Schlagwort-Archive: Proteste

Party & Proteste

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„Die Welt geht nicht an den Schlechten zugrunde, sondern an den Guten, die das Schlechte nicht bekämpfen.“
Zum 250ten Geburtstag des großen, kleinen Korsen wird an dieser Stelle keine Bewertung aktueller Politikdarsteller folgen; ein weiterer Monat, ein weiteres Jahr wird vergehen, eher sich abwenden von brav folgenden, sich bereitwillig entwaffnen lassenden und schwer aber gern an Kriegsschuld und Klimawandel tragenden Zeitgenossen, die -analog zu den gleichgeschalteten Medienfabriken- geflissentlich und gehorsam schulternzuckend die täglichen Morde und Vergewaltigungen im eigenen Land übersehen…

Deshalb schnell der Sprung zu „unserm“ paraguayischen Binnenland: da beging man am Donnerstag mehr oder weniger (..in Ciudad del Este ganz abgesagt..) feierlich mit Musik & Tanz samt Folklorekleidern auf politischem Glatteis den 482ten Jahrestag der Hauptstadtgründung: und wie in einem anderen Fall vor drei Jahrzehnten wird parallel dazu seit Wochen für einen Regierungs-bzw. Präsidentenwechsel protestiert. 🙂

In der eben schon erwähnten Grenzstadt Ciudad del Este scheint sich derzeit das Zentrum der Gegner des aktuellen Präsidenten zu befinden; man darf gespannt sein, wie es da mit brennenden Reifen statt mit Tanz & Gesang wie in der Hauptstadt weitergehen wird, in welche derzeit Busladungen voller Beamter transportiert werden, die FÜR den Präsi demonstrieren sollen/müssen/möchten… 🙂

 

Immer die selben Rezepte halt…

Für denselben Mittwoch wurde -vielleicht absichtlich- die Wahl zur unpolitischen Miss Paraguay in der Hauptstadt angesetzt: als aussichtsreiche Kandidatin wurde Yessica Fariña gehandelt; neben dem Lehrerstudium findet sie Zeit Gitarre zu zupfen – wurde jedenfalls beschlossen, dem mundaufstaunendem Publikum mitzuteilen.. 🙂

Am 168ten Tag auf der Soleil-Werft gibts nun aktuell folgendes zu berichten: das untere Deck, welches nur zwei Lafetten tragen wird, hat´s in den Rumpf dauerhaft geschafft: die ansteigende Rumpfbeplankung für das darüberliegende letzte Deck „sitzt“. Und bevor selbiges obere Deck eingesetzt wird, sollte ein Extratag Überlegung Platz finden, um den richtigen Startpunkt für die (..gefürchteten..) Seitengalerien zu bestimmen. Diese bestehen aus beplanktem Boden, den stark verzierten Seitenbegrenzungen und der darin integrierten Relingkonstruktion – und natürlich der Gestaltung des inneren Rumpfes.
Keine leichte Sache, dies alles unter den abgegriffenen Hut zu bekommen….

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Über Zäune & durchs Dach….

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„Herr, vergib ihnen, denn sie wissen, was sie tun.“ 🙂
145 Jahre Karl Kraus schließt ein, daß der österreichische Schriftsteller und Herausgeber bei seinen Ahnen versammelt sitzt/liegt und verdeutlicht den Verlust, den die literarische Welt -im Vergleich zur aktuellen Schreiberzunft- beim Dahinscheiden des Herrn Kraus erlitt: vom Heer der systemtreuen, die Gazetten füllenden Claqueure ist ein Zola`sches „Jàccuse“ nicht zu erwarten – und sofortiges „einfaches“ Aussetzen der Schuldigen wie vor genau 230 Jahren von Bord der „Bounty“ wäre angesichts des derzeitig angerichteten Schadens wohl mehr als unzureichend….

Dennoch – auch bei uns im Binnenländle häufen sich derzeit die Proteste: aktuell (Donnerstag) „schepperts“ vorm Nationalkongress in Asunción: die Demonstranten wollen das Führen von „offenen Günstlings“-Listen bei/vor politischen Wahlen erzwingen; dazu wird der Auszug der Senatoren aus dem Sitzungsgebäude verhindert, wo gestern/Donnerstag die diesbezügliche Entscheidung gefällt werden sollte – allerdings konnten starke Absperrungsanlagen und ein massives Polizeiaufgebot nicht verhindern, daß verschiedene Zäune niedergerissen wurden – die nächsten Stunden werden zeigen, ob die Herren Senatoren zu offen geführten Listen beim Parteienfilz bzw. bei der Fortsetzung dessen durch Wahlen bereit sind.. 🙂

Als erwähnenswert für diese Woche bleibt noch die unvollendet ausgeführte Schweißarbeit an einer LKW-Felge, bei der man aus Zeitgründen -eher Bequemlichkeit- den Reifen während des schweißens draufließ: der Ausführende 33jährige wird -wieder mit Kopf- noch vorm Wochenende an einem schönen Platz im Kreise der Familie beigesetzt…das Dach der Werkstatthalle wurde in Anbetracht angekündigter Regenfälle schnell wieder instand gesetzt…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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May, März, Modell

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„Es gibt Menschen, die nicht leben, sondern gelebt werden.“  Der März neigt sich dem Ende zu; er beinhaltet den 107ten Todestag des sächsischen, bisher der neusozialistischen Zensur entgangenen Dichters Karl May, bietet mit dem auch in diesem Monat in der alten Heimat fehlenden Generalstreik einen neuerlichen Beweis für die Schläfrigkeit der Mehrheit und vermutlich wird auch Terroristenfinanzier Soros in den nächsten Monat mitgeschleift…Aber hey! – keine Trübsal blasen: Discovery startet einen Haus & Garten betreffenden neuen Wohlfühl-TV-Sender. 🙂

Schon vor dem Termin des aktuellen Herbstbeginns in unserer paraguayischen Wahlheimat liefert die durch die Mitbürger gestaltete Realität interessante Schlagzeilen vorm Frühstück:
Frau mit Tätowierung in zwei Koffer verteilt gefunden und fast gleichzeitig wird die Polizei von J. A. Saldivar im westlichen „Knick“ des Landes mit einer Exhumierung im zum Haus gehörigen Garten beschäftigt und vor allem wird sie fündig.
Dagegen nehmen sich die Protestzüge der Campesinos und Angehörigen der indigenen Bevölkerung recht harmlos aus – wenngleich Menschenmassen dieser Menge nicht allzuoft durch die Landeshauptstadt ziehen.
Stimmt – auch in Tobati füllte sich die Straße mit Protestlern: da wurde gegen die Produktion und den Vertrieb von Fertigteilhäusern „Luft gemacht“: im selbigen Ort befinden sich zahlreiche Baustoffirmen und Ziegeleien, die durch genannte vorgefertigte Wohneinheiten natürlich wirtschaftlich in Bedrängnis geraten und deshalb mittels Zulieferer-LKW-Corso ihren Unmut zeigten – ob´s helfen wird, steht auf dem berühmten anderen Blatt…

Dennoch sei an dieser Stelle eine Auswahl Bilder der Campesino´s und anderer Protestierender aus der Hauptstadt Asunción nicht vorenthalten; sie sind der Online-Gazette „La Nación“ entnommen und stammen vom Fotografen Fernando Riveros: 🙂

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – nicht jedoch ohne Bildbericht von der Soleil-Royal-Werft:
mittlerweile befinden sich sämtliche Pfortenrahmen parallel und vor allem nahe am Rumpf. Das kommende Wochenende bringt -vermutlich- neben Sonnenschein die erste Ergänzungslieferung Holz, welches den bisher fehlenden Boden für die Lafetten der unteren Batteriedecks bilden soll.
Dies wird die Einbringung der Lafetten ermöglichen und darauf die restliche Beplankung zum Kiel.
Vorab jedoch wurde festgestellt, daß der von den vertikalen Spanten vorgegebene Decksprung des probeweise aufgezogenen Decks Richtung achtern NIE im Leben akzeptabel sein kann…

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Militär & Marine

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„Kinder haben Supermann-Schlafanzüge. Supermann hat einen Chuck-Norris-Schlafanzug.“
…vielleicht sollte man zum 79ten Geburtstag des mehrfachen Karateweltmeisters der Wahrheit gemäß noch hinzufügen: außer in der vorislamischen Staatsform auf ehemals deutschem Gebiet – da ist alles anders: da tragen demnächst ALLE Kinder Röckchen & Nagellack… 🙂

Schlechte, für die meisten -aus naheliegenden Gründen- aber akzeptable Nachrichten also für Karl-May-Fans: Winnetou wird in der fundamentalistischen Grünen Staatsideologie keinen Platz mehr haben…

Zu Chuck Norris „passende“ Ereignisse bestimmen derzeit die hiesigen Nachrichten unseres Binnenlandes: landlose Einwohner, unter der Bezeichnung „Campesinos“ Zusammengefasste bewegen sich seit langen Zeiten quer durch unser Ländle und lassen sich spontan auf privaten oder so wie im jüngsten Fall auf staatlichen Grundstücken oder in Stadtparks nieder; der letztere Fall bewegt derzeit die Gemüter der Bewohner Villarrica´s…

Im hauptstadtnahen Luque nun wurde am vergangenen Mittwoch das von diesen Campesinos besetzte Grundstück geräumt; selbiges Gelände gehört der paraguayischen staatlichen Copaco-/Telefongesellschaft.
Klar, daß die Kommunikationsfirma weder Polizeitruppen noch Reiterei besitzt – also wurde die Räumung von den dazu zuständigen Behörden vorgenommen. Glaubt man der hiesigen TV-Flimmerei, wurde die Polizei mit Brandflaschen empfangen; daraufhin wurden Löschfahrzeuge geordert und Räumdivisionen mit Knüppel und Schutzschild ins umkämpfte Gebiet geschickt. Das ganze Programm….

 
Zur Unterstützung setzte der Divisionschef Reiterverbände ein, deren Aufgabe in der Absicherung eroberten Gebietes bestand. Amtliche Stellen gaben als Zahl 700 als anwesende Campesinofamilien aus, denen etwa 40 Mitglieder aufgrund Verhaftung „entnommen“ wurden. Wohin sich diese landlosen Leute nun wenden werden, steht auf einem anderen Blatt; die nahezu durchgehend ablehnende Meinung der paraguayischen Bevölkerung diesen Leuten gegenüber dürfte einen festen Wohnsitz fast unerreichbar machen; Tatsache dürfte sein, daß regierungsbeschäftigte Senatoren zwar Zeit aber weder Lust zum nachdenken noch Ahnung haben, wie sich dieses Problem lösen ließe; das Weiterschickungsrezept funktionierte in der Vergangenheit bestens: da Paraguay ja als Binnenland bekannt ist, dürfte auch für die terroristische Sea-Watch-Vereinigung glücklicherweise kein Anliegeplatz existieren…

Aus Zeitgründen heute etwas kürzer – dennoch wird auf aktuelle Bilder vom Soleil Royal-Projekt nicht verzichtet: zum ersten März startete dieses etwas größere „Ding“- seit genau 2 Jahren wartet dieser Baukasten auf den Startschuß. Bisher wurde das Spantengerüst noch ohne Kleber zusammengesteckt; die immerhin 2einhalbseitige (!!!) Bauanleitung für den Rumpf wird also nicht uuuunbedingt viel nützen.


Also startet man mit der Anfertigung der sich hinter den Geschützpforten verbergenden Trempelrahmen: unteres Batteriedeck = 28 Stück. Und schon stellt man fest, daß besagter kostenintensiver Baukasten für die unteren Geschütze KEIN Deck vorsieht; das muß also aus privater Hand hinzufinanziert und vor allem maßstabsgerecht installiert werden…


Die nächste Überraschung wartet auf dem Fuße: das probehalber eingezogene zweite Batteriedeck befindet sich im Blickfeld der oberen Trempelrahmen/Geschützpforten: also selbiges Deck durchtrennen und die einzelnen Segmente dann außerhalb der Sicht einsetzen.

Dies also wird den Beginn der Beplankung hinausschieben; aktuell wurden die Positionen der Stückpforten beider (später weitgehend unsichtbarer) Decks vom Plan auf das Spantengerüst übertragen, um die Position der Pforten lokalisieren zu können. „Herauskommen“ soll nach einer Reihe von Jahren übrigens dies hier: 🙂

Dabei handelt es sich um ein französisches Mehrdeckerschiff von 1669; da kein historisch korrektes Bild überliefert ist, nimmt dies Modell einen großen Platz in diversen Foren ein. Oft endet der Bau nach dem Anfangsstadium… – soweit lassen wir´s nicht kommen.. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Proteste & Punktlandung

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Wer vor geraumer Zeit noch gutgläubig vorausgesetzt hätte, daß die Gender-Rassenlehre des 21ten Jahrhunderts vorrangig auf der ekelpähischen Halbinsel die Heranwachsenden fürs entstehende Großreich präventiv kastriert, wurde in dieser Woche angesichts einer Demonstration gegen die geschlechtseinebnende Idiotie in Asunción eines besseren belehrt: längst sollen die „Ideen“ der biologischen Angleichung auch auf unserem Kontinent bestehende Familienstrukturen zerstören helfen – doch reagieren die Leute hier zum Glück -trotz eines Teils angeborener Lethargie- zumindest in diesem Punkt noch etwas empfindlicher: deshalb wurde der dafür zuständige Minister Eduardo Petta auf die Strasse gebeten und man -unter „man“ sind Eltern und Verwandte der betroffenen Kinder zu verstehen- verlangte, aus offiziellem Lehrmaterial Punkte der Genderseuche zu entfernen.

Man stelle sich vor – die Eltern stellten klar, daß SIE das Recht auf die Auswahl der Bildung/Art der Lehrpläne ihrer Kinder besitzen! Bisher blieb eine Nahtsie-Einstufung dieser demonstrierenden, augenscheinlich abgehängten Personen seitens der Presse aus: vermutlich verfügen nur die wenigsten Pressegebäude über Notfall-/Feuertüren… 🙂

 

Zum Stichwort Feuer fällt in dieser Woche der Name der Stadt Encarnación: da bekämpften Mitte der Woche eine Mehrzahl Feuerwehrleute den Brand in einem Shoppingcenter; Ursache bisher unklar….

Zum Jahresende scheinen sich Unglücke in hiesigen Breiten zu häufen, wenngleich dies hier sehr glimpflich ausging: beim (zweiten..) Landeanflug einer zweimotorigen C-212 im wohl nördlichsten Örtchen Paraguay´s namens Bahia Negra schlitterte besagte Transportmaschine über die weniger als einen Kilometer lange Rollpiste hinaus und wurde erst durch einen Zaun gestoppt: Gelegenheit für einen ansässigen Traktorfahrer, für ein gutes Entgeld den Flieger wieder in Startposition zu zerren…. : und das wenige Tage vorm 77ten Todestag von Flieger-As Ernst Udet….

   

Fast geahnt – in den letzten Wochen des Jahres „schleift“ der Modellbau etwas: immerhin konnten die wesentlichen Teile des Fahrwerks der zu behandelnden Polikarpow 2 gerettet werden; die zu ersetzenden Teile müssen dabei -vor der Farbgebung- durch dünnes Metall ersetzt werden – dennoch scheint die Besorgung der neuen Decals/russischen Sterne im Maßstab 1:72 einige Schwierigkeiten zu bereiten….

Unvergessen bleibt natürlich der Schauspieler Rolf Hoppe, der nun im Alter von 87 Jahren in Dresden verstarb…!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

 

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Ziviler Ungehorsam …. und filmischer

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„Wehrt Euch, wenn Euch das Leben lieb ist.“
So steht es zumindest in der Verserzählung „Iwein“ des deutschen Dichters Hartmann von Aue; zu dessen Lebenszeit wurde im Zeichen der Kreuzzüge ausgiebig gegen Muslime gekämpft.. B) Leider scheint sich in einigen Teilen dieser Welt eingangs erwähnte Maxime in ein fröhlich-drohendes „Wehrt Euch NICHT, wenn Euch das Leben lieb ist“ gewandelt zu haben…

…schon auffällig, daß Aufruhr, vom Volke :wave: :wave: ausgehend, meist zum Ende des Jahres 😮 die Redakteure aktueller Nachrichtensendungen beschäftigt und schnell rund um die Uhr beschäftigt – und nun hat’s unsere Hauptstadt Asunción erwischt:
seit einer ganzen Reihe von Tagen „rappelts“ in der dortigen staatlichen Universität UNA.

Daß Korruptionsskandale nicht nur im vorislamischen Deutschland grassieren, sondern auch in Paraguay anzutreffen sind, ahnt wohl auch längst der -meist auf freiwilliger Basis- durch ausschließlich Kai Diekmann informierte Zeitungsleser; daß im Falle Paraguay’s auch „unsere“ Uni betroffen sein könnte, war wohl nur eine Frage der Zeit:
Vetternwirtschaft wie in vergangenen Ceaucescu-Zeiten oder in der aktuellen Brüsseler Ära brachten nun den derzeit amtierenden Uni-Rektor Froilán Peralta zum Karrierestraucheln; ein Rücktritt war anfangs für ihn nur vorstellbar, wenn sämtliche, dem erwähnten familiären Amtverteilungsmodell anhängenden Kollegen ebenfalls mitziehen…

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Dies war aller Wahrscheinlichkeit nach das Signal für die Studenten, die Uni kurzerhand zu „schließen“ bzw. endgültig auf die Barrikaden zu gehen.

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In weiser Voraussicht, daß hier etwas noch nie dagewesenes passiert, was böööse enden könnte, entschlossen sich einige Lehramtsmitarbeiter, sich einiger Papiere mittels Feuer zu entledigen.
Dummerweise ist so etwas stets mit Rauchentwicklung verbunden und seit tausenden von Jahren sind die meisten Menschen so eingestellt, daß sie auf zur Zerstörung gelegtes Feuer schnell einige Eimer Wasser kippen.
Dies nun weitete die Aktion auf einen größeren Rahmen aus: mit Hilfe hinzugezogener Anwälte, Polizei und Juristen aller Art wurde dem feurigen Treiben Einhalt geboten; die sich nun anschließende Idee (vielleicht aus Eco´s „Name der Rose“ entlehnt..?), Papiere kleineren Formates mit dennoch beweiskräftigem Inhalt einfach zu verzehren, fand ein schnelles Ende, indem nach langem Zögern nun unter dem Druck der Studenten denn doch die erste Verhaftung vorgenommen wurde.

An Solidaritätsbezeugungen für die gegen die Korruption protestierenden Studenten mangelt es hingegen keineswegs: Anwohner aber auch lebensmittelproduzierende Firmen aus der Gegend von Asunción beliefern diese nämlich mit Speisen & Getränken, selbst die Feuerwehr freut sich unterstützend eingreifen zu können, indem sie den Studenten alle paar Stunden eine erfrischende Wasserdusche gönnt, da sich bei Temperaturen von an die 40 Grad die Gemüter noch leichter erhitzen könnten. :yes:

Auch auf seelische & moralische Unterstützung müssen die Studenten nicht verzichten: überall auf der Welt solidarisieren sich (wohl hauptsächlich paraguayische) Studenten mittels Märschen und/oder Plakaten mit den hiesigen UNA-Studenten.

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In der Zwischenzeit ließ der bewußte Rektor seinen Rücktritt ankündigen; umgehend wurde dies mit einem ordnungsgemäßen Haftbefehl beantwortet, um weitere (Zer-)störungen in diesem sicherlich noch längere Zeit anhaltenden Fall zu verhindern.

Nahezu unglaublich erscheint, daß die Studenten keinen Fußbreit weichen: Durchsuchungen von Büro’s & Papieren durch die Staatsanwaltschaft werden nur zugelassen, wenn studentische Beobachter anwesend sind, um Mauscheleien zu verhindern.

Wie die Sache ausgehen wird, scheint ungewiss; einheimische Lehrer sind mit gutem Gewissen in der behandelten Beziehung mehr oder weniger als „Kinder desselben Landes“ zu bezeichnen, und Lehrer mit hochkarätigem Fachwissen/Bildungshintergrund, aber mit wenig Familie B) hierzulande zu entdecken, dürfte sich als recht schwierig herausstellen. U-(

Keinesfalls vergessen sei der 30. September 1955, an welchem Jimmy Dean in seinem Porsche Spyder starb; trotz „nur“ dreier Hauptrollen steht James Byron Dean wohl ewig als Symbol für die Zeit der 50er Jahre wie kaum ein zweiter..

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Winter – Wolken – Wechsel

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„Die Wahrheit gleicht dem Himmel und die Meinung den Wolken.“
Diese treffende Formulierung des französischen Essayisten Joseph Joubert bezeichnet am Besten den Zustand unserer Zeit; gestrige Verhältnisse gelten heute -auf den Kopf gestellt- als unumstößlich und sind morgen schon als undenkbar verurteilt, während ein bestimmter und gewollter Informationsfluß die eigenen Meinungen beeinflußt oder ganz zum „abschalten“ und somit zu innerer Zustimmung um der lieben Ruhe willen verleiten soll…

Die Geschehnisse der letzten Woche im hiesigen, nun fast winterlichen Binnenlande werden seit Tagen in unterschiedlicher Weise kommentiert; von Ablehnung -unter anderem durch die verbrecherische deutsche Linkspartei- bis zur offenen Zustimmung ist alles vertreten; vermisst werden derzeit noch Fatima Roth’s Lichterketten für einen abgesetzten kinderreichen Bischof…

Zweifellos hat der Machtwechsel in Asunción innerhalb weniger Stunden zu mehr Aufmerksamkeit für Paraguay geführt; erst gestern kündigte die „Sozialismus-oder-Tod“-Lichtgestalt des nördlichsten südamerikanischen Landes den Stop der Sprit-Lieferungen hierher an und zog wie manch anderer den Botschafter ab.

Über den Ausgang der Geschichte in den nächsten Stunden, Tagen oder Wochen kann man nur spekulieren – schlimm wäre eine langandauernde wirtschaftliche Isolation des hiesigen Binnenlandes.

Unüblich erscheint zweifellos die versuchte Weiterführung der Amtsgeschäfte des vorigen Präsidenten; bleibt abzuwarten, wie sich die Meinungen der Mitgliedsländer von Mercosur/Unasur verhalten oder teilen werden oder wieviele -und wer- über im Hintergrund gezogene Fäden stolpern wird….
Hoffen wir, daß sich alles ohne Strassenkämpfe oder gar von außen inszenierten Bürgerkrieg „regelt“…!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

=> …doch nicht ohne eine Zugabe einer heute (26. Juni) 64 Jahre alten, damals gespannt erwarteten Schlagzeile sowie einer => nicht ganz zufällig herausgesuchten AKTUELLEN deutschen Gesetzesvorlage….

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Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz – KWG)
§ 47 Moratorium, Einstellung des Bank- und BörsenverkehrsKreditwesengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1998 (BGBl. I S. 2776),
das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 206) geändert worden ist (1)

Sind wirtschaftliche Schwierigkeiten bei Kreditinstituten zu befürchten, die schwerwiegende Gefahren für die Gesamtwirtschaft, insbesondere den geordneten Ablauf des allgemeinen Zahlungsverkehrs erwarten lassen, so kann die Bundesregierung durch Rechtsverordnung

1.
einem Kreditinstitut einen Aufschub für die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten gewähren und anordnen, daß während der Dauer des Aufschubs Zwangsvollstreckungen, Arreste und einstweilige Verfügungen gegen das Kreditinstitut sowie das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kreditinstituts nicht zulässig sind;

2.
anordnen, daß die Kreditinstitute für den Verkehr mit ihrer Kundschaft vorübergehend geschlossen bleiben und im Kundenverkehr Zahlungen und Überweisungen weder leisten noch entgegennehmen dürfen; sie kann diese Anordnung auf Arten oder Gruppen von Kreditinstituten sowie auf bestimmte Bankgeschäfte beschränken;

3.
anordnen, daß die Börsen im Sinne des Börsengesetzes vorübergehend geschlossen bleiben.

(2) Vor den Maßnahmen nach Absatz 1 hat die Bundesregierung die Deutsche Bundesbank zu hören.
(3) Trifft die Bundesregierung Maßnahmen nach Absatz 1, so hat sie durch Rechtsverordnung die Rechtsfolgen zu bestimmen, die sich hierdurch für Fristen und Termine auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts, des Handels-, Gesellschafts-, Wechsel-, Scheck- und Verfahrensrechts ergeben.

Quelle: Gesetz über das Kreditwesen

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