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Vier Räder für Paraguay

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„Das Auto ist jetzt vollkommen. Es bedarf keiner Verbesserung mehr.“ Diese Mitteilung machte im Jahre 1921 die Berliner „Allgemeine Automobil Zeitung“ ihrer staunenden Leserschaft; in unseren Tagen formt sich so die Erkenntnis, daß sich die meisten Zeitungen quer durch alle Zeitepochen und Regierungsformen hindurch ihre Überlegenheit über die Leser bewahrt haben – fast immer bis zur letzten Minute: wird man -vor der journalistischen Kehrtwende- auch „diesmal“ wieder bemerken können…. 🙂

Ob das seit Montag im paraguayischen hauptstadtnahen Luque montierte Auto der Marke JAC von der mobilen Kundschaft ebenfalls das Prädikat „Vollkommen“ erhalten wird, bleibt abzuwarten; den eingesetzten Testfahrern zufolge sind die mit den blechumkleideten Eintausend kubikzentimeterstarken Fahrzeugen vorgenommenen Probefahrten, so Zitat: „Wunderbar“ verlaufen. 🙂

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Und immerhin meldet die hiesige Presse die tägliche Komplettfertigung von -derzeit- 15 Autos.

Der Preis für den kleinen vierrädrigen Untersatz beträgt bei Barzahlung knapp 47 Millionen; entspricht etwa 8.300 $. Der Anschaffungspreis wandelt sich naturgemäß schnell bei möglichen 49 Ratenzahlungen und steigt dann auf knapp 73 Millionen Guaranies. Um die ungeliebte, meist fernöstliche Konkurrenz abzuschütteln, vergibt der paraguayische Hersteller des chinesischen Lizenzbaus das erste Versicherungsjahr immerhin gratis und lockt gleichzeitig mit kostenloser Durchsicht für 2 Jahre/50tausend Kilometern – einzige Bedingung ist nur die regelmäßige Ratenzahlung….ooohhhjeeehhhh… 🙂

…und schon neigt sich der herbstliche März seinem Ende entgegen; in den letzten Tagen bildete Besuch aus vergangenen Koblenzer Zeiten und eben dieser Stadt den hiesigen Mittelpunkt: überraschend schnell angekündigt, war man -gegenseitig- gespannt auf das, was die seit dem letzten Treffen vergangenen zehneinhalb Jahre aus dem jeweilig anderen (Gleichaltrigen) „gemacht“ haben. 🙂 Aber wer spricht bei solch einem Wiedersehen, noch dazu auf dem südamerikanischen Koninent, etwa übers älterwerden 🙂 oder gar über die deutsche Politik..? Letztere lieferte UNS Gründe für´s weggehen, und zahllose sehen darin Gründe zum bleiben: wobei eine Auswanderung, gar nach Paraguay, nie eine Option der Besucher aus der Stadt am „Deutschen Eck“ bildete..!

So bildeten Touren in der näheren und auch weiteren Gegend den Kern der 10 Tage; dazu gehörte auch ein Ausflug in die Töpferstadt Aregua – und auch der Kauf des (ausschließlich automobilen) Führerscheins in der Municipalidad von Melgarejo für 112tausend (speziell touristischdeutsche) Guaranies. 🙂

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Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für den Besuch und alle „Mitbringsel“ sowie einen guten Flug!

Und da sich nun auch Paraguay zu den Automobilherstellern zählt, sei an dieser Stelle an das erinnert, was am 1. April 1939 in Deutschland vom Stapel lief: Schlachtschiff „Tirpitz“.
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Als „Königin des Nordens“ bezeichnet, starben im November 1944 infolge der britischen Bombardierung und dem anschließenden Kentern 1.200 deutsche Matrosen; nach Kriegsende wurde das Schiff zerlegt.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!
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HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de
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