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Versunkene Welt

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„Die Deutschen haben die merkwürdige Angewohnheit, daß sie bei allem, was sie tun, sich auch etwas denken.“ 🙂   …sollte genannte Nation etwa wegen dieser, schon vom deutschen Dichter Heine erwähnten Fähigkeit (nun im 160ten Todesjahr des Dichters) plötzlich im Weltgetriebe als störend und lästig empfunden werden…?

Im laufenden Jahr `16 ist kein Zweifel mehr möglich – die Reiselust, besonders die nach „außerhalb“ 🙂 hat in zunehmendem Maße immer mehr Zugriff auf Landsleute gewonnen; ergebnisorientierte TV-Dokus, Schneideraumbearbeitet mit zu Herzen gehen sollenden Schicksalen einst deutscher Einwohner, die die Auswanderung auf den südamerikanischen Kontinent bitter bereuen und unter dem hämisch-liebevollen Kameraauge zurückgehen, scheinen ihre geplante abschreckende Wirkung noch vorm Verlassen der Staatssendeanlagen verloren zu haben; auch Paraguay als neuer Hauptwohnsitz wird dabei immer öfter neu „entdeckt“. Oder zumindest dient unser Binnenländle in jüngster Zeit wieder häufiger als Besuchsort..

Im Zuge der geplanten Ausflugstouren für demnächst zu Besuch anreisende Familienmitglieder steht so auch (für die anderen..) unter anderem eine Besichtigung der Iguazú-Wasserfälle auf dem Programm; daß wir selbst nach über einem Jahrzehnt paraguayischem Daueraufenthalt diesen Wassermassen noch einen Besuch schuldig sind, steht auf einem anderen Blatt.. 🙂
Vermutlich läuft da auch noch in 100 Jahren das Wasser daher… 🙂 🙂

Bei diesen Recherchen stieß der Schreiber dieser Zeilen zufällig auf ein anderes interessantes Naturschauspiel, daß aber leider unwiederbringlich zu den versunkenen Welten zu zählen ist:

Das am 26.April 1973 zwischen den damaligen Präsidenten Brasiliens und Paraguays verabschiedete Abkommen über den Bau des riiiesigen Wasserkraftwerkes Itaipú am Fluss Río Paraná bewirkte, daß durch das Aufstauen des Paranás, um die ausreichende Wassermenge und Fallhöhe zur Stromerzeugung zu bekommen, ein einmaliges Naturschauspiel von der Erdoberfläche verschwunden ist: die „Salto das Sete Quedas do Guaíra“ oder in spanisch: Saltos del Guairá.

Das imposante Kraftwerk Itaipú, das mit seinen inzwischen 20 Turbinen bis zum Bau des Drei-Schluchten-Stausees in China das größte weltweit war, erbringt eine unglaubliche Leistung von 98,6 Terawattstunden/Jahr, während zum Vergleich dazu das Kernkraftwerk Isar 2 im Jahr 2006 als Kernkraftwerk mit der höchsten Jahresproduktion weltweit nur 12,4 Terawattstunden lieferte…

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Tatsächlich – noch nie von den „Sete Quedas“ gehört: dabei hat das Net doch nahezu unzählige Bilder und Filmchen zu bieten! Schon damals heftig wegen der Zerstörung dieses Naturschauspieles kritisiert, wurde dennoch der Bau des Kraftwerks und die damit einhergehenden Schäden in der Natur durch die Flutung eingeleitet.

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Landschaftlich damals zweifellos schöner, weil unberührter, würde das heutige Vorhandensein der einstigen „Anlage“ einen eigenen Besuch wohl eher beschleunigt haben – dennoch zieht das heutige Wasserkraftwerk samt neuer nun alles umgebender Kulisse jährlich auch tausende von Zuschauern an.

So wollen wir an dieser Stelle an dieses damals noch sehr naturbelassene, da nur durch hölzerne Hängebrücken verbundene Fels-Wassergefüge erinnen: das Naturschauspiel bestand insgesamt aus 18-19 Wasserkaskaden, die in 7 Gruppen unmittelbar nebeneinander lagen. Auf paraguayischer Seite sind sie wohl verantwortlich für die Namensgebung der naheliegenden Stadt „Salto del Guairá“ = Wasserfälle in/von Guairá.

Mit ihrer relativ geringen Fallhöhe von nur 114 m zählten sie trotzdem zweifelsfrei zu den größten Wasserfällen weltweit, sofern man den durchschnittlichen Wasserdurchfluss von 13.000 m3/sec bis zu 50.000m3/sec in Hochzeiten (…böses Stichwort..) als Maß ansetzt; man sagt, daß das durch das Wasser verursachte Geräusch bis zu 30 km weit zu hören war.. kein Wunder, hatte den Begriff „Lärmverschmutzung“ zumindest in dieser Region sicher noch niemand gehört….

Bedauerlicherweise hat sich durch die Besuchermassen, die noch ein letztes Mal die Fälle vor der Flutung sehen wollten, am 17 Januar 1982 ein schlimmer Unfall ereignet: eine der Hängebrücken riss dabei; unterschiedliche Quellen vermelden den Tod vieler Menschen – Zahlen zwischen 30 bis 80 Todesopfern werden dabei genannt.

Innerhalb von nur 14 Tagen war am 28.10.1982 das -bei maximaler Füllmenge zweieinhalbmal größer als der Bodensee- Staubecken für das Kraftwerk Itaipú Dank der Regenzeit aufgefüllt – damit allerdings war das wunderschöne Naturschaupiel für immer unter Wassermassen verschwunden.

Zu allem Überfluss hat die brasilianische Regierung aus Gründen der Schiffahrtssicherheit die höheren Felsformationen der ehemaligen Wasserfälle gesprengt.

An dieser Stelle nun eine Bilderauswahl die belegen soll, wie es zu vergangenen Zeiten da aussah: damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!
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Quellen u.a.:
http://viajandonatrip.blogspot.com/2011/11/nostalgia-sete-quedas-guaira.html und
http://www.flickriver.com/photos/setequedasvive/popular-interesting/

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Nur Agfa ist bunter

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„Waren, die oft zur Schau gestellt werden, verlieren ihre Farben.“
Merke: auch allgemeingültige Sprichwörter aus Oma’s Kramkiste, selbst wenn sie -wie im vorliegenden Fall- aus Brasilien stammen, können gelinde ausgedrückt fehlgehen, wie unten abgebildete farbkräftige Aufnahmen aus dem Vogelpark nahe der Foz do Iguacu-Fälle eindeutig beweisen.

Während in der alten Heimat die Figur eines sogenannten „bundespräsidenten“ der eigenen Bevölkerung die Aufgabe der nationalstaatlichen Souveränität versucht schmackhaft zu machen um Märkte & Börsenkurse zu beruhigen und als gleichwertiger Ausgleich dazu ihr pausenlos präsentes Idol Klum sich nackt darbietet, sollte man sich vielleicht von diesen schwärzesten Aussichten abwenden und die reiche Farbpalette der gefiederten Tierparkbewohner bewundern.

Weniger Worte nur bedarf es, um die bunten Adler zu beschreiben oder sich an den oft lautstark sich präsentierenden Piepmätzen zu erfreuen: für 50tausend Guaranies Eintritt wird dem Besucher hier ein Querschnitt durch die heimische fliegende Tierwelt geboten.

Damit genug; wir wünschen der Leserschaft viel Spaß an den Bildern & verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“!

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Adventsausflüge

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„Die Familie ist in Ordnung, wenn man den Papagei unbesorgt verkaufen kann.“
Nun gilt ja unser Kontinent als eines der wichtigsten Herkunftsländer der gefiederten, sprechenden Gesellen; allerding ist sogar hier der offizielle Handel mit vielen von ihnen untersagt – nur ein Amerikaner wie William „Will“ Rogers kann bei diesen herrlichen Piepmätzen vom Kommerz sprechen…

Die heutigen Bilder wurden uns von lieben Gästen nach einem Besuch des Vogelparks, der sich unweit der berühmten Wasserfälle befindet, zur Verfügung gestellt – herzlichen Dank nochmal dafür!

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Diesmal etwas kürzer; der geneigten Leserschaft wünschen wir schon jetzt einen schönen ersten Advent – damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Untenstehendes Bild des weißen Geländewagens steht für den Besuch eines ehemaligen Klassenkameraden, der nun seine Südamerika-Tour fortsetzt. 😮 Viel gab es in den letzten Tagen zu erzählen, liegt doch die letzte Begegnung 27einhalb Jahre zurück…werden wir etwa wirklich älter…??
Viel Spaß noch auf der Reise & vielen Dank für den Besuch!! :p :wave:

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