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April-Mix

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„Wenn man bedenkt, daß die Mode mit einem Feigenblatt begonnen hat, sind wir heute schon fast wieder am Anfang.“
Nun ist das mit dem in letzter Zeit arg strapazierten „Wir“ so eine Sache; diejenigen, die per Politbüro-Direktive Irgendwas schaffen und vor allem bezahlen sollenwollen, sind der feigenblättrigen Mode scheinbar müde und haben rundum toleranztriefend nichts (…mehr?..) gegen schwarze arabische Wickelwindeln um Leib & Kopf einzuwenden; die anderen, zahlenmäßig wohl mehrheitlich vertretenen „Wir´s“ genießen den Anblick der knappen Mode einfach.. 🙂
Und gratulieren Claudia Cardinale, der Urheberin eingangs erwähnter Aussage zum ….runden Geburtstag. 🙂

Doch genug davon; schnell den Sprung übern großen Teich getätigt: wie im vorigen Beitrag erwähnt, stehen in unserm Binnenländle am übernächsten Wochenende blaufingrige Präsidentenwahlen an. Und plötzlich werden angestrengte Bemühungen sichtbar, die Stadt -bis zu einem gewissen Maße…- aufzuräumen: so werden zahlreiche Leute abgestellt, die unter anderem – für Sauberkeit auf den Friedhöfen sorgen. Nicht, daß da eine Vielzahl von Wählerstimmen einzuheimsen wäre…aber Ordnung muß doch sein… 🙂

   

Sonderbarerweise gehts nicht nur um die sterblich Verblichenen, sondern auch die mehr oder weniger Lebenden werden nun interessant; zumindest, was den Absatz von Arzneimitteln betrifft: vor wenigen Tagen wurde dazu eine fahrbare Apotheke im Staatsauftrag gesichtet, die Medikamente fast wie Kölner Kamelle unter Gesunde wie Kranke warf. Sollte dies als Anzeichen gewertet werden können, daß der hiesige Glaube an universalheilenden Terere verblasst..? Werden uns demnächst Schlagzeilen um die Ohren geworfen, die verkünden, daß neben der Straße gerupfte „Kräuter nutzlos!“ sind..? Und wer weiß, welches Krankenhaus demnächst über Medikamentenmangel klagt… 🙂

Doch vielleicht haben die meist stürmischen Zeiten rund um die Neubesetzung des obersten Staatsstuhles auch gute Seiten: vielleicht hilft die momentane Abkehr vom allbekannten Phlegmatismus, wenn es sich um die Aufklärung eines Vorganges handelt, der sich Mitte der Woche in San Lorenzo ereignete. Da starb eine 22jährige junge Frau in den Flammen eines PKW; die Nachrichten präsentieren Bilder einer Überwachungskamera und man hofft, einen Verdächtigen, der derzeit eine Auszeit im argentinischen Nachbarland verlebt, zu befragen…

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – aber nicht ohne aktuelle Bilder vom Beginn des neuen, ultimativ letzten Diorama´s rund ums Halbkettenfahrzeug: in dieser Woche wurde der Bausatz der Pak-40-Kanone geöffnet; der Bau derselben ging recht zügig vonstatten – wenn auch die Einzelteile recht winzig erscheinen…. 🙂 Alles wurde in einzelnen Baugruppen angelegt, um bei der anschließenden farblichen Gestaltung Grundfarbe/Alterung/Gebrauchsspuren einigermaßen freie Hand zu haben…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Herzenssache

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„Wirklichkeit ist immer das schönste Zeugnis für die Möglichkeit.“ 🙂
Es braucht keiner hoffnungsloser Pessimist zu sein, um dies bestätigen zu können; in heutiger Zeit stehen positive Erwartungen, die -feminisierte- Zukunft betreffend,  in einem gewissen Teil dieser längst mit einer gehörigen Portion Schieflage versehenen Erdscheibe in Gesellschaft von (gewollter) Blindheit:  Mit hochauflösendem TV belohnter Gleichmut begünstigt genannten Zustand ebenfalls. 🙂
Für Puristen sei angefügt, daß obenstehende Aussage dem Werk des österreichischen Dramatikers Nestroy entnommen und aus Anlaß dessen 155ten Todestages hier verwendet wurde…

Und bis vor kurzem sah die „Wirklichkeit“ für die 8-jährige Jennifer Leon aus Paraguay reichlich wenig berauschend aus; der von Geburt an beteiligte, für Blutzirkulation, Liebe und weitere (falsche) Entscheidungen im Leben verantwortliche Hohlmuskel drohte dauerhaft auszusetzen. So befand sich das Kind seit einem reichlichem halben Jahr in der Klinik in San Lorenzo und wartete…und wartete…
Selbst auf den hiesigen, kurz vorm Jahresende in diese Geschichte involvierten Weihnachtsmann war nicht unbedingt Verlaß: selbiger las auf dem Bestellformular der Patientin in der Spalte „Wichtig:“ für „sein“ Fest ein neues Herz eingetragen.


Wenige Tage später, höflich auf sein Versagen betreffs des gewünschten Artikels „Herz“ hingewiesen, wies er -wie hierzulande üblich- die Kritik vehement zurück und verwies auf die zeitgleich veranstalteten, dem Lohngefälle geschuldeten Streiks der Amazon-Arbeiter.
Unklar blieb, ob besagter Weihnachtsmann (…und ab diesem Zeitpunkt wertete selbiger diese Bezeichnung als Schimpfwort..) das gewünschte Organ überhaupt je auf die Reise geschickt hat…behaupten kann man ja gerne und vor allem viel.
– Doch wir schweifen ab: an diesem Wochenstart nun bekam Jennifer „ihr“ neues Organ: nicht vom nun zum letzten Male erwähnten Weihnachtsmann, sondern von einer als hirntot erklärten Patientin aus der staatlichen Klinik IPS.
An dieser Stelle möchte der Schreiber dieser Zeilen eine Erklärung abgeben: bei genannter Herzlieferantin handelt es sich keineswegs um die derzeit agierende Staatsratsvorsitzende; Gerüchte über ihren geplanten Paraguayaufenthalt inclusive Grundstücksbesitz halten sich ja seit Jahren hartnäckig…Dennoch scheinen unübersehbare Zusammenhänge zwischen dem Gewerbe der ihre Wiederwahl organisierenden Schlepperkönigin und dem Problem besagter Jennifer aus Paraguay zu bestehen: leider geriet die durch die ehemalige fdj-Mitarbeiterin ins Leben gerufene Organspendenaktion in Manchester ausser Kontrolle – gefragt war statt über 20 nur EIN Herz..!

Beim Thema Kosten zeigt sich die behandelnde Klinik gesprächsbereit: eigenen Aussagen zufolge würde diese gesamte Behandlung incl. der 5stündige OP im Ausland wenigstens zwei Millionen US-Dollar erfordern; gern verweist genanntes Hospital auf die Tatsache, daß im Fall der kleinen Jennifer der Staat die Kosten komplett übernommen hat: möglich, daß hierzulande weniger als umgerechnet 2 Millionen $ aufliefen.
Noch dazu vielleicht die Frage des Auswahlkriteriums der Patientin; unwahrscheinlich, daß sie die einzige mit Herzfehler verkörpert(e)… 🙂

Und sollte Cohn-Bendit dauerhaft der Zutritt zum Krankenbett der auf dem Weg der Genesung Befindlichen erfolgreich verwehrt bleiben, stehen ihre Chancen auf erfolgreichen Organtausch nicht schlecht: gute Besserung wünschen wir!
In jedem Fall dürfte sich für die Kleine damit die Chance auf ein Weiterleben ergeben haben; ermöglicht erst durch die in vielen Teilen der Welt umstrittene Diagnose um den Hirntod und somit das durch die Hinterbliebenen gespendete Organ.

Mit einem letzten Zitat des eingangs erwähnten Autors verbleiben wir auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

„Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“ Herr Maas, übernehmen Sie… 😦

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Kinder, Kinder….

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Nun schon ganze fünf Jahre weilt Loriot nicht mehr unter uns; müßig, jemandem -aus unserem Kulturkreis- erzählen zu wollen, wer selbiger denn war: deshalb an dieser Stelle nur die überraschte Feststellung, daß er mit hoher Wahrscheinlichkeit Dinge sogar vorhersehen und auch dies zeichnerisch umsetzen konnte (bzw. damals noch ohne sich anschließende Diffamierung tun durfte..). 🙂

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Regen und zurückgehende Temperaturen; das Wetter also mies, doch die Stimmung teils auch aufgrund der nun endlich hinter uns gebrachten Poolerneuerung bestens: die am Spätnachmittag pünktlich halbstündig von oben einsetzende Bewässerung, uns vorbereitend auf die in wenigen Wochen einsetzende Regenzeit läßt die ansonsten halbstündige Sitzzeit (es sei denn, es geht um Modellbau..) am Klapprechner zu einer ganzen Stunde anschwellen: dabei fällt eine Meldung der hiesigen „Crónica“ ins Auge – zwar kein deutscher Erziehungsjournalismus, aber ansonsten gerne für Klatsch & Tratsch zuständig, bringt das Online-Blatt diesmal einen Beitrag, der´s auch ins TV geschafft hat:

Schon mehr als drei Stunden mühte sich die 38jährige, im wahrsten Sinn des Wortes mit Geburten erfahrene Nelly Santander im städtischen Hospital von Minga Guazú ab, ein Kind zur Welt zu bringen. Ihrem eindringlichem Flehen um kaiserschnittige Hilfe durch die vor Ort anwesenden Ärzte wurde nicht stattgegeben; auch das Wissen aller Beteiligten, daß es sich bei diesem kommenden neuen Erdenbürger um ein ziemlich großes Kind handeln wird, ließ die Ärzte auf ihrer Weigerung beharren.
Nach langem Leiden siegte denn doch noch irgendwann die Vernunft und man überbrachte die Frau ins Regionalhospital von Ciudad del Este. Dort gebar sie nun endlich per Kaiserschnitt das Kind – stolze 4 Kilo 700 Gramm zeigte die Waage an!
Allerdings verließ die Mutter nur zehn Minuten, nachdem ihr Kind die Welt betrat, selbige lärmende Erdkugel und ließ damit insgesamt zehn eigene Kinder allein zurück: denn der Ehemann von Nelly, der sie kurz nach der Nachricht der erneuten Schwangerschaft verlassen hatte, starb tragischerweise kürzlich auf seiner Arbeitsstelle an einem Stromschlag.
Bisher scheint nicht klar, wie es weitergeht – die Schwester der Verstorbenen klagt die Ärzte der örtlichen Hospitals an, ihre Schwester habe unnötig leiden müsse; für eine Klage im juristische Sinne wird wohl (in erster Linie finanzielle) Unterstützumg fehlen…

Selbige Zeitung, die diese Meldung brachte, fügte das Bild eines Hauses dem Artikel an und bezeichnet dies als das Wohnhaus der Großfamilie; daß dies den Tatsachen entspricht, ist stark anzunehmen, auch wenn das Krankheitsbild journalistischer Tätigkeit wahrscheinlich überall dasselbe ist…

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Mit dieser eher nachdenklich stimmenden Geschichte verbleiben wir dennoch mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Industrielle Nachwuchsfertigung

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Kind 01

„Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden; man muß sie auch mal gehen lassen..“, behauptete einst der deutsche Dichter Jean Paul: es ist wenigstens als Sakrileg zu bezeichnen, plötzlich etwa der Taschenuhr die tägliche Schlüsselverabreichung zu verweigern – laß` doch die Kinners rennen… 🙂

Nun hat es um „unseren“ Kindernachwuchs ja eine spezielle Bewandtnis; glücklicherweise erhält auf diese Art derzeit manches kinderlose Paar -noch- die Möglichkeit, mit den Füßen abzustimmen, bevor arabischgeformte Gesetzgebung in gewohnter Alternativlosigkeit die Auswanderung erschwert oder ganz untersagt, nachdem selbst „cdu“-Rüttgers „Kinder statt Inder“-Parole vor nunmehr über anderthalb Jahrzehnt ins Leere griff… 🙂

Im Gegensatz zur deutschen Kinderlosigkeit macht derzeit auf unserer Seite der abgeplatteten Erdrübe eine ganz andere Geschichte die Runde durch den neuheimatlichen Blätterwald: die 46jährige Christina Vera wurde Anfang letzter Woche bei einer hauptstädtischen Busfahrt von Unwohlsein geplagt, nach dem Ausstieg aus dem öffentlichen Verkehrsmittel aus einer Apotheke „gelüftet“, wo sie Hilfe erbeten hatte – und gebar anschließend im Regen an einer Strassenecke ihr 20tes Kind unter Zuhilfenahme eines willkührlich zusammengestellten, in Geburtsdingen eher unausgebildeten Passantenteam´s. 🙂 Aber Fachleute müssen ja nicht unbedingt schreiben oder lesen können… 🙂

Der eiligst herbeigerufene Notarztwagen verpaßte der ganzen Sache denn doch noch ein einigermaßen gutes Ende, da die anschließende oder besser abschließende Behandlung alsbald in einem für so Fälle gerüsteten Krankenhaus vorgenommen wurde.

Kind 02

Der Vater des Kinderdorfes – tja, der Vater schaut nicht sooo glücklich drein: hier sollte Erwähnung finden, daß von der Gesamtsumme der 20 Kinder nur noch 12 (andere Quellen erwähnen 13) Kinder überlebt haben; eine der hiesigen Zeitungen ließ durchblicken, daß dem einst bei einer früheren Hausgeburt helfenden Vadder tragische Fehler beim damaligen Geburtsvorgang unterlaufen wären..

Kind 03

Nun zeigt sich das Gesundheitsministerium behilflich beim Thema Verhütung; inwieweit dies hilfreich sein wird, steht auf einem anderen Blatt, da die Produktionsmittel ja auch weiterhin in privater Hand befindlich sind bzw. verwaltet werden… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten, nun schon fast herbstlichen Grüßen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Das Krankenhaus am Rande der Stadt

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„Die Ärzte haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen als die Generäle.“
Nur wenige Tage vor der 200ten Wiederkehr der Schlacht bei der damals niederländischen Ortschaft Waterloo sei ein Ausspruch des einstigen Kaisers der Franzosen zitiert; ob er nach der -verlorenen- Entscheidungsschlacht am 18. Juni 1815 eine etwas differenziertere Denkweise pflegte, läßt sich heute nicht mehr feststellen; sich in heutigen Tagen „christdemokratisch“ nennende, stets gern wiedergewählte Waffenschieber werden mittels eingangs angeführter Meinung ihre Gewissenlosigkeit weiterhin gerne bemänteln…

Jedes im bewohnten Teil von Paraguay „normal“ ablaufende Wochenende fordert nahezu mit 100%iger Wahrscheinlichkeit einen meist zweistelligen Tribut an Schwerverletzten und Toten; die Gründe sind zum Großteil bei Verkehrsunfällen sowie bei mehr oder weniger bewaffneten Auseinandersetzungen zu suchen – Rettungsdienste haben in dieser Zeit ihre traurige Hochkonjunktur.

Dabei gilt, daß die medizinische Erstversorgung in den meisten paraguayischen Krankenhäusern gratis ist oder besser sein sollte: Ausnahmen bestätigen hier die Regel; bislang wird diese Forderung noch durch eine blickdichte Regelung ersetzt, da beim Medikamentenkauf auf der anderen Strassenseite denn doch Geld gelassen werden muß…

Das Thema Krankenversicherung soll an dieser Stelle bewußt außen vor gelassen werden -krankenversichert wird hier in einem selbstbestimmten Krankenhaus oder bei einer Gesellschaft- aber welcher bzw. wieviel Prozent der Normalparaguayer wird solch eine Versicherung abschließen (können..)?

Bei der Begleitung einer einheimischen Bekannten (tritt die doch in einen Nagel..) in das sogenannte Regional-Krankenhaus in Villarrica war deren „..nein, nein nicht zum Doktor!“-Widerstand zu überwinden sowie ein kräftiger Träger (eben wegen des hochgezogenen Storchenfußes..) erforderlich, um Miss Ängstlich mit guten Worten und reichlich süssen Bonbons denn doch noch einer etwas rüde zu nennenden Krankenschwester überantworten zu können.
Und deren – sicherlich nicht nur sonntäglichen-Aversion gegen Fotografie wiederum ist es geschuldet, daß hier keinerlei Bilder der Innenraumgestaltung dieses Heiltempels gezeigt werden können… :>

Krankenhaus 03

Pannen gab es im weiteren Verlauf der Untersuchung keine, sieht man davon ab, daß von dem jungen Angestellten im ersten Lehrjahr unter der Anweisung: „Bitte schnell Großaufnahme!“ zunächst etwas anderes verstanden wurde:

Krankenhaus 02

Erst das zweite Bild bewies, daß keinerlei inneren Fußorgane durch den rostigen Nagel eine Beschädigung erlitten hatten:

Krankenhaus 01

Die Herausgabe des ersten (im späteren Verlauf zu bezahlenden..) Vollbildes mußte allerdings erstritten werden; zunächst als verschwunden deklariert, kann/will man sich denn kaum vorstellen, was jemand damit privat anstellen will/kann… U-( Leute gibts…. :.

Die Behandlung erfuhr ihre Komplettierung durch den Aufstrich einer Tinktur sowie einem Pflasterverschluß mit der Bitte, in den nächsten Tagen Zugluft zu meiden und in 3 Tagen vor oder nach der Mittagspause wieder zu erscheinen.

Krankenhaus 04

Seither sind 3 Wochen verstrichen; der Fuß ist verheilt, und der Vollständigkeit halber seien Bilder der Krankenhaus-Außenanlage hinzugefügt – und sei es nur, um die Oberschwester zu kränken… 😛

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Red Gold

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„In Diktaturen fließt zuviel Blut.
In Demokratien zuviel Geld.
Da blutet nur das Herz des Volkes.“

Woher der deutsche Schriftsteller Blanck diese Theorie bezog, wird wohl für immer im Dunklen bleiben; der Beweis für der Aussage letzter Teil wird gegenwärtig im größten Experiment der Deutschen Geschichte erbracht. :`(
Zum 128ten Jahrestag (15ter Juni) der Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung in -vormals- Deutschen Landen nun auch ein Beitrag einer hiesigen Krankenbehandlung.

=> Dabei handelt es sich um eine bei häuslichen Tätigkeiten verunfallte Person. Bei näherer Betrachtung liegt eine frühere Beschäftigung in der holzverarbeitenden Branche nahe; im Binnenland Paraguay wird sich wohl keine Anstellung als Freibeuter finden, und Wunden dieser Art gelangen gewöhnlich nicht in die Gene, die weitervererbt werden.

Bei vorliegendem Fall übernahm die einheimische Krankenkasse IPS einen Großteil der anfallenden Kosten, und die oft beschriebenen Medikamentenengpässe traten gleichfalls nicht auf. Vielleicht, weil in den Spät- oder Frühnachrichten 88| 88| Verletzungen dergestalt am häufigsten vorgestellt werden und Arztpraxen sich also auf „Nachschub“ einstellen können…

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Noch vor reichlich 5 Jahren galt das Geschäft mit der Werbung mit anschließendem Verkauf von Krankenversicherungen für nachrückende, sicherheitsbedürftige Alemannes als gewinnträchtig; seit die speziellen Bedingungen einzelner Anbieter im Vergleich zu den erbringenden Leistungen durchgesickert sind, mußte schon mancher der damals strahlenden Verkäufer auf kompakten, sparsameren Kleinwagen :wave: umsteigen.

Wie versprochen, so gibts auch diesmal => exxxtra für Blogfreundin pueten´s :p Welt einen Blick hinter die Kulissen, und so sei an dieser Stelle eine Darstellung des Behandlungsbüro’s mitsamt des Doktor’s angefügt. :>>

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So verbleiben wir wie immer als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wenn einer eine Reise tut….

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„Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.“ Mit wenigen Worten hat Fjodor M. Dostojewskij so den Kern der Sache getroffen. Einige Landsleute von diesem bekannten Romanautoren werden diese Aussage wohl ihr Leben lang bestätigen können.
Für eine Familie aus Deutschland mit zwei Kindern sollte der Besuch bei den etwa 140 km südlich von Villarrica im Departement Caazapa wohnenden Eltern des Ehemannes einen lebensgefährlichen Abschluß finden…. :-/

Im Laufe eines Treffen unter Landsleuten kam es bei einer Meinungsverschiedenheit über die Backzutaten für Mürbeteigplätzchen zu Handgreiflichkeiten, und schnell befand sich ein Schneidwerkzeug „Made in Solingen“ in mindestens einer entschlossenen Hand. Drei der anwesenden Herren bekamen genau dies ab. >:-(
Was sich nun anschließen sollte, könnte einem Film entstammen, klingt aus dem Munde eines der Beteiligten allerdings authentischer als jeder abendfüllende Thriller:

Aufgrund der Verletzungen war hier starker Blutverlust zu konstatieren; ein in Deutschland erhältliches Chirurgie-Handbuch empfiehlt dabei „sofortigen Transport in die Klinik.“
Gute Idee – aber hier draussen…? 😐

Per Telefon wurden in Villarrica zwei Krankenwagen => mit je einem Arzt geordert.
Schnell wurde klar, daß sich die Fahrer weigerten, nach den 50 km Asphaltstraße den Teer zu verlassen und die restlichen 90 km auf unbefestigten Wegen zu fahren. Also wurde schnell ein Privatauto geordert, das die Verletzten bis zum Beginn der Straße bringen sollten, wo alle drei Opfer (einer davon der Täter) in die Krankenwagen zur ersten Behandlung und des weiteren Transportes wegen umsteigen sollten.

Neunzig Kilometer Erdstraße brauchen seine Zeit, doch die nächste Überraschung wartete beim Eintreffen am Asphalt: kein einziger Arzt wartete – nur der unerläßliche Fahrer des einzigen eingetroffenen Wagens verbrachte rauchend seine Zeit. :##

So mußte eines der stark blutenden Opfer mit dem Privatauto in die hiesige Klinik zur Versorgung gebracht werden. Immerhin ließ sich der Fahrpreis des Krankenwagens um 100tausend Guaranies auf 400tausend reduzieren….

Die gezeigte kleinere Wunde entspricht dem Einstich – leider war an dieser Stelle keine Behandlung des siebenmal durchbrochenen Dünndarmes möglich, und so mußte in einer Notoperation der Bauchraum geöffnet werden.

Krankenhaus

Der nachfolgenden Rechnung über 25 Millionen Guaranies für die Operation und Unterbringung im Krankenhaus ist gleichzeitig zu entnehmen, daß etwa zwei Liter Blut per Infusion übertragen wurden, um den Verlust auszugleichen.
Leider konnte dem im selben Krankenhaus behandelten Täter keine Zahlungsaufforderung zugestellt werden, da er es -wohl um Kosten zu sparen- vorzog, nächtlich ohne Abmeldung zu verduften. U-(

Glücklicherweise wurde drei Tage vor dem Abflug in Deutschland eine ADAC-Reiseversicherung abgeschlossen! So übernimmt die deutsche Gesellschaft die Kosten für den Business-Class-Rückflug des Mannes, der nur auf diese Art aufgrund der Verletzungen die Rückreise antreten kann.

Der Heilungsprozeß geht mittlerweile gut voran; unter Verwendung von täglich zu erneuernden Verbänden und einigen Medikamenten wird diese Familie Anfang November die Heimreise antreten können.

„Vom Gelde hängt Glück und Unglück ab“, stellte der deutsche Philosoph Stirner vor über 150 Jahren fest. Stimmt – besonders hier!
Noch dazu läßt sich feststellen, daß besagte Aktion auch aufgrund verläßlicher Freunde bei der schnellen Hilfe so „reibungslos“ ablief.

Und es wirft ein bezeichnendes Licht auf Grundstücke weitab der befestigten Wege; Einsamkeit vs. Nothilfe.
Bleibt zu hoffen, daß die Bemühungen der Justiz um Aufklärung nicht im Sande verlaufen…! >:-[

In keinem Fall soll diese Geschichte dazu dienen, Paraguay zu verteufeln; alle Details erscheinen hier mit ausdrücklicher Genehmigung der Familie. Vielleicht dient dies dazu, ein realistisches Bild fernab von dem verkaufsfördernden „alles Klasse, alles suuupi“ zu erstellen.
Und Zweifler können gerne weiterhin euphorisch über hochmoderne Gratis-Handy-Aktionen und goldene Ertragsergebnisse berichten. >:-[

Wer weiß, wann der nächste Besuch bei den Eltern anstehen wird – in jedem Fall wird dies Erlebnis wohl einige Zeit zum „setzen“ brauchen….

Wir wünschen der Familie alles Gute weiterhin!

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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