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Blau für Wasser

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„Wenn nicht ein Wunder geschieht, geht das deutsche Volk zugrunde.“
Diese Aussage traf der einstige Kölner Oberbürgermeister Adenauer am Kriegsende; mehr als sieben Jahrzehnte später gehört das mehr oder weniger öffentlich formulierte Bedauern des dennoch eingetretenen Wunders zur Staatsräson; Adenauers Rücktritt (!) -wenngleich auch „nur“ aus Altersgründen- vor nun 54 Jahren sollte auf lange Zeit keine Nachahmer im selben Amte mehr finden: selbst ein Mißtrauensantrag gegen die Schlepperkönigin würde 2017 ausgesessen…. 😦
Und kein weiterer Gedanke – Marcus Iunius Brutus weilt seit über zwei Jahrtausenden nicht mehr unter uns…. 🙂

Denjenigen, die der Meinung sind, es gehe „drüben“ nicht weiter `runter, sei dieser Beitrag gewidmet: tiefer abwärts geht immer – wenn auch in anderem Zusammenhang und auf dem südamerikanischen Kontinent.
Da nämlich dämmerte es allen betroffenen Anwohnern, daß mit den abgelegten blauen Rohren nun die Essap-buddelei vor der eigenen Hausthüre angekommen ist.
(Essap = städtische Wasserversorger hier in Villarrica, Anm. der Redaktion…)


Doch die besorgten Blicke über den Gartenzaun waren unbegründet; in der näheren Umgebung geht kein Rohr quer übers Grundstück… Selbiger, auf der Strecke zwischen Coronel Oviedo und Villarrica gelegener Wasserversorger hatte in vergangenen Jahren bei den jährlichen Hochwassern oft wiederholte eigene Probleme mit den Wassermassen; hier zeichnerisch angedeutet…. 🙂

   

Dies bedeutete dann meist tagelange Einstellung der Wasserversorgung der angeschlossenen Stadtteilnehmer – zumindest solange, bis sich das „eigene“ Hochwasser verzogen hatte.
Selbige, in Krisenzeiten dann Unterversorgten, nahmen/nehmen seit Jahr & Tag eine Stop-& go-Wasserversorgung mit einer Tag-/Nachtzuteilung in Kauf; ein generelles Ausbleiben des kostbaren Nass` ließ berechtigterweise den Unmut steigen, der selbst durch dann recht freizügige, aber dafür kostenlose Chlorzugabe schwer besänftigt werden konnte…. 🙂

Nach einer durchgehenden Modernisierung des technischen Hauptgebäudes sowie hochwasserfester Umgestaltung des Firmengeländes in den letzten beiden Jahren setzte nun also besagte Essap einen kilometerlangen Verlegungsmechanismus in Gang, der das oft als zu alt bezeichnete und obendrein längst unzureichende Versorgungsnetz auf den diesjährigen Stand bringen soll. Und vorab eingestreute Gerüchte sollten sich bestätigen; im Macholand Paraguay wurde auch bei diesem größeren Vorhaben acht gegeben, eine Frauenquote einzuhalten – und nicht etwa, um für die Bauleute zu kochen, sondern ihre Aufgabe bestand darin, Probebohrungen im Boden vorzunehmen: doch da erst in diesen Tagen und vor allem an anderer Stelle Stromkabel im paragayischen Boden verlegt werden, dürfte es sich bei dieser weiblichen Beschäftigung um gefahrlose Dinge handeln…. immerhin…Frauenquote. 🙂

Doch hier nun eine Auswahl an aktuellen Bildern der Rohrverlegung:

     
 

Der Sage zufolge -und jedes Land mit alter Kultur besitzt diese Geschichten…- verbergen sich auch in Paraguay noch vergrabene Schätze rechts und links der alten Verbindungsstraßen; vielleicht ist hier einer der Gründe zu suchen, warum sich die an besagter Rohrtrasse beschäftigten Arbeiter beim buddeln gegenseitig nicht aus den Augen ließen – werden sie doch diese Schatzgeschichten kennen…
Doch leider wurde am gestrigen Donnerstag nichts aufsehenerregendes Verkaufbares….

……zumindest kein Gold gefunden – dies könnte bewirken, daß alle größtes Interesse am weitergrabenden Vorandringen und weiteren Beobachten zeigen… 🙂

Am 133ten Tag auf der Steamerwerft läßt sich dagegen folgendes beobachten: nach der Entscheidung, ein drei- statt vierteiliges Schaufelrad zu gestalten, wurde selbiges zusammengesetzt und mit der anhand historischer Fotos erdachten/umgebauten Haltekonstruktion eingesetzt. Damit dürfte der Startschuss gefallen sein für die drahtige Verspannkonstruktion Bug/Heck.
Für den handläufigen Bootsdeckabschluß fehlen derzeit noch die 6 mm-Stützsäulen; selbigen steht noch eine Flugreise bevor – ihnen ebenso wie den beiden dünneren vertikalen Überdrückauslässen am Heck. 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Don Pablo macht nochmal blau…

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…zunächst schien die ganze „blaue Aktion“ so kurz vorm Sommer- und Badebeginn ja geklappt zu haben, handelte es sich ja „nur“ darum, den alten verbliebenen Anstrich abzuschleifen, den geforderten Untergrund aufzutragen und endlich und abschließend reichlich Blau aufzubringen, nach dessen mehrtägiger Trocknungsphase das Wasser reinrauschen könnte.

Aber hey – wir sind in Paraguay und das ganze Vorhaben klingt im nachhinein schon wieder viel zu komplex und zu kompliziert und das war es denn auch und deshalb ging’s rasant teilweise wieder in die Bux‘ …. 🙂

Dabei machte der erste Anstrich von Ende Oktober nicht mal nen schlechten Eindruck; erst, als damals das als neues Badewasser geplante Nass im Schwimmbecken stieg, machten sich auf den unteren Stufen und am Rand – mehrere Farb-Blasen bemerkbar. Einfach ignorieren..? Hm, nee: dann doch lieber anders reagieren..:

FILMBILD / T: Balduin, das Nachtgespenst / La Tatoue D: Louis de Funes R: Denys de La Patelliere P: F/I J: 1968 PO: Szenenbild RU: DA: Halbportrait, - Nutzung von Filmszenebildern nur bei Filmtitelnennung und/oder in Zusammenhang mit Berichterstattung über den Film.

Also alle Mann an die Pumpen; Wasser rrraus!!

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Wieder alles anschleifen….

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…und als wäre dies alles nicht zureichend, meldeten die Wetterfrösche unaufhaltsam täglich aufs neue starken Wind und Regen. Also muß dringend ein Wetterdach über das derzeit verwundbare Loch im Garten. Und da der am schnellsten und vor allem am günstigsten zu beschaffende Baustoff hier Bambus heißt, wurde daraus kurzerhand eine Art..Dach konstruiert, auf dessen aus Plastikplanen bestehenden Schrägen der Regen abfließen sollte/durfte/müsste: schon die in der ersten Nacht nach dem neuen Anstrich darauffolgende Gewitterfront ließ allerdings die Mangelhaftigkeit der eilends geschaffenen Konstruktion erkennen.

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Und spülte ebenso den zweiten Anstrich fast zur Hälfte runter; zur Ansicht gelangten so die darunterliegenden älteren Schichten…

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So blieb kaum was anderes übrig, als teils nachts zu wachen und den meist durch Sturm verstärkten Regen vom Inneren abzuhalten bzw. eindringendes Wasser rauszuschöpfen und aufzuwischen. Trotzdem gelang es irgendwann, eine mehrtägige trockene Phase zu „erwischen“, damit der dann 3. neue blaue Anstrich wirklich nur auf trockenen Untergrund aufgebracht werden kann;  selbst unser Anstreichermeister Don Pablo (Name von der Redaktion geändert..) war schier am verzweifeln ob des nassen regnerischen November-/Dezemberwetters…

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Und auch nach dem neuen blauen Anstrich selbst wurden unbedingt mehrere trockene Tage benötigt, will man denn nicht schon wieder große Augen über Blasen in der Farbe machen.. Glücklicherweise hatte Wettergott Petrus doch irgendwann noch ein Einsehen und sandte regenfreie Tage zur Erde!

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Und was lange währt, wird denn meist endlich gut; dank der hiesigen Feuerwehrkameraden gelangte doch noch kurz vorm Fest reichlich Wasser in den Pool. Die hauseigene Brunnenanlage spendete den wässrigen Rest – und dem weihnachtlichen Badespaß am elften Fest in der neuheimatlichen Ferne stand nix mehr im Wege: an diesem Abend blieb die Badeanstalt somit für mit Schwimmburka zugehängte Zeitgenossen geschlossen; Allah bescherte den Ungläubigen statt Feuer und Schwert diesmal nämlich sommerliche Temperaturen. 🙂 Danke, Meister!

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Die bisherige Grilltradition am Bescherungsabend wurde ebenso eingehalten wie die ordnungsgemäße Befüllung des Bowlegefäßes; böse Zungen behaupteten später, das Rezept wäre -so wie letztes Jahr- dem Handbuch für Raketentreibstoff des Erfinders Wernher von Braun entnommen; kann in der festtäglichen Eile schon mal passieren – der längst verlorengegangene Umschlag der Broschüre scheint dies noch begünstigt zu haben. 🙂

Die Funktionalität der Flüssigkeit war aber in jeeedem Fall gewährleistet… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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(FILMBILD / T: Balduin, das Nachtgespenst / La Tatoue D: Louis de Funes R: Denys de La Patelliere P: F/I J: 1968 PO: Szenenbild RU: DA: Halbportrait)

Spaß für richtige Männer….

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Nahezu immerhin ganze drei ❗ regenfreie Tage hält der diesjährige paraguayische Winter-Juli schon für uns in Folge bereit; dies läßt doch die Hoffnung wieder steigen! :p

Allerdings wurde nicht nur Paraguay mit unglaublichen Wassermengen „bestraft“, sondern im benachbarten brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul sieht es fast noch schlimmer aus, wie folgende Bilder belegen sollen.

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Und scheint man sich im oft brandgerodeten Teil dieses Landes an Zustände dieser Art fast gewöhnt zu haben und gibt den Kampf gegen die Natur auch bei meterhohen Wasserständen keineswegs auf – wenn nur die Technik nicht versagt, bleibt auch der Mensch „obenauf“…

Sogar Privatleute geben nicht auf, sondern jagen ihre Geländewagen über meist längst in Mitleidenschaft gezogenen Brücken: sollte bei einigen privaten Fahrern etwa heimliche Freude – sieht man von dringenden Aufgaben ab – über diese Herausforderung vorhanden sein..? :))

Doch nicht nur diese Attraktion (für Rallyfahrer..) bietet das Nachbarland: wer hätte gedacht, daß auch hier Miß-Wahlen stattfinden..?
Und sonderbarerweise bewegen sich auch diese Kandidatinnen oft am Boden…und haben teils sogar Probleme beim Treppensteigen.. B)

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Doch hier nun die eigentlichen Beitragsbilder…!

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Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer; dennoch viel Spaß beim betrachten der Bilder! :p
Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 4

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„Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“
Den Worten Mark Twains zuzustimmen, würde das Eingeständnis bedeuten, daß er recht hat mit seiner Aussage. 🙄
Dabei unterscheiden sich beide genannte Jahreszeiten in Paraguay wirklich gravierend; bei Blogfreundin Pueten hingegen besteht der Unterschied zum Winter lediglich darin, daß in ihrem „Sommer“ die Pfützen meist nicht oder eher selten zufrieren. :)) :wave:

Verdient ist verdient, doch glücklicherweise ist Frau p. hart im nehmen )-o – genauso hart wie die letzten Tage & Stunden waren bei der Fertigstellung unseres bereits vorgestellten Projektes.

Leider weitete sich der vorher abgesteckte Zeitplan etwas nach hinten aus; schuld waren das Wetter, die stets anonym bleibenden „anderen“ sowie allgemeine und dahin nicht näher zu beschreibende Verzögerungen. U-(

Und doch sollte Mitte vergangenen Dezember die Integration (möge Hessen’s grüne Öztürk die Verwendung dieses äußerst rassistischen „Made-by-Thilo“-Wortes verzeihen!) des blauen Schutzanstriches beginnen – drei Wochen später als geplant, aber immerhin…
Insgesamt vier Anstriche sollten nach jeweiliger gründlicher Abtrocknung in der nächsten Zeit folgen – leider stand deswegen die weihnachtliche Tanne damals noch an einem blautrocknenden Beckenrand. 😥

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Die technische Einweisung ins „Pumpenhaus“ erfolgte noch vor der Endübergabe der Firma durch einen lieben Freund; :p einer der wichtigsten Wege war dabei die Durchquerung des Labyrinth’s vieler unterschiedlicher Meinungen, Rezepte & Vorschläge anderer zur Wasseraufbereitung und -behandlung mit den auch in Paraguay vielfältig vertretenen Mitteln: => „Pühten’s Flockungsmittel, garantierte 2011er Loreley-Abfüllung“ allerdings wird hier in Südamerika niemand einsetzen wollen…. 8| 😛

So präsentiert sich alles nun seit Anfang Januar einstiegsbereit – passend zu eingangs erwähntem hiesigem Sommer. :p

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Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen: Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 3

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„Willst Du, daß wir mit hinein
in das Haus dich bauen,
laß’es dir gefallen, Stein,
daß wir dich behauen.“

Nicht nur das Leben in Paraguay ermöglicht/verlangt bei einigen Landsleuten 😐 die Annahme von Decknamen; auch der deutsche Dichter und Freimaurer Friedrich Rückert, der Verfasser obiger Zeilen, veröffentlichte in napoleonischen Zeiten stellenweise seine Werke unter anderem Namen; meist als => Freimund Raimar.

Glücklicherweise mußten bei unserem Bauvorhaben keine Steine mehr behauen werden; zur Verfügung standen die hier üblichen Ziegel aus Mürbeteig; abzüglich der Gewürze selbstredend.. :))

Schnell wuchsen Ende Oktober, Anfang November die runden Wände aus dem Boden, und gleichzeitig wurden die benötigten Rohrleitungen und technischen Zutaten installiert bzw. Öffnungen für selbige freigelassen.
Eines der unsichersten Faktoren dabei bildet zum Ende des Jahres hin das Wetter – wird zum Sonntagabend für den Wochenanfang von der staatlichen TV-Anstalt eine hohe Regenwahrscheinlichkeit bekanntgegeben, verwandelt sich der Montag im wahrsten Sinn des Wortes in einen Schontag.
Allerdings verwendet die beauftragte Firma einen internen Zeitplan und Mitarbeiter, denen eine etwas andere Arbeitsweise klargemacht wurde. 😮

Auch für Änderungen betreffs der allgemeinen Bauhöhe, der Stufenanzahl und -form hat man während der Arbeiten ein offenes Ohr, und außerdem wird auf eine reichliche Erfahrung bei artverwandten Bau’s zurückgegriffen.

Zeitgleich wurde von anderen Arbeitern ein Teil des umliegenden Geländes nivelliert, um Platz für Sonnenliegen, Tische & Stühle zu erhalten und anfallendes Regenwasser außerhalb ableiten zu können; dazu dienten die hier üblichen Steinplatten – Preis pro qm im November 2010: 9.000 Gs/qm.

Zum Ende der Maurer- und Verputzarbeiten wurde das Innere kräftig geschliffen, um die vorgesehene blaue Farbe haltbar zu machen; im nächsten Teil dieser Reihe wird deren aufbringen sowie die Fertigstellung des ganzen Projektes gezeigt.

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=> An dieser Stelle möchten wir an den 67ten Geburtstag erinnern, den Peter Fechter am 14ten des Monats feiern würde; allerdings hängt sein frühes Ableben mit ganz anderen Maurerarbeiten zusammen…. 😐

Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 2

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„Beton ist der Humus der Zivilisation“, stellte treffend der Leipziger Autor Reisenberg fest.
Und dennoch sollte dieser Stoff auch bei dem neuen Bauprojekt in größeren Mengen gebraucht werden.

Kaum befand sich das bodenstabilisierende Metallgeflecht auf dem Tiefpunkt seiner Karriere, ergoß sich der flüssige Zement (Sackpreis im Dezember 2010: 75.000,- Gs) darüber: auf dem Höhepunkt der technischen Entwicklung sogar in einer Mischmaschine ❗ zusammengequirlt, und als wichtigster Punkt – die Bodenplatte wurde an einem einzigen Tag hergestellt. :.
Vielleicht sollte man erwähnen, daß gleichzeitig die ersten Reihen der später zu mauernden Wandung mit in die Bodeneinheit gefügt wurde; zur Abdichtung des Boden-/Wandscheidepunktes diente eine besondere Steinversetzung, gepaart mit einer selbstdichtenden Mixtur, welche dem innen arbeitenden „Bodenpersonal“ zunächst kaum noch die Entlassung in den per Tarifvertrag zugesicherten Feierabend ermöglichen wollte…. :))

Angefügt seien mehrere Bilder, die den unteren Bau zeigen; bei 98% jährlich einwandernden Poolexperten dürfte dies andererseits auch dem allgemeinen Interesse dienen. :))

Was anfangs noch wie die Reste der ausgegrabenen, weil aktuell wieder dringend benötigten B) „Brot & Spiele“-Trierer Kaiserthermen anmutet, ist das Resultat langer Nächte des Experimentierens mit Stift und Papier; am Ende sollte eine verschlungene Form „gewinnen“ – vielleicht läßt sich darauf ja am bequemsten der nächtliche Cocktail abstellen…. :yes: :>> :yes:

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Zeitgleich dazu wurde mit der Installation einer eigenkreativen Außendusche -die etwas später näher behandelt wird- begonnen; für Blogfreundin => Frau pueten :p mag dazu die angefügte Zeichnung dienen. :)) 😛 :))

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Damit wünschen wir der geneigten Leserschaft ein schönes Wochenende & verbleiben wie immer mit den sonnigsten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 1

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„Die Gold suchen, graben viel Erde und finden wenig.“
Je nach Auslegungsart lassen sich Heraklit’s Worte pessimistisch für die private Kontoaufstockung auffassen oder als positive Werbestrategie für eine Gartengerätefirma empfehlen; vom „wenigen“ aufgefundenen noch mit dankbarem Gesicht per Gesetz die Hälfte abzugeben, erschiene in heutiger Zeit allerdings nicht unbedingt empfehlenswert… 🙄

Aber keineswegs der Wunsch nach dem edelsten der Metalle war es, weswegen in einem neu erhaltenen Gartenstück ab Mitte Oktober des vergangenen Jahres fleißige Buddelei einsetzte; trotzdem stießen die Arbeiter schon kurz nach der Entfernung der Grasnabe auf die Reste einer ehemals hier vorhandenen Ziegelei, mehrere Hufeisen sowie alte metallische Beschläge- => heutzutage zerfallen die meisten der neugebrannten „Steine“ schon nach kurzer Zeit an der Luft oder kurz nach der Berührung, doch die aufgefundenen, jahrzehntealten Teile scheinen sich aufgrund einer geheimen Zutatenmixtur partout nicht auflösen zu wollen… 😡
Doch näheres dazu in einem eigenen Bericht.

Nun wäre weit gefehlt, in Paraguay archäologische Grabungen anzustellen. Ein Jahr nach der kompletten Neuerrichtung der Gästezimmer sollte nun ein anderes Bauprojekt an der Reihe sein.

Dazu wurde eine Firma aus der Hauptstadt Asunción beauftragt, die vorher entwickelten eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Realität umzusetzen: auf das abstecken der Grundfläche mittels auf den Boden gelegter, später zu verwendender Plastikrohre folgten drei ganze Tage manuelle Graberei, und die ineinander verschlungene Form wuchs in den Boden hinein. Wer dabei an den => T-174 💡 denkt oder an Caterpillar, wird angesichts der eingesetzten Handspaten sowie des eisenbereiften Schubkarrens den Schluckauf bekommen…. 😐

Genauso wurde das Eisennetz der Bodenplatte „reingezogen“; mittels Handarbeit & Zange gestaltete sich relativ schnell der Fortgang der Arbeiten, sodaß am Ende der 2. Woche das Metallgeflecht sowie die ersten Rohrleitungen installiert waren; gute Aussichten auf die Einhaltung des Terminplans zur kompletten Fertigstellung Anfang Dezember…

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„Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin.“
Mit dieser Aussage unbekannter Herkunft verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Sehen Sie sich das an, Mulder…!

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„Alle Wasser laufen ins Meer“, verheißt Salomo 1.7 im Alten Testament.
Was aber, wenn die Landkarte kein Meer anzeigt und Petrus weniger freigiebig mit der Vergabe des kostbaren Naß‘ rüberkommt? U-(

Um dies herauszufinden, hat sich unsere Außenstelle nicht etwa ins fröhliche afghanische Miteinander auf die Seite der tapferen Mudschahedin 🙂 begeben,
sondern steuerte zu dritt den Redaktionswagen in paraguayische, weiter nördlich gelegene Chaco-Gebiete.

So ging die Fahrt noch etwa 250 km hinter die Ende der vierziger Jahre gegründete Kolonie Neuland :. ins Rancho „San Javier“. Das dazugehörige komplett umzäunte ❗ und in jeweils einhundert Hektar unterteilte private Gelände umfasst etwa 12.000 Hektar und besteht vorrangig aus Weideland.

Auch hier wird die Regel „pro Hektar ein (Rinds-)kopf“ eingehalten; derzeit sind schon 600 Rinderbeine hier geparkt, aber in wenigen Monaten soll sich der Viehbestand nach der Urbarmachung des Geländes wirklich bei 12tausend Rindern bewegen.

Die brauchen natürlich neben dem Grasfrühstück auch Wasser. Doch der trockene Chaco bietet neben der Hitze leider keine aus dem Boden wachsende Hydranten, und so ist wieder einmal der menschliche Geist gefragt. Und was bleibt da weiter übrig, als das Regenwasser aufzufangen..? 💡

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„Australiano“ werden diese Anlagen genannt, die nach der Rodung des Busches angelegt werden.
Richtige „Akte-X“-Fans :yes: werden in dieser Anlage natürlich eine weitere UFO-Versteckaktion der Regierung vermuten, doch handelt es sich dabei wirklich um eine künstlich angelegte Sache! ❓ U-(

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Mit schweren Raupen wird also der Boden angehäuft; die Steigung von etwa 3 Meter über Null dient später der Erreichung des nötigen Wasserdrucks in den Leitungen zu den Tiertränken.
Dreizehn Meter hoch und etwa 30 Meter Durchmesser lassen das Fassungsvermögen nun zu einer simplen Rechenaufgabe schmelzen….. 🙄

In jedem Fall aber eine interessante Anlage, die zeigt, daß Menschen und Tiere auch unter den schwierigen Umständen des Chaco überleben können.

„Daheim erzogen Kind ist in der Fremde wie ein Kind.“ |-| Immer wieder findet man in deutschen Sprichworten ein Körnlein Wahrheit…..

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTTLAW TODAY“! :wave:

Und das hier ganz speziell für Maenne:
Sulianka

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Oase, mal ohne Datteln

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Wasser 04

„Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.“ Dieser arabischen Weisheit stellen wir die Worte des deutschen Orientalisten ❗ Paul Anton de Lagarde gegenüber: „Freiheit und Demokratie passen zueinander wie Feuer und Wasser.“ 😥

Zum 60ten Jahrestag der Beendung der russischen Berlin-Blockade XX( am 12ten Mai, wo (erfolglos!) versucht wurde, den Alliierten in der damals geteilten ehemaligen Reichshauptstadt das Wasser abzugraben, wenden wir uns im seit Monaten trockenen Villarrica keinesfalls dem Bau von brandenburgischen Arado-Wasserflugzeugen zu, sondern besuchen zur Erinnerung an das kühle Nass die Trinkwasserliefernde (und demnächst wohl schwer bewachte) „Agua Mineral“-Firma unseres Städtchens.

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Hoffentlich nicht nur mit Wasser wird Ende 2009 hier das fünfjährige Bestehen des hiesigen Haupt-Wasserlieferanten gefeiert, welcher seitdem mit etwas mehr als 6 Leuten ❗ einen florierenden Handel betreibt.
Aus einem immerhin 143m (60m davon hartes Gestein!) 88| tiefen Brunnen erhält der hier gebräuchliche Hochtank seine Befüllung; stolze 7.500 Liter warten darin auf ihren Filterdurchlauf!

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Und der läßt nicht lange auf sich warten: über ein sehr sauberes -weil wöchentlich durchgespültes- Rohrsystem und verschiedene Großfilter, bestehend aus mehreren Lagen Sand sowie Kohlefiltern, gelangt die kostbare Flüssigkeit in die bewährten 20-Liter-Pfand-Behälter sowie in die bekannten (Einweg-)Flaschen, nach denen -laut deutscher Statistik- am meisten in den frühen Morgenstunden gegriffen wird…. |-|

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„Teure Maschinen“ übernehmen die Säuberung und Neubefüllung der zwanzig-, fünf- sowie dreiliterfassenden Behälter; nur die Literflaschen MIT Kohlensäure tragen das Prädikat „Handmade in Villarrica“: 😮 was in der alten Heimat wie ganz normale (Straf-)arbeit im Sinne der Ausbildung für den neuen Lehrling aussähe, 🙄 unterliegt hier einem stündlichen Wechselsystem und bedeutet sogar einen Sitzplatz (nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen ohne Wirbelsäulenschädigende Rückenlehne in arbeitnehmerfreundlichem Grün gestaltet und obendrein noch höchst umweltfreundlich, da aus einem Pfandsystem entnommen) für den Angestellten, der auf diese Art immerhin 10-15 Ein-Liter-Flaschen in seinen 60 Minuten schafft. :yes:

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Beim verschließen des 20-Liter-Fäßchens übrigens versagt alle Maschinenkraft: per Hammer wird der durch den Käufer aufzuschneidende blaue Verschluß brutal draufgeschlagen….

Nicht zu vergessen die Abfüllung destillierten Wassers in besonders gekennzeichnete Behälter zur hiesigen Batterie-Befüllung und in unauffällige Trinkflaschen, welche direkt ins Brüsseler Regierungsviertel geliefert werden. ;D

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„Lobe das Wasser, aber trinke den Wein“; mit dieser Aussage aus seiner Heimat bedanken wir uns an dieser Stelle bei dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus für seinen weiteren Widerstand! :p :p :p

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Pro Tag werden hier nach den uns gegebenen Informationen etwa 5000 Liter Wasser der Erde entzogen; bisher soll die Tiefbrunnenanlage noch nie Luft angesogen haben!

Erwähnenswert scheint uns an dieser Stelle die Vorstellung eines hier erhältlichen Kühlgerätes: für etwa 1,3 Millionen Guaranies (beim Flaschen-Großeinkauf reduziert sich natürlich die Summe etwas!) gibt’s den elektrisch betriebenen kühlenden Untersatz. Aber wer sagt, daß sich im obigen Behälter Wasser befinden muß…? Wie wäre es aus gegebenem Anlaß mit einem 2005er Cabernet Moravia aus der tschechischen Volksrepublik? :yes:

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„Genitiv in’s Wasser, weil es Dativ ist“, |-| warnt W. Meurer aus Kanada, und so empfehlen wir uns mit der Hoffnung auf baldigen Regen U-( und vielen Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Nachtrag: Vor der Fertigstellung dieses Beitrags hat es übrigens vergangene Nacht endlich den langersehnten Regen gegeben.

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