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Echtfoto contra Pixel

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„Fotografieren Sie Ihr Leben – wenn Sie es verlieren, haben Sie immer noch das Foto!“

Hinter Detlef Motz` Worten könnte sich wirklich was verbergen – müßte man nicht mutmaßen, daß die folgende (wenn jünger, dann meist anfangs teddybärschwenkende, später umfassend vollislamisierte/außer Raum Sachsen ! :)….) Nachunsgesellschaft längst hoffnungslos der Digitalknipserei verfallen ist und unverzüglich nach unserm sozialverträglichen Dahinscheiden die Stadtwerke mit der teuren Entsorgung unserer zu Lebzeiten gemachten Erinnerungsbilder auf Papierabzügen beauftragen wird – dürfte sich leider ganz sicher so zutragen..!

Viele der modernen „Errungenschaften“ der restlichen Weltrübe erscheinen mit reichlich Verzögerung in unsrem Binnenländle; beim Stichwort Fotografie daran erkenntlich, daß nun auch hierzulande die digitale Knipserei angekommen ist und private Fotografen sich ihrer einstigen analogen Apparate entledigen: in ausgewählten Fachgeschäften werden diese analogen Aufnahmemaschinen -so vorhanden- dem vorbeieilenden, an älteren Kameramodellen zumeist desinteressierten Publikum dann hinter Glas gezeigt.

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Völlig anders läuft die Geschichte, wenn sich doch jemand 🙂 für die Klassiker der Fotografie begeistern kann: vor wenigen Wochen wurde in dem gezeigten hauptstädtischen Lädle eine saugstarke Digiknipse abgegeben; förmlich in halbstündiger Dauer leerten sich die energieliefernden Zellen radikal. Ein schon vor Jahren in anderer Werkstatt gemachter, mehr teurer als gelungener Reparaturversuch entmutigte längere Zeit; der aktuelle Tip gelangte diesmal über Moshe Zuckerbergs Seitenkonstrukt zum Kamerabesitzer.

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Bei der Abholung der 2004er FinePix war glücklicherweise ein Vertreter der herkömmlichen analogen Photografie zugegen; ihm gelangen folgende Bilder im Ladeninneren:

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Nach sich noch im Laden anschließender Bildertestreihe bekam das fotografische Fachsimpeln über die offensichtlichen Nachteile der digitalen Bilderanfertigung fast abrupt eine andere Richtung: die von einem Mitarbeiter hervorgeholte deutsche Kuckucksuhr des Geschäftsinhabers leidet seit Jahren am Verlust des Minutenzeigers; sollte durch einen passenden Ersatz der Weg zu einer Erweiterung der Kamerasammlung des Schreibers dieser Zeilen geebnet werden..? 🙂 🙂 Warten wir´s ab…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen als Team von „OUTLAW TODAY“!

…keinesfalls aber sei der 48te Geburtstag der 80er-Jahre-Ikone Kylie Minogue vergessen: Happy Birthday,  junge Frau!

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HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
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Bambus-Metropolis

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Immerhin schon vor gut zweieinhalbtausend Jahren ❗ stellte der allseits bekannte Konfuzius fest, daß „ein Erdbeben drohe, wenn Ameisen und Frauen in Eile sind“. |-|

Allerdings wird im weiteren an dieser Stelle nicht weiter auf Mrs. Pankhurst’s vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht fordernde und das britische Unterhaus stürmende, teils gewalttätige, Suffragetten U-( eingegangen, sondern auf das sprichwörtliche – wenn auch menschliche – Gewimmel in der zur brasilianischen Grenze gelegenen Stadt „Puerto Presidente Stroessner“, welche vor 20 Jahren den Namen des Trägers des bayrischen Verdienstordens :yes: nach dessen Sturz ablegte und sich seitdem Ciudad del Este nennt.

Innerhalb von gut 50 Jahren 😮 Stadtgeschichte haben sich hier schätzungsweise nahezu knapp 300tausend Menschen angesiedelt, welche ihren erforderlichen Lebensunterhalt arbeits-, erfindungs- und ideenreich bestreiten 😳 , gleichzeitig den Gipfel des täglichen Müllberges in der Wolkendecke verbergen 😥 , und doch trotzdem der Stadt ein auch für landsmännische hier angesiedelte Nichtmehrwähler lockendes Einkaufsgepräge geben sowie in einigen Fällen auch für den allesumhüllenden „wardnichtmehrgesehn“-Nirwana-Nebel sorgen, da diesem Flecken Land der mystische „Gold- und Geschäftemach'“-Nimbus anzuhaften scheint und vor Jahren auch auf den raabeinseifenden 😀 Suchmaschinenoptimierer Suckrow ❗ :## verheißend wirkte..

In Westafrika sagt man, daß „vereinigte Ameisen Elefanten transportieren“ können, und zumindest betreffs der Stroessner-Stadt liegen unsere dunkelhäutigen Erdbewohner damit richtig! :yes:

Wer Unterhaltungselektronik, Pixelkameras oder Computertechnik sucht, wird hier vor Ort bestimmt fündig.
Von portugiesischsprechenden Verkäufern bedient, sollte man vor dem Kauf genauestens informiert sein und das gewünschte Ziel bereits vor Augen haben, um die Kaufprozedur nicht unnötig in die Länge zu ziehen oder die offizielle 15-Uhr-Schließstunde :yes: zu übertreten.
Denn auch dieser Geschäftsabschluß selbst unterscheidet sich sehr von dem Ruck-Zuck-Kauf in der alten Heimat.

Wie weiland Asterix auf seiner Suche nach dem Passierschein A 38 muß öfter die Etage oder das Haus selbst gewechselt werden, da die gesamten Komponenten des Gerätes einzeln gekauft und in einem Extra-Büro zusammengesetzt den Probedurchlauf bestehen müssen.
Zurückgekehrt in das zuerst betretene Gebäude wird der Käufer und Besitzer eines deutschen Reisepasses (mit oder ohne Überwachungschip der sogenannten „Bundesregierung“) XX( für den häufigen Ortswechsel durch die Überraschung entschädigt, daß sich damit -gegen Vorlage desselben-der Gesamtpreis um die üblichen 10% Mehrwertsteuer verringert. :p

Täglich sind in solch mehrgeschossigen Einkaufstempeln tausende Angestellte unterwegs, um Kisten und Pakete ein- und ausladend sowie Bestellungen ausliefernd der Stadt am Parana einen gigantischen Umsatz zu bescheren!
In sämtlichen Warenhäusern herrscht ein unglaublicher Lärmpegel, der das laute Händlergefeilsche in den bekannten orientalischen Souq’s wie etwa im Suq al-Hamidiyya selbst in deren Spitzenzeiten bei weitem übertrifft.

Trotz nur selten vorhandener Preisauszeichnungen kosten die hier angebotenen Dinge ihr Geld; bezahlt wird in Dollar und Real, seit wenigen Jahren wird auch unser Guaranie angenommen!
Die zahlreichen Wechselstuben bestehen komischerweise trotz des human gewährten Wechselkurses – nachgerechnet sollte aber in jedem Falle werden! 😐

Generell herrscht die Meinung vor, daß, gemessen am hiesigen Villarrica, die Warengesamtauswahl in der beschriebenen Grenzstadt um ein Vielfaches höher ist – DEM kann man sich sofort anschließen.
Der technische Stand der angebotenen PC´s, Kamera´s und CD-Player läßt sich als sehr gut einstufen.

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Ciudad del Este – ein einziger PC-Shopping-Palast
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Einkaufszentrum neben Einkaufszentrum!
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Über mehrere Etagen reiht sich Geschäft an Geschäft!
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Was hier so unscheinbar wie ein Waretsaal wirkt…
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…ist in Wirklichkeit eine der vielen Verkaufsstätten…
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…in denen tagtäglich Unsummen über den Tresen gehen.
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Im gleichen Stockwerk…
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…oder 3 Stockwerke darüber – oder 2 darunter…
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…findet sich zu jedem Verkaufsstand…
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…die dazugehörige Packstation, an der man…
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…gegen Vorlage der Kaufquittung die Einzelteile ausgeliefert bekommt.
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Erfrischungen und Snacks erhält man überall am Straßenrand.
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Für ausreichend Tesafilm-Nachschub für die allgegenwärtigen Verpackungsorgien ist auch gesorgt.
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Ameisengleich wird überall alles in alle Richtungen transportiert.
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Viele der großen Einkaufszentren…
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sind in gruselig heruntergekommenem Zustand.
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Die Sackkarren stehen eher ungenutzt in der Gegend herum – schneller geht es mit der eigenen Tragkraft.
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Den ersten Preis beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“…
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…wird die Metropole Ciudad del Este…
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…dieses Jahr sicher nicht gewinnen.

Bleibt die Preisbalance: das passieren von vier Mautstellen (von Villarrica aus gesehen, hin und zurück) schlägt mit insgesamt 39tausend Guaranies zu Buche, und zur Information und zum Vergleich mögen hier einige angefügte Preise dienen :´

Für die unauffälligen Schschäublemitarbeiter :## könnte folgende DSC H-18 Sony-Kamera, 8,1 Mega-Pixel interessant sein – für 222,- US-Dollar macht sie scharfe Kritikerfotos beim nächsten Gipfel der Industrienationen!

Um das hiesige stabile Stromnetz unterstützend begleiten zu können, kann man (oder Frau) sich eine unabhängige Stromversorgung zum Preis von 85 $ zulegen! (forza, Modell SL-752 U, 750 VA).

Als weitere Preisbeispiel mögen noch folgende PC-Einzelkomponenten dienen:
eine Sata Festplatte mit 160 GB, 7200 Samsung ist für 41,- USD erhältlich und die allseitsbekannten Grafikkarten von VGA NVIDIA (512 MB, GF-8600GT) für 70,- USD

Ob man hier seine technischen Geräte holt, sollte jeder selbst entscheiden; doch sollte man sich den lebendigen Anblick dieser Stroessner-Stadt nicht vorenthalten!

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“, :wave: welches hiermit der geneigten Leserschaft ein frohes Osterfest wünscht :yes: , sich schon jetzt beim Flakhelfer Ratzinger :zz: für den „Urbi et Orbi“-Ostersegen bedankt – und der Außenstelle in Kaiserslautern viel privaten Osterspaß prophezeit..! 🙄 😀 :wave:

Gleichzeitig möchten wir an das Erscheinen der ersten Ausgabe der kollektiv geführten „taz“ am 17ten April vor 30 Jahren erinnern, bei der die damaligen Redakteure für den Einheitslohn von 1.000,- DM arbeiteten…:P :wave:

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Villarrica, Paraguay
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