Winterbau

Standard

„Gerade die großen Häuser sind voll mit Sklaven“: daß der römische Dichter Juvenal aufgrund Meinungen wie dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit schon vor knapp 2000 Jahren an zielgerichteter Personenverschickung teilnehmen durfte, müßte jedem klar sein, der auch in heutiger Zeit mit der eigenen Privatmeinung besser vorsichtig hantiert, um den eigenen Job nicht zu gefährden…

Dabei setzt besonders in jüngster Zeit in unserem 60tausend-Seelen-Städtle Villarrica rege Bautätigkeit ein; während der Streit um den endgültigen Standort des neuen Busbahnhofes weiter vor sich hinwabert, nahmen innerhalb der Stadt fleissige Bauleute unlängst Kelle und Mörtel zur Hand, um beides demnächst pünktlich bei winterlichen Morgentemperaturen wieder fallen zu lassen: wir hier auf der „anderen“ Seite der Welt befinden uns nun nahezu im Winter; spätestens im Folgemonat werden uns wohl die berüchtigten wenigen Tage mit der Nullgradgrenze zugesandt werden: den -glühweinigen- Vorgeschmack dazu gibts momentan schon.. :p

Glühwein

Ein besonders großes aktuelles Bauvorhaben ist beim hiesigen Justizpalast angedacht; ob sich die Mitarbeiter des selbigen über die Bedeutung der eingangs erwähnten Worte des antiken Dichters im klaren sind, darf getrost angezweifelt werden: im übrigen unterscheiden sie sich ja vom Sklaven allein schon durch die Entlohnung sowie die Menge der Arbeit.. :yes:
Sollte dieser Bau wirklich in der geplanten Zeit entstehen, dürfte auf jeden Einwohner Villarrica’s mindestens ein Anwalt samt mehrköpfigem Schreibteam kommen; ein beruhigender Gedanke… :))

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Doch auch der Stadtpark wurde einer baulichen Modernisierungskur unterzogen; der nicht mehr geheim zu haltende Gedanke besteht offensichtlich darin, daß sämtliche schon vorher vorhandenen, nun erneuerten Gehwege in nur wenigen Wochen den authentischen, exakt ausgetüftelten Kipp-Bauzustand namens „vorher“ erreichen sollen und auch werden; daß der Berliner Stolperstein-Artist Demnig gerichtlich dagegen vorgehen will, ist bisher nicht bekannt geworden; ein angestrengter Prozeß dürfte aber bei der demnächst drohenden Anwaltsvermehrung Villarrica’s eine echte Chance haben – für anhaltende Verfahrensdauer, versteht sich… :))

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Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. …ich gebs ja zu- diesmal exististieren kaum Andeutungen oder gar Zweideutigkeiten zwischen den Zeilen; der aktuelle Beitrag ist nur als Info für die Kommenden gedacht:
    1. Es wird/ist kalt; Ausgabe der Winteruniform wird erwartet. :))
    2. Neubauten bzw. der Anfang dazu, wohin man schaut: okay, der Zeitpunkt der Grundsteinlegung allerdings ist meist falsch gewählt- Paraguay halt.. 😉 :))
    3. Punkt 2 legt die Vermutung nahe/läßt die Wetten steigen, daß Betül Ulusoy, die in Neukölln nun Kopptuch tragen darf, aber nicht WILL, nun vielleicht in Paraguay ihr (ausschließlich mediales) Glück im neuen Teil des Justizpalastes versuchen will…
    4. Hier stelle ich fest, daß durch Punkt 3 nun doch die Politik in den Beitrag eingearbeitet wurde- wenn auch rückwirkend.
    5. Das macht aber nix, da ich eh vorhabe, dem derzeit herrschenden System „drüben“ auch weiterhin zuzusetzen. 😛
    In Punkt 6. taucht die Frage auf, was mit dem verbleibenden Rest des Tages geschehen soll: daraus ergeben sich insgesamt zwei Möglichkeiten- Karl May´s „Mein Leben und Streben“ weiter zu studieren, oder im Keller ein neues Fass Glühwein anzustechen (siehe Punkt 1).
    In Punkt 7 wird der Maenne in Erfurt (?) mit vielen Grüßen überschüttet und dazu aufgefordert, bei weiteren Fragen sofort zu depeschieren… :p:))
    Moin Maenne!

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  2. Es ist irgendwie bemerkenswert, dass auf keinem der Fotos lebende Menschen zu sehen sind.

    Baustellen, wie man sie von der A10 oder A44 kennt. Wenig Lärm um noch Weniger – aber Steuergelder verbraten.

    Warum bist Du eigentlich ausgewandert? :)):))

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  3. ..alle Bilder der Baustellen sind um die Mittagszeit entstanden; Mädels als Ausgleich einzustellen- eben um Leute zu zeigen- wurde diesmal von der Redaktion 😉 untersagt.. 😉 😉
    Ich kenne eigentich nur die A4 Kowelenz /Dresden mehrmals hin & zurück- auf dem sächsischen Theile wurde aber immer gearbeitet..:p:P
    Moin Brother!

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