Schlagwort-Archive: friedhof

Der Kaiser & zwei Frauen

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„Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden; die Deutschen glauben sie.“
Nicht der vermeintlich Sicherheit bietenden Übersiedlung in unser südamerikanisches Binnenland ist diese Aussage in Richtung Landsleute geschuldet, sondern ihr Ursprung ist deutlich älter – und aus berufenerem Munde: sie wird dem nun genau vor 204 Jahren zunächst durch das blutige Debakel von Waterloo gestürzten und wenig später darauf endgültig abgedankten Franzosenkonsul Buonaparte zugeschrieben: sonderbar wirkt heute das Zutreffen der damals gemachten Kernaussage, deren Volumen sich noch vervollständigen ließe durch: „…- und sie zahlen auch noch lachend für ihre Verdrängung und ihren Untergang!“ 🙂

Doch genug an dieser Stelle über das blutende, an die pädophile Staatsform fallende einst schöne Land; wenden wir uns dem schon erwähnten paraguayischen Binnenländle zu..: der nun vergangene Mittwoch stand hierzulande im Zeichen des „Tages des Baumes“; dieser Tatsache eher wenig beachtet rauschte der Tag auf dem Weg in den Winter hier an uns vorbei – dennoch ergab sich schon am Wochenstart die Chance auf ein einprägsames Baumpic – und sogar mehrere Bäume, angeordnet auf einem Ruheplatz…nicht für Autos, sondern für Menschen: unter spätherbstlichgoldener Sonne wurde eine durch -der Überlegung nach- fremde, jedoch offiziell verlautete eigene Hand getötete Frau im Kreise dieser Bäume in einem Schrein zur Ruhe gebettet; der als lästige Schema-F-Untersuchung deklarierte polizeiliche Hausdurchgang dient zuverlässig meist als Bestandsaufnahme für spätere interne Güterverteilung im nachbarlichen Sinne, bleibt jedoch ohne Hinweise für den Sinn, die Arbeitsweise oder gar die technischen Geräteanwendungen bei den neuen Besitzern…
Hilfreich tragend ist dabei die schulterzuckende Akzeptanz der hier Lebenden.
Sowie Kritik an der Kritik dieser althergebrachten Vorgehensweise. 🙂

Deshalb schnell zur nächsten (noch lebendigen) jungen Frau -die, wie könnte es anders sein- auch in Problemen steckt: Miriam C. Rojas ist mit 46 (!) Direktorin vom Generalkontrolleurschulungszentrum 😉 ; dieser wichtige Job schreit förmlich nach Präsentation, und so entstanden nach & nach immer mehr Foto´s, die zu allem (ihrem..) Unglück offiziell einsehbar sind bzw. waren. Nach 18 Jahren beruflicher Karriere reicht besagte Miriam nun den Rücktritt ein, nachdem ihre Bilder den beruflichen Stellen unter die Nase gehalten wurden….Macht sie halt als Zumbalehrerin weiter.. 🙂

  

Tag 112 auf der Soleil-Werft: der ursprüngliche Plan, nach Komplettierung der Lafetten auf beiden unteren Decks die aufwendige Heckgaleriekonschdrucktion zu beginnen, wurde zunächst zurückgestellt, um das dabei entstehende obere und untere Dach der seitlichen Galerien bei der 2ten Beplankung einarbeiten zu können: so zeichnete sich ab, daß die Gestaltung/Beplankung des Oberdecks nun beginnt – zuvor mußten die Grätings/gegitterten Rahmen angefertigt werden, um selbige mit der Decksbeplankung quasi zu „verschmelzen“, d.h. die notwenigen Korrekturen verschwinden zu lassen. Unerlässlich dabei, daß vorher den Planken eine dunkle Kalfaterungsfuge an der Schmalseite verabreicht wurde… 🙂
Damit dürfte der Weg frei sein für die Decksbeplankung incl. Plankenstoßfugen & einzelner Dübellöcher in halbmilimeterstarken Planken. 🙂

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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April-Mix

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„Wenn man bedenkt, daß die Mode mit einem Feigenblatt begonnen hat, sind wir heute schon fast wieder am Anfang.“
Nun ist das mit dem in letzter Zeit arg strapazierten „Wir“ so eine Sache; diejenigen, die per Politbüro-Direktive Irgendwas schaffen und vor allem bezahlen sollenwollen, sind der feigenblättrigen Mode scheinbar müde und haben rundum toleranztriefend nichts (…mehr?..) gegen schwarze arabische Wickelwindeln um Leib & Kopf einzuwenden; die anderen, zahlenmäßig wohl mehrheitlich vertretenen „Wir´s“ genießen den Anblick der knappen Mode einfach.. 🙂
Und gratulieren Claudia Cardinale, der Urheberin eingangs erwähnter Aussage zum ….runden Geburtstag. 🙂

Doch genug davon; schnell den Sprung übern großen Teich getätigt: wie im vorigen Beitrag erwähnt, stehen in unserm Binnenländle am übernächsten Wochenende blaufingrige Präsidentenwahlen an. Und plötzlich werden angestrengte Bemühungen sichtbar, die Stadt -bis zu einem gewissen Maße…- aufzuräumen: so werden zahlreiche Leute abgestellt, die unter anderem – für Sauberkeit auf den Friedhöfen sorgen. Nicht, daß da eine Vielzahl von Wählerstimmen einzuheimsen wäre…aber Ordnung muß doch sein… 🙂

   

Sonderbarerweise gehts nicht nur um die sterblich Verblichenen, sondern auch die mehr oder weniger Lebenden werden nun interessant; zumindest, was den Absatz von Arzneimitteln betrifft: vor wenigen Tagen wurde dazu eine fahrbare Apotheke im Staatsauftrag gesichtet, die Medikamente fast wie Kölner Kamelle unter Gesunde wie Kranke warf. Sollte dies als Anzeichen gewertet werden können, daß der hiesige Glaube an universalheilenden Terere verblasst..? Werden uns demnächst Schlagzeilen um die Ohren geworfen, die verkünden, daß neben der Straße gerupfte „Kräuter nutzlos!“ sind..? Und wer weiß, welches Krankenhaus demnächst über Medikamentenmangel klagt… 🙂

Doch vielleicht haben die meist stürmischen Zeiten rund um die Neubesetzung des obersten Staatsstuhles auch gute Seiten: vielleicht hilft die momentane Abkehr vom allbekannten Phlegmatismus, wenn es sich um die Aufklärung eines Vorganges handelt, der sich Mitte der Woche in San Lorenzo ereignete. Da starb eine 22jährige junge Frau in den Flammen eines PKW; die Nachrichten präsentieren Bilder einer Überwachungskamera und man hofft, einen Verdächtigen, der derzeit eine Auszeit im argentinischen Nachbarland verlebt, zu befragen…

Aus Zeitgründen heute wieder etwas kürzer – aber nicht ohne aktuelle Bilder vom Beginn des neuen, ultimativ letzten Diorama´s rund ums Halbkettenfahrzeug: in dieser Woche wurde der Bausatz der Pak-40-Kanone geöffnet; der Bau derselben ging recht zügig vonstatten – wenn auch die Einzelteile recht winzig erscheinen…. 🙂 Alles wurde in einzelnen Baugruppen angelegt, um bei der anschließenden farblichen Gestaltung Grundfarbe/Alterung/Gebrauchsspuren einigermaßen freie Hand zu haben…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

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Die Toten und die teuflisch hübschen….

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„Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.“
Der Geschichtsforschung zufolge soll der große römische Staatsmann Cäsar diese Aussage getroffen haben; ob dessen Leben wirklich nur stöhnend zu bewältigen war, mag bezweifelt werden – noch dazu, da jede Folgegeneration die vorhergehende oft belächelt: gern wüßte man schon jetzt, was unsere „Folger“ sagen werden über das jüngst gestartete Großexperiment der Vermischung von kulleräugigen Angehörigen der Jungsteinzeit mit Einwohnern einer höher entwickelten Gesellschaftsform – deklariert (für viele sogar als glaubhaft..!) als der Inzucht vorbeugenden Krönung der humanen, kopftuchtragenden  Entwicklung….

Wie schon im vorangehenden Eintrag angekündigt, gastiert derzeit ein früherer Arbeitskollehsche bei uns, der letzten Freitagmorgen 0.40 Uhr am Flughafen Asunción abgeholt wurde: erstaunlich, schon ein weiteres Mal jemand, der bei der ersten Stadtrundfahrt Interesse am Besuch eines hiesigen „Lagerplatzes“ der paraguayischen Vorfahren äußerte – kein Problem, geht man halt mal übern städtischen Friedhof.
Besonders die Art der hiesigen Beisetzungen erfährt dabei Beachtung: denn meist handelt es sich dabei um völlig geruchlose Sargbestattung über der Erde in einem Grabmal. Geht nur schief, wenn in hochwassergefährdeten Gebieten Paraguays beim Wasserandrang der Auftrieb die Schreine in Boote verwandelt und die Türen der Mausoleen nicht verschlossen sind…

An dieser Stelle nun einige Schnappschüsse den gestrigen Ausflugs in Villarrica; das dabei herrschende warme, eigentlich Winter-wetter soll schon in den nächsten Stunden Regen und Sturm Platz machen; so wurde zumindest gemeldet…

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Nun soll kurz der Bogen geschlagen werden vom Lebensende zum weiblichen Jugendalter: was der italienische Künstler Pietro Balestra 1722 in seiner Skulptur „Die Zeit raubt die Schönheit“, zu sehen im Dresdner Großen Garten, dargestellt hat, bleibt unten gezeigter jungen paraguayischen Frau wohl noch lange erspart: vergangenen Samstag wurde Carla Garelli, 17 Jahre jung, zur „Miss Teen International“ gewählt – auch von ihr seien Bilder nicht vorenthalten..! 🙂

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Und beim Thema Vorfahren 🙂 sei zum heutigen Schluß noch ein Bild vom neuesten Stand der Panzer-IV-Bastelei angefügt:

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Die Vergangenheit ist nie weit weg…

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Laut überlieferter Geschichte befand sich der niederländische Maler Rembrandt van Rijn am 16. Januar 1632 bei einer Vorlesung des Mediziners Dr. Tulp und erhielt so Einblick in die Anatomie eines einstigen Strassenräubers; das daraus resultierende Gemälde dürften die meisten -mit Bildung aus unserem Kulturkreis- kennen.

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384 Jahre später wird der paraguayische, im Departement Presidente Hayes gelegene Ort Nanawa auf drastische Art und Weise von einem Teil der Vergangenheit eingeholt: was nach Dr. Tulp´s Obduktion sehr wahrscheinlich auf den Friedhof „wanderte“, bekommt durch die den „El Nino“ begleitenden wochenlangen Regenfälle und das dadurch hervorgerufene Hochwasser „Antrieb“, wiederzukehren: derzeit füllen sich auch die hierzulande üblichen, überirdisch angelegten Mausoleen des Friedhofes mit dem Hochwasser und auf diesem Wege kam die Vergangenheit wieder ans Licht – so die Türen der kleinen Häuser nicht verschlossen waren…

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Glaubt man den Angaben der dortigen Behörden, so handelt es sich immerhin um fünf- bis siebentausend dieser Bauwerke, die nun etwa einen Meter unter Wasser stehen. Amtliche Stellen warnen nun vor „gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ und gaben Berichte, Verantwortungen und Kosten für Gutachten an Regierungsstellen weiter mit der Bitte um möglichst schnelle Bearbeitung. 🙂

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Auch hier in der hauseigenen Stube ist ein (oder besser 2..) weiteres kleines, zumindest fotografisches Stück (Meissener) Vergangenheit hinzugekommen: auf einem der beiden Bilder fehlen noch die beiden Domtürme, die erst 1909 fertiggestellt wurden. Über den Versuch, beide Bilder vergrößern zu lassen, wird demnächst berichtet werden..

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Und um die Zeit bis zum Beginn des Panzer-IV-Diorama´s zu überbrücken, wird zum dritten Male das Hauptgebäude der Begegnungs-& Bereicherungsparty aus Papier nachgebildet: dann aber bekommt auch der Dom seine eigene Vitrine; langsam „langt“ die wochenlange Schnippelei… 🙂

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Endstation

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„Sterben ist das letzte.“ Leider ist nicht überliefert, ob der britische Admiral Horatio Nelson an diesen Ausspruch des römischen Satirikers Horaz dachte, als er am 21ten Oktober 1805 in der Seeschlacht um Trafalgar sein Leben ließ.
Kriegerische Zeiten verfügten rasch, wer aus der Quelle des Todes trinken mußte. :-/
Nun ist glücklicherweise die Quelle abgeschafft. :. Und wieder stehen tausende von Leuten vor verschlossenen Toren…. :##

Eine reichliche Woche vor dem kirchlichen Allerheiligen-Fest bietet sich ein Gang über den hiesigen Deutschen Waldfriedhof an.
Am Ende eines unbefestigten Erdweges erwartet den Wanderer hier eine grüne Oase der Stille, wo seit vielen Jahrzehnten Landsleute ihre letzte Ruhestätte finden.
Zwischen Grabtafeln, die aufgrund des Alters kaum noch leserlich sind, künden eingravierte Lebens- und Sterbedaten von oft zu früh beendetem Leben.

Verschiedene Namen lassen die Erinnerung an vergangene Geschehnisse und Ereignisse wach werden. Über Auswanderungspläne, die mehr oder weniger schnell in einigen Fällen hier abrupt endeten. Oder aber nach einem frohen langen Leben in der neuen Wahlheimat hier ihre Ruhe fanden.
Anders als bei einheimischen Friedhöfen sucht man geflieste Grabmäler hier vergeblich; glücklicherweise wurde an diesem Ort die gängige Praxis der alten Heimat beibehalten. 8|

Wer weiß schon, was im eigenen Buch des Lebens verzeichnet steht; spätestens, wenn die Trauergemeinde noch am Grabe nach dem Handy greift oder gar bei der Beerdigung den Automotor laufen läßt, ist klar, daß jetzt wohl Schluß ist… 😥
„Der wichtigste Tag deines jetzigen Lebens ist der allerletzte, der Todestag; aber der entscheidendste kann vor diesem schon jeder andere gewesen sein.“ :.
Kein geringerer als Karl May lieferte heute das Schlußwort.

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Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Die große Kälte

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„Dessen Waage schwer ist, – diese sind die Glückshabenden.“ ❓

Im Mai 2004 befand ich mich mit meiner Chefredakteurin auf einer mehrwöchigen quer-durch-Syrien-Reise, in deren Verlauf wir auch der hinter Palmyra’s Kolonnadenstraße gelegenen Nekropole einen Besuch abstatteten.
Turmartig errichtete Bestattungsanlagen verkünden hier viel vom Totenkult aus vergangenen Zeiten; durch eingefallene Wände gingen unsere Blicke ins Innere der für Mehrbestattungen errichteten Gebäude, und scheinbar gab es damals viele der eingangs, in der 23ten Sura des Korans, Vers 104 erwähnten „Glückshabenden“, denn für einige der Bauten wurden in den vergangenen Zeiten (wahrscheinlich oft noch zu Lebzeiten der späteren „Mieter“…) wohl hübsche Sümmchen bezahlt… :.

Innere eines antiken Grabturms ...in Palmyra, Syrien
Restauriertes Inneres eines ca. 1.900 Jahre alten Grabturms in Palmyra, Syrien.

– – –

Bei einem Besuch in der rund 50 km von Villarrica entfernten Stadt Caazapa ergab sich für uns die Möglichkeit, einen da angelegten „Ort der Dahingeschiedenen“ zu besuchen.
Scheinbar noch keine hundert Jahre alt, liegen hier alle dicht an dicht, und mehrere Male führen die schmal angelegten Wege unmittelbar neben einer Ruhestätte vorbei oder einfach übers „Fußende“ hinweg. 88|
Flache, aus luftgetrockneten Ziegeln gemauerte Grabmäler der einfachen Leute wechseln schnell mit großen, rundum mit grünen oder braunen Ornament-Bodenfliesen :??: belegten Gebäuden der etwas wohlhabenderen Schicht, die so ihren Angehörigen ein regendichtes ewiges Zuhause gönnen.
Keine Seltenheit, daß direkt nebendran ein Grab tief eingesunken oder die Vermauerung zerfallen ist; noch bevor der nächtliche Spaziergänger U-( von den hier „untergebrachten“ Damen und Herren in die Unterwelt gezogen wird, sind wohl schon mehrere Verrenkungen oder gar Frakturen zu verzeichnen… 😉

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Gepflegt angelegte, von Abfällen peinlichst genau befreite Gänge zwischen den Gräbern sowie ein Mindestabstand sind hier nicht vorzufinden, stattdessen erinnert alles etwas an das pulsierende Leben über der Erdoberfläche: ein scheinbares Gewirr und ständiges Unter-und Miteinander, was auch im Tode beibehalten wird. :-/

Nur in den seltensten Fällen ist der Name des Verstorbenen erwähnt; hier bekommt man im Gegensatz zu manch anderen „zivilisierten“ Ländern |-| mit hoher Fluktuationsrate erst NACH dem Tode eine Nummer!

Und so reihen sich Gräber von Kindern, die nur das Lebensalter weniger Tage erreichten, an Ruhestätten von mit einem fast biblischen Alter gesegneten Großeltern, die vor vielen Jahrzehnten in ihrer Stadt Caazapa lebten und liebten… :yes:

Wieviele Erlebnisse, Geschichten und Erzählungen von verschiedenen Menschen liegen hier mit denen, die wir nie kennengelernt haben!

Verlassen wir nun diesen Ort der Trauer und Andacht und lassen zum heutigen Abschluß Wilhelm Busch das letzte Wort: „Wie wolltest du dich unterwinden, kurzweg die Menschen zu ergründen. Du kennst sie nur von außenwärts. Du siehst die Weste, nicht das Herz.“
Ein schönes Wochende wünscht die Redaktion von „OUTLAW TODAY“! |-|

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