Herzenssache

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„Wirklichkeit ist immer das schönste Zeugnis für die Möglichkeit.“ 🙂
Es braucht keiner hoffnungsloser Pessimist zu sein, um dies bestätigen zu können; in heutiger Zeit stehen positive Erwartungen, die -feminisierte- Zukunft betreffend,  in einem gewissen Teil dieser längst mit einer gehörigen Portion Schieflage versehenen Erdscheibe in Gesellschaft von (gewollter) Blindheit:  Mit hochauflösendem TV belohnter Gleichmut begünstigt genannten Zustand ebenfalls. 🙂
Für Puristen sei angefügt, daß obenstehende Aussage dem Werk des österreichischen Dramatikers Nestroy entnommen und aus Anlaß dessen 155ten Todestages hier verwendet wurde…

Und bis vor kurzem sah die „Wirklichkeit“ für die 8-jährige Jennifer Leon aus Paraguay reichlich wenig berauschend aus; der von Geburt an beteiligte, für Blutzirkulation, Liebe und weitere (falsche) Entscheidungen im Leben verantwortliche Hohlmuskel drohte dauerhaft auszusetzen. So befand sich das Kind seit einem reichlichem halben Jahr in der Klinik in San Lorenzo und wartete…und wartete…
Selbst auf den hiesigen, kurz vorm Jahresende in diese Geschichte involvierten Weihnachtsmann war nicht unbedingt Verlaß: selbiger las auf dem Bestellformular der Patientin in der Spalte „Wichtig:“ für „sein“ Fest ein neues Herz eingetragen.


Wenige Tage später, höflich auf sein Versagen betreffs des gewünschten Artikels „Herz“ hingewiesen, wies er -wie hierzulande üblich- die Kritik vehement zurück und verwies auf die zeitgleich veranstalteten, dem Lohngefälle geschuldeten Streiks der Amazon-Arbeiter.
Unklar blieb, ob besagter Weihnachtsmann (…und ab diesem Zeitpunkt wertete selbiger diese Bezeichnung als Schimpfwort..) das gewünschte Organ überhaupt je auf die Reise geschickt hat…behaupten kann man ja gerne und vor allem viel.
– Doch wir schweifen ab: an diesem Wochenstart nun bekam Jennifer „ihr“ neues Organ: nicht vom nun zum letzten Male erwähnten Weihnachtsmann, sondern von einer als hirntot erklärten Patientin aus der staatlichen Klinik IPS.
An dieser Stelle möchte der Schreiber dieser Zeilen eine Erklärung abgeben: bei genannter Herzlieferantin handelt es sich keineswegs um die derzeit agierende Staatsratsvorsitzende; Gerüchte über ihren geplanten Paraguayaufenthalt inclusive Grundstücksbesitz halten sich ja seit Jahren hartnäckig…Dennoch scheinen unübersehbare Zusammenhänge zwischen dem Gewerbe der ihre Wiederwahl organisierenden Schlepperkönigin und dem Problem besagter Jennifer aus Paraguay zu bestehen: leider geriet die durch die ehemalige fdj-Mitarbeiterin ins Leben gerufene Organspendenaktion in Manchester ausser Kontrolle – gefragt war statt über 20 nur EIN Herz..!

Beim Thema Kosten zeigt sich die behandelnde Klinik gesprächsbereit: eigenen Aussagen zufolge würde diese gesamte Behandlung incl. der 5stündige OP im Ausland wenigstens zwei Millionen US-Dollar erfordern; gern verweist genanntes Hospital auf die Tatsache, daß im Fall der kleinen Jennifer der Staat die Kosten komplett übernommen hat: möglich, daß hierzulande weniger als umgerechnet 2 Millionen $ aufliefen.
Noch dazu vielleicht die Frage des Auswahlkriteriums der Patientin; unwahrscheinlich, daß sie die einzige mit Herzfehler verkörpert(e)… 🙂

Und sollte Cohn-Bendit dauerhaft der Zutritt zum Krankenbett der auf dem Weg der Genesung Befindlichen erfolgreich verwehrt bleiben, stehen ihre Chancen auf erfolgreichen Organtausch nicht schlecht: gute Besserung wünschen wir!
In jedem Fall dürfte sich für die Kleine damit die Chance auf ein Weiterleben ergeben haben; ermöglicht erst durch die in vielen Teilen der Welt umstrittene Diagnose um den Hirntod und somit das durch die Hinterbliebenen gespendete Organ.

Mit einem letzten Zitat des eingangs erwähnten Autors verbleiben wir auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

„Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“ Herr Maas, übernehmen Sie… 😦

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Villarrica, Paraguay
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Von oben herab…

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…schon aufgrund des zeitlichen Unterschiedes wenig wahrscheinlich, daß der deutsche Zeichner Wilhelm Busch vor nunmehr 150 Jahren bei gewissen Bildkompositionen den Mittmai-Abschluß des Deutschen Staatsvertrages von 1990 vorm -prophetischen- Auge hatte, als er die tragisch verlaufende Moritat vom Unglücksraben Hans Huckebein in Szene setzte und wenig später der Welt schenkte; unserer Generation fällt nun die Aufgabe zu, das politisch (derzeit..) unkorrekte Ende „des Schwarzen“ am Seil überhaupt erst zu entdecken und in marktkonformer Nationalitätsneutralität sorgsam gegendert der Nachwelt, vor allem aber komplett neugestaltet merggels islamischer Folgediktatur zu übermitteln….

Ähnlich hoch hinaus wie genanntes Finanzpapier sollte es an diesem Dienstag gehen; allerdings diesmal mit der Prämisse, den Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen: unablässige Bedingung dazu war eine Ersteigung des jüngst fertiggestellten und seiner Bestimmung übergebenen neuen Teils des Justizgebäudes; schon mehrmals wurde an dieser Stelle dessen Bau während der letzten beiden Jahre vorgestellt.
Über die unweigerlich die Eingangssequenz bildende „…wieso sind die Akkus der Kamera leer…und wo ist der Ersatzakku…oh..auch leer..“-Szene mag getrost der Mantel des Schweigens gebreitet werden; übrig beim zugehen auf den verwendeten Thyssen-Krupp-Fahrstuhl und der Reise in den oberen 7ten Stock blieb der Taschenapparat; selbigem entstammen folgende Bilder.
Leider blieb unbedacht, daß sich die Fenster des Hauses nicht auf allen Gebäudeseiten befinden – die dadurch fehlenden Bilder werden in wenigen Tagen in einer folgenden Session angefertigt und hier nachgereicht…!

        

Selbst nach knapp 12 Jahren Daueraufenthalt in Villarrica überrascht es beim Blick von Oben, über wieviel Grün „unser“ Städtchen eigentlich verfügt! Dennoch gilt – besser, besagten Neubau (aus juristischer Notwendigkeit..) nicht betreten zu müssen: allen Besuchern steht das Haus jederzeit frei! 🙂

…und keinesfalls soll der Geburtstag von Sandra vergessen sein; Gratulation ebenso zum weiterhin blendenden Aussehen!!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Neue Haltestelle & alter Feiertag

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„Für unter 10tausend Dollar am Tag stehen wir gar nicht erst auf“ (..glauben wir gern..), wird als Aussage Linda Evangelista, einer der mächtigsten Modefrauen der 90er Jahre zugeschrieben; daß sie an ihrem 52ten Geburtstag noch genauso aussieht, dürfen/müssen wir leider nicht mehr so gerne glauben: das Lachen der 90er ist längst verweht, und in unsrer Zeit feixen nun kaum noch Modemädels, sondern öfter die Konterfei´s von ekelpähischen (auch jüngst neu „gewählten“) Gangstern & uckermärkischen Schlepperköniginnen von den Titelseiten der mehr teuren, vor allem aber weniger wichtigen Einwickeljournalen…

Auch in unserem Binnenländle scheint sich die Zeit längst schneller zu bewegen; sicheres Anzeichen dafür dürfte -auf der Jagd nach Passagieren- die Häufung von Hausbesuchen meist hauptstädtischer Colectivo´s sein; auch das Verstecken einzelner Personen an einer Tankstelle kann nicht davor bewahren, in letzter Minute noch als Fahrgast „eingezogen“ zu werden; gleichzeitig ergibt sich so die -zugegebenermaßen vielleicht etwas zweifelhafte- Chance, Augenzeuge/Mitwirkender/Opfer bei einer filmreifen (Beinahe-)Katastrophe zu werden…. 🙂
Glücklicherweise wandelte sich der neueste Vorfall am Dienstagmorgen in Nemby trotz ausgelaufenem Treibstoff nicht in einen Feuerball; neueste Prognosen gehen davon aus, daß den verantwortlichen Busfahrer KEINE Schuld trifft… 🙂 Wie gewohnt. 🙂

  

Dies dürfte aber dem von Kindesbeinen an implizierten Landes-Nationalstolz keinerlei Abbruch tun; in einer aktuell ins kollektive Leben um den 206ten Unabhängigkeitsfeiertag gerufenen Aktion namens „Die Fahne hoch“ 🙂 wird dazu aufgerufen, in diesem Mai am Haus, am Geschäft die Landesflagge zu präsentieren – und gegen die körperbetonte Anwendung der Fahne wird doch wohl niemand etwas einwenden können.. 🙂

Doch nicht nur die Landesfahnen, sondern auch der Mindestlohn soll, wenn auch anfangs in etwas abgewandelter Form, „hoch“ gehen; damit dürften allgemein die Preise ansteigen bei merklicher Absenkung der Kontozinsen… 😦

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Neuer Mai – gleicher Regen…

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…hatte man sich noch vor wenigen Tagen endlich ein Ende des April und schnellstens den Beginn des fünften Jahresmonats gewünscht, kommt nun die -regnerische- Quittung: das Wetteramt warnt vor Sturm und unaufhörlichen Regenfällen, und von den obligatorischen Güssen und vor allem Schäden im Hauptstadtraum abgesehen…

     

…behalten die Leute vom meteorologischen Prognosenamt mit ihren Vorhersagen auch für den Raum Villarrica sogar recht – somit spielt sich das Leben im Gegensatz zur üblichen Zeit also vorübergehend derzeit „drin“ ab…

Glücklicherweise klappts durch ankommende Gäste immer wieder mit dem Nachschub an Lektüre, um verregnete Tage zu überbrücken; auch in diesem Falle steht wieder eine kleine Geschichte dahinter: während in den ersten Monaten des Jahres 1990 in Neufünfland wohl am allermeisten das Handelsgut „Auto“ in mehr oder (öfter) weniger gutem Zustand seinen Besitzer wechselte, erwarb der Schreiber dieser Zeilen eher vorsichtig aus Gründen der Ungewissheit „des Kommenden“ in dieser Zeit „nur“ ein Buch – um wenig später festzustellen, daß es sich um den ZWEITEN Band handelt: um den ERSTEN -passend zum vorhandenen- zu ergattern, bedurfte es immerhin 27 Jahre… 🙂

Etwas weniger Zeit wird -hoffentlich- der Neubau einer Brücke benötigen, die im Department San Pedro den hölzernen Geist aufgab; auch der Mai hält also genug Arbeit fürs Strassenamt bereit… 🙂 So denn Geld übrig geblieben sein sollte… 🙂 🙂

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – allerdings nicht ohne an den 50ten Jahrestag der Eheschließung des King of Rock`n Roll zu erinnern: ….hielt auch nur 6 Jahre… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Kein Kintopp…echter Krieg….

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..liegt es an einer bestimmten, (hoffentlich) seltenen Planetenkonstellation, steckt IM „Erika“s Erzfeind Putin hinter allem oder ermitteln gehorsam vorauseilende, sich zur Zunft der Journalisten rechnende Mitläufer demnächst überseeisch vorgenommene Parteienfinanzierung der „Blauen“ hinter den jüngsten Geschehnissen in „unsrer“ Grenzstadt Ciudad del Este..?
In jedem Fall scheint´s der sich seinem kalendarischen Ende nähernde April in diesem Jahre weiterhin kräftig in sich zu haben….

Nach derzeit noch etwas variabel gehandelten Informationen werden um die 50 (!) Männer gezählt, die Anfang der Woche ihre private Kasse etwas auffrischen wollten; im Rahmen dieser Aktion wurde kurzerhand ein als Ablenkung dienender Krieg in der zweitgrößten Stadt Paraguay´s entfesselt: glücklicherweise stellen brennende Autos und Schießereien auch im besten, je existenten Vorislamland keine, nur in der filmischen Phantasie vorhandene Seltenheit mehr da – deshalb stellen diese Dinge für „drübige“ Großstadtbewohner keine größeren Anforderungen an die Vorstellungskraft mehr dar. 🙂

Eine bisher unerreichte Facette dieses äußerst realen Film´s stellen die Angriffe auf das dortige Regierungsgebäude sowie die Polizeistation dar; gegen beide Einrichtungen hat sich -bisher- in der alten Heimat noch niemand aggressiv gezeigt… 🙂
Den eigentlichen Kern der Aktion bildete gleichzeitig die finanzielle Entleerung der Niederlassung des Geldtransportunternehmens. Die dabei geraubte Summe gilt wie meist in diesen Fällen als nicht sicher; „gehandelt“ werden Summen um die 10- bis 40 Millionen U$.

  

Während der anscheinend stundenlangen Kämpfe wurde ein Beamter des angegriffenen Unternehmens getötet, und auch die Angreifer mußten während der Flucht drei, die Anteilsumme hingegen vergrößernde Verluste hinnehmen. Zum Häuserkampf wurden dabei mehrere Einheiten zusammengezogen und auch Einzelpersonen versuchten ihr bestes…

Selbiges Verschwinden vom Kriegsschauplatz unter Ausstreuung sogenannter Reifentöter war auf den Fluß Paraná gerichtet; da warteten wie schon mehrfach von Kollegen praktiziert mehrere Boote, die den Übergang ins Nachbarland Brasilien sicherten.
Glücklicherweise klappt zumindest die Zusammenarbeit beider Länder bei der Polizeiarbeit; so gerieten die Neureichen vom paraguayischen Kugelregen in die brasilianische Polizeitraufe. Immerhin ordnete „unser“ Präsident Cartes den Militäreinsatz an; Ergebnis dessen soll die Verhaftung mehrerer Beteiligter sein…
Sonderbarerweise lagen bereits kurz nach Ende der offiziellen Kampfhandlungen üppig bebilderte Suchanzeigen der Kämpfer aus verstrichenen Tagen vor; möglich, daß auch einige der Gangster im vorbeifahren abgelichtet wurden… 🙂

Man fragt sich langsam, was der vierte Monat noch bieten wird… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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April verquer – für so einige

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Zugegeben – bisher zeigten sich die Tage des vierten Jahresmonats eher nicht in überzeugender Weise; die uckermärkische geistesgestörte Machthaberin nennt dies -in anderem Zusammenhang- „..nun sind sie halt da..“. Weder Beschwerdestelle noch Umtauschbüro für laufende Monate existieren in Paraguay – und so bleibt denn nur, Renneberg´s Koblenzer Zähne zusammenzubeißen & durch. 🙂
Handelte es sich im Vormonat „nur“ um einen Besuch beim hiesigen Dentisten, so hielt der April einen Besuch im „Centro Medico“ Villarrica´s bereit – um eine rückseitige Muskelentzündung zu bekämpfen, hielt der behandelnde Arzt die Verabreichung zweier Spritzen für unumgänglich; für Einwände und alternative, vor allem aber spritzenlose Behandlungsvorschläge zeigte sich der Doctor kategorisch nicht verhandlungsbereit; einzigen Lichtblick stellte die ausführende Foltergehilfin dar…. 🙂


Der strengen Aufforderung „bitte hinlegen und stillhalten“ konnte man(n) in diesem Falle nicht widersprechen… hätte es vielleicht doch nur die Anzahl der Einstiche erhöht… 🙂  Kein Problem – wer wird sich ängstlich zeigen???

Anmerkung der Redaktion bzw. Gegendarstellung des die Veröffentlichung des Beitrages freigebenden Lektors/Mitarbeiters: hier das die damalige tatsächliche Situation im Arztzimmer wiedergebende Bild; wir bitten die Leserschaft, den eingangs erwähnten kreativen Umgang mit dem wirklichen Ablauf der Situation zu entschuldigen: mit dem verantwortlichen Zeilensetzer wurde bereits gesprochen.. 😦  Mehrmals. 😦

Die ärztliche Empfehlung nach fast absoluter Ruhe für mehrere Tage konnte und sollte nur Wunsch bleiben, da fast gleichzeitig mit der Rückkehr vom Arztbesuch die Fertigstellung und vor allem Lieferung der vor vier Wochen bestellten zusätzlichen Büchervitrine gemeldet wurde: wer sonst als der Sammler und Besitzer der Werke konnte und durfte denn die Regalbretter füllen..?
Für 1,6 Millionen Guaranies wurden diesmal sechs statt wie bisher fünf Bretter in dem Bücherhort untergebracht: KEIN Massivholz, sondern eine geschickt verkleidete (und vor allem haltbare!) Konstruktion aus fest verleimten Sperrholz, welche aufgrund einer vorgelegten detailierten Zeichnung entstand.
Aber wiiieesooo sind jetzt, nachdem stundenlang die Bretterabstände ausgetüftelt wurden, noch Bücher übrig, die partout nicht `reinpassen?????????????

    

An dieser Stelle Gratulation an Crispin Glover/George Mc Fly zum 53ten Geburtstag; sein Bild aus einem der kultigsten Filme aller Zeiten paßt diesmal wirklich haargenau zum nächsten Thema: seit geraumer Zeit findet ein (Quasi-) kehraus an den hiesigen Universitäten und Fortbildungsinstituten statt.
„Quasi“, da ein beginnender Einstieg an ein hinnehmbares Level im weiterführenden Bildungssystem sehr schwer fällt. Deshalb zum besseren Verständnis nun einige Zahlen: laut offiziellen Zahlen existieren in Paraguay viereinhalbtausend Studiengänge an 54 als LEGAL eingestuften, teils staatlichen, teils (46) privaten Universitäten.
Etwa die Hälfte der Studienrichtungen werden derzeit einer Revision unterzogen; allein im vergangenen Jahre wurde vom Bildungsministerium beschlossen, ganze 50 davon zu „kippen“.
In einer von eben erwähntem Ministerium herausgegebenen Verlautbarung wird dabei dringend vor sogenannten Garagen-Uni´s gewarnt; damit werden Bildungseinrichtungen OHNE staatliche Überprüfung und vor allem Zulassung bezeichnet.
Allein in den letzten Jahren waren achttausend Studenten von „leeren Taschen“ nach der Absolvierung betroffen, d.h., nach dem Studium gab´s KEIN anerkanntes Diplom.
Ob dies den Einstieg ins Berufsleben in jedem Fall verhindert hat, sei dahingestellt: nahezu jedes Büro bietet dem Auge der Kundschaft an einer Wand erworbene Diplomurkunden. 🙂 Die natürlich einer „echten“ Uni entstammen könnten – dann bliebe die Frage nach den Gründen der Zulassungsverweigerung…
So sah sich besagtes Ministerium nahezu gezwungen, in den letzten Tagen eine Liste von „guten“ und „schlechten“ Uni´s und im wahrsten Sinn des Wortes zugelassenen Studiengängen herauszugeben – prompt setzte eine für hiesige Verhältnisse gigantische Anfragewelle ein, um konkrete Antworten zu erhalten.
Nun darf man gespannt sein, wann (oder ob..?) der Bildungsweg der Lehrer unter die Lupe genommen wird… 🙂

Der 20te April 🙂 stellt in diesem Jahre ein besonderes Datum dar: vor nunmehr zwei Jahrzehnten fand an diesem Tag bei Sonntagnachmittagregen die erste, halboffizielle 🙂 Strassenfahrt des Spitfire 1500 nach Rhens statt: zwei Jahre Komplettrestaurierung mit dem besten Team – all Systems go..!
Danke und Grüße nochmals an alle Beteiligten!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Ostern. Haus weg. Geld weg.

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„Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.“

Gehören Sie vielleicht auch zu den Leuten, die im Glauben leben, daß früher alles besser gewesen sei..?!
Glauben Sie wirklich, daß die Welt in Ordnung war, während man vor einem halben Jahrhundert in Kindertagen am Ostersonntag den Eltern als eiersammelndes Fotomotiv diente..?
Okay – für 350 Millionen afrikanische Primaten lohnte damals noch kein kostenloser Shuttleservice `rüber auf die Halbinsel – aber stellen Sie sich mal vor: die derzeitigen laienhaften Berliner Operettendarsteller arbeiten nun fieberhaft dran, für den Steuererdrosselten auch außerhalb des Münchener Museums verschiedene Zeitebenen der Menschheitsgeschichte GLEICHZEITIG hautnah erlebbar zu machen: beispielsweise das umgängliche Miteinander im Umfeld des 30jährigen Krieges und wichtige, erlebnisreiche Phasen der Weimarer Republik..! 🙂
Seien Sie doch mal optimistisch und sagen Sie einfach: شكرا جزيلا  🙂

Doch auch hier im südamerikanischen Binnenländle reißen die turbulenten Zeit nicht ab: nach dem jüngst brennenden politischen Gebäude in der Hauptstadt kämpfen nun die Gegner auf der juristischen Ebene; gegenseitige Bezichtigungen, Strafanzeigen und Beleidigungen füllen derzeit die Spalten der hiesigen Gazetten: die jetzt kommenden herbstlich-kühlen Temperaturen lassen beide Seiten wohl aller Voraussicht nach schon in wenigen Wochen wieder glücklich vereint auf den Abgeordnetenplätzen in die Reporterkameras blinzeln…

Zu den derzeit herrschenden, etwas tieferen Temperaturen gesellte sich am vergangenen Wochenende im südlichen Paraguay in der Ortschaft Misiones ein starkes Unwetter, was zahlreichen Menschen weit mehr als nur das Dach überm Kopf kostete: kurz darauf ließ Präsident Cartes den Wiederaufbau der mehr als 30 zerstörten Häuser anordnen – hoffen wir, daß dies wirklich schnell und vor allem unbürokratisch geschieht..!

Eine ganz andere Überraschung erlebten Anfang der Woche einige Anwohner der im westlichen „Knick“ von Paraguay gelegenen Stadt Fernando de la Mora: beim landesweit-ortsüblichen Open-Air-Müllfeuer fanden sich unterm vorhandenen Abfall Teile eines  menschlichen Skeletts; nach -tatsächlich..!- erfolgter Meldung erfolgt nun die Prüfung der Überreste durch bestausgebildete Sachverständige.. 🙂

 

Damit nicht genug: der Dienstag bleibt auch den Fahrern eines der zahlreichen Geldtransporter in Erinnerung: einer Crew von sage & schreibe zwanzig Männern gelang es in Hernandarias nahe Ciudad del Este, nach dem Beschuß des polizeilichen Begleitfahrzeuges und dem Abstoppen des eigentlichen Geldtransporters mittels „Reifentötern“ immerhin eine Milliarde (derzeitiger Kurs etwa 1:6) Guaranies, befindlich in zwei Geldsäcken, zu erbeuten; plötzlich vermögend geworden, konnte sich die risikofreudige Mannschaft nicht verkneifen, unmittelbar anschließend eine Seereise auf dem Rio Acaray zu unternehmen: der Polizeibericht vermerkt dazu – Spur verloren: wenngleich die Namen einiger der Beteiligten der Polenta schon bekannt sind. 🙂 Aber das sind die besten Exemplare der Schulz´schen prähistorischen Goldkinder ja auch…. 🙂 🙂

 

Bei diesem reichlichem Tumult „ausserhalb“ wird´s Zeit, das nächste, schon angekündigte (diesmal ultimativ letzte..) Modellbauprojekt näher ins Auge zu fassen: dazu vergrößert sich nun im recherchierenden Vorfeld ständig die Bildersammlung der damaligen Heckraddampfer des Mississippi; eines der besten/nützlichsten, weil detailreichsten sei hier vorgestellt:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – vor allem für´s bevorstehende Osterfest – als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Einweihung und Rückbau

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Die Vermutung liegt nahe, daß der (nach aktuell angelegten Maßstäben und geforderten Denkweisen und -richtungen) politisch korrekte, nicht Compacte *Nnnein-Angela-das-les-ich-nicht-* Zeitungsleser sicherlich beim Thema „Brückenbau in Paraguay“ obenstehende Abbildung vor Augen hat/haben soll/muß; wie stets liegt auch hier die Wahrheit meilenweit neben den Darstellungen der vierten Staatssäule: keine Frage, daß der derzeit amtierende Präsident Cartes vergangenen Freitag lieber -kurzfristig- zur Einweihung einer völlig neuen Brücken-/Kreiselkonstruktion in der Nähe des Asuncióner Flughafens eilte, als der am selben Abend schnell organisierten (und deshalb nicht in seinem Terminkalender vermerkten) Erstürmung und Brandschatzung seines Parlamentsgebäudes beizuwohnen – dazu aber etwas später…

Das ganze, in der alten Heimat eine Vielzahl von Autobahnstrecken krönende Bauwerk nennt sich hierzulande Viaduct und wird als „erstes Bauwerk dieser Art“ in unserem Binnenländle beworben: einen gewissen Stolz sollte man den Gestaltern und Erbauern der neuen Streckenführung auch nicht nehmen, betrug nämlich die Bauzeit dafür anderthalb Jahre.

Wofür Mitte December 2015 der erste Spatenstich erfolgte, wurde nun also feierlichst eröffnet: festgelegte (und vorab veröffentlichte!) Sitzpositionen der Regierungsvertreter/obersten Bauherren, Parkplätze für VIP-Leute und abgesteckte Quartiere für die Journaille – eine nahezu identische Aufteilung und platzzuweisende Anordnung wie beim letzten Pankower Oktobergeburtstag… 🙂

Und wir wären nicht im Jahre 2017, wenn nicht längst jemand die meist unpassende Kostenfrage dieses Projektes stellen würde: bekanntgegeben wurde die Summe von 23 Millionen US-$; gleichzeitig versprechen dafür zuständige Stellen die Einsparung von 400 Millionen Dollar – diese Summe allerdings wird laut Expertenberechnungen erst in einem Vierteljahrhundert erreicht. 🙂
Zum Vergleich: eingangs erwähnter, perfekt an Steuersystem & TV-Sessel angepaßter Zeitungsleser auf der anderen Seite der Weltscheibe findet an der nur wenige Tage vorher erfolgten Meldung über die Erreichung der neuen Target-II-Verschuldung von über 800 Milliarden Kunsttalern keinen größeren Anstoß; demgemäß behandeln „seine“ Redakteure dieses eher regionale Bedeutung tragende Thema zugunsten zahlreicher, meist mehrseitiger Trump-ist-doof-Artikel nicht länger als nötig/erlaubt…

Doch zurück zum brücken-überspannten Asunción: das bisherige Fehlen eines passenden Namens für die neue Errungenschaft der Asuncióner Stadtplaner wurde vor wenigen Stunden ausgeglichen: Namensschilder, die bevorzugt nachts angebracht werden, überleben -systemübergreifend- meist nicht lange, und so sei aus diesem Grund die Namensgebung schnell erwähnt: die Feder sträubt sich, das Wort „Aktivisten“ zu schreiben, deshalb nennen wir´s mal „findige Leute“: selbige übertrugen dem Bauwerk den Namen „Rodrigo Quintana“ mit dem erklärenden Zusatz „Ermordet durch die Polizei des Präsidenten Horacio Cartes“.

Und seit vergangenem Freitag steht dieser Name für die Erstürmung / den Widerstand gegen Vorgänge im paraguayischen Parlament, die zeitgleich mit der Brückeneinweihung stattfanden.
Unter Ausschluß der Oppositionsstimmen wurde da der Weg per Abstimmung (25 von 45 Senatoren..) geebnet für die Möglichkeit der -bisher von der Verfassung nicht zulässigen- Wiederwahl von Präsident Cartes; der Normalfall sieht EINE Amtszeit von 5 Jahren vor, die im aktuellen Fall nächstes Jahr enden würde.
Und gegen diese Abstimmung gingen vergangenen Freitag zahlreiche Einwohner Asunción´s vor; durch Netzwerke verbunden sammelten sich immer mehr aufgebrachter Menschen vor dem Parlamentsgebäude. Die Anwesenheit der Polizeitruppen und der Einsatz von Wasserwerfen waren dabei nicht geeignet die Menge zu beruhigen: die meisten unteren Scheiben wurden eingeschlagen und das Haus teils in Brand gesetzt.

 

Zeitgleich nutzten weitere Polizeitruppen die Gelegenheit, die Parteizentrale der Opposition zu stürmen:  bei der bei der Erstürmung zwandläufig entstandenen Hektik fielen (Schrot-)schüsse, von denen im Hausinneren neun Kugeln/Körner Körper und Lunge des eben erwähnten 25jährigen Oppositionellen Rodrigo Quintana durchsiebten und dessen Ableben verursachten.
Dies kostete dem Innernminister und dem Chef der Polizei die Jobs. Ob dies reichen wird, die Bevölkerung zu beruhigen, bleibt abzuwarten; bisher nämlich ließen die Senatoren durchblicken, am umstrittenen Wiederwahlgesetz festhalten zu wollen…

Turbulente Zeiten also am Beginn des Herbstes; man darf gespannt sein, wie es weitergeht….Und keine Frage: der altheimatliche Kampf zwischen Ureinwohnerschaft und musilimischen Primaten wird zweifellos erbarmungsloser; mitgebrachte Yoga-Matten und Batikkleider dürften eher hinderlich dabei sein… 🙂 Dumm dann nur, daß seit Jahren FREIWILLIG die verbliebenen Waffen abgegeben wurden…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Stahl, Holz, Murks….

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Der 31te März jeden Jahres steht in Titanic-Fankreisen für die erfolgte Kiellegung des später so berühmten englischen Schiffes; im Jahre 1909 schuf in Belfast ein Heer von übermotivierten und unterbezahlten Leuten (…wie gesagt: 1909..) ein Sinnbild für den Verlauf des 20ten Jahrhunderts: nahezu jeder weiß, daß diese Geschichte genauso endete, wie das Experiment mit dem Schulz-Gold ausgehen wird: hoffen wir, daß diesmal für die „oberen“ Verantwortlichen KEIN Rettungsboot bereitstehen wird.. 🙂

Doch nicht nur die äußere Größe des neuen Schiffes beeindruckte, sondern auch die innere Ausstattung bestach das Auge. Seither sind über 100 Jahre vergangen – und das Wissen um den paßgerechten Einbau normaler Türen scheint (hoffentlich auch in Paraguay nur örtlich begrenzt..) vom Vergessen bedroht zu sein: diese Vermutung legt folgende Geschichte nahe:
Der bisherige Schreiner des Hauses und preisgekrönte Erfinder plausibel klingender Begründungen für Verzögerungen bei der Fertigstellung der in Arbeit gegebenen Aufträge erhielt wider besseren Wissens und Gefühls kürzlich die Aufgabe, eine der hiesigen gebräuchlichen, vor der eigentlichen Tür angebrachten Moskitotüren zu überarbeiten und binnen Tagesfrist wieder anzubringen. Klar – damit rechnet nicht wirklich einer. Händeschütteln & freundliche Gesichter gehören hier zum Geschäftsabschluß wie das Wir-schaffen-das-Sülz zur uckermärkischen Geistesgestörten.

Der drei Wochen später erfolgte unangekündigte Blitzbesuch in der erwähnten Arbeitsstelle des Hausholzmannes schien dem Inhaber fast peinlich. Immerhin – der Rahmen der Tür hatte schon vier hölzerne Seiten. Noch drei Tage später wurde der -ausschließlich- lupenreines Guaranie sprechende Mitarbeiter samt nun mit Moskitonetz bezogener Tür hier abgesetzt.
Die Montage dauerte geschätzte 10 Minuten; die Bezahlung war bei der Vergabe des Auftrages erfolgt. Tja..was soll ich sagen…11einhalb Jahre Paraguay-Leben haben auch dem Schreiber dieser Zeilen 2 Kilo 🙂 mehr Bauchumfang verschafft: aber ständig seitlich durch die neue Tür gehen zu müssen, nur weil die (als neu verkauften) Scharniere nicht mehr als geschätzte 30° Öffnung der Tür zulassen, wäre denn doch etwas unangenehm – und findigerweise wurde vom auffällig-unauffällig schnell entschwundenen Schreinergehilfen schon als störend empfundener Verputz (nutzlos..) per Hammer entfernt.
Die wenig später telefonisch gestellte Nachfrage nach der Zeitdauer dieses merklich eingeschränkten Öffnungswinkels des Türblattes wurde am selben Tag (!) mit einem weiteren Besuch und einer Nachbesserung durch eben schon genannten Jünger der Holzverarbeitung geahndet: komisch – bei manchen Filmen aus Hollywood´s Traumfabrik ahnt man schon vorher, wie´s ausgehen wird…so auch hier: mit freundlich-zusammengebissenen (drei) Zähnen, aber mehr mit nonchalant gezeigter Wut ob der Beschwerde wurde die Tür abgerr..äh… demontiert und mit dem maximal erreichbarem Wert nach rechts verschoben, bevor besagter Spezialist zum wiederholten Mal, diesmal wortlos verschwand.
Der nun LINKS dadurch entstandene Spalt zwischen Tür und Rahmen hätte genügt, problemlos ein Klappbett durchzureichen. Haben Sie eben nach dem Öffnungswinkel des Türblattes gefragt..? Sie ahnen es schon..stimmts..? Dennoch: zum ordnungsgemäßen Geschäfts-Abschluß gehört in Paraguay meist ein Wort des Dankes, aber mehr des Lobes: so auch hier! 🙂

Und als nun endlich RRRRUHE einkehrte um diese Geschichte, wurde besagte Pforte nochmals vom Rahmen getrennt: dabei stellte sich heraus, daß besagte neugebrauchte Scharniere verkehrtherum (deswegen der reduzierte Öffnungswinkel) montiert waren und durch ihre Größe generell zur Wand nun nicht mehr passen konnten; ein weiteres Mal mußte Wandverputz leicht entfernt (oder am nächsten Tag kleinere Scharniere besorgen..) werden, um durch eine seitliche Linksverschiebung schon erwähnten Seitenspalt wieder verschwinden zu lassen und auch dickere Leute durch die „normale“ Türöffnung zu lassen….soooo schwer… 🙂

Ein etwas größeres Problem mit gebrauchtem, vor allem aber stark beanspruchtem Holz gab’s Anfang dieser Woche im Raum Caazapá: dort gab eine Brückenkonstruktion nach, als ein Holztransporter mit dem bekannten 300-Prozent-Rendite-(Vergabe ausschließlich durch deutsche Eingewanderte an deutsche Auswanderer..) Eukalyptusholz darüberfuhr. Spannend wird nun, wer für diese Kosten aufkommt & wann beide Seiten an dieser Stelle wieder miteinander verbunden werden…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

…wettermäßig derzeit übrigens reichlich durchwachsen im Raum Villarrica: der Weg in den Herbst ist diesmal gut regenfeucht.. 😦

 

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Stop…and Goooo!!!

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„Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.“
Wie erwartet, verstreicht der 185te Todestag des deutschen Dichters Goethe in den staatlich eng gekoppelten Medien eher unbemerkt; in der real existierenden vorislamischen Staatsform auf ehemals deutschem Gebiet werden die Aussagen des „Alten aus Weimar“ leicht, schnell und in derselben effektiv-innovativen Form wie beispielsweise Waffengeschäfte mit Saudiarabien in altertümlich-ablegensreife Richtung gedrängt, sind doch die in Schulzeiten meist gehassten Sprüche von Johann Wolfgang vom (derzeit) wahren Leben längst überholt worden: Berge von Plüschteddy´s samt kuschlige Resozialisierungsprogramme belohnen die (Un)-taten prähistorischer Invasoren: für DIESE primitive Menschengruppierung KANN „der Alte“ nicht geschrieben haben…

Weitaus schneller findet hierzulande in immer kürzeren Zeitabständen die böse Tat ihre Antwort: seit Jahren begehen vorzugsweise in größeren Städten Paraguay´s sogenannte Motochorros quasi im Vorüberfahren Diebstähle mit oft körperlichen Auseinandersetzungen – wenn das ausgespähte Opfer geistesgegenwärtig Gegenwehr versucht.
Schnell kommt dabei dann eine Waffe zum Vorschein, welche sich die genannten Motochorros nicht scheuen einzusetzen. Nicht allzuoft ist Polizei zur Stelle; im Gewimmel der Städte sind diese Räuber des 21ten Jahrhunderts in wenigen Sekunden im Strassenverkehr untergetaucht.
Immer öfter nehmen in diesem Fall das Opfer oder auch Augenzeugen die Verfolgung auf; nach erfolgtem Showdown steht die Justiz vor dem Problem, (meist nicht..) auf Notwehr zu erkennen oder (eher selten..) hohe Strafen zu verhängen.
Ein vor einem reichlichen Jahr erfolgter, gleichgelagerter Fall endete nun mit einem als richtungsweisend bezeichneten Freispruch wegen -eben doch- ausgeführter Notwehr: nach erfolgter Beraubung hatte der Fahrer mit seinem Wagen die Verfolgung aufgenommen – in die Enge getrieben, zog einer der beiden Räuber eine Schußwaffe und wollte damit die Verfolgungsraserei beenden: daraufhin gab´s Druck aufs Gaspedal und die benachbarte Friedhofsanlage verfügte über zwei Plätze weniger…
Und man stelle sich vor: in Paraguay werden Fragen gestellt, wie es denn dem OPFER nach beschriebener Aktion geht..!!
Gleichfalls/andererseits läßt sich keine Beschreibung finden, wie die Eltern/Verwandtschaft der Täter damit umgeht, wenn beide „Ernährer“ bzw. Geldzustecker nun für längere Zeit „ausfallen“ und sogar noch die Begräbniskosten aufgewendet werden müssen: ungewiss, ob dies Ganze nun nicht eine Verkettung von Racheakten nach sich zieht, wenn das Bild des beraubten Opfers samt dessen Namen in Zeitung & TV erscheint…

Sieht man sich dazu die Kommentarspalten der hiesigen Gazetten an, weint kaum jemand den Tätern „mit guter Sozialprognose“ heisse Tränen nach oder gibt der schweren Kindheit ohne Playstation die Schuld; ganz zu schweigen, daß für deren Verhalten die Gesellschaft verantwortlich gemacht wird: letzterer Punkt hingegen bietet angesichts der hiesigen Bildungssituation und -qualität auf jeden Fall Stoff für nächtelange Diskussionen. Doch welches Land stellt schon das eigene Bildungsprogramm auf den Prüfstand..?
-Leichter ist´s doch, das Level des zu vermittelnden Wissens herunterzuschrauben, um vermeintliche Chancengleichheit zu proklamieren… 🙂
Mit klaren Worten: die meisten derjenigen, die sich da zu Wort melden, sind eher „guter Dinge“ darüber, daß das verzweigte Strassennetz ab sofort zwei Räuber weniger aufzuweisen hat..

Wie dem auch sei; zum heutigen Schluß möge der deutsche Dichter Erich Kästner zu Worte kommen:
„Es ist ungleich besser, beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut Vernunft annimmt.“

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de