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Bild der Frau

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„Es schmerzt mich, wenn ich einen Priester oder eine Nonne mit dem neuesten Automobil sehe“, verkündete Papst Franziskus; sich dem im allgemeinen Sinne anschließend, gibt der Schreiber dieser Zeilen seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß es aktuelle Hersteller von Vierradmobilen überhaupt noch schaffen, ihre Produkte an den Mann oder die Frau**en*innen zu veräußern ….

Doch soll heut nicht ein fortbewegliches Thema behandelt werden, sondern ein eher gestalterisches – was zudem schon vor einiger Zeit -und das wiederholt- Erwähnung an dieser Stelle fand: der vor 61 Jahren geborene Delfin Roque Ruiz, hierzulande besser bekannt als „Koki Ruiz“ hat mit seinem aus zigtausenden Rosenkränzen geschaffenem Bild der seliggesprochenen Chiquitunga in diesem nun ablaufendem Jahre wirkliche Bekanntheit erreicht: vor wenigen Tagen also wurde sein Werk vor der Kathedrale Villarrica´s aufgestellt.

  
Über einen längeren Zeitraum sorierten mehrere Mitarbeiter die zugesandten Rosenkränze; vorm Beginn der eigentlichen Gestaltung der Bildtafel wurden mehrere historische Bilder der nun selig gesprochenen Kirchenmitarbeiterin ausgewertet…

 

…aber dennoch wurde das eine, am bekanntesten von ihr Gewordene ausgewählt.
Die Maße des Bildes selbst werden mit 7 mal 9 Metern angegeben; verschiedene Quellen geben naturgemäß unterschiedliche Zahlen zu den verwendeten Rosenkränzen an; ab und an finden sich die Zahlen 30- oder gar 70-tausend einzelner Rosenkränze, die durch ihre unterschiedlichen Materialfarben dem Portrait seinen charakteristischen Anstrich geben.
Und da der Künstler unter einem anderen Namen firmiert, ist es wenig verwunderlich, daß auch die Karmeliterin Chiquitunga einen anderen, weltlichen Namen besaß: María Guggiari Echeverría lebte von 1925 bis zu ihrem frühen Tod, hervorgerufen durch Hepatitis im Jahre 1959.

    

Die Präsentation besagten Kunstwerkes in unserer Departmenthauptstadt zog erwartungsgemäß wohl sämtliche Schööler aus der Umgebung samt der sie unterrichtenden Personen (….das Wort Lehrer sollte vermieden werden..) in den Bann und an den kirchlichen Standort. Keinesfalls fehlen durften die aktuell lebenden kirchlichen Vertreter; daß in manchem Auge der schulklassenbegleitenden Schwestern Tränen blinkten, wird wenig verwundern; noch dickere Tränen weinte in den letzten Tagen nur die Hamas-Vertreterin und vom deutschen Steuerzahler finanzierte Staatssekretärin Sawsan Chebli, als ihr Radikalenaufruf gegen die verbliebene deutsche Ureinwohnerschaft (vorerst… ) erfolglos abgeschlagen wurde….
Wie auch immer – der Meister Koki Ruiz selbst weilte derzeit in Villarrica unter den staunenden Anwesenden und war gerne zu einem Gespräch bereit: wer monatelang abertausende Rosenkranzkugeln durch die Finger gleiten läßt, dem unterstellt man leicht eine etwas nähere Verbindung zu den uns umgebenden Geistern, Göttern und zeitreisenden Flugscheibenlenkern – die Frage nach den demnächst gezogenen 6 aus 49-Zahlen allerdings beantwortet Koki mit einem müden Lächeln – klar, lieber selber absahnen… 🙂

Und um abschließend zum eingangs erwähnten Zitat zurückzukehren – in Chiquitungas Todesjahr 1959 startete beispielsweise im Volvo PV 544 der 3Punktsicherheitsgurt seinen Siegeszug: für den BMW 507 hingegen bedeutete dieses Jahr das AUS – nach 251 Exemplaren übrigens. Spritpreis `59: 60-70 Pfennige!
Doch auch auf der „Insel“ gabs damals Motorisierung – mit dem kultigen Triumph TR 3 etwa: ***schnief**** 🙂
Aber ob damit eine Nonne fahren würde…? 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen fürs Wochenende als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Selig Chiqui & heilig Hobby

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“ Nichts wäre passiert, wenn wir solange gewartet hätten, bis wir etwas so gut könnten, daß niemand mehr Mängel finden würde.“
Was hier der einst seliggesprochene Kardinal John Henry Newman als angewandte Vorgehensweise sehr freizügig darbot, unterstelle die geneigte Leserschaft bitte keinesfalls der kürzlich wiederholt eingesetzten GmbH-Verwaltungsriege als gemachte Aussage; bis „Unternehmen Walküre 2.0“ denn endlich diesem Desaster ein Ende bereitet, werden aus letztgenannten Kreisen wohl Tag für Tag für Tag noch mehr verbrecherische Taten, begleitet von unsäglichen, beschwichtigenden und beschönigenden Worten hingenommen werden müssen….
Doch bleiben wir noch etwas bei der heiligen Geisterwelt – wenn wir dazu auch die vorislamische Bürgerkriegshalbinsel verlassen müssen/wollen: nun reiht sich auch unser Binnenländle ein in den Besitzerreigen von Verblichenen, die anerkannte Selige und Heilige „stellen“ können.

Vielleicht steckt keine Frauenquote dahinter – Tatsache jedoch ist, daß sich mit der „Chiquitunga“ aus Villarrica eine Frau als Selige etablieren läßt bzw. etabliert wird, denn besagte Kirchendienerin starb -mit 34 Jahren- schon am 28. April 1959. Im selben Jahr, als Cuba-Castro die Macht übernahm, Buddy Holly & Ritchie Valens starben – und das Godesberger Programm der spd ermöglichen sollte, „Volkspartei“ zu werden. 🙂 UND: Hella von Sinnen wurde geboren. 🙂
Nun besser aber zurück zu der Frau auf der anderen Seite des Teiches. Sie wurde in einfachen Verhältnissen als erstes von sieben (nichtmuslimischen) Kindern geboren; ihren später von allen benutzten Spitznamen erhielt sie schon in Kindertagen von ihrem Vater…

Ihr dem übergeordneten Gott gewidmetes Leben endete für die als unbeschuhte Karmeliterin bezeichnete María G. Echeverría schon mit knapp Mitte 30 – durch Hepatitis.
Nun, im Zuge der bevorstehenden Seligsprechung, rollt die den meisten bekannte Merchandisingwelle durch´s Land bzw. die Scharen der Gläubigen: beispielsweise hat die zuständige Nationalbibliothek authentische Dokumente, darunter auch das Tagebuch besagter Frau restauriert und gleichzeitig digitalisiert.


Dieser Meldung schließt sich ein Bericht über das neue Projekt des Künstlers Koki Ruiz an, der aus 40tausend ihm zugesandten Rosenkränzen ein symbolisches Bild konstruieren soll, das gezeigt wird, wenn Kardinal Angelo Amato am 23ten Juni im Asuncióner Stadion Cerro Porteno „seine“ Chiquitunga selig spricht…

 

Keine Frage, daß bei diesen Meldungen auch die Herkunftsstadt dieses berühmten Kindes rührig wird: an selbigem, festlichen Tag starten um 5 Uhr morgens vier Reisebusse an der hiesigen Stadtverwaltung mit dem Ziel Asunción. Damit nicht genug: seit wenigen Tagen wird fleißig im Garten der weißen Kathedrale Villarrica´s gewerkelt: da errichtet man eine Mauer, mit welcher das Leben und Werk der gläubigen Frau gewürdigt werden wird – dabei wurde doch am 15. Juni vor genau 57 Jahren versprochen, „…keine Mauer zu errichten…“. Vielleicht war dieser Herr allerdings nicht gläubig – oder alle anderen glaubten ihm/nicht… 🙂 Wie dem auch sei – Villarrica stehen also wieder in -religiöser Hinsicht- ekstatische Tage bevor…

 

Doch an dieser Stelle seien die beim letzten Male fehlenden Bilder rund ums definitiv letzte Diorama nachgereicht: wie schon verraten, „steht“ das restaurierte Sdkfz 251.

Am ersten Juni wurde die Schachtel der MiniArt-Ruinenkulisse geöffnet: seither ist einiges geschafft worden.  🙂
Die wesentlichen Teile sind längst zusammengefügt und haben die grundlegende Farbgebung hinter sich. Nun gehts an die Alterung der drei hauptsächlichen Gebäudeteile. Per Pinsel. 🙂 Jede Fuge. Einzeln. 🙂 Erst danach soll alles dauerhaft zusammengefügt werden. Gleichzeitig läuft der Schnell-Crashkurs Dachstuhlbau (Danke nach Kölle!!), dessen Wissen bei der Errichtung und Ausgestaltung des zweiten Ruinenteiles benötigt werden wird.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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