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Charles, Yennis & der alte Russe

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„Ich habe lange genug versucht, die Menschen zu verstehen. Es ist mir nicht gelungen.“ 🙂
Leider ist es ausschließlich posthum möglich, Charles Bronson zum 97ten zu gratulieren; mühelos paßt seine Aussage übrigens auch auf das aktuelle Wahlverhalten in der neu eroberten vorislamischen Staatsform auf ehemals deutschem Boden: höchst unverständlich, daß der inszenierte Völkermord an der eigenen Volksgemeinschaft angesichts des bevorstehenden vorweihnachtlichen 12hundert-PS-Neuwagenkaufs in den Hintergrund tritt und damit die von der Politjunta gewünschte Absolution und paradoxerweise gleichzeitig starkes Desinteresse an diesen Dingen erfährt …

Schon schwer genug, zu verstehen, aus welchem Grund -auf „unsrem“ Kontinent- sich eine leichtbekleidete Dame mitten auf eine Strasse nahe der Stadt Luque, gefährlich nahe an fließendem Verkehr und scharf an der Schnittstelle zu einem Schlagloch von Ausmaßen eines Tagebaus stellt..?
Eines muß man den Inhabern unseres Binnenlandes ja lassen: Phantasie, um die Verantwortlichen auf den allgemeinen Strassenzustand aufmerksam zu machen, haben die Anwohner – leider verfliegen die meisten diesbezüglichen Aktionen -genauso wie ein Resultat ausbleibt- mit dem letzten Foto-Klicken der bildgebenden Handy´s; stark anzunehmen, daß die Präsenz von Model Yennis Olmedo ebenso im -leider nicht Schlagloch füllenden- Sande verlaufen wird. Aber mal auf sich aufmerksam gemacht…


Der Vollständigkeit halber seien Bilder besagter Dame ganz ohne Strassenflair zugegeben.. 🙂


Davon ausgehend, daß Sie schon auf den ersten Blick die tolle Strickmode an Yennis bemerkten und bewunderten, sollte an dieser Stelle auf die am Wochenende beginnende Ao-Po`i-Modeausstellung im benachbarten Yataity hingewiesen werden: bis elften elften bewegt sich hier alles um die paraguayische traditionsreiche Stickmode inclusive der unvermeidlichen, schier dazugehörigen Tänze…

Beginnend bei Kindermode, wird auf dem Ausstellungsgelände eine große Palette an allumfassender menschlicher Bekleidung angeboten werden – mehrfarbige Leinengewandung für mitten im Leben stehende Zeitgenossen genauso wie vorsichtige Farbgebung für Genesende – und wie soll´s anders sein: auch hier wirds in den nächsten Tagen eine gekrönte Leinwandkönigin mehr geben: deshalb an dieser Stelle Miss Ao-Po`ì-Vorjahr:

…..sorry…falsches Bild – jetzt aber das richtige…aufgenommen nach der vorjährigen Preisverleihung..:)

Und bevor dies Jahr sich nun dem generalstreikfreien Ende nähert, schnell noch das unvermeidlich letzte Diorama begonnen – eher ist ja keine Ruhe: diesmal handelt es sich um den russischen Zweidecker Polikarpow 2 im tschechischen Maßstab 1:72:
Mitte 1988 zum ersten Male zusammengesetzt, soll nun eine umfassende Rekonstruktion mit passendem Diorama, basierend auf dem vorhandenen Schnee-Rest vorgenommen werden: kann allerdings einige Zeit dauern, da zumindest eine erforderliche Farbe importiert werden muß… 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
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Klamotten für Frauen/Catering für Männer….

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„Denn wenn ein Staat stürzt, so stürzen auch seine Gesetze.“
Zugegeben: in heutiger Zeit  (..wenn überhaupt..) gehaltene Tischreden enthalten besser keine Anspielungen – im Jahre 2017 (in dem Land, in dem die prähistorischen Mathematiker und Raketentechniker gut und gerne leben) u.a. aus Furcht vor Denunziation/gesellschaftlicher Demontage – zu politischen Tatsachen und beinhalten in höherem Maße wieder sinnfreien, aber immerhin zotigen Charakter; zudem trägt die einleitende These des großen Eislebener´s Martin Luther ihre 500 Jahre auf dem Buckel: und sogar auf der Bundesligawebseite findet sich keine Verlinkung dazu…kann also alles nicht soo schlimm sein. 🙂

Deshalb – schnell den Sprung ins südamerikanische Binnenländle getan: da fand im paraguayischen Villarrica vergangenen Samstag ab 19 Uhr (pünktlich!) 🙂 die Eröffnung einer Ao-Po’i-Galerie statt.
Generell gilt ja „unsere“ Gegend als Zentrum der tradionellen Leinenklamotten samt deren kunstvoller Bestickung.
Wie schon einige Male an dieser Stelle erwähnt und beschrieben, sind in den uns benachbarten Ortschaften ganze Familien damit beschäftigt, gelieferten Bekleidungsstücken ihre unverkennbaren filigranen Muster mit Nadel und Faden zu verpassen; die Initiatoren besagter Ausstellung liefern derzeit diese leichten Leinensachen erfolgreich nicht nur an Filialen in „die Staaten“ sondern auch bis in die Schweiz.

  

Doch zurück zur Ausstellung: selbige begann mit den unvermeidlichen, schulterklopfenden Dankesreden für geleistete Arbeit und besten Wünschen für die Zukunft: schnell sei aber angefügt, daß bei dieser Gelegenheit auch den persönlich anwesenden Starnäherinnen gedankt und applaudiert wurde; ein kurzer Film zeigte die Frauen bei ihrer Arbeit zuhause.
Dazu gabs einen kurzen Lebenslauf, der auf größeren Tafeln der anwesenden Gästeschar kundgetan wurde; so war zu erfahren, daß eine der Näherinnen noch im stolzen Alter von 96 Jahren, eine andere mit immerhin noch 91 Jahren die Nadel schwenken..

    

Und ziemlich nah am „westlichen“ Vorbild wurden zeitgerafft die bei Besuchern allseits beliebten Häppchen & Getränke gereicht; bei solch süßem Cateringservice gelang es schwer, das Interesse auf die an den Wänden des Ausstellungsraumes angebrachten Ao-Po’i-Muster zu richten – dennoch seien die wichtigsten, weil häufig verwendeten Muster hier vorgestellt.:

                    

Den Aussagen der Aussteller zufolge soll dieser Raum hinter dem offiziellen Verkaufsraum in Villarrica´s Innenstadt ständig geöffnet sein; abwarten/beeilen… 🙂

Am 153ten Tag auf der Steamerwerft entstanden zwischenzeitlich beide, bisher farblich nicht behandelte Haltevorrichtungen der Bugscheinwerfer. Weitere, im Bausatz nicht enthaltene Teile werden derzeit auf die Reise geschickt; also müssen andere Arbeiten vorgezogen erledigt werden – diesmal „trifft´s“ die vorderen Lademasten, deren konischer Schliff in den nächsten Tagen vorgenommen wird…Aber der generelle aktuelle Überblick stellt eigentlich zufrieden…. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Bunt & laut

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Kunst 01

„Niemand auf der Welt bekommt soviel dummes Zeug zu hören wie die Bilder in einem Museum.“ B)

Ich war von Anfang an skeptisch; nicht, daß ich die hiesige Künstlerszene schlecht machen will: aber irgendwann ist’s genug mit querformatigen farbprächtigen Gemälden, die lachende Harfenspieler darstellen, und genug hochrädrige leere Lastkarren neben Strohhütten, hinter denen zufällig just im Moment des malens die Sonne untergeht, dürfte man der längst respektlos gähnenden Umwelt ebenfalls präsentiert haben: dennoch wagte die pinselschwingende Zunft, in einem neuerlichen Gratiszutrittversuch ein weiteres Mal staunenden Zuschauern „Ahhh’s!“ und „Ohhh’s!“ abzufiltern.

Dazu bediente man sich listigerweise einem harfenzupfenden Orchester, welches ab 21 Uhr zum Beginn der Ausstellung kräftig die Saiten zu inländischen Melodien durch die weit offen stehenden Fenster auf den regennassen Bürgersteig rausgoß. Zugegeben – auch nix neues; als neu ließe sich vielleicht dennoch die Lautstärke einstufen…
Aber nur wenige Tage vorm 100ten Geburtstag des „Centro Español“ am 27. Juni darf man denn doch wohl mal etwas die Zügel locker lassen…

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Und da man bei unter zehn ausgestellten Bildern schnell „durch“ ist und bei mehrfarbig gezeichneten Bildern immer die Gefahr besteht, daß man plötzlich und unerwartet mitten in den Farben und Motiven noch etwas anderes entdeckt, kehrten die meisten Zuschauer -vielleicht etwas verunsichert- schnell den Leinwänden den Rücken und wandten die Aufmerksamkeit ungeteilt den traditionellen, schon erwähnten fünfzigjährigen Harfenklängen -ohne Neuerungen- zu. :p

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Und da in unseren Tagen kein Treffen ohne Fotoklick-Geräusche mehr auskommen sollte, ging der geneigte Besucher im Anschluß nach dem Saitengewimmer rasch in den Selfiemachmodus über: nur die Wandlung vom Zu-schauer in einen Zu-hörer war fast noch schneller erfolgt. Gruppenbild mit Harfe rechts, Gruppenbild mit zwei Harfen links; zwei Personen liegend, Frauen vorn, Frauen hinten: erstaunlich, welche wichtigen fotografischen Bildkompositionen für die Nachwelt sich bei etwa 40 Personen ergeben können…

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Sogar dieser 10 %-Vernissage mit 105 %-Klangrahmen wurde ein kulinarischer Schlußpunkt versetzt: Schnitzelwürfel und unübertreffliche Dyckerhoff-Gebäckkringel, vielsagend nahe der Tür serviert, setzten eine Stunde später dem ganzen ein Ende; die Instrumente waren verpackt, und einige Bilder längst fortgeschleppt – die Akku’s der meisten Schnurlostelefone befanden sich aller Wahrscheinlichkeit längst im Low-Battery-Modus aufgrund des Blitzlichtgewitters…wozu also noch länger bleiben…? >:-(

Dafür schmücken im Eingangsbereich zahlreiche schwarz-weiß-Portraits von Schönheitsköniginnen der letzten 40 Jahre die Wände; zahlreiche, auch heute bekannte Namen sind darunter: aber wer wird die heutigen Damen nach Bildern von vorgestern fragen..? 8| :>>

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Kunst 02

…kleiner Nachtrag: Bereicherndes Feuer :. :wave:

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Kunst um Beton

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Einladung Ausstellung

„Geschichte ist wenig mehr als ein Bild der menschlichen Untaten und Unglücke.“ :.

Zum 320ten Geburtstag des französischen Philosophen Voltaire mag man eingangs erwähnter Aussage zustimmen oder in der alten Heimat die Augen auf dem Weg in die gesinnungsüberwachte Plutokratie verschließen; ein Vierteljahrhundert nach dem Bruch von Ulbrichts 160 km langem innerdeutschem Teilungsbau rief die in Asunción ansässige deutsche Botschaft der brd-GmbH zu einem Wettbewerb um künstlerische Darstellung anläßlich des Falles erwähnten Gemäuers auf: trotz mittlerweile nahezu sechs Billionen Staatsschulden via Bürgschaften in alle Welt dreht sich -auch international- das deutsche Unterhaltungskarussell bunt und ungebremst weiter und verweist dabei schier endlos auf die VORIGE Diktatur :yes:

Dennoch wurde auch aus unserem Hause ein Beitrag dazu eingereicht; in bewährter Manier in Schwarz & Gold angefertigt, erschließen sich dem aufmerksamen Betrachter bei näherem Hinsehen u.a. mitten im Bild verschiedene Datumsangaben, die mit der Lebensdauer dieses Betonwerkes zusammenhängen; so deuten die 138 Blätter des Baumes auf die „offizielle“ Zahl der bei Fluchtversuchen getöteten Menschen hin; tatsächlich liegt diese Zahl weitaus höher: diese spezielle Rechenart ähnelt derjenigen, die bei der Festlegung der (deutschen) Opferzahlen in den Dresdener alliierten Bombennächten Verwendung findet.

Ausstellung 31

Kurz und gut – bei der Preisverleihung vergangenen Dienstag wurden unter den 26 für die Ausstellung ausgewählten Werken drei (Geld-)Preise sowie ein Ehrenpreis an einheimische Gestalter verliehen, und für gezeigtes Werk gab’s ebenfalls eine Ehrenpreis-Ausschüttung: GRATULATION!!!!
*****darf ich jetzt meine Weihnachtsbestell-Liste abgeben..? ***** :p

Hier nun die prämierten Werke: 1., 2., 3. sowie 2. Ehrenpreis und danach einige Werke weiterer Teilnehmer:

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Die Ausstellung läuft noch bis Ende dieser Woche; gleichzeitig wird im selben Goethe-Zentrum eine gut bebilderte Chronologie der entscheidenden Umsturztage im Herbst ’89 gezeigt; hinterm Empfangstisch hängt das bekannte Sprungbild von Conrad Schumann, Ecke Bernauer Strasse vom 15. August ’61: leider nicht zu verkaufen… 😥

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Tag 119: für @ Brother hier endlich wieder Bilder; das Oberdeck steht -nach der Fertigstellung des Nagelmusters- kurz vorm aufsetzen; diesmal muß aufgrund der großen Aussparung die Tragekonstruktion VOR den Pfortenreeps ‚rein.
Die 3 Hauptspanten reichen nur bis unters Oberdeck; recht ungewöhnlich, aber glauben wir diesmal Occre. :)):))
Anschließend bekommt das Schanzkleid seine Innenverkleidung und wird nach der Installation das Dagegenlümmeln der nächsten 4, kleineren Geschütze ertragen müssen.. :))

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Neue Meister

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Galerie 015

„Frauen oder Gemälde sollte man nicht bei Kerzenlicht beurteilen.“ :.
Um diesem Ausspruch -vorgeblich venezianischer Herkunft- zumindest betreffs der gerahmten Werke gerecht zu werden, sollte der Weg zu der kleinen Galerie, welche Bilder einheimischer Künstler veräußert, unter heller Mittagssonne erfolgen.
Seit längerem schon war dies geplant, aber die Zeit…die Zeit.. :`(

Zumeist sind es Stilleben, welche die obligatorischen Blumen in rundlichem Glas oder irdener Vase sowie die ländliche Stille und Gelassenheit zeigen, oder die beweisen sollen, daß am Abend zuvor noch ZWEI Boote vor dem kleinen Haus am See festgemacht waren. 😐

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=> Im Amsterdamer „Tollebeek’s Universaal-Lexicon“ von 1863 finden wir dazu auf Seite 234 unten einen interessanten Verweis auf einst beliebte sogenannte „Raucher-Stilleben“ mit der Darstellung eines tabakrauchenden und streitenden Bauern; dieses Motiv allerdings würde nun wenig in unser kleines Städtchen mit seinen eher nichtraucherfreundlichen Bewohnern passen… 😮

Das ungewöhnliche an diesem Unternehmen ist der Hauskatalog, der bei unserem Besuch leider „außer Haus“ war: in einer Kladde sind unterschiedliche Motivrichtungen verschiedener Künstler vorgegeben, welche sich die potentiellen Kunden eben zuhause aussuchen können: paßt „Calla im Glas“ eher zu den Möbeln oder nehme ich lieber doch den „Leuchtturm am Kreidefelsen“?

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Noch nicht mal soo teuer, der ganze Spaß – das gezeigte dreiteilige Bild kostet -gerahmt wie zu sehen- etwas über 500tausend Guaranies!
Also dient das besuchte Ladenlokal ebenfalls als Abholzentrum bestellter Kunstwerke und garantiert somit ständig wechselndes Schaufenster.

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Ob die hier ebenso erhältlichen christlichen Motive eine Option für’s bevorstehende Osterfest sind oder einen Hinweis auf am besten verkäufliche Ware darstellen, ist auf die Schnelle nicht zu erkunden.

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Trotzdem werden hier schöne Arbeiten angeboten, die weit weg sind etwa von der töpfernden Massenproduktion vom Ufer des Ypacarai-See’s….

Übrigens kann sich jeder Kunde den passenden Rahmen für „sein“ Werk aussuchen; ob pompös oder schlicht, sollte vom Motiv abhängig sein. U-( Doch auch für’s großformatige Erinnerungsphoto frischgebackener Ehepaare oder selbiges, welches die strahlende Familie kurz nach Oma’s Testamentsänderung zeigt, läßt sich hier sicher eine stimmige Umrahmung finden! B)

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Ein schöner, hell gestalteter Laden, in dem sich ein Besuch lohnt, und ein Lichtstrahl der Hoffnung, daß es für einige Leute noch etwas anderes gibt außer Brahma, Moto & Cellular…. :`(

Galerie 009

Und passend zum hoffentlich weiterandauernden konsequenten E-10-Boykott in der alten Heimat hier die aktuellen Spritpreise an der hiesigen „Petrobras“-Tanke; zugrundegelegt wird der heutige Umrechnungssatz von 5.800,- Gs : 1,- Kunsttaler.

Galerie 017

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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1000 Farben wünsch‘ ich mir…

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„Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht“, philosophierte schon vor vielen Jahrzehnten Schopenhauer und befand sich damit schon einen erheblichen Schritt weiter in seiner Beschreibung unserer Welt. B)

Aus Anlaß des bevorstehenden 200sten Geburtstages unseres Binnenlandes wurde heute die allen Anliegern wohlbekannte Schulwand am Eingang zu Villarrica neugestaltet.

Die unter ihrer Bierlast jahrelang leidenden Homer Simpson sowie sein befreundeter Kneipeninhaber Moe verschwanden nun unter der nächsten hellen Fondfarbe, um den hiesigen Frieden-, Freiheits- und Fortschrittssymbolen Platz zu machen.

Dazu wurde die Schule geleert und alle zum Dienst an Pinsel & Farbeimer rekrutiert. :)) Denn wenn das Lehramt den Heranwachsenden auf dem Weg ins spätere Leben was zu vergeben hat, dann ist es unter anderem (am allermeisten) eine gehörige Portion Nationalstolz.

Man stelle sich diese nach außen gebrachte Kreativität beispielsweise an der Lichtenberger Harnack-Oberschule vor: schon tagsüber ausgeführt undenkbar, die Mauern mit den Konterfeis etwa von Ernst Moritz Arndt, Preußens „Alten Fritz“ oder gar Ernst Udet zu versehen, wäre mit dieser staatsgefährdenden Aktion 88| Ermittler Knopp Stoff für weitere 20 Jahre geschichtsverdrechselnde Reportagen in die Hand gegeben, etwa über deutsche Beteiligung an der „Bounty“-Meuterei oder die sagenhafte Aufdeckung, daß Goethe in erster Linie als Generalfeldmarschall bei der Obersten Heeresleitung fungierte. :))

Doch nicht nur zu politischem Eigenzweck wurde die mannshohe Wand umgestaltet; maltechnisch zum Ausdruck kamen auch Lobpreisungen an das hiesige Kunsthandwerk und an die Harfe als Musikinstrument, die zwar nicht in Villarrica erfunden wurde, :)) jedoch traditionell sehr eng mit Villarrica verbunden ist und als wichtiger und beruhigender Klanglieferant der paraguayischen Musik gilt.

Damit dürfte erwiesen sein, daß auch die nächste Generation Villarrica’s mit Kleinkünstlern, Schildermalern und Zeichnern versorgt sein wird, die anhand von gelieferten Vorlagen ihren schlichten Lebensunterhalt bestreiten werden. 😐

Doch nun seien die neuen Bilder präsentiert, und somit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Mehr dazu auch auf unserem neuen Youtube-Kanal: ParaisoParaguay

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Mehr als ein Foto…

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„Die Weltgeschichte…hat bisher noch jedes Kapitel der Selbstüberhebung mit einem bestrafenden Schluß versehen und diesen Akt für spätere Geschlechter in der ernsten, eindringlichen Sprache der Ruinen aufbewahrt.“ :`(

Passend zu diesen Worten Karl May’s erreichte uns zum Beginn des Wochenendes ein Originalfoto aus des Dichters sächsischen Heimat, welches die Ruine der Dresdener Frauenkirche 1952, sieben Jahre nach ihrer sinnlosen Zerstörung zeigt.
Vor wenigen Wochen im bekannten weltweiten Auktionshaus erworben, brachten es uns liebe Gäste aus Deutschland mit – wofür wir uns auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken! :yes:
Fotografisch vergrößert wird demnächst dieser seltene Schnappschuß einen besonderen Platz in unserer beliebten und inzwischen auch landesweit bekannten „Dauerausstellung“ einnehmen.

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Unter Zuhilfenahme eines Freundesdienstes gelang es uns -unterstützt von einem Fotoprofi aus der Nähe von Kaiserslautern- ab dem Jahr 2000, bis zu unserer Auswanderung ’05 jährlich einmal offiziell über die damalige Baustelle der Frauenkirche geführt zu werden und so die Stufen ihres Wiederaufbaus vor Ort nah zu erleben. Unglaublich, wozu Menschen sowohl in der Zerstörung als auch bei der Rekonstruktion fähig sind….. 😮

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Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Polaroid statt ORWO

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Fotoprofi Thomas Maschke erklärt im zweiten seiner sechs grundlegenden Tips das beste Fotowetter als Doppelpunkt IMMER. :.
Schon im dritten Tip geht es ums materielle: gute Objektive, viele Filme, eine robuste Tasche und ein (Tisch-)Stativ werden als unerläßlich angesehen. :.
Seit einigen Tagen und besonders seit gestern kann man dem rückhaltlos zustimmen!

Scheinbar wie verabredet gaben sich in den letzten Tagen bei uns freiberuflich bildaufnehmende und mittels RUK-Nummer registrierte Zeitgenossen wahrlich die Klinke in die Hand. Allerdings nicht, um uns langwierig über die bürokratische Erringung der steuerlichen Anmeldung zu Paraguay zu informieren, sondern die bekannterweise vielfältige Ausstattung war es, die auf Film gebannt werden sollte!

Dabei hatte sich die gestern eingetroffene Ikone der Innenphotographie schon längere Zeit angemeldet: der in Berlin lebende französische Meister Jean-Marc Tingaud benötigte beide geöffnete Flügel der Eingangstür, um sein Equipment in unseren Salon zu verfrachten.
Wehe der Hand, die an seine Taschen, Koffer oder gar Stative geriete! 😳 :no: :##
Davon ausgenommen war nur sein Begleiter – der Botschafter der Republik Frankreich ❗ in Paraguay, der sich mit im Gefolge befand! 8|

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Erst als die Fensterflügel ob des unbarmherzig hereinbrechenden Lichtes eilig geschlossen waren, wurden an ausgewählten Orten von Monsieur höchstpersönlich ❗ die Lichtmesser eingesetzt.
Von schneller Schnappschuß-Knipserei konnte keine Rede sein; sorgfältig wurden die Motive ausgewählt und von verschiedenen Seiten mit der Polaroid des Meisters anvisiert.

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Setzen wir an diese Stelle Thomas Maschkes Profi-Tip Nummer 5: => „Die beste Kamera? Ihre heißgeliebte eigene!“ Recht hat er! Und trotzdem wurde die heißgeliebte in einer gewagten Aktion samt Stativ auf die Theke platziert – so, als gäbe es mehrere, denen Liebesschwüre gesungen würden… 😮 88|

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Nach drei anstrengenden Stunden standen Monsieur Tingaud die Perlen auf der Stirn, und er schien genug Material gesammelt zu haben. Dieses soll mit weiteren -dann vergrößerten- Bildmotiven in seinem nächsten Bildband veröffentlicht werden, ähnlich der derzeit und bis zum 02.Oktober in der Hauptstadt Asunción gezeigten Ausstellung „Paysages d’intérieurs“; zu finden im Kulturzentrum „El Cabildo“, nähe Regierungspalast.

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Stellvertretend dazu seien hier Aufnahmen eines anderen, heimischen Künstlers angeführt, der schon am Wochenanfang seine ganz persönlichen Motiv-Favoriten bei uns fand und dem wir hiermit für seine Arbeiten recht herzlich danken!! :p :wave:

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Weitere tolle Fotos von D.H. kann man außerdem noch hier finden:
http://www.flickr.com/photos/24383793@N04/

Mehr zu Jean-Marc Tingaud, seiner aktuellen Ausstellung und seinem „Café Parisien“ gibt es hier:
http://www.ambafrance-py.org/france_paraguay/spip.php?article875
http://cafeparisien.over-blog.com/
http://www.houblon.net/?page=article&id_article=1125

Mehr über den französischen Botschafter seine Exzellenz M. Gilles Bienvenu:
http://www.ambafrance-py.org/france_paraguay/spip.php?article1

So wünschen wir der geneigten Leserschaft noch einen schönen Sonntag und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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