Schlagwort-Archive: Krieg

John, Chaco & Pedro Juan….

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„Ich fühle mich nicht schuldig, daß sie vor Generationen Sklaven waren. Das war eben so.“ 🙂
Was die nun vor vier Jahrzehnten verstorbene Leinwandikone John Wayne in vergangenen Tagen über die genidentischen, seit knapp 4 Jahren in die alte Heimat importierten raketenbastelnden Fachkraftmillionen (staatlich so deklariert..!) abließ, würde aktuell jede zaghaft wachsende Schauspielkarriere -Restrictionen wären wohl in jeder Branche zu spüren-  in den Boden rammen; den dem Schuldkult Unterworfenen entzieht nun noch eine kindischbezopfte schwerst Geistestgestörte neben der individuellen Mobilität die Wirtschaftskraft ihrer Heimat: ganz großes Kino… 🙂

Eine gehörige Portion Nationalstolz zeigten an diesem Mittwoch die paraguayischen, meist jugendlichen Teilnehmer des Festumzuges anlässlich des 84ten Jahrestages der Unterzeichnung des Friedensabkommens über den Chaco-Krieg 1932-1935, der damals, ausgelöst durch jahrelange Grenzstreitigkeiten, zwischen Bolivien und Paraguay tobte und mit einem militärischen Sieg bzw. über 50tausend Quadratkilometer Landgewinn unseres Binnenlandes endete: gleichzeitig verlor jede Teilnehmerseite allerdings auch etwa 50tausend Mann….

Sinn & Zweck dieses Krieges in Frage zu stellen, würde hierzulande wohl Unverständnis auslösen…
An diesem Tage ist also auch in unserm Binnenländle der Unterrichtsbetrieb eingeschränkt; statt für Eisbären und gegen alte weiße, demnächst Rente zu beanspruchende Männer zu protestieren werden bei uns die dreifarbigen Landesflaggen geschwenkt und Musikinstrumente bedient. Und kein Jahrestag dieses Kriegsendpunktes ohne ehemalige Teilnehmer; viele davon zählen nun über 100 Jahre…

Fürs (männliche..) Auge gibts dabei meist die Regimenter der Teilnehmer*Innen* in kurzen Röckchen.. 🙂

Ein Krieg anderer Art regt sich derzeit in der berüchtigten Region Pedro Juan Caballero: da wurden zum wiederholten Male zwei Hände neben dem Besitzer dieser menschlichen Greifwerkzeuge gefunden; zusätzlich sorgten die selbsternannten Grenzjustiziare für zwei weitere leblose Körper: TV & Gazetten berichteten lebhaft; daß es eines Tages zu diesen, wenn auch blutigen Geschehnissen kommen muß & auch wird, war fast zu erwarten….
Eine Bewertung dieser Vorgehensweise unterbleibt hier besser…

Zum heutigen Schluß noch die Neuigkeiten der Soleilwerft: das untere Batteriedeck ist nun besetzt mit 28/32 Geschützlafetten; der Boden des darüberliegenden zweiten Batteriedecks sitzt längst und trägt derzeit die vorgeschriebenen 14 Lafetten; die Gegenseite mit ebenso 14 Holzwagen ist in Arbeit.. 🙂
Der äußere Plankenspalt zwischen beiden Decks ist verschlossen und mußte „anständiges“ Schleifen über sich ergehen lassen; die Anpassung der -bisher- obersten Planke ergab, daß auch das gelieferte Deck so NICHT paßt…war zu erwarten… 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Zwei Hände/zehn Finger

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„Es binden Sklavenfesseln nur die Hände. Der Sinn, er macht den Freien und den Knecht.“
Die nähere Zukunft wird zeigen, auf welche Weise man dem Werk des österreichischen Nationaldichters Grillparzer zu Leibe rücken wird; eingangs erwähnte, in aktueller Deutung schon aufrührerisch anmutende Aussage wird dafür sorgen, daß man sich -je nach Wohnort und geplantem weiteren Lebensweg- dem hinterlassenen literarischen Werk zu- oder abwendet, bevor in der alten Heimat unterm laufenden/folgenden Grünen Gesinnungsterror stattfindende Hausdurchsuchungen den individuellen Denkvorgängen eine unkomplexe und vor allem erwünscht-überschaubare Richtung geben…

…und bevor aus -vorauseilender- religiöser Correctness Albrecht Dürer´s Zeichnung „Betende Hände“ aus dem Jahre 1508 islamischen Säuberungen in wenigen Jahren zum Opfer fällt, sei die weltberühmte Skizze an dieser Stelle noch einmal vorgestellt:
Erst vor wenigen Tagen wurde in Paraguay für den letzten lebenden, nun verstorbenen Piloten aus dem zweiten Krieg gebetet- mit 101 Jahren verstarb Pedro Catalda Raina, der tatsächlich 1918 in Paraguarí geboren wurde. Einer von 10 paraguayischen Piloten, die damals an der Küste zur Sicherung der alliierten Geleitzüge eingesetzt waren bzw. vor anlandenden deutschen U-Booten warnen sollten…
In der offiziell herausgegebenen Biographie des verstorbenen Veteranen steht vermerkt, daß alle zehn paraguayischen Kriegsteilnehmer um das Flugboot Typ Consolidated PBY eingesetzt waren; ob als Pilot, wird nicht genauer definiert… 🙂

  

Das handliche Thema wird bei der damit verbundenen Erwähnung des Ortsnamens Pedro Juan Caballero jedoch mehr als unappetitlich: in dieser berüchtigten Stadt wurde vor einer Woche die Leiche eines 21jährigen gefunden – OHNE von Albrecht Dürer dargestellte Körperteile: für einen Diebstahl wurde dem jungen Mann beide Extremitäten abgetrennt..mit anschließender Todesfolge: ein Bild an dieser Stelle davon ersparen wir uns…

Schnell noch zum Thema Soleil-Royal-Werft: alle 4 Heckgeschütze sind nun per Festzurrung installiert; um nicht aus der Übung zu kommen, wurde an der Steuerbordseite gleichgezogen – also alle 14 Lafetten fest installiert.
Die Rohre werden erst nach Komplettierung des Schiffes von außen durch die Pforten aufgelegt & befestigt, da sie während des Fertigungsprozesses wohl nur stören würden…
Sobald das untere Batteriedeck alle 28/32 Lafetten besitzt, werden die vorgefertigten, zwischen den Spanten sitzenden Deckelemente eingesetzt und das zweite Batteriedeck bekommt seine 28/30 Lafetten. Dem dürfte sich die untere, zweite und endgültige äußere Rumpfbeplankung anschließen…. 🙂 Schon, um nach der etwas anstrengenden Lafettenverspannung -hauptsächlich von oben- die Fingergelenke bisle zu entspannen. 🙂 🙂

Anmerkung der Redaktion: kurz vor Veröffentlichung wurde festgestellt, daß es sich bei der ersten Darstellung von Dürer´s Zeichnung um eine Karikatur handelt – hier nun das echte Bild:

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Krieg gestern & heute

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„Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.“ B)

Je nachdem, wie es in die Rhetorik des neusozialistischen Brüsseler Zentralkommitee’s paßt, werden Aussagen wie obenstehende des italienischen Philosophen Niccolo Machiavelli passend in regierungskonforme Texte der deutschen Systempresse eingebaut oder als alt und unnütz abgetan; ein Teil der Menschen denkt über den Sinn dieser Worte nach, und der andere Teil macht sich große Sorgen, was denn werden soll, wenn bei Daniela „Katze“ XX( zu unpassender Zeit die Senkwehen einsetzen… >:-(

Um Krieg gehts auch am heutigen Feiertag-Freitag in Paraguay; besser gesagt, um einen lange zurückliegenden: um genau zu sein, wurde selbiger per Waffenstillstand am 12. Juni vor nun 80 Jahren beendet.
Dabei handelte es sich um den Chacokrieg, der von Mitte 1932 an zwischen Paraguay und Bolivien tobte.
Von vielen Historikern als blutigster Krieg des 20ten Jahrhunderts auf südamerikanischem Boden bezeichnet, lag auch hier der Grund in -vermuteten- Bodenschätzen, vorzugsweise der zu erhoffende Gewinn aus der Ölförderung. Anderen Quellen zufolge lag der Ursprung dieser militärischen Auseinandersetzung ebenso am massiven Kurseinbruch der (Zinn-)exportabsatzsumme Boliviens mitten in der Weltwirtschaftskrise.

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Die für diesen Krieg benötigten Waffen wurden sonderbarerweise von denselben geliefert, die auch heute noch Präzisionswerkzeuge fürs paßgenaue töten liefern: teuer verkauft und anschließend benutzt wurden dabei technische Bestände, welche sich knapp 15 Jahre zuvor schon im ersten Weltkrieg „bewährt“ hatten.

Und als Besonderheit dieses südamerikanisches Gemetzels an dieser Stelle ein Bild eines der vielgenutzen natürlichen HInterhalte für Scharfschützen in einem Florettseidenbaum; diese originalen Schaustücke sind bis heute in dieser Gegend zu besichtigen.

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Argentinien hielt unterderhand zu Paraguay, während Brasilien die bolivianischen Truppen unterstützte; auf letzterer Seite versahen unter anderem Hans Kundt und Ernst Röhm Dienst als Kommandeur bzw. Berater: hat diesmal nix genutzt; dieser Krieg endete für Bolivien auch wegen innenpolitischer Schwierigkeiten mit einer Niederlage und einer großen Gebietsabtretung an Paraguay – nicht zu schweigen von den etwa 80tausend Toten nur auf bolivianischer Seite.

Schon drei Jahre später folgte ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten: dessen Ergebnis wurde vor nicht ganz drei Jahren kurz in Frage gestellt, als Gerüchte auftauchten, die durchblicken ließen, daß Paraguays ehemaliger Kriegsgegner eine Gebietsrückgabe beantragen wolle – glücklicherweise beruhigten sich beide Seiten innerhalb kurzer Zeit wieder..! :p

Allerdings sind auch in jüngster Zeit in unserem nun herbstlich-warmen Binnenländle wieder Schüsse getauscht worden: im aktuellen Fall am Mittwoch bei einem Feuergefecht nahe dem Ort Caaguazú zwischen einer Polizeielf & einer Auswahl bestehend aus Polizei und Gangstern: einer der sechs nun Verblichenen stand also zu Lebzeiten auf der offiziellen Gehaltsliste der Polizei und scheint mit mehreren Spießgesellen seine monatlichen Bezüge (vermutlich nach der Arbeitszeit..) mit Einbrüchen und Sprengungen von Geldautomaten aufgebessert zu haben: dem Anschein nach sind vor offizieller Beendigung des Schußwechsels noch drei der gegnerischen Teamauswahl ohne Bleibezugsschein entkommen: dennoch ein Zeichen, daß auch die hiesige Polizei am Schießunterricht teilnimmt.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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