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Hoch & runter…

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„Je mehr Vergnügen Du an Deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“ Mark Twain´s (..länger zurückliegendes..) Wiegenfest stellt in jedem Jahre eine gute Gelegenheit dar, sich einzubilden, daß die von zeitlich etwas zurückliegender (Schul-)bildung/freier Geistentwicklung durch eigene Willensanstrengung noch profitierende Generation sich plötzlich wieder an den amerikanischen Autor erinnern kann bzw. sich dessen einstiger Existenz bewußt ist; den Heranwachsenden „Viel Glück!“ in einer zunehmends islamischen, blutig ausgerichteten Welt, die ohne die humorvoll-hintergründige Nachdenk-Aufforderung des genannten Schriftstellers auskommen muß/darf/soll…

Über „bessere Bezahlung“ kann sich Camila Vanesa Acosta beim besten Willen nicht beklagen: der „besseren Hälfte“ des letzten (bei der Wahl gescheiterten..) Bürgermeisterkandidaten namens Cabañas gelang kürzlich ein etwas größerer Sprung auf der Karriereleiter – aus einer tippernden Sekretärin wurde quasi über Nacht ein Mitglied der technischen Direktion im Wasserkraftwerk im paraguayischen Ciudad del Este. Vermutlich gelang der Aufstieg leicht, da auf den Sprossen besagter Leiter keine für die neue Beschäftigung erforderlichen Kenntnisse emporgetragen werden mußten; den nun erreichten Monatslohn von sechzig Millionen Guaranies (derzeitiger Mindestlohn: 2 Millionen 192tausend Guaranies…) wird Frau Acosta aber bestimmt für Weiterbildung nutzen…selbstverständlich… 🙂  Andererseits – nicht schlimm, wenn anhand einer Frauenquote KEINE politischen Posten besetzt werden: im umgekehrten Falle werfe man einen Blick in die ehemals umgrenzten deutschen Gebiete…

 

Für die andere Reihenfolge -von oben herunter- läßt sich in diesen Tagen ebenso ein Beispiel liefern: im nordöstlich, an der Grenze zu Brasilien gelegenen Pedro Juan Caballero konnte sich ein Bell UH-Helikopter bei ebenfalls bestem Willen nicht „oben“ halten: das erst kürzlich von Taiwan geschenkte Fluggerät schmierte über einer Fabrikhalle ab – alle 12 Mann des Hubschraubers konnten sich vorm Crash und vorm stundenlang wütendem Flammenmeer durch Absprung retten… Ob in dem entstandenen Schaden von etwa 4 Millionen US $ der Verlust des dem Fabrinkbesitzers gehörenden Ford Modell T & die beiden Schweizer Militärfahrzeuge Typ „Saurer“ schon „drin“ sind, ist unwahrscheinlich; denkbar wäre eine Extraklage….. 🙂

 

Heute wieder etwas kürzer; doch nicht ohne aktuellen Baubericht am Ende des neunten Monats Soleil Royal: die zweite Beplankung wurde nun auch auf der 2ten Schiffsseite abgeschlossen; und damit einhergehend entstand auch das 2te obere Dach der Heckgalerie. Fehlt noch eine generelle Schleiforgie beider Seiten und diverse Kleinigkeiten, bevor die oberen Pforten vorübergehend verschlossen werden müssen, um dem blauen Farbnebel den Weg aufs Deck zu versperren…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Tanker, LKW & Kanonenboot

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„Wir glauben nur das, was wir sehen. Darum glauben wir alles, seit es das Fernsehen gibt.“
Behauptete einst der deutsche Satiriker Dieter Hildebrandt, der mit seinen 92 Jahren, dem Rentenanspruch und deutscher Staatsangehörigkeit nun natürlich dem vorislamischen Kalifat in ungeheuerlicher Weise auf der finanziellen Tasche lasten würde…

Dennoch wird der geneigte Zuschauer in Paraguay nicht schlecht gestaunt haben, als im hiesigen TV der Unfall eines mit 34tausend Liter Sprit beladenen Tanklasters gemeldet wurde; runde 19tsd lt. des Treibstoffs ergossen sich am Morgen in Anwesenheit der Feuerwehr über die Strasse bei Itauguá: nach anfänglichen Problemen, herauszubekommen, was GENAU sich im Tanklaster befand, wurde höchste Aufmerksamkeit darauf gelenkt, jegliches Feuer an der Unglücksstelle zu unterlassen…

Und um beim Thema Transport/Auto zu bleiben: im Örtchen Itacurubí hat der Erfinder Eliseo Villalba in privater Eigenleistung – ein Auto gebastelt. 🙂  Basierend auf 150 ccm Motorradleistung nutzt er das Fahrzeug zum Lastentransport seines Kleingewerbes; die eher nebensächliche Frage der Anmeldung wird derzeit noch vom Stolz über die Erschaffung eines funktionierenden und im täglichen Einsatz immerhin 400 kg tragenden Lastwagens überdeckt… 🙂

Seit mehreren Tagen einheitlich strömender Regen über dem größeren Teil von Paraguay – ideales Wetter für Detailarbeiten auf der Werft der Soleil Royal:
um den letzten Spant, der im unteren Teil das äußere Heck bildet und den oberen Heckspiegel trägt, zu bearbeiten, mußte nach der Herabsetzung der 4 Pfortenöffnungen die Wölbung zum später einzufügenden, eher aufsitzenden, aufsässigen Heckspiegel gestaltet werden.
Daß die mitgelieferten Spritzgußteile ebenfalls durch Nichtpassen -auch noch golden!- glänzen, dürfte der mitlesende Modellbauer längst ahnen; nach entsprechender Bearbeitung paßte etwas spääter doch alles! 🙂
Damit dürfte der Startschuß gefallen sein für die Doppelbeplankung, die auch den „Rest“ des Rumpfes betreffen wird: die dabei zu bewältigende Plankenkrümmung wird nicht einfach sein…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Über Zäune & durchs Dach….

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„Herr, vergib ihnen, denn sie wissen, was sie tun.“ 🙂
145 Jahre Karl Kraus schließt ein, daß der österreichische Schriftsteller und Herausgeber bei seinen Ahnen versammelt sitzt/liegt und verdeutlicht den Verlust, den die literarische Welt -im Vergleich zur aktuellen Schreiberzunft- beim Dahinscheiden des Herrn Kraus erlitt: vom Heer der systemtreuen, die Gazetten füllenden Claqueure ist ein Zola`sches „Jàccuse“ nicht zu erwarten – und sofortiges „einfaches“ Aussetzen der Schuldigen wie vor genau 230 Jahren von Bord der „Bounty“ wäre angesichts des derzeitig angerichteten Schadens wohl mehr als unzureichend….

Dennoch – auch bei uns im Binnenländle häufen sich derzeit die Proteste: aktuell (Donnerstag) „schepperts“ vorm Nationalkongress in Asunción: die Demonstranten wollen das Führen von „offenen Günstlings“-Listen bei/vor politischen Wahlen erzwingen; dazu wird der Auszug der Senatoren aus dem Sitzungsgebäude verhindert, wo gestern/Donnerstag die diesbezügliche Entscheidung gefällt werden sollte – allerdings konnten starke Absperrungsanlagen und ein massives Polizeiaufgebot nicht verhindern, daß verschiedene Zäune niedergerissen wurden – die nächsten Stunden werden zeigen, ob die Herren Senatoren zu offen geführten Listen beim Parteienfilz bzw. bei der Fortsetzung dessen durch Wahlen bereit sind.. 🙂

Als erwähnenswert für diese Woche bleibt noch die unvollendet ausgeführte Schweißarbeit an einer LKW-Felge, bei der man aus Zeitgründen -eher Bequemlichkeit- den Reifen während des schweißens draufließ: der Ausführende 33jährige wird -wieder mit Kopf- noch vorm Wochenende an einem schönen Platz im Kreise der Familie beigesetzt…das Dach der Werkstatthalle wurde in Anbetracht angekündigter Regenfälle schnell wieder instand gesetzt…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Schneller Einsturz- langsamer Aufbau

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„…bequemes Reisen. Arbeit ohne Grenzen. Und das Schönste und Wichtigste: einen Kontinent des Friedens.“
Diese Worte, die sprachlos machen, stammen aus dem Jahre 2005 und vom Sozialdemokraten Thierse, der vor nun zwei Jahrzehnten den Hausschlüssel zum damals neueröffneten, heutigen Hauptsitz der Migrationsmafia am Berliner Königsplatz entgegennahm; in diesem Interview wurde die jährliche Pro-Kopf-Steuer von 90 Kunsttalern fürs „Friedensprojekt“ Ekelrohpah erwähnt und vor allem verteidigt: der eingangs erwähnte Gegenwert wird -wie vermutet/von Anfang an geplant- in Phrasen bereitgestellt. 🙂 🙂 🙂
Allah möge sie heftig vernichten, wenn sie lügen. 🙂

Doch während im Rücken der gebannt aufs Display starrenden deutschen Mehrheit abendländische Vorstellungen, Werte und Gebäude lichterloh brennen, wurden auch im paraguayischen Villarrica Gebäude in Mitleidenschaft gezogen: am nagelneuen Justizpalast-Anbau lösten sich Deko-Bauteile, während nahe des inneren Stadtzentrums die Reste eines beseitigten alten Kolonialhauses bei der Anlegung einer nahegelegenen Fundamentgrube einstürzten: hätte so keiner geahnt… 🙂

 

Schon seit mehreren Monaten war der beabsichtigte Abbruch eines des ältesten, einst im italienischen Stil errichteten Hauses von Villarrica durch die Errichtung eines Bauzaunes angekündigt worden – die „sozialen Kritzelnetze“ schliefen. Erst, als sich der Abbruchstaub zu verziehen begann, ging der obligatorische Sturm der -dann unwichtig gewordenen- Entrüstung durch die hiesige virtuelle Petitionsplattform – und hat sich in kürzester Zeit naturgemäß wieder mit „Futsch ist Futsch“ beruhigt & anderen Dingen zugewandt…
Doch Allah sandte den sündigen Universalbeschäftigten einen Einsturz in die Baugrube: entweder zu nah / zu tief gebuddelt oder die perfekte Mischung von beidem, und schon kippten die stehengelassenen Mauerreste auf die werkelnden Gewerkschaftsmitarbeiter: durch Nachbarn schon Stunden vorher gegebene Hinweise auf Geräusche in den Mauerresten wurden leider ignoriert…
Wünschen wir den Verletzten baldige Genesung und eine durch-Schaden-klug-Wandlung… 🙂

In diesen arbeitsaufwändigen Zeiten auch diesmal wieder kürzer; der Bericht von der Modellwerft sei aber in dieser Woche nicht vergessen: die Lafetten des unteren Batteriedecks warten nur noch auf die Farbgebung; die Lafetten vom darüberliegenden Deck sind hergestellt, aber noch in Bearbeitung: wie bei den 28 Vorgängern unten nun noch die Halterungen für die Bordwand innen herstellen.
Zum Ende der nächsten Woche dürften die ersten Lafetten den zukünftigen Platz einnehmen – getakelt/angelehnt ans Original. Eine vorläufige Stellprobe zeigt den späteren Sitz – später natürlich mit bronzefarbenen Rohren.

 

Damit wünschen wir allen ein schönes Osterfest, gratulieren Fliegeras Erich Hartmann (352) -leider posthum- zum 97ten und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Geschichten um Gesichter…

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„Wenn ich zwei Gesichter hätte, würde ich dann dieses tragen..?“ hat vor längerem der amerikanische Präsident Lincoln von sich gegeben: keinesfalls soll es jedoch diesmal um die Janusköpfigkeit von Politikern gehen; diesen Zustand zu erkennen, zu benennen und vor allem zu ändern soll der begeistert fidgetspinnernden, etwas jüngeren Generation überlassen bleiben…. 🙂 🙂 Die Schwierigkeit, an Bahnhöfen in die Hände zu klatschen wird ja schon problemlos gemeistert. 🙂
Dies wird uns nicht abhalten, dem oben dargestellten einstigen Schaupieler aus flackernden Schwarzweißfilmen Stan Laurel zum Geburtstag zu gratulieren; uns schon länger (wo auch immer..) Lebenden wird dessen unnachahmlicher Gesichtsausdruck womöglich noch ein Begriff sein… 🙂

Um etwas entgleist wirkende Gesichtszüge -auf beiden Seiten ..- gab´s in dieser Woche in „unsrem“ Städtchen Villarrica sogar bis in die hauptstädtische Presse Trubel; aus Anlaß des 100ten Geburtstages des paraguayischen Schriftstellers Augusto Roa Bastos wurde -ausgerechnet- bei einem Ichkanndasauch-Karikaturisten eine Büste des besagten Wortezauberes in Auftrag gegeben: bei der feierlichen Einweihung zum Geburtstagstermin waren sich die anwesenden Gäste auch einig, vor einem Kunstwerk zu stehen – leider lieferten die existierenden Netzwerke fast zeitgleich beginnend eine schonungslosere Beurteilung, die einen Bogen von „unmöglich“ bis zu alternativ möglichen, weiterführenden Gestaltungsformen und Gebrauchszwecken lieferten. 🙂

Am heutigen Freitag bot der extra hergestellte Sockel ein verwaistes Bild; die hiesige Stadtverwaltung hat verschiedene Berichte im Netz getilgt und vergab kurz darauf die Nachricht, daß mit dem Hersteller des auszustellenden Kopfes eine Übereinkunft zur Nachbearbeitung getroffen wurde… 🙂
Aktuelle Szenen aus dem Atelier liegen aus Gründen der Geheimhaltung bisher leider nur in grafischer Form vor:

Um erstarrte Gesichtszüge handelt es sich bei einem Fall in Asunción, der seit Mittwoch viele Zeilen der hiesigen Gazetten beschäftigt: eine Frau hatte den Diebstahl ihres PKW gemeldet und beim Sicherheitsdienst gebeten, besagten Wagen stillzulegen (…sooowas geht mittlerweile..??). Zwei der Mitarbeiter nahmen per Motorrad die Verfolgung auf und schossen von hinten durch den Sitz – der tote Sohn der Frau -darum handelte es sich beim Fahrer- konnte nun nicht mehr flüchten: er hatte unterlassen, die Benutzung des familieneigenen Autos mitzuteilen…

Eine ganz andere Visage dürfte sich seit mehreren Monaten das doppelpassige, sich Journalist nennende Individuum im Reich am Bosporus aufgesteckt haben; wer Texte wie folgenden veröffentlicht, darf gerne 100 Jahre im Knast verrotten!! Sonderbar, daß deutsche „Kollegen“ genau um seine Freilassung kämpfen – sollten die etwa vom selben Kaliber sein..? 🙂

…nicht ganz so undurchdringlich (hoffentlich) dürften sich die Gitterstäbe für das hiesige 24jährige Model Carolina Isasi zeigen; laut dem Interview mit ihr in der aktuellen „Cronica“ singt sie gern… 🙂

16 Tage bisher für den „King of Mississippi“: die Rumpfschale verfügt nun über die Beplankung, und aus Gründen der einfacheren Handhabung später werden zunächst die beiden Heckruder neu angefertigt, angepaßt und wieder abgenommen; Ruder & Kiel werden erst zum Schluß mit dem Modell vereinigt. Alternatives Beplankungsmaterial für die Aufbauten ist unterwegs… 🙂
Somit dürfte ab nächster Woche die Beplankung des Decks folgen…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Stahl, Holz, Murks….

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Der 31te März jeden Jahres steht in Titanic-Fankreisen für die erfolgte Kiellegung des später so berühmten englischen Schiffes; im Jahre 1909 schuf in Belfast ein Heer von übermotivierten und unterbezahlten Leuten (…wie gesagt: 1909..) ein Sinnbild für den Verlauf des 20ten Jahrhunderts: nahezu jeder weiß, daß diese Geschichte genauso endete, wie das Experiment mit dem Schulz-Gold ausgehen wird: hoffen wir, daß diesmal für die „oberen“ Verantwortlichen KEIN Rettungsboot bereitstehen wird.. 🙂

Doch nicht nur die äußere Größe des neuen Schiffes beeindruckte, sondern auch die innere Ausstattung bestach das Auge. Seither sind über 100 Jahre vergangen – und das Wissen um den paßgerechten Einbau normaler Türen scheint (hoffentlich auch in Paraguay nur örtlich begrenzt..) vom Vergessen bedroht zu sein: diese Vermutung legt folgende Geschichte nahe:
Der bisherige Schreiner des Hauses und preisgekrönte Erfinder plausibel klingender Begründungen für Verzögerungen bei der Fertigstellung der in Arbeit gegebenen Aufträge erhielt wider besseren Wissens und Gefühls kürzlich die Aufgabe, eine der hiesigen gebräuchlichen, vor der eigentlichen Tür angebrachten Moskitotüren zu überarbeiten und binnen Tagesfrist wieder anzubringen. Klar – damit rechnet nicht wirklich einer. Händeschütteln & freundliche Gesichter gehören hier zum Geschäftsabschluß wie das Wir-schaffen-das-Sülz zur uckermärkischen Geistesgestörten.

Der drei Wochen später erfolgte unangekündigte Blitzbesuch in der erwähnten Arbeitsstelle des Hausholzmannes schien dem Inhaber fast peinlich. Immerhin – der Rahmen der Tür hatte schon vier hölzerne Seiten. Noch drei Tage später wurde der -ausschließlich- lupenreines Guaranie sprechende Mitarbeiter samt nun mit Moskitonetz bezogener Tür hier abgesetzt.
Die Montage dauerte geschätzte 10 Minuten; die Bezahlung war bei der Vergabe des Auftrages erfolgt. Tja..was soll ich sagen…11einhalb Jahre Paraguay-Leben haben auch dem Schreiber dieser Zeilen 2 Kilo 🙂 mehr Bauchumfang verschafft: aber ständig seitlich durch die neue Tür gehen zu müssen, nur weil die (als neu verkauften) Scharniere nicht mehr als geschätzte 30° Öffnung der Tür zulassen, wäre denn doch etwas unangenehm – und findigerweise wurde vom auffällig-unauffällig schnell entschwundenen Schreinergehilfen schon als störend empfundener Verputz (nutzlos..) per Hammer entfernt.
Die wenig später telefonisch gestellte Nachfrage nach der Zeitdauer dieses merklich eingeschränkten Öffnungswinkels des Türblattes wurde am selben Tag (!) mit einem weiteren Besuch und einer Nachbesserung durch eben schon genannten Jünger der Holzverarbeitung geahndet: komisch – bei manchen Filmen aus Hollywood´s Traumfabrik ahnt man schon vorher, wie´s ausgehen wird…so auch hier: mit freundlich-zusammengebissenen (drei) Zähnen, aber mehr mit nonchalant gezeigter Wut ob der Beschwerde wurde die Tür abgerr..äh… demontiert und mit dem maximal erreichbarem Wert nach rechts verschoben, bevor besagter Spezialist zum wiederholten Mal, diesmal wortlos verschwand.
Der nun LINKS dadurch entstandene Spalt zwischen Tür und Rahmen hätte genügt, problemlos ein Klappbett durchzureichen. Haben Sie eben nach dem Öffnungswinkel des Türblattes gefragt..? Sie ahnen es schon..stimmts..? Dennoch: zum ordnungsgemäßen Geschäfts-Abschluß gehört in Paraguay meist ein Wort des Dankes, aber mehr des Lobes: so auch hier! 🙂

Und als nun endlich RRRRUHE einkehrte um diese Geschichte, wurde besagte Pforte nochmals vom Rahmen getrennt: dabei stellte sich heraus, daß besagte neugebrauchte Scharniere verkehrtherum (deswegen der reduzierte Öffnungswinkel) montiert waren und durch ihre Größe generell zur Wand nun nicht mehr passen konnten; ein weiteres Mal mußte Wandverputz leicht entfernt (oder am nächsten Tag kleinere Scharniere besorgen..) werden, um durch eine seitliche Linksverschiebung schon erwähnten Seitenspalt wieder verschwinden zu lassen und auch dickere Leute durch die „normale“ Türöffnung zu lassen….soooo schwer… 🙂

Ein etwas größeres Problem mit gebrauchtem, vor allem aber stark beanspruchtem Holz gab’s Anfang dieser Woche im Raum Caazapá: dort gab eine Brückenkonstruktion nach, als ein Holztransporter mit dem bekannten 300-Prozent-Rendite-(Vergabe ausschließlich durch deutsche Eingewanderte an deutsche Auswanderer..) Eukalyptusholz darüberfuhr. Spannend wird nun, wer für diese Kosten aufkommt & wann beide Seiten an dieser Stelle wieder miteinander verbunden werden…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

…wettermäßig derzeit übrigens reichlich durchwachsen im Raum Villarrica: der Weg in den Herbst ist diesmal gut regenfeucht.. 😦

 

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Stahl, Zement & PS

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…tatsächlich: sollte Egon Olsen , der in Anfangszeiten serial betriebener TV-Kunst stets guter Dinge und vor allem MIT Plan aus dem Kittchen kam, seit sage & schreibe zwölf Jahren schon nicht mehr unter uns weilen..??!!
Dies erst heute realisiert; Paraguay liegt nun mal auf der anderen Seite der Weltscheibe…. 🙂 Bleibt zu hoffen, daß dessen aktuelle bundesrepublikanische, vor allem aber plan-lose Nachahmer Olsen´s Schicksal am Ende jedes Folge-Filmes eines Tages teilen werden…

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Über reichlich „Plan“ hingegen scheinen Villarrica´s wichtige Leute betreffs der Bebauung ihrer Stadt zu verfügen; die Bautätigkeit nimmt wahrlich überhand; zwei neue Supermärkte überschütten demnächst die Einwohner mit preiskämpferischen (so vermutet man doch..) Warenangeboten und auch das erweiterte Gerichtsgebäude, welches wohl weiterhin als Justizpalast deklariert am öffentlichen Rechtsstreitleben teilnehmen wird, hat die endgültige Bauhöhe erreicht und wartet auf den Innenausbau; wehe denen, die diesen Beugetempel eines Tages betreten dürfen: Justitia dreht ihnen -vorausschauend- wie seit Monaten schon oder eben besser immer noch unzart den Rücken – Frauen können ja soo grausam sein… 🙂

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Wie schnell jedoch auch neue Gebäude unter den hierzulande herrschenden Witterungseinflüssen und besonders dem Verfall durch das Verkehrsaufkommen leiden können, zeigt das Ergebnis eines neuerlichen Bus-Rennens im hauptstädtischen Asunción: diesmal ohne Todesopfer, überstieg die Anzahl der Verletzten die Summe von 12 nicht; welcher der beiden Busse auf der Jagd nach zahlenden Fahrgästen letztendlich „gewonnen“ hat, wird erst nach Bekanntgabe der Schadenssumme veröffentlicht; schon jetzt gilt als gesichert, daß sich beide verletzten Fahrer als Unfallopfer bezeichnen (!). 🙂

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Aber auch der private (Modell-)bau kann nun starten: nach nur knappen vier Wochen durfte die Diorama-Grundplatte 32 x 37cm abgeholt werden; bislang sieht die Planung die Stellfläche einer FW 190 im freien Felde vor… Zeitgleich brauchte ein tickender (eigener..) Regula-Patient helfende Taktunterstützung… 🙂

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Keinesfalls soll der 60te Geburtstag von Maggie Reilly vergessen sein; deren glockenhelle Stimme wird jeder, der mit den 80ern aufgewachsen ist, kennen… 🙂

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Das Krankenhaus am Rande der Stadt

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„Die Ärzte haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen als die Generäle.“
Nur wenige Tage vor der 200ten Wiederkehr der Schlacht bei der damals niederländischen Ortschaft Waterloo sei ein Ausspruch des einstigen Kaisers der Franzosen zitiert; ob er nach der -verlorenen- Entscheidungsschlacht am 18. Juni 1815 eine etwas differenziertere Denkweise pflegte, läßt sich heute nicht mehr feststellen; sich in heutigen Tagen „christdemokratisch“ nennende, stets gern wiedergewählte Waffenschieber werden mittels eingangs angeführter Meinung ihre Gewissenlosigkeit weiterhin gerne bemänteln…

Jedes im bewohnten Teil von Paraguay „normal“ ablaufende Wochenende fordert nahezu mit 100%iger Wahrscheinlichkeit einen meist zweistelligen Tribut an Schwerverletzten und Toten; die Gründe sind zum Großteil bei Verkehrsunfällen sowie bei mehr oder weniger bewaffneten Auseinandersetzungen zu suchen – Rettungsdienste haben in dieser Zeit ihre traurige Hochkonjunktur.

Dabei gilt, daß die medizinische Erstversorgung in den meisten paraguayischen Krankenhäusern gratis ist oder besser sein sollte: Ausnahmen bestätigen hier die Regel; bislang wird diese Forderung noch durch eine blickdichte Regelung ersetzt, da beim Medikamentenkauf auf der anderen Strassenseite denn doch Geld gelassen werden muß…

Das Thema Krankenversicherung soll an dieser Stelle bewußt außen vor gelassen werden -krankenversichert wird hier in einem selbstbestimmten Krankenhaus oder bei einer Gesellschaft- aber welcher bzw. wieviel Prozent der Normalparaguayer wird solch eine Versicherung abschließen (können..)?

Bei der Begleitung einer einheimischen Bekannten (tritt die doch in einen Nagel..) in das sogenannte Regional-Krankenhaus in Villarrica war deren „..nein, nein nicht zum Doktor!“-Widerstand zu überwinden sowie ein kräftiger Träger (eben wegen des hochgezogenen Storchenfußes..) erforderlich, um Miss Ängstlich mit guten Worten und reichlich süssen Bonbons denn doch noch einer etwas rüde zu nennenden Krankenschwester überantworten zu können.
Und deren – sicherlich nicht nur sonntäglichen-Aversion gegen Fotografie wiederum ist es geschuldet, daß hier keinerlei Bilder der Innenraumgestaltung dieses Heiltempels gezeigt werden können… :>

Krankenhaus 03

Pannen gab es im weiteren Verlauf der Untersuchung keine, sieht man davon ab, daß von dem jungen Angestellten im ersten Lehrjahr unter der Anweisung: „Bitte schnell Großaufnahme!“ zunächst etwas anderes verstanden wurde:

Krankenhaus 02

Erst das zweite Bild bewies, daß keinerlei inneren Fußorgane durch den rostigen Nagel eine Beschädigung erlitten hatten:

Krankenhaus 01

Die Herausgabe des ersten (im späteren Verlauf zu bezahlenden..) Vollbildes mußte allerdings erstritten werden; zunächst als verschwunden deklariert, kann/will man sich denn kaum vorstellen, was jemand damit privat anstellen will/kann… U-( Leute gibts…. :.

Die Behandlung erfuhr ihre Komplettierung durch den Aufstrich einer Tinktur sowie einem Pflasterverschluß mit der Bitte, in den nächsten Tagen Zugluft zu meiden und in 3 Tagen vor oder nach der Mittagspause wieder zu erscheinen.

Krankenhaus 04

Seither sind 3 Wochen verstrichen; der Fuß ist verheilt, und der Vollständigkeit halber seien Bilder der Krankenhaus-Außenanlage hinzugefügt – und sei es nur, um die Oberschwester zu kränken… 😛

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Rasche Schnitte & viel Blut

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Rühmann

„Immer, wenn man glaubt, mit der Schule des Lebens fertig zu sein, wird einem irgend ein Sonderkurs offeriert.“ 😮

Soviel Weltklugheit durfte man dem deutschen Schauspieler Heinz Rühmann getrost zutrauen; am 7. Marz wäre dieser in Essen gebürtige Darsteller verschiedener Rollen, oft den „kleinen Mann“ verkörpernd, nun 113 Jahre alt geworden.

Bei einer am nun vergangenen Dienstag ebenfalls stattgefundenen Geburtstagsfeier wurden „damals“ aktuell entstandene Foto’s frei Haus geliefert, die der Leserschaft nicht vorenthalten sein sollen:
Am selbigen Abend, kurz nach dem Dunkelwerden, verunglückte auf der Strasse in den Nachbarort ein 28-Meter langer, mit Rindern beladener LKW an einer Brücke.
Wahrscheinlich geriet der Sattelauflieger ins Trudeln und war kurz vor der Brücke nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen, sodaß mit einem lauten Krach die rollende Kipp-Technik und das eingesperrte Vieh im wahrsten Sinn des Wortes nähere Bekanntschaft mit der Fahrbahn machten.

Und wie schon so oft bei einem (Un-)fall dieser Art, wurde damit den in der Nähe wohnenden auf wundersame Weise (und vor allem ganz ohne Arbeit, sieht man vom Schlacht-Handwerk mal ab…) der Tisch für mehrere Tage gedeckt: bewaffnet mit garantiert scharfem Schneid- und Hauwerkzeug wurde die Schlachtung in großem Maßstab und noch größerem Kollektiv an Ort & Stelle erledigt.
Die aktuellen Möglichkeiten der drahtlosen Telephonie halfen an dieser Stelle, um zahlreichen weiteren, auch etwas entfernter wohnenden Mitbürgern schon vorm Osterfeste den Bauch zu füllen…

Augenzeugen, die sich während der Schnippelei in dem sich bildenden Stau befanden, sollten kurz darauf fast barbarisch zu nennende Szenen widergeben: sowohl einheimische als auch landsmännische berichteten von Strömen von Blut und daß oft „vergessen“ wurde, vorm auslösen der Teile das Tier endgültig zu töten. Weitere Auslassungen dazu sollen an dieser Stelle besser unterbleiben…

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Um dem Mißverstehen dieser Facette Paraguay’s vorzubeugen: hier war NICHT der Hunger der Antrieb, sondern das erspähen einer günstigen Gelegenheit..
Dank dieser „einschneidenden Hilfe“ konnte die Strasse schon bald dem allgemeinen Verkehr wieder zur Nutzung übergeben werden… :.

=> Als ungewiss jedoch gilt, ob sich jemand nach dem Fahrer des Unglückswagens erkundigte; bei einem Um-fall eines Biertransporters vor wenigen Jahren in einer anderen Gegend unseres Binnenlandes lag der Fahrer stundenlang eingeklemmt in seinem Fahrerhaus, während außerhalb seines Blechknäuels der Abtransport seiner prozentigen Getränkeladung reibungslos stundenlang -auch hier durchgeführt von privater Hand- funktionierte. 😐
Allerdings möchten wird der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß dem Fahrer und somit (unfreiwilligem) Spender ein Bier nach innen gereicht wurde…

Tag 217; für Brother hier nun wieder Bilder: ..noch keine endgültige Reffung, aber schon mal „unterwegs“. Schwierig langsam, alle am Segel befindlichen Tauen unter zu kriegen beim reffen; derzeit sitzen noch nicht mal die Sprutgordings. Ganz zu schweigen von den Stagen oder von den Brassen, die durch den Schnitt quasi ins Leere gehen… U-(
Muß man entscheiden, wenn das meiste sitzt – also wieder nicht linear… :)) U-(

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An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank :yes: an die Gäste vom Dienstag und für die wie immer treffenden Geschenke! :yes:

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Shit happens…

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MJ 02

….sollte der vormalige „King of Pop“ tatsächlich schon fünf Jahre (25. Juni) fort sein..?? U-( Scheinbar kein Zweifel möglich; unwiderlegbar ist seither ein halbes Jahrzehnt den Bach ‚runtergegangen. 😡

Doch nicht um schwarze Dinge, die mittels längerer Lagerung eine weiße Farbe annehmen, soll es gehen, sondern die an anderer Stelle erfolgte Umwandlung von schwarz zu – kaputt.
Dabei ist der genannte Wechsel vielleicht noch ❓ radikaler als die Wandlung von IM „Larve“ Gauck, der sich über die zwischenzeitliche Beschäftigung als grüßaugustinischer Bundespastor :## mittlerweile der dschihadistischen kriegsbejahenden Strömung angeschlossen hat.

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Besagter Wechsel HIERZULANDE erfolgte nach dazugehörigem Rrrrumms an einem der zahlreichen LKW’s, die unermüdlich Zuckerrohr transportieren.

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Bei dem allgemeinen altersbedingten Zustand der Reifen ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis die schwarzen Restfetzen die Strassen bevölkern; dennoch gelingt es den meisten Fahrern fast immer irgendwie, ihr schwer beladenes Fahrzeug vor dem Schlingern zu bewahren und irgendwo am Randstreifen zu halten. :.

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Beim Neuanschaffungspreis von etwa 2 Millionen Guaranies pro Reifen erscheint es kaum verwunderlich, daß man fahren läßt, bis die sprichwörtlichen Fetzen um die Ohren fliegen: diese Kauf-& Nutz-Mentalität herrscht übrigens im allgemeinen bei vielen Dingen vor, egal ob die eigenen Grundstücke, Häuser, Auto’s oder kleinere Dinge des täglichen Lebens, die doch etwas Pflege bedürften….

Im vorliegenden Falle erfolgte die Luftentleerung an einem Zwillingsrad nachts – so wie private wichtige technische Geräte meist Samstagnachmittags um 4 Uhr den Geist aufgeben. :))

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Einige ebenfalls zuckerrohrtransportierende Kollehschen hielten aus solidarischer Verbindung zwar an, doch Hilfe konnte niemand bieten, denn gleichzeitig mit dem Luftverlust wurde eine der längs verlaufenden elektrischen Leitungen durch frei fliegende Reifenfetzen gekappt.

So blieb nur, per Telefonat für den nächsten Morgen zwei Fachleute für Rad & Elektrik herzubeordern, die morgens um sieben per uraltem Kleintransporter B) und Werkzeug eintrafen und innerhalb einer halben Stunde das süßstoffliefernde Gehölz wieder auf den Weg brachten.

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Ein Blick auf das Ersatzrad und das neben dem Patienten laufende Material 😮 des LKW’s dürfte demnächst für etwas mehr Abstand zum eigenen Wagen sorgen…

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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