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April verquer – für so einige

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Zugegeben – bisher zeigten sich die Tage des vierten Jahresmonats eher nicht in überzeugender Weise; die uckermärkische geistesgestörte Machthaberin nennt dies -in anderem Zusammenhang- „..nun sind sie halt da..“. Weder Beschwerdestelle noch Umtauschbüro für laufende Monate existieren in Paraguay – und so bleibt denn nur, Renneberg´s Koblenzer Zähne zusammenzubeißen & durch. 🙂
Handelte es sich im Vormonat „nur“ um einen Besuch beim hiesigen Dentisten, so hielt der April einen Besuch im „Centro Medico“ Villarrica´s bereit – um eine rückseitige Muskelentzündung zu bekämpfen, hielt der behandelnde Arzt die Verabreichung zweier Spritzen für unumgänglich; für Einwände und alternative, vor allem aber spritzenlose Behandlungsvorschläge zeigte sich der Doctor kategorisch nicht verhandlungsbereit; einzigen Lichtblick stellte die ausführende Foltergehilfin dar…. 🙂


Der strengen Aufforderung „bitte hinlegen und stillhalten“ konnte man(n) in diesem Falle nicht widersprechen… hätte es vielleicht doch nur die Anzahl der Einstiche erhöht… 🙂  Kein Problem – wer wird sich ängstlich zeigen???

Anmerkung der Redaktion bzw. Gegendarstellung des die Veröffentlichung des Beitrages freigebenden Lektors/Mitarbeiters: hier das die damalige tatsächliche Situation im Arztzimmer wiedergebende Bild; wir bitten die Leserschaft, den eingangs erwähnten kreativen Umgang mit dem wirklichen Ablauf der Situation zu entschuldigen: mit dem verantwortlichen Zeilensetzer wurde bereits gesprochen.. 😦  Mehrmals. 😦

Die ärztliche Empfehlung nach fast absoluter Ruhe für mehrere Tage konnte und sollte nur Wunsch bleiben, da fast gleichzeitig mit der Rückkehr vom Arztbesuch die Fertigstellung und vor allem Lieferung der vor vier Wochen bestellten zusätzlichen Büchervitrine gemeldet wurde: wer sonst als der Sammler und Besitzer der Werke konnte und durfte denn die Regalbretter füllen..?
Für 1,6 Millionen Guaranies wurden diesmal sechs statt wie bisher fünf Bretter in dem Bücherhort untergebracht: KEIN Massivholz, sondern eine geschickt verkleidete (und vor allem haltbare!) Konstruktion aus fest verleimten Sperrholz, welche aufgrund einer vorgelegten detailierten Zeichnung entstand.
Aber wiiieesooo sind jetzt, nachdem stundenlang die Bretterabstände ausgetüftelt wurden, noch Bücher übrig, die partout nicht `reinpassen?????????????

    

An dieser Stelle Gratulation an Crispin Glover/George Mc Fly zum 53ten Geburtstag; sein Bild aus einem der kultigsten Filme aller Zeiten paßt diesmal wirklich haargenau zum nächsten Thema: seit geraumer Zeit findet ein (Quasi-) kehraus an den hiesigen Universitäten und Fortbildungsinstituten statt.
„Quasi“, da ein beginnender Einstieg an ein hinnehmbares Level im weiterführenden Bildungssystem sehr schwer fällt. Deshalb zum besseren Verständnis nun einige Zahlen: laut offiziellen Zahlen existieren in Paraguay viereinhalbtausend Studiengänge an 54 als LEGAL eingestuften, teils staatlichen, teils (46) privaten Universitäten.
Etwa die Hälfte der Studienrichtungen werden derzeit einer Revision unterzogen; allein im vergangenen Jahre wurde vom Bildungsministerium beschlossen, ganze 50 davon zu „kippen“.
In einer von eben erwähntem Ministerium herausgegebenen Verlautbarung wird dabei dringend vor sogenannten Garagen-Uni´s gewarnt; damit werden Bildungseinrichtungen OHNE staatliche Überprüfung und vor allem Zulassung bezeichnet.
Allein in den letzten Jahren waren achttausend Studenten von „leeren Taschen“ nach der Absolvierung betroffen, d.h., nach dem Studium gab´s KEIN anerkanntes Diplom.
Ob dies den Einstieg ins Berufsleben in jedem Fall verhindert hat, sei dahingestellt: nahezu jedes Büro bietet dem Auge der Kundschaft an einer Wand erworbene Diplomurkunden. 🙂 Die natürlich einer „echten“ Uni entstammen könnten – dann bliebe die Frage nach den Gründen der Zulassungsverweigerung…
So sah sich besagtes Ministerium nahezu gezwungen, in den letzten Tagen eine Liste von „guten“ und „schlechten“ Uni´s und im wahrsten Sinn des Wortes zugelassenen Studiengängen herauszugeben – prompt setzte eine für hiesige Verhältnisse gigantische Anfragewelle ein, um konkrete Antworten zu erhalten.
Nun darf man gespannt sein, wann (oder ob..?) der Bildungsweg der Lehrer unter die Lupe genommen wird… 🙂

Der 20te April 🙂 stellt in diesem Jahre ein besonderes Datum dar: vor nunmehr zwei Jahrzehnten fand an diesem Tag bei Sonntagnachmittagregen die erste, halboffizielle 🙂 Strassenfahrt des Spitfire 1500 nach Rhens statt: zwei Jahre Komplettrestaurierung mit dem besten Team – all Systems go..!
Danke und Grüße nochmals an alle Beteiligten!

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Villarrica, Paraguay
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Zeit geht dahin….

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„Blödem Volke unverständlich
treiben wir des Lebens Spiel.“

Dem umfangreichen Werke des am 6. Mai 1871 geborenen deutschen Dichters Christian Morgenstern sind diese Worte entnommen; doch steht selbiger Tag noch für eine ganze Menge anderer Denkwürdigkeiten:

nicht nur Zeppelin „Hindenburg“ verbrannte 1937, sondern genau 17 Jahre später übernahm Don Alfredo Stroessner -seit 1973 Träger des bayrischen Verdienstordens- in Paraguay für immerhin fast dreieinhalb Jahrzehnte die Amtsgeschäfte.

Spiti 001

Und selber? Am 6. Mai -allerdings „erst“ 1995- erwarb ich meinen Triumph Spitfire 1500 :p an Remagens alter Rheinbrücke.
Wie immer kurz entschlossen. 😀
Gesehen & gekauft und 2 Tage später vor der Koblenzer Haustür abgestellt, offenbarten sich kleinere, durch 8 Vorbesitzer angesammelte Mängel, die in zwei angestrengten Reparaturjahren auf der Jagd nach weitestgehender Originalität beseitigt wurden.

Selbst die eingefleischte Schraubercommunity staunte, als im kalten Februar ´96 die Werkstatt kurzerhand in eine bisher urspünglich nur als Schlafraum fungierende, große und ebenerdige Räumlichkeit verlegt wurde: Heizmöglichkeit & nebenan liegender Telefonanschluß gaben den schnellen Entscheid dazu. :p

Liebe Kinder – Ihr könnt’s gerne nachmachen: B) => nur so, ohne Verzug bei der Restauration konnte selbiger Wagen zum ersten Mai ’97 angemeldet das Strassennetz „betreten“. :p

An dieser Stelle nun eine kleine Auswahl von Bildern, der Zeit des Jahreswechsels 1995/96 entstammend.
Irre Zeit, die man(n) keinesfalls missen möchte: damit dürfte klar sein, daß ein Verkauf des Spiti’s undenkbar ist. 😉 :p

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Eine Mitteilung geht übrigens noch an f**** „Mosche“ Peres XX( Klasse- => – Günter Grass hatte vor Jahresfrist also recht!! B) :p

Damit verbleiben wir wie immer mit besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

…..und immer daran denken: Stahl, Sturm & Heer sind ab heute Autobahn; Armin-Mueller wartet auf den Haftbefehl…. B)

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I’d walk a mile for a Camel (?)

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Camel 14

„Mut ist, wenn man Todesangst hat, sich aber trotzdem in den Sattel schwingt.“
Ob Freimaurer John Wayne geahnt hat, daß er kettenrauchend nur vorm Krebs Angst zu haben brauchte..? :`(

Wayne & Camel sind seither untrennbar verbunden, und so verwunderte es etwas, daß erwähnte Zigarettenmarke bis jetzt hier nicht erhältlich war. => BIS JETZT!

Camel 11

Seit neuestem in Villarrica erhältlich in der normalen 20er Packung für 4.650 Guaranies und die 10er Packung für 2.350 Guaranies – entspricht 1 Mark fuffzich sowie etwa 75 Pfennige. *diesmilieslasseichjetztbessermalweg* 😛 U-(

Kurioserweise werden diese Sargnägel in der Stadt der Porta Nigra und Römersäule gerollt – im sozialdemokratisch verwalteten Trier an der Mosel! :))

Camel 09

Hier inzwischen gewohnt, daß Importprodukte immer um ein vielfaches teurer sind, als inländische Artikel, wirft sich bei einem derzeitigen Packungspreis von ca. 12,- DM in Deutschland statt 1,50 DM in Paraguay natürlich automatisch die Frage auf, wie die das in Trier zustande bringen und wo die restlichen 10,50 DM hinwandern??? 8| ❓ U-(

Wenn man bedenkt, daß zum Verkauf der deutschen Produktion hier in Paraguay zusätzlich zu den deutschen Material- und Lohnkosten noch der Land- und Seetransport der Zoll und der Gewinn der Einzelhändler noch obenauf zu rechen ist??? …hm???
Verhält sich da was umgekehrt proportional oder wer kann mir das erklären?? |-|

Auch die Mutmaßung, daß es sich um gefälschte Zigaretten handelt kann man wohl getrost zur Seite schieben: hier in Paraguay sind die Hersteller noch nicht gezwungen solch greulich abstoßenden Bilder -wie durch Ölpest sterbende Seevögel oder gar Hochzeiten von Außenministern- XX( auf ihre Päckchen zu drucken, daß einem das Rauchen schon freiwillig vergeht….

Camel 08

Aber wollen wir den Rauchern das „Vergnügen“ nicht verderben und erinnern mit den folgenden Bildern an eine hervorragende Werbekampagne von Camel in den 90-er Jahren, die auch Nichtraucher zum Lachen brachte….

Camel2Camel6Camel7Camel8Camel12Camel15Camel16Camel 13

Zuguterletzt noch ein Wort von Wilhelm Busch:
„So geht es mit Tabak und Rum –
erst bist du froh, dann fällst du um.“

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

=> Hinzugefügt soll nun noch ein weiterer Teil der Spitfire-Restaurierung sein: die erste Ausfahrt mit „rotem Kennzeichen“ am 20ten April 1997. Für Puristen: es handelt sich dabei um die ERSTE Ausfahrt und keinesfalls der Weg zum TüV – die exakte Vergasereinstellung erfolgte wenige Tage nach Erhalt der Color-tune-Kerze… :yes:

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