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Kultur in Holz & Papier

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„Mir ist wichtiger, daß meine Kinder keine A***löcher werden, als daß sie wissen, wie groß die Fläche unter der Parabel ist.“ 🙂
Auch das nun (real leider nicht..) erreichte Lebensalter samt dabei gesammelter Erfahrungen von 70 Jahren hätte Diether Krebs -in unseren Zeiten- wohl nicht als Grund oder/und Entschuldigung für seine Ansicht über Kindererziehung genügt, um kollisionsfrei an linksgrünaktuellen, sich Pädagogen nennenden Genderbeführwortern vorbeizukommen; vielleicht aber auch hätte selbiger Nachwuchs keine Bedenken mehr an schulischem Moscheenbesuch geäußert -wer könnte dies in Zeiten allgemein akzeptierten, innerparteiischen Fraktionszwanges- gerne und ohne größeres Aufsehen bei widerrechtlichen Abstimmungen- noch sagen….

Schnell aber wieder weg von politischen Themen und hin zu einer neuen Erkundung in unserm Städtchen Villarrica: genau da fiel vor einigen Tagen eine neu gestaltete Häuserfront samt Kulturschriftzug auf; zeitlich paßte damals ein Besuch nicht mehr zur nahezu vollbrachten Einkaufstour, und so mußte halt der nun auch schon ablaufende Mittwoch zu einer Besichtigung herhalten.

Das ganze wurde in einem Haus mit dem nun stolzen Alter von 117 Jahren eingerichtet; bis heute erhaltener privater Besitz hat eine wiederholte Etablierung von Universitätsfunktion (!) verhindert, das Gebäudeinnere in einem zauberhaften historischen Zustand erhalten und dazu in einem Teil der Räume -in einem anderen Teil residiert u.a. der spanische Vizekonsul- eine Kollektion von neu angefertigten Schnitzarbeiten, vorrangig im theologischen Bereich, installiert. Für unsere -derzeit noch- außerhalb lebenden Leser hier besagter Konsul im Bild:

Und für die mehr oder minder schon länger hier lebenden ist ein Besuch in diesem Hause wirklich informativ, erlangt man damit doch einen schönen Einblick in ein typisches paraguayisches Stadtgebäude vom Beginn des 20ten Jahrhunderts.

   

Die Umgestaltungsarbeiten in unserem Hause erreichen in den nächsten Tagen nun fast das Ende; Wand & Boden wurden nach einigen Debatten, Auseinandersetzungen und den unausbleiblichen Resetmomenten erfolgreich mit quadratischer Keramik belegt; die nächste Woche wird einiges (bohrendes) Arbeitsgerät -leihweise- von der Steamerwerft auf die Zimmerumbaustelle entführen, um die Inneneinrichtung im neu entstandenen Raume zu verteilen.

          

Beim Stichwort Steamer sollen die aktuellen Bilder am 70ten Tag nicht vorenthalten sein: da nähert sich die Konstruktion der bisher farbfreien Decksaufbauten ebenfalls dem Ende; derzeit steckt man da noch bei den unvermeidlichen Querverstrebungen des Passagierdecks; die nächsten Tage dürften die farbliche Gestaltung sowie die Befestigung des Ganzen auf dem Deck bringen, um die Decksbeplankung für die Füße der Mitreisenden anzulegen sowie nach Erreichung der erforderlichen Krümmung des Folgedecks auch den oberen „Decken“-teil zu beplanken.

Fast gleichzeitig traf in den letzten Tagen neuer privater Lesestoff ein; darunter Curzio Malapartes einst heftig umstrittener Roman „Die Haut“. Vom Vatikan bei Erscheinung 1949 auf den Index gesetzt, stellt das gelieferte Buch die 2te Auflage „Verlag Volk & Welt“ aus dem Jahre 1989 dar; sehr wahrscheinlich in früheren Jahren in Ostdeutschland nicht geduldet: man stelle sich vor – die ddr hat Bücher verboten oder zu unerwünschter Ware erklärt! Glücklicherweise liegen diese Zeiten längst hinter der Menschheit und es ist in heutigen Tagen leicht, den Kindern diese Vorgänge aus der ddr zu erklären. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit vielen Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Reglos seit 1500 Jahren

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„Immer radelt, immer reist,
daß nur keiner bleibe;
strampelt Euch das bißchen Geist
vollends aus dem Leibe!“ 😀

Dem Münchner Dichter Christian Morgenstern zufolge sollte man also hinterm Ofen bleiben – aber wenn es dazu dient, die Schaffung des Brüsseler wurzellosen Erasmus-„Plus“-Genderwesens nicht nur zu kritisieren (dazu wäre es wohl längst zu spät…), sondern auch zu verhindern, sei die Meinung gestattet… :p

Daß es auch außerhalb des entstehenden Brüsseler Neu-Nation-Großreiches :## noch reichlich „Welt“ gibt, davon sind glücklicherweise noch genug Menschen überzeugt. Deshalb freuen wir uns, an dieser Stelle Bilder zu präsentieren, die von einem schweizerischen Hotelgast im April auf der zu Chile gehörenden Osterinsel angefertigt wurden und mit dessen Genehmigung wir diese Aufnahmen, die mittels Fotoapparat entstanden, der auch das telefonieren ermöglicht, hier veröffentlichen dürfen. :p

Den meisten werden diese monumentalen Steinfiguren -auch ohne eigenes Erleben- bekannt sein; deren Enstehung, der Transport der tonnenschweren Kolosse sowie die Gründe für das abrupte Innehalten in dieser gestalterischen Kultur bleibt wohl ewiges Rätsel in der Geschichte…

So atmen diese einst bemalten Steine heute noch die Geschichte ihrer vermutlich anderthalb tausend Jahre Existenz aus – teils aufrecht stehend, teils gekippt…

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Die im vorigen Beitrag erwähnte umfangreiche Autoreparatur steht mittlerweile laut Angaben der Werkstatt kurz vor der Vollendung; der Motorzusammenbau wurde absolviert – doch dabei stellte sich die Undichtigkeit der Wasserpumpe heraus: an der unterhalb selbiger Pumpe gelegenen Bohrung zeigten sich Tropfen, die auf einen verschlissenen Simmerring deuten.
Dies macht einen Tausch unumgänglich; nach in den nächsten Tagen erfolgter Werkstatt-Probefahrt wird wohl auch die Rechnung vorliegen.. :-/
Als positiv lässt sich schon an dieser Stelle hervorheben, daß festgestellte weitere Schäden gemeldet wurden anstatt stillschweigend zu akzeptieren und damit weitere Schäden zu riskieren: leider ist uns gewohntes Mitdenken noch keine ortsübliche und alltägliche Handelsware. 😐

Damit verbleiben wir mit den besten Grüßen & Wünschen -ausdrücklich auch an die Bliesener Schlepperfreunde!- als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Sonntag: Kulturtag

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„Keinem Nüchternen wird es einfallen zu tanzen; es sei denn, er wäre verrückt.“
Von keinem geringeren als dem römischen Philosophen Cicero, der die zahlreichen Unruhen und Erhebungen am Ende seiner -ebenfalls diktatorischen- Republik erlebte, wurden diese Worte den nachkommenden Generationen überliefert. :.
Mittlerweile ist sein Rom wieder Teil eines Großreiches, und Senatoren & Politiker halten immer noch gern bedeutungsvolle Reden. Ob sich in den seither vergangenen zwei Jahrtausenden die paraguayischen Volkstänze sehr verändert haben, erscheint ungewiss; am vergangenen regnerischen Sonntag wurden selbige von folkloristisch gekleideten Damen im Rahmen eines vom hiesigen Rotary-Club ausgestalteten Festes im Villarricaner Stadion dargeboten.

Jedes Rotary-Mitglied (derzeit beispielsweise merggel, Wulff & vormals Pinochet) ist ja laut deren Statuten dazu angehalten, bei Beibehaltung hoher ethischer Grundsätze im Dienste der Gesellschaft zu stehen; bei dem Treffen im Stadion wurden an deren zahnrädrigem Stand weder Kugellager noch Schmierstoffe, sondern Getränke verkauft sowie typisch paraguayisches Essen angeboten. 🙂
=> Dazu gab es exclusiv für uns weiterführende Informationen betreffs der überdachten Halle: ursprünglich in den 70ern erbaut, überspannt die sichtbare Deckenkonstruktion seit einer Dekade etwa 60 m weit den Bau und galt zumindest damals als größte Dach-Spannweite dieser Konstruktionsart in Paraguay; vielleicht steckt hinter dieser Angabe allerdings etwas Lokalpatriotismus…. B)

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Für demnächst ist der Einbau von Parkettboden sowie eine stabile Bühne bewilligt; bleibt zu hoffen, daß diese Idee sowie die dafür veranschlagten zweitausend Millionen Guaranies ❗ den Machtwechsel in Villarrica überleben. :))

Als erwähnenswert soll noch angemerkt sein, daß überall sichtbare Löcher in den Dachplatten selbst an ein politisches Treffen einer langjährig residierenden Partei 💡 erinnern; dabei abgefeuerte Freudenschüsse gingen zwar durchs Dach, aber immerhin in kein lebendes Ziel und sichern so die ständige Durchlüftung & Befeuchtung des Rundbaus. :))

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Doch nicht nur Rotary, sondern ebenso die „Schönstätter“, „Villarrica Protector“, der „Lions-Club“ und „Arbonia-Umzug Riesa/Stribro“ XX( boten Essen & Trinken an; verschiedene hiesige Firmen steuerten dazu Preise für eine Tombola bei, um Gelder für gemeinnützige Aktionen zu sammeln.

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Was allerdings wäre solch eine sonntägliche Aktion ohne die traditionellen weiblichen Tanzdarbietungen mit anschließender Harfenbenutzung…?

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Und hier noch mit der Musik dazu :>> :>>

Somit wäre Cicero’s eingangs erwähnte Aussage mindestens relativiert, wenn nicht gar widerlegt, denn verrückt schienen die jungen Damen keineswegs zu sein. :p

„Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen“, behauptete der österreichische Dramatiker Nestroy; damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Zuschauen bevorzugt

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Hochzeit 15

„Sklaverei ist das Anwerben von Arbeitskräften auf Versorgungsbasis; heutzutage auf die Form der Ehe beschränkt.“ :))
Soweit, so gut. Was hier einem Handbuch von unumstößlichen Grundregeln der menschlichen Gesellschaft entnommen wurde, werden wohl Scharen von Ehepartnern beiderlei Geschlechts bestätigen können; ganz gleich, ob Schlosser, Dachdecker, Außenminister, Zeitungsverleger, Lehrer oder Kosmonaut. :.

Fast genau zwei Jahre ist es nun her, seit wir schon einmal einen Abend in dieser Kirche verbrachten; :wave: heute wie damals befindet sie sich immer noch im Herzen Villarrica’s, und ein weiteres Mal handelte es sich um die kirchliche Verpartnerung zweier sich Liebender.
Keine moderne, außenministerielle Verbindung galt es zu schaffen, sondern in althergebrachter Form wurden in feinem Zwirn steckende Angehörige, Verwandte & Freunde des Brautpaares zu Zeugen des kirchlichen „Ja!“-Wortes gemacht.

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Mehrmals untermalt von den landestypischen, harfigen Klängen des eigens bestellten Orchesters ging die offizielle freizügige, voreheliche Zeit dem offiziellen vorläufigen Ende entgegen.

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Den Worten des kirchlichen Würdenträgers zufolge resultiert das Wörtchen „Trauung“ aus dem Begriff der Treue; dieser Bezug bot sich bestens an, bei etwaiger -minimaler- Abweichung vom Pfade der Tugend an die leicht zu erreichenden, weil bevorstehenden Bußtage im Advent zu erinnern. :))

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Traditionell gilt in kirchlicher Hinsicht der Monat November als Phase der Besinnung; bei den Brautleuten hingegen keine Spur davon: => keinerlei letztmaliges Nachdenken, und auch keiner von beiden beschäftigte sich noch im letzten Moment „davor“ mit einer Fehlermöglichkeitsanalyse, etwaigen verdeckten Gesetzeslücken oder der geschäftlichen Haftbarmachung des Eheschließers bei einem späteren, nicht absehbaren ganzheitlichen Systemkollaps.
Freudig strahlend erreicht die 24jährige Braut Romina das oft gepriesene, niemals nicht kerkrige Ehe-Eiland und mit ihm die zwei neuen Söhne. U-(

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Nach vollzogenem Treueschwur umringten & gratulierten alle geladenen Gäste; die Seiten des Kirchenbuches wurden für’s nächste wartende Paar zurückgeblättert, und -aus sicherer Entfernung- ließ sich das auch hier übliche Werfen des Brautstraußes verfolgen: gezielt wurde auf die jüngere Schwester geworfen…… :p

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Bliebe zum heutigen Schluß noch folgenden Ausspruch unbekannter Herkunft anzuhängen:
„Eine Hochzeit ist ein Ereignis, eine Ehe eine Leistung.“ 8|

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Der geneigten Leserschaft eine schöne neue Woche wünscht Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Rot oder Blau?

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„Der Vorsichtige schreibt sein Versprechen auf eine Schiefertafel“, sagt eine mexikanische Weisheit. B)
Noch vorsichtiger scheint man hierzulande im wahrsten Sinne des Wortes zu verfahren: die buntschillernden Seifenblasen der Wahlversprechen gelangen -untermalt von stampfenden und schmetternden Klängen- keineswegs schriftlich festgehalten, sondern nur vertont und lautstark über die Hör-nerven zur wehrlosen Hirnrinde der Wahlberechtigten: große, ob der demnächst ebenso zu erwartenden blühenden Landschaften :p blumengeschmückte LKW’s, die vor allem die Konterfeis der zur Verfügung stehenden Volksvertreter präsentieren, stottern derzeit qualvoll bereitwillig Dezibelfreisetzend durch die hiesigen Strassen.

Inhaltlich liegen die Programme weit auseinander, und doch gleichen sie sich in vielem: meist an der fehlenden Umsetzungschance, dem unzureichenden Finanzierungskonzept oder an zahlenmäßig zu geringer moslemischer Bevölkerungsquote, um mit der Errichtung einer hiesigen Moschee der Silhouette Villarrica’s einen weiteren märchenhaften Aspekt hinzuzufügen und mit dieser bautechnischen Revolution die eigene Partei in den Regierungspalast zu hieven. B)

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Dabei wirkt unser Städtchen nun gegen Ende des Jahres 2010 schon ziemlich bunt: nicht nur oben erwähnte, überall präsente Wahlpropaganda reizt die Sehnerven, sondern immer mehr Plakate auch nichtpolitischer Veranstaltungen prägen das allgemeine Stadtbild.

Angekündigungen Tequilaumsatzfördernder Tanzveranstaltungen wechseln ab mit Auftrittsdrohungen auswärtiger Salsabands, während an der nächsten Ecke nicht Nante wartet, sondern eine nur virtuell geborenseinkönnende Blondine :p -nicht an allen Stellen plakativ flach- auch nachts mit weit offenen Augen für Brahma-Bier wirbt.

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Noch bis November werden uns die musikunterlegten Versprecher begleiten, hoffen wir, daß der dann gewählte völkische Vertreter das Beste machen wird aus der für das nächste Jahr angekündigten Nullstreich-Aktion der Landeswährung Guaranie…. U-(

Bleibt zum heutigen Schluß noch an den 160ten Jahrestag (21. Oktober) der Einführung der Passkarte in Deutschen Landen….wäre man seit damals nicht besser dabei geblieben..? 😳

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Jetzt gibt’s was auf die Ohren…..

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„Kultur ist schon lange nur noch der Versuch, den Niedergang der Kultur aufzuhalten“, stellt der Schweizer Theologe Markus Ronner fest.

Trotzdem lassen sich weltweit einige Unermüdliche nicht aufhalten, anhand vonwasauchimmer den Nachweis antreten zu wollen, daß sich der Mensch längst aus dem Tierreich erhoben habe…. :))

Dabei ist eigentlich unerheblich, ob die kulturelle Unterweisung in geschlossenen Kino-Räumen oder unter freiem Himmel beispielsweise in der Stuttgarter Schloßparkanlage stattfindet; meist ist es die gemeinsam erlebte Darbietung, die am nachhaltigsten wirkt. :.

Dazu findet gerade in diesen Tagen zum 30.ten Mal im hiesigen Villarrica das im ganzen Land bekannte „Festival de la Raza“ statt, mit wechselnden Thematisierungen.

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Nach der Wahl der diesjährigen Muse am 21.09. und der offiziellen Eröffnung des Festivals am 23.09. fanden im „Teatro Municipal“ unter anderem schon die „Nacht des Tanzes“ sowie der „Religiöse Abend“ statt.

Der heutige Abend war der Lyrik reserviert – die „Noche de poesía“ begann mit Texten & Reimen der geschliffeneren Art – z.B. mit der melodramatischen Weise in langen Versen über „Mein altes Mutterhaus“. B) :wave:

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Morgen folgt eine „Noche de teatro“ und noch bis zum 16.10. gibt es die alljährliche Ausstellung des Kunsthandwerks der Region zu bewundern.

Höhepunkt des Festivals -jedoch nicht dessen Abschluss- bildet wie jedes Jahr die „Noche Gigante“ – eine Marathon-Konzertnacht im hiesiegen Stadion Ycua Pyta mit sage und schreibe 11 teilnehmenden Bands!
Beginnend mit einer Homage an die „Freunde der Harfe“ und an den aus Villarrica stammenden Maestro Diego Sánchez Haase ist mit den Auftritten der Bands eher kaum vor Mitternacht zu rechen – wie gut daher, daß erst kürzlich talentierte Mitglieder einer der beteiligten Gruppen bei uns im Hotel-Restaurant ein nächtliches Probedebüt gaben. :p

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Die einzige Kartenvorverkaufsstelle für die „Noche Gigante“ findet sich übrigens in der Municipalidad.

Auch, wenn unser kleines Städtchen kulturell manchmal noch etwas unterversorgt erscheint, so ist genannte Veranstaltung doch jedes Jahr ein schöner Treff für Jung & Alt!

So verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – vor allem an die schweizerische Leserschaft B) :wave: als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Polaroid statt ORWO

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Fotoprofi Thomas Maschke erklärt im zweiten seiner sechs grundlegenden Tips das beste Fotowetter als Doppelpunkt IMMER. :.
Schon im dritten Tip geht es ums materielle: gute Objektive, viele Filme, eine robuste Tasche und ein (Tisch-)Stativ werden als unerläßlich angesehen. :.
Seit einigen Tagen und besonders seit gestern kann man dem rückhaltlos zustimmen!

Scheinbar wie verabredet gaben sich in den letzten Tagen bei uns freiberuflich bildaufnehmende und mittels RUK-Nummer registrierte Zeitgenossen wahrlich die Klinke in die Hand. Allerdings nicht, um uns langwierig über die bürokratische Erringung der steuerlichen Anmeldung zu Paraguay zu informieren, sondern die bekannterweise vielfältige Ausstattung war es, die auf Film gebannt werden sollte!

Dabei hatte sich die gestern eingetroffene Ikone der Innenphotographie schon längere Zeit angemeldet: der in Berlin lebende französische Meister Jean-Marc Tingaud benötigte beide geöffnete Flügel der Eingangstür, um sein Equipment in unseren Salon zu verfrachten.
Wehe der Hand, die an seine Taschen, Koffer oder gar Stative geriete! 😳 :no: :##
Davon ausgenommen war nur sein Begleiter – der Botschafter der Republik Frankreich ❗ in Paraguay, der sich mit im Gefolge befand! 8|

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Erst als die Fensterflügel ob des unbarmherzig hereinbrechenden Lichtes eilig geschlossen waren, wurden an ausgewählten Orten von Monsieur höchstpersönlich ❗ die Lichtmesser eingesetzt.
Von schneller Schnappschuß-Knipserei konnte keine Rede sein; sorgfältig wurden die Motive ausgewählt und von verschiedenen Seiten mit der Polaroid des Meisters anvisiert.

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Setzen wir an diese Stelle Thomas Maschkes Profi-Tip Nummer 5: => „Die beste Kamera? Ihre heißgeliebte eigene!“ Recht hat er! Und trotzdem wurde die heißgeliebte in einer gewagten Aktion samt Stativ auf die Theke platziert – so, als gäbe es mehrere, denen Liebesschwüre gesungen würden… 😮 88|

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Nach drei anstrengenden Stunden standen Monsieur Tingaud die Perlen auf der Stirn, und er schien genug Material gesammelt zu haben. Dieses soll mit weiteren -dann vergrößerten- Bildmotiven in seinem nächsten Bildband veröffentlicht werden, ähnlich der derzeit und bis zum 02.Oktober in der Hauptstadt Asunción gezeigten Ausstellung „Paysages d’intérieurs“; zu finden im Kulturzentrum „El Cabildo“, nähe Regierungspalast.

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Stellvertretend dazu seien hier Aufnahmen eines anderen, heimischen Künstlers angeführt, der schon am Wochenanfang seine ganz persönlichen Motiv-Favoriten bei uns fand und dem wir hiermit für seine Arbeiten recht herzlich danken!! :p :wave:

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Weitere tolle Fotos von D.H. kann man außerdem noch hier finden:
http://www.flickr.com/photos/24383793@N04/

Mehr zu Jean-Marc Tingaud, seiner aktuellen Ausstellung und seinem „Café Parisien“ gibt es hier:
http://www.ambafrance-py.org/france_paraguay/spip.php?article875
http://cafeparisien.over-blog.com/
http://www.houblon.net/?page=article&id_article=1125

Mehr über den französischen Botschafter seine Exzellenz M. Gilles Bienvenu:
http://www.ambafrance-py.org/france_paraguay/spip.php?article1

So wünschen wir der geneigten Leserschaft noch einen schönen Sonntag und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Feel blue??

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Ankündigung des Blues-Abends in Villarrica

Während sich auf der anderen Seite der Welt U-( ein dank modernster Überwachungstechnologie wohlbehütetes sorgenfreies Volk :yes: dem eifrigen Basteln von Bollerwagen für den Himmelfahrts-Ausflug in den Spreewald oder in die sächsische Schweiz widmen konnte, nahm der „Herrentag“ im hiesigen Villarrica einen anderen Abschluß: ohne aufdringliches Getummel der konkurrierenden städtischen Brauereien oder Destillieranstalten sorgten in der an diesem Abend frei zu betretenden „Casa de Juventud“ die vier Bandmitglieder der argentinischen „Rula y Los de la Esquina“ sowie der aus einer villarricanischen Musikerfamilie stammende bekannte Gustavo Sánchez-Haase für spektakuläre 120 Minuten, die dem farbigen Blues & seinen nebengelagerten vielfältigen „Kumpanen“ gewidmet waren. :yes: 😀

In der 'Casa de Juventud' ist alles fertig aufgebautAuch an Technick darf es nicht fehlenAber das wichtigste sind immer noch.......die passenden Instrumente.......die richtige Beleuchtung....

Was da dem Publikum teils an vorangestellten Worten, aber mehr noch in mitreißenden Musikthemen geboten wurde, war erste Güte: angefangen von etwas ruhigerem Zusammenspiel über lange Soli bis hin zum mitreißenden Countryblues wurde zwar den schlafsuchenden Pensionären in den umliegenden Häusern die Nacht um die Ohren gewickelt ;D , dafür aber dem anwesenden Publikum ein Genuß der besonderen Art geboten!

Kein Geschenk konnte besser zu den Festlichkeiten rund um den „Dia de la Independencia“ (15.05.) passen, als diese Aufführung des Bandleaders Gustavo Sánchez Haase und seiner Mitspieler. :p

...und natürlich die Musiker selbst.

Bei zum größten Teil in anerkennenswertem Englisch vorgetragenen Liedtexten, die von den Idolen Hooker, Waters und B.B. King „rübergezogen“ wurden, legte sich das Publikum suggestiv bei Gospel, Ragtime, Shuffle und Boogie mit in die Kurve und spendierte lautstarken Beifall auf mitreißende und packende Intonierungen – kein Zweifel, die berüchtigten 12 nachtschwarzen Takte nahmen Villarrica im Sturm. :yes:

Nach ein paar einleitenden Worten zur Entstehung des Blues......ging es auch schon los.Selbst die Kleinsten hörten begeistert mit!

Kein Bein des gemischten und sich im Laufe der Veranstaltung immer stärker vervielfältigenden Publikums blieb ruhig; selbst der Anzug des rüstigen Mittsechzigers in vorderster Reihe sollte ins rascheln ob der „neuen“ Klänge geraten!

Die Musiker gaben alles und das Publikum machte begeistert mit

=> Die zunächst noch für die leider anderweitig beschäftigten und an diesem Abend nicht erschienenen Presseleute :wave: reservierten ungepolsterten wackligen Holzstühle mit unterschiedlich langen Beinen 😛 fanden raschen Absatz – und selbst freigewordene Stehplätze waren hart umkämpft.

Leider viel zu selten im stark beworbenen und als Universitätsstadt :DD bezeichneten Villarrica finden Veranstaltungen dieser Art statt; kulturelle Darbietungen beginnen und enden noch zu oft beim traditionellen buntraschelnden Tüchertanz der Schulen zu chloroformierender Musik oder bei uniformierten Aufmärschen unter dem ewig wehendem rotweißblau der deutschen Exilinsel. 😐

Das Finale wurde eingeleitet durch stark an Gott Cash :>> erinnernde Klänge, deren Stampfen alle Anwesenden zu spontanen Ovationen hinriß und die Leute förmlich von den Sitzen zogen!

Stehende Ovationen für die Band zum Schluß

Jedem Zuschauer war beim verlassen des Jugendhauses die Freude über den gelungenen Abend anzusehen – diese 2 Stunden waren wirklich nicht vergeudet!

Die Marketing-Abteilung veräußerte nach dem abtreten der 5 die bisher drei erhältlichen CD’s aus der Supermercado-Tüte; ärgerlich, wer keine mehr bekam!

Nur wenig später sollte sich noch die Gelegenheit ergeben, mit den bejubelten Musikern nach dem Konzert zusammenzusitzen, und so wurde von erfahrener Hand die seit Jahren ungenutzt im Schrank lagernde Bodensee-Ukelele gestimmt und ihrer Bestimmung zugeführt… U-(

Nach dem Konzert fand in unserem 'Paraíso'......noch eine Privat-Session statt - Pressefreie Zone :-)Unser ganz privates Andenken an den tollen Abend!

Bleibt zu hoffen, daß diese Band nicht zum letzten Male ihr Handwerk hier in Paraguay ausübte!

Mit vielen Grüßen und der Hoffnung auf baldige Heilung für alle, die von Lohnverzicht :crazy: :crazy: :crazy: befallen wurden, verbleiben wir wie immer als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Mehr zur Band „Rula y los de la esquina“ unter: http://www.rulablues.com.ar/
Mehr zur Familie Sanchéz Haase unter: http://sanchezhaase.com/ und hier: http://www.hispaniaclasica.com/Artists_eng/Sanchez%20Haase_Eng_07.html
Mehr zum „wohlbehüteten Volk“ unter: http://dubistterrorist.de/

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