Selig Chiqui & heilig Hobby

Standard

“ Nichts wäre passiert, wenn wir solange gewartet hätten, bis wir etwas so gut könnten, daß niemand mehr Mängel finden würde.“
Was hier der einst seliggesprochene Kardinal John Henry Newman als angewandte Vorgehensweise sehr freizügig darbot, unterstelle die geneigte Leserschaft bitte keinesfalls der kürzlich wiederholt eingesetzten GmbH-Verwaltungsriege als gemachte Aussage; bis „Unternehmen Walküre 2.0“ denn endlich diesem Desaster ein Ende bereitet, werden aus letztgenannten Kreisen wohl Tag für Tag für Tag noch mehr verbrecherische Taten, begleitet von unsäglichen, beschwichtigenden und beschönigenden Worten hingenommen werden müssen….
Doch bleiben wir noch etwas bei der heiligen Geisterwelt – wenn wir dazu auch die vorislamische Bürgerkriegshalbinsel verlassen müssen/wollen: nun reiht sich auch unser Binnenländle ein in den Besitzerreigen von Verblichenen, die anerkannte Selige und Heilige „stellen“ können.

Vielleicht steckt keine Frauenquote dahinter – Tatsache jedoch ist, daß sich mit der „Chiquitunga“ aus Villarrica eine Frau als Selige etablieren läßt bzw. etabliert wird, denn besagte Kirchendienerin starb -mit 34 Jahren- schon am 28. April 1959. Im selben Jahr, als Cuba-Castro die Macht übernahm, Buddy Holly & Ritchie Valens starben – und das Godesberger Programm der spd ermöglichen sollte, „Volkspartei“ zu werden. 🙂 UND: Hella von Sinnen wurde geboren. 🙂
Nun besser aber zurück zu der Frau auf der anderen Seite des Teiches. Sie wurde in einfachen Verhältnissen als erstes von sieben (nichtmuslimischen) Kindern geboren; ihren später von allen benutzten Spitznamen erhielt sie schon in Kindertagen von ihrem Vater…

Ihr dem übergeordneten Gott gewidmetes Leben endete für die als unbeschuhte Karmeliterin bezeichnete María G. Echeverría schon mit knapp Mitte 30 – durch Hepatitis.
Nun, im Zuge der bevorstehenden Seligsprechung, rollt die den meisten bekannte Merchandisingwelle durch´s Land bzw. die Scharen der Gläubigen: beispielsweise hat die zuständige Nationalbibliothek authentische Dokumente, darunter auch das Tagebuch besagter Frau restauriert und gleichzeitig digitalisiert.


Dieser Meldung schließt sich ein Bericht über das neue Projekt des Künstlers Koki Ruiz an, der aus 40tausend ihm zugesandten Rosenkränzen ein symbolisches Bild konstruieren soll, das gezeigt wird, wenn Kardinal Angelo Amato am 23ten Juni im Asuncióner Stadion Cerro Porteno „seine“ Chiquitunga selig spricht…

 

Keine Frage, daß bei diesen Meldungen auch die Herkunftsstadt dieses berühmten Kindes rührig wird: an selbigem, festlichen Tag starten um 5 Uhr morgens vier Reisebusse an der hiesigen Stadtverwaltung mit dem Ziel Asunción. Damit nicht genug: seit wenigen Tagen wird fleißig im Garten der weißen Kathedrale Villarrica´s gewerkelt: da errichtet man eine Mauer, mit welcher das Leben und Werk der gläubigen Frau gewürdigt werden wird – dabei wurde doch am 15. Juni vor genau 57 Jahren versprochen, „…keine Mauer zu errichten…“. Vielleicht war dieser Herr allerdings nicht gläubig – oder alle anderen glaubten ihm/nicht… 🙂 Wie dem auch sei – Villarrica stehen also wieder in -religiöser Hinsicht- ekstatische Tage bevor…

 

Doch an dieser Stelle seien die beim letzten Male fehlenden Bilder rund ums definitiv letzte Diorama nachgereicht: wie schon verraten, „steht“ das restaurierte Sdkfz 251.

Am ersten Juni wurde die Schachtel der MiniArt-Ruinenkulisse geöffnet: seither ist einiges geschafft worden.  🙂
Die wesentlichen Teile sind längst zusammengefügt und haben die grundlegende Farbgebung hinter sich. Nun gehts an die Alterung der drei hauptsächlichen Gebäudeteile. Per Pinsel. 🙂 Jede Fuge. Einzeln. 🙂 Erst danach soll alles dauerhaft zusammengefügt werden. Gleichzeitig läuft der Schnell-Crashkurs Dachstuhlbau (Danke nach Kölle!!), dessen Wissen bei der Errichtung und Ausgestaltung des zweiten Ruinenteiles benötigt werden wird.

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de
Advertisements

Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s