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Alle für Einen

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„Der Mensch, das sonderbare Wesen: mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen.“ U-(

Kein Zweifel möglich – ganz ohne Hintergedanken formuliert trifft diese Aussage den Kern der vergangenen Tage, den großen Menschenauflauf um den paraguayischen Papstbesuch betreffend: ständig einsetzender Regen ließ alles zu einer ziemlich feuchten Angelegenheit werden – nahm aber dem Ganzen keinesfalls etwas von der Freude oder dem Enthusiasmus…!

Fernsehsender und Radiostationen übertrafen sich schon wochenlang vorher gegenseitig mit der Anzahl der Berichte & Reportagen zu diesem Thema; nun, da der Rummel für beendet erklärt wurde, kommt der große Kehraus samt Berichterstattung über die durchaus existenten negativen Seiten, die im Gefolge des Kirchenoberhauptes über unser Binnenländle gestülpt wurden, sich aber -erwartungsgemäß- leider nicht in der abfliegenden Maschine vom angebeteten Francisco befanden und nun unserm Land hinterlassen wurden:
im besonderen gehts dabei ein weiteres Mal um die Berge von Müll, mit dem die Veranstaltungsorte nun „gesegnet“ sind; dies kein Thema bei den hiesigen Kirchenoberen, die nun in den kommenden Tagen die Blicke, Gesten und gehaltenen Reden Seiner Heiligkeit analysieren werden. :yawn:

Absolviert wurde am Beginn des Besuches schon vergangenen Freitag das obligatorische offizielle Treffen mit Präsident Cartes, gegenseitig verlas man mehrseitige Reden vom Blatt ab, und die hoffnungsvolle Jugend, passend in traditionelle Tücher gewandet, absolvierte im Anschluß dazu Tänze im eher folkloristischen Charakter, bevor die unvermeidliche Frau durchschnittlichen Alters den hierzulande reichlich gefüllten Obstkorb zur Stärkung reichte, der allerdings schnell samt Trägerin aus der Kamerareichweite gedrängelt wurde: der Papst war satt und auf den 78jährigen wartete am selben Abend und den beiden folgenden Tagen noch reichlich Programm; erst Sonntagabend gabs den wohl lang ersehnten Platz im (Rück-)flieger.. :zz:
Zugegeben – sei ihm die Ruhe gegönnt: nach einer Visite in Ecuador und Bolivien bildete Paraguay den Endpunkt seiner Reise – trotz allem Komforts bleibt es wohl dennoch ein beschwerlicher Trip für dieses Alter..!

Nun also seien hier einige Bilder vom vergangenen Wochenende veröffentlicht, die die ganzen Dimensionen der Besuchermassen zu den verschiedenen abgehaltenen Messen zeigen. Und wie üblich wird derzeit heftig um korrekte Angaben zu den Besucherzahlen gestritten; nahezu sämtliche Behörden, TV-Sender und Organisationen legen oft stark abweichende Zahlen vor. U-(

Hier die Bilder ;D ; damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica, Paraguay
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Das "Nein!" der Strasse

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„Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“

Aber wer erinnert sich bei der täglichen Großreich-Endsieg-Propaganda und der wöchentlichen Verschleuderung deutschen Volksvermögens an Tucholsky’s Worte; schon erklingt ein leis‘ gehauchtes „Jaaaa…“ zur deutschen, mit Schekel entlohnten (Führungs-?)Beteiligung an einem Angriffskrieg…. XX(

Auch in unserer Wahlheimat in Südamerika nehmen soziale Unterschiede zu; => im Gegensatz zu deutschen Landen gehen Betroffene -trotz Telenovela’s!- auf die Strassen.

Ganz gleich, ob LKW-Fahrer streiken und in gemeinsamen Aktionen die Strassen für mehrere Tage sperren, (wiederholt) Landlose eigenes Terrain erstreiten wollen oder medizinisches Personal den Strukturausbau besonders in ländlichen Gegenden fordern – auch in hiesigen Breiten sind sich viele Menschen bewußt, daß eine Weiterführung der bisherigen Politik immer mehr Mitglieder der Gesellschaft zu Verlierern abstempelt. 😐

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Allerdings ist eine unschöne Seite der Proteste die schier unglaubliche Vermüllung des für diesen Zeitraum eingenommenen Platzes meist unmittelbar neben der Straße.
Für die betreffenden Tage leben die meisten der Teilnehmer unter einfachsten Bedingungen; hier wird geschlafen, gekocht und gegessen – und die nächsten Aktionen werden abgestimmt.
Sobald die bestreikte Seite sich auch nur etwas zugänglich zu den Forderungen zeigt, löst sich meist alles fast in Windeseile auf – zurück bleiben die deutlich sichtbaren Spuren des aufgeschlagenen Camp’s… :-/

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=> Doch auch in deutschen Großstädten der Bimbesrepublik sollen immer mehr Menschen ihr Essen von bestimmten sozialen Einrichtungen erhalten, wie Gerüchte besagen; sollten sich die historischen Druckstöcke erhalten haben, dürfte also die millionenfache Reproduktion unten abgebildeten Essenscheines keine große Sorgen machen – die Hauptsache ist doch der wichtige Gedanke des Großreiches :## und natürlich die Wiederwahl der 5 Blockparteien.
Oder etwa nicht..?

Streik 09
Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Kleiner Nachsatz der Chefredakteurin:
Vielen Dank für den tollen Abend! :wave: Und ein dickes Lob und Dankeschön an die Bäckerin des leckeren Geburtstagskuchens für „Cheffe“ ;D :wave: , der sich mit diesem Beweisfoto jetzt nicht mehr rausreden kann, ob seines Alters :)) :>> :))

Streik 08

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Pinselheinrich’s Erben

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Wandmalerei 01

Der im März 1916 bei Verdun gefallene deutsche Maler Franz Marc würdigte die Malerei als ein „ankommen an einem anderen Ort“, |-| und warum sollte man sich nahe am 177ten Geburtstag Wilhelm Busch’s 🙂 nicht an eben „dem anderen Ort“ auf die Suche nach der hiesigen darstellenden Kunst begeben?

Laut offiziell gebogener Statistik entwickeln immer mehr Menschen lebhaftes Interesse an der darstellenden Kunst, mitunter auch aufgrund mehr (verordneter) freier Zeit – na wenn schon!!! :-/

Wandmalerei 02Wandmalerei 04

„Maler und Anstreicher haben jetzt viel zu tun. So viele Stellen werden gestrichen“, verkündet den Aufschwung deutlich am Horizont sehend unser Landsmann Dr. Rinnhofer dazu. 8|

Doch wo sonst als bei der flott die neuesten Mobiltelefone bedienenden jungen hoffnungsvollen Generation wird man auf der Suche nach kreativer Darstellung und künstlerischem Kunstverstand fündig?

Pünktlich zum 50ten Jahrestag des französischen Erst-Auftrittes vom unverwüstlichen Asterix möchten wir an dieser Stelle einige Zeichnungen vorstellen, die die am Eingange von Villarrica gelegene hiesige Schulmauer zieren und jedem Besucher unseres Städtchens sofort ins Auge fallen. 8|

Wandmalerei 11Wandmalerei 12

Beinahe alles in hellen, leuchtenden Farben gehalten, werden hier von den heranwachsenden Künstlern anhand relativ einfacher Darstellungsweisen und kurzer prägnanter Sätze verschiedene Denkweisen und Verhaltensregeln an den Vorübergehenden herangetragen – – und kollidieren mit der realen hiesigen Welt, noch bevor die benutzte Farbe im entferntesten angetrocknet ist…. :`(

„Das Ozonloch ist schon dreimal so groß wie die USA. Wächst da etwa klammheimlich eine neue Supermacht heran?“ 😮 fragt besorgt Herr Mocker, doch leider gähnt zwischen den bunten Verkündigungen aus Kinderhand und der täglichen allgemeinen Umsetzung ein erwähnenswerter Spalt, der längst nicht zur Stagnation oder etwa sogar zur Rückentwicklung gekommen ist.

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Auch wenn der hier allseits beliebte und treffend von Kinderhand gezeichnete Homer Simpson noch so eindringlich vor „Brahma“-Bier oder etwa gar Drogen warnt – ein Lob von der Schulbehörde für eben diese Malerei an der Schulwand wird wohl leider das einzige Resultat bleiben; die Zukunft bietet meist nur die bekannte Realität im bischöflichen Lande des neuen venezianischen Freimaurers Giacomo! |-|

Doch sprechen die schön gezeichneten Bilder die Wünsche der Kinder nach einer saubereren Welt, als sie sich uns derzeit präsentiert, aus; möge es der nachfolgenden hiesigen Generation vergönnt sein, einige Probleme davon in den Griff zu bekommen. 😐

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Wie dem auch sei – wir glauben ganz fest daran, daß die Heranwachsenden vieles anders – und manches besser machen werden! U-(
Mit vielen Grüßen aus Villarrica – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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BMU, Abt. WA, diesmal PY

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Von Sachsens ❗ letztem König, Friedrich August III. ist ein höchst bedeutsamer Ausspruch überliefert, den er bei seiner erzwungenen Abdankung Mitte November vor nunmehr 90 Jahren tätigte: „Dann macht doch eiern Dregg alleene!“ 🙂
Und daran hält unsere moderne Industriewelt eisern fest;
trotz Umweltauflagen und -plaketten (für den kleinen Mann) :-/ strömen unablässig riesige Abgasmengen (der für umweltfreundliche Produktion belohnten Großindustrie) >:-( in den Himmel und später durch’s Ozonloch hinaus, 🙄 während die Abfallberge der lederverarbeitenden Adidas-Kinder in Fachkraft-Indien beinahe Reinhold Messmer :wave: zu einer neuen Tat herausfordern.

Und während in der alten Heimat hin und wieder Fachleute mit Auszeichnungen überhäuft werden, weil ihre aus Laboren entwichenen Bakterien 88| (die eigentlich zum Abbau und der Zersetzung von Plastikteilen gezüchtet wurden) 8| neue interessante und bisher ungekannte Krankheiten beim Menschen hervorrufen und nun der Pharmaindustrie durch militärische Nutzung eine neue Geldquelle bescheren, wird auch in Paraguay an bestimmten Plätzen der entstandene Müll gesammelt und auf besonderen Böden „endgelagert“.

Solche Ecken gibt es überall zu sehenDa waren Nachts wohl wieder die streunenden Hunde tätigIn der Nähe vom Markt...

Klar – auch hier gibt es ein „Restrisiko“ (welches uns später den Rest gibt) |-| betreffs der durchsickernden Stoffe und ausströmenden Gase, doch akribisch werden an der unten gezeigten Annahmestelle „SERO“ 😉 leere Messing-Kartuschen vom nächtlichen Schußwechsel mit Rinderdieben vom weißen Flaschenglas der Autofahrer getrennt!

Private Reststoffverwertungsannahmestelle in VillarricaGlas, Metall, Karton fein sauber getrennt und zur Abholung bereit...

Der Schweizer Schriftsteller Markus Weidmann schreibt: „Das Leben ist ein ewiger Kampf gegen Staub und Dreck. Und all jene, die Staub und Dreck sehen.“
Bares Geld wird hier gezahlt für Metall und Glas, und deswegen herrscht auch oft Hochbetrieb an dieser Annahmestelle, die praktischerweise mit einer Verkaufsstelle für Lebensmittel kombiniert ist. 😮 So ist beim Kauf von Fleisch, Brot oder Obst der Rohstoffkreislauf nebenan mitzuverfolgen!

Es scheint absehbar zu sein, was mit dem Inhalt innerstädtisch aufgestellter Trenn-Mülleimer bei der Abholung passiert, doch ist wohl noch kein Allheilmittel für passende Abfallverwertung gefunden.

Die Müllabfuhr vor der StadtverwaltungAuch in Caazapa ist er zu finden

Trotzdem sollte an dieser Stelle Erwähnung finden, daß Villarrica (oder auch andere Städte in Paraguay!) NICHT allein über beigefügte Bilder zu bewerten ist und uns weiterhin als neue Heimat gilt!

Abschließend wollen auch wir dem BMU-Chef, New-Deal-Vertreter und VW-Fan 😀 Gabriel schon mal jetzt zu seinem Geburtstag am kommenden Freitag ❗ gratulieren!
Feiere schön mit Peter! => Peter Hartz, XX( meinen wir selbstverständlich…
(Weiterführender Link dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel )

Und damit wünschen wir allen eine schöne Woche und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica, Paraguay
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