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Neues Haus für alte Frau

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„Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, daß die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennt.“

Kluge Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I.;  schon im Jahre 1726 bewies der Soldatenkönig damit ein scharfes Auge für einen bestimmten Teil der Gesellschaft, welcher sich leider bis heute nicht nur am Leben erhalten hat sondern besser lebt als jemals zuvor….

Und niemand wundere sich – auch hierzulande auf dem südamerikanischen Kontinent, besonders in „unserem“ Villarrica nimmt die Schicht der Juristen einen sich ständig vergrößernden Teil der Einwohnerschaft ein – deshalb wird seit einigen Monaten fast fieberhaft ein quasi bereichernder Ergänzungsbau zum bisherigen Justizpalast errichtet.
Nun ist die fast drei Jahrhunderte alte Vorschrift der langen Mäntel des ehemals obersten Preussen entweder nie bis hierher gedrungen oder nur mangelhaft umgesetzt worden; erkennbar sind die hier ansässigen Vertreter des Rechts dennoch fast immer unfehlbar: blütenreines weißes Hemd, meist schwarzer Anzug – aber fast stets „dicke“ Kutsche. 🙂

Kein Problem, dies alles zu tolerieren, hätte nicht schon der deutsche Zeichner Wilhelm Busch den Wirkungscharakter der (auch hierzulande in gleichem/erhöhtem Maße wirkenden..)  Justiz im Bilde festgehalten:

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Zufall oder Absicht: in jedem Fall zeigt sich Villarrica´s Göttin Justitia momentan ziemlich eingestaubt, ist beschädigt und dreht (auf besagter Baustelle) Vorübergehenden den Rücken: man darf also getrost die Hoffnung hegen, daß sich (nicht nur) dieser Zustand ändern wird und vor allem ändern MUSS. 🙂

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An dieser Stelle nun die aktuellen Bilder des Neubau´s sowie ein Blick in den von den Arbeiten ebenfalls betroffenen Eingangsbereich des bisherigen Gebäudes; man wünscht niemand, in oben skizzierte Mühlen der kunsthaften Prozeßverschleppung, richtungsweisend-zweckgebundenen Geldwechselei und herkömmlich-üblichen Vetternwirtschaft zu geraten: Vorsicht also vor diesem Hause. 🙂

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Zum heutigen Schluß sei noch ein Bild der neuesten historischen Postkarten-Errungenschaft des einstigen Heimatortes angefügt: vergrößert & gerahmt muß nun „nur noch“ ein gebührender Platz an der gezeigten Wand durch Neukombination der schon vorhandenen gerahmten Kostbarkeiten gefunden werden… 🙂
Dauert erfahrungsgemäß etwas, bis die passende Zusammenstellung gefunden ist: natürlich ohne Verzicht auf ein bisheriges Bild – klappte bisher immer.. 🙂

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Vorhang runter

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„Wenn keiner schläft und alles lacht, war das Theater gut gemacht.“
Die Aussage unbekannter Herkunft soll keinesfalls die politischen Zustände kurz vorm von den Medien geflissentlich schon begründeten Krieg oder gar die herrschende Operettentruppe in der alten Heimat karikieren – es dient einzig nur als Brückenschlag zur Erinnerung an den mittlerweile elften Todestag von Charles Bronson, der sich am 30ten August jährt; den meisten bekannt aus DEM einzigartigen Morricone-Western :p von 1968.

Leider scheint auch „unser“ Theater von Villarrica das Zeitliche gesegnet zu haben; die Freitagmittag in dessen Inneren gemachten Bilder sprechen jedenfalls eine allzu deutliche Sprache.
Zentral in der Stadt, aber im hinteren Teil des Gebäudes der Stadtverwaltung gelegen, scheint dennoch niemand Interesse zu zeigen oder gar Geld aufzubringen, um diese eigentlich schöne Anlage instand zu setzen; ein vor etwa 2,5 Jahren begonnener erweiternder Anbau ruht ebenso längst – leider steht zu befürchten, daß auch der sich durch Wind und Wetter in eine irreparable Ruine verwandeln wird. 😥

Der einstige Zuschauerraum besteht derzeit aus in den meisten Fällen entfernten Sitzreihen und jeder Menge Schmutz; fast gewinnt man den Eindruck, als hätte die zufällige Öffnung einer vergessenen Wand die ersten Menschen nach 100 Jahren eingelassen; der damalige Vorraum dient derzeit als Reifen-Endlager und Depot für ausgediente Büromöbel.

Dabei liegt die letztmalige Nutzung nur wenige Jahre zurück – wahrscheinlich findet für die derzeitige Generation (…und die folgenden..?) die bessere Unterhaltung auf dem Handydisplay statt. XX(
Doch genug der Worte – hier eine Auswahl der Bilder:

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Und extra für @ Brother :wave: die neueste Entwicklung beim Querschnitt der Santisima: die mittleren Stützen entfallen beim fertigen Modell!

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Damit wünschen wir allen Lesern ein schönes Wochenende & verbleiben wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Umbau oder Abbau?

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„Das alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
und neues Leben blüht aus den Ruinen.“

Nicht erst seit des deutschen Dramatikers Schiller und dessen Werk „Wilhelm Tell“ weiß man um des Menschen Fähigkeit, historische Zeugnisse vor dem Zerfall zu bewahren und sie wiederzubeleben, um sie an die mehr oder weniger interessierte Nachkommenschaft :-/ weiterzugeben.

💡 24ter Mai; sieben Monate verbleiben uns noch bis zum diesjährigen Weihnachtsfest – => doch gilt dieser Tag allerdings auch als der 145te Jahrestag einer der für Paraguay verlorenen und gleichzeitig verlustreichsten Schlachten im Tripel-Allianz-Kriege 1864-1870.
Nördlich vom Rio Parana verloren an diesem Tage im Jahre 1866 mehrere 20tausend Menschen ihr Leben…. :`(

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Wie aus unserem vorigen Eintrag bekannt, herrscht in Villarrica fast ständig rege Bautätigkeit. Mitten im Stadtzentrum scheinen die Grundstücks- und Häuserpreise schier zu explodieren, und oft tendieren die angebotene Qualität der Bausubstanz bezüglich des geforderten Preises weit auseinander; ‚reingedrängelte Makler, Selfmade-Experten und weitverzweigt-befreundete uneigennützige Zwischenhändler „würden in den gezeigten Prachthäusern am liebsten selbst gern wohnen, wenn wir nicht schon…“ :))

Nun sei es jedem selbst überlassen, wo und in was hier investiert wird; ob man durch Zuckerrohr-Ernten innerhalb kürzester Zeit reich werden will, durch Eukalyptuspflanzungen oder Macadamianüsse im Geld waten möchte – Tatsache bleibt, daß auch in unserem Jahrhundert der Erzähl-kunst kaum Grenzen gesetzt sind. :)) U-(

Untenstehende Bilder vermitteln einen Eindruck eines Objektes, welches vor mehreren Monaten etwas außerhalb „unter der Hand“ angeboten wurde: gutes Restaurationsobjekt oder eher weniger und lieber gleich was neues hinstellen lassen…?! U-(

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=> Für Blogfreund Flogni :wave: gibt’s zum heutigen Schluß noch eine Abbildung der vor Monaten „geschossenen“ Wandkarte des Dresdner Ludendorff-Ufers der 60er Jahre: soooo lange hat’s ja nicht gedauert, bis das Wandbild hier war….. :b

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Weder Plattenbau noch Strohütten

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„Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und also leben, als sollt man morgen sterben.“
Nicht erst Falco wollte also „…den Tagen mehr Leben geben“, sondern auch der => große Reformator Luther dachte schon seinerzeit in diese Richtung.

Was allerdings den ersten Teil des Sinnspruches betrifft, so scheint die entsprechende Stelle des alten Pergamentes hier stets gefehlt oder vorsichtshalber zum einwickeln der beliebten Maniok-Wurzeln gedient zu haben…. :))

Nichtsdestotrotz vollzieht sich in unserem Städtchen ständig ein baulicher Wandel; ganze Berge von flink gebrannten Nürnberger Ziegeln und tausende von Farblitern verwandeln Villarrica ständig aufs neue, sodaß Google-Earth erwägt, hier eine ständige Vertretung zur fast täglichen Aktualisierung der übertragenen Bilder zu eröffnen.

Wenig innerstädtische Häuser derzeit, die nicht um- oder ausgebaut werden. Auf oder neben dem Bürgersteig gelagerte Baumaterialien künden von der Veränderung, und noch dazu wird seit Monaten eine der meistbefahrenen Straßen verbreitert.
Weder Warn- noch Hinweisschild existieren, und kein Verkehrsfunk unterrichtet die Autobesitzer – und trotzdem gibts weder Stau noch dramatische Unfälle – blechbeschadet sind doch die meisten Fahrzeuge jetzt schon.
=> Außerdem passieren die meist actiongeladenen und geräuschvollen Unfälle eher nachts bis hinein in die frühen Morgenstunden; schuld daran sind weder ungesicherte Baustellen noch unbeleuchtete Baumaschinen…. |-| :))

Kühne Rechner und Bodenspekulanten kennen meist jetzt schon die weitreichenden Pläne des langsam, aber trotzdem expandierenden Villarrica’s, und die meisten davon warten schon auf den nächsten Regierungswechsel im Lande. Aber wo bringt ein solcher eine wirkliche Veränderung..? |-|

Wie schon angedeutet, werden hierzulande die baulichen Konzepte eher weniger für die nächsten Jahre erstellt; die wechselhafte Geschichte auch betreffs des Standortes von Villarrica mag zum Teil schuld daran sein….

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Für Blogfreundin pueten’s :wave: Vorstellungen unserer Wohnverhältnisse mag das obige Bild angefügt sein; für alle anderen die nachstehenden… :yes:

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So wünschen wir der geneigten Leserschaft ein schönes Wochenende & verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave: :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 4

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„Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“
Den Worten Mark Twains zuzustimmen, würde das Eingeständnis bedeuten, daß er recht hat mit seiner Aussage. 🙄
Dabei unterscheiden sich beide genannte Jahreszeiten in Paraguay wirklich gravierend; bei Blogfreundin Pueten hingegen besteht der Unterschied zum Winter lediglich darin, daß in ihrem „Sommer“ die Pfützen meist nicht oder eher selten zufrieren. :)) :wave:

Verdient ist verdient, doch glücklicherweise ist Frau p. hart im nehmen )-o – genauso hart wie die letzten Tage & Stunden waren bei der Fertigstellung unseres bereits vorgestellten Projektes.

Leider weitete sich der vorher abgesteckte Zeitplan etwas nach hinten aus; schuld waren das Wetter, die stets anonym bleibenden „anderen“ sowie allgemeine und dahin nicht näher zu beschreibende Verzögerungen. U-(

Und doch sollte Mitte vergangenen Dezember die Integration (möge Hessen’s grüne Öztürk die Verwendung dieses äußerst rassistischen „Made-by-Thilo“-Wortes verzeihen!) des blauen Schutzanstriches beginnen – drei Wochen später als geplant, aber immerhin…
Insgesamt vier Anstriche sollten nach jeweiliger gründlicher Abtrocknung in der nächsten Zeit folgen – leider stand deswegen die weihnachtliche Tanne damals noch an einem blautrocknenden Beckenrand. 😥

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Die technische Einweisung ins „Pumpenhaus“ erfolgte noch vor der Endübergabe der Firma durch einen lieben Freund; :p einer der wichtigsten Wege war dabei die Durchquerung des Labyrinth’s vieler unterschiedlicher Meinungen, Rezepte & Vorschläge anderer zur Wasseraufbereitung und -behandlung mit den auch in Paraguay vielfältig vertretenen Mitteln: => „Pühten’s Flockungsmittel, garantierte 2011er Loreley-Abfüllung“ allerdings wird hier in Südamerika niemand einsetzen wollen…. 8| 😛

So präsentiert sich alles nun seit Anfang Januar einstiegsbereit – passend zu eingangs erwähntem hiesigem Sommer. :p

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Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen: Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 3

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„Willst Du, daß wir mit hinein
in das Haus dich bauen,
laß’es dir gefallen, Stein,
daß wir dich behauen.“

Nicht nur das Leben in Paraguay ermöglicht/verlangt bei einigen Landsleuten 😐 die Annahme von Decknamen; auch der deutsche Dichter und Freimaurer Friedrich Rückert, der Verfasser obiger Zeilen, veröffentlichte in napoleonischen Zeiten stellenweise seine Werke unter anderem Namen; meist als => Freimund Raimar.

Glücklicherweise mußten bei unserem Bauvorhaben keine Steine mehr behauen werden; zur Verfügung standen die hier üblichen Ziegel aus Mürbeteig; abzüglich der Gewürze selbstredend.. :))

Schnell wuchsen Ende Oktober, Anfang November die runden Wände aus dem Boden, und gleichzeitig wurden die benötigten Rohrleitungen und technischen Zutaten installiert bzw. Öffnungen für selbige freigelassen.
Eines der unsichersten Faktoren dabei bildet zum Ende des Jahres hin das Wetter – wird zum Sonntagabend für den Wochenanfang von der staatlichen TV-Anstalt eine hohe Regenwahrscheinlichkeit bekanntgegeben, verwandelt sich der Montag im wahrsten Sinn des Wortes in einen Schontag.
Allerdings verwendet die beauftragte Firma einen internen Zeitplan und Mitarbeiter, denen eine etwas andere Arbeitsweise klargemacht wurde. 😮

Auch für Änderungen betreffs der allgemeinen Bauhöhe, der Stufenanzahl und -form hat man während der Arbeiten ein offenes Ohr, und außerdem wird auf eine reichliche Erfahrung bei artverwandten Bau’s zurückgegriffen.

Zeitgleich wurde von anderen Arbeitern ein Teil des umliegenden Geländes nivelliert, um Platz für Sonnenliegen, Tische & Stühle zu erhalten und anfallendes Regenwasser außerhalb ableiten zu können; dazu dienten die hier üblichen Steinplatten – Preis pro qm im November 2010: 9.000 Gs/qm.

Zum Ende der Maurer- und Verputzarbeiten wurde das Innere kräftig geschliffen, um die vorgesehene blaue Farbe haltbar zu machen; im nächsten Teil dieser Reihe wird deren aufbringen sowie die Fertigstellung des ganzen Projektes gezeigt.

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=> An dieser Stelle möchten wir an den 67ten Geburtstag erinnern, den Peter Fechter am 14ten des Monats feiern würde; allerdings hängt sein frühes Ableben mit ganz anderen Maurerarbeiten zusammen…. 😐

Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 2

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„Beton ist der Humus der Zivilisation“, stellte treffend der Leipziger Autor Reisenberg fest.
Und dennoch sollte dieser Stoff auch bei dem neuen Bauprojekt in größeren Mengen gebraucht werden.

Kaum befand sich das bodenstabilisierende Metallgeflecht auf dem Tiefpunkt seiner Karriere, ergoß sich der flüssige Zement (Sackpreis im Dezember 2010: 75.000,- Gs) darüber: auf dem Höhepunkt der technischen Entwicklung sogar in einer Mischmaschine ❗ zusammengequirlt, und als wichtigster Punkt – die Bodenplatte wurde an einem einzigen Tag hergestellt. :.
Vielleicht sollte man erwähnen, daß gleichzeitig die ersten Reihen der später zu mauernden Wandung mit in die Bodeneinheit gefügt wurde; zur Abdichtung des Boden-/Wandscheidepunktes diente eine besondere Steinversetzung, gepaart mit einer selbstdichtenden Mixtur, welche dem innen arbeitenden „Bodenpersonal“ zunächst kaum noch die Entlassung in den per Tarifvertrag zugesicherten Feierabend ermöglichen wollte…. :))

Angefügt seien mehrere Bilder, die den unteren Bau zeigen; bei 98% jährlich einwandernden Poolexperten dürfte dies andererseits auch dem allgemeinen Interesse dienen. :))

Was anfangs noch wie die Reste der ausgegrabenen, weil aktuell wieder dringend benötigten B) „Brot & Spiele“-Trierer Kaiserthermen anmutet, ist das Resultat langer Nächte des Experimentierens mit Stift und Papier; am Ende sollte eine verschlungene Form „gewinnen“ – vielleicht läßt sich darauf ja am bequemsten der nächtliche Cocktail abstellen…. :yes: :>> :yes:

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Zeitgleich dazu wurde mit der Installation einer eigenkreativen Außendusche -die etwas später näher behandelt wird- begonnen; für Blogfreundin => Frau pueten :p mag dazu die angefügte Zeichnung dienen. :)) 😛 :))

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Wasser-Anschluß Teil 1

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„Die Gold suchen, graben viel Erde und finden wenig.“
Je nach Auslegungsart lassen sich Heraklit’s Worte pessimistisch für die private Kontoaufstockung auffassen oder als positive Werbestrategie für eine Gartengerätefirma empfehlen; vom „wenigen“ aufgefundenen noch mit dankbarem Gesicht per Gesetz die Hälfte abzugeben, erschiene in heutiger Zeit allerdings nicht unbedingt empfehlenswert… 🙄

Aber keineswegs der Wunsch nach dem edelsten der Metalle war es, weswegen in einem neu erhaltenen Gartenstück ab Mitte Oktober des vergangenen Jahres fleißige Buddelei einsetzte; trotzdem stießen die Arbeiter schon kurz nach der Entfernung der Grasnabe auf die Reste einer ehemals hier vorhandenen Ziegelei, mehrere Hufeisen sowie alte metallische Beschläge- => heutzutage zerfallen die meisten der neugebrannten „Steine“ schon nach kurzer Zeit an der Luft oder kurz nach der Berührung, doch die aufgefundenen, jahrzehntealten Teile scheinen sich aufgrund einer geheimen Zutatenmixtur partout nicht auflösen zu wollen… 😡
Doch näheres dazu in einem eigenen Bericht.

Nun wäre weit gefehlt, in Paraguay archäologische Grabungen anzustellen. Ein Jahr nach der kompletten Neuerrichtung der Gästezimmer sollte nun ein anderes Bauprojekt an der Reihe sein.

Dazu wurde eine Firma aus der Hauptstadt Asunción beauftragt, die vorher entwickelten eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Realität umzusetzen: auf das abstecken der Grundfläche mittels auf den Boden gelegter, später zu verwendender Plastikrohre folgten drei ganze Tage manuelle Graberei, und die ineinander verschlungene Form wuchs in den Boden hinein. Wer dabei an den => T-174 💡 denkt oder an Caterpillar, wird angesichts der eingesetzten Handspaten sowie des eisenbereiften Schubkarrens den Schluckauf bekommen…. 😐

Genauso wurde das Eisennetz der Bodenplatte „reingezogen“; mittels Handarbeit & Zange gestaltete sich relativ schnell der Fortgang der Arbeiten, sodaß am Ende der 2. Woche das Metallgeflecht sowie die ersten Rohrleitungen installiert waren; gute Aussichten auf die Einhaltung des Terminplans zur kompletten Fertigstellung Anfang Dezember…

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„Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin.“
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"Einsturzgefährdet!" war gestern…..

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„Jetzt handeln die meisten aber so, daß sie den Einsturz, den sie wehren sollten, selbst auf sich herabziehen“, unkte schon vor zwei Jahrtausenden der römische Philosoph Seneca. |-|

Zusätzlich zu dieser pessimistischen Einschätzung flatterte unserer Redaktion vor wenigen Stunden durch eine undeutlich notierte Adresse ein Spendenaufruf ins Haus, den wir umgehend an den richtigen Empfänger nach Brüssel weitersandten; es handelte sich dabei um die Bitte nach -anfangs- etwa 200 weiteren Milliarden von deutschen Renten- und Steuergeldern, die benötigt werden, um einige der umgestürzten Moais genannten Steinfiguren auf der zu Chile gehörenden Osterinsel wieder aufzurichten.
Als Gegenleistung wird angeboten, die Endlagerung (im Säurebad) von demnächst ausgemusterten, übelriechenden blauen Flaggenfetzen mit Sternenkranz zu übernehmen…. :yes:

Erst wenige Monate sind seit dem glimpflich abgelaufenen Unglück vergangen, und schon begannen vor einigen Tagen die zunächst theoretisch abzuhandelnden Aufräumungsarbeiten am Trümmerberg des damals -rechtzeitig zum Feierabend- kollabierten Gebäudes eines privaten Stromanbieters von Villarrica. :.
Siehe: Tränen im Regen

Ganz ohne im Inneren erfolgte Ackermann’sche Kernschmelze oder gar 9/11-Thermit U-( änderte damals der Rohbau in Sekundenschnelle sein äußeres Erscheinungsbild; die Zuschauerzahlen ließen so manchen im seit Jahren kinolosen Villarrica über die Neuetablierung eines Lichtspielhauses nachdenken..!

In jedem Fall stakst eine größere Anzahl von Arbeitern täglich über die ausgezackten und gerissenen Betonklumpen; gemeinsam zu fünft werden sie wohl bei schweißtreibender Arbeit in kurzer Zeit unser Villarrica von dem Mahnmal für feinziselierte Architektur und private Rechenexempel befreit haben. B)

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In diesem Sinne wünschen wir der geneigten Leserschaft einen schönen Sonntag & verbleiben wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Lenzpumpe dringend gesucht!

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„Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.“ stellte Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach schon lange vor den tausenden von Opel-Mitarbeitern :`( fest. Und sie hätte gestern (13ter September) ihren 179ten Geburtstag feiern können.
Glücklicherweise wandte sie sich nach ihrer Uhrmacherlehre ❗ dem Schreiben zu; warten wir ab, ob sich noch mehr ihrer Sinnsprüche verwenden lassen….

In unseren modernen goldenen Zeiten sind weitverzweigte Großprojekte sehr beliebt und dienen neben dem eigenen -meist kurzfristigen- Broterwerb zwar nie der Belehrung, aber fast immer der Unterhaltung des Publikums: wem wird es noch rechtzeitig gelingen, den einstürzenden Trümmern zu entkommen? 😐

😐 Neugegründete geschäftliche Partnerschaften und Bauvorhaben schießen wie Pilze aus dem Boden, und auf der Jagd nach dem schnöden Mammon wird Villarrica zum heißesten Mittelpunkt der Welt und zum Zentrum des studentischen Lebens überhaupt erklärt. :yes:
Aber auch hiesige Geborene erliegen oft dem Irrtum über die finanzielle Realisierbarkeit ihrer Traumschlösser – viele halbfertige Bauwerke sprechen eine allzudeutliche Sprache….

So auch geschehen beim gezeigten Objekt: mehrere Generationen einer Familie planten das friedliche Neben- und Miteinander; was blieb, war interner Streit, mehrere angefangene Gebäude – und die Notwendigkeit, angesichts der aufgelaufenen Arztrechnungen für den im Nebenzimmer röchelnden Großvater sich schweren Herzens von allem trennen zu müssen.
Selbst ererbte Möbelstücke (vor einem halben Jahrhundert als Kulissen für den berühmten paraguayischen Film „El trueno entre las hojas“ von Augusto Roa Bastos dienend) aus glücklicheren Zeiten sollen neue Besitzer finden.

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Die Arbeiten an den Nebengebäuden wurden noch vor der Gesamtinstallation der Elektrik unterbrochen, und nach der Aussage des Besitzers fehlt nur noch wenig, um alles fertigzustellen…. U-( Dementsprechend handelt es sich bei dem geforderten Verkaufspreis auch nur um eine sechstellige Dollarsumme, die jeder Interessent wohl leicht aufbringen wird. 😮

Die verblichenen Urgroßeltern blicken im Haupthaus würdevoll aus ihren Rahmen; an diese Wendung im Leben ihrer Nachkommen hätten sie wohl nie geglaubt.

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=> Eines der Besonderheiten sollte nicht unerwähnt bleiben: vor Jahren fiel dem derzeitigen Eigentümer die prallgefüllte Brieftasche in den Brunnen, und Bergungsversuche durch Leerpumpen scheiterten bis zum heutigen Tag an der vorherrschenden Wasserstärke der (Geld)quelle. Wurde uns jedenfalls erzählt…. 8|
Bei einer schnell zutage geförderten Wasserprobe wurden tatsächlich einige Banknoten gefunden; das Geld scheint also in Paraguay zwar nicht auf der Straße zu liegen, dafür aber aus Brunnen bezogen werden zu können. :p

Wird dies nun einen neuerlichen Run auf dies Land auslösen? Und vor allem: werden vielleicht die hiesigen Grundstückspreise steigen…? |-|

Wir sind gespannt und verbleiben wir immer mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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P.S.: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach. Ohne nähere Bekanntschaft mit dem Wahl-Duell-Publikum. |-|

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Für Interessierte hier mehr zum oben genannten Film und dem Verkauf des Mobiliars:
http://de.wikipedia.org/wiki/Augusto_Roa_Bastos

El Trueno Entre Las Hojas

http://clasipar.paraguay.com/vendo_hermoso_juego_de_muebles_antiguos_franceses_481068.html

http://clasipar.paraguay.com/mueble_antiguo_franc_s_luis_xv_utilizado_en_la_pelicula_el_trueno_entre_las_hojas__480864.html

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