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Geparkte Autos, stehende Flugzeuge

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„Das meiste, was der Mensch so tut, ist nun mal ziemlich lächerlich, wenn man genau hinguckt.“
Zugegeben: in fern zurückliegenden Kindertagen zählte der britische Darsteller John Cleese nicht uuunbedingt zu den Favoriten der im Meißner/Dresdner Raum meist zweiprogrammigen TV-Unterhaltung; nun, da der Herr 79 Lenze wird, hat sich das Bild längst gewandelt und hinter dessen schauspielerischer Leistung  in Verbindung mit den Filmen seiner Monty Python´s – Truppe läßt sich viel mehr erkennen als sonderbare Rhetorik zu absurden Szenen: Glückwunsch also einem standhaften Brexit-Befürworter! 🙂

Bei einer Durchsicht der letzten Themen auf vorliegenden Seiten fiel dem Schreiber dieser Zeilen das Fehlen einer Bilderserie auf; „zwar“ ein weiteres Mal auf ein automobiles Thema bezogen, doch zu schad`, um es der geneigten Leserschaft vorzuenthalten: vor genau zwei Wochen eröffnete an einer Ausfallstrasse Villarrica´s das nächste Autohaus.
Nun sollte man zugeben, daß „unser“ Städtchen seit einigen Jahren nicht gerade an Mangelerscheinungen in Bezug auf Verkaufsstellen für fahrende Untersätze leidet; diese Verkaufsfläche mit Büroraum jedenfalls wirbt zumindest noch für BMW und die Marke Mini.
Der neue Autoverkäufer stand seit unserer Ankunft hier bisher für Grundstück/Haus/Bau und versucht sich also nun auf einem weiteren Betätigungsfeld. Dazu wurde diese Einweihungsfeier geschmissen mit Musikke vom Bildschirm und kellnernden Biernachschenkern; leider verursachte zu vorgerückter Stunde das Wetter einen Besucherrückzug unters Dach in Richtung Getränke- und Brötchenausschank.
Dennoch sollte diese Veranstaltung zu vorgerückter Stunde nicht ohne ausreichend Bildmaterial der Autos und vor allem der Besucher(-innen) verlassen werden….

                  

Und plötzlich wird einem bewußt, wie sehr sich die Automobile eigentlich in den letzten Jahren verändert haben: waren DAS noch Zeiten, als die vorderen Scheinwerfer SO aussahen:

Von fabrikneuen Plastikeimern zu etwas zerkleinerten Wagen: in der östlich gelegenen Grenzstadt Presidente Franco / Department Alto Parana fand die Polizei in einem Privathaus einen mit Sprengstoff angereicherten PKW. Es gelang -ohne eine Detonation auslösende vorherige Fummelei von interessierten Bastlern- die Karre aus dem Ort raus auf freies Feld zu bewegen, wo die Kapseln samt Auto in die Luft gejagt wurden. Vorläufigen Drehbüchern zufolge sollte diese Vorrichtung der Befreiung eines Drogenhändlers dienen: vielleicht war es auch für eine völlig andere Aufgabe vorgesehen… 🙂

   

Vom fahren zum fliegen: auch das letzte Diorama rund um die MIG 15 uti in diesem Jahre hat nun das Finale erreicht: herausgekommen ist nicht unbedingt etwas spektakuläres, aber dafür gab die Schaffung der Bodenlandschaft recht viel Spaß: ein Rest einer Berliner Grasmatte und der Rest Holz/Stein aus dem benachbarten paraguayischen Campo. 🙂 Die Flugzeugversion entspricht derjenigen einer vietnamesischen Einheit aus den Jahren 1963/64; damals schickte der Warschauer Pakt über 30 Maschinen dieser Trainerversion in die vietnamesische Gegend.

Somit verbleiben wir auch diesmal mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de
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Das Jahresende kommt- die Schafferei beginnt…

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„Ich glaube, daß da draussen etwas ist, das auf uns aufpaßt. Unglücklicherweise ist es die Regierung.“
Je nach gesellschaftlichem Sitz-/Stehplatz kann man über diese Aussage des nun 82jährigen Amerikaner´s Woody Allen (…rechts im Bild; hier neben einem direkten Vorfahren des letzten amerikanischen Präsidenten) schmunzeln oder gelangweilt auch nur die Schultern anheben; die weitaus humoristischere Meldung allerdings kommt in diesen Tagen aus der ekelpähisch-vorislamischen Staatsform: für die nächste paragayische Präsidentschaftswahl 2018 ist die Entsendung von Wahlbeobachtern geplant – die bisher regierungsfreien, in der Selbstauflösung/-verwesung  begriffenen Großmeister von Wahlbetrug/-fälschung möchten anderen Nationen bei der Entscheidung für das nächste Staatsoberhaupt gern auf die Finger sehen… 🙂 🙂 🙂 🙂 Selten soo gelacht….

Indessen wird hierzulande die Meldung publik gemacht, daß unser Binnenland ein ehrgeiziges Familien- PKW-Projekt auf die Beine oder besser Räder stellen möchte oder besser schon auf (Kinder-)beine gestellt hat: dazu wurden verschiedene Automobilhersteller dazu aufgerufen, jeweils einen fahrbaren Untersatz zu konstruieren, dessen Preis unter 10tausend Dollar kosten soll und jungen Familien die hierzulande benötigte Mobilität zu beschaffen.
Einer der Wagen beispielsweise trägt den wenig phantasievollen Namen JAC S1 und soll seine 1300 ccm / 99 PS ab März 2018 dem mehr oder weniger kundigen Autofahrer zur Verfügung stehen und mittels Beifahrer-Lufttüte sogar die BeifahrerIn schützen. 🙂 Und wer hätte gedacht – Hersteller als auch Händler beginnen nun fieberhaft, mit den Kosten zu jonglieren, um denn doch noch die ursprünglich anvisierte Zahl von 50 Millionen Guaranies nach oben hin zu dehnen und zu strecken…  🙂


Und es wäre nicht Paraguay, wenn niemand die zusätzlichen alternativen Finanzierungsmöglichkeiten erwähnen würde: als Komplettkaufpreis wird die Zahl von -je nach Kurs- nun schon statt der geforderten 50 Millionen rund 52 Millionen Guaranies für diese Kischde gehandelt; bei 60 Ratenzahlung von angepriesenen unter 1 Million pro Monat würde sich diese Summe auf knapp 60 Millionen erhöhen.
Eine besondere Herausforderung erfordert die Gestaltung des Fahrgestells bzw. der Federung;  in Anbetracht des allgemeinen aktuellen Strassenzustandes nimmt dies einen äußerst wichtigen Posten ein: momentan macht dazu die Geschichte eines zwei Meter tiefen Schlagloches in Asunción die Runde; über den Zeitpunkt der Reparatur werden derzeit noch Wetten angenommen… 🙂

Aber nicht nur das sich immer mehr verzweigende paraguayische Strassennetz gilt als Baustelle, sondern in den letzten Tagen öffnete sich uns auch die Tür zu einer häuslichen Baustelle in Villarrica´s Innenstadt: dem bekannten „Electrocenter“, Verkaufsplatz für TV-Geräte, Standmixer, Schuhwerk, Freizeithemden, Matratzen und Fahrräder wird eine noch größere Menge an Verkaufsraum spendiert. Wir durften uns die im Bau befindliche Fläche schon mal ansehen – bisher noch Grau in Grau und vom Mörtelstaub bedeckt soll sich hier in 4 Wochen schon ein Kundenstrom ergießen. Inclusive Lastenaufzug für gekaufte Produkte. Derzeit wird da noch kräftig gearbeitet; vermutlich aber erst im neuen Jahre wird dieser Teil eröffnen…

     

Eine baldige Schließung der Steamerwerft ist auch am 183ten Tag noch nicht in Sicht: momentan findet da der Anbau weiterer Teile statt. Die Lastarme beider vorderen Kräne sind fast vollständig mit Seilzügen versehen; es fehlen noch die seitlichen Verzugstaue. Und um die Besatzung auf zukünftige schwere Arbeiten einzustimmen, wurde der Bugbereich mit Schnittholz und der Platz zwischen Kesselraum und Frachtraum mit Brennholz beladen. Der vordere Mast erhielt seine Scheinwerfer, deren Fernverstellung vom Steuerhaus aus noch zu installieren sein wird: dazu allerdings müssen beide vordere Schornsteine errichtet und vor allem vertäut werden – die Segmentringe dafür sind gestern spätabends eingetroffen – Vielen lieben Dank dafür, Kamerad!  🙂

 

Als Termin für die Fertiggstellung des Modells gilt bisher Januar/Februar 2018. Bei einem Blick in den Baukasten allerdings siehts aus, als würde demnächst erst der Baustart erfolgen… 🙂 🙂 Der Grund dafür ist natürlich in der Neuanfertigung der meisten Teile zu suchen…

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen und Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

 

Kaufen oder warten….

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„Willst Du Dankbarkeit, so kauf‘ Dir einen Hund.“
Keinem geringeren als dem römischen Philosophen Cicero wird eingangs erwähnte Aussage zugesprochen, und fast klingt es so, als hätte auch er -schon vor seinem gewaltsamen Ende- diesbezügliche Erfahrungen gemacht. 😐
Allerdings kann der Kauf eines oder gar mehrerer Hunden nicht falsch sein; gleich, an welchem Platz der Erde.
Zum => 138ten Jahrestag (9. Juli) der Beschlußfassung zur Festlegung von „Mark“ & „Pfennig“ als Reichswährung bietet sich ein kurzer Querschnitt durch den hiesigen Internethandel an. Dabei wechseln hier sehr wahrscheinlich weitaus weniger ❗ Waffen den Besitzer als unter der derzeit noch amtierenden Brüsseler Reichs“regierung“.

Vorrangig wechseln Hunde, Grundstücke/Häuser oder Autos an dieser Stelle den Besitzer; private Meinungen, variantenreiche Darstellungen und gewagte Theorien hingegen werden zumeist in anonym angelegten Diskussionsforen gehandelt und kostenlos abgegeben.

Nun scheint im Zeitalter des Internethandels das wortreiche und blumige verhandeln und feilschen abgeschafft oder findet fast nur noch unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Ob globaler Handel Segen oder Fluch in sich birgt, mag jeder für sich entscheiden…….

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Aber vielleicht ist unter den vorgestellten Dingen ja etwas für Blogfreundin pueten..? :wave:
Wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

Und für Flogni noch 3 Nahaufnahmen des neusten Patienten…..

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„Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das.“ – Wolfgang Sch. XX(
drei Jahre her….

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Villarrica, Paraguay
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IKEA-Klausel hier ungültig….

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„Die Götter verkaufen das Ungewöhnliche nicht zu Schleuderpreisen.“ Is‘ ja klar, ne..? B)
=> Des dänischen Philosophen Kierkegaard (155ter Todestag am 11. November) Worte scheinen in den vergangenen Zeiten wie guter Wein gereift zu sein; schon die Kriege nur der letzten zehn Jahre werden dem modernen Menschen -fast überall- zumeist als unglaubliche Errungenschaft und notwendige letzte Vorstufe zu einem paradiesischen und friedlichen Miteinander verkauft. XX(

Doch es geht auch weniger militärisch, und sogar die subventionierte Schrottpresse für Neuwagen wird nicht genutzt – die Nachfrage bestimmt den Preis, und die nullreiche Guaranie-Währung verlockt beim Immo-Wechselspiel ja förmlich dazu, noch ein Kreislein und noch ein Kreislein dranzuhängen… Deshalb hier ein kurzer Querschnitt aus einem in Paraguay sehr bekannten Anzeigenportal, in dem Such- und Angebots-Anzeigen aller Art kostenlos aufgegeben werden können:

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Unseren Lesern viel Spaß beim Stöbern im Anzeigenportal und bis zum nächsten Mal in diesem Programm :wave:

Und hier Flogni-Spezial :>>
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Drei in der Nacht

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Roman 01

„…welcher mit einem Gehfehler behaftete frühpensionierte Lagerist oder illegal aufgetauchter chinesischer Enkel des Großmoguls auch immer diesen Stadtteil betreten würde, stets würde ihm als erstes der Geruch dieses Viertels begegnen: beißende Auspuffgase, die vergeblich versuchen, die Oberhand über die aromatischen Ausdünstungen des fauligen, liegengelassenen Obstes der morgendlichen Fruchtstände zu behalten, um die sich die nicht nur im Sternenglanz streunenden Hunde balgten.
Aus dem Nachbarhaus begann brenzliger Dunst angebrannter Bratkartoffeln eines von nächtlicher Beschäftigung heimgekehrten angetrunkenen Werkstattarbeiters den unteren Teil der Straße zu füllen; wahrscheinlich war er beim zubereiten seines Abendmahles trotz des plärrenden Radios über dem Rest der Pintflasche in seinem billig aus einem Nachlaß erworbenen Sessel eingeschlafen.
Früher befand sich diese Seitenstraße in einem glücklichen Viertel einer aufstrebenden und vielbeworbenen Stadt; doch mit der allgemeinen Teilnahmslosigkeit der Leute und der Tatsache, daß die Gesetzeshüter in die Überfälle verwickelt waren, statt sie aufzuklären, begann die Stadt schneller als Atlantis zu versinken und späteren langweiligen Geschichtsprofessoren hinterließ sie so eine Menge Rätsel, und zwar solch knifflige Sachen, daß manch Student sein erst freudig gewähltes Abschlußthema nächtelang verfluchen sollte.
Auf der Straßenseite gegenüber hielt abrupt einer dieser kleinen Sportwagen, für die die Engländer mehr berüchtigt als berühmt sind: zweisitzig, spritzig und grün; ihm entstieg ein etwas kräftiger Mann mit Hut, unter dem ein grauer Zopf hervorsah. Schwer baumelte ihm eine dieser neuen batteriebetriebenen Kamera’s vor dem Bauch, die man erst sah, als er sich aufgrund seiner langen Beine umständlich von dem Auto befreit hatte. Irgendwie kam mir seine Körperhaltung bekannt vor, und mir schien, als hätte ich ihn vor einigen Jahren das letzte Mal gesehen, als er jeden Abend sein Tanzlokal, dem diese jazzige Negermusik entwich, trotz vieler Versuche allein verlies. Nun schien es ihm besser zu gehen: an seine Seite drängte sich eine dieser drallen Blondinen, für die man schon mal den Namen des eigenen Vaters und die umgestanzte Motornummer des eigenen Autos vergessen kann. Sie hatte teures, gutkopiertes französisches Parfüm und kleine Füße und sah aus, als wäre sie nicht auf den vollippigen Mund gefallen, der einem Manne viele Freuden verschaffen könnte… Ihre kleinen Finger, mit denen sie ihr Kleid zurechtzog, sahen aus, als könnten sie gut und schnell über die abgegriffenen Tasten eines einst teuren Klaviers gleiten, mit dem sie besonders Sonntagsvormittags die Nerven der rumänischen kinderreichen Familie aus dem Erdgeschoß strapazierte. Die beiden schienen immer noch gut zusammenzupassen; zumindest half ihr der Fotograf, ihren Reisekoffer aus seinem winzigen Auto zu wuchten. Während der kofferschleppende Gatte schwitzend etwas von „…dem seine Schuld!“ vor sich hinfluchte, strebten ihre Schatten dem nächstgelegenen Hause zu, in dessen Inneren sie mit einer Eile verschwanden, als wären beide mitten im Honigmond für mehr als acht Tage getrennt gewesen….“

Roman 02Roman 03Roman 04

Liebe Außenstelle; hier der scheinbar verlorengegangene Text von Seite 67. Bitte an entsprechender Stelle einfügen. Personen & Orte sind wie immer fiktiv; alles andere rein beabsichtigt zum 121ten Geburtstag eines gewissen Herrn Chandler. :??: 🙄

Vielleicht sollten wir die angefügten Bilder etwas retuschieren, sonst könnten einige vermuten, es handele sich um das vormalige Auto des Redaktionsbesitzers vom hiesigen „Stadt-anzeiger“…! ;D

In diesem Sinne – wie immer mit vielen Grüßen von „OUTLAW TODAY“! :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
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