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Schule und Schande

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„Ich habe nie meine Erziehung durch Schulbildung beeinträchtigen lassen“, behauptete der amerikanische Schriftsteller Mark Twain rückblickend von sich – dennoch hat er sich einen festen Platz in der Literatur erobert und bestärkt somit die These, daß auch ein Studium (etwa der Physik…) oder der Theaterwissenschaften oft weder ausreichend noch notwendig sind, um im Leben zu bestehen oder gar Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden.. >:-[

Vor einigen Tagen veröffentlichte die hiesige Zeitung „ABC Color“ Bilder aus einer paraguayischen Schule, die hier an dieser Stelle vorgestellt sein sollen: dabei handelt es sich um eine Bildungseinrichtung in der Nähe der Stadt Ciudad del Este.

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Ins Rollen wurde dies gebracht durch eine anonym bleiben wollende Mutter, deren zwei Söhne eben diese Einrichtung besuchen.
Schon oft wurden –nach Aussage dieser Zeitung– Stühle und Mobiliar bei den zuständigen staatlichen Stellen bestellt, leider wurden alle Anfragen abschlägig beschieden bzw. verliefen im Sande.
Soweit die Zeitung.

Ob die sehr wahrscheinlich einst bewilligten Gelder längst private Taschen füllten >:-[ und privatem Konsum dienten, möchte man nicht näher erforschen – Fakt bleibt, daß hoffentlich bald hier Abhilfe geschaffen wird, denn Bildung sollte unbedingt weiter im Binnenlande Paraguay Einzug halten!

Aus Zeitgründen heute etwas kürzer – dennoch verbleiben wir mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Concerto grosso

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Orchester

„Wenn die ganze Zivilisation zum Teufel ginge – ich würde es nicht bedauern;
nur um die Musik tät es mir leid.“
Den ersten Wunsch des russischen Dichters Lew Tolstoi zu erfüllen, sind „wir“ schon nahe dran; zielstrebig wird mit möglichst kenntnisfreien Staatslenkern XX( in rasanter Geschwindigkeit die alte Heimat „platt“ gemacht….

=> Doch immer noch gibt es Gelegenheit, dem Untergang aus der Entfernung zuzuschauen – und das sogar mit orchestraler Untermalung. :p

Dazu findet am kommenden Wochenende im unweit gelegenen Caacupé ein Konzert der hiesigen Musikgemeinschaft „Sonidos de la Tierra“ („Klänge der Erde“) statt.
Genanntes Projekt sieht als ursächliche Aufgabe, einheimischen Kindern und Jugendlichen den Weg zur Musik zu ebnen sowie ihnen über das spielen eines Musikinstrumentes den Weg in ein besseres Leben zu ermöglichen.

Das Repertoire besteht neben paraguayischer Musik auch aus klassischen Stücken der den meisten von uns bekannten historischen Komponisten.
Der Gründung von „Sonidos de la Tierra“ vor nunmehr 10 Jahren lag der Grundsatz „Erziehung durch Kunst“ zugrunde; dem Gründer Luiz Szaran ist es mittlerweile auch durch internationale Unterstützung gelungen, sein Orchester auf zahlreiche Mitglieder zu erweitern – verschiedene Zahlen geben gegenwärtig zwischen 5.000 bis 8.000 Musiker an. 😮

Doch nicht nur auf unserem südamerikanischen Kontinent gibt der Meister die Flötentöne an – Konzerte sowie Regiearbeiten für Aufführungen führten an alle bemerkenswerten Plätze und Opernhäuser der Welt, und im Mai letzten Jahres stand unter anderem Deutschland auf seinem Spielplan.
Für seine Verdienste um die Musik und die geglückte Einbeziehung der Jugend hagelte es denn -gerechterweise!!!- auch Preise, Auszeichnungen und Folgeaufträge. 😮

=> Für August diesen Jahres beispielsweise war ❗ ein gemeinsames Projekt mit der deutschen Bundesregierung geplant, bei dem Herr Szaran die virtuose musikalische Gestaltung bei einer werbenden -medizinischen- Vortragsreihe „So schön war meine Beschneidung!“ arangieren sollte; als jedoch mehrere männliche Mitglieder der Musikertruppe Bedenken gegen das Vorhaben anmeldeten, erhielt aus naheliegenden sowie Zeitnot-Gründen ein Janitscharen-Orchester vom Bosporus den unternehmerischen Zuschlag. :. 😥 |-|

Nun noch einige kurze Musikausschnitte; damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Festival 10 Jahre „Sonidos de la Tierra“

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On the road again

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„Wenn Du in Indien wohnst, dann bist Du heilig“, 😐 behaupten nicht genannt werden zu wollende Landsleute.
So fügt es sich natürlich, daß wir an dieser Stelle der Weltmacht Indien zum 35ten Jahrestag der ersten Atombombenzündung XX( am 18ten Mai gratulieren, und wer würde schon deshalb das kürzlich gestellte französische Mitarbeiterangebot :## nicht nutzen, um nach dem Firmenumzug auf eben dem genannten friedliebenden Subkontinent – wenn auch bei 70% Lohn(-einbuße) – die glänzenden Zeiten weltweiter Globalisierung unter dem Zeichen der Gewinnprivatisierung sowie der Sozialisierung etwaiger Verluste am eigenen Leibe mitzuerleben – noch dazu im Jahre des 140ten Geburtstages des London-Studenten Gandhi? U-(

Schon seit erdenklichen Zeiten gab es Menschen, die durch Erziehung zuerst den Menschen und dadurch ihr Heimatland bessern wollten; am Beispiele Gandhis sieht man, mit welchem Argwohn meist ihrem Treiben entgegengewirkt wurde.
Und so wundert es eigentlich niemanden, daß auch in Paraguay oft eine Diskrepanz zwischen dem „Außenbild“ und der Wirklichkeit hinter den Kulissen betreffs des schulischen Lebens besteht. 😐

Wer hat in vergangenen Kindertagen nicht über die Streiche gelacht, die Herrn Busch’s „Max und Moritz“ mit Lehrer Lämpel betrieben, doch die im Vorwort zum vierten Streich stehenden Einleitungsworte gewinnen derzeit -zumindest hier- eine ganz andere Bedeutung:
„…Denn wer böse Streiche macht,
Gibt nicht auf den Lehrer acht.“ |-|

Während in der alten Heimat viele Firmenmitarbeiter zum angeblichen Erhalt ihres Jobs :DD mit stoischem Gleichmut ❗ die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld hinnehmen, füllen hier schnell spontane Protestaktionen von Beschäftigten die Straßen – in unserem Falle Lehrer, die teilweise seit mehreren Monaten ❗ auf ihre Gehaltszahlungen warten.
Dabei sollte man wissen, daß sie bisher vergeblich auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben eines Mindestlohns warten!

Noch dazu sollte Erwähnung finden, daß in letzter Zeit verstärkte Bestrebungen unternommen werden, wichtige Fragen betreffs der Erziehungspolitik auf die jeweiligen Ämter der Department-Verwaltungen abzuwälzen und damit den nächtlichdunklen Bereich des Münzen-, meist aber Scheineverschlingenden Schwammbodens auszuweiten.

Ein großteil der Lehrer......aller staatlicher Schulen Villarrica's.......sammelte sich gestern......am Ortsausgang......um gegen die geplante Dezentralisierung......und die Einhaltung von Mindestlohn-Zahlungen auch für Staatsangestellte......zu demonstrieren.

So bleibt -leider erwartungsgemäß- festzustellen, daß das Ergebnis der vorjährigen Märzwahl derzeit nur für die Füllung der Seufzerspalten in der einschlägigen Boulevardpresse sorgt und taugt; 😥 eintreffende Nachrichten über Protestaktionen gleicher Thematik aus anderen paraguayischen Städten scheinen aufzuzeigen, daß hier großer Handlungsbedarf besteht! U-(

„Es ist wichtiger, was ein Mensch durch die Schule wird, als was er darin lernt.“
Des deutschen Pädagogen Lauckhard’s Worten ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

Viele Grüße aus Villarrica – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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