Schlagwort-Archive: Mindestlohn

Oben: wenig Geld, dünne Luft…

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„Wenn Karrieren schwindelnde Höhen erreichen, ist der Schwindel oft nicht mehr nachzuweisen.“ 🙂
Wieviel Prozent der deutschindigenen, unschriftlich längst für vogelfrei erklärten Bevölkerung würden dieser aus der Alpenrepublik stammenden Aussage wohl zustimmen oder -weitaus schlimmer- einer Antwort dazu durch einen gekonnt wirkenden Displayblick, hervorgerufen durch ein akustisches Abrichtsignal, ausweichen..?
Aber es soll ja niemand gezwungen werden, das beste, weil ohne Krieg in die Hände des Propheten sich begebende Deutschland zu verlassen: ein GAU in Neckarwestheim 2 würde sich wohl vergleichsweise weniger verheerend auf das Schicksal des deutschen Volkes auswirken…. Dazu müßte man wissen, ob Prozentrechnungen in deutschen Schulen nicht längst durch Religionsfach Islam und Burkinischwimmen verdrängt wurden..(?)
Oder demnächst werden. 😦

Und da nun der Brückenschlag zu Zahlen schon hinter der geneigten Leserschaft liegt, gleich eine der in heutigen Zeiten unerläßlichen Grafiken: als Hintergrund dazu sollte mitgeteilt werden, daß der Monatsbeginn eine Steigerung des hiesigen Mindestlohnes mit sich brachte.
Wie deutsche Diäten automatisch ansteigend, wenngleich auch nicht in dieser Höhe.
Zuvor wurde diese entsprechende Abstimmung durch die Asuncióner Hauptstadt, bzw. über den Schreibtisch des in gut 4 Wochen scheidenden Präsi Cartes getrieben: neuer Mindestlohn in Paraguay liegt nun also bei rund 2 Millionen 112 tausend Guaranies. Senkt man den Blick hingegen auf eingefügte Zeichnung, wird den meisten warm um den verbliebenen Rest des steinernen Herzens:

Umso mehr verwundert (..oder auch nicht..), daß AbgeordnetInnen** 🙂 in Paraguay ab und an über keine Moneten mehr verfügen. Oder einfach nicht bezahlen. 🙂
So wie im Falle der Ex-Abgeordneten Perla de Vazquez, die nun ohne ihren Toyota Hilux im wahrsten Sinn des Wortes – dasteht. Nach mehreren Zahlungsaufforderungen zur Quotenbegleichung (oder sogar mehreren..) und den damit einhergehenden Vertröstungen wartete man einfach die Aufhebung der Immunität ab – und schritt endlich mit den Genossen der Polizei ein. Fort war die Karre…

 

** Anm. der Redaktion: bei einer Kontrolle vor Drucklegung dieses Beitrages wurde festgestellt, daß obenstehendes Bild NICHT die bewußte Abgeordnete zeigt; ebenso handelt es sich dabei NICHT um einen Toyota Hilux – deshalb an dieser Stelle das richtige Foto der armen Perla :  🙂

 

Nicht nur für die autolose Perla verlief diese Woche stürmisch; schon der erste Tag der Woche bot zumindest für Asunción Aufregung: der russische Fassadenkletterer Pawel Gogulan erklomm ohne jegliche Sicherung, dafür aber mit einer Menge (unten stehengebliebener..) Schaulustiger den dortigen Torre Aviadores, ein 24stöckiges Gebäude – außen, wohlgemerkt: Live-Video
Nach eigener Aussage warteten die größten Schwierigkeiten bei der Ersteigung in den oberen Stockwerken…

    

Nach soviel hochstrebenden Dingen nun wieder in Bodennähe – nämlich am Herstellungsort des letzten Diorama´s: die Bodenplatte hat später als gedacht nun doch eine (untere) Verstärkung erhalten, um dem linken Hausrest genügend Stand zu bieten. Selbige Ruine erhielt in den letzten Tagen außer Glassplitter-Fenstern und einem Jalousieflügel einen hölzernen Stockwerkrest. Und da noch -maritimes- Holz übrig ist, wird auch der Hauseingang mit Dielenbrettern ausgestattet – damit allerdings muß die Eckhöhe neu gestaltet werden – aber dieses war sowieso geplant.. 🙂
Nun, da die Unzulänglichkeiten des ukrainischen Bausatzes weitgehend ausgeglichen sind, erzeugt die kreative Gestaltung jede Menge Spaß – und weitere Kleinteilbestellwunschlisten… 🙂 🙂

 

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

…und nicht vergessen: Herzliche Glückwünsche zum 75ten ins Haus unterm Sportplatz…!!!!!!

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Villarrica, Paraguay
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Neue Haltestelle & alter Feiertag

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„Für unter 10tausend Dollar am Tag stehen wir gar nicht erst auf“ (..glauben wir gern..), wird als Aussage Linda Evangelista, einer der mächtigsten Modefrauen der 90er Jahre zugeschrieben; daß sie an ihrem 52ten Geburtstag noch genauso aussieht, dürfen/müssen wir leider nicht mehr so gerne glauben: das Lachen der 90er ist längst verweht, und in unsrer Zeit feixen nun kaum noch Modemädels, sondern öfter die Konterfei´s von ekelpähischen (auch jüngst neu „gewählten“) Gangstern & uckermärkischen Schlepperköniginnen von den Titelseiten der mehr teuren, vor allem aber weniger wichtigen Einwickeljournalen…

Auch in unserem Binnenländle scheint sich die Zeit längst schneller zu bewegen; sicheres Anzeichen dafür dürfte -auf der Jagd nach Passagieren- die Häufung von Hausbesuchen meist hauptstädtischer Colectivo´s sein; auch das Verstecken einzelner Personen an einer Tankstelle kann nicht davor bewahren, in letzter Minute noch als Fahrgast „eingezogen“ zu werden; gleichzeitig ergibt sich so die -zugegebenermaßen vielleicht etwas zweifelhafte- Chance, Augenzeuge/Mitwirkender/Opfer bei einer filmreifen (Beinahe-)Katastrophe zu werden…. 🙂
Glücklicherweise wandelte sich der neueste Vorfall am Dienstagmorgen in Nemby trotz ausgelaufenem Treibstoff nicht in einen Feuerball; neueste Prognosen gehen davon aus, daß den verantwortlichen Busfahrer KEINE Schuld trifft… 🙂 Wie gewohnt. 🙂

  

Dies dürfte aber dem von Kindesbeinen an implizierten Landes-Nationalstolz keinerlei Abbruch tun; in einer aktuell ins kollektive Leben um den 206ten Unabhängigkeitsfeiertag gerufenen Aktion namens „Die Fahne hoch“ 🙂 wird dazu aufgerufen, in diesem Mai am Haus, am Geschäft die Landesflagge zu präsentieren – und gegen die körperbetonte Anwendung der Fahne wird doch wohl niemand etwas einwenden können.. 🙂

Doch nicht nur die Landesfahnen, sondern auch der Mindestlohn soll, wenn auch anfangs in etwas abgewandelter Form, „hoch“ gehen; damit dürften allgemein die Preise ansteigen bei merklicher Absenkung der Kontozinsen… 😦

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Zwei Absagen und schlechtes Wetter…

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„Wo Pressefreiheit herrscht und jedermann lesen kann, da ist Sicherheit.“

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sollte diese Aussage des dritten amerikanischen Präsidenten Jefferson eine Zukunftsvision seines damals jungen Staates skizzieren; daß nur 200 Jahre später ein Land jenseits seines Kontinents existieren wird, welches stolz und bewußt und förmlich blind Analphabeten anheuert und in der dortigen gesellschaftlichen Mitte platziert, würde der Unterzeichner der Unabhängigkeitsakte von 1776 nie geglaubt haben…

Deshalb erscheint bei der Pressemitteilung der paraguayischen „ABC Color“-Tageszeitung ebenfalls etwas Vorsicht angebracht; laut deren Meldung vom Dienstag werden in knapp 50 Städten rund um Rio de Janeiro die nun „drohenden“ Karnevalsveranstaltungen abgesagt: als Gründe zu diesem Schritt werden Finanzknappheit und der Kampf gegen die Dengue- und Zikainfektionen angegeben. Sollten die Veranstalter in diesem Jahre wirklich auf diese Bilder und besonders die Einnahmen verzichten wollen..?

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Leider zieht momentan auch über unser Villarrica eine Schlechtwetterfront; hoffen wir, daß die uns nicht den hiesigen Karnevalstart am Freitag durch Regen vermiesen wird….

Die zweite Absage betrifft nun unser paraguayisches Binnenländle: da wurden schon vor geraumer Zeit gewerkschaftliche Forderungen nach einer 30%igen Anhebung des Mindestlohnes laut.

Zur Erinnerung: der derzeitige Mindestlohn in Paraguay beträgt 1, 8 Millionen Guaranies. Den aber erhalten nur 25% der Beschäftigten; eine Liste davon, wer alles diese Summe NICHT erhält, würde arg überraschen und wäre wohl demzufolge auch zu lang…

Und diese Forderung nach mehr Geld für Arbeit hat in den letzten Tagen „unser“ Minister für Arbeit namens Guillermo Sosa mit einem klaren „NEIN!“ gestoppt. Noch dazu blieb bei gewünschten Tariferhöhungen der Lieferanten für Strom & Wasser unser Präsident Cartes eisern und verweigerte im entscheidenden Moment die Unterschrift unter die entsprechenden Dekrete.

Man darf also gespannt sein, auf welche Art & Weise die genannten Preise demnächst dennoch steigen werden.. 🙂

Daß eine Mindestlohnanhebung stets allgemeine Preiserhöhungen nach sich zieht, wird man wohl aus den meisten Ländern dieser Welt kennen; hierzulande erklärt die Presse dem geduldigen Leser, daß dieser Preisanstieg eben dann die Leute treffen würde, die eben nicht in den Genuß des Mindestlohnes kommen…

Und trotzdem überraschen noch Meldungen, die aus der Presse kommen: „Major Tom“ Peter Schilling wird am Donnerstag 60 Jahre alt! Einer DER Stars der NDW-Welle vom Beginn der 80er Jahre – Glückwunsch zu diesem Tag !!!

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Wer hätte damals gedacht, daß eines Tages denn doch noch seine Vinylscheiben in mehrfacher Singel- und Maxi-Ausführung im Schrank stehen…

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Zwei von 3 sind kriminell

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2-format2010

„Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut.“ :crazy: Aha.

Weit entfernt, einer -noch dazu Grünen- Studienabbrecherin zum 60ten zu gratulieren, sei an dieser Stelle an nahezu unzählige und stets unsägliche, die eigene Heimat ❗ verleugnende Aussagen von Fatima Roth XX( aus der Berliner/Brüsseler Politjunta erinnert….

=> Schnell an dieser Stelle eine Abbildung einer jungen Frau aus der hiesigen Gegend; zumindest von diesem Kontinent: selbige nennt sich Adriana Rodríguez, :p stammt zwar eigentlich aus Kolumbien, aber verliest im TV „Telefutura“ die Nachrichten…

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Am nun vergangenen Donnerstag gehörte folgende Meldung dazu: am späten Abend zu eben diesem Donnerstag geriet in der Grenzstadt (zu Argentinien & Brasilien) Presidente Franco einer der berüchtigten Motorrad-Gangster, die mittels ihrem zweirädrigen Gefährt blitzschnelle Überfälle auf Passanten starten, im wahrsten Sinn des Wortes unter die Räder.

Er hatte offenbar seinem jungen weiblichen Opfer auf offener Strasse mittels Waffengewalt bereits den schnurlosen Fernsprecher geraubt, als der Freund der jungen Frau, der in geringer Entfernung wartete, kurzentschlossen den Motor seines Geländewagens startete und den Räuber noch vor dem Abschluß dessen „Geschäftes“ überrollte und zu dessen Ahnen expedierte.
Leider ging dabei ein Mast der Stromgesellschaft zu Bruch….
Den hiesigen Gepflogenheiten entsprechend, verschob sich daraufhin die Welle der Gewalt zu dem Fahrer des Wagens: selbiger wurde nun von einigen Mitgliedern der Motorradbande angegriffen, die den schmerzlichen und vor allem so plötzlichen Verlust ihres Kameraden nicht verwinden wollten/konnten.
Erst mit dem Eintreffen der Polizei trat eine Entschärfung der Situation ein.
Allerdings befindet sich der Fahrer des weissen Wagens nun in U-Haft und wartet auf sein Gerichtsverfahren: in ähnlichen Fällen lautete das Urteil bei Gegenwehr meist auf Freispruch – und bedeutete doch für eine gewisse Zeit (selbstverordneten) Hausarrest bzw. mehrwöchiger Urlaub im Ausland: denn meist gibt es Verwandte, denen Rache kein Fremdwort bedeutet: die kriminelle Tätigkeit des Verwandten wird dann gern als notwendige finanzielle Unterstützung gerechtfertigt… 😐

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Die dritte „Frau der Woche“ trägt den klangvollen Namen Liz Paola Duarte Meza und fungiert als Sekretärin des obersten Rechnungsprüfers unseres Binnenlandes.

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Ihr gelang es, die -manchmal sogar eingehaltene- Marke des staatlich geforderten Mindestlohnes von derzeit 1,8 Millionen Guaranies weit hinter sich zu lassen: ihre Fähigkeiten -die weder auf herkömmlicher noch auf irgendeiner Ausbildung fußen- verschaffen ihr so ein Einkommen von gut 7 Millionen Guaranies; doch damit nicht genug: Rechenkünstlern zufolge bringt es die junge Frau nach ausgewerteten Unterlagen stellenweise monatlich auf 500 Stunden – ÜBERstunden, wohlgemerkt. :>> Und die alleine stocken ihr Konto / ihren Lebenswandel :p monatlich um 30 Millionen ❗ Guaranies auf.
Zur Erinnerung: der aktuelle Kurs zum Kunsttaler beträgt momentan 5.700,- : 1,-.

Und für @ Brother hier nochmals zwei Dio-Vorschläge für das Panzer-IV-Dio: das letztere könnte mir ebenfalls gefallen…klein, aber aussagekräftig, meine ich..

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Mindest-Frühling

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„Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.“ :p
Was dem zu Schulzeiten wegen seiner längeren Gedichte gefürchteten Deutschen Schiller zu seinen Lebzeiten so prägnant entschlüpfte, ist wohl unmöglich zu widerlegen; wenig Phantasie hingegen ist vonnöten, die auf gelaufenen Sonntag nun folgenden Resultate für die alte Heimat zu erahnen –
=> keine Stellungnahme hierzu (zumindest mit Worten) B) von unserer Seite….

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Frühling: ja, der kommt nun mit aller Macht, wenn auch derzeit sehr wechselhaft kalt/warm im hiesigen Paraguay! 😮

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Und genauso, wie die Pflanzenwelt „in die Gänge kommt“, so sprießen bei der hierzulande (mehr oder weniger) tätigen allgemeinen Gewerkschaft die Beiträge zum kollektiven Frohsinn: diesmal ist es deren Forderung nach Anhebung des Mindestlohnes auf drei Millionen Guaranies.
Dies zu hören, dürfte die meisten Angestellten freuen – würden sie doch bei einer Durchsetzung dieser Idee vielleicht tatsächlich zunächst einmal in die NÄHE des längst „amtierenden“ Mindestlohnes von 1,6 Millionen kommen. B)

Als Druckmittel wurde ein landesweiter Generalstreik angedroht – den großen Feldversuch dazu legte kürzlich die hiesige, in ihrer Arbeitszeit vor allem Nationalstolz vermittelnde Lehrerschaft vor: dabei gilt als unwichtig, wenn nur die wenigsten ihrer Schützlinge auch nach 5 Jahren Schule das eigene Land auf der Weltkarte nicht finden – aber weiß eigentlich jemand, ob heutigen Schülern in der alten Heimat noch die Ländergrenzen der einzelnen Nationalstaaten eingetrichtert werden..???

Das am vergangenen Samstag durch das Asuncióner Großgebiet -und bis in unsere Gegend spürbare- gezogene Sturmtief samt Hagelschlag hat auch diesmal wieder viele der ärmeren Einwohner des Landes schlimm betroffen; man hofft, daß den Leuten schnell geholfen wird!

Trotzdem hatten die letzten beiden Tage der vergangenen Woche noch einiges positive zu bieten: die Klarsicht-Kanzelteile der im Juni begonnenen „HE 111“ sind eingetroffen, und auch die hauseigene Bücher-Bestsellerliste :wave: :wave: hat drei Neuzugänge (Die Beute, Nana, Germinal) erhalten: wie konnte nur solange Zola :p vernachlässigt werden..??!!

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Und für Blogfreund Flogni :wave: hier endlich ein Bild der ersten Armbanduhr; erhalten im September 1979, aber leider -selbst unschuldig- B) nach einer Jahresabschlußparty B) 1987 in Porzellan-City verloren:
=> sofort wurde ihr nun „Primärstatus“ :p im Suchmodus vom Auktionshaus erteilt… 😉
****Gibts noch ’ne andere Möglichkeit, dieses Teil zu beschaffen??*** 🙄

Steffen 01

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Steffen 02

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Saldo mortale

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„Alle Bosheit findet man jetzt um Geld.“ U-( Manchem längst wehrlosen, mit einer Bundespostmarke beleidigten und längst verblichenen Altvorderen wünscht man tatsächlich eine Stunde Wiederauferstehung, :. damit sie -Stufen blasser geworden als ohnehin schon im Grabesgrunde- beim Anblick ihrer einstigen Wirkungsstätte ihre heutzutage lächerlich und schwach wirkenden Orakel und Prophezeiungen schnellstens überarbeiten; => nach Zurücklassung etwaiger, damals beigefügter ruhestättischer Wertgegenstände dürfen sie sich anschließend knochenklappernd wieder unter ihre rotgranitene Abdeckung begeben, um nicht etwa noch -nach schneller Grundgesetzänderung staatlich abgesegnet- des letzten Hemdes fürs neue Sparpaket beraubt zu werden. 😡
Im Falle des in unserem schönen Deutschen Straßburg geborenen Sebastian Brant käme noch die Überraschung der anderen Landessprache seiner Stadt hinzu…. :no:

Die deutsche unbeschwerte fröhlich Nation steht beim „Public Viewing“ wieder einmal feiernd Kopf; der Verlust des dabei aus Gründen der Schwerkraft aus den Taschen nach unten fallenden Geldes wird freudig hingenommen; genauso wie die mehreren kleinen Gesetzesänderungen, die unerklärlicherweise zufällig alle vier Jahre im Schatten des Stadionjubels erfolgen. U-(

Aber auch in unserem Villarrica findet seit einigen Wochen ein „Public Viewing“ statt!
Hierbei ohne bewegliche Bilder auskommend, wird gutgläubigen Mitmenschen unter’m allzuoft strapazierten Begriff der „Transparenz“ eine scheinbare Durchsichtigkeit auf entgegengenommene Gelder des Jahres 2009 gewährt, die aber schnell an der Diskrepanz zum oft geforderten, aber selten wirklich gezahlten Mindestlohn von gut 1,4 Millionen Guaranies weggleitet.

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So erhält Bürgermeister F. Alderete monatlich gezahlte knappe 5 Millionen Guaranies plus fast eine Million an Boni. Sein Kabinettchef schleppt ihm für 1,8 Millionen, garniert mit etwas mehr als 350tausend Zuschlag die Aktenmappe und den Mate-Becher hinterher und achtet genau darauf, daß nun gegen => Ende der Amtszeit :zz: auch weiterhin die Türen des Chefbüro’s von innen gegen hiesige Antragsteller oder gar einheimische Beschwerdeführer verschlossen sind.

Beider Privatsekretärin stellt für nicht ganz anderthalb Millionen je nach sichtbarer Anrufnummer die Telefonklingel leise oder läßt die lackierten Nägel gegebenenfalls nach dem Hörer greifen.

Auf erwähnter Tafel findet sich der Wahlspruch „Wir bauen uns die Stadt, die wir uns erträumen.“ Entsprechende Untersuchungen haben erwiesen, daß einige Menschen stets farbig träumen – andere hingegen nur selten und meist schemenhaft; vorrangig in Grautönen, oft, wenn es um die Zukunft geht. :-/

Der hiesige Administrator vom innerstädtischen Busterminal sowie sein Kollege, der für den Produktionsablauf im städtischen Schlachthof zuständig ist und die 10 Inspektoren für das Verkehrswesen haben mindestens eine Gemeinsamkeit: vielleicht teilen sie sich noch dazu eine Frau, |-| aber in jedem Fall haben sie alle dasselbe Gehalt – magere 873tausend, ohne Zuschlag!
=> Immerhin nur 535.000 Guaranies unter dem Mindestlohn! (:!: Achtung Ironie! :!:)
So erscheint es naheliegend, daß viele finanzielle Geschäfte gleichzeitig nebenher laufen; mehrere „Standbeine“ zu haben, gilt in Paraguay als sehr ratsam. :.

Die Rückseite dieser Bekanntmachung erklärt, daß in den vergangenen neun Jahren aus der Nutzung des Itaipu-Wasserkraftwerkes immerhin 6.583.450.500 Guaranies dem Departement Guaira zugeteilt wurden, welches von Villarrica als Hauptstadt des Kreises verwaltet wird. Von den unregelmäßigen großen Summen, aber insgesamt ansteigenden Zahlungen wird unter anderem das Erscheinungsbild Villarrica’s in Schuß gehalten. 8|

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Bleibt zum heutigen Schluß nochmals ein Wort von Herrn Brant:
„die Weltt, die will betrogen syn.“

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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