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Stop…and Goooo!!!

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„Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.“
Wie erwartet, verstreicht der 185te Todestag des deutschen Dichters Goethe in den staatlich eng gekoppelten Medien eher unbemerkt; in der real existierenden vorislamischen Staatsform auf ehemals deutschem Gebiet werden die Aussagen des „Alten aus Weimar“ leicht, schnell und in derselben effektiv-innovativen Form wie beispielsweise Waffengeschäfte mit Saudiarabien in altertümlich-ablegensreife Richtung gedrängt, sind doch die in Schulzeiten meist gehassten Sprüche von Johann Wolfgang vom (derzeit) wahren Leben längst überholt worden: Berge von Plüschteddy´s samt kuschlige Resozialisierungsprogramme belohnen die (Un)-taten prähistorischer Invasoren: für DIESE primitive Menschengruppierung KANN „der Alte“ nicht geschrieben haben…

Weitaus schneller findet hierzulande in immer kürzeren Zeitabständen die böse Tat ihre Antwort: seit Jahren begehen vorzugsweise in größeren Städten Paraguay´s sogenannte Motochorros quasi im Vorüberfahren Diebstähle mit oft körperlichen Auseinandersetzungen – wenn das ausgespähte Opfer geistesgegenwärtig Gegenwehr versucht.
Schnell kommt dabei dann eine Waffe zum Vorschein, welche sich die genannten Motochorros nicht scheuen einzusetzen. Nicht allzuoft ist Polizei zur Stelle; im Gewimmel der Städte sind diese Räuber des 21ten Jahrhunderts in wenigen Sekunden im Strassenverkehr untergetaucht.
Immer öfter nehmen in diesem Fall das Opfer oder auch Augenzeugen die Verfolgung auf; nach erfolgtem Showdown steht die Justiz vor dem Problem, (meist nicht..) auf Notwehr zu erkennen oder (eher selten..) hohe Strafen zu verhängen.
Ein vor einem reichlichen Jahr erfolgter, gleichgelagerter Fall endete nun mit einem als richtungsweisend bezeichneten Freispruch wegen -eben doch- ausgeführter Notwehr: nach erfolgter Beraubung hatte der Fahrer mit seinem Wagen die Verfolgung aufgenommen – in die Enge getrieben, zog einer der beiden Räuber eine Schußwaffe und wollte damit die Verfolgungsraserei beenden: daraufhin gab´s Druck aufs Gaspedal und die benachbarte Friedhofsanlage verfügte über zwei Plätze weniger…
Und man stelle sich vor: in Paraguay werden Fragen gestellt, wie es denn dem OPFER nach beschriebener Aktion geht..!!
Gleichfalls/andererseits läßt sich keine Beschreibung finden, wie die Eltern/Verwandtschaft der Täter damit umgeht, wenn beide „Ernährer“ bzw. Geldzustecker nun für längere Zeit „ausfallen“ und sogar noch die Begräbniskosten aufgewendet werden müssen: ungewiss, ob dies Ganze nun nicht eine Verkettung von Racheakten nach sich zieht, wenn das Bild des beraubten Opfers samt dessen Namen in Zeitung & TV erscheint…

Sieht man sich dazu die Kommentarspalten der hiesigen Gazetten an, weint kaum jemand den Tätern „mit guter Sozialprognose“ heisse Tränen nach oder gibt der schweren Kindheit ohne Playstation die Schuld; ganz zu schweigen, daß für deren Verhalten die Gesellschaft verantwortlich gemacht wird: letzterer Punkt hingegen bietet angesichts der hiesigen Bildungssituation und -qualität auf jeden Fall Stoff für nächtelange Diskussionen. Doch welches Land stellt schon das eigene Bildungsprogramm auf den Prüfstand..?
-Leichter ist´s doch, das Level des zu vermittelnden Wissens herunterzuschrauben, um vermeintliche Chancengleichheit zu proklamieren… 🙂
Mit klaren Worten: die meisten derjenigen, die sich da zu Wort melden, sind eher „guter Dinge“ darüber, daß das verzweigte Strassennetz ab sofort zwei Räuber weniger aufzuweisen hat..

Wie dem auch sei; zum heutigen Schluß möge der deutsche Dichter Erich Kästner zu Worte kommen:
„Es ist ungleich besser, beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut Vernunft annimmt.“

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de