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Altes Haus, alter Mann, alter Flieger

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Ob der in filmischer Hinsicht oft als Rauhbein eingesetzte amerikanische Darsteller Lee Marvin geahnt hat, in welchem Maße die Realität des Jahres 2019 die cineastischen Vorspiegelungen zurücktreten lassen wird, dürfte für uns wohl unbeantwortbar bleiben; genauso, wie niemand Gründe angeben kann, warum sich die als Tätervolk deklarierten Besitzer der deutschen Lande so leicht von den einströmenden Asylkomparsen hinwegmessern lassen – und dennoch unbeirrt weiterhin Montag bis Freitag steuernzahlend und konsumheischend -bis Blut fließt- mitspielen…. 😦

Die nahezu täglich in Paraguay einströmenden Landsleute („…nur weg da drüben!“) scheinen analog in vielfältiger Weise das Gefühl der ersten Monate des Jahres 1961 bis zur innerdeutschen Grenzziehung wieder aufleben zu lassen; die mitgebrachten Vorstellungen über unser Binnenländle weichen jedoch oft von den tatsächlichen paraguayischen Gegebenheiten Menschen/Wirtschaft/Preise/Finanzen mehr oder weniger stark ab: sei´s drum; vielleicht sind einige zwischenzeilige Tip´s dieser Seiten etwas hilfreich… 🙂

Seit mehreren Monaten schon schafft fleißige hiesige Berichterstattung über Promi-Hochzeiten und Geburten vom Prominachwuchs es nicht, ein unbequemes Thema, welches den Zustand einer Grundschule beinhaltet, zu unterdrücken: dabei handelt es sich um ein knapp 100 Jahre altes hauptstädtisches Gebäude – einer der damals üblichen, säulengetragenen Flachbauten, dem man den Namen des Triple-Allianz- (erst späteren) Generals José Eduvigis Díaz verpaßte.
Unbestreitbar besitzt das Haus einen historischen Touch; fast kein Regisseur Hollywood´s besäße die Gabe, so etwas überzeugend neu für Filmaufnahmen zu gestalten. Allerdings ist diese Schule nicht für filmische Dramatik vorgesehen, sondern für die Bildung paraguayischer Kinder.
Mehrere Aufrufe in sozialen Netzen, die auf den mehr als Besorgnis erzeugenden Zustand hinwiesen, zeig(t)en nun Resultate: einstige Schüler dieser Bildungseinrichtung haben sich zusammengeschlossen, um „ihr“ Haus zu reparieren bzw. in einen gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen; da meist ausschließlich Verluste bei den Staatsverwaltungen gekonnt sozialisiert werden, sind auch bei dieser ehemaligen Schülergruppe finanzielle Grenzen im privaten Bereich sichtbar. Doch hier zunächst einige Bilder des Gebäudes:

   

Immerhin besteht die Möglichkeit, daß die zuständige Behörde die Prioritäten einfach vertauscht hat; könnte immerhin sein: dem Namensgeber José E. Díaz zumindest widmete man etwas mehr Interesse und damit -vermutlich..- auch etwas mehr Geld: pünktlich zum 150ten Todestag 2017 des Herrn Díaz sollte sein authentisch kopierter Sarg mit obligatorischer Sichtscheibe im Deckel der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein – selbstverständlich mit einem Double des nach einer Explosion mit anschließender Beinamputation nur noch halb vorhandenen Generals Díaz. Hat ja funktioniert….achja…da war noch die Schule, die stolz seinen Namen trägt…. 😦

Beim Stichwort Restaurierung folgt nun natürlich die aktuelle Bildauswahl vom letztgestalteten Diorama rund um den Polikarpov-2-Zweidecker: mit dem aufgebrachten Schneegestöber, durch welches fast komplett der Boden des Überfluggebietes bedeckt wurde, dürfte auch dieses eher kleinere Diorama abgeschlossen sein und der Start des größeren Projektes der Soleil Royal wird wie vorgesehen zum ersten März erfolgen.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
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Feuer frei!

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„Die aber ungläubig sind und Unsere Zeichen leugnen, die sollen Bewohner des Feuers sein; darin müssen sie bleiben.“
Der zweiten Sure des Koran entnommen, darf man vermuten, daß damit die Wärmeversorgung in den Wintermonaten für die ungläubige und längst lästig gewordene einheimische (deutsche) Bevölkerung gemeint ist… 🙂

Beim Namen Zdenek Burian wird leider nicht sehr vielen Zeitgenossen etwas einfallen; der Hinweis auf dessen Zeichnungen im Buch „Weltall, Erde, Mensch“ wird bei einigen denn wohl doch den längst abgeschafften Groschen fallen lassen: zu dessen 35ten Todestag sei damit an den genialen tschechischen Maler von Bildern prähistorischer Zeiten erinnert.

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Vermutlich hat es sich auch längst herumgesprochen, daß diese Darstellung NICHT den Lebensumständen in Paraguay entspricht – palmgedeckte Dächer wurden auch hierzulande längst modernisiert und gejagt wird in unserm Ländle auch anders. 🙂

Sonderbarerweise und im krassen Gegensatz dazu erregte kürzlich eine recht klein gehaltene Notiz in einer Zeitung etwas…Aufsehen:
um der in den letzten Tagen landesweit herrschenden winterlichen Kälte (und dem erst zur Hälfte fertiggestellten Unterrichtsraum..) etwas entgegensetzen zu können, etablierte der findige Lehrer im Bezirk Caazapá ein zünftiges Lagerfeuer im Klassenzimmer. 🙂
Mehr Romantik geht fast nicht..

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Glücklicherweise kam niemand auf die Idee, dies Feuerchen gleichzeitig zur üblichen Müllverbrennung zu nutzen. 🙂 Daß den Flammen aber einige der derzeit zirkulierenden Falschgeldblüten von 50tausend / 100tausender Scheinen übergeben wurden, wurde ebenfalls nicht gemeldet – ein reines Bildungsfeuerchen also….

Aus Zeitgründen heute etwas kürzer – dennoch verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Die Schule und das Model

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Ludwig 01

„Der Mensch soll lernen – nur die Ochsen büffeln.“ :.

…warum nur stößt man auf Zitate dieser Art so lange Jahre nach der Schulzeit..?
Aber als Schüler den Lernaufforderungen mit einem Kästner-Zitat zu kontern, wäre in früherem Lebensalter wohl auch etwas zu weit hergeholt gewesen… B)

Über das qualitativ breit gefächerte und von klingender Münze abhängige (wer hätte dies gedacht..) schulische Niveau Paraguay’s wurde schon an vielen Stellen heiss diskutiert; zu diesem Thema existieren nahezu alle Meinungen und daran anschließende Handlungsweisen vor allem landsmännischer Auswanderer mit Nachwuchs:
die Kinder werden an den hiesigen Schulen „gelassen“ oder dem Bildungssystem schnellstens wieder entrissen, um in letzterem Falle per möglichem computerunterstütztem deutsch/spanischem Fernstudium das nötige Wissen zu erwerben.
Oder die Auswanderung wird unterbrochen/rückgängig gemacht, um dem Sprößling in der alten Heimat Bildung angedeihen zu lassen.
Außer Frage steht, daß eines der Hauptprobleme in der Bildung der Lehrer besteht, und so mag an dieser Stelle ein übersetzter Artikel einer hiesigen Tageszeitung stehen, dem genug Aussagekraft zu bescheinigen ist…:

Nur 1% der Lehrer-Kandidaten hat bestanden…

Leider wird dieser Zustand noch einige Zeit weiterbestehen, da fachlich ausgebildete Lehrer bisher äußerst selten vom Himmel gefallen sind: mangelnde Konsequenz hingegen ist den schulischen Leerkörpern nicht vorzuwerfen – Streiks um Gehaltsforderungen finden in strengster Regelmäßigkeit statt und sind derzeit wieder in Aussicht gestellt

Sollte hingegen für zukünftige Generationen fachgerechtes und stilvolles Eiseimer-überschütten als ausreichende Bildungsstufe geplant sein, dürfte sich das genannte Problem einigermaßen in Luft auflösen…

Dennoch startet manche Karriere auch aufgrund anderer :p Bildungen; als Beweis für diese Behauptung mag Model & Moderatorin Maga Caballero :p gelten:

Der Querschläger, der bei einem kürzlich nächtens metallisch :-/ ausgetragenen Streit mit ihrem Lebensgefährten einen Unbeteiligten/Zuschauer traf, dürfte dem Verletzten (und dessen Anwälten..) einiges Geld einbringen…. 🙄

TV-Moderatorin schießt auf Taxifahrer…

Ludwig 03Ludwig

Für @ Brother am Bautag 64 die neuesten Bilder: …turaluralu…könnte sein, daß die Farblieferung erst in knapp 4 Wochen :`( ankommt; bis dahin bleiben noch kiloweise Kleinteile wie diese Blöcke fürs Rückholtau anzufertigen oder als Lockerungsübung die Großmarsplattform (2 Spieren waren leider gebrochen; das Material schien sowieso zu weich fürs spätere takeln & belegen..) neu zu gestalten: Plattenbauweise…wie üblich . B)
Stichwort Brooktau: soll man diese Legung glauben..??????????!!!!!!!!!????
8| 8| 8|

Santisima Trinidad 35Santisima Trinidad 36Santisima Trinidad 37
Santisima Trinidad 38Kanonen

Damit verbleiben wir auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica, Paraguay
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Viermal Zehn

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=> Um ehrlich zu sein: von den Erinnerungen an den ersten Schultag ist nichts mehr geblieben; die bei der Einschulung getragene „Fliege“ wurde -trotz elterlichem Protest- wegen des zu eng eingestellten Gummibandes schnell abgelegt, dem schokoladigen Inhalt der spitzen Tüten schnell der Garaus gemacht, und der beigefügte Matchbox-Lagonda (genau wie die „Fliege“..) über die vier Jahrzehnte sorgsam aufbewahrt – viele Jahre später sollte er einen brooklandsgrünen größeren Bruder :p bekommen…

Schulbeginn 02

Nur einige Tage voher gabs als Zugabe des absolvierten dreigruppigen und nun zu verlassenden Kindergartens eine Kutschfahrt für alle die, die nun ins staatlich-schulische System eingefügt wurden. Noch ❗ sind die meisten auf dem originalen Foto fröhlich und freuen sich auf die kommenden Zeiten; schon vor der folgenden Schulunterweisung können nur wenige ihre Finger und Zehen NICHT zusammenzählen…. 😳

Vor wenigen Tagen erst wurde dem damaligen, uns transportierenden Kutscheneigner zum mittlerweile 80ten Geburtstag :wave: gratuliert; schnell genug sollte jeder der damals teilnehmenden seinen Platz im Leben (selten jedoch weitab vom Standplatz der hölzernen Kutsche) 😐 zugegewiesen bekommen…
Erstaunlicherweise ist mir bisher kein Name der abgebildeten Schulkameraden, die fast alle demselben Wohnort entstammen, entfallen (…und NEIN – Verwandtschaftsbeziehungen bestehen NICHT..); acht Grundschuljahre hindurch kam man nur selten auf den Gedanken, eines Tages auseinander zu gehen zu müssen. 8|

Schulbeginn 01

Die ersten beiden Schuljahre fanden im benachbarten Ort, im ehemaligen Pfarrhaus statt, welches kurz nach dem Krieg in eine Schule umfunktioniert wurde; der benachbarte, friedvoll-steinbestandene Acker wird wohl für die meisten Schüler in späteren Jahren noch einige Bedeutung bekommen, kann man schon jetzt ahnungsvoll formulieren… :zz:

Rückblickend kann man sagen, waren die ersten Schuljahre eigentlich eine schöne Zeit… :yes:
Doch schon die Aufteilung 1981 auf verschiedene Schulen für die 9. & 10te Klasse trennte den 18köpfigen Haufen; spätestens die Lehrausbildung, im besonderen aber die Berufswahl (nicht jeder sieht die Steuerung eines ZT 300 nebst teilverschlossenem 10-Kubikmeter-Güllefass als Höhepunkt der beruflichen Karriereleiter..) ließ schnell und auch gern den ehemaligen Banknachbarn samt der anderen Kameraden in der Geborgenheit der einmal jährlich ein Erntefest veranstaltenden und im Winter in hohen Schneewehen versinkenden (Geburts-)örtlichkeit bei Spinnrad und Kienspänen zurück….

=> Okay – „Spinnrad & Kienspäne“ :>> :wave: übertreiben die damalige Situation arg – der Griff zur Taschenlampe erfolgte nur, wenn etwa ein Kettenfahrzeug des benachbarten Panzerbataillons samt dessen kyrillische Schriftzeichen bevorzugende Fahrer einen kabeltragenden Masten „erwischt“ hatten – aber bei „Freunden“ :## bekam man staatlich verordnet ein oder auch beide Augen (gegebenenfalls auch für längere Zeit) kräftig zugedrückt…

Endgültig „aus dem Leim“ ging die längst nur noch lose bestehende Verbindung -tränenlos & ohne Abschied- zu Beginn der 90er Jahre, bedingt durch den Wohnortwechsel aufgrund des Jobverlust’s: der Wochenendbesuch im Heimatort zum Ende der 90er Jahre ließ gruß- und blicklos ehemalige Schulkameraden aneinander vorübergehen; >:-( zu sehr unterschied sich der bisher zurückgelegte Lebensweg schon in äußerlichen (und völlig unwichtigen!) Dingen. 😮

Schulbeginn 03

Kurioserweise galt die Verlegung des Wohnsitzes nach „rüber“, verbunden mit der Annahme von Arbeit da zu Anfang der 90er Jahre in dem ländlichen Kreis der Herkunft fast als Flucht in ein unerhörtes Wagnis, welches, weil außerhalb der 500-Seelen-Grenze, fast automatisch zum scheitern verurteilt ist. 🙂 Kann aber auch klappen.. B) 😛 Sei’s drum!! 😛

Nun sind vierzig Jahre seit dem ersten Schultag vergangen: den meisten bietet sich bei einem Blick aus dem Fenster des Eigenheimes oder der Wohnung der Anblick des elterlichen Gartens samt gemeinsam genutzter Möhrenzeile und „Hollywoodschaukel“, während zweimal jährlich der Vorstand der freiwilligen Gemeinde-Feuerwehr „Alt & Jung!“ zum Ball mit böhmischer Blasmusik vom Band einlädt. XX(

Durch -unregelmäßig- eintreffende Nachrichten bekam man selbst hier mit, daß mittlerweile doch einige ehemalige (früh wieder geschiedene) Klassenkameraden nun auch untereinander verbandelt/verheiratet sind – und dennoch fand vor einem halben Jahr ein Klassentreffen statt: einigermaßen seltsam, wenn die letzte Begegnung der meisten erst zwei Zigarettenlängen her ist…. 8|

„Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden“, B) schrieb 1740 der Große Preusse Friedrich II., und so bleibt abschließend nur zu hoffen, daß alle einstigen Schulkameraden mit dem bisherigen eigenen Lebensweg zufrieden waren! …und auch den der anderen akzeptieren. :p :wave:
Immerhin wanderten die Hebräer vierzig Jahre durch die Wüste; unsere bisher zurückgelegte Wanderung gestaltete sich recht abwechslungsreich – die bisherigen Erlebnisse und Erfahrungen möchte keiner missen… :yes:

So verbleiben wir auch diesmal (nach einem eher Paraguay-fernen, aber doch persönlich wichtigen Thema..) wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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1000 Farben wünsch‘ ich mir…

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„Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht“, philosophierte schon vor vielen Jahrzehnten Schopenhauer und befand sich damit schon einen erheblichen Schritt weiter in seiner Beschreibung unserer Welt. B)

Aus Anlaß des bevorstehenden 200sten Geburtstages unseres Binnenlandes wurde heute die allen Anliegern wohlbekannte Schulwand am Eingang zu Villarrica neugestaltet.

Die unter ihrer Bierlast jahrelang leidenden Homer Simpson sowie sein befreundeter Kneipeninhaber Moe verschwanden nun unter der nächsten hellen Fondfarbe, um den hiesigen Frieden-, Freiheits- und Fortschrittssymbolen Platz zu machen.

Dazu wurde die Schule geleert und alle zum Dienst an Pinsel & Farbeimer rekrutiert. :)) Denn wenn das Lehramt den Heranwachsenden auf dem Weg ins spätere Leben was zu vergeben hat, dann ist es unter anderem (am allermeisten) eine gehörige Portion Nationalstolz.

Man stelle sich diese nach außen gebrachte Kreativität beispielsweise an der Lichtenberger Harnack-Oberschule vor: schon tagsüber ausgeführt undenkbar, die Mauern mit den Konterfeis etwa von Ernst Moritz Arndt, Preußens „Alten Fritz“ oder gar Ernst Udet zu versehen, wäre mit dieser staatsgefährdenden Aktion 88| Ermittler Knopp Stoff für weitere 20 Jahre geschichtsverdrechselnde Reportagen in die Hand gegeben, etwa über deutsche Beteiligung an der „Bounty“-Meuterei oder die sagenhafte Aufdeckung, daß Goethe in erster Linie als Generalfeldmarschall bei der Obersten Heeresleitung fungierte. :))

Doch nicht nur zu politischem Eigenzweck wurde die mannshohe Wand umgestaltet; maltechnisch zum Ausdruck kamen auch Lobpreisungen an das hiesige Kunsthandwerk und an die Harfe als Musikinstrument, die zwar nicht in Villarrica erfunden wurde, :)) jedoch traditionell sehr eng mit Villarrica verbunden ist und als wichtiger und beruhigender Klanglieferant der paraguayischen Musik gilt.

Damit dürfte erwiesen sein, daß auch die nächste Generation Villarrica’s mit Kleinkünstlern, Schildermalern und Zeichnern versorgt sein wird, die anhand von gelieferten Vorlagen ihren schlichten Lebensunterhalt bestreiten werden. 😐

Doch nun seien die neuen Bilder präsentiert, und somit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Mehr dazu auch auf unserem neuen Youtube-Kanal: ParaisoParaguay

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On the road again

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„Wenn Du in Indien wohnst, dann bist Du heilig“, 😐 behaupten nicht genannt werden zu wollende Landsleute.
So fügt es sich natürlich, daß wir an dieser Stelle der Weltmacht Indien zum 35ten Jahrestag der ersten Atombombenzündung XX( am 18ten Mai gratulieren, und wer würde schon deshalb das kürzlich gestellte französische Mitarbeiterangebot :## nicht nutzen, um nach dem Firmenumzug auf eben dem genannten friedliebenden Subkontinent – wenn auch bei 70% Lohn(-einbuße) – die glänzenden Zeiten weltweiter Globalisierung unter dem Zeichen der Gewinnprivatisierung sowie der Sozialisierung etwaiger Verluste am eigenen Leibe mitzuerleben – noch dazu im Jahre des 140ten Geburtstages des London-Studenten Gandhi? U-(

Schon seit erdenklichen Zeiten gab es Menschen, die durch Erziehung zuerst den Menschen und dadurch ihr Heimatland bessern wollten; am Beispiele Gandhis sieht man, mit welchem Argwohn meist ihrem Treiben entgegengewirkt wurde.
Und so wundert es eigentlich niemanden, daß auch in Paraguay oft eine Diskrepanz zwischen dem „Außenbild“ und der Wirklichkeit hinter den Kulissen betreffs des schulischen Lebens besteht. 😐

Wer hat in vergangenen Kindertagen nicht über die Streiche gelacht, die Herrn Busch’s „Max und Moritz“ mit Lehrer Lämpel betrieben, doch die im Vorwort zum vierten Streich stehenden Einleitungsworte gewinnen derzeit -zumindest hier- eine ganz andere Bedeutung:
„…Denn wer böse Streiche macht,
Gibt nicht auf den Lehrer acht.“ |-|

Während in der alten Heimat viele Firmenmitarbeiter zum angeblichen Erhalt ihres Jobs :DD mit stoischem Gleichmut ❗ die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld hinnehmen, füllen hier schnell spontane Protestaktionen von Beschäftigten die Straßen – in unserem Falle Lehrer, die teilweise seit mehreren Monaten ❗ auf ihre Gehaltszahlungen warten.
Dabei sollte man wissen, daß sie bisher vergeblich auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben eines Mindestlohns warten!

Noch dazu sollte Erwähnung finden, daß in letzter Zeit verstärkte Bestrebungen unternommen werden, wichtige Fragen betreffs der Erziehungspolitik auf die jeweiligen Ämter der Department-Verwaltungen abzuwälzen und damit den nächtlichdunklen Bereich des Münzen-, meist aber Scheineverschlingenden Schwammbodens auszuweiten.

Ein großteil der Lehrer......aller staatlicher Schulen Villarrica's.......sammelte sich gestern......am Ortsausgang......um gegen die geplante Dezentralisierung......und die Einhaltung von Mindestlohn-Zahlungen auch für Staatsangestellte......zu demonstrieren.

So bleibt -leider erwartungsgemäß- festzustellen, daß das Ergebnis der vorjährigen Märzwahl derzeit nur für die Füllung der Seufzerspalten in der einschlägigen Boulevardpresse sorgt und taugt; 😥 eintreffende Nachrichten über Protestaktionen gleicher Thematik aus anderen paraguayischen Städten scheinen aufzuzeigen, daß hier großer Handlungsbedarf besteht! U-(

„Es ist wichtiger, was ein Mensch durch die Schule wird, als was er darin lernt.“
Des deutschen Pädagogen Lauckhard’s Worten ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

Viele Grüße aus Villarrica – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Lehrer Lämpels Erben

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Als am 4ten Juni 1989 auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking Einheiten von Armee und Polizei die Besetzung des Platzes durch Studenten mittels rücksichtslosem Gebrauch von Schußwaffen beendet hatten, :no: traf zu diesen mehrfachen Morden nur einen Tag später aus der Hauptstadt der ehemaligen, sogenannten „dedeÄhr“ XX( ein Glückwunschschreiben, bestehend aus unbeKRENZtem Jubel ein. :##

In den seitdem neunzehn vergangenen Jahren hat sich scheinbar die ganze Welt verändert; unter dem wenigen, was gleichgeblieben ist, befinden sich immer noch staatliche und private Schulen, die die nächste Generation in ihrem jeweiligen Sinne erziehend auf den Schritt in die heutige Welt vorzubereiten versuchen. 😮

Zeit also, um ein weiteres Mal an dieser Stelle eine hiesige Schule vorzustellen, und so handelt es sich diesmal um das an der Ecke César Samaniego und Dra. Silvia Enciso gelegene und mit menonitischem Hintergrund betriebene private „Colegio Aleman Concordia“ in Asunción.

Das Hauptgebäude der Concordia-Schule in AsunciónHier der Klassenzimmer-FlügelAlles sehr sauber und ordentlich...DAS lädt richtig zum Lernen ein!Platz zum Toben ist auch da - besser als an vielen deutschen Schulen?!Die integrierte eigene Kirche......die sicher auch für viele Feierlichkeiten benutzt wird.

Zu der jährlich an diese Einrichtung zu entrichtenden Gebühr von einer Million Guaranies, worin Stifte, Farben, Hefte und weitere Arbeitsmaterialien enthalten sind, kommt alleine schon in den niedrigen Klassen noch die monatliche Zahlung von 560tausend Guaranies je Schüler dazu (höhere Klassen werden teuer). 😐

Wer dies alles bezahlen soll, will natürlich auch wissen, was dafür geboten wird: unterrichtet werden die Kinder in spanischer UND deutscher Sprache, und zwar in folgenden Fächern: Mathe, Deutsch, Spanisch, Musik, Naturwissenschaft und Kunsterziehung. Nicht zu vergessen natürlich Sport, Religion und die unvermeidliche Sozialkunde. :-/

Das ganze Objekt, in welchem seit 1975 die nächsten Generationen unterwiesen und geformt werden, wirkt sehr gepflegt; kein Vergleich mit den Lehranstalten zu Zeiten von Wilhelm Busch’s Lehrer Lämpel oder Charles Dicken’s „Dotheboy Hall“! 😡

Was immer mal wieder für die Schulen in der alten Heimat gefordert wird, ist hier am „Colegio Aleman“ bereits umgesetzt: die Schuluniform!
Kleines Preisbeispiel gefällig? Zwei T-Shirts, zwei Paar Socken, eine kurze Hose und ein Pullover schlagen zusammen mit dem Jogginganzug mit 190tausend Guaranies zu Buche; noch drei Bücher für je 60tausend 8| unter den Arm, und schon geht’s voller Motivation und Wissenshunger ab zur Schule!

Wobei Philipp Julius Rethmeyer anmerkt: „Das Leben die Schule, nicht die Schule das Leben.“ |-|

Fazit: Nicht ganz billig, doch immerhin eine gute Möglichkeit, die Sprößlinge außerhalb der alten Heimat unterrichten zu lassen!

Und damit verbleiben wir wie immer mit vielen Grüßen -diesmal auch an unsere geschätzte Chefreporterin Alexandra (Danke an Dich für die Fotos und Info’s!) von unserer Lokalredaktion in Asunción- als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

http://www.concordia.edu.py/aleman/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Tian%27anmen-Massaker

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