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Nicht aufgeben: am Ende winkt…Papier

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„Der, der liest, macht seine Grenzen kaputt,“ sagt das Sprichwort. Man fühlt sich aktuell geneigt hinzuzufügen, daß denen, die zumindest -oder am liebsten- (wenn überhaupt..) Videotext (in staatlich gelenkter Form; der Wahrheit wegen..) denn doch die Gefahr des Lesens eingehen, die Grenzen zusätzlich kaputtgemacht werden. 🙂 Aber wer hebt schon gerne den Blick, wenn er gerade am lesen ist…. 🙂

Wie auch immer – der zuende gehende Januar brachte nun endlich den Abschluß einer jahrelangen Bücherauffindungs-und Rettungsaktion, die kurz nach der Auswanderung im Jahre 2005 ihren Anfang nahm, über mehrere Schauplätze verteilt eine ziemliche Menge Mitwirkende in Atem hielt und schlussendlich denn doch noch von Erfolg gekrönt wurde.

Schon mehrmals wurde auf diesen Seiten erzählt, wie schnell eigentlich unsere damalige Auswanderung zustande kam und in wenigen Wochen im Ablauf erfolgte; die dabei anfallenden Bücherkisten wurden entweder in die Beipackkartons Richtung Südamerika verladen bzw. die später nachzuholende Menge an bedrucktem Papier sollte ein vorläufiges Zuhause in einem saarländischen Haus finden: eine Inventarliste der zurückbleibenden, Wochen später ins vorläufige Dunkel abtauchenden Lektüre wurde aus Zeitgründen nicht mehr angefertigt; der Schreiber dieser Zeilen verließ sich auf seine Gedächtnisleistung. 🙂
Und so fand Anfang Juli 2005 ein Teil der Bücher den Weg in einen freundlicherweise zur Verfügung gestellten geräumigen Kellerraum.

Doch um der ganzen Sache die entsprechende Würze zu geben, fand eine weitere Teilung statt- ein Platz im Inneren eines deutschen Dachbodens in einem anderen Haus nahm den anderen Teil der papiernen Schätze auf: nicht ahnend, daß dies für einige Jahre so bleiben sollte, nahmen wir unseren Weg nach Paraguay auf…

Und kaum hatten die hier in Villarrica am 3. Februar 2006 angekommenen Bücher ihren Transportplatz gegen ordnungsgemäßen Sitz auf handgefertigten Regalen eingetauscht, bedauerte -wie nicht anders zu erwarten- der Besitzer der Bände (und Schreiber dieser Zeilen – Anmk. der Redaktion) die Teilung des Lesestoffes: schon die nächste Chance auf einen Lektürebeipack in einem „befreundeten“ Container Ende 2006 ließ die Verwalter beider Bücherstauplätze bei der Suche nach bestimmten Bänden, die hierher kommen sollten, schier verzweifeln…

Nun nahm die Geschichte erst richtig Fahrt auf: die saarländischen Keller-und Dachbodenbestände wurden entnommen, einer säggsischen Speddidsjohn überantwortet und gelangten so in ein neues, in der Kette also weiteres Lager unweit von Porzellan-City. 🙂
Naheliegend, daß ich schnell, auch in der Ferne weilend, zu folgender Feststellung gelangte: „…öhm..es fehlt immer noch ne Kiste Bücher..“.
Nun reichte „unsere Seite“ eine Gedächtnisleistungs-Bücherliste ein oder besser nach. 🙂 Folgerichtig, daß von diesem Moment an auch der Fahrer der Freidohler Speddidsjohn in Generalverdacht geriet: …aber was wollte der verdammtnochmal mit dem zweiten Band von Victor Hugo´s „Elenden“..??!!

Jetzt blieb nur noch, zum wiederholten Male eine Expedition in die Kellerräume vorzuschicken und auf besagtem Dachboden zum Einsatz zu bringen: nichts.

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Und: wir boooohren unermüüüüüdlich weiter… 🙂 Erst das Jahr 2016 sollte der Schlüssel werden: eine um die einzelnen Titelbilder der Vermissten erweiterte Liste gab den Anlaß zu einer nochmaligen, diesmal unerbittlichen Suche mit anschließendem Erfolg: der schon mehrmals erwähnte mysteriöse Dachboden mußte nun endlich die fehlenden Exemplare hergeben. Anschließend wurde alles in einen stoßfesten, feuersicheren und wasserdichten Behälter gepackt – und in die Nähe Berlin´s geschickt, wo ein bereitstehender Container wartete. Und mit 11 Jahren Verspätung traf nun vergangenen Samstag der bisher fehlende Lesestoff ein: natürlich wurde die Öffnung der Kiste gebührend vorgenommen und gefeiert… 🙂

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An dieser Stelle nochmals DANKE, DANKE, DANKE für Aufbewahrung, mehrmalige Suchen, die Entdeckung und letztendliche Verschickung der hervorragend verpackten Bücher (und Beilagen!) !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und natürlich auch Danke für den Transport über den Teich !!!!!!!

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Gleichzeitig traf übrigens auch das nächste Modellprojekt ein: Start des neuen hölzernen Wahnsinnsreigens wird allerdings erst in einigen Monaten sein…wie immer gibts den Baubericht dann hier bei uns. 🙂

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…und bei soviel trockenem Wort seien auch Bilder vom Beginn des Karnevals in Encarnación nicht vergessen: am 10. Februar startet der närrische Umzug bei uns in Villarrica…

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Abflugzeiten

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Flughafen 09

„Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann.“ :))

Flughafen 02

Den älteren Lesern wird eine Person namens Loriot :p ganz sicher bekannt sein – von der ins multikulturelle Nirwana gestoßenen jüngeren Leserschaft rhetorisches Verständnis für die skurrilen Sketche und kurzen Filmchen jenes leider schon verblichenen Zeitgenossen zu erwarten, wäre fraglos in den meisten Fällen zuviel erwartet…

Und doch „wagen“ seit Jahren weiterhin -warme Mahlzeit hin oder her- eine Menge Leute den Flug; auch vorzugsweise über den Atlantik, weg vom entstehenden sozialistischen Zentralkontinent Lateinähropah. :.
Keine Frage – Paraguay nimmt beim Zielpunkt Auswanderung keinesfalls eine First-Class-Stellung ein; entscheidend ist -neben dem Portemonnaie- oft der erste Schnupperbesuch und die Geschwindigkeit der aus purer Freundschaft :yes: makelnden neuen Bekannten.

Zu den ersten Eindrücken zählt da logischerweise die Ankunft auf paraguayischem Boden; in den letzten Jahren hat sich „unser“ Flugplatz -vormals nach Presidente Stroessner benannt- in Asunción ziemlich gewandelt: => die Uhren sind aber glücklicherweise längst -um die entsprechenden Stunden versetzt- synchronisiert worden. U-( ….seit wann sich allerdings Asunción, Sao Paulo und sogar Rio innerhalb EINER Zeitzone befinden, darüber müßte eigentlich National Geographic Auskunft geben können.. :))

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Obiges Bild zeigt übrigens NICHT den „Pettirossi“-Flugplatz: das Bild dürfte den Berliner Lesern :wave: bekannt vorkommen: Tegel im Jahre 1907.

Seither ist viel Zeit vergangen, und Deutschland hat sich in vieler Hinsicht gewandelt. 8|
Nicht allen gefällt dieser Wandel; und so findet ständig ein Wechsel in den Bevölkerungszahlen statt. 😮

Manch einer soll schon kurz nach der Ankunft den plattenbelegten und chlorgewischten Boden der alleinigen Ankunftshalle unseres Binnenlandes geküßt haben; schon seltsame Vorstellungen, die Privatsender-Dramaturgen ins Drehbuch einfließen lassen… B)

Hinzuzufügen sei an dieser Stelle, daß bei -vorzeitigen- Abflügen retour die erlaubte Gepäckmenge selten ÜBERschritten wird – aber dies sind wieder andere Geschichten… 😦

Den oft versprochenen Direkttransfer Frankfurt-Asunción hat bislang keine Fluggesellschaft realisiert; wäre ja noch schöner, noch mehr deutsche Steuerzahler mit den Füssen abstimmen zu lassen: und wem sonst soll der Direktor :## des „Weltwirtschaftsinstitutes“ seine wöchentlichen Rührstücke kurz vor Weihnachten von „nur gefühlter“ 💡 Inflation erzählen, wenn keiner mehr da ist..??!!

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Auch in der überdachten „Einflugschneiße“ der Besucher nun fast alle vorhanden: Rent-a-Car, Fleurop, Hertz, VISA, Intershop & Chaco-Wechselstube: warum auch sollten genannte Unternehmen auf diese binnenländischen Geschäfte verzichten?

Flughafen 16Flughafen 17

=> Die Triebfeder oder besser Motivation, hierher zu kommen, muß jeder selber haben bzw. in sich finden! B)

=> Apropos Trieb-/Zugfeder: für Blogfreund Flogni :wave: an dieser Stelle ein Bild der in Porzellan-City alten herausgelösten und mitgelieferten (natürlich ersetzten) Feder des Gustav-Becker’s: glatte Bruchstelle nach einem Drittel – aber ob DIE Feder 80 Jahre auf dem runden Buckel hat..? 🙄

Flughafen 03

Aber immer noch muß die neue Federkapsel ins Werk.. *bibber* 😳
Zitat Scarlett O’Hara: „…morgen ist auch noch ein Tag!“ :yawn:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Viele Grüße übrigens an den neuen Leser in Kaiserslautern!! :wave: :wave: …lang ist’s her…

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Buntes Leben

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Stadt 14

Tja, warum eigentlich verschweigen? Als wir das erstemal in diese Stadt reinrauschten, konnte man schlicht beeindruckt sein.
Von dem Haufen Müll, der sich rechts und links der Strasse lagern ließ, und der Menge der Werbeplakate, die seit der Wahl vom vorletztem Sommer immer noch im staubigen Wind wehten.

Stadt 15

Wir parkten den Wagen vor einem kleineren Haus, auf dessen quadratischer blecherner Tafel ein von Kinderhand gemalter Zahn zu sehen war sowie das Wort „Clinik“; der in der Tür stehende ältere Mann schien traurig zu sein, daß er an uns keine Kundschaft fand.

Stadt 13

Es war später Nachmittag, und höchste Zeit, daß sich die Juan’s & Jose’s dieser Stadt ihre Plätze im schattigen Halbdunkel einer Budike sicherten, um ihren verschnittenen Zuckerrohrschnaps nicht im stehen kippen zu müssen.

Im Hintergrund dudelte das unvermeidliche, sichtbar mehrmals von unkundiger Hand geflickte Radio; im gekonnt eingesetzten Lärm der hierzulande bevorzugten Instrumente verbarg ein jugendlich klingender Tenor sein wahres Alter, um nach der Sendung vielleicht doch noch eine Senora abzubekommen, die in wenigen Jahren schon einem zitternden Greis das Essen ans Bett würde bringen müssen.

Einen Sitzplatz in einer der Tavernen zu ergattern, war dennoch leicht; das Essen aus der scheinbar sämtliche Lokale versorgenden Gemeinschaftsküche erwies sich als preiswert, die mit der Rechnung eintreffende Espressotasse hingegen schien am unteren Ventil eines Radiators befüllt worden zu sein.

Nichtsdestotrotz hatte diese Stadt etwas; gut, man muß hier vielleicht nicht unbedingt heiraten, doch wer weiß: vielleicht würde sich eines Tages ja jemand finden, der sich für wenig Lohn überreden ließe, den leicht verputzten grauen Aussenfassaden durch mehrere halbjährliche Farbanstriche zumindest mehr Halt zu geben….

Seither ist einige Zeit vergangen; die einst an den Häusern wehenden Werbeplakate sind durch über die Strasse hängende, jedoch dieselben Illusionen versprechende Spruchbänder ersetzt worden, in dem Haus, wo einst eiternde Zähne ausgerissen wurden, gibts jetzt Stadtpläne und Sonnenbrillen zu kaufen, und der merklich gealterte Juan vertrödelt längst allein seine Zeit und das Geld seiner Frau am Tresen.

Tja; und wer heutzutage zum ersten Mal in die Stadt rauscht? Der wundert sich wahrscheinlich über die bunten Fassaden, freizügig verlegten elektrischen Anschlußpunkte sowie über die in den Tausender-Bereich gehenden, oft auch übertünchten Hausnummern.
Und darüber, daß diese Stadt irgendetwas zu haben scheint….

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Sieben

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7 Jahre 07

=> „Es liegt in eurem Willen, nicht in der Anzahl der Jahre, daß ihr hinlänglich gelebt habt.“

…wenn es denn immer nur so einfach wäre, den Worten des französischen Philosophen Michel de Montaigne zu folgen…..
Parallelen zwischen seiner Lebensepoche Ende des 16ten Jahrhunderts und der derzeit herrschenden Plutokratie in der alten Heimat drängen sich -noch nicht allen- zwingend auf….

Um dem allem schon frühzeitig zu entgehen, sollte der 21. Juli 2005 in unserem Leben der Tag des Abschiedes sein; die damals dazu führenden Einzelheiten sind an dieser Stelle schon früher beschrieben worden….

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Rückblickend erscheinen die vergangenen sieben Jahre wie mehrere Jahrzehnte; aus der alten Heimat eintreffende Nachrichten scheinen dies noch zu bestätigen, berücksichtigt man die dortigen Veränderungen zur „alternativlosen, marktorientierten Demokratie“. XX(

Wie fast zu erwarten, sind seither einige Verbindungen zu früheren Freunden & Bekannten nahezu erloschen, dies bringt die Unterschiedlichkeit der Lebensumstände zwischen uns und den „Hoffenden & Harrenden“ wohl mit sich.

Wenn selbst Landsleute, die sich in der zweiten oder dritten Generation nach der Auswanderung hier befinden, von den einheimischen, schon immer hier Ansässigen immer noch als „Altkolonnisten“ bezeichnet werden, wäre es mehr als vermessen, sich aufgrund sieben hier verbrachter Jahre als Kenner & Erklärer des Landes zu bezeichnen; schlichtweg jeder hat eine andere Sichtweise auf unser Binnenland – und der hier schnell gebräuchliche „Amigo!“-Begriff zwischen den Nationen ist längst inflationiert und kann doch oft schnell den Begriff von gelungener, unterschiedsloser Integration erwecken, wenn kulturelle oder gar ethische Differenzen der weit auseinanderliegenden gesellschaftlichen Systeme außer acht gelassen werden: keinesfalls jedoch ist diese Aussage als Abgrenzung zu werten! :.

7 Jahre 01

Apropos Geld: für Geldanleger bot die Mitte des Jahres 2005 noch recht gute Grundlagen; um die 8.200 Guaranies ❗ für 1 Kunsttaler XX( erscheint aus heutiger Sicht märchenhaft; eine Rückkehr auch nur in die Nähe zu solchem Kurs scheint mittlerweile ausgeschlossen angesichts des gegenwärtigen Standes um die „magische Zahl“ fünftausend. :-/

7 Jahre 02

Bis zum heutigen Tage erscheint uns persönlich der Weggang als folgerichtig, wichtig und gerechtfertigt; als unmöglich erschien damals genauso wie heute noch ein „mitmachen“ und abwarten: man(n) wird ja nicht jünger…. :-/

Zum heutigen Abschluß gibts für Blogfreund Brother :wave: noch eines der seltenen, letzten Bilder vom Spiti-unterstellen am 9. Juli 2005: viele Grüße ebenso an den Garagen-Herrn!! :wave: :wave:

7 Jahre 05

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

7 Jahre 06

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Schlachtbank Wiese – nix für schwache Nerven!

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„Willst Du das Leben leicht haben? So bleibe immer bei der Herde und vergiß dich über der Herde.“
Als ob der heutige moderne Mensch noch die Worte eines Friedrich Nietzsche bräuchte, um zu wissen, wo’s lang geht….. :)) :-/

Leider verfügt unser Binnenland immer noch über den zweifelhaften Ruf, daß mit Leichtigkeit Auswanderungswillige mit obskuren Versprechungen hergelockt werden können; meist geht es um Anpflanzungen, Aufforstungen oder Urbarmachung von Land, wodurch schon nach wenigen Monaten die Kasse überquilt und Dagobert Duck blaß vor Neid werden ließe. :))

Selbst der oft geäußerte Wunsch vom Berufsbild des Selbstversorgers landet noch mehrmals im Jahre in personifizierter Form hier an – späteres Umdenken vor Ort nie ausgeschlossen… 😀

Die gedankliche Vorab-Version über die Haltung großer Rinderherden scheidet meist glücklicherweise schon an der Startkapitalhürde; der hiesige behördliche Papierkrieg bei Nutzviehhaltung ist selbst für Einheimische unvermeidlich.
Weit mehr als lässige Cowboy-Kluft aus dem Western-Shop ist vonnöten, um durch Rinder reich zu werden. 😉

Normalerweise ist auch die abgebildete „schnelle Schlachtung“ (gemeint ist NICHT jene, die vorzugsweise nachts stattfindet) ohne Amtstierarzt nicht gemehmigt; ein Verkauf des Fleisches in Märkte würde keine Erlaubnis bekommen.
So blieb nur der private Verbrauch durch den Tierbesitzer; durch eine unerwartete und schwere Beinverletzung des Tieres war an (die Heilung und) einen Verkauf nicht mehr zu denken.

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Wo mehrere hundert Tiere grasen, hält sich der Verlust einzelner Tiere finanziell in Grenzen, und selbst der nächtliche Diebstahl wird lange Zeit oft beschwerdefrei hingenommen; etwa die oft mit verstrickte Polizei rufen, wenn mehrere Großfamilien versäumt haben, rechtzeitig Lebensmittel fürs Wochenende einzukaufen..? :-/

Damit wünschen wir der geneigten Leserschaft noch ein schönes Wochenende und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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3 Jahrestage

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„……es wird ein Stück aufgeführt werden in Deutschland, wogegen die französische Revolution wie eine harmlose Idylle erscheinen möchte.“
Von keinem geringerem als dem deutschen Dichter Heinrich Heine stammen diese Worte; sie mögen an seinen Geburtstag, dem 13. Dezember (1797) hier stehen….

Für Paraguay verbirgt sich hinter dem Datum des heutigen Tages im Jahre 1864 die Kriegserklärung an Brasilien, welche den Beginn des Tripel-Allianz-Krieges markiert; an selbigem Tag vor genau 30 Jahren wurde in Polen das Kriegsrecht ausgerufen… :p

In der Vorweihnachtszeit ist meist die Zeit ein schwer beanspruchter Faktor; deswegen an dieser Stelle nur ein Überflugbild (fotografischer Außeneinsatz Kriegsmacht Bundeswehr/Finanzierung per Steuereinnahmen) neueren Datums vom Zentrum der für Auswanderungswilligen so interessanten Colonie Independencia.
Zu erkennen ist an der Hauptkreuzung die oft zitierte Tankstelle mit dem angeschlossenen (kleineren) Supermarkt „Huber“.
Etwas weiter links, allerdings schon ausserhalb des Bildformats befindet sich der etwas größere Supermarkt „Almacen 50“. Unmittelbar danach endet die Asphaltstraße und führt als Sandstraße weiter bis zum deutschen Friedhof, eingerichtet durch die ersten deutschen -genauer: badischen- Siedler.

Colonie Independencia

=> Bei der gelungenen Vergrößerung des im letzten Beitrag vorgestellten Meissener Schneebildes tauchte nun ein interessantes Detail auf, welches die Datierung erheblich erleichtern dürfte… B)

Meissen

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Tempus fugit

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„Wie wird die Welt aussehen, wenn unsere Zeit die gute, alte Zeit ist?“ 8|
Dem anonym bleibenwollenden Konstrukteur dieser Aussage ist wohl ähnlich bange wie den meisten Menschen, die mit offenen Augen durchs Leben gehen; darf man aber noch hoffnungsvoll schon bei der kommenden Generation sein…? :-/

An dieser Stelle mögen einige historische Bilder aus der Vergangenheit Villarrica’s angefügt sein, die aufzeigen, daß unser Städtchen schon vor über einhundert Jahren Anlaufpunkt für Auswanderer verschiedener Nationen war.

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Leider sind handfestere Zeugnisse der alten Zeiten recht rar geworden; hin und wieder findet man einiges in Privatbesitz oder ausgestellt in Geschäften – wie im gezeigten Fall die Schreib- und die Rechenmaschine sowie die Waage. => Die Herstellerfirma der gezeigten Rechenmaschine übrigens sorgt heute für das weltweite Zustandekommen sowie die Aufrechterhaltung immer neuer Kriegsschauplätze – die Begründungen dafür werden freimütig aus Berlin/Brüssel geliefert. >:-(

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=> Gleichzeitig möchten wir uns bei unseren Gästen bedanken, die eine originale historische Stadtaufnahme aus Meissen im Gepäck mitführten!!

Aufgenommen in den ersten Jahren des 20ten Jahrhunderts wird der Bau der beiden Türme der bekannten Albrechtsburg gezeigt.
Gerahmt nimmt dies‘ Bild nun einen Ehrenplatz ein! :yes:

Jahrhundertwende

So verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Chinese Eyes

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„China ist ein schlafender Löwe; laßt ihn schlafen. Wenn er aufwacht, verrückt er die Welt.“
Er hatte sicher nicht ganz unrecht, der vormalige korsische Kaiser der Franzosen… B)

Verläßliche Zahlen über die Menge der Menschen, die jedes Jahr Deutschland verlassen, existieren nur sehr verschwommen; während führende Manager für globales agieren belohnt werden, ernten privat auswandernde Personen oder gar Familien meist nur scheele Blicke, und in ferneren Jahren werden wohl alle trotz oft jahrzehntelangem Einzahlen in Arbeitslosen- und Sozialversicherungskassen mit einer endgültigen Nullrunde bei der Rentenauszahlung für ihre Tschüss-Entscheidung „bestraft“ werden: spätestens dann wird klar sein, daß das Gewerbe des gewöhnlichen Straßenräubers ausgerechnet in Brüssel neu erfunden wurde. >:-[

Auch, wenn Südamerika oder speziell Paraguay keinesfalls an erster Stelle der Auswander-Beliebtheitsskala steht, so findet doch immer noch ein starker Zustrom von Leuten hierher statt, die versuchen, sich hier eine neue Existenz aufzubauen.

Allerdings ist das Herkunftsland nicht immer Deutschland; oft erreicht man unser Binnenland auch nach jahrelangem Aufenthalt in einem Zweit- oder Drittland.
Im vorliegenden Falle erreichte uns in den letzten Tagen die Mitteilung, daß die Familie eines bekannten Freundes nach mehrjährigem Aufenthalt in einer Stadt nahe des chinesischen Taiyuan die dortigen „Zelte“ abbricht und in der nächsten Zeit den neuen Wohnsitz hier in Paraguay beziehen wird.
Schon vor Monaten wurde dazu ein Anwesen erworben, worauf ein Geschäftsgebäude errichtet werden soll.
An dieser Stelle fügen wir einige Bilder der „Aussenstelle China“ ein, die uns in der letzten Zeit erreichten.

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Damit wünschen wir der erwähnten Familie noch viel Spaß in der berüchtigten Zeit des Packens – und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Fünf Kerzen

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„Fortschritt ist Weggehen.“
Was Meister Skrypzak so leicht formuliert, klingt relativ einfach, hat aber hier im fernen Lande schon einigen Leuten zu unterschiedlichen Zeiten Hab & Gut gekostet. 😐

Nun ist es fünf Jahre her, seit wir zum ersten Male erwartungsvoll paraguayischen Boden betraten, um wie so viele vor und nach uns die heimatliche Enge mit den hiesigen Gegebenheiten zu tauschen.

Nach schon an früherer Stelle ❗ ausführlicher dargestellter Reiseroute per Mietwagen durch das Land wurde man schnell den eigenen, in Deutschland als unumstößlich verkündeten Grundsätzen untreu: U-( nach eher lose ausgemachtem Treffen mit unserer zukünftigen Vorpächterin XX( und deren stets praktizierter Schnäppchenofferierung -„klarlogisch“ nur für gute Freunde und zeitlich begrenzt- floß wie zufällig ins abendlich Gespräch ein, daß „klarlogisch“ hier die Pacht abzugeben sei.
Und nur kurze Zeit später -vertraglich zum ersten August desselben Jahres- auch wirklich abgegeben war. :yes:

Umgestoßen das Vorhaben der standhaften Unterschriftenverweigerung, sei es bei der deutschen Volksumfrage :??: zur Kunstgeldeinführung oder auch nur beim Angelschein. Oder etwa beim Kauf eines (!) hiesigen Hektars für 36tausend Mark….. :no:

Der heraufdämmernde Morgen nach der Entscheidung ließ damals nicht im mindesten 😀 im voraus erahnen, auf was man sich eingelassen hatte: keine Internetseite kann eine Vorstellung von Paraguay auch nur annähernd „rüberbringen“; man muß dies Land im wahrsten Sinne des Wortes erfühlen und be-greifen.

Wenn ein vor nun 80 Jahren erschienenes Buch eines alemannischen Südamerikareisenden das Deutschtum in Paraguay als „trauriges Kapitel“ einstuft, :. so wäre beim Anblick des hiesigen fröhlichen Miteinanders wohl jeder Konkurrenzkampf in einer von der Schließung bedrohten LIDL-Außenstelle dem Charakter der ersten Testunde eines bessergestellten Lübecker Mädchenpensionates vergleichbar; Hilfe zur Selbsthilfe und gute Ratschläge werden noch zu spätnächtlicher Stunde im fleißig genutzten Internet gegeben; in 99% der Fälle will dabei der Ratgebende aus leicht nachvollziehbaren Gründen der beinahe schon an Selbstverleugnung grenzenden Uneigennützigkeit meist sogar anonym bleiben, um die Dankbarkeit des betreffenden „Gegenübers“ nicht unnatürlich herauszufordern und zu strapazieren…! :))

Aber trotzdem vereint die meisten der Gedanke, dem täglichen Wahnsinn „drüben“ entronnen zu sein – mit oder ohne tägliche Lektüre der heimatlichen Gazetten über Medaillenregen für alle und Hartz-IV-Segen für die meisten und immer mehr. 😡

Glücklicherweise stehen die Chancen, hier zufrieden zu leben oder alles zu verlieren, 50 zu 50; wenn man bedenkt, daß dies bei Temperaturen meist über 30 Grad Celsius geschieht, ist die Leichtigkeit nachvollziehbar, mit der es deutschen begleitenden Kamera-Teams gelingt, schon mal Familien mit drei und mehr Kindern beim Auswandern ins sagenhafte Paradies Paraguay zu verfrachten. :no:

Beschließen wir den heutigen Beitrag mit den Worten des römischen Dichters Horaz!
„Was suchen wir andere Länder unter anderer Sonne? Entkommt, wer sein Land hinter sich läßt, sich selber..?“ :lalala:

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Auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Game over

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Hausverkauf 01

Während die sogenannte „Bundesregierung“ XX( im Schutze der haitianischen hypermedialen Berichterstattung schnell die Gunst der Stunde nutzend) die Anhebung der Kassenbeiträge hinnimmt, die sächsische Landesregierung vor dem nahenden 13ten Februar (dem Tag, an dem Dresden von deutschen ❓ Flugzeugen bombardiert wurde, na klar) zum scheinbaren Schutz der geliebten Steuerzahler das Demonstrationsrecht einschränkt ❗ ❗ XX( und Bohlen weiterhin im deutschen Fernsehen seinen gestaffelten Hirntod -medienwirksam orgiastisch in Szene gesetzt- publiziert, geht auch das Leben der Auswanderer in Paraguay weiter. Oder auch nicht. 😐

„Das Unglück von Tausenden rührt uns weniger – als das Unglück eines einzelnen.“
Der deutsche Schriftsteller Otto Weiss schrieb dies vor rund 100 Jahren und konnte sicher sein, daß sein Ausspruch auch in unserer Zeit noch Geltung haben würde.

Nun besteht Auswandern glücklicherweise stets aus weit mehr als in privaten Sendern dargestellt wird; gelaufene Sendungen, dahinterstehend ausgesuchte Protagonisten und nach Drehschluß im Ausland meist kollabierte Pläne legen beredtes Zeugnis ab. :-/ Unter anderem auch über die Kaltschnäuzigkeit der Teilschuld tragenden Sender.

Wer es schafft, sich nach der Ankunft im gelobten Lande Paraguay relativ schnell aus den Fängen dicker und skrupelloser :wave: XX( oder großer und gerissener, aber in jedem Fall selbsternannter Südamerika-Exxperrten freizumachen, ist damit zwar selbstentscheidend und frei, allerdings noch nicht am Endziel „Traum Paraguay“ angekommen. Vielleicht aber doch… :-/

Die hiesige tägliche Realität bietet leider mehr Ereignisse als die oft „verschluckten“ und verschwiegenen -weil verkaufshemmenden- „Einzelfälle“ (Zitat!); fleißiger Hände Arbeit steht schnell eine nächtliche alles ruinierende schwarze halbe Stunde gegenüber.

Im Zuge der bewußt generierten weltweiten Krise der letzten 12 Monate dreht sich auch hier der Tanz ums Goldene Kalb schneller, und so befinden sich plötzlich auch Embargobelastete ❗ XX( Grundstücke -von Umstehenden wird dann Verschwiegenheit gefordert- in der Angebotspalette der nie bei Regen gezeigten (warum, warum..?) Niederlassungen.
Wohl dem, der bei der ersten Ankunft die Lektüre von immerhin 150 Internetseiten angibt und sich somit in unserem Binnenlande bestens auskennt. :)) :>>

Was aber, wenn jedes Quartal einen „Einzelfall“ zur Verfügung stellt….? Es ist zuviel, und die Schuld scheint irgendwo in den Sternen zu liegen. Der in der deutschen Betonwüste geborene Wunsch nach mehr Lebensraum, gepaart mit Abgeschiedenheit und grasenden Pferden auf der eigenen Wiese nebenan ist leicht nachvollziehbar – kann aber hier schnell mit spontanen Fesselspielen enden und den vormaligen Besitzer des One-Way-Tickets in einen materiellen Asketen verwandeln, der von da an jeden Tag Jom Kippur begeht… Gefeit davor ist leider niemand. 😐

Der schwerste Entschluß liegt immer in dem Wort „Schluß“. Bleibt, von Herzen zu hoffen, daß der Verkauf der Immobilie bei Abwesenheit nicht die gewohnten Formen annimmt – eben wegen der Abwesenheit. :-/

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Viele Güße von Eurem Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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