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April-Mix

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„Wenn man bedenkt, daß die Mode mit einem Feigenblatt begonnen hat, sind wir heute schon fast wieder am Anfang.“
Nun ist das mit dem in letzter Zeit arg strapazierten „Wir“ so eine Sache; diejenigen, die per Politbüro-Direktive Irgendwas schaffen und vor allem bezahlen sollenwollen, sind der feigenblättrigen Mode scheinbar müde und haben rundum toleranztriefend nichts (…mehr?..) gegen schwarze arabische Wickelwindeln um Leib & Kopf einzuwenden; die anderen, zahlenmäßig wohl mehrheitlich vertretenen „Wir´s“ genießen den Anblick der knappen Mode einfach.. 🙂
Und gratulieren Claudia Cardinale, der Urheberin eingangs erwähnter Aussage zum ….runden Geburtstag. 🙂

Doch genug davon; schnell den Sprung übern großen Teich getätigt: wie im vorigen Beitrag erwähnt, stehen in unserm Binnenländle am übernächsten Wochenende blaufingrige Präsidentenwahlen an. Und plötzlich werden angestrengte Bemühungen sichtbar, die Stadt -bis zu einem gewissen Maße…- aufzuräumen: so werden zahlreiche Leute abgestellt, die unter anderem – für Sauberkeit auf den Friedhöfen sorgen. Nicht, daß da eine Vielzahl von Wählerstimmen einzuheimsen wäre…aber Ordnung muß doch sein… 🙂

   

Sonderbarerweise gehts nicht nur um die sterblich Verblichenen, sondern auch die mehr oder weniger Lebenden werden nun interessant; zumindest, was den Absatz von Arzneimitteln betrifft: vor wenigen Tagen wurde dazu eine fahrbare Apotheke im Staatsauftrag gesichtet, die Medikamente fast wie Kölner Kamelle unter Gesunde wie Kranke warf. Sollte dies als Anzeichen gewertet werden können, daß der hiesige Glaube an universalheilenden Terere verblasst..? Werden uns demnächst Schlagzeilen um die Ohren geworfen, die verkünden, daß neben der Straße gerupfte „Kräuter nutzlos!“ sind..? Und wer weiß, welches Krankenhaus demnächst über Medikamentenmangel klagt… 🙂

Doch vielleicht haben die meist stürmischen Zeiten rund um die Neubesetzung des obersten Staatsstuhles auch gute Seiten: vielleicht hilft die momentane Abkehr vom allbekannten Phlegmatismus, wenn es sich um die Aufklärung eines Vorganges handelt, der sich Mitte der Woche in San Lorenzo ereignete. Da starb eine 22jährige junge Frau in den Flammen eines PKW; die Nachrichten präsentieren Bilder einer Überwachungskamera und man hofft, einen Verdächtigen, der derzeit eine Auszeit im argentinischen Nachbarland verlebt, zu befragen…

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – aber nicht ohne aktuelle Bilder vom Beginn des neuen, ultimativ letzten Diorama´s rund ums Halbkettenfahrzeug: in dieser Woche wurde der Bausatz der Pak-40-Kanone geöffnet; der Bau derselben ging recht zügig vonstatten – wenn auch die Einzelteile recht winzig erscheinen…. 🙂 Alles wurde in einzelnen Baugruppen angelegt, um bei der anschließenden farblichen Gestaltung Grundfarbe/Alterung/Gebrauchsspuren einigermaßen freie Hand zu haben…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Katzen-jammer

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„Wer heut‘ noch hoffen macht, der lügt!
Doch wer die Hoffnung tötet, ist ein Schweinehund!“ B)

79 Lenze trägt der Biermann nun mit sich ‚rum; Hut ab: „Hoffnung bis zuletzt“, auf sprichwörtlich gute Geschäfte dürfen sich nun Kerzenmacher und Lampionhersteller für Zusammensteh-Leute, die erst „Charlie“ und dann „Paris“ heißen, machen; leider nicht nur wegen drohender weihnachtlicher Tage – wie schnell allerdings diese Branche drastische Gewinneinbrüche hinnehmen muß, sieht man am Umsatzminus beim Absatz schwenkbarer Teddybären.. 😐

Zweifellos teilt sich das Lager der Hoffenden strikt: für einige ist im Ernstfall das Glas noch halbvoll, während der realistisch eingestellte Mensch trübe überm Rest des Getränkes hängt und an die nächste Bestellung denkt.. :))

…und beinahe hätte an dieser Stelle der heutige Beitrag den Charakter eines tierischen Nachruf’s gehabt; leider im wahrsten Sinn des Wortes.
In einem Eintrag vor wenigen Wochen wurden die Folgen eines nächtlichen Kampfes zwischen dem hauseigenen Kater und einem Eindringling geschildert; kurz darauf stellten sich bei der grauweißen Mannschaft aufgrund mehrerer Bisse und Kratzer weitere Folgen ein, die behandelt werden mußten.

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Trotz schon mehrfacher eher schlechterer Erfahrungen in den letzten Jahren führten so die Schritte dennoch wieder zu einem innerstädtischen Vertreter der tierärztlichen Heilkunde; darauf vertrauend, daß die private Fort-& Weiterbildung der Veterinario’s deutliche Fortschritte gemacht hätte… 😳

Und so stellt der bange Tierbesitzer im Jahre 2015 fest, daß das Wissen und die Behandlungsarten reichlich als wertstabil bezeichnet werden dürfen: nach wie vor rangieren die Börsennotierungen von Herstellern antibiotisch wirkender Pharmastoffe im oberen Kernbereich: relativ kostengünstig für den Patienten/Besitzer und leicht in der Anwendung für das medizinische Personal verdichtet sich die Ahnung, daß kleinere Gebindemengen unter fünf Liter kaum noch verkauft werden, da auch der dünne Lebensfaden des Homos Sapiens Jahrgang 2015 längst am Antibiotika hängt: erst jüngst beantwortete (befragt wurden über einen längeren Zeitraum mehrere Personen..!) der kräftig aussehende Gärtner die Frage nach einem Bier zum Arbeitsende abschlägig – er nähme doch derzeit Antibiotika… XX( U-(

An dieser Stelle nun DER Tip für Einwanderer: wer es schafft, in der nächsten Zeit antibiotisch wirken sollende Stoffe in Gel-form und vor allen Dingen in großen Mengen (vielleicht aus Zuckerrohr oder leeren Plastikflaschen..) herzustellen, dessen finanzielle Zukunft dürfte in Paraguay als sehr gesichert gelten: als Exportmarkt empfehlen Experten derzeit Deutschland – da behandelt die Regierung derzeit „nur“ mit ARD-Reportagen, Augenpflastern und Bet-Empfehlungen sowie Aufforderungen zu Kirchenbesuchen; der staatlich gelenkte Griff zu Antibiotika dürfte da nicht fern sein, selbst wenn das Mittel aus Paraguay kommt: mit Transportumdeklarationen & Transportverschleierung hat die bisherige Regierung reichlich Übung … :yes: :yes:

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Doch zurück zu Mr. Grauweiß: Sonntagabend vor nun reichlich einer Woche bekam der Kater zu seiner trotz Behandlung schlimmer werdenden hinteren Gehbehinderung Atemstörungen, in dessen Folge er Montagmorgen von einem Geburtstagskind :wave: :wave: in eine Klinik der Hauptstadt expediert wurde; der Name des Klinikinhabers ist mir momentan entfallen, dürfte tierlieben hiesigen Anwohnern allerdings bekannt sein… B)

Und siehe da – auch in unserem südamerikanischen Ländle gibts Standardwissen: der Weiss-Kittel sieht Hoffnung in der sofortigen Behandlung mit ❓ ❓ ❓ 🙂 ❗ Na klar. :> Immerhin gibts in dem fünftägigen Klinikaufenthalt für den Kater eine Rasur – selbige allerdings nur partiell für ein Ultraschall-/Röntgenbild.

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Auf beiden ist weder ein Hüftschaden erkennbar noch der Füllstand des nun schon mehrfach erwähnten und allzuoft eingesetzten Mittels: über die vom Tier seit Sonntag verweigerte Nahrung macht man sich im Wochenverlauf hier wenig Gedanken; unausgesprochen verständigt man sich irgendwann auf eine Abholung des Tieres am (vergangenen) Freitag und denkt dabei an die Parallelen beim Ende des Großvaters vor knapp 20 Jahren.. :`(
*Dabei ist der andere gemeint; nicht der, der im schlesischen Schützengraben im 45er Januar starb* :`(
Und kaum trifft der Krankentransport Freitagabend hier ein, tappt der geschweifte Patient unschlüssig umher, um in einer Lücke der angeblich lückenlosen Überwachung einfach zu – verduften. >:-[
Alle Suche bleibt erfolglos; derjenige, der das nur noch halb gefüllte Glas hält, ahnt das Verschwinden vorm Tode, wie man das den Tieren nachsagt; mehrmalige Nachforschungen an den beiden Wochenendtagen bleiben ebenso erfolglos und stimmen eher traurig nach einem halben Jahrzehnt gemeinsam verbrachter Zeit…

Trotzdem sollte der späte Sonntagabend noch den Moment der Wiederkehr beinhalten; kurz nach 17 Uhr liegt der Knaller einfach so vor der Türe und maunzt bitterlich; neueste Spekulationen gehen von einem mehrtägigen Aufenthalt im Dachsparrenwerk aus, nachdem in den letzten Tagen im umliegenden Gelände das unterste zuoberst gekehrt wurde: mit anderen Worten – in Paraguay werden verschwundene noch gesucht, DA geht die Zahl der untergetauchten unehelichen merggelsöhne natürlich nicht in die hunderttausende.. :)) :wave:

Privat angestellte und vor allem -hoffentlich- mehrdimensionale Denkweisen könnten vermuten lassen, daß durch zuviel/falsche im Hinblick auf Verträglichkeit verabreichte Medikamente dem Kater -vorübergehend- die Geschmacksnerven neutralisiert wurden und die Atemnot hinzukam und er aus diesem Grunde nun ans Essen „gewöhnt“ werden muß; was es wirklich ist/war…hm, keine Ahnung… damit dürfte man sich im Arztclub befinden. B)
Und nun – einfach sehen, wie´s weitergeht: Wolf Biermann’s Aussage zufolge bleibt ja auch keine Wahl… 😐

Kater 06

Zum heutigen Schluß nun sei ein Ausspruch des Schriftsteller Ernst Jünger angefügt: „Man kann sich heute nicht in Gesellschaft um Deutschland bemühen; man muß es einsam tun wie ein Mensch, der mit seinem Buschmesser im Urwald Bresche schlägt und den nur die Hoffnung erhält, daß irgendwo im Dickicht andere an der gleichen Arbeit sind.“ 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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