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Stahl, Holz, Murks….

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Der 31te März jeden Jahres steht in Titanic-Fankreisen für die erfolgte Kiellegung des später so berühmten englischen Schiffes; im Jahre 1909 schuf in Belfast ein Heer von übermotivierten und unterbezahlten Leuten (…wie gesagt: 1909..) ein Sinnbild für den Verlauf des 20ten Jahrhunderts: nahezu jeder weiß, daß diese Geschichte genauso endete, wie das Experiment mit dem Schulz-Gold ausgehen wird: hoffen wir, daß diesmal für die „oberen“ Verantwortlichen KEIN Rettungsboot bereitstehen wird.. 🙂

Doch nicht nur die äußere Größe des neuen Schiffes beeindruckte, sondern auch die innere Ausstattung bestach das Auge. Seither sind über 100 Jahre vergangen – und das Wissen um den paßgerechten Einbau normaler Türen scheint (hoffentlich auch in Paraguay nur örtlich begrenzt..) vom Vergessen bedroht zu sein: diese Vermutung legt folgende Geschichte nahe:
Der bisherige Schreiner des Hauses und preisgekrönte Erfinder plausibel klingender Begründungen für Verzögerungen bei der Fertigstellung der in Arbeit gegebenen Aufträge erhielt wider besseren Wissens und Gefühls kürzlich die Aufgabe, eine der hiesigen gebräuchlichen, vor der eigentlichen Tür angebrachten Moskitotüren zu überarbeiten und binnen Tagesfrist wieder anzubringen. Klar – damit rechnet nicht wirklich einer. Händeschütteln & freundliche Gesichter gehören hier zum Geschäftsabschluß wie das Wir-schaffen-das-Sülz zur uckermärkischen Geistesgestörten.

Der drei Wochen später erfolgte unangekündigte Blitzbesuch in der erwähnten Arbeitsstelle des Hausholzmannes schien dem Inhaber fast peinlich. Immerhin – der Rahmen der Tür hatte schon vier hölzerne Seiten. Noch drei Tage später wurde der -ausschließlich- lupenreines Guaranie sprechende Mitarbeiter samt nun mit Moskitonetz bezogener Tür hier abgesetzt.
Die Montage dauerte geschätzte 10 Minuten; die Bezahlung war bei der Vergabe des Auftrages erfolgt. Tja..was soll ich sagen…11einhalb Jahre Paraguay-Leben haben auch dem Schreiber dieser Zeilen 2 Kilo 🙂 mehr Bauchumfang verschafft: aber ständig seitlich durch die neue Tür gehen zu müssen, nur weil die (als neu verkauften) Scharniere nicht mehr als geschätzte 30° Öffnung der Tür zulassen, wäre denn doch etwas unangenehm – und findigerweise wurde vom auffällig-unauffällig schnell entschwundenen Schreinergehilfen schon als störend empfundener Verputz (nutzlos..) per Hammer entfernt.
Die wenig später telefonisch gestellte Nachfrage nach der Zeitdauer dieses merklich eingeschränkten Öffnungswinkels des Türblattes wurde am selben Tag (!) mit einem weiteren Besuch und einer Nachbesserung durch eben schon genannten Jünger der Holzverarbeitung geahndet: komisch – bei manchen Filmen aus Hollywood´s Traumfabrik ahnt man schon vorher, wie´s ausgehen wird…so auch hier: mit freundlich-zusammengebissenen (drei) Zähnen, aber mehr mit nonchalant gezeigter Wut ob der Beschwerde wurde die Tür abgerr..äh… demontiert und mit dem maximal erreichbarem Wert nach rechts verschoben, bevor besagter Spezialist zum wiederholten Mal, diesmal wortlos verschwand.
Der nun LINKS dadurch entstandene Spalt zwischen Tür und Rahmen hätte genügt, problemlos ein Klappbett durchzureichen. Haben Sie eben nach dem Öffnungswinkel des Türblattes gefragt..? Sie ahnen es schon..stimmts..? Dennoch: zum ordnungsgemäßen Geschäfts-Abschluß gehört in Paraguay meist ein Wort des Dankes, aber mehr des Lobes: so auch hier! 🙂

Und als nun endlich RRRRUHE einkehrte um diese Geschichte, wurde besagte Pforte nochmals vom Rahmen getrennt: dabei stellte sich heraus, daß besagte neugebrauchte Scharniere verkehrtherum (deswegen der reduzierte Öffnungswinkel) montiert waren und durch ihre Größe generell zur Wand nun nicht mehr passen konnten; ein weiteres Mal mußte Wandverputz leicht entfernt (oder am nächsten Tag kleinere Scharniere besorgen..) werden, um durch eine seitliche Linksverschiebung schon erwähnten Seitenspalt wieder verschwinden zu lassen und auch dickere Leute durch die „normale“ Türöffnung zu lassen….soooo schwer… 🙂

Ein etwas größeres Problem mit gebrauchtem, vor allem aber stark beanspruchtem Holz gab’s Anfang dieser Woche im Raum Caazapá: dort gab eine Brückenkonstruktion nach, als ein Holztransporter mit dem bekannten 300-Prozent-Rendite-(Vergabe ausschließlich durch deutsche Eingewanderte an deutsche Auswanderer..) Eukalyptusholz darüberfuhr. Spannend wird nun, wer für diese Kosten aufkommt & wann beide Seiten an dieser Stelle wieder miteinander verbunden werden…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

…wettermäßig derzeit übrigens reichlich durchwachsen im Raum Villarrica: der Weg in den Herbst ist diesmal gut regenfeucht.. 😦

 

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Februar, Feste, Fahrzeuge…

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Spätestens mit dem Ende der zweiten und diesjährig letzten Ausgabe des neugestalteten karnevalistischen Wahnsinn´s und dem Start der neuen Woche sinkt die hierzulande geltende Regenwahrscheinlichkeit weiter ab; die Regenschirme werden zusammengeschoben – und die nun leeren Zuschauertribünen der bunten Umzüge verlieren bei der Demontage unter heisser Sonne immer mehr an Gestalt, um erst im nächsten Jahre wieder das Licht der verrückten Welt zu erblicken…

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Die nun folgende, nachkarnevalistische Zeit als Rückkehr zur Normalität zu bezeichnen, trifft die Sache nur zum Teil; schon an diesem Montag starben mehrere Personen bei einem schweren Unfall eines Reisebusunternehmens aus Asunción in Argentinien, nachdem der Bus umgekippt war…

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Erst Ende Januar brach auf der Ruta 3 ein vollbesetzter Bus durch die von langsanhaltenden Regenfällen unterspülte Asphaltdecke der Strasse – sämtlichen Passagieren gelang quasi in letzter Minute die Flucht von Bord…

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Von Bord GESCHMISSEN im wahrsten Sinn des Wortes werden derzeit im hauptstädtischen Asunción rund 600 „Mitarbeiter“, die als „Schattenmitarbeiter“  astronomische Löhne kassierten, aber den tatsächlich arbeitenden Mitarbeitern seltsamerweise unbekannt waren: nun endlich wird versucht, mit eisernen Besen die Ämter und Ministerien gesundzusparen bzw. unberechtigte monatliche Einkommen, oft in zweistelliger Millionenhöhe, zu vermeiden und sinnvolleren Ausgabenbereichen zukommen zu lassen – reichlich spät, aber endlich…

Und langsam weitet dies sich zu einer politischen Debatte aus, da die meisten dieser Gehaltsempfänger -sonderbarerweise- zur tragenden Partei des Landes gehören. 🙂

Kein Glück hingegen, auf normalem Wege von Bord zu gehen, hatten am 10. Februar vor 71 Jahren tausende von Passagieren des deutschen Dampfers „Steuben“: nach dem Treffer eines russischen Torpedo´s sank das mit (wirklichen) Kriegsflüchtlingen, Frauen, Kindern und Verwundeten beladene, auf dem Seeweg nach Kiel befindliche Schiff innerhalb einer Viertelstunde in der Ostsee und wurde so zum Grab für etwa 3000 Menschen. Bezeichnenderweise löst an diesem Jahrestag ein sperrhölzerner Panzer „142“ mehr Empööörung bei der systemverhafteten „unabhängigen“ Presse aus…

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Verkohlte Leute

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ADN-ZB/SNB Pkw mit Holzgasantrieb in Berlin 1946

„Wenn wir auf Jahrzehnte so weiterfahren wie bisher, dann muß ich für unser Vaterland schwarz sehen.“

Leider wird Hamburgs kürzlich verstorbener, berühmtester Sohn der Neuzeit nicht mehr erfahren, daß seine schwarze Sicht eigentlich nur ein helles Grau im Vergleich zur kommenden Realität darstellt – eben wenn´s so weitergeht „da“…

Aber wenn dadurch der klassische Holzvergaserantrieb wieder auflebt, erfreuen sich bestimmt viele am futuristischen Retro-Charme..!

So läßt sich der Bogen zur paraguayischen Holzkohlemeierei leicht schlagen; Schmidt´s prognostizierende Weitsicht – und das derzeit aktuelle südamerikanische Wetter innerhalb unseres Binnenländle´s, welches ermöglicht, die existierenden Grillrückstände aufzuholen. In Paraguay hergestellte Grillkohle soll ja längst auch deutsche Supermärkte erreicht haben – Grund genug, den hiesigen Produzenten bei der Arbeit zuzuschauen.

Generell gilt auch hier, daß diese Brennöfen etwas fernab der „Zivilisation“ errichtet und betrieben werden; ebenso gemein mit ihren weltweiten Kollegen haben sie die Vergütung der Arbeit….

Und da hierzulande die Vereinfachung der Lebens- und Produktionsumstände weit fortgeschritten ist, baut man für die Verkohlung des Holzes dieselben Öfen wie zum privaten, seltener gewerblichen Brotbacken: der als Tatacua bezeichnete, aus Ziegeln gemauerte Brennraum leistet hier ein weiteres Mal gute Arbeit – wenn der Köhler seinen schwarzen Job gut macht.

Die Meßgeräte für die im Inneren herrschenden Temperaturen sowie die unerläßlichen Staub- und Rußfilter für die Gesundheit der Mitarbeiter befanden sich -zufälligerweise-  beim Fototermin leider gerade in der zyklisch besuchten Werkstatt, um neu geeicht zu werden, deshalb wird der Betrachter diese auf den Bildern vergeblich suchen. 😉

Nicht unbedingt der sauberste Job – aber dennoch seien der Leserschaft die Bilder nicht vorenthalten..

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Mehr über den Fotografen Zenoura und seine wirklich beeindruckenden Bilder hier: Cazador del Instante

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer; dennoch verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Das scheene Niggi

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„Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.“
Auf mein Wort – niemand soll sich provoziert fühlen, wenn an dieser Stelle das Wort eines deutschen Dichters -in unserem Falle Heinrich Heine- zitiert wird; angesichts der derzeit in Paraguay herrschenden Frühlingshitze erschien mir die Suche nach passenderen Worten in Mohammeds Maskierungsfibel, dem aktuellen deutschen Bücherbestseller, denn doch etwas zu mühevoll..

Der Auslöser des heutigen Beitrages fand sich am vergangenen Sonntag: seitdem bin ich zu der unumstößlichen Ansicht gelangt, ein frischgewaschenes Hemd erst NACH dem soßenreichen Mittagessen überzustreifen… U-(

Und aufgrund der ausgestoßenen Äußerung „..DIE Flecken gehen NIE wieder rrraus!!“ fiel mir ein, daß es seit einiger Zeit in der Innenstadt Villarrica’s einen neuen Vertriebsladen für diese hierzulande sehr bekannten Aho po’i-Klamotten geben soll.

Gesagt, getan – Montagmorgen mußte wegen des fleckenverseuchten Sonntags-Hemdes besagtem Geschäft ein Besuch abgestattet werden inclusive der abgenötgten Bereitschaftserklärung, hier einem Klamottentausch zuzustimmen bzw. selbigen vorzunehmen.

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Nimmt man die Pointe vorweg, so läßt sich sagen, daß dies schief ging. ;D
Denn ehrlich – wer will denn diese feinen handgenähten Hemden durch Alltagsschmutz bei der Autoreparatur, diversen Basteleien – oder schon erwähntem Sonntagsessen gefährden..? 🙄 :>>

Längst beschäftigt dieses Handwerk ganze Familien, die Nadel schwingende Ehemänner inclusive – und sogar Schönheitsköniginnen wurden im Nachbarort vor einem knappen Jahr in dieser Branche gewählt:

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So bleibt nur, das in Mitleidenschaft gezogene, eingangs erwähnte Hemd einer neuen Prise „Fleck weg!“ auszusetzen und sich zu freuen, daß die Neueinkleidung unter Aufsicht noch etwas warten muß… :))

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Das Leben noch bunter machen…

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„Doch größern Ruhm wird der verdienen,
der Farben kauft und malt mit ihnen.“ :p

Was der deutsche Zeichner Wilhelm Busch hier 1884 im Vorwort zu seinem „Maler Klecksel“ behauptet, hat wahrscheinlich seither schon Unmengen von hoffnungsvollen jungen Leuten zum Kauf von Leinwand, Pinsel und Farben animiert; Karnevalsveranstaltungen und regimekritische Demonstrationen sind ja schnell untersagt – man muß nur die Leute dazu anhalten, in den eigenen vier Wänden zu bleiben und sich mit was anderem -am liebsten wird unpolitisches gesehen- zu beschäftigen.. 8|

So erstaunt es kaum, daß auch in unserem Binnenlande die Malerei als Zierde der Menschheit angesehen wird; oben erwähnte Künstlerutensilien werden gut verkauft, und so entstehen an vielen Stellen zahlreiche Werke unterschiedlichster Bandbreite; die Ergebnisse von Kitsch, naiver Kunst & abstrakter Malerei werden seit einigen Jahren in einer Verkaufsstelle dem staunenden Publikum in Villarrica aus-, vor- und bei Zahlung zur Verfügung gestellt.

Gleichzeitig bietet man in diesem Eckladen die Rahmung des Werkes an.
Die Sache mit dem Verkauf hingegen hat einen Haken; sogar einen 20 %igen Haken: diese Summe nämlich wird bei erfolgreicher Veräußerung vom Ladenbesitzer einbehalten – nicht gerade wenig, so scheint’s….

Aber die Geschäftsinhaber denken weiter: Dienstags (bisher zumindest..) findet an dieser Stelle für wenig Geld ein mehrstündiger Malereikurs statt; Farben & Pinsel können mitgebracht werden oder sind da erhältlich..!

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Auf gehts in den achten Monat; für @ Brother nun wieder neue Bilder: die Behandlung des unteren Großsegels ist somit erst einmal abgeschlossen, aber noch längst nicht beendet.
Für das nächste Segel gibts den Vergleich vom angefertigten, unten liegenden Papiermuster zum gelieferten Occre-Segel der Marke „Oma´s Topflappen“. :>

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Selbiges hat die Näherei samt farblicher Bahnenbehandlung & dem anbringen der Reffbändsel hinter sich; derzeit bekommt es Nock- und Schothörner, die entsprechenden Legel und als letztes die Rah-Naht vorm anbringen (per Perlenrack) am Mast.
Spannend wird nun die Vertäuung des Racks an Deck und der Rah… 😮 U-(
Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY!“

=> …nicht vergessen, und deshalb gratulieren wir an dieser Stelle dem „sächsischen Lügenbolde“ 😦 Karl May zum 173ten Geburtstag; hier ein Bild aus späteren Jahren (1904), als alle Reisen & Abenteuer :p längst Eingang in die Bücher gefunden hatten.

Karl May

Stimmt – vor nun 50 Jahren weilte Spitzbart Ulbricht :> in Luxor am Nil; reichlich 24 Jahre später durften alle anderen aus seiner Geburtsstadt Leipzig und dem Rest des Landes auch an diese Stätte reisen…

Walter Ulbricht

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Ofenhitze im Sommer

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„Einmal selbst sehen ist mehr wert als hundert Neuigkeiten hören.“ :p
Stimmt!
Fast könnte man noch hinzufügen, daß auch der grööößte TV-Kasten das Leben nicht ersetzt – aber wer soll das der „Gegenseite“ erklären..?

Goggomobil

Mit wahrscheinlich großem Aufwand wurde vor nun 60 Jahren das Neu-Erscheinen des Goggomobil’s im wirtschaftswunderlichen Deutschland beworben; längst befinden sich die verbliebenen Exemplare in treuen Händen der Fan’s dieser Kleinwagen. :p :p

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Viel weniger Werbung hingegen gibts für die Inhaber, Betreiber und Lehmkneter der zahlreichen paraguayischen Ziegeleien, die am ungebrochenen Bauboom teilhaben und das Land mit mehr oder oft weniger festgebrannten Ziegeln überschwemmen.
Einer dieser flachen Herstellungsstätten wurde in den letzten Tagen ein Besuch abgestattet; Besuch aus der alten Heimat sollte so eine Firma gezeigt werden.

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Doch schon bei einer der ersten Fragen, die Produktivität betreffend, kam leichte Verwirrung auf: angegeben wurde die Zahl 2.000 als tägliche Stückzahl; angehängt wurde, daß einmal pro Monat der Brennofen in Betrieb genommen wird.
Hm…entweder sollte Eindruck geschunden werden…oder es sollte per Eintrag ins Guinessbuch die nebenan liegende Konkurrenz ausgeschalten werden… :))

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Trotzdem ergibt sich bei solch einer Besichtigung immer wieder ein interessanter Einblick in eigentlich längst vergessen geglaubte Handwerke der manuellen Produktion – die wochenlange Trocknungsphase der kantigen Erzeugnisse, gepaart mit der Ruhe der Beschäftigten: eigentlich einzigartig als Erholungsplatz für gestresste Krisenmanager… 8|

Die Zeit rennt schon am Beginn des Jahres: Tag 170 & neue Bilder für @ Brother!
Die unteren Wanten & Webleinen (Leimtropfenknoten folgen..) haben ihren Platz gefunden; nun gehts an die obere Spreizstrebe und die Püttingswanten:
>:-[ :## aufgrund des Schnittes werden nicht die in der Breite kompletten Wanten errichtet; somit ist nicht alles korrekt darstellbar. >:-[
Abhilfe hätte die Verlängerung des Rumpfes achteraus geboten…

Aber die Segelmacherei :wave: hat die weitergehenden Arbeiten erledigt; da schließen sich in den nächsten Tagen die Farbbehandlung & die Doppelreihe der beidseitig geknoteten Reffbändsel an – und das umlaufende Liektau kommt per Handnaht an das Segeltuch… U-(
Erreichte Bauhöhe derzeit übrigens 71 cm.

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Maschine Mensch

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„Und wahrlich! Preis und Dank gebührt // Der Kunst, die diese Welt verziert.“

Zugegeben – den aus „Maler Klecksel“ entstammenden Worten des deutschen Dichters Wilhelm Busch :p ist die vollste Zustimmung zu verleihen, denn welcher Mensch ist nicht ständig von Kultur oder Kunst in Wort, Bild oder Musik umgeben, sei es die kunst-, wort- und sogar bildreiche journalistische Tatsachenverdrehung in Rußlands Nachbarland oder die an „Neues Deutschland“-Zeiten erinnernde Hof-Berichterstattung, die derzeitigen Schekel-Schlachtungen :## betreffend…

Keine „Kunst“, sondern einfach nur eine gehörige Portion Pech gehörte am 5. August 1908 zur brennenden Zerstörung des Zeppelin’s LZ 4 bei Echterdingen – man sei gespannt, bei wem sich BuPräDepp IM „Larve“ dafür entschuldigen wird… U-(

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Daß selbst oben abgebildeter metallischer Schrotthaufen noch verarbeitet werden kann, läßt sich leicht anhand der nun vorgestellten, bei Caacupe befindlichen Werkstatt beweisen: hier läßt sich der Meister des Altmetall’s ständig neue Dinge einfallen, mittels denen sich noch Guaranies verdienen lassen; eigentlich längst auf den Schrottplatz verbannt, entstehen so zuhause in kreativer Eigenleistung unter Zuhilfenahme des verliehenen Gehirns tolle Figuren oder Raumschmuck.
Zu erschwinglichen Preisen erwirbt der Kunde erstaunlich gut verarbeitete kleine Alltagsgegenstände oder (nicht immer ganz ernst gemeinte…) Kunstwerke, die in dessen Wohngegend für ziemliche Bekanntheit sorgten und einem Werk des Meisters sogar schon einen TV-Auftritt verschafften: nach der Ausstrahlung der Sendung allerdings gingen leider zahlreiche Anrufe besorgter Zuschauer ein, die eine irreparable Verschmelzung Mensch/Maschine befürchteten…. :p

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Einigen Arbeiten ist der Spaß, die der Hersteller bei der Verwirklichung hatte, direkt anzumerken: erfrischend, daß als Rohstoff diesmal nicht das im schulischen Unterricht (auch in höheren Klassen…) benutzte, meistgebräuchliche Weißblech der Cola-Dosen Verwendung fand, sondern die ganze Sache mit mehr Überlegung begonnen wurde – vielleicht wäre der Eisenbieger und -former dafür vor 400 Jahren noch von seinen eigenen Landsleuten gekocht und gewürzlos verzehrt worden… :))

Doch genug der Worte – hier eine Auswahl der metallischen Modelle: allerdings nicht ohne Danksagung an die Überbringerin :p :wave: der Bildstrecke!!!

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Der Hilferuf an @ Brother behandelt diesmal das später sichtbare => Pfortenreep: sollte es dafür wirklich keine :> einzige andere zeichnerische Darstellung geben…???
Ich find‘ wieder mal nixxxxx..:'(

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Zumindest der Starttermin erster August wurde eingehalten!! :yes:
Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Betty, Buna, Binnenland

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„Die Verfassung muß elastisch sein – lieber aus Gummi als aus Eisen.“ >:-[
Knapp entkommen, sollte man angesichts der seit sechseinhalb Jahrzehnten fremdregierten, auch weiterhin verfassungsLOSEN Alliiertenprovinz deutscher Prägung ausrufen, wären da nicht nur de Gaulle’s historische, für Brüssel XX( wegweisende Worte, sondern auch die ahnungsvollen Befürchtungen um die Zukunft der alten deutschen Heimat: kürzlich „gewählte“ Politikdarsteller, an ein billiges Operetten-Ensemble erinnernd, rühren wie vor einem Jahrhundert die kriegsbejahende Werbetrommel, um wirtschaftliche Steigerungsraten zu erzielen….

Schnell ist bei der Nennung oben angeführten biegsamen Materials der Bogen zu Betty Page geschlagen, die nun (22. April) ihren immerhin 91ten Geburtstag feiern würde; das ehemalige Pin-up Girl der 50er Jahre ist weiterhin Star von schier endlosen Comic’s und zahlreichen Verfilmungen über ihr Leben sowie Vorlage für mehrere „Abkupferungen“ in heutigen hochauflösenden Bühnenshow’s.

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So verwundert es kaum, daß sich in den heutigen goldenen Zeiten in unserem Binnenlande schnell jemand gefunden hat, der kreativ aus dem einst als Buna bezeichneten (Reifen-)Gummi Sitzgelegenheiten, Einrichtungsgegenstände und Zimmerschmuck (auch für Balkon, Terrasse und Gartenlaube, denkbar auch als willkommenes Geburtstagsgeschenk…) herstellt. 8|

Was in einigen zentralafrikanischen Staaten immer noch als Normalität betrachtet wird und selbst in Deutschland nach Kriegsende existierte, ist hingegen hierzulande noch nicht aufgetaucht: handgefertigte Schuhe aus Autoreifen.

Und Rohmaterial ist genug vorhanden; eine steigende zwei- und vierrädrige Mobilität erzeugt rasch einen entsprechenden Gummiberg – glücklicherweise geht der Trend zur vollständigen Abnutzung des jeweiligen mehr oder weniger grobstolligen Profil’s; schnell würde ansonsten die räumliche Lagerkapazität unseres 6-Millionen-Einwohner-Landes auf den wenig besiedelten Chaco im Norden des Landes ausgeweitet werden müssen.. 8|

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Doch an dieser Stelle nun einige Bilder der bunten Produktpalette des Künstlers – wer Interesse hat: sein Standort befindet sich kurz hinter Capiata am Zubringer nach Asunción.

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Hohe & flache Sohlen

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„Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus!“ :))
=> Auch heute noch aktuell – besonders, wenn unbeaufsichtigte Kinder im Hause sind…

Weitaus mehr als die überlieferten Sprüche oder die schier unendlichen „80er-Jahre-Hit“-Sendungen kennzeichnen das uns allen wohl noch bekannte Jahrzehnt zwischen Golf, Kohl und Mauerfall. :p

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Womit nichts negatives gegen Sandra :p oder die Teilnehmer der Warteschlangen gesagt sein soll – der real versagende Sodschelismus trat zum richtigen Zeitpunkt ab, bevor in Dresden :p (Aufnahme von 1988!!) noch mehr zerfiel…!!

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Über die Klamotten dieser Jahre zu reden, wäre wie noch mehr Geld nach Brüssel zu schleppen; glücklicherweise kommt die federführende textile Industrie auf den Dreh, immer wieder Accessoires, die damals angeblich unerläßlich waren, zum modischen Dreh- und Angelpunkt der aktuellen nächsten Wochen/Monate zu erklären – und wenn der Fundus der engen Hosen oder weiten Jacken oder umgekehrt endlich ausgereizt ist und etwa nun die eigentliche Einfallslosigkeit der Modeschöpfer aufzeigen könnte – dann besinnt man sich auf die Kellerlagerung der alten Farbkataloge aus jenen vergangenen Tagen.

Mit dem Ergebnis, daß selbst auf unserem Kontinent die Auswirkungen dieser Reanimierung von schreienden, vermeintlich längst verbotenen Farbkombinationen spürbar wahrgenommen werden, wie unten angeführte Bilder, entstanden in den letzten Tagen, nachweisen sollen: ob die Schuhindustrie hier nächtens leuchtende Neon-Farben einsetzt, konnte nicht geklärt werden, da sämtliche Aufnahmen um die Mittagszeit entstanden…

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Wie einfach habens Männer doch da, passendes Schuhwerk auszusuchen…!! 😛

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Sollten sich Interessenten melden, können gerne Preise für diese hochstelzigen Fußbekleidungen nachgereicht werden..! :))

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

…nicht zu vergessen noch extra ein Bild für den PFC: :p :wave:

Schuhe 10

Und zu guter Letzt noch für alle, die auf der Suche nach längst vergessenen Schätzen der 80er Jahre sind, hier ein Titel, an dem der Hamburger Christof Scheibe mitwirkte: unglaublich, was dieses Jahrzehnt an Musik hervorbrachte! :p :p

Die Band heißt Kermit & Uwe, der Titel: „Guten Abend, meine Damen und Herren!“

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Auch Metall ist deeehhhnbar

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„Weil er schweigt, sitzt der Falke auf der Hand des Königs.
Weil die Nachtigall singt, ist sie im Käfig eingesperrt.“

So formulierte einst in längst vergangenen Tagen der persische Poet Fariduddin Attar, wie unterschiedlich sich verschiedene Leben gestalten können. 🙄
Unschlüssig bleibt, ob Julia mittlerweile das singen gelernt hat…. Vielleicht fehlt ja nur eine entsprechende Großreich-Tranche in gewohnter Höhe für’s Musikstudium. :)) 😛

Daß in unserem südamerikanischen Binnenlande der Faktor „Zeit“ einen anderen Stellenwert besitzt, haben wohl alle, die hier leben, längst festgestellt.
Beschönigungen und Vertröstungen auf den nächsten Tag gehören zum Umgangston und haben längst Eingang in den täglichen Wortschatz gefunden.

Dies war für uns wieder erlebbar beim Bau einer größeren Voliere für die drei Piepmätze. Mitte Februar wurde von uns gestelltes metallenes Gitterwerk samt Maßangabeblatt einem Heimwerker-Alleskönner im Nachbarort anvertraut in der Hoffnung, daß der gefiederte Umzug in spätestens zwei Wochen erfolgen kann. :)) XX(

Wochen später war dann klar
Noch nichts passiert – wie sonderbar.
Ans Telefon geht keiner ran
Woran dies denn nur liegen kann?
Man fuhr dann hin und sah „Oh Graus!“-
noch nichts passiert fürs Vogelhaus.
So zog sich das noch Wochen hin –
ein nächster Auftrag – keinen Sinn!

Erst, als ein Transport zur Abholung der unberührten Teile angekündigt war, kam Bewegung in die Sache: innerhalb zweier Tage war alles fertiggestellt, wollte man den angezahlten Vorschuß nicht verlieren. 😐

Per Pferdefuhrwerk wurde der Käfig dann geliefert und nach kleinerer Abänderung vor Ort befestigt. Um nun den drei Bewohnern schnellstmöglich zum neuen Eigenheim zu verhelfen, wurde noch am selben Abend alles ausgestattet und die drei Grünen mit Schwung umquartiert.

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Gegen mehr Lebensraum scheint keiner von ihnen was zu haben – mit Elan geht es an die weitere Zerstörung der hölzernen und metallischen Spielzeuge. :## :)) :))

Für Blogfreund Flogni :wave: liegt an dieser Stelle wieder eine Rätselnuss bereit: hast Du vielleicht Angaben zu der mit „GBO“ gekennzeichneten Herstellerfirma des Uhrwerks????
Ich komme da nicht weiter……. :no:

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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