Schlagwort-Archive: Ärzte

Du schaffst es….!!!

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„Schwer ist aller Beginn; wer getrost fortgeht, der kommt an.“
Soweit die Worte des deutschen Dichters Johann Heinrich Voß.

Der 19te Juli 1954, der Tag der Veröffentlichung Elvis‘ erster Hit-Single „That’s All Right Mama“ sollte der Beginn einer beispiellosen Karriere für Herrn Presley :p :p werden; ganz anders allerdings sieht es beim etwas schwierigeren Lebensstart eines hiesigen Hundewelpen aus: geboren am 4ten Juni, wurde vergangenen Freitag bei einem in Villarrica ansäßigen Tierarzt ein Karton mit mehreren Kleintieren abgegeben.
Sämtliche Geschwister des abgebildeten Hundes konnten an neue Besitzer vermittelt werden – doch mit dem übriggebliebenen wollte sich niemand anfreunden: irgendwas schien da nicht in Ordnung zu sein. :-/
Laut des heute eingetroffenen Befundes eben erwähnten Arztes ist die Kleine -taub.

Dem Anschein nach ist ein Schlag auf den Kopf oder ein Unfall verantwortlich zu machen, daß sich bei der Untersuchung ein -geahnter- Schädelbruch mit einer fühlbaren Vertiefung herausstellte.
Anfangs lief der kleine Racker ständig im Kreis; allerdings konnte kein Aufenthalt im Hamsterrad des deutschen Steuerzahlers nachgewiesen werden…. :)) 😛

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Reflexe, natürliche Bewegungsabläufe & Appetit sind reichlich vorhanden; die diagnostizierte Taubheit scheint Tatsache zu sein, da der Weiße nicht auf Rufe wie „Halt, Schluß jetzt!“, „Stop!“ oder „Zurücktreten!“ reagiert. Aber damit haben ja mehrere Zeitgenossen Probleme..:))

Deshalb werden dem Patienten nun die hier allzugut bekannten Vitamine verabreicht, um zumindest die Schädelverletzung zu heilen.
Wir hoffen, daß es demnächst nur gute Nachrichten über den Krankheitsverlauf geben wird…!!

„Der Hund ist das Symbol der Treue, aber wir halten ihn lieber an der Leine.“ B) zum heutigen Schluß noch ein Wort von Madame Tussaud; genau JENER Tussaud..

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Villarrica, Paraguay
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Red Gold

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„In Diktaturen fließt zuviel Blut.
In Demokratien zuviel Geld.
Da blutet nur das Herz des Volkes.“

Woher der deutsche Schriftsteller Blanck diese Theorie bezog, wird wohl für immer im Dunklen bleiben; der Beweis für der Aussage letzter Teil wird gegenwärtig im größten Experiment der Deutschen Geschichte erbracht. :`(
Zum 128ten Jahrestag (15ter Juni) der Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung in -vormals- Deutschen Landen nun auch ein Beitrag einer hiesigen Krankenbehandlung.

=> Dabei handelt es sich um eine bei häuslichen Tätigkeiten verunfallte Person. Bei näherer Betrachtung liegt eine frühere Beschäftigung in der holzverarbeitenden Branche nahe; im Binnenland Paraguay wird sich wohl keine Anstellung als Freibeuter finden, und Wunden dieser Art gelangen gewöhnlich nicht in die Gene, die weitervererbt werden.

Bei vorliegendem Fall übernahm die einheimische Krankenkasse IPS einen Großteil der anfallenden Kosten, und die oft beschriebenen Medikamentenengpässe traten gleichfalls nicht auf. Vielleicht, weil in den Spät- oder Frühnachrichten 88| 88| Verletzungen dergestalt am häufigsten vorgestellt werden und Arztpraxen sich also auf „Nachschub“ einstellen können…

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Noch vor reichlich 5 Jahren galt das Geschäft mit der Werbung mit anschließendem Verkauf von Krankenversicherungen für nachrückende, sicherheitsbedürftige Alemannes als gewinnträchtig; seit die speziellen Bedingungen einzelner Anbieter im Vergleich zu den erbringenden Leistungen durchgesickert sind, mußte schon mancher der damals strahlenden Verkäufer auf kompakten, sparsameren Kleinwagen :wave: umsteigen.

Wie versprochen, so gibts auch diesmal => exxxtra für Blogfreundin pueten´s :p Welt einen Blick hinter die Kulissen, und so sei an dieser Stelle eine Darstellung des Behandlungsbüro’s mitsamt des Doktor’s angefügt. :>>

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So verbleiben wir wie immer als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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Wenn einer eine Reise tut….

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„Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.“ Mit wenigen Worten hat Fjodor M. Dostojewskij so den Kern der Sache getroffen. Einige Landsleute von diesem bekannten Romanautoren werden diese Aussage wohl ihr Leben lang bestätigen können.
Für eine Familie aus Deutschland mit zwei Kindern sollte der Besuch bei den etwa 140 km südlich von Villarrica im Departement Caazapa wohnenden Eltern des Ehemannes einen lebensgefährlichen Abschluß finden…. :-/

Im Laufe eines Treffen unter Landsleuten kam es bei einer Meinungsverschiedenheit über die Backzutaten für Mürbeteigplätzchen zu Handgreiflichkeiten, und schnell befand sich ein Schneidwerkzeug „Made in Solingen“ in mindestens einer entschlossenen Hand. Drei der anwesenden Herren bekamen genau dies ab. >:-(
Was sich nun anschließen sollte, könnte einem Film entstammen, klingt aus dem Munde eines der Beteiligten allerdings authentischer als jeder abendfüllende Thriller:

Aufgrund der Verletzungen war hier starker Blutverlust zu konstatieren; ein in Deutschland erhältliches Chirurgie-Handbuch empfiehlt dabei „sofortigen Transport in die Klinik.“
Gute Idee – aber hier draussen…? 😐

Per Telefon wurden in Villarrica zwei Krankenwagen => mit je einem Arzt geordert.
Schnell wurde klar, daß sich die Fahrer weigerten, nach den 50 km Asphaltstraße den Teer zu verlassen und die restlichen 90 km auf unbefestigten Wegen zu fahren. Also wurde schnell ein Privatauto geordert, das die Verletzten bis zum Beginn der Straße bringen sollten, wo alle drei Opfer (einer davon der Täter) in die Krankenwagen zur ersten Behandlung und des weiteren Transportes wegen umsteigen sollten.

Neunzig Kilometer Erdstraße brauchen seine Zeit, doch die nächste Überraschung wartete beim Eintreffen am Asphalt: kein einziger Arzt wartete – nur der unerläßliche Fahrer des einzigen eingetroffenen Wagens verbrachte rauchend seine Zeit. :##

So mußte eines der stark blutenden Opfer mit dem Privatauto in die hiesige Klinik zur Versorgung gebracht werden. Immerhin ließ sich der Fahrpreis des Krankenwagens um 100tausend Guaranies auf 400tausend reduzieren….

Die gezeigte kleinere Wunde entspricht dem Einstich – leider war an dieser Stelle keine Behandlung des siebenmal durchbrochenen Dünndarmes möglich, und so mußte in einer Notoperation der Bauchraum geöffnet werden.

Krankenhaus

Der nachfolgenden Rechnung über 25 Millionen Guaranies für die Operation und Unterbringung im Krankenhaus ist gleichzeitig zu entnehmen, daß etwa zwei Liter Blut per Infusion übertragen wurden, um den Verlust auszugleichen.
Leider konnte dem im selben Krankenhaus behandelten Täter keine Zahlungsaufforderung zugestellt werden, da er es -wohl um Kosten zu sparen- vorzog, nächtlich ohne Abmeldung zu verduften. U-(

Glücklicherweise wurde drei Tage vor dem Abflug in Deutschland eine ADAC-Reiseversicherung abgeschlossen! So übernimmt die deutsche Gesellschaft die Kosten für den Business-Class-Rückflug des Mannes, der nur auf diese Art aufgrund der Verletzungen die Rückreise antreten kann.

Der Heilungsprozeß geht mittlerweile gut voran; unter Verwendung von täglich zu erneuernden Verbänden und einigen Medikamenten wird diese Familie Anfang November die Heimreise antreten können.

„Vom Gelde hängt Glück und Unglück ab“, stellte der deutsche Philosoph Stirner vor über 150 Jahren fest. Stimmt – besonders hier!
Noch dazu läßt sich feststellen, daß besagte Aktion auch aufgrund verläßlicher Freunde bei der schnellen Hilfe so „reibungslos“ ablief.

Und es wirft ein bezeichnendes Licht auf Grundstücke weitab der befestigten Wege; Einsamkeit vs. Nothilfe.
Bleibt zu hoffen, daß die Bemühungen der Justiz um Aufklärung nicht im Sande verlaufen…! >:-[

In keinem Fall soll diese Geschichte dazu dienen, Paraguay zu verteufeln; alle Details erscheinen hier mit ausdrücklicher Genehmigung der Familie. Vielleicht dient dies dazu, ein realistisches Bild fernab von dem verkaufsfördernden „alles Klasse, alles suuupi“ zu erstellen.
Und Zweifler können gerne weiterhin euphorisch über hochmoderne Gratis-Handy-Aktionen und goldene Ertragsergebnisse berichten. >:-[

Wer weiß, wann der nächste Besuch bei den Eltern anstehen wird – in jedem Fall wird dies Erlebnis wohl einige Zeit zum „setzen“ brauchen….

Wir wünschen der Familie alles Gute weiterhin!

Wie immer mit vielen Grüßen – Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

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