Schlagwort-Archive: Paso Yobai

Holz, Kaffee und Gert

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„Dem fliehenden Feinde sollte man goldene Brücken bauen.“ 🙂

Nun ist die Lesung, Deutung und anschließende aktuelle Handhabung mittelalterlicher Schriften nicht jedermanns Sache; so soll es schon vorgekommen sein, daß auch hereinkommenden Leuten güldene Wege und Brücken quasi entgegengebracht wurden: dem deutschen Schriftsteller Johann Baptist Fischart dürfte dies im 425ten Todesjahr jedoch ziemlich gleichgültig geworden sein… 🙂

Daß auch ein südamerikanisches Land, welches so flach wie Paraguay ist, Brücken benötigt, dürfte viele nicht mehr sonderlich überraschen: immer mehr Landsleute überzeugen sich -verstärkt seit etwa einem halben Jahr- von diesem Sachverhalt gerne vor Ort. 🙂

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So wurde jetzt im hiesigen Ortsteil Paso Yobai eine hölzerne Brücke neu konstruiert, deren Verfall vor mehreren Monaten den Verkehr mit der Aussenwelt stark einschränkte: mittels spendabler 5 Millionen Guaranies der Stadtverwaltung (Kurs zum Kunstgeld derzeit etwa 1: 6) und vor allem tatkräftiger Hilfe der Anwohner konnte schnell Richtfest gehalten werden.

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Dabei ist die Einwohnerschaft des genannten Ortes eher seltener im Brückenbau geübt – in dieser Gegend gehen die Arbeiten eher in die Tiefe: auf der Suche nach dem begehrten gelben Metall verändert sich da in zunehmenden Maße die einst flache Landschaft stark. 🙂

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Und im übertragenen Sinne mußte hier bei uns auch eine „Brücke“ wieder instand gesetzt werden: eine Brücke, um den Kaffee von der Melitta-Kilotüte (90tausend Guaranies..) weiterhin in die Tasse zu bekommen: das geliebte Maschinchen wurde vor etwa sieben Jahren von Landsleuten erworben und benötigte nun im Jahre `16 dringend Pumpe, Mahlwerk und ein weiteres Teil im Inneren der Bosch B 20 neu.
Und die Operation war allem Anschein nach sogar erfolgreich! 🙂

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Und die nächsten Teile, dann allerdings für Schonacher tickende Mechanik 🙂 liegen ebenfalls schon bereit – vielen Dank an dieser Stelle für den Versand!!!

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Bleiben zum Schluß noch Geburtstagsgrüße (25. 2.) an den Zwickauer „deutschen Offizier“ Gert Fröbe zum 103ten Geburtstag!

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Aurum, 79

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„Gold wird durch Feuer geprüft, die Frau durch Gold, der Mann durch die Frau.“ U-(
Diesem aus amerikanischen Breitengraden entstammenden Ausspruch ist zu entnehmen, daß das erwähnte Edelmetall, Frauen und Männer schon immer in näherer Beziehung zueinander standen: => in heutiger Zeit wird der Beweis erbracht, daß das Fenster nicht groß genug sein kann, aus welchem eine einzige Frau XX( XX( das Vermögen eines ganzen Landes ‚rausschmeißt.

Zum 64ten Jahrestag der Gründung der „Bank deutscher Länder“ (1. März) als Nachfolgerin der Reichsbank erscheint deren damaliges Startkapital von -angegebenen- 100 Millionen DM als für unsere Begriffe gering: Summen dieser Höhe werden heutzutage schon vor dem Frühstück als Griechenland-Hilfe deklariert dem deutschen Volke entwendet…. XX(

Wie fast immer ohne erst auf staatliche Erlaubnis zu warten wird etwa seit Anfang/Mitte der 90er Jahre im unweit gelegenen Paso Yobai, dem größten Distrikt unseres Guaira-Departments, Gold aus dem Boden gefördert.
Wie zu Jack London’s Zeiten des Klondike-Goldfiebers wird dabei ohne Rücksicht auf weitreichende Zerstörung der Umwelt und der eigenen Gesundheit gearbeitet: der nächste Tag schließlich wird den erhofften Reichtum bringen…oder spätestens der übernächste Tag….

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Aus immer größerer Tiefe wird Erdreich zutage gefördert, welches in Mühlen mit Wasser vermischt und anschließend über einer mit Quecksilber bestrichenen Fläche geleitet das Gold aussondern soll.
Da sich mittlerweile die Suche auf immer mehr auch kleinere Privatgrundstücke erstreckt, beweisen Messungen verschiedener Wasserproben oft erschreckende Werte, und auftretende Krankheiten lassen sich lückenlos auf die Boden- und Wasserverschmutzung zurückführen oder gar auf den Verzehr eines Fisches aus den betroffenen Gewässern….

Allerdings wird eher der kürzlich angetretene kanadische Schürf-Konkurrent als größtes Problem angesehen, gegen die sich die mehr als tausend einheimischen Goldsucher nun wehren, um nicht die zum Leben erforderliche Einnahmequelle zu verlieren.

Schätzungen, wieviel Gold bisher aus dem Boden gefördert und am Staat vorbei veräußert wurden, sind schwierig; für das Gramm werden etwa schwankend um 100tausend gezahlt, wobei der reguläre Preis hinterm Zwischenhändler leicht das zweieinhalbfache betragen kann.

Je nach Lage, Arbeitslust und Geschick des „Miners“ KANN sich die Ausbeute etwa um 20 Gramm pro Monat bewegen; ins Verhältnis zu setzen sind dabei verlustig gehende Lebensjahre durch erwähnten Quecksilber-Einsatz. :-/

Bleibt abzuwarten, wie der Kampf mit dem Konkurrenten beim Goldabbau ausgeht; als sicher gilt, daß die hiesigen Minenarbeiter bestimmt einfallsreich :-/ sind, wenn es um den Erhalt der eigenen Existenz geht…

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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