Schlagwort-Archive: Korruption

Ziviler Ungehorsam …. und filmischer

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„Wehrt Euch, wenn Euch das Leben lieb ist.“
So steht es zumindest in der Verserzählung „Iwein“ des deutschen Dichters Hartmann von Aue; zu dessen Lebenszeit wurde im Zeichen der Kreuzzüge ausgiebig gegen Muslime gekämpft.. B) Leider scheint sich in einigen Teilen dieser Welt eingangs erwähnte Maxime in ein fröhlich-drohendes „Wehrt Euch NICHT, wenn Euch das Leben lieb ist“ gewandelt zu haben…

…schon auffällig, daß Aufruhr, vom Volke :wave: :wave: ausgehend, meist zum Ende des Jahres 😮 die Redakteure aktueller Nachrichtensendungen beschäftigt und schnell rund um die Uhr beschäftigt – und nun hat’s unsere Hauptstadt Asunción erwischt:
seit einer ganzen Reihe von Tagen „rappelts“ in der dortigen staatlichen Universität UNA.

Daß Korruptionsskandale nicht nur im vorislamischen Deutschland grassieren, sondern auch in Paraguay anzutreffen sind, ahnt wohl auch längst der -meist auf freiwilliger Basis- durch ausschließlich Kai Diekmann informierte Zeitungsleser; daß im Falle Paraguay’s auch „unsere“ Uni betroffen sein könnte, war wohl nur eine Frage der Zeit:
Vetternwirtschaft wie in vergangenen Ceaucescu-Zeiten oder in der aktuellen Brüsseler Ära brachten nun den derzeit amtierenden Uni-Rektor Froilán Peralta zum Karrierestraucheln; ein Rücktritt war anfangs für ihn nur vorstellbar, wenn sämtliche, dem erwähnten familiären Amtverteilungsmodell anhängenden Kollegen ebenfalls mitziehen…

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Dies war aller Wahrscheinlichkeit nach das Signal für die Studenten, die Uni kurzerhand zu „schließen“ bzw. endgültig auf die Barrikaden zu gehen.

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In weiser Voraussicht, daß hier etwas noch nie dagewesenes passiert, was böööse enden könnte, entschlossen sich einige Lehramtsmitarbeiter, sich einiger Papiere mittels Feuer zu entledigen.
Dummerweise ist so etwas stets mit Rauchentwicklung verbunden und seit tausenden von Jahren sind die meisten Menschen so eingestellt, daß sie auf zur Zerstörung gelegtes Feuer schnell einige Eimer Wasser kippen.
Dies nun weitete die Aktion auf einen größeren Rahmen aus: mit Hilfe hinzugezogener Anwälte, Polizei und Juristen aller Art wurde dem feurigen Treiben Einhalt geboten; die sich nun anschließende Idee (vielleicht aus Eco´s „Name der Rose“ entlehnt..?), Papiere kleineren Formates mit dennoch beweiskräftigem Inhalt einfach zu verzehren, fand ein schnelles Ende, indem nach langem Zögern nun unter dem Druck der Studenten denn doch die erste Verhaftung vorgenommen wurde.

An Solidaritätsbezeugungen für die gegen die Korruption protestierenden Studenten mangelt es hingegen keineswegs: Anwohner aber auch lebensmittelproduzierende Firmen aus der Gegend von Asunción beliefern diese nämlich mit Speisen & Getränken, selbst die Feuerwehr freut sich unterstützend eingreifen zu können, indem sie den Studenten alle paar Stunden eine erfrischende Wasserdusche gönnt, da sich bei Temperaturen von an die 40 Grad die Gemüter noch leichter erhitzen könnten. :yes:

Auch auf seelische & moralische Unterstützung müssen die Studenten nicht verzichten: überall auf der Welt solidarisieren sich (wohl hauptsächlich paraguayische) Studenten mittels Märschen und/oder Plakaten mit den hiesigen UNA-Studenten.

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In der Zwischenzeit ließ der bewußte Rektor seinen Rücktritt ankündigen; umgehend wurde dies mit einem ordnungsgemäßen Haftbefehl beantwortet, um weitere (Zer-)störungen in diesem sicherlich noch längere Zeit anhaltenden Fall zu verhindern.

Nahezu unglaublich erscheint, daß die Studenten keinen Fußbreit weichen: Durchsuchungen von Büro’s & Papieren durch die Staatsanwaltschaft werden nur zugelassen, wenn studentische Beobachter anwesend sind, um Mauscheleien zu verhindern.

Wie die Sache ausgehen wird, scheint ungewiss; einheimische Lehrer sind mit gutem Gewissen in der behandelten Beziehung mehr oder weniger als „Kinder desselben Landes“ zu bezeichnen, und Lehrer mit hochkarätigem Fachwissen/Bildungshintergrund, aber mit wenig Familie B) hierzulande zu entdecken, dürfte sich als recht schwierig herausstellen. U-(

Keinesfalls vergessen sei der 30. September 1955, an welchem Jimmy Dean in seinem Porsche Spyder starb; trotz „nur“ dreier Hauptrollen steht James Byron Dean wohl ewig als Symbol für die Zeit der 50er Jahre wie kaum ein zweiter..

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Zwei von 3 sind kriminell

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„Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut.“ :crazy: Aha.

Weit entfernt, einer -noch dazu Grünen- Studienabbrecherin zum 60ten zu gratulieren, sei an dieser Stelle an nahezu unzählige und stets unsägliche, die eigene Heimat ❗ verleugnende Aussagen von Fatima Roth XX( aus der Berliner/Brüsseler Politjunta erinnert….

=> Schnell an dieser Stelle eine Abbildung einer jungen Frau aus der hiesigen Gegend; zumindest von diesem Kontinent: selbige nennt sich Adriana Rodríguez, :p stammt zwar eigentlich aus Kolumbien, aber verliest im TV „Telefutura“ die Nachrichten…

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Am nun vergangenen Donnerstag gehörte folgende Meldung dazu: am späten Abend zu eben diesem Donnerstag geriet in der Grenzstadt (zu Argentinien & Brasilien) Presidente Franco einer der berüchtigten Motorrad-Gangster, die mittels ihrem zweirädrigen Gefährt blitzschnelle Überfälle auf Passanten starten, im wahrsten Sinn des Wortes unter die Räder.

Er hatte offenbar seinem jungen weiblichen Opfer auf offener Strasse mittels Waffengewalt bereits den schnurlosen Fernsprecher geraubt, als der Freund der jungen Frau, der in geringer Entfernung wartete, kurzentschlossen den Motor seines Geländewagens startete und den Räuber noch vor dem Abschluß dessen „Geschäftes“ überrollte und zu dessen Ahnen expedierte.
Leider ging dabei ein Mast der Stromgesellschaft zu Bruch….
Den hiesigen Gepflogenheiten entsprechend, verschob sich daraufhin die Welle der Gewalt zu dem Fahrer des Wagens: selbiger wurde nun von einigen Mitgliedern der Motorradbande angegriffen, die den schmerzlichen und vor allem so plötzlichen Verlust ihres Kameraden nicht verwinden wollten/konnten.
Erst mit dem Eintreffen der Polizei trat eine Entschärfung der Situation ein.
Allerdings befindet sich der Fahrer des weissen Wagens nun in U-Haft und wartet auf sein Gerichtsverfahren: in ähnlichen Fällen lautete das Urteil bei Gegenwehr meist auf Freispruch – und bedeutete doch für eine gewisse Zeit (selbstverordneten) Hausarrest bzw. mehrwöchiger Urlaub im Ausland: denn meist gibt es Verwandte, denen Rache kein Fremdwort bedeutet: die kriminelle Tätigkeit des Verwandten wird dann gern als notwendige finanzielle Unterstützung gerechtfertigt… 😐

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Die dritte „Frau der Woche“ trägt den klangvollen Namen Liz Paola Duarte Meza und fungiert als Sekretärin des obersten Rechnungsprüfers unseres Binnenlandes.

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Ihr gelang es, die -manchmal sogar eingehaltene- Marke des staatlich geforderten Mindestlohnes von derzeit 1,8 Millionen Guaranies weit hinter sich zu lassen: ihre Fähigkeiten -die weder auf herkömmlicher noch auf irgendeiner Ausbildung fußen- verschaffen ihr so ein Einkommen von gut 7 Millionen Guaranies; doch damit nicht genug: Rechenkünstlern zufolge bringt es die junge Frau nach ausgewerteten Unterlagen stellenweise monatlich auf 500 Stunden – ÜBERstunden, wohlgemerkt. :>> Und die alleine stocken ihr Konto / ihren Lebenswandel :p monatlich um 30 Millionen ❗ Guaranies auf.
Zur Erinnerung: der aktuelle Kurs zum Kunsttaler beträgt momentan 5.700,- : 1,-.

Und für @ Brother hier nochmals zwei Dio-Vorschläge für das Panzer-IV-Dio: das letztere könnte mir ebenfalls gefallen…klein, aber aussagekräftig, meine ich..

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Durchwachsener Januar….

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Heute 01

…kaum zu glauben; in letzter Zeit muß Paraguay so wirklich einiges einstecken: erstellte Berichte spiegeln ein erscheckendes Zustandsbild sehr vieler Strassen, selbst innerhalb von Städten wider; eine Ministerin für Wohnungswesen entläßt sagenhafte drei ❗ führende Direktoren wegen finanziellen Unregelmäßigkeiten (nach der „Zahlung“ von 85% der Gesamtsumme an einen Unauffinbaren sind die geplanten über 300 Häuser kaum übers Fundament hinausgewachsen…), aus einem Polizeihauptquartier (welches von Unschuldigen betrieben wird…) verschwinden über 250 KILO Kokain – und nun stirbt auch noch ein 69jähriger TV-Künstler und Marionettenspieler namens Hector „Tito“ Garcia, sodaß selbst die Kinder den Tränen nahe sind…

tito-garcia-fallecio-este-lunes

Präsident Cartes verspricht nun, das Volk mit abgehackten Händen zu erfreuen – mit solchen nämlich, die zu Zeiten ihrer Beweglichkeit der Korruption dienten.
Vielleicht eine etwas stark versinnbildlichte Absicht; dennoch: lassen wir uns überraschen vom Umgang mit handloser Polizei und in ihrer Beweglichkeit und Motorik stark eingeschränkter Behördenwelt… B)

Da kann man fast wünschen, daß es mit einer Beteiligung Paraguay’s zur Fußball-WM 2030 klappt: Korruption dürfte dann zu diesem Zeitpunkt -bleibt die erwähnte Regelung des derzeitigen Präsidenten bestehen- ja kaum noch möglich sein.. U-( 😳

Ausgenommen von dieser grausamen Verordnung sollten aber auf alle Fälle die weiblichen Mitwirkenden des Freitag beginnenden Karneval-Corso’s sein..!! :p :p

=> Man hat selbst hier in Paraguay den Eindruck, daß derzeit die ganze Welt Kopf steht; die aus der alten Heimat eintreffenden Nachrichten über „offen sein & Zeichen setzen“ und die das Staatsmantra begleitenden Bilder lassen immmmer noch keine Reue über die Auswanderung aufkommen… :.

die grünenHeute 02

Als Ausgleich daher hier noch das aktuellste aus dem Garten:
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Am 180ten Werfttag gibts wieder aktuelle Bilder für @ Brother:
Zunächst ein Bild vom nun als PROBEMUSTER fungierenden Großsegel: angefertigt auf schwarzem Untergrund & ohne Blitzlicht: der Witz dabei – im Tageslicht sind diese farblichen Behandlungen kaum zu sehen.
Dennoch ist dies der richtige Weg für die neu anzufertigenden Segel.
:p Danke für den Tip nochmals!!

Santisima Trinidad 123

Die erste Seite der Bramwanten ist nun fast komplett.
Gleichzeitig (…fast wie immer noch woanders also..) gehts um den Kiel; vorn is‘ schon weg; achtern fehlt noch der Schleifer… Da soll später der noch zu beschaffende Kiel eingearbeitet werden – und erst dann gehts für die Beplankung weiter runter…
Damit kommt zur Frage einer passenden Vitrine noch die Ideensuche für die passende Modell-Standvorrichtung, denn das was Occre vorschlägt… XX( :))

Santisima Trinidad 126Santisima Trinidad 124Santisima Trinidad 125

Und hier noch ein Extra-Link für Brother: :p :p :p :p

http://www.modellboard.net/index.php?topic=39072.msg667656#msg667656

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

Keinesfalls ❗ vergessen ist der 70te Jahrestag (30.1.) des Abschusses der „Wilhelm Gustloff“; über 9.000 Flüchtlinge fanden in der Ostsee damals den Tod: vielleicht schlägt Bundespastor XX( IM „Larve“ ja mal DEREN Ehrung durch Schulklassen vor..!!

Gustloff

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November in Paraguay

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„Die Überzeugung, daß er es da draussen im Lande mit Millionen von Idioten zu tun hat, gehört zu psychiatrischen Grundausstattung des Politikers.“

Wenn man weiß, daß der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger am 11ten November im lange zurückliegenden Jahre 1929 geboren wurde, sollte man ihm seine obenstehende Aussage wohl guten Gewissens verzeihen; man versucht also, Politikerworten zu glauben U-( und an drohender Altersarmut die positiven Aspekte wahrzunehmen – und wird sogar hier in Paraguay an die mahnenden Worte des heutigen Geburtstagskindes denn doch zu schnell wieder erinnert:

Mafia im Ministerium

Der in den aktuellen Tagen niederströmende Regen zeigt Paraguay von seiner anderen Seite: die bei strahlendem Sonnenschein staubtrockenen Strassen und Wege verwandeln sich in diesen Zeiten schnell in Schlamm, der einige Gegenden teils tagelang unpassierbar macht: selbst mehr PS oder höhere Geländewagen nutzen dann kaum was; nun heißt es abwarten, bis alles wieder befahrbar wird; schneller als das Regenwasser hingegen versickern nur noch die dem Strassenbau bewilligten Gelder – aber macht es weltweit EINE Regierung anders..? ;D

Wirtschaftlicher Schaden durch unpassierbare Straßen

BusanschiebenRegen in PYRegen in PY 2

=> Am Bautag 102 der „Santisima Trinidad“ gehts um’s maritime Tau; hier nun Bilder vom Pfortenreep, welches die Geschützpforten hebt & senken läßt:

Santisima Trinidad 66

Damit dürften die Installationen dieses Decks endlich ❗ abgeschlossen sein; nun wieder Decksbalken und das nächste, zweite Batteriedeck obendrauf….

Santisima Trinidad 67Santisima Trinidad 68

Zuletzt findet an dieser Stelle noch das Ende der deutschen „Tirpitz“ am 1. November vor 70 Jahren Erwähnung, bei deren Kentern nach britischer Bombardierung über 1.200 Matrosen den Tod fanden….

Tripitz

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Blut & Geld

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„Heute ist die Utopie vom Vormittag die Wirklichkeit vom Nachmittag.“
…auch wenn sich das Leben und damit einhergehend die Weltsicht des amerikanischen Autors Truman Capote im wahrsten Sinne des Wortes „anders“ 😳 gestaltete, so trifft dessen Aussage die aktuellen Begebenheiten in unserem südamerikanischen Binnenlande wohl genau: deshalb -kommentarlos- an dieser Stelle eine kleine Auswahl an übersetzten U-( Zeitungstexten:

Filmreifer Raub und ein missglückter Versuch einen Zeugen zu eliminieren
Geschrieben am 27. Februar 2013 von Jan Päßler

Asunción: Eine Geschichte für einen Film hätte man nicht besser schreiben können.
An dem Raub des Räubers Beute waren sechs Polizisten beteiligt, wovon vier mittlerweile hinter Gittern sind. Zwei weitere befinden sich auf der Flucht.

Am 19. Februar stahl der Fahrer des Geldtransporters, Carlos González Mallorquín 1,85 Milliarden Guaranies. Mit der schweren Beute fuhr er schnurstracks zum Haus seines Vaters in Ñemby. Das Fernsehen berichtete darüber und die Bevölkerung alarmiert. So kam es, dass ein Nachbar von Gónzalez‘ Vater die örtliche Polizeidienststelle anrief, um zu bezeugen das er den Fahrer mit mehreren Säcken gesehen hat.

Als die Information die Runde im Kommissariat machte entschlossen sich die anwesenden Polizisten ohne richterliche Anordnung das Haus des Verdächtigen zu durchsuchen und keineswegs den Fahrer des Geldtransporters festzunehmen. Sie eigneten sich die ganze Summe von 1,85 Milliarden Guaranies an und bedrohten die beiden.

Ohne Zeit zu verlieren wurde die Beute nur Augenblicke später im Streifenwagen aufgeteilt. Der Polizist, der den Anruf des besorgten Nachbarn annahm dachte, dass seine Kollegen ihn festnehmen wollten. Ihm wurden später 90 Millionen Guaranies gegeben mit der Anordnung Stillschweigen zu halten. Er war der erste, der die Staatsanwaltschaft von dem Vorfall unterrichtete.

Die Geschichte endete hier jedoch noch nicht. Am Folgemorgen, dem Mittwoch, wurden erst die zwei Kommissariats Leiter (Joni Alberto Díaz Aranda, José Dolores Amarilla) eingeweiht, die verärgert reagierten. Grund dafür war nicht der Raub sondern das sie nicht zur Beuteverteilung gerufen wurden.

Auf ihre Anordnung wurde das gestohlene Geld erneut aufgeteilt jedoch diesmal auch unter den Chefs.

Carlos González Mallorquín stahl zwar in erster Instanz das Geld, von dem Aufenthaltsort jedoch kann er gar keine Ahnung haben. Die Staatsanwaltschaft untersucht nun ob weitere Uniformierte etwas davon wussten und in welche Taschen das Geld floss.

Am gestrigen Abend wurde erfolglos von Unbekannten versucht den Vater des Geldtransporträubers, Basilico González zu ermorden. Dies lässt Platz für die Vermutung, dass involvierte Polizisten einen potenziellen Zeugen ausschalten wollten und es mehr Helfer oder Mitwisser gibt, die von dem Doppelraub wussten.
(Wochenblatt / Abc)

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„Polibandis“ fotografierten sich mit der Beute
Geschrieben am 1. März 2013 von Jan Päßler

Asunción: Der Staatsanwaltschaft liegt ein Foto vor, auf dem Unteroffizier Hugo Alfredo Vigneaux Torres neben seinem Anteil im Kommissariat in Ñemby zu sehen ist. Nach der zweiten Verteilung jedoch hatte der Gesetzhüter nicht mehr so viel Geld wie auf dem Foto.

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Hugo Alfredo Vigneaux wurde von seinen Vorgesetzten geschlagen damit er das ihm „zustehende“ Geld wieder auf die Wache bringt, damit es neu verteilt werden kann. Dazu fuhr er ins Haus seiner Schwester. Dem Kommissar José Dolores Amarilla blüht nun auch eine Klage wegen Körperverletzung. Sein Verteidiger plädiert jedoch auf das Aussetzen von Untersuchungshaft und meint, dass das ganze Gehabe nur eine Falle sei. Er wäre an dem fraglichen Tag in Itauguá gewesen, was als Alibi reichen muss.

Die Fotos die nach der ersten Beuteverteilung gemacht wurden sollten Erinnerungsstücke für den großen Schlag sein. Dass sie eine eigene Kraft als Beweismittel haben, war den Uniformträgern anscheinend nicht klar.

Jedoch werden jetzt noch weitere Polizisten in den Fall involviert. Bleibt nur abzuwarten, ob dem extrem teuren Verteidiger des Kommissars Amarilla es wieder gelingt den Verdächtigen von allen Vorwürfen freizusprechen.

Des Weiteren wurde heute Morgen Kommissar Oscar Ayala verhaftet. Bis auf Amarilla sind alle anderen sechs Angeklagten in Untersuchungshaft.

Die Beute aus dem Prosegur Geldtransporter wurde noch nicht gefunden und der Innenminister erklärte den Polizeikommandanten nicht zu entlassen. Der Präsident des Landes versprach jedoch keinen zu decken, der mit dem Fall in Verbindung steht.
(Wochenblatt / Abc)

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Polizisten ins Gefängnis
Geschrieben am 28. Juni 2014 von Thomas Puchalowitz

Asunción: Acht Polizisten wurden heute zu Haftstrafen von 10 bis 15 Jahren verurteilt. Es geht um den Raub von 1.840 Millionen Guaranies der Firma Prosegur (Geldtransportunternehmen).

Drei Polizeichefs erhielten die höheren Strafen. Der Ex – Polizeichef des Departements Central, Jose Dolores Amarilla, der Ex – Polizeichef von Nemby, Osvaldo Ayala und sein Stellvertreter Joni Diez erhielten Haftstrafen von 15 Jahren. Die anderen beteiligten fünf Polizisten müssen für 10 Jahre ins Gefängnis.

Die Haftstrafen sind im Staatsgefängnis Tacumbu zu verbüßen. Die Anklage lautete auf schweren Raub, Nötigung und Geldwäsche.
Die Staatsanwaltschaft erklärte sich mit der Höhe des Strafmaßes zufrieden.

Der Fall ereignete sich am 19. Februar 2013. Der Fahrer eines Geldtransporters, Carlos Gonzales Mallorquin raubte 1.840 Millionen Guaranies und verschwand mit der Beute. Im Morgengrauen des 21.Februar drangen Polizisten in das Haus vom Vater des Fahreres ein und entdeckten dort einen Teil der Beute und nahmen sie an sich. Zwei Tage später forderten höhere Polizeibeamte die Beute ihrer Untergebenen ein. Dieser Vorgang fand in der Polizeistation Nemby statt. Von diesem Geld fehlt bis heute jede Spur.

Der Fahrer des Geldtransporters gab zu Protokoll, er habe nur die Summe von 600 Millionen gestohlen. Einen Teil des Geldes habe er an Arme verteilt und den Rest haben die Polizisten mitgenommen.

Carlos Gonzales befindet sich zur Zeit im Staatsgefängnis Tacumbu und erwartet seine Verhandlung im September dieses Jahres.
(Wochenblatt/ABC-Color)

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Traurig
Geschrieben am 24. Juni 2014 von Thomas Puchalowitz

Asunción: Gestern kurz nach 10.00 Uhr traf Sonia Doutreleau, bei den Gebäuden in denen die Büros der Vereinigung der Chlorhersteller (Capaclor) ein. Sie, die Präsidentin dieser Vereinigung fand die Eingangstür zu den Büroräumen verschlossen vor.
Nachdem sie die Tür mit ihren eigenen Schlüsseln geöffnet hatte und die Räumlichkeiten betrat, überraschte sie zwei Unbekannte, die diese Büroräume durchsuchten. Die Einbrecher forderten Geld.

Sonia Doutreleau antwortete dass in diesen Bereich nicht mit Geld gearbeitet wird. Ihre Antwort führte zu einem heftigem Streitgespräch mit den Verbrechern.
Minuten später, als sich die Angestellten die sich zu diesem Zeitpunkt eingesperrt im Bad befanden befreien konnten, fanden sie Sonia Doutreleau leblos am Boden liegend.

Die Mörder die in das Büro der Capaclor eindrangen brachten ihrem Opfer 33 Messerstiche bei. Die Stiche wurden ihr im Bereich des Halses, der Brust und der Hände beigebracht. Was darauf hindeutet das sich das Opfer gewehrt hat, informierte der Direktor der Gerichtsmedizin Pablo Lemir.
Die Autopsie zeigt dass die Mörder extrem brutal vorgegangen sind.

Die Staatsanwältin Fatima Britos gab bekannt, dass ihr Daten vorliegen das Opfer habe Morddrohungen erhalten.
(Wochenblatt/ABC-Color)

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Ein fast tödlicher Irrtum
Geschrieben am 30. Juni 2014 von Thomas Puchalowitz

Pedro Juan Caballero: Agenten der Drogenpolizei erhielten eine Anzeige wegen versuchten Totschlags.

Der Fall trug sich am Samstag nachmittag zu. Das Opfer Anibal Ramon Frutos Zaracho (22), fuhr mit seiner Camioneta Marke Toyota zum Haus eines Freundes, wo er sich eine Gitarre leihen wollte. Er betrat das Haus und verließ es wenige Minuten später mit der Gitarre in einer Schutzhülle wieder.

Kurz nachdem er seine Fahrt begonnen hatte, stellte er fest, dass er verfolgt wird. Ein Toyota Hilux, grau mit getönten Scheiben, ohne Nummernschild und ein Chevrolet S 10 mit brasilianischem Nummernschild. Als die beiden Fahrzeuge ihn überholten, sah er in einem der Autos drei Personen in normaler Straßenkleidung ohne irgendeine Kennzeichnung. Die drei Personen zielten mit Gewehren auf ihn. Anibal erhöhte die Geschwindigkeit und versuchte zu fliehen.

Zeitung 04

Für ihn war klar, hier handelt es sich um einen Entführungsversuch oder Diebstahl seines Autos. Die beiden anderen Autos nahmen die Verfolgung auf und eröffnen das Feuer auf das Fahrzeug von Anibal. Er floh in Richtung Zentrum der Stadt. Als er anhielt, wies sein Auto neun Einschüsse auf. Einige Kugeln hatten die Reifen getroffen, andere die Seitenscheibe des Fahrers durchschlagen und ihn leicht verletzt. Als die Männer ihn erreichten schlugen sie ihn. Anibal hörte nicht auf zu fragen wer sie sind. Da identifizierten sie sich zum ersten Mal als Agenten der Drogenpolizei. Nachdem sie ihn und seinen Wagen auf Drogen und Waffen durchsucht hatten, gaben sie ihren Irrtum zu und baten ihn um Entschuldigung.

Viele Personen und Persönlichkeiten der Stadt verurteilen das Vorgehen der Drogenpolizei Die Familie Frutos Zaracho erstattete Anzeige gegen die Agenten. Die Familie erklärt, dass man ganz leicht das Opfer beim Verlassen des Hauses hätte kontrollieren und nachdem man sich identifiziert hätte, das Auto durchsuchen können.

” Wer bleibt stehen, wenn mehrere Personen mit Waffen, in Autos ohne Nummernschild oder brasilianischem Nummernschild einem verfolgen” sagt Anibal.

Die alarmierte Nationalpolizei nahm die drei Agenten in Gewahrsam und brachte sie ins Hauptquartier, wo sie einem Nitrit und Nitrat Test unterzogen wurden.
(Wochenblatt/ABC-Color)

Zeitung 01

Zum Abschluß der Nachrichten noch ein Blick aufs Wetter: heiter bis sonnig; in den nächsten Tagen werden winterliche 😛 Höchsttemperaturen bis zu 28° erwartet, während die Meteorologen zum Ende der Woche hin weitere Regenfälle erwarten. >:-[

1. Juli… da war doch was… 1990…. B)

Zeitung 02

Zugegeben – auch bei mir war es im Sommer ’90 zunächst ein Videorecorder – aber das erste, Mitte Juli mit DM gekaufte Buch bezog sich wieder auf was historisches.. 🙄

Zeitung 03

So hat man also nur einmal einen Währungswechsel erlebt: DEM sollte nur 11einhalb Jahre später ein krimineller enteignender Zwangsumtausch folgen. U-(

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Privatinitiative

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Vom am 29. Januar 1860 geborenen Dichter Anton Tschechow sind folgende Worte überliefert: „Anständigen im wahren Sinne begegnet man nur unter Menschen, die feste Überzeugungen haben, konservative oder liberale, die sogenannten gemäßigten neigen zu sehr zu Belohnungen, Beihilfen, Kreuzen, Gehaltszulagen.“ 😐

Allgemeine Entrüstung herrscht derzeit im hiesigen Binnenlande über die Machenschaften eines angeblich liberalen Abgeordneten, der sich durch Fabrik-Abverkauf des größten Teiles der dort abgefüllten Zementsäcke die Monopolstellung bei der Weitergabe derselben sicherte; wie nahezu jedes Jahr stieg so infolge der (gewollten) Knappheit der Einzelpreis auf fast 100tausend Guaranies pro 50-Kilo-Tüte, während der feine Volksvertreter noch an dem von ihm geforderten Preis von über 50tausend gut „abschnitt“. B)

Zu den üblichen Verdächtigen (meist auf der Gewinnerseite) kommt in diesem Falle noch der geneigte Fernsehzuschauer, der nun täglich einen Einblick in die private Geschäftswelt der tadellos gekleideten Regierungsmitarbeiter bekommt – => ob es sich dabei um Brüssel, Berlin oder Asunción handelt, dürften die meisten Zuschauer beim nächsten Gähnen vorm Bildschirm schon wieder vergessen haben :yawn: ….und oft übrigens wird bei der hiesigen Schulbildung vergessen, den heranwachsenden den Standort ihres eigenen Landes auf dem Globus zu zeigen; Nationalstolz funktioniert auch ohne diese Feinheit. :-/

Aber was wird passieren? Wird einer der Täter mit drastischen Konsequenzen rechnen müssen? Wird ihm etwa die Tür in die nächste Parlamentssitzung verschlossen bleiben..?
Oder wird die nächste sportliche Großveranstaltung, der nächste Flugzeugabsturz oder gar der Karneval den Blick der Menge nicht in eine andere Richtung lenken? B)

Zum Thema „Tür“ gibt’s diesmal einige Schnappschüsse aus der Umgebung, die in den letzten Tagen/Wochen gelangen: damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Jugendstil in Paraguay 1Jugendstil in Paraguay 2Jugendstil in Paraguay 3Jugendstil in Paraguay 4Eingangstür

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