Juan, Rosita & kein Ende…

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Ich hatte mich an diesem Abend auf einen halbwegs normalen Ablauf eingestellt; viel zu spät würde mir einfallen, daß ich das Abendessen vergessen hatte, ab und an würde das Telefon wimmern und nach Geschäftsschluß, am Beginn des Morgens, würde ich mich dem Bett widmen können. Den Inhalt des drahtübermittelten Gesprächs vom frühen Abend hatte ich längst vergessen; die darin enthaltene Frage, ob es mir was ausmachen würde, wenn die nächtliche Radiomusik hier im Haus von einem leibhaftigen Mariachi unterbrochen werden würde, nahm ich reichlich gelassen als spaßige Einlage eines Witzboldes hin. Und als ich wider Erwarten darauf aufmerksam gemacht wurde, das eigene Essen doch nicht zu verpassen, war die Erinnerung an die telefonische Frage längst weg… Bliebe eigentlich nur noch abendlicher Schluß, Bett und der nächste Morgen zu erreichen. Was machte es mir aus, daß der nächste Morgen auch hierzulande den Liebenden gewidmet war, wenn immer noch zuverlässig die Musik aus dem Radio waberte? Bis kurz vor Mitternacht das Gelärm der Hunde den Radioapparat übertönte und die eigene Müdigkeit vertrieb. Noch bevor ich in die Pantoffeln geschlüpft war, schmetterten Trompete und sicherlich nicht nur eine Gitarre mir von dem Aussenbereich der Terrasse den unendlichen Weltschmerz der Liebe auch in diesem Teil der Welt entgegen. Und tatsächlich war der frühabendliche Anruf keine Frage, sondern eine Ankündigung gewesen. So standen fast wie aus dem Boden gewachsen immerhin vier auf Rechnung angeheuerte paraguayische Mexikaner mit neuglänzendem Instrumentarium vorm Tisch des Auftraggebers und dessen Frau und teilten ihnen schleppend singend ihre privaten Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen zum Thema amouröse Intimitäten mit. Zu den aufwendig hergestellten, weiß und kaffeebraun wechselnden Uniformen durfte laut ihrer Gewerkschaft ausschließlich der typisch sein sollende Mexikanervollrund aufgestülpt werden, auf dessen Durchmesser die Verpflegung eines mittelgroßen Kinderheims Platz findet. Und um der ebenfalls folkloristischen und preislichen Tradition Genüge zu tun, bekam nach dem musikalischen Intro die junge hübsche Frau des Combobestellers die Dunstkiepe angepaßt – und siehe da: paßt, und der Kopf knickt unterm Gewicht des Hutes nicht mal zur Seite.  So erklärt sich übrigens das Bild eines Musikers ohne Kinderheimspeisekammer.

Musikalisch wurde von einem Blatt gespielt, welches eine komplette Notenzeile enthielt; denkbar ist, daß die immerhin unterschiedlichen Textaussagen nach mehreren Aufführungen klappen oder bei Bedarf spontan aufgefüllt werden. So musizierten die Vier vor einem Tisch, an dem fleißig gegessen und getrunken wurde, munter drauf los. Selbst, als Trompeten-Mex auf die Idee kam, aussagekräftig nach jeder zweiten Schmetterrunde Flüssigkeit aus der goldglänzenden Tute auf die Terrassenplatten zu gießen, beschaffte das der Folkloristentruppe kein Bier zwischen den Strophen, die unermüdlich von der unglücklichen Liebe zwischen Juan und Rosita schluchzten; ziemlich bedrückt zogen alle vier nach vierzig Minuten ab und ließen die Zuhörerschaft im unklaren darüber, wie es mit Juan und der hübschen Rosita weitergehen wird – dabei haben es schon deren Großeltern vorgemacht: der Mann macht zuerst spontan, wenig später dann innovativ bei den Räubern in den Bergen mit, und die Frau bleibt mit fünf Kindern sitzen, gründet kurz darauf allerdings eine eigene Start-up-Firma für Schlagertexte, die kommende Generationen zum Weinen bringen werden…

Und wenn ich mir´s recht überlege, so war´s doch nicht schlecht für einen Abend mit ganz normalem Ablauf….

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

       
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Villarrica, Paraguay
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Bunte Puppen, Kerle mit Fäusten

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Seit nun 59 Jahren lümmelt sich Barbie, blond, nüchtern und faltenlos wie am ersten Tag und unverbindlich lächelnd auf den Ladentheken dieser Welt rum und stiftet mit schmalem Hüftplastik und sittsam-ängstlich zusammengekniffenen Beinen junge Mädels nicht zur Schwangerschaft, sondern zur Magersucht an; ich gestehe, damals nicht mitbekommen -oder ggf. strikt ignoriert- zu haben, daß Barbie´s Stammhaus vor neun Jahren „Erika“ merggel als vormalige Stasizuträgerin und aktuelle Gründerin eines Apartheidsstaates für die auf deutschem Boden Verbliebenen & Verbleibenden mit einer Sonderedition in Bezugnahme auf deren Vorbildwirkung für aktuell lebende Frauen (…ein weiteres Mal abzüglich der Schwangerschaft..) geehrt hat: Gerüchte, wonach als in Statur, Frisur und vor allem Geist gleich, Ilse Koch vom Ettersberg im nächsten Jahre zum 60ten das passende Mattel-Sondereditions-Ergänzungsstück zu „Erika“ bilden wird, werden immer lauter und erscheinen nur folgerichtig…. 🙂

 
Doch nun schnell den Sprung getan zu anderen, viel lebendigeren Puppen, wenngleich diese nicht in jedem Fall blond, nüchtern oder gar faltenlos erschienen…!

…sollte ich beim letzten Mal tatsächlich nicht erwähnt haben, daß sich ein zweites, mit anderer Kamera entstandenes Bildersammelsurium vom ersten Carnavaldurchzug Villarrica´s anschließen wird..?
Bevor also nun nochmals der bunte Fotoreigen eröffnet wird, noch einige Worte dazu: angesichts dunkler Regenwolken, die sich seit Stunden über die Stadt gelegt haben, besteht die Mööglichkeit, daß sich das geplante Carnavaldoppel in einen Einzelfall verwandeln könnte; wünschen wir den Stadtvätern-und mütterinnen dennoch einen Umzug, der Einnahmen in die Kassen strömen läßt… Stand Samstag 17.14 Uhr: REGEN. 😦

Und um den ganzen Text nun am Dienstag zum Abschluß zu bringen, hier eine kleine Zusammenfassung: so wie in der Wetterprognose angegeben, ließ der Regen gegen neun Uhr abends fast ganz nach und dem mehr oder weniger lustigen Treiben stand nichts weiter als die -vielleicht geplante…- Lustlosigkeit der Veranstalter im Wege.
Allerdings hielt das schon erwähnte konsequente Boykottverhalten der potenziellen Zuschauer auch an diesem zweiten Karnevalstag an; die Stadt füllte sich mit Leuten, die lieber privat veranstalteten Vergnügungen frönten, als daß in Eintrittskarten verwandelte Einnahmen in die bereitgestellten Stadtkassen flossen…
Die Macher des zweiten und schon wieder letzten bunten Abends nahmen´s gelassen und ließen die Zuschauer auf den Sitzbrettern links und rechts der kurz gehaltenen Strecke einfach auf weniger als eine Armlänge zusammenrücken, um den unbestechlichen Kameraobjektiven gefüllte Ränge zu suggerieren – mit einem kleinen Kniff den Abend gerettet, könnte man sagen.
Doch weit gefehlt – das nächste Ding reihte sich unerbittlich ein: der Asuncióner (!) Chef vom Villarrica-Orga-Team bekam eine Ladung des hier obligatorisch am Karnaval klebenden Schaumes ab; daraufhin kümmerten sich dessen Gorillas um den Übeltäter, infolgedessen einige Augenzeugen/Beteiligte vom Stamm der zusammengeschobenen Zuschauer solidarisch die Kampfstätte mitsamt dem aufgegriffenen und mit einem Platzverweis ausgestatteten pösen Attentäter verließen – selbst Asuncióner Zeitungen verstehen die ganze Aufregung um Schaum, Geschrei und Rangelei nicht.
Leider könnten Schlagzeilen dieser Art dazu führen, daß man im nächsten Februar dann lieber mit einem vereiterten, seit Tagen klopfenden Backenzahn zu einem Doktor geht, als nochmals Villarrica´s Carnaval zu besuchen…

Zu diesen ganzen Dingen kommt noch die Aussage einiger Leute aus wohlinformierten Kreisen, die über einen Verkauf von Villarrica´s  Planungsetage berichten; dies könnte das halbherzige Ergebnis zum weiteren Teil ebenfalls erklären….

Und vielleicht kommt eines Tages ja wenigstens ein Teil der Wahrheit ans Licht; bis dahin sollte Villarrica´s Carnaval schnellstens neu geboren werden..! 🙂
Andererseits – mit dem Wegfall der bunten Umzüge ergäbe sich die Marktlücke, Villarrica durch eine neu installierte, jährliche Autoausstellung oder gar durch einen Tauschmarkt für Kissenschoner, Topflappen & Häkeldeckchen nochmals berühmt zu machen. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

                            

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Villarrica, Paraguay
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Geh‘ nicht in die Stadt…heut‘ Nacht

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„Schau mit beiden Augen, schau.“
Dem nun 190jährigen Franzosen Jules Verne ging´s mit dieser Aufforderung vermutlich vordergründig um den Blick auf die umwälzenden Neuerungen und technischen Erfindungen seiner Zeit; nehmen wir uns die Freiheit, kurzerhand dieser Aussage ein anderes Ziel zu verpassen, vor allem aber den Blick auf den Trubel um den hiesigen Carnaval vom vergangenen Wochenende zu richten: oder auf das, was vom einstigen bunten Reigen -zumindest beim ersten Durchlauf- übriggeblieben ist.
Vorab sei versichert, daß eine in diesem Jahre eher herb ausfallende Kritik keine Schlechtmacherei darstellen soll; wohl aber scheinen die wichtigsten Geschichten um die freizügigen, nunmehr auf zwei Nächte reduzierten Umzüge Villarrica´s HINTER den privaten/stadtverwaltenden Kulissen abgelaufen sein… 😦
Nur das Wetter in dieser Nacht war noch besser. 🙂

Daß der offizielle, für 21 Uhr festgelegte Start zu jedem anderen (späteren..) Zeitpunkt als neun Uhr stattfinden würde, ahnt jeder, der schon bisle länger hier lebt; wenn allerdings nach dem Eintritt um 22 Uhr durch die 90tausend-Guaranie-Pforte der Blick auf immerhin etwa 150 gelangweilte Zuschauer fällt, die weniger Lärm machen als Da Vinci´s Mona-Lisa-Bild, kommen arge Zweifel auf, obs nicht besser wäre, die Ticketkosten zu vergessen, in der Innenstadt was essen zu gehen und sich später im Ohrensessel dem Fernsehprogramm zu widmen..
Die in diesem Jahre weiter gekürzte, zu absolvierende Strecke ließ den Argwohn entstehen, daß Villarrica auf der anderen Seite der Stadt einen zweiten, VIP´s vorbehaltenen Carnavalbereich etabliert hat; die paar Meter, die dem Umzug gewidmet sind, würde auch kleine Jungs langweilen, die gerade das Fahrradfahren gelernt haben: selbst die fasrigen Bretter der bisher durch ihre solide Stahlkonstruktion bekannten hohen Zuschauertribünen wurden 2018 woanders benötigt: entweder um das Geld beim Auf- und Abbau zu sparen oder den Grill des Bürgermeisters zu speisen….

Dennoch ließ sich zu vorgerückter Stunde der Umzug nicht mehr verhindern; die einstigen Brahma-Mädels, die vor Jahren existente Zuschauerscharen tänzelnd auf kommende lange Beine und kurze Kleidchen vorbereiteten, waren an diesem Abend freigestellt; vielleicht zahlte Encarnación´s närrische Gesellschaft auch mehr: selbst der neue, als vollschlank einzustufende Rey Momo besaß keinen dickeren Leibesumfang als jeder durchschnittliche Bäckereibesitzer und muß sich also seine Berühmtheit erst anfressen oder Krone, Szepter und weite Hose beim nächsten Mal wieder zurückgeben.

So erstaunte kaum, daß die üblichen Fotoposings Rey Momo/ neueingesetzte Prinzessin für die wartende Belegschaft auf den Sitzgebilden rechts und links des Streckenkürzels zugunsten eines zügigen Ablaufes der kompletten Veranstaltung schlichtweg ausfielen; früher anfallende Kosten für die dreirädrigen federgeschmückten, fast meterhohen Gestelle, die sonst von den Tänzerinnen hinterhergezogen wurden, entfielen ebenfalls in diesem Jahr: in wenigen Jahrzehnten sind diese Gestelle -dann ohne Federn, aber VOR der Person- hoffentlich wieder vorhanden, um sich beim Gehen draufzustützen: wahrscheinlich sind dann neben der Schnabeltasse an der rechten Armlehne sogar zwei große Räder dran, um drin sitzen zu können…
Im Verlauf des Abends kristallisierte sich vage das Thema „Zirkus“ heraus; ein angefertigter Käfig, der zwei starr blickende Giraffen -für Tierfreunde: nicht ausgestopft, sondern extra angefertigt!- enthielt, ließ darauf schließen. Und natürlich der menschliche Feuerspucker: dessen vorige Testreihe auf dem benachbarten Parkplatz, mittels Schluck von flammenfördernder Flüssigkeit aus der Pulle gelbe Brandschwaden zu erzeugen, ließ wegen der herüberziehenden Geruchswolken zunächst den Verdacht aufkommen, der eingesetzte kleine Kamerahelikopter vom städtischen TV-Sender wäre Minol-Dieselbetrieben; meingott, ich bin `67er Jahrgang, woher soll ich diesen neumodischen Kram kennen..?!
Zu meiner Zeit hielt man sich beim knipsen noch den Apparat vors zugekniffene Auge. Nicht mal mehr ein graues, hoffnungslos verknotetes Kabel verband die fliegende Kamera und den Mann am Boden…wie weit sind wir nur gekommen..?

Immerhin existierten noch die Extraeinlagen an Tanz und weiteren Körperverrenkungen, die vorm erhöhten Podium der Jury abgehalten wurden; von oben aus ließ sich die reduzierte Bahn also leicht komplett überblicken, um später einen Gesamteindruck zu bekommen und den Tanzgewinner zu ermitteln. Glücklicherweise erhöhte sich die Zahl der Zuschauer im Laufe des Abends etwas – vermutlich hatte trotzdem jeder die Aussicht, drei oder vier verschiedene Plätze auszuprobieren oder sich lang auszustrecken, ohne jemand zu stören…

So rieselten zweieinhalb Stunden der Nacht -in gewohnter Form ohrenbetäubend- durchs Stundenglas; als in unmittelbarer Sichtweite kein Folgewagen mehr erschien, stand der Entschluß schnell fest, denn doch noch außerhalb was essen zu gehen – in Karnevalsnächten kein Problem: quer durch die Stadt auf dem Rückweg fiel dazu auf, daß noch nie soviel Leute die Stellflächen mit lautmusizierenden Privatfahrzeugen & privaten Funkemariechen belegten; dies würde Gerüchte unterstützen, die von teils die städtische Veranstaltung boykottierenden Zuschauermengen wispern: Prinzessinschieberei sollte geheim erfolgen – oder gar nicht. 🙂

Doch nun endlich eine Bilderfolge – und damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

                              

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Einigkeit….und Stillstand

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„The world is in your hands, now use it“- mit Aussagen wie dieser wird sich eines -hoffentlich fernen Tages!- leicht eine dickbändige Biographie von Phil Collins füllen lassen; zum 67ten auch von uns nachträglich die besten Wünsche!
Nicht ohne Grund zählt das damalige, `86 erschienene „Land of Confusion“-Video zu einem der besten der Branche; die darin enthaltenen, Mohren aus dem damaligen Showgeschäft darstellende Szenen würden aktuell in Saudi-Germanistan beim Dreh des Filmchens wohl der Zensurschere zum Opfer, der betreffende Regisseur vorsichtshalber samt Studio erst in Ungnade, dann wegen „Völkerverhetzung“ ins Kittchen fallen: doch kein Grund zur Beunruhigung – für ein Land, dessen Bewohner sich in der Vielzahl widerstandslos Millionen mittelalterlicher IQ-60-Vertreter als alternativlose, nach Jobs (..vorzugsweise Joggerinnen) gierende Zukunftsvision aufhalsen lassen, hatte unlängst ein älterer Herr, damals zwar in anderem Zusammenhang, dennoch auch auf diesen Fall die passendste Bezeichnung… 🙂

Der erste Monat des Jahres `18 ist passé; da sich in der alten Heimat aus Zeit- oder gar Interessemangel, abgesehen von dem reichhaltigen Netflixangebot kein landesweiter Streik abzeichnet, sprang in den letzten Tagen dieser Funke leichthin über´n Teich, und so haben wir jetzt den Ausstand „an der Backe“: schon vor mehreren Monaten wurde die Bereicherung der täglich nahezu unzähligen Einzel-LKW´s um sogenannte Roadtrains angekündigt; bis jetzt auf der Strecke zwischen Pedro Juan Caballero & Concepción.


Auch hierzulande wird zuerst die nur allzubekannte Grüne Schiene in Zusammenhang mit größerer Sicherheit für alle beackert; wer unser Binnenland schon einmal vor Ort besucht hat, wird verstehen, daß ein sorgsamer Umgang mit der Natur hier als vorgebrachtes Argument eher wenig zieht; da auch in Paraguay die meisten bisher eingesetzten LKW-Fahrer sehr oft über mehr als 1,5 Kinder in statistischer Form verfügen, gehts schnell um die Absicherung der Ernährung der Familie.
Seit Ende letzter Woche „stapeln“ sich also am Strassenrand stehende Laster; trotz richterlicher Verfügung von „janz ohwe“, sofort den Ausstand zu beenden und die Verkehrswege freizugeben, gehts nach einem Tag Unterbrechung munter weiter; stellenweise unterstützt von Hupkonzerten der vereinigten Fahrer.

Ahnungsvoll wird sich absehen lassen, wie der Ausgang dieser Geschichte sein wird; je nach Besitzverhältnissen der neuen bereitstehenden Lasttrains reduzieren sich wohl die Chancen der bisherigen Fahrer; punktuell eingesetzte Gutachten über die mit den neuen mehrrädrigen Versorgern beginnende stärkere Beanspruchung der schon jetzt in bedenklichem 5 cm-Asphalt-Zustand befindlichen Inlandstrassen rufen zum gegenwärtigen Zeitpunkt wieder engbestempelte Gegenschriftstücke hervor; sollte sich in absehbarer Zeit das Neue durchsetzen (..und damit die Umwelt wie versprochen von ganz alleine viiiieel sauberer werden..), dürften sich die zahlreichen kleineren, vor allem zweirädrigen Fahrzeuge eindeutig zu Verfolgten entwickeln…. 🙂


Und die Polizei..? Tja, die nimmt dann die Unfälle ordnungsgemäß auf. 🙂

Nach knapp 4 Wochen Modellbaupause kommt Anfang nächster Woche wieder etwas Bewegung ins nächste Projekt: dann nämlich startet die bestellte Hanomag-Halbkette im Fluggepäck in Neumittelorient; Mitte März wird mit deren Eintreffen hier im Hause gerechnet – eine zündende Idee fürs nächste Diorama fehlt noch, aber Modellseitensichtung fördert immer wieder klasse Leistungen anderer Fan´s zutage…:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Seine Majestät, der Glaser

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„Sozialdemokraten? Diese vaterlandslosen Gesellen!“
Schwer möglich, den 27ten Januar ohne Zitat Wilhelm II. verstreichen zu lassen; am 159ten Geburtstag wäre Seine Majestät wohl mehr als nur erstaunt, mit welchen in der Mehrzahl professionslosen Figuren sein Reichstag längst befüllt wurde; mehr noch würde ihn wohl das Wissen um die seit Jahrzehnten, im Besonderen seit zwei Jahren verfolgte, für die Verursacher straffreie Strategie überraschen…. 😦

Deshalb – schnell wieder den Sprung unternommen in unser Binnenländle: den sich hartnäckig haltenden Gerüchten um paraguayischen Grundstückserwerb für die Fluchtkarriere „Erika“ merggels könnte der Schreiber dieser Zeilen hinzufügen, daß sich sehr wahrscheinlich auch der eingangs erwähnte letzte deutsche Kaiser hier befinden könnte – wenngleich auch auf sozial ihm etwas unangemessener Stufe; doch beginnen wir nicht mit dem Ende der Geschichte…

Wenn kurz nach dem morgendlichen aufstehen ein Loch im Thürglas gemeldet wird und selbiges auf den ersten Blick wie ein Einschuß aussieht, wird zur Blutdruckerhöhung kein Kaffee mehr benötigt; hat also auch was…
Als erstes drängte sich der Gedanke auf, daß der am Vorabend als Nachtlektüre gegriffene Philip-Marlow-Roman vielleicht doch etwas zuu plastisch verfasst war; allerdings ging es bei uns im wahren Leben zwar nicht um Mord – aber der Täter war dennoch der Gärtner: selbiger hatte beim Grasschneiden mittels der rotierenden Klinge des benutzten Freischneiders einen Stein erwischt und so aus über 9m Entfernung die Scheibe getroffen.

    

Der aus Zeitgründen bestellte Meister aus dem Liefershop für meine Bilderrahmen würde nach seiner Rückkehr aus dem benachbarten Coronel Oviedo in jeeeedem Falle bei uns vorbeifahren, wurde uns diensteifrig versichert.  Hat er wahrscheinlich auch getan. 🙂 Der um 15 Uhr getätigte Erinnerungsanruf in seinem Stammbetrieb hörte sich daraufhin an wie ein Telenovelarührstück: „…ja klaaar, siiicher; Majestät sieht sich leiderleider ausserstande, persönlich zu erscheinen, aber ganz sicher macht sich gleich sein Bruder auf den tief verschneiten Weg….blablablubb..“
Nix & keiner kam.
Jetzt eine eingeschnappte Rolle zu verfolgen, wäre der fatale falsche Weg; der konkurrierende, wohl aber dennoch verwandte Glaser aus der benachbarten Strasse lieferte bei Vorsprechung am Folgemorgen in dessen Büro das Maßglas in gewünschter Größe spontan – allerdings hätte das mitgelieferte, als Kitt einzusetzendes Silicon nicht gereicht, um eine Pistolenmündung dünn zu verschließen, von den 4 Kanten der neuen Scheibe ganz zu schweigen… Wenn ich jetzt nur wüßte, von wem der Spruch „Mach` es selber & hab`dei Ruh!“ stammt…. 🙂

Beim Durchblättern der heimischen Gazetten fiel mir untenstehendes Bild in die Hände; der dazugehörige Artikel über die für Ende März geplante Fertigstellung der Strecke Caazapá-Yuty vermeldet neben der Bauzeit noch die offiziellen Kosten für die über 70 km lange Strecke. Das aus größerer Höhe angefertigte Bild stellt sehr gut den Charakter der hierzulande üblichen Verbindungswege dar und sei deshalb nicht vorenthalten… 🙂

Gleichfalls sei an den Start des Carnavals in Encarnación am 27ten Januar erinnert.. :

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Gleich jeht et loss..!

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„Geißler wird nicht Verteidigungsminister, eher wird Rita Süssmuth deutsche Schönheitskönigin.“ 🙂
In Zeiten, wo das Fehlen eines bayrischen Strauß` nicht nur in rhetorischer Hinsicht täglich offensichtlicher wird, gewinnen eingangs erwähnte Worte durch die allgemeine aktuelle Zersetzungsakzeptanz der Bewohner der deutschen Lande noch den Charme einer vergangenen Zeit hinzu; müßig, sich über die dortige „Zukunft“ weiter zu verbreiten… Vermutlich aber hätte Franz Josef bei einer Wahl zwischen Rita S. und oben gezeigter Dame weder Heiner Geissler noch Rita mehr gekannt und auch den Milliardenkredit vergessen… 🙂

So erscheint auch in unserm nun 13ten im Binnenland verbrachten Jahre der Schritt, `drüben wegzugehen, weiterhin als richtig: nachdem nun also auch der Januar zur Hälfte vollbracht wurde, steht als nächstes der jährliche leichtbekleidete Rummel um den Karneval an. 🙂
Dazu fand am vergangenen Samstag in einer hiesigen Discothek die Wahl zur üblichen Karnevalskönigin samt ihrer zwei Gehilfinnen, die sich dann Prinzessinnen nennen, an.
Und wer das allgemein übliche Zeremonium dazu kennt, weiß, daß es sich dabei schnell um einen Stundenmarathon handeln kann… 🙂
Die Kandidatinnen werden einzeln vorgestellt (..sei ja akzeptiert..), lassen sich zunächst in eher geschlossener Kleidung (…hm…müßte ja nicht sein..) über den Laufsteg schicken, danach in knapper Badebekleidung und zum Aaaabschluß kommen dann die authentischen Kostüme der Veranstaltungen auf deren Leib: warum nicht gleich so..? 🙂

Die mehrköpfige Jury prüfte alle Auftritte und Durchgänge teils aus verschiedenen Blickwinkeln, vor allem aber mit kritischem Auge; dennoch war am Ende schnell klar, wer als eindeutige Gewinnerin den Titel einer Königin tragen wird: Macarena Avalos ist die wirklich strahlende Siegerin. 🙂 🙂

  
Gekonnt ist gekonnt -hat sie doch schon reichlich Bühnenerfahrung bei den obligatorisch- unsäglichen Trällerwettbewerben im hiesigen TV gesammelt. Aber vielleicht ist es nur fair, die übrigen Kandidatinnen hier nochmals vorzustellen… 🙂

       

Dennoch scheint sich auch im Karneval Villarrica´s einiges zu ändern: der „alte“ Rey Momo wurde in diesem Jahr getauscht, und auch die bisher aus Freitag UND Samstag bestehenden Termine wurden -nach bisherigem Kenntnisstand!- auf jeweils nur Samstag geschrumpft: soll doch der Konkurrent in Encarnación mit seinen terminlich gleich gelegten, auf sechs Veranstaltungen gewachsenen Partys weiterhin vorpreschen.. 😦

 

Villarrica´s Carnaval also am 3. und am 10ten Februar! 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Skeptische Zuversicht

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„Das positive am Skeptiker ist, daß er alles für möglich hält.“  🙂

…zugegeben – hinter den alljährlich `reinströmenden, offenherzig-optimistischen „ach komm`- alles wird jetzt besser“-Wünschen beim Jahreswechsel bin ich eher vorsichtig geworden; für mich persönlich steckt da zuviel Nähe (…und vor allem nicht auf Nachdenken beruhende Akzeptanz) zum geistlosen Wir-schaffen-das drin: gehört aber vielleicht untrennbar zum „..ich hab ja nicht mehr lange bis zur Rente“-Seim der „nächste Woche krieg ich mein neues Auto“-cdu-ankreuzer dazu… 🙂

Zur Auswahl steht deshalb noch der schon am Anfang des Jahres eher skeptisch abwartende Blick des Schauspielers Lee van Cleef – der in diesen Tagen übrigens 93 geworden wäre: und schon gehts los mit dem bunten Reigen der ersten Tage auf unserer von Land umgebenen eigenartigen Insel: kaum ist das 100te Todesjahr des Roten Baron´s Richthofen wenige Stunden alt, knallts.
Naja, um -in heutiger Zeit ungewohnter Weise- ehrlich zu sein, verschwand die Luft des hinteren Reifens unsres Dienstwagens eher so geräuschlos wie derzeit die meisten Weggeher aus ihrem eignen deutschen Land. Hier wie dort stellte man plötzlich fest – oh, alles weg. 🙂 Der kundige Schmutzhand-Mechaniker um die Ecke zog wenig später einen Nagel aus der Lauffläche des Schwarzrundes und nahm strahlend über seine eigne Arbeit 20tausend Guaranies entgegen.

Eine gern herbeigewünschte Feuertaufe-geschafft-Denkweise funktioniert aber nun mal (bis auf wenige Ausnahmen..) nicht in unsrem Binnenländle Paraguay; nur zwei Tage weiter leuchtete im Kontrollzentrum die Leuchte „Fehlfunktion Waschmaschine“ auf: Motor fest. Für immerhin 700tausend gabs selbigen neu mit der Empfehlung, nicht öfter als dreimal am Tag besagtes Maschinchen zu starten… 🙂

Dennoch scheints bei anderen Leuten auch glücklichere Momente gegeben zu haben…wenn auch schon vor mehreren Monaten: so kam es, daß vorgestern einige hiesige Mädels mit Geschenken unterm Arm bei uns aufkreuzten. Geschenke allerdings für eine erst später hinzugeholte werdende Mama: so eine Veranstaltung nennt sich Baby-shower (woher soll ich denn sowas vorher wissen…? 🙂 ) und gab allen Beteiligten viel kreischenden Spaß; die von uns (mir…) beigefügte Auswahl an Zigaretten fürs Kommende wurde allerdings nicht angenommen.. 🙂

 

Stichwort Qualmstengel – schon jetzt Glückwunsch zum 80ten am Samstag, William B. Davis!!! Der geheimnisumwitterte Mitwirkende im kultigen Akte-X-Reigen dürfte den Fan´s dieser Serie bestens bekannt sein.. 🙂

Nach der Fertigstellung des Steamermodells in 220 Tagen wird es sich beim nächsten Modell wie angekündigt um ein Hanomag-Halbkettenfahrzeug handeln. Zur Komplettierung bei dieser wieder in ein Diorama ausartenden Bastelei gabs nun schon mal eine Pak-Kanone; innerhalb der nächsten etwa 8 Wochen sollte eine Gestaltungsidee „stehen“, um das Ganze zu verwirklichen, denn erst dann treffen Fahrzeug, Soldatenfiguren & Pak hier ein…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Wertlos? Geschenkt!

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„Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.“ Man kann ja getrost dieser Aussage zustimmen und im Zweifelsfalle alles auf Wilhelm Busch, den Urheber dieses Gedankens schieben – und würde recht behalten: und obendrein besteht ja -zumindest in der Kinderzeit- ein Anspruch auf Geschenkausschüttung. 🙂
Doch wem obenstehendes Bild jetzt suggeriert, daß gleich ein junger Engel klingelt und `ne größere Kiste loswerden will, darf sich getrost als schief gewickelt betrachten; amtlich sind nur drei angejahrte Herren unterwegs; „Joseph“ Maas`neues Ermächtigungsgesetz zur Zementierung der sich in der alten Heimat etablierenden Schweigespirale untersagt seit wenigen Tagen leider, die (schwarzbereichernde) Herkunft des einen der drei näher zu benennen…

Doch lassen wir besser die drübige, in zunehmendem Maße diktatorisch ablaufende Politik um merggels Verbrecherkabinett beiseite und unternehmen wir schnellstens den Sprung nach Paraguay:  der 6. Januar steht im Zeichen schon angedeuteter Paketübergabe, und aus diesem Grunde sehnt wohl die Mehrzahl der hiesigen Nachwuchslebenskünstler diesen Januartag herbei; in gleicher Intensität, aber entgegengesetzter Richtung wird selbiger Tag wohl von den Eltern gefürchtet: dann nämlich muß nach weltweit anerkannter Last-Minute-Methode der nächstgelegene Supermarkt auf der Suche nach Spielzeug gestürmt werden.
Getreu dem Motto „Vergiss`das Gewesene“ gibt sich wohl auch in unseren Breiten kein Kind des 21ten Jahrhunderts mehr mit Weihrauch oder Myrrhe zufrieden; aber erkläre einer den Heranwachsenden, daß nur altes Porcellan aus China als wertvoll und beständig gilt – deren buntes Spielzeug wartet noch auf dieses Prädikat… 🙂
So ist der freitägliche Kundenandrang in Kaufhäusern und Seitenstrassen zu erklären: die sonst oft einige Lücken enthaltenden Spielzeugregale sind bis obenhin gefüllt mit genannten bunten Chinaböllern und auch innerstädtische Strassenränder und Gehsteige dienen in diesen Stunden als außerplanmäßige Verkaufsfläche.
Vereinzelt dabei auftauchendes Holzspielzeug dürfte in wenigen Wochen wohl die kinderhandgequälte Karriere vorzeitig (eingeplant..?) auf dem heimischen Grillfeuer beenden, während durch den aktuell herrschenden leichten Sommerwind die Verpackung längst in Nachbars Garten transportiert wurde ; in den meisten Fällen könnte es an der holzverarbeiteten Qualität liegen, daß am nächsten 6. Januar eher Plastik angeschafft wird…. 🙂


Wo sind nur die Zeiten hin, als Holzspielzeug noch Menschen „vertrugen“ oder nachgestaltete Metallfahrzeuge sich noch uuungefähr am Leben orientierten? 🙂  Zumindest der gute alte Teddy hat überlebt… 🙂 Dennoch wünschen wir den in den nächsten Stunden Beschenkten viel Spaß mit den Dingen des modernen Lebens.. 🙂

 

Der 6. Januar wird auf der nun seit 1. Juni beschriebenen Steamerwerft den Abschluß der Arbeiten bringen; nach 220 Tagen nähert sich dieses Projekt dem wohlverdienten Ende: die ersten Januartage beschafften dem Käpt´n noch etwas Ladegut, eher unordentlich auf dem oberen Achterdeck aufgeschichtet…wie gewohnt… die Nigger…. 🙂  Dennoch war es ein sehr interessantes Modell, steigt man doch über die historischen Photos etwas in die damaligen Zeiten ein – da jeder Steamer eigens konstruiert wurde, ergibt sich für den Modellbauer ein weites Feld der Kreativität….

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“ ! …aber natürlich ist der 85te Geburtstag von Emil Steinberger nicht vergessen; Glückwunsch auch von uns!!!

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Weiter so! (…und immer noch ohne Raute…)

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..keine Frage: auch das -in der Vorstellung vieler -bananenblättrig gedeckte paraguayische 110-Volt-Binnenland samt seiner neuen genauso wie die schon länger hier lebende Bevölkerung bleibt vorm kalendrigen Wechsel nicht bewahrt; soweit so gut das zeilenfüllende Allgemeinwissen über ein mittig gelegenes südamerikanisches Flachland, welches das Folgejahr zumindest mit einer amtierenden Regierung betritt: inwieweit selbige den Amtsantritt zum Wohle des im frauenüberschuß lebenden & agierenden Volkes beeidet hat und in der Probezeit auch ausführt, bleibe ahnungsvoll dahingestellt…. Schon manch andere Politjunta hat in letzter Zeit damit arge Probleme; aber wenn´s das freiwillig sich gendernde Wahlvieh lachend und singend hinnimmt.. 🙂
Beim Thema was war/was kommt denkt der Selbständige natürlich ans (rautenfreie!) „Weiter so!“ 🙂 und dem diese Zeilen formenden Bastler graut vorm Gedanken an den Startschuß zum Bausatz der vorjährig geschenkt bekommenen „Soleil Royal“: Aufschub wird das ultimativ letzte (!) Diorama des in diesen Tagen zollfrei importierten Sdkfz 251 ermöglichen… 🙂 Zollfrei, da als Hersteller nicht 1943 Hanomag, sondern 1992 Tamiya firmierte. 🙂

Gleichviel – ein eher unruhiges Jahr verschwindet im Strudel der nicht nur unruhiger, sondern in beträchtlichem Maße auch schwärzer werdenden Zeiten; die hiesigen Zinsen sinken und Einlagesicherungen schrumpfen – aber keine Sorge, noch is` Luft und die Kapelle spielt noch… 🙂
Da auf diesen Seiten übers Jahr eher weniger übers Wetter, dafür mehr über zwischenzeilig eingesetzte Andeutungen fabuliert wurde, sei nun diese Grundbedingung der meisten Blogseiten -freiwillig schon weit vorm Netzwerkdurchsetzungsgesetz- auch hier erfüllt: die üblichen Schlechtwetter-Unkenrufe zum Jahreswechsel ignorierend, läßt sich derzeit nur dicke Sonne und knapp 95% Luftfeuchte bieten; nachdem die weihnachtliche Poolparty -vorsichtshalber- OHNE Tanne am Poolrand auskommen mußte, sollte man doch wenigstens das neue Jahr stilgerecht bis zum Halse im Wasser stehend empfangen; erst dann macht der bei jeder als passend eingeschätzten Gelegenheit verabreichte Spruch „Danke für die Kündigung, Chef!“ nämlich Sinn. 🙂
Und wem dies alles als zu undeutlich erscheint, nun, dem legen wir eine kurze, aber herzberuhigende Auswahl an fröhlichen Bildern vor, die in den letzten Monaten im hiesigen Innenraum entstanden; meist für das Hochzeitsalbum, den Modekatalog oder einfach für die Bewerbungsakte. 🙂 Die Fotografin soll dabei nicht ungenannt bleiben, Frau Sandra González`s Fotos sieht man das professionelle eindeutig an!

        

Und nun zum letzten Male in diesem Jahre wird noch ein kurzer Überblick über die Steamerwerft ermöglicht: Tag 212 stattete das Schifflein mit der Glockenapparatur aus und ermöglicht Lichteinfall von oben ins Treppenhaus. Derzeit wird das Boot achtern überarbeitet; selbiges schleppt der Käpt´n schon seit Monaten ungenutzt mit sich `rum – frage niemand, wie er das im Anwendungsfall nach unten bringen will: zumindest steht ausser Frage, daß er wie weiland Francesco Schettino im Notfall als erster damit verschwindet… 🙂

Damit wünschen wir allen Lesern, Bekannten, Freunden, Verwandten & still sich amüsierenden Mitlesern einen guten Rutsch ins neue überseeische Überwachungsjahr; den hier lebenden Mitmenschen einfach ein schööönes neues Jahr und verbleiben wie immer als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Statt Geschenke gibts Regen..

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Inwieweit es aktuell sogar für oben dargestellte Persönlichkeit -so überhaupt existent- karrierehemmend erscheinen und gesellschaftliche Diffamierung nach sich ziehen könnte, einem eher dunkelhäutigen Kullerauge diese Frage zu stellen, sei dahingestellt; wie im ablaufenden 89er Jahre wird hier wohl die Fiction von der Wirklichkeit nicht nur eingeholt, sondern sprichwörtlich überrollt werden: aber vielleicht darf ja der Weihnachtsmann noch Erkundigungen einziehen, wann merggels Politjunta denkt, außerhalb des Hindukusch etwas gegen die Gewaltschneise der kulleräugigen Bereicherer im eigenen Lande zu tun: sei es auch nur, um die in weiten Teilen in Agonie verharrende EIGENE Ureinwohnerschaft zu schützen. 🙂

So zeigt nun an unserem 13ten Weihnachtsfeste im paraguayischen Binnenlande der Himmel ein trübes und regnerisches Bild; die Aussichten, die Elaste-Tanne in gewohnter Weise am Heiligabend am Poolrand zu platzieren, stehen derzeit denkbar schlecht; nach anfänglichen Bestrebungen, die Weihnachtsparty um einen Tag zu verschieben, wurde denn nun doch alles am alten Platz gelassen – denn grillen läßt sich auch unterm angrenzenden Dach und die Tanne…hm… stürzt auch in diesem Jahr noch nicht in die Badestelle. 🙂

Und erwähne mir keiner die elektrische Lichterkette; wie sollte es auch anders sein als in jedem Jahre…. zumindest der Import-Nachschub der benötigten Birnen wurde schon mal organisiert: Liefertermin Februar. 🙂

Der nächste Mißtrauensantrag nach dem (jährlichen) Reinfall mit erwähnter Lichterkette wurde direkt anschließend nachgeschoben: auch die klassische Weihnachtsbowle wird in diesem Jahre eine andere Person anrühren: meine eigene, einem Rezeptvorschlag aus einer von Wernher von Braun verfassten Broschüre über Raketentreibstoffe erschien im vergangenen Jahr gewissen Personen als „zu scharf“…. Aber bitte…wie es Euch gefällt… 😦 …Bande!….

….denkbar wäre auch noch, daß auch in diesem Jahre keine Einigung bei der Frage erzielt wird, ob der erste Teil der Stirb Langsam-Reihe denn nun als Weihnachtsfilm zu zählen ist oder nicht: seit nun knapp drei Jahrzehnten schwelt weltweit dieser Streit… 🙂

So bleibt nur, allen Lesern, Freuden & Bekannten ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen und viel Freude beim auspacken der Geschenke!!!! 🙂 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de