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17 Mann komplett – nur einer fehlt…

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Stets findet Überraschung statt.
Da, wo man’s nicht erwartet hat. B)

Und diese Aussage des deutschen Zeichners Wilhelm Busch trifft auch & gerade besonders auf unser hiesiges Binnenland zu: wie sonst könnte vergangenen Freitagmorgen am Flughafen Asunción ein Lamborghini Huracán eintreffen – und bisher NICHT abgeholt worden sein..?!?! 88|

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Erstaunt über das mangelnde Interesse des Besitzers ergaben Nachfragen schnell eine Verbindung zu Victor. Allerdings ist es nicht irgendein Victor, sondern ihm gehört noch der Nachname Bogado, und damit ist die Verbindung zu einem Colorado-Senator der hiesigen Regierung schnell hergestellt.
Der hingegen leugnet jeden Besitz des 600-PS-Boliden bisher strikt ab!

Hm, sollte es an den 30tausend US$ für den Flugtransport samt Zollgebühren „klemmen“ oder an eventuell sich anschließenden Fragen der generellen Autofinanzierung..? :))

Flacher Wahnsinn: der V 10 Motor mit über 5 Litern Hubraum liefert bei Bedarf 320 km/h….

Heute 01

Doch zurück zu der Zollsache „Mich will keiner“: Und wie das so ist, wenn Journalisten an weitere Recherchen, in dem Fall etwaige Vorbesitzer betreffend, gelassen werden, ergaben sich nun plötzlich weitere Möglichkeiten, die allerdings den ganzen Fall wohl nur noch verwirrender gestalten: die erste Spur führte so sogar nach Deutschland, genaugenommen zu der Figur links im Bild: wenig wahrscheinlich, sollte man denken.. :))

Heute 09

Auch eine Frau ❗ als voriger Fahrer wurde angeblich ermittelt: darf/soll dies die Männerwelt glauben..? :>

Heute 04

Die dritte Möglichkeit, wem der Wagen einst gehört hat, liegt schon näher; aber hieß es nicht, die (hier liegende) Person wäre vor einiger Zeit mit einem Schiff untergegangen..? 8|

Heute 02

Lagerraum ist auch in Paraguay teuer: unbestätigten Gerüchten zufolge sieht sich der paraguayische Zoll angeblich gezwungen, bei einem Weiterverbleib des Wagens aufgrund ungeklärter Besitzverhältnisse den Lambo zu versteigern und infolge des immerhin vorhandenen Wertes des Wagens ein Waschteam mitzugeben; bei Vorlage der entsprechenden echten ❗ Papiere (und wahrscheinlich auch des Führerschein’s..) 😳 dürfte sich die Herausgabe des Renner’s wenig kompliziert erweisen..

Heute 03

Und für @ Brother hier nun Bilder der angekommenen 17 Mann für’s geplante Afrika-Diorama: alle in Bewegung; dies wird den Charakter des Dio’s wohl bestimmen müssen, denke ich…

Heute 10Heute 11Heute 12Heute 13

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica, Paraguay
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6 Wochen Dunkelheit oder Versand auf Russisch….

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Mit einem lauten Rrrummms schlossen sich am 6.August die Containertüren, und tiefe Dunkelheit senkte sich über den Inhalt der großen 20-Fuß-Stahlkiste. Genau 12 Tage später stach die „Cutty Sark“ noch einmal in See, um Kurs auf Südamerika zu nehmen.
Verwirrend? |-| – Also der Reihe nach!

Trotz deutscher Konjunktur, die schwindel-:roll:(-erregend) ist, übersiedeln aus unerfindlichen Gründen immer noch und immer mehr Menschen nach Paraguay! Wieso bloß – ich dachte, in der alten Heimat sei alles in Ordnung… U-(

Bei lieben Bekannten von uns war Mitte 2006 auch der Entschluß gefaßt:
Nur wech aus Deutschland! Letztes Hindernis auf dem Weg zur tropischen Sonne war die Containerbeschaffung in Deutschland.
Marktführende und paraguay-bekannte Speditionen waren nicht bereit, einen Container zu verkaufen, sodaß zwar schon die Flugtickets in der Eicheschublade lagen, aber eben der Schatten der großen Stahlkiste noch nicht auf’s Haus fiel… 😦

Und so bot sich unseren Auswanderern, denen langsam aber sicher die Zeit davonrannte, nur noch eine Möglichkeit: Um endlich laden zu können, erteilten sie der in der paraguayischen Colonia Neufeld sitzenden Spedition gleichen Namens den Zuschlag!
Der kalte Krieg schien vorüber, und so gab es keine Bedenken (Zeit läuft!!), eine russische Spedition zu bemühen. Der Ansprechpartner spricht deutsch und trinkt amerikanische Cola – also, was spricht dagegen…?
Und siehe da: Egal, ob Millionen deutsche Kriegsgefangene zehn Jahre lang in Sibirien beköstigt wurden 88| oder der erste Sputnik in die Umlaufbahn geschickt wurde – Was deutschen Speditionen nicht möglich war, schafften die Sowjets im Handumdrehen! :yes:
Am 3. August stand der Container (ohne Hammer-und-Sichel-Aufdruck!) vor’m Haus, und nach 3 Tagen …keuch… des Packens ging die Kiste an die Küste, um am 18ten August verschifft zu werden. :wave:

Okay, Babe, laß uns übers Geld reden! B) Gesamtsumme: 4.450,- Taler Kunstgeld.
Darin enthalten sind: Eintausenddreihundert für den Kauf des 20-Fuß-Containers, der Transport von Deutschland nach Asuncion, eine Versicherung gegen Totalverlust sowie die Konsulatsabwicklung hier vor Ort.
Am 3.Oktober lagen sich also nicht nur alle Deutschen in ihrer ach soo tollen Heimat U-( in den Armen, sondern an diesem Tage fuhr im Morgengrauen auch die Ehefrau (klar, wer sonst soll so zeitig aufstehen..?!?) mit dem Bus nach Asuncion, um die Kiste mit den Habseligkeiten aus dem Zoll zu holen und zu übernehmen.
Mit Hilfe einer hier ansässigen und zuverlässigen Dame :wave: (an dieser Stelle liebe Grüsse von uns an Dich!) wurden die nötigen Formalitäten beim Zoll erledigt; knapp 6 Millionen Guaranies wechselten den Besitzer, und nach kurzer Öffnung des Containers durch gelangweilte und desinteressierte Beamte des staatlichen Hafens Asuncions wurde alles verladen.
Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der LKW-Fahrer quer durch Asuncion gebeamt, und knapp 3einhalb Stunden später wurde der stahlverpackte Besitz unserer Auswandererfamilie auf deren Grundstück aufs vorgefertigte Betonfundament abgelassen.
Der Transport (mit einem LKW mit Hebekran, der den Container auch seitlich (!) abladen kann) von Asuncion nach Villarrica schlug nochmals mit 2,3 Millionen Guaranies zu Buche; andere haben da schon viel mehr und vor allem viel zuviel bezahlt (…genau wie für’s Grundstück, beim Autokauf, bei der Kühlschrankvermittlung, bei Tagestouren zu den Wasserfällen…) :wave:

🙂 Seis drum; unsere Familie ist sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung; nichts ist weg gekommen oder kaputt gegangen, und alles ging sehr schnell – und preiswert wars auch!

Und die „Cutty Sark“? Ihr Modell hatte ich vorher in Deutschland bei e-bay ersteigert, und nun fuhr es eingeschlossen in eben diesem Container nochmals über den Atlantik, um demnächst hier – vorher zusammengebaut und bemalt -, einen schönen Platz in unserer Sammlung zu finden! Vielen Dank nochmals, daß Ihr die nicht gerade kleine Kiste bei Euch mit beigepackt habt!!! 🙂

Bleibt nur noch, dieser Familie zu wünschen, daß ihr Container lange an diesem Platz stehen bleibt, sich alle wohlfühlen und keiner die Auswanderung bereut!
Hierzu paßt vielleicht Marlon Brandos Spruch am besten:
„Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“

Staatlicher Hafen AsuncionUnd druff uff den LKWSitzt, paßt, hat Luft.......ab die Post!Abladen im DunkelnKranvorrichtungJetzt geht's ans Ausladen!Ein schönes Mitbringsel

Neue Woche, neue Beiträge – hier bei uns von „OUTLAW TODAY“!

Nachsatz: Einen herzlichen Dank an die Familie K., die uns die Fotos der Containerverladung zur Verfügung gestellt hat.

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