Vorsicht – angeblich gesund!

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Maracuja, Mburucuya

„Wollen die Wilden in Louisiana Früchte haben, so fällen sie den Baum an der Wurzel und sammeln die Früchte.“ Behauptete einst zumindest der französische Philosoph und Freimaurer Baron de Montesquieu: mit dieser Meinung wäre in unseren Tagen wohl sein Ansehen diskreditiert worden, seine Werke auf dem Index gelandet und sein Auto vorm Haus hätte nachts Feuer gefangen; bis auf letzteres ließe sich alles weitere bei Bedarf heute endlich wieder dank staatlicher Medien leicht arrangieren inclusive vorheriger Bloßstellung und gleichzeitiger Tatsachenverdrehung…

Die vorweihnachtliche Zeit in Paraguay bedeutet meist auch Erntezeit; Gartenmuffel werden gebeten bzw. wissen schon rechtzeitig, zu diesem Zeitpunkt das außerhalb des Hausinneren gelegene Gelände zu meiden. 🙂

Saft 06 Saft 03

Und weil so das Obst am besten -weil ungestört- gedeiht, ergab sich in den letzten Tagen die Notwendigkeit, für die durch ungeregelte Vermehrung entstandenen fruchtigen Massen einen neuen Schubkarren zu erwerben. Selbst Oma wäre über die nun anfallende und vor allem zu verarbeitende Menge erstaunt gewesen; sehr wahrscheinlich allerdings hatte sie um die Existenz der Passionsfrucht, hier Mburucuya genannt, keinen Schimmer und hätte für so „neumodische Erfindungen“ auch keine Einweckgläser hergegeben..

Saft 01

Saft 02

„…nun sind sie halt da!“. Dieser derzeit in der alten Heimat sehr aktuelle Satz bezeichnet die gegenwärtige Situation im Garten treffend; dennoch – WER soll diese Mengen Saft schlucken, die unglücklicherweise den Menschen beruhigen und den Blutdruck auch noch senken..?!

Doch nicht die Früchte allein vergibt der Baum: gutgläubigen Menschen wird erzählt, daß dessen Blätter, zu Tee verarbeitet, ein alternatives Hustenmittel darstellen: in fast überzeugenden Worten wird dabei die Erfindung des Grog unterschlagen. 🙂

Wer´s also mag: Früchte aufschneiden, das im Inneren befindlich Gel samt Körnern in den Mixer, Wasser/ Eiswürfel dazu, alles reichlich wirbeln lassen und das, was das Sieb rausläßt, im Glauben trinken, daß man sich was gutes tut: Irrtum – man lebt nicht länger, sondern stirbt nur gesünder. 🙂

Saft 04

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“!

 

Anmerkung der Redaktion: tja…hier wurde mal wieder in bester Manier bewiesen, daß der Autor ganzjährig einen großen Bogen um den Garten macht: die Maracuja wächst nunmal nicht „als Baum“ sondern als Schlingpflanze und in unserem Fall überwuchert sie unsere Bäume…bei flüchtigem Blick (!!) könnte man also tatsächlich annehmen, daß es sich um einen Baum handelt…. 🙂 Im übrigen bevorzugen Kenner die komplett „eingeschrumpelten“ und „vertrockneten“ Früchte, da diese mehr natürliche Süße enthalten.

Nach Redaktionsschluß erfolgte Gegendarstellung/Richtigstellung des Autors: ..tatsächlich; wir haben Schlingpflanzen im Garten. Was ein Rundgang durch den Außenbereich auf der Suche nach Bildern für den neuen Blogbeitrag alles ans Licht fördert: man darf also gespannt sein, wann die Existenz von Krokodilen und /oder Riesenschlangen zugegeben wird….

Aber glücklicherweise bevorzugen „die anderen“ Kenner die glatten Flaschen der Cervepar-Brauereien;  die speziellen, etwas abgelagerten Früchten bleiben so komplett dem jeweils anderen Kreis der „Kenner“ vorbehalten.. 🙂

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

 

 

 

Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. Lieber Krokodile im Garten, als einen Gorilla auf der Hollywoodschaukel sitzen zu haben,
    … über den … „… nun isser halt da!“ – wenn es nach Mrs. Raute & Spießgesellen ginge, politically correct eisern zu schweigen wäre.

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  2. ..ist da nicht mindestens noch EIN Lösungsvorschlag vorhanden? :..was wäre denn, wenn zufällig BEIDE Tiere im Garten anwesend wären..ich mein` ja nur so.. 🙂
    Moin, moin & viele Grüße aus dem tannengeschmückten Salon!

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  3. Krokodile im Garten, ein sardonisch grinsender Gorilla fläzt auf der Hollywoodschaukel während eine Anakonda den Inhalt der Vorratskammer verspeist … ja dann heißt es wohl, flugs noch das Zigeunerschnitzel zu Ende gegessen und hastig ein paar Negerküsse hinterher gestopft, bevor man sich selber alternativos durch den Dientboteneingang vom Acker macht.

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