Noch mehr Fremde mit nem Kind….

Standard

Heute kaum vorstellbar, daß Werke eines sächsischen Autor´s millionenfach ohne begleitende, staatlich inszenierte Diffamierungskampagne gelesen werden und später sogar Kinorekorde brechen – so dem vor langen Jahren fast liebevoll als „sächsischer Lügenbold“ bezeichneten Weltreisenden Karl May geschehen:
als Mitte December vor nun 53 Jahren der erste Teil seines „Winnetou“ in einem Münchner Kino anlief, sollte damit in jenen Jahren das vorerst filmische Bild des „edlen Wilden“ erschaffen werden; ein halbes Jahrhundert später steht das einstige Kinopublikum nun vor der Vermischung mit lebenden, nicht mehr ganz so edlen, dafür aber umso besser bewaffneten Wilden: das von Özoguz freudig erwartete „tägliche neue, gerne auch schmerzhafte Aushandeln des Zusammenlebens“ findet dabei nicht wie einst fernab von des Maysters Heimat an den ehemaligen jugoslawischen filmischen Drehorten, sondern aufgrund höherer Authentizität vor jeder Hausthüre statt… 🙂

Unter anderem dieser Grund gestattet uns, auch in diesem Jahre wieder um die Vorweihnachtszeit Bilder der paraguayischen Geburtskrippe vom Grundstück der Stadtverwaltung Villarrica´s vorzuzeigen:
ei gugge da – völlig neu!
Bar jeglicher, sonst im Kopf befindlicher Sinnesorgane gruppieren sich buntgekleidete, ansonsten nahezu menschenähnliche Figuren um einen Holzkoben, in dem ebenfalls gesichtsloser Nachwuchs bewegungslos verharrt: wenn Marvel von der 5the Avenue New York´s nicht bald einen neuen ultimativen und vor allem unsterblichen Retter in die Welt schickt, scheint damit dem Untergang des Menschheitsgeschlechtes leider wirklich nichts mehr im Wege zu stehen….

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Einen weiteren Hinweis auf bevorstehende, durch Nachschubprobleme bei Schmiermitteln & Treib- sowie Brennstoffen gekennzeichnete Endzeitkämpfe findet der aufmerksame Betrachter in einer zweiten Krippe, befindlich vor der hellen Kathedrale unseres Städtchen´s: da finden sich im Gegensatz zur ersten Versammlung wieder Mitspieler ein, deren Leben von vorhandenen Gesichtsorganen gekrönt ist – vermutlich aus diesem Grunde wurde ihnen bei der Einkleidung und Ausstattung eine blaue Petroleumlampe anvertraut. 🙂

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Und kaum sind die ersten Bilder im fotografischen „Kasten“, läßt eine Bedienstete der Stadt die bisher -dem Klang nach zu urteilen- mager gefüllte Sammelbüchse rasseln, um Hilfe für die Rettung der Turmuhr zu erbitten; dringlicher wäre allerdings die Beschneidung oder Entfernung des Dachbaumes… 🙂

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Keinesfalls soll damit der Eindruck entstehen, daß Paraguay nur aus alten Leuten besteht: kurz vor Veröffentlichung dieses Beitrages erreicht die Redaktion die Mitteilung, daß Model Ale Beltran große Chancen besitzt, zur Miss Tuning 2016 erklärt zu werden – und diese Mitteilung wollen wir natürlich NICHT aufgrund ausschließlich regionaler Bedeutung unter den Tisch fallen lassen… 🙂

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Und für den Bliesener Leser hier ein Beweis für die fortschreitende Komplettierung der Supermarine:

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Damit wünschen wir der geneigten Leserschaft einen schönen dritten Advent und verbleiben wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. Nur für Dich, Canneletto:

    Eine Schweizer Firma hat den dünnsten Draht der Welt entwickelt, kann ihn aber leider nicht vermessen.
    Deswegen geben sie ihn zu den Franzosen, aber die schicken ihn zurück, weil auch sie nicht so genau messen können.
    Danach versucht die Schweizer Firma ihr Glück bei den Engländern, den Schweden und in den USA, doch jedes Mal vergebens, mit der Antwort, dass auch sie nicht über so genaue Messmittel verfügen.
    Zu guter Letzt versuchen sie ihr Glück bei einer Firma in Sachsen wo ja Gerüchten nach viele gute Schlosser wohnen sollen.
    Als Antwort kommt ein Zettel, auf dem steht:
    „Dor Droht is 0,0000164 Mikrometor dick. Abor was sollmor damit mochn? Gewinde drof oder ä Loch durch bohrn?

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