Schlagwort-Archive: Baustelle

Blau für Wasser

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„Wenn nicht ein Wunder geschieht, geht das deutsche Volk zugrunde.“
Diese Aussage traf der einstige Kölner Oberbürgermeister Adenauer am Kriegsende; mehr als sieben Jahrzehnte später gehört das mehr oder weniger öffentlich formulierte Bedauern des dennoch eingetretenen Wunders zur Staatsräson; Adenauers Rücktritt (!) -wenngleich auch „nur“ aus Altersgründen- vor nun 54 Jahren sollte auf lange Zeit keine Nachahmer im selben Amte mehr finden: selbst ein Mißtrauensantrag gegen die Schlepperkönigin würde 2017 ausgesessen…. 😦
Und kein weiterer Gedanke – Marcus Iunius Brutus weilt seit über zwei Jahrtausenden nicht mehr unter uns…. 🙂

Denjenigen, die der Meinung sind, es gehe „drüben“ nicht weiter `runter, sei dieser Beitrag gewidmet: tiefer abwärts geht immer – wenn auch in anderem Zusammenhang und auf dem südamerikanischen Kontinent.
Da nämlich dämmerte es allen betroffenen Anwohnern, daß mit den abgelegten blauen Rohren nun die Essap-buddelei vor der eigenen Hausthüre angekommen ist.
(Essap = städtische Wasserversorger hier in Villarrica, Anm. der Redaktion…)


Doch die besorgten Blicke über den Gartenzaun waren unbegründet; in der näheren Umgebung geht kein Rohr quer übers Grundstück… Selbiger, auf der Strecke zwischen Coronel Oviedo und Villarrica gelegener Wasserversorger hatte in vergangenen Jahren bei den jährlichen Hochwassern oft wiederholte eigene Probleme mit den Wassermassen; hier zeichnerisch angedeutet…. 🙂

   

Dies bedeutete dann meist tagelange Einstellung der Wasserversorgung der angeschlossenen Stadtteilnehmer – zumindest solange, bis sich das „eigene“ Hochwasser verzogen hatte.
Selbige, in Krisenzeiten dann Unterversorgten, nahmen/nehmen seit Jahr & Tag eine Stop-& go-Wasserversorgung mit einer Tag-/Nachtzuteilung in Kauf; ein generelles Ausbleiben des kostbaren Nass` ließ berechtigterweise den Unmut steigen, der selbst durch dann recht freizügige, aber dafür kostenlose Chlorzugabe schwer besänftigt werden konnte…. 🙂

Nach einer durchgehenden Modernisierung des technischen Hauptgebäudes sowie hochwasserfester Umgestaltung des Firmengeländes in den letzten beiden Jahren setzte nun also besagte Essap einen kilometerlangen Verlegungsmechanismus in Gang, der das oft als zu alt bezeichnete und obendrein längst unzureichende Versorgungsnetz auf den diesjährigen Stand bringen soll. Und vorab eingestreute Gerüchte sollten sich bestätigen; im Macholand Paraguay wurde auch bei diesem größeren Vorhaben acht gegeben, eine Frauenquote einzuhalten – und nicht etwa, um für die Bauleute zu kochen, sondern ihre Aufgabe bestand darin, Probebohrungen im Boden vorzunehmen: doch da erst in diesen Tagen und vor allem an anderer Stelle Stromkabel im paragayischen Boden verlegt werden, dürfte es sich bei dieser weiblichen Beschäftigung um gefahrlose Dinge handeln…. immerhin…Frauenquote. 🙂

Doch hier nun eine Auswahl an aktuellen Bildern der Rohrverlegung:

     
 

Der Sage zufolge -und jedes Land mit alter Kultur besitzt diese Geschichten…- verbergen sich auch in Paraguay noch vergrabene Schätze rechts und links der alten Verbindungsstraßen; vielleicht ist hier einer der Gründe zu suchen, warum sich die an besagter Rohrtrasse beschäftigten Arbeiter beim buddeln gegenseitig nicht aus den Augen ließen – werden sie doch diese Schatzgeschichten kennen…
Doch leider wurde am gestrigen Donnerstag nichts aufsehenerregendes Verkaufbares….

……zumindest kein Gold gefunden – dies könnte bewirken, daß alle größtes Interesse am weitergrabenden Vorandringen und weiteren Beobachten zeigen… 🙂

Am 133ten Tag auf der Steamerwerft läßt sich dagegen folgendes beobachten: nach der Entscheidung, ein drei- statt vierteiliges Schaufelrad zu gestalten, wurde selbiges zusammengesetzt und mit der anhand historischer Fotos erdachten/umgebauten Haltekonstruktion eingesetzt. Damit dürfte der Startschuss gefallen sein für die drahtige Verspannkonstruktion Bug/Heck.
Für den handläufigen Bootsdeckabschluß fehlen derzeit noch die 6 mm-Stützsäulen; selbigen steht noch eine Flugreise bevor – ihnen ebenso wie den beiden dünneren vertikalen Überdrückauslässen am Heck. 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Neues Haus für alte Frau

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„Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, daß die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennt.“

Kluge Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I.;  schon im Jahre 1726 bewies der Soldatenkönig damit ein scharfes Auge für einen bestimmten Teil der Gesellschaft, welcher sich leider bis heute nicht nur am Leben erhalten hat sondern besser lebt als jemals zuvor….

Und niemand wundere sich – auch hierzulande auf dem südamerikanischen Kontinent, besonders in „unserem“ Villarrica nimmt die Schicht der Juristen einen sich ständig vergrößernden Teil der Einwohnerschaft ein – deshalb wird seit einigen Monaten fast fieberhaft ein quasi bereichernder Ergänzungsbau zum bisherigen Justizpalast errichtet.
Nun ist die fast drei Jahrhunderte alte Vorschrift der langen Mäntel des ehemals obersten Preussen entweder nie bis hierher gedrungen oder nur mangelhaft umgesetzt worden; erkennbar sind die hier ansässigen Vertreter des Rechts dennoch fast immer unfehlbar: blütenreines weißes Hemd, meist schwarzer Anzug – aber fast stets „dicke“ Kutsche. 🙂

Kein Problem, dies alles zu tolerieren, hätte nicht schon der deutsche Zeichner Wilhelm Busch den Wirkungscharakter der (auch hierzulande in gleichem/erhöhtem Maße wirkenden..)  Justiz im Bilde festgehalten:

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Zufall oder Absicht: in jedem Fall zeigt sich Villarrica´s Göttin Justitia momentan ziemlich eingestaubt, ist beschädigt und dreht (auf besagter Baustelle) Vorübergehenden den Rücken: man darf also getrost die Hoffnung hegen, daß sich (nicht nur) dieser Zustand ändern wird und vor allem ändern MUSS. 🙂

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An dieser Stelle nun die aktuellen Bilder des Neubau´s sowie ein Blick in den von den Arbeiten ebenfalls betroffenen Eingangsbereich des bisherigen Gebäudes; man wünscht niemand, in oben skizzierte Mühlen der kunsthaften Prozeßverschleppung, richtungsweisend-zweckgebundenen Geldwechselei und herkömmlich-üblichen Vetternwirtschaft zu geraten: Vorsicht also vor diesem Hause. 🙂

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Zum heutigen Schluß sei noch ein Bild der neuesten historischen Postkarten-Errungenschaft des einstigen Heimatortes angefügt: vergrößert & gerahmt muß nun „nur noch“ ein gebührender Platz an der gezeigten Wand durch Neukombination der schon vorhandenen gerahmten Kostbarkeiten gefunden werden… 🙂
Dauert erfahrungsgemäß etwas, bis die passende Zusammenstellung gefunden ist: natürlich ohne Verzicht auf ein bisheriges Bild – klappte bisher immer.. 🙂

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Winterbau

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„Gerade die großen Häuser sind voll mit Sklaven“: daß der römische Dichter Juvenal aufgrund Meinungen wie dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit schon vor knapp 2000 Jahren an zielgerichteter Personenverschickung teilnehmen durfte, müßte jedem klar sein, der auch in heutiger Zeit mit der eigenen Privatmeinung besser vorsichtig hantiert, um den eigenen Job nicht zu gefährden…

Dabei setzt besonders in jüngster Zeit in unserem 60tausend-Seelen-Städtle Villarrica rege Bautätigkeit ein; während der Streit um den endgültigen Standort des neuen Busbahnhofes weiter vor sich hinwabert, nahmen innerhalb der Stadt fleissige Bauleute unlängst Kelle und Mörtel zur Hand, um beides demnächst pünktlich bei winterlichen Morgentemperaturen wieder fallen zu lassen: wir hier auf der „anderen“ Seite der Welt befinden uns nun nahezu im Winter; spätestens im Folgemonat werden uns wohl die berüchtigten wenigen Tage mit der Nullgradgrenze zugesandt werden: den -glühweinigen- Vorgeschmack dazu gibts momentan schon.. :p

Glühwein

Ein besonders großes aktuelles Bauvorhaben ist beim hiesigen Justizpalast angedacht; ob sich die Mitarbeiter des selbigen über die Bedeutung der eingangs erwähnten Worte des antiken Dichters im klaren sind, darf getrost angezweifelt werden: im übrigen unterscheiden sie sich ja vom Sklaven allein schon durch die Entlohnung sowie die Menge der Arbeit.. :yes:
Sollte dieser Bau wirklich in der geplanten Zeit entstehen, dürfte auf jeden Einwohner Villarrica’s mindestens ein Anwalt samt mehrköpfigem Schreibteam kommen; ein beruhigender Gedanke… :))

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Doch auch der Stadtpark wurde einer baulichen Modernisierungskur unterzogen; der nicht mehr geheim zu haltende Gedanke besteht offensichtlich darin, daß sämtliche schon vorher vorhandenen, nun erneuerten Gehwege in nur wenigen Wochen den authentischen, exakt ausgetüftelten Kipp-Bauzustand namens „vorher“ erreichen sollen und auch werden; daß der Berliner Stolperstein-Artist Demnig gerichtlich dagegen vorgehen will, ist bisher nicht bekannt geworden; ein angestrengter Prozeß dürfte aber bei der demnächst drohenden Anwaltsvermehrung Villarrica’s eine echte Chance haben – für anhaltende Verfahrensdauer, versteht sich… :))

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Heute vor 10 Jahren

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Dresden 01

„Was wir wollen, ist, daß die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird.“
Diese der Nachwelt überlieferte Aussage des britischen Schlächters und Freimaurers Churchill hat leider immer noch in den Augen vieler seine ewigschuldige und knierutschende Berechtigung; gerade in unseren Tagen scheint sich dieser englische Wunsch für das Deutsche Volk -sogar noch unterm Jubel der eigenen ReGierung- zu erfüllen…. :`(
So sollte auch etwas mehr als 200 Jahre nach ihrer Fertigstellung -am 27. Mai 1743- die Dresdener Frauenkirche in den Flammen alliierter Flugzeuge untergehen. :`(

Vor nunmehr 12 Jahren verschaffte uns die Bekanntschaft eines Koblenzer freischaffenden Fotografen :wave: Zugang zur Baustelle des Wiederaufbaus der „Steinernen Glocke“; der wenige Zeit vorher, im privaten Kreise geäußerte Wunsch, einmal ❗ nur den Fortgang der Arbeiten sehen zu dürfen, sollte sich so dann einmal pro Jahr erfüllen: und leichter als gedacht ging das vonstatten! :p

Per Fax-Schreiben wurde um Besuchs-Erlaubnis beim dafür zuständigen Dresdener Baupavillon gebeten, und fast postwendend erfolgte die Genehmigung.
Daß es sich dabei um die „Mitarbeiter“ B) einer eher im maritimen Bereich angesiedelten Fotoagentur -die immerhin wirklich existent war- handelte, unterzog niemand einer näheren Prüfung, und auch nach eigentlich vorhandenseinmüssenden Presseausweisen stellte glücklicherweise niemand Fragen. 😳 😮

Dafür sollten so vom Jahre 2000 an bis zur Auswanderung 2005 hunderte von einmaligen Aufnahmen des Baugeschehens gelingen, die hier gezeigten entstammen Ende Mai des Jahres 2002.
Die dunklen Steine des stehengebliebenen Mauerwerks zeigen sich nun wieder eingefügt in neues, helleres Mauerwerk, und der Dachanlauf über dem Choranbau beginnt.

Zu erkennen sind weiterhin die eingefügten radialen Streben des eingebauten Ringankers, die die fehlerhafte statische Berechnung des einstigen Erbauers ausgleichen werden.

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Geblieben sind nun die Erinnerungen an die genannten Fahrten, mehrere Alben mit tollen Bildern – und ein großes Unverständnis über den eingeschlagenen Kurs der alten Heimat! :## >:XX

Damit verbleiben wir nach dieser kleinen Erinnerung 🙄 wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Umbau oder Abbau?

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„Das alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
und neues Leben blüht aus den Ruinen.“

Nicht erst seit des deutschen Dramatikers Schiller und dessen Werk „Wilhelm Tell“ weiß man um des Menschen Fähigkeit, historische Zeugnisse vor dem Zerfall zu bewahren und sie wiederzubeleben, um sie an die mehr oder weniger interessierte Nachkommenschaft :-/ weiterzugeben.

💡 24ter Mai; sieben Monate verbleiben uns noch bis zum diesjährigen Weihnachtsfest – => doch gilt dieser Tag allerdings auch als der 145te Jahrestag einer der für Paraguay verlorenen und gleichzeitig verlustreichsten Schlachten im Tripel-Allianz-Kriege 1864-1870.
Nördlich vom Rio Parana verloren an diesem Tage im Jahre 1866 mehrere 20tausend Menschen ihr Leben…. :`(

Landkarte 01

Wie aus unserem vorigen Eintrag bekannt, herrscht in Villarrica fast ständig rege Bautätigkeit. Mitten im Stadtzentrum scheinen die Grundstücks- und Häuserpreise schier zu explodieren, und oft tendieren die angebotene Qualität der Bausubstanz bezüglich des geforderten Preises weit auseinander; ‚reingedrängelte Makler, Selfmade-Experten und weitverzweigt-befreundete uneigennützige Zwischenhändler „würden in den gezeigten Prachthäusern am liebsten selbst gern wohnen, wenn wir nicht schon…“ :))

Nun sei es jedem selbst überlassen, wo und in was hier investiert wird; ob man durch Zuckerrohr-Ernten innerhalb kürzester Zeit reich werden will, durch Eukalyptuspflanzungen oder Macadamianüsse im Geld waten möchte – Tatsache bleibt, daß auch in unserem Jahrhundert der Erzähl-kunst kaum Grenzen gesetzt sind. :)) U-(

Untenstehende Bilder vermitteln einen Eindruck eines Objektes, welches vor mehreren Monaten etwas außerhalb „unter der Hand“ angeboten wurde: gutes Restaurationsobjekt oder eher weniger und lieber gleich was neues hinstellen lassen…?! U-(

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=> Für Blogfreund Flogni :wave: gibt’s zum heutigen Schluß noch eine Abbildung der vor Monaten „geschossenen“ Wandkarte des Dresdner Ludendorff-Ufers der 60er Jahre: soooo lange hat’s ja nicht gedauert, bis das Wandbild hier war….. :b

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Weder Plattenbau noch Strohütten

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Baustellen 21

„Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und also leben, als sollt man morgen sterben.“
Nicht erst Falco wollte also „…den Tagen mehr Leben geben“, sondern auch der => große Reformator Luther dachte schon seinerzeit in diese Richtung.

Was allerdings den ersten Teil des Sinnspruches betrifft, so scheint die entsprechende Stelle des alten Pergamentes hier stets gefehlt oder vorsichtshalber zum einwickeln der beliebten Maniok-Wurzeln gedient zu haben…. :))

Nichtsdestotrotz vollzieht sich in unserem Städtchen ständig ein baulicher Wandel; ganze Berge von flink gebrannten Nürnberger Ziegeln und tausende von Farblitern verwandeln Villarrica ständig aufs neue, sodaß Google-Earth erwägt, hier eine ständige Vertretung zur fast täglichen Aktualisierung der übertragenen Bilder zu eröffnen.

Wenig innerstädtische Häuser derzeit, die nicht um- oder ausgebaut werden. Auf oder neben dem Bürgersteig gelagerte Baumaterialien künden von der Veränderung, und noch dazu wird seit Monaten eine der meistbefahrenen Straßen verbreitert.
Weder Warn- noch Hinweisschild existieren, und kein Verkehrsfunk unterrichtet die Autobesitzer – und trotzdem gibts weder Stau noch dramatische Unfälle – blechbeschadet sind doch die meisten Fahrzeuge jetzt schon.
=> Außerdem passieren die meist actiongeladenen und geräuschvollen Unfälle eher nachts bis hinein in die frühen Morgenstunden; schuld daran sind weder ungesicherte Baustellen noch unbeleuchtete Baumaschinen…. |-| :))

Kühne Rechner und Bodenspekulanten kennen meist jetzt schon die weitreichenden Pläne des langsam, aber trotzdem expandierenden Villarrica’s, und die meisten davon warten schon auf den nächsten Regierungswechsel im Lande. Aber wo bringt ein solcher eine wirkliche Veränderung..? |-|

Wie schon angedeutet, werden hierzulande die baulichen Konzepte eher weniger für die nächsten Jahre erstellt; die wechselhafte Geschichte auch betreffs des Standortes von Villarrica mag zum Teil schuld daran sein….

Baustellen 20

Für Blogfreundin pueten’s :wave: Vorstellungen unserer Wohnverhältnisse mag das obige Bild angefügt sein; für alle anderen die nachstehenden… :yes:

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So wünschen wir der geneigten Leserschaft ein schönes Wochenende & verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave: :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 4

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„Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“
Den Worten Mark Twains zuzustimmen, würde das Eingeständnis bedeuten, daß er recht hat mit seiner Aussage. 🙄
Dabei unterscheiden sich beide genannte Jahreszeiten in Paraguay wirklich gravierend; bei Blogfreundin Pueten hingegen besteht der Unterschied zum Winter lediglich darin, daß in ihrem „Sommer“ die Pfützen meist nicht oder eher selten zufrieren. :)) :wave:

Verdient ist verdient, doch glücklicherweise ist Frau p. hart im nehmen )-o – genauso hart wie die letzten Tage & Stunden waren bei der Fertigstellung unseres bereits vorgestellten Projektes.

Leider weitete sich der vorher abgesteckte Zeitplan etwas nach hinten aus; schuld waren das Wetter, die stets anonym bleibenden „anderen“ sowie allgemeine und dahin nicht näher zu beschreibende Verzögerungen. U-(

Und doch sollte Mitte vergangenen Dezember die Integration (möge Hessen’s grüne Öztürk die Verwendung dieses äußerst rassistischen „Made-by-Thilo“-Wortes verzeihen!) des blauen Schutzanstriches beginnen – drei Wochen später als geplant, aber immerhin…
Insgesamt vier Anstriche sollten nach jeweiliger gründlicher Abtrocknung in der nächsten Zeit folgen – leider stand deswegen die weihnachtliche Tanne damals noch an einem blautrocknenden Beckenrand. 😥

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Die technische Einweisung ins „Pumpenhaus“ erfolgte noch vor der Endübergabe der Firma durch einen lieben Freund; :p einer der wichtigsten Wege war dabei die Durchquerung des Labyrinth’s vieler unterschiedlicher Meinungen, Rezepte & Vorschläge anderer zur Wasseraufbereitung und -behandlung mit den auch in Paraguay vielfältig vertretenen Mitteln: => „Pühten’s Flockungsmittel, garantierte 2011er Loreley-Abfüllung“ allerdings wird hier in Südamerika niemand einsetzen wollen…. 8| 😛

So präsentiert sich alles nun seit Anfang Januar einstiegsbereit – passend zu eingangs erwähntem hiesigem Sommer. :p

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Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen: Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 3

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„Willst Du, daß wir mit hinein
in das Haus dich bauen,
laß’es dir gefallen, Stein,
daß wir dich behauen.“

Nicht nur das Leben in Paraguay ermöglicht/verlangt bei einigen Landsleuten 😐 die Annahme von Decknamen; auch der deutsche Dichter und Freimaurer Friedrich Rückert, der Verfasser obiger Zeilen, veröffentlichte in napoleonischen Zeiten stellenweise seine Werke unter anderem Namen; meist als => Freimund Raimar.

Glücklicherweise mußten bei unserem Bauvorhaben keine Steine mehr behauen werden; zur Verfügung standen die hier üblichen Ziegel aus Mürbeteig; abzüglich der Gewürze selbstredend.. :))

Schnell wuchsen Ende Oktober, Anfang November die runden Wände aus dem Boden, und gleichzeitig wurden die benötigten Rohrleitungen und technischen Zutaten installiert bzw. Öffnungen für selbige freigelassen.
Eines der unsichersten Faktoren dabei bildet zum Ende des Jahres hin das Wetter – wird zum Sonntagabend für den Wochenanfang von der staatlichen TV-Anstalt eine hohe Regenwahrscheinlichkeit bekanntgegeben, verwandelt sich der Montag im wahrsten Sinn des Wortes in einen Schontag.
Allerdings verwendet die beauftragte Firma einen internen Zeitplan und Mitarbeiter, denen eine etwas andere Arbeitsweise klargemacht wurde. 😮

Auch für Änderungen betreffs der allgemeinen Bauhöhe, der Stufenanzahl und -form hat man während der Arbeiten ein offenes Ohr, und außerdem wird auf eine reichliche Erfahrung bei artverwandten Bau’s zurückgegriffen.

Zeitgleich wurde von anderen Arbeitern ein Teil des umliegenden Geländes nivelliert, um Platz für Sonnenliegen, Tische & Stühle zu erhalten und anfallendes Regenwasser außerhalb ableiten zu können; dazu dienten die hier üblichen Steinplatten – Preis pro qm im November 2010: 9.000 Gs/qm.

Zum Ende der Maurer- und Verputzarbeiten wurde das Innere kräftig geschliffen, um die vorgesehene blaue Farbe haltbar zu machen; im nächsten Teil dieser Reihe wird deren aufbringen sowie die Fertigstellung des ganzen Projektes gezeigt.

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=> An dieser Stelle möchten wir an den 67ten Geburtstag erinnern, den Peter Fechter am 14ten des Monats feiern würde; allerdings hängt sein frühes Ableben mit ganz anderen Maurerarbeiten zusammen…. 😐

Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wasser-Anschluß Teil 2

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„Beton ist der Humus der Zivilisation“, stellte treffend der Leipziger Autor Reisenberg fest.
Und dennoch sollte dieser Stoff auch bei dem neuen Bauprojekt in größeren Mengen gebraucht werden.

Kaum befand sich das bodenstabilisierende Metallgeflecht auf dem Tiefpunkt seiner Karriere, ergoß sich der flüssige Zement (Sackpreis im Dezember 2010: 75.000,- Gs) darüber: auf dem Höhepunkt der technischen Entwicklung sogar in einer Mischmaschine ❗ zusammengequirlt, und als wichtigster Punkt – die Bodenplatte wurde an einem einzigen Tag hergestellt. :.
Vielleicht sollte man erwähnen, daß gleichzeitig die ersten Reihen der später zu mauernden Wandung mit in die Bodeneinheit gefügt wurde; zur Abdichtung des Boden-/Wandscheidepunktes diente eine besondere Steinversetzung, gepaart mit einer selbstdichtenden Mixtur, welche dem innen arbeitenden „Bodenpersonal“ zunächst kaum noch die Entlassung in den per Tarifvertrag zugesicherten Feierabend ermöglichen wollte…. :))

Angefügt seien mehrere Bilder, die den unteren Bau zeigen; bei 98% jährlich einwandernden Poolexperten dürfte dies andererseits auch dem allgemeinen Interesse dienen. :))

Was anfangs noch wie die Reste der ausgegrabenen, weil aktuell wieder dringend benötigten B) „Brot & Spiele“-Trierer Kaiserthermen anmutet, ist das Resultat langer Nächte des Experimentierens mit Stift und Papier; am Ende sollte eine verschlungene Form „gewinnen“ – vielleicht läßt sich darauf ja am bequemsten der nächtliche Cocktail abstellen…. :yes: :>> :yes:

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Zeitgleich dazu wurde mit der Installation einer eigenkreativen Außendusche -die etwas später näher behandelt wird- begonnen; für Blogfreundin => Frau pueten :p mag dazu die angefügte Zeichnung dienen. :)) 😛 :))

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Wasser-Anschluß Teil 1

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„Die Gold suchen, graben viel Erde und finden wenig.“
Je nach Auslegungsart lassen sich Heraklit’s Worte pessimistisch für die private Kontoaufstockung auffassen oder als positive Werbestrategie für eine Gartengerätefirma empfehlen; vom „wenigen“ aufgefundenen noch mit dankbarem Gesicht per Gesetz die Hälfte abzugeben, erschiene in heutiger Zeit allerdings nicht unbedingt empfehlenswert… 🙄

Aber keineswegs der Wunsch nach dem edelsten der Metalle war es, weswegen in einem neu erhaltenen Gartenstück ab Mitte Oktober des vergangenen Jahres fleißige Buddelei einsetzte; trotzdem stießen die Arbeiter schon kurz nach der Entfernung der Grasnabe auf die Reste einer ehemals hier vorhandenen Ziegelei, mehrere Hufeisen sowie alte metallische Beschläge- => heutzutage zerfallen die meisten der neugebrannten „Steine“ schon nach kurzer Zeit an der Luft oder kurz nach der Berührung, doch die aufgefundenen, jahrzehntealten Teile scheinen sich aufgrund einer geheimen Zutatenmixtur partout nicht auflösen zu wollen… 😡
Doch näheres dazu in einem eigenen Bericht.

Nun wäre weit gefehlt, in Paraguay archäologische Grabungen anzustellen. Ein Jahr nach der kompletten Neuerrichtung der Gästezimmer sollte nun ein anderes Bauprojekt an der Reihe sein.

Dazu wurde eine Firma aus der Hauptstadt Asunción beauftragt, die vorher entwickelten eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Realität umzusetzen: auf das abstecken der Grundfläche mittels auf den Boden gelegter, später zu verwendender Plastikrohre folgten drei ganze Tage manuelle Graberei, und die ineinander verschlungene Form wuchs in den Boden hinein. Wer dabei an den => T-174 💡 denkt oder an Caterpillar, wird angesichts der eingesetzten Handspaten sowie des eisenbereiften Schubkarrens den Schluckauf bekommen…. 😐

Genauso wurde das Eisennetz der Bodenplatte „reingezogen“; mittels Handarbeit & Zange gestaltete sich relativ schnell der Fortgang der Arbeiten, sodaß am Ende der 2. Woche das Metallgeflecht sowie die ersten Rohrleitungen installiert waren; gute Aussichten auf die Einhaltung des Terminplans zur kompletten Fertigstellung Anfang Dezember…

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„Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin.“
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