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Herzenssache

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„Wirklichkeit ist immer das schönste Zeugnis für die Möglichkeit.“ 🙂
Es braucht keiner hoffnungsloser Pessimist zu sein, um dies bestätigen zu können; in heutiger Zeit stehen positive Erwartungen, die -feminisierte- Zukunft betreffend,  in einem gewissen Teil dieser längst mit einer gehörigen Portion Schieflage versehenen Erdscheibe in Gesellschaft von (gewollter) Blindheit:  Mit hochauflösendem TV belohnter Gleichmut begünstigt genannten Zustand ebenfalls. 🙂
Für Puristen sei angefügt, daß obenstehende Aussage dem Werk des österreichischen Dramatikers Nestroy entnommen und aus Anlaß dessen 155ten Todestages hier verwendet wurde…

Und bis vor kurzem sah die „Wirklichkeit“ für die 8-jährige Jennifer Leon aus Paraguay reichlich wenig berauschend aus; der von Geburt an beteiligte, für Blutzirkulation, Liebe und weitere (falsche) Entscheidungen im Leben verantwortliche Hohlmuskel drohte dauerhaft auszusetzen. So befand sich das Kind seit einem reichlichem halben Jahr in der Klinik in San Lorenzo und wartete…und wartete…
Selbst auf den hiesigen, kurz vorm Jahresende in diese Geschichte involvierten Weihnachtsmann war nicht unbedingt Verlaß: selbiger las auf dem Bestellformular der Patientin in der Spalte „Wichtig:“ für „sein“ Fest ein neues Herz eingetragen.


Wenige Tage später, höflich auf sein Versagen betreffs des gewünschten Artikels „Herz“ hingewiesen, wies er -wie hierzulande üblich- die Kritik vehement zurück und verwies auf die zeitgleich veranstalteten, dem Lohngefälle geschuldeten Streiks der Amazon-Arbeiter.
Unklar blieb, ob besagter Weihnachtsmann (…und ab diesem Zeitpunkt wertete selbiger diese Bezeichnung als Schimpfwort..) das gewünschte Organ überhaupt je auf die Reise geschickt hat…behaupten kann man ja gerne und vor allem viel.
– Doch wir schweifen ab: an diesem Wochenstart nun bekam Jennifer „ihr“ neues Organ: nicht vom nun zum letzten Male erwähnten Weihnachtsmann, sondern von einer als hirntot erklärten Patientin aus der staatlichen Klinik IPS.
An dieser Stelle möchte der Schreiber dieser Zeilen eine Erklärung abgeben: bei genannter Herzlieferantin handelt es sich keineswegs um die derzeit agierende Staatsratsvorsitzende; Gerüchte über ihren geplanten Paraguayaufenthalt inclusive Grundstücksbesitz halten sich ja seit Jahren hartnäckig…Dennoch scheinen unübersehbare Zusammenhänge zwischen dem Gewerbe der ihre Wiederwahl organisierenden Schlepperkönigin und dem Problem besagter Jennifer aus Paraguay zu bestehen: leider geriet die durch die ehemalige fdj-Mitarbeiterin ins Leben gerufene Organspendenaktion in Manchester ausser Kontrolle – gefragt war statt über 20 nur EIN Herz..!

Beim Thema Kosten zeigt sich die behandelnde Klinik gesprächsbereit: eigenen Aussagen zufolge würde diese gesamte Behandlung incl. der 5stündige OP im Ausland wenigstens zwei Millionen US-Dollar erfordern; gern verweist genanntes Hospital auf die Tatsache, daß im Fall der kleinen Jennifer der Staat die Kosten komplett übernommen hat: möglich, daß hierzulande weniger als umgerechnet 2 Millionen $ aufliefen.
Noch dazu vielleicht die Frage des Auswahlkriteriums der Patientin; unwahrscheinlich, daß sie die einzige mit Herzfehler verkörpert(e)… 🙂

Und sollte Cohn-Bendit dauerhaft der Zutritt zum Krankenbett der auf dem Weg der Genesung Befindlichen erfolgreich verwehrt bleiben, stehen ihre Chancen auf erfolgreichen Organtausch nicht schlecht: gute Besserung wünschen wir!
In jedem Fall dürfte sich für die Kleine damit die Chance auf ein Weiterleben ergeben haben; ermöglicht erst durch die in vielen Teilen der Welt umstrittene Diagnose um den Hirntod und somit das durch die Hinterbliebenen gespendete Organ.

Mit einem letzten Zitat des eingangs erwähnten Autors verbleiben wir auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

„Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“ Herr Maas, übernehmen Sie… 😦

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Hexen..? Auch alles anders….

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Kräuter 02

„Vom Wahrsagen läßt sich’s wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen.“

Da obenstehendes Zitat des deutschen Mathematikers und Aphoristikers Lichtenberg vor nunmehr gut einem Vierteljahrhundert geschaffen wurde, dürfte anzunehmen sein, daß sich an deren Wahrheitsgehalt zumindest in unserer Zeit nun längst die Kernaussage gründlichst geändert hat; moderne, maschinell betriebene Wettvorhersagen der Pferderennbahn oder etwa (staatliche) politische Umfragewerte dürften nun nur noch von nichts anderem mehr als – der Wirklichkeit eingeholt oder sogar überrrollt werden.. 🙂 🙂

Und bevor auch in unserem paraguayischen Binnenländle vielleicht eines Tages ebenso noch das letzte Wahrsagerbüro seine Pforten schließen sollte, sei selbigem und dessen Betreiberin noch schnell ein Besuch abgestattet – so geschehen vergangenen Mittwoch (an dieser Stelle muß ich um Verzeihung bitten für diesen verspäteten Eintrag; der Grund liegt in einer tagelangen Erkältung – die von der gezeigten Dame eben NICHT vorhergesagt wurde..).

Noch vor einigen Jahren quasi unterderhand als Geheimtip und Krone der Ausflugsziele gehandelt, unterliegt auch dieses Institut der uns umgebenden Inflationierung aller Dinge – deshalb darf man heute getrost verraten, daß der geneigte Zuhörer und Interessierte schon am hinteren Stadtrand von Villarrica (statt tief im dunklen verschlungenen Walde..) erwähnenswerte Details zu seinem privaten Leben, den Aussichten allgemein und dem Ablebedatum der Ehefrau erfahren kann – und alles gegen eine selbst festzulegende Summe, die sich mit dem Wert der erlangten Informationen decken sollte. Ausdrücklich ausgenommen sind seit einigen Tagen Aussagen zu politischen, ins Haus stehenden Wahlergebnissen; Grund dieser Weigerung ist der mehrfache belästigende Besuch einer verschleierten älteren Dame in der letzten Woche, die diesbezügliche Fragen gestellt hatte – seit vergangenen Sonntag aber nicht mehr gesehen wurde… 🙂

Um es zuerst zu erwähnen: das Haus der modernen „Hexe“ ist weder aus Pfefferkuchen, noch langweilen sich in irgendeinem Käfig Kinder ohne Handy; von kochenden Kesseln voller Frösche ebenso nichts zu sehen – auch die weibliche Verkörperung der Zauberkunde sieht anders en natura aus… nichts mehr wie früher oder zumindest so, wie es sein sollte… 🙂 Kein Rabe zu sehen, und auch kein Gerippe wird in der Zimmerecke vom Wind bewegt…

Man sieht aber, daß es nicht wenige sind, bei denen Nachholbedarf an Wissen über das eigene Ich und das private Umfeld besteht: für dieses Klientel wurde extra ein Warteraum eingerichtet, da u.a. Fragen zu persönlichen medizinischen Dingen etwas mehr Zeit erfordern: dazu benötigt die Wahrsagerin eine Flasche körpereigenen Urin, den man durch eine Klappe ins Hausinnere bzw. in den Sprechraum stellt. Nach einem kurzen Seitenblick darauf werden innewohnende Krankheiten diagnostiziert und damit -so scheint es zumindest- gelingt der tiefergehende Blick in den Körper. Und wer hätte es gedacht – von geübter Hand  werden anschließend meist kräuterbasierte Rezepte ausgeschrieben, die in jedem -hiesigen- gutsortiertem Kräuterstüblein zu erwerben sind: ein Blick in einen solchen wird in den nächsten Tagen an dieser Stelle nachgereicht. 🙂

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Kräuter 16

Übrigens soll besagte Büroinhaberin auch Flüche senden, aber auch etwaige gelegte Bannsprüche entfernen können; für so spezielle Dinge sollte aber ein eigens eingerichteter Termin ausgemacht werden – und ich selbst war ja bei diesem Besuch wegen dieser Erkältung nicht mit… da fällt mir in diesem Moment denn doch was auf….

Kräuter 01

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Die Vergangenheit ist nie weit weg…

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Laut überlieferter Geschichte befand sich der niederländische Maler Rembrandt van Rijn am 16. Januar 1632 bei einer Vorlesung des Mediziners Dr. Tulp und erhielt so Einblick in die Anatomie eines einstigen Strassenräubers; das daraus resultierende Gemälde dürften die meisten -mit Bildung aus unserem Kulturkreis- kennen.

06

05

384 Jahre später wird der paraguayische, im Departement Presidente Hayes gelegene Ort Nanawa auf drastische Art und Weise von einem Teil der Vergangenheit eingeholt: was nach Dr. Tulp´s Obduktion sehr wahrscheinlich auf den Friedhof „wanderte“, bekommt durch die den „El Nino“ begleitenden wochenlangen Regenfälle und das dadurch hervorgerufene Hochwasser „Antrieb“, wiederzukehren: derzeit füllen sich auch die hierzulande üblichen, überirdisch angelegten Mausoleen des Friedhofes mit dem Hochwasser und auf diesem Wege kam die Vergangenheit wieder ans Licht – so die Türen der kleinen Häuser nicht verschlossen waren…

0708

Glaubt man den Angaben der dortigen Behörden, so handelt es sich immerhin um fünf- bis siebentausend dieser Bauwerke, die nun etwa einen Meter unter Wasser stehen. Amtliche Stellen warnen nun vor „gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ und gaben Berichte, Verantwortungen und Kosten für Gutachten an Regierungsstellen weiter mit der Bitte um möglichst schnelle Bearbeitung. 🙂

09

10

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Auch hier in der hauseigenen Stube ist ein (oder besser 2..) weiteres kleines, zumindest fotografisches Stück (Meissener) Vergangenheit hinzugekommen: auf einem der beiden Bilder fehlen noch die beiden Domtürme, die erst 1909 fertiggestellt wurden. Über den Versuch, beide Bilder vergrößern zu lassen, wird demnächst berichtet werden..

01 02

Und um die Zeit bis zum Beginn des Panzer-IV-Diorama´s zu überbrücken, wird zum dritten Male das Hauptgebäude der Begegnungs-& Bereicherungsparty aus Papier nachgebildet: dann aber bekommt auch der Dom seine eigene Vitrine; langsam „langt“ die wochenlange Schnippelei… 🙂

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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