntelang finanzierten Altersversorgung aus dem kollektiven (Schuld)-gedächtnis zu entfernen.
Zitat dazu von Hans-Werner Sinn: „Wir sollten lieber das Rentenalter heraufsetzen, um die „Flüchtlinge“ 🙂 🙂 zu ernähren.“
Dennoch an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch & alles Gute!!!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de