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Dampf-zeiten….

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…wirklich: nicht viel hätte gefehlt, und einer weiblichen, redaktionellen Überstimmung weichend, wären die folgenden Blogeinträge ohne historische Reflexionen bzw. ohne diesbezügliche Erinnerungen an vermeintlich wichtige Daten erschienen: die rechtzeitige Erinnerung an den bevorstehende Sedantag am 2. des kommenden Monats allerdings ließ der eigenen Stimmgewichtung den Ausschlag geben. 🙂

Und um in der Eingangssequenz nicht wie in gewohnter Weise den Bezug zu unserm Binnenland Paraguay unter den Füßen zu verlieren, findet an dieser Stelle die -leider einstige- philatelistische Macht Paraguay´s Erwähnung: in einer Zeit, als noch Briefmarken Verwendung fanden, bildete die Eröffnung der ersten argentinischen Bahnstrecke am 29. August vor 160 Jahren ein Motiv für eines dieser gezähnten Papierchen. Bis dies Dampfroß den eisern beschienten Weg nach Paraguay fand, dauerte es in damaliger Zeit zwar einige Zeit, aber die Warterei hat in unserm Land ja Tradition und wird gern abgeleistet…. 🙂

Beim Stichwort „geleistet“ fällt am 30ten August natürlich der hiesige Tag der Polizisten ein; Präsident Cartes vergab aus diesem Anlaß wieder an besonders verdienstvolle uniformierte Staatsangestellte Orden; bei diesem doch sehr heiklen Thema soll an dieser Stelle weiteres unterbleiben; die Feststellung „…können doch nicht alle so sein..“ mag in beide mögliche Richtungen mitteilsam sein und hierfür genügen. 🙂

 

„Dank“ der nun vor genau zwei Jahren ausgesprochenen wirschaffendas-Anordnung einer schwerst Geistesgestörten setzte kurz darauf eine wundersame Verkettung in einem ansonsten denn doch eher geregelt ablaufendem Prozeß ein: überseeische Fluglinien genauso wie Containerdienste erfreuen sich starker Zuwachsraten, während die Verkaufszahlen von Brillen mit bisher gut funktionierenden rosagetönten Gläsern -in der alten Heimat- zurückgehen: so nimmt es nicht Wunder, wenn genau zu diesem Zeitpunkt der Umbau eines weiteren Zimmers in unsrem Hause als fast vollendet erklärt werden kann. 🙂

Dabei erfolgte in etwa 5 Wochen eine komplette Umgestaltung und Aufteilung der Räumlichkeiten: der durch den Einbau einer Empore erzielte Platzgewinn wurde zum einen der Vergrößerung des Badezimmers zugeteilt und eröffnete zum anderen die Option das Zimmer mit einer -derzeit in einem Seecontainer befindlichen und sehnlichst zum Anfang Oktober erwarteten- Einbauküche auszustatten, wodurch sich ein komplett eingenständiges, voll ausgestattetes Appartement ergeben wird, ideal eben für all diejenigen, deren rosafarbenen Gläser einen Riss erhalten haben und sich Paraguay etwas intensiver ansehen wollen.

Hier daher mal einige Fotos zum Vorher-Nachher-Effekt, auch wenn besagte Einbauküche noch nicht eingetroffen ist und einige Kleinigkeiten der endgültigen Vollendung noch harren:

   
Denn es ist davon auszugehen, daß bis zur strikten Einschränkung der Bargeldverwendung oder/und vollständiger Kapitalverkehrskontrollen mit Strafzöllen für Kapitalabfluß aus dem Vierten Reich die von IM „Erika“ merggel initiierte Fluchtwelle anhalten wird – allen Beschwichtigern/Beschönigern (bis zu deren persönlicher Einbindung in den oft schmerzhaften, meist blutigen Vorgang der Bereicherung..) zum Widerspruch. 🙂

Das Thema Reisen lenkt um auf den 90ten Tag auf der Steamerwerft: ein weiteres Mal wurde der fortschreitende Vorgang um „folgerichtiges“ Bauen unterbrochen: entgegen der Vorstellungen/Vorgaben des Bausatzes mußte als nächstes nach der Überdachung des Passagierdeckes das obere Steuerhaus zusammengesetzt werden: für dessen Positionierung fehlte das (gekrümmt anzufertigende..) Dach des darunterliegenden Decksaufbaus…und da wieder fehlt der Bau des Bodens samt Lüftungseinlässen…herrrjeh…aber damit dürften alle Baugruppen besammen sein, die das eigentliche Schiff bilden… Nach kurzer Bestandsaufnahme folgt wiederum eine Demontage der Baugruppen, um den Decks sowie den Aufbauten den passenden Anstrich, sprich Beize beizubringen….

 

Damit verbleiben wie wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Mehr Beschäftigung im Juli!

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Wieder ist´s Juli geworden; gerade erst, so scheint es, trennten uns nur noch wenige Tage von der Auswanderung nach Paraguay und dem geplanten Schritt in die Selbständigkeit: zwei Privatwohnungen waren aufgelöst, der geliebte Spitfire 1500 bei einem Bekannten untergebracht, und der augenscheinlich für längere Zeit letzte Besuch in der -je nach aktuellem politischem Bedarf zum Elbflorenz oder zum abgehängten rröchten Zentrum Dunkeldeutschlands gehörigen- sächsischen Landeshauptstadt stand bevor, um meterlange analoge Filme zu belichten und vor allem von Vielen Abschied zu nehmen.
Kaum zu glauben, daß seither zwölf Jahre vergangen sein sollen…
In jener Zeit gehörten Baukräne scheinbar untrennbar zum Dresdner Stadtbild; längst sind aus den aus der Vogelperspektive gezeigten Fundamenten fertige Gebäude entstanden.

 

Der zum Winterhalbjahr gehörende Juli in Paraguay hält für uns in diesem Jahre fast sommerlich zu nennende Temperaturen bereit, aber statt der ersten Versuchsreihe vom Poolbaden gibts – wieder einmal Bauarbeiten. 😦
Ein weiteres Zimmer wird erst nahezu ab-, dann um-, und dabei wieder aufgebaut.
Nach längerem Ideenwälzen wurde nun Anfang dieser Woche der Startschuß gegeben; bisher alles ohne Baukräne – Arbeitskraft ist in unsrer neuen Wahlheimat immer noch kostengünstig. 🙂

Und beim beginnenden kaputtschlagen läßt sich ja erfahrungsgemäß nicht viel falsch machen; im Gegensatz zur Hamburger Maas-arbeit fand bei uns bisher alles ohne Feuer statt. 🙂
Doch hier einige Bilder der paraguayischen Baustelle:

               

Geplant bzw. versprochen sind zwei Wochen; gehen wir realistischer ran, werden´s wohl vier werden: Zeit spielt in unserm Binnenländle eine eher untergeordnete Rolle. Fest steht, daß die nächsten Tage/Wochen ein abwechslungsreiches Bild quer durch jede Menge hiesige Baugewerke bieten werden…

Auf der Steamerwerft siehts am Tag 42 so aus: langsam und von zaaaahlreichen Messungen begleitet erhält der untere Aufbau die Beplankung: zaghaft entsteht ein ungefähres Bild, wohin die Vorstellung gegangen ist bei der Planung.
Und weiterhin, quasi zwischendurch als Lockerungsübung, werden die restlichen Fenster/Türen von den metallischen Spritzgußscheiben befreit. …könnte also noch einige Zeit dauern, das Ganze…

  

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Vierter Streich

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„Fliegt der Bauer übers Dach, ist der Wind weiß Gott nicht schwach.“ 88|
Weit davon entfernt, die Seßhaftigkeit oder gar den Lokalpatriotismus der ländlichen Bewohner bezweifeln zu wollen, sollten wir uns doch besser im nunmehr vierten Teil unseres Bauberichtes auf die Beschreibung des weiteren Innenausbau konzentrieren!

Innerhalb weniger Tage -sogar wie abgesprochen!- sah im vergangenen Dezember die hölzerne Ausgestaltung der Innendecke dem Abschluß entgegen; „Nut & Feder“ wurden an ein festgezimmertes Grundgestell genagelt, und so gestaltete sich langsam der „Rest“ der verbleibenden Arbeiten überschaubar und zugleich terminlich berechenbar.
Um dem ganzen eine gehörige Portion Nervenkitzel zu verpassen, flatterten in diesen Tagen unbarmherzig Buchungen herein, die als Termin die ersten Tage des Januar nannten. U-(
Dazwischen lagen also noch die Fliesen- und Malerarbeiten sowie die wohnliche Ausstattung der Zimmer.

Eine dafür bestellte einheimische Bautruppe legte dazu morgens gegen 6.30 Uhr los; untypischerweise wurde der beliebte Terere „zwischendurch“ geschlürft, und am Abend des ersten Tages gegen =>=> 21.30 Uhr ❗ sah die Bilanz nicht mal schlecht aus: bei Größenunterschieden von bis zu 4 Millimetern bei den einzelnen Wand- und Bodenfliesen mußte so nicht nur nach Farbunterschieden und Brennfehlern sortiert werden, sondern es entstanden Stapel, die „Groß“, Klein“ und „mittlere“ Größen enthielten und die so bevorzugt zum Schneiden verurteilt waren. 8|

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Aufgrund der nicht exakten Rechtwinkligkeit der erhaltengebliebenen Grundmauern ergab sich schnell ein Problem beim Verlegen der Bodenplatten: der Einsatz der hiesigen gezogenen Richtschnur reichte da keineswegs; ein Sultan als Bauherr hätte da in gewissen Situationen schnell mehrere seidene Schnüre verteilt…. :##

Bei den nur leicht gemusterten Wandfliesen bestand zusätzlich die Gefahr, daß die Tagesleistung aufgrund des Termindruckes hervorragend genannte werden konnte, aber trotzdem verschiedene Platten abgenommen und GEDREHT wieder eingesetzt werden mußten…. 😉
Aber diese Korrekturen empfehlen sich nur heimlich in einer mondlosen Nacht, bei „Luftalarm!“-verhängten Fenstern und einer mattglimmenden 15-Watt-Energiesparleuchte, denn: => „Mancher Anklagefaden, mit höchster Akribie eingefädelt, reißt, ehe der Vorgeknöpfte festgenäht ist.“
Wahrhaftige Worte des Schweizer Schriftsteller’s Baschnonga!
Denn wer riskiert bei einem halbfertigen Bau schon gerne, daß die Arbeiter zunächst brüskiert und daraufhin plötzlich unsichtbar werden…? 😐

Einen Tag vorm Jahreswechsel war die Anbringung der großen Spiegelfläche im Badezimmer geplant. Zwei Arbeiter der hiesigen „Glas & Spiegel Vanitas GmbH“ mühten sich redlich mit der Silikontube, den großen Saugnäpfen, dem unablässig tönenden eigenen Telefon und einer landestypischen Kapelle, die aus dem Radio ihres nebenanstehenden und stundenlang vor sich hin klackernden Lieferwagens schlurfte.

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Aber ihr ewiges Geheimnis wird wohl immer bleiben, wer von beiden ❓ den sich wohl daraus ableitenden scharf klirrenden Totalverlust der immerhin 99 x 132 cm großen Spiegelscheibe ihrem Chef meldete… :)) Glücklicherweise verhinderten die Sicherheits-Flip-Flops daß alle 20 Zehen abgeschnitten wurden. :>>
Anerkennenswert bleibt trotzdem der schnelle und vor allem ungewohnte kostenlose 100%ige Komplettersatz des Glases! :yes:

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Blieben nur noch wenige Tage für die farbliche Gestaltung und die Einrichtung bis zur Ankunft der ersten Gäste…..

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Damit wünschen wir unseren neuen Gästen morgen einen Guten Flug ❗ und der geneigten Leserschaft ein schönes Pfingst-Wochenende und so verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Dritter Streich

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„Die Eltern bauen, die Kinder wohnen“, sagt man in den griechischen Gegenden, wo Milch und Honig aus dem Boden sprudeln und die deutschen Billionen in selbigem versickern. :##

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Um es gleich vorweg zu nehmen und Irrtümer auszuschließen: an erster Stelle stehendes Bild zeigt nicht etwa einen festlich ausgeschmückten Schulungsraum, in welchem ab sofort die (noch deutschen) Mitglieder der niedersächsischen Landesregierung in „Türkisch“ unterrichtet werden – es handelt sich dabei „nur“ um eine ziemlich zeh-dee-huh-ferne Hochzeit, die am letzten Wochenende hier in Villarrica geschlossen wurde und bei der wir die Ehre hatten, für die Räumlichkeiten und den Service zu sorgen. Wir wünschen an dieser Stelle dem unerkannt bleibenwollenden Brautpaar eine glückliche Zukunft und reichlich Nachwuchs! 😳

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Der vorangegangene zweite Teil des Bauberichtes endete mit der Neuaufteilung und der Aufmauerung auf ein höheres Dachniveau beider neuer Zimmer nach der Beseitigung des alten Dachstuhles; in der damaligen etwas unsicheren Wetterlage erschien eine schnellstmöglichst schließende Neukonstruktion ratsam. 😮

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Als Hauptträgerbalken bot sich ein Teil des vormaligen 37 Meter hohen Internetmastes an, der einige Monate zuvor (durch einen Sturm) demontiert wurde: Down to earth
Begradigt und verstärkt, dient die Gitterkonstruktion nun in der horizontalen liegend dem Halt der hölzernen Dachkonstruktion.

„Die Schule hat ein neutraler Ort zu sein“, forderte kürzlich Aygül. XX( XX(
Wenn man bedenkt, daß praktisch die meisten der beschäftigten Arbeiter auf den hiesigen Baustellen nach der mehr oder eher minder langen Schulausbildung ihre Fertigkeiten in der praktischen Anwendung -unter Nutzung ihres IHNEN ❗ bekannten Werkzeuges- lernen, erscheint plötzlich das Bauvorhaben als gewagte, aber dennoch durchführbare Aktion. Bei welcher man das bei der Auswanderung MITGEBRACHTE teure Arbeitsmittel mit der Hightech-Chromkarbon-Overdrive-Vertikalschneidklinge besser selber anwenden sollte…. >:-( :yes:

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Üblicherweise werden Stromleitungen sowie Wasserrohre meist => NACH dem Verputz verlegt; die dazu benötigten Schlitze bekommt der Beton dann nach ❗ der Trocknung.
Auf Sonderwunsch und nach mehrmaliger Absprache ist es aber mittlerweile oft möglich, Kabel, Verteilerdosen und Plastikrohre für’s kostbare Nass schon => VOR dem Glattputz zu installieren; man sei sich allerdings bewußt, daß dieses Ansinnen die beschäftigten Arbeiter durch die gleichzeitige Koordination zweier Gewerke in denselben Räumen einige Stunden lang etwas irritieren kann..! U-(

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Und wenn dann gar noch gleichzeitig der Schreiner seine Arbeit beginnt, kommt Schwung in die Bude!
Schlimmstenfalls nehmen die Terere-Pausen einen Zeitrahmen an, der sich wie der allererste Kaffee-Besuch im Anzug bei den Eltern der neuen Freundin hinziehen kann… >:-[

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Aber irgendwann sind unter viel Eigenbeteiligung Rohre, Kabel, Dosen, Fenster und Türen an ihrem Platz und der Rohbau steht!
Mitte vergangenen Dezember ließ sich so alles überblicken, und Wand- und Bodenverkleidung sowie die farbliche Gestaltung würden sich unmittelbar anschließen…..

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Bis zum „Vierten Streich“ in wenigen Tagen verbleiben wir auch diesmal wieder mit den besten Grüßen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Zweiter Streich

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„Wer leben will, muß was tun.“ Genau!
Zum 145ten Jahrestag ❗ der Erstveröffentlichung der unsterblichen Max-und-Moritz-Bildergeschichten Wilhelm Busch’s am 4. April nun wie angekündigt der zweite Teil unseres hausinternen Bauberichtes.

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Ganz wie geplant wuchsen also nach der entsprechenden Vorbereitung des Innenbodens die neu aufgeteilten Wände in die Höhe; in wenigen Tagen erreichten sie das Niveau des Daches, welches des wechselhaften Wetters wegen so lange als möglich belassen wurde. Doch schnell wurde klar, daß es in wenigen Stunden komplett würde weichen müssen. U-(

Da wir uns entschlossen hatten, aus drei Zimmern durch eine neue Einteilung zwei größere entstehen zu lassen, teilten wir bei der vorherigen Planung das ganze Gebäude zuerst gedanklich und später natürlich praktisch in zwei Hälften und stellten jedes Zimmer einzeln fertig.

Und so mußte zuerst „nur“ eine Hälfte des aus Reet bestehenden Daches samt Holzkonstruktion abgenommen werden; eine schnell schwarzseherische Arbeit, durch die die Arbeiter schnell in dunkle Gestalten verwandelt werden sollten – allerdings ohne damit zur Wählerschaft von CDU/CSU überzugehen. B)

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Beigefügte Bilder lassen das Gewicht des grob zurechtbehauenen Giebelbalkens erahnen, die unsere Arbeiter -wie gewohnt landestypisch in Sicherheits-Flip-Flops auf atemberaubend phantasiereich konstruierten Kohlefasergerüsten balancierend- mit äußerster Mühe aus seinem jahrelang angestammten Platz zerrten.
Durch die lange „Lagerung“ desselben fanden sich relativ schnell Abnehmer dafür.
Die wahrscheinlich kannten einen Häuslebauer, der händeringend solch ein meterlanges Teil suchte.

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Eines der Hauptprobleme bei hiesigen Bauvorhaben stellt zweifellos die Materialbeschaffung dar. :yes: Der heute für etwa 38tausend Guaranies gekaufte Zementsack kann morgen plötzlich nicht mehr erhältlich sein oder eine Preisverdoppelung erfahren haben.
Als Gründe werden Probleme bei der Herstellung genannt und/oder die Möglichkeit eingeräumt, daß der Sohn des Besitzers der Zementfabrik das neueste Ferrarimodell geordert hat und dazu passend noch ein Lippenlifting nach der Geschlechtsumwandlung in einer Schweizer Klinik finanzieren muß. :.

Für Kalk gilt schnell dasselbe: gewöhlich um die 11tausend Guaranies kostend, läuft es auch hier wie beim deutschen Zwangsgeldumtausch XX( – angeblich ist die Preiserhöhung nur „gefühlt“, muß aber stets bezahlt werden. U-(

„Mit scharfem Blick, nach Kennerweise, seh‘ ich zunächst mal nach dem Preise“, spricht oben erwähnter Herr Busch in der Vorrede zu seinem „Maler Klecksel“, und so begegnet man stellenweise immer noch Bauofferten von Landsleuten, die den Stückpreis -klar, den nur SIE bekommen- 🙄 für gebrannte Ziegel mit unter 200 Guaranies benennen.

Das Format der kantigen Brennlinge lag im letzten Jahre etwa bei 11 mal 20 Zentimetern. Dem Käufer wird beim Erwerb vor Ort eine Durchsicht angeraten, damit es beim späteren anheben des Ziegels kurz vor der Vermauerung durch abbrechende Stücke nicht zu Fußverletzungen kommt. :))
Und doch handelt es sich dabei nicht um jahrtausendealte Teile aus dem Zweistromland, sondern um Neuware.

Meist GEFÜHLTE Brenntemperaturen lassen in einigen Fällen wohl gedankliche Parallelen zu den ersten Brotbackversuchen der damals jungen Ehefrau in frühen gemeinsamen Jahren aufkommen; U-( mal steinhart, mal bei Berührung krümelig zerbröselnd wäre es wohl für jeden noch so jungen Scheidungsanwalt leichtes Spiel, die Klage durchzubekommen – dem Ziegelhersteller allerdings mit Vorwürfen zu kommen könnte die Arbeiten am geplanten Liebesnest schnell verzögern: :-/ wer läßt sich schon gerne an der Berufsehre kratzen…? 😡

Trotzdem gingen die Maurerarbeiten mit Schlauchwaage & Lot recht zügig voran; zwar war es ratsam, beim Einbau der neuen Fenster und Türen mit Hand anzulegen, aber mit den Erfahrungswerten der einheimischen Bauleute ist allgemein ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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In wenigen Tagen wird der dritte Teil unseres Bauberichtes die neue Dachkonstruktion behandeln und den Abschluß des Innenausbaus zeigen – wir verbleiben auch diesmal wie immer mit den besten Grüßen (auch an frisch geschiedene Eheleute ):wave: als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Erster Streich

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„…Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war, die Arbeiter?“,
läßt 1935 Bert Brecht als Verfasser einzigartiger und unerreichter Verse im dänischen Exilaufenthalt unter anderem seinen „lesenden Arbeiter“ fragen.

Nur 75 Jahre später würde sich der trotz alledem chamäleonhafte Dreigroschenoper-Lyriker, aber bekennende Karl-Valentin-Freund ❗ wohl sehr wundern über die wirtschaftliche Rührigkeit des Reiches der Mitte…
…Gleichzeitig würde ihn aber die kriminelle Verkommenheit seiner Heimat sicherlich nicht mehr überraschen, da er Deutschland von „früher“ kannte….. U-(

Zum 101ten Jahrestag der Belfaster Kiellegung der ersten Bodenplatten (31. März) der unsterblichen TITANIC ❗ und dem gewohnten regierungsinitiierten aktuellen Stapellauf der frühjährlich zurechtfrisierten, für Betroffene optimistisch (hey- immer noch 12 Millionen!!!! 88| ) :yes: klingen sollende Arbeitslosenzahlen in der alten Heimat präsentieren wir der geneigten Leserschaft an dieser Stelle die Ergebnisse der hauseigenen Aktivitäten in den letzten Monaten in unserem Hotel Paraiso kurz vor den Toren von Villarrica. –

„Endlich ist es fertig nun, was wir als Neubau wollten tun!“ :.

Starten wir hier nun eine Serie, die mit der Darstellung des Endergebnisses beginnt; gehen wir chronologisch nochmals alle durchgeführten Arbeiten durch.

Viel Spaß also beim Lesen und verstehen der Dinge, die für Deutsche Bauherren manchmal nicht einfach zu verstehen sind…….. zumal noch im 60ten Jahre der Sprengung des Berliner Stadtschlosses auf Befehl des Spitzbartes Ulbricht. XX(

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Erster Streich 02

Seit längerem, aber spätestens konkret seit der Mitte des vergangenen Jahres trugen wir beide uns mit präzisen Gedanken um eine alles verändernde bauliche Maßnahme der Grundsubstanz des angepachteten Hotels – auf eigene Rechnung: wie sollte es anders sein..? :p

Der deutsche Augustiner und Prediger Johann Megerle präsentierte schon vor reichlich 300 Jahren seinen Mitmenschen eine fundierte Meinung:
„Beim Bauen muß man schauen,
um sich nicht zu verhauen,
sonst kommt man in des Elends Klauen.“ 🙄

Aber woher eine gute Bauanleitung inclusive Kosten für’s Binnenland Paraguay ableiten???
JEDER, der Neu- oder Umbauten in hiesigen Gefilden unternahm, würde seine Kosten und Aufwendungen verbergen und herunterrechnen; um unternehmenswirksam Geschäfte betreiben zu können, sind Mehrfachverkäufe von Grundstücken und/oder mehr oder weniger verdeckte Provisionsgeschäfte bislang wirksamstes Mittel der Kontoinstandhaltung unter freigiebig gestatteten Einblicken ins „einfache Leben hier“ oder bewußt eingesetzem, willkürlich aufgesetzten cholerischen Verhaltens zur Bindung oder gegebenenfalls zur Einschüchterung der „Neuen“.
„Wir sind schon viele Jahre da“ :)) wird da als gängigstes Argument neben Freibier & thematisch minutiös schrillend wiederkehrender Harfenmusikmelodien relativ teuer bezahlter Saitenstrapazierer bei der Niederringung der Sprachbarriere und des eigentlichen KaufUNwillens bei gutgläubigen Landsleuten gehandelt…

Wie dem auch sei – ein Preisvergleich der Baumaterialien unter Berücksichtigung des „Greenhorn“-Zuschlages (den sonst keiner bekommt :)) :DD ;D ) ließ uns nicht mehr länger an der Durchführbarkeit des Vorhabens zweifeln
– trotz abgeschaffter Eigenheimzulage. 8|

Mitte November letzten Jahres war es dann soweit: die bestellten einheimischen Bauleute waren => Dienstagmorgen pünktlich zur Stelle, um im mittlerweile ausgeräumten Zimmer die vor Jahren angelegten Fußbodenplatten zu entfernen und nach entsprechender Behandlung des Fußbodens und des heranwachsenden Mauerwerks gegen aufsteigende Feuchtigkeit die neu anzulegenden Seitenwände zu errichten.

Vielleicht sollte zum besseren Verständnis vorausgeschickt werden, daß von uns der Plan zugrundegelegt und verwirklicht wurde, aus drei vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten eines vor-vorigen,längst senilen Über-Rentner-Pächters ZWEI moderne Zimmer zu gestalten.
Der Fortschritt macht auch -trotz bärtigem Bischoff- vor Paraguay nicht halt….

Bauliche, fundamentiöse Grundkenntnisse sind in Paraguay eher rudimentär anzutreffen; Wissen über Gotik, Barock und Rokoko wurden der schulischen Vereinfachung und der weit wichtigeren außerschulischen menschlichen Reproduktion zuliebe im hiesigen Bildungssystem schnell übersprungen; wer maße sich an, ein Haus zu bauen oder selbiges zu benötigen, dessen Herstellung und Haltbarkeit dreißig oder gar 300 Jahre regenfreies oder einsturzfreies Inneres gewährleistet….?

So sucht & findet fast jeder bei Unkenntnis der Materie -wiederdenfalschenjobgelernt- einen passenden einheimischen Installateur, der Namen, Größen und Hersteller der Rohre und Anschlußstücke für Heiß/Kaltwasser hiesiger Hersteller kennt und Wasser und Elektrik auch mit einigen Prozent Aufschlag für die „Alemanes“ finanziell immer noch erträglich verlegt.

Dies als ersten Teil der „Bauserie“: in regelmäßigem Abstand werden wir weiterhin -auch wie gewohnt zwischen den Zeilen- über die nun zurückliegenden Arbeiten berichten.

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Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“!

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