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Das Krankenhaus am Rande der Stadt

Standard

„Die Ärzte haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen als die Generäle.“
Nur wenige Tage vor der 200ten Wiederkehr der Schlacht bei der damals niederländischen Ortschaft Waterloo sei ein Ausspruch des einstigen Kaisers der Franzosen zitiert; ob er nach der -verlorenen- Entscheidungsschlacht am 18. Juni 1815 eine etwas differenziertere Denkweise pflegte, läßt sich heute nicht mehr feststellen; sich in heutigen Tagen „christdemokratisch“ nennende, stets gern wiedergewählte Waffenschieber werden mittels eingangs angeführter Meinung ihre Gewissenlosigkeit weiterhin gerne bemänteln…

Jedes im bewohnten Teil von Paraguay „normal“ ablaufende Wochenende fordert nahezu mit 100%iger Wahrscheinlichkeit einen meist zweistelligen Tribut an Schwerverletzten und Toten; die Gründe sind zum Großteil bei Verkehrsunfällen sowie bei mehr oder weniger bewaffneten Auseinandersetzungen zu suchen – Rettungsdienste haben in dieser Zeit ihre traurige Hochkonjunktur.

Dabei gilt, daß die medizinische Erstversorgung in den meisten paraguayischen Krankenhäusern gratis ist oder besser sein sollte: Ausnahmen bestätigen hier die Regel; bislang wird diese Forderung noch durch eine blickdichte Regelung ersetzt, da beim Medikamentenkauf auf der anderen Strassenseite denn doch Geld gelassen werden muß…

Das Thema Krankenversicherung soll an dieser Stelle bewußt außen vor gelassen werden -krankenversichert wird hier in einem selbstbestimmten Krankenhaus oder bei einer Gesellschaft- aber welcher bzw. wieviel Prozent der Normalparaguayer wird solch eine Versicherung abschließen (können..)?

Bei der Begleitung einer einheimischen Bekannten (tritt die doch in einen Nagel..) in das sogenannte Regional-Krankenhaus in Villarrica war deren „..nein, nein nicht zum Doktor!“-Widerstand zu überwinden sowie ein kräftiger Träger (eben wegen des hochgezogenen Storchenfußes..) erforderlich, um Miss Ängstlich mit guten Worten und reichlich süssen Bonbons denn doch noch einer etwas rüde zu nennenden Krankenschwester überantworten zu können.
Und deren – sicherlich nicht nur sonntäglichen-Aversion gegen Fotografie wiederum ist es geschuldet, daß hier keinerlei Bilder der Innenraumgestaltung dieses Heiltempels gezeigt werden können… :>

Krankenhaus 03

Pannen gab es im weiteren Verlauf der Untersuchung keine, sieht man davon ab, daß von dem jungen Angestellten im ersten Lehrjahr unter der Anweisung: „Bitte schnell Großaufnahme!“ zunächst etwas anderes verstanden wurde:

Krankenhaus 02

Erst das zweite Bild bewies, daß keinerlei inneren Fußorgane durch den rostigen Nagel eine Beschädigung erlitten hatten:

Krankenhaus 01

Die Herausgabe des ersten (im späteren Verlauf zu bezahlenden..) Vollbildes mußte allerdings erstritten werden; zunächst als verschwunden deklariert, kann/will man sich denn kaum vorstellen, was jemand damit privat anstellen will/kann… U-( Leute gibts…. :.

Die Behandlung erfuhr ihre Komplettierung durch den Aufstrich einer Tinktur sowie einem Pflasterverschluß mit der Bitte, in den nächsten Tagen Zugluft zu meiden und in 3 Tagen vor oder nach der Mittagspause wieder zu erscheinen.

Krankenhaus 04

Seither sind 3 Wochen verstrichen; der Fuß ist verheilt, und der Vollständigkeit halber seien Bilder der Krankenhaus-Außenanlage hinzugefügt – und sei es nur, um die Oberschwester zu kränken… 😛

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

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