…geht also doch…

Standard

„Alles auf der Welt ist zu kaufen – außer Liebe und außer Neid.“
Klar: von der alltäglichen Schwierigkeit, passende Ersatzteile für die motorisierte Sitzgruppe zu bekommen, wird der vor 90 Jahren geborene Besitzer der „besten Ehefrau der Welt“, Ephraim Kishon, nun eher wenig gewußt haben; dies mag der Grund sein, daß nur Liebe und Neid als nichtkäufliche Objekte Erwähnung finden: wenngleich es denn doch den Anschein hat, daß er auch dieses Erlebnis in einer seiner zahllosen Geschichten beschrieben hat, wenn die dunkle Erinnerung nicht -altersbedingt- trügt… 😮

Zum Ende der nun fast vergangenen Woche fand also die schier nicht enden wollende Geschichte um kleine Dichtringe, die dem blauen Koreaner an den Bremszangen erneuert werden mußten, denn doch noch einen glücklichen Ausgang: eine mittlerweile kaum noch übersichtliche Modellvielfalt in immer kürzeren Zeitabständen läßt die Suche nach speziellen Ersatzteilen der Jagd nach Flint’s Piratenschatz immer ähnlicher werden…

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Das dabei gehörte „..ham‘ wa nich..!“ wirkt in der 20ten Werkstatt mit angeschlossenem Teilelager deprimierend und war meist kurz vorm hauptsächlichen Terere schlürfend verbrachten Feierabend zu hören, wenn sich der Chef längst außerhalb der Hörweite befand und die Frage einen vielleicht nutzlosen, in jedem Fall aber einen schweißtreibenden Gang zwischen die Lagerregale bedeutet hätte… :>

Zumindest der bebrillte junge Mann des Büro’s, in dessen Werkstatt sich der Wagen mit zerlegten Bremsen befand, wirkte nach einem durch seine Chefin verabreichten Motivationsschub straff angespannt und verfiel schon nach einer halben Stunde und zahlreichen nutzlosen Telefonaten mit Teilehändlern in ganz Paraguay auf die glänzende Idee, es doch mal im Asuncióner Zentrallager für fernöstliche Automobile zu versuchen; schon die zweite telefonische Weiterleitung (die erste schaffte Verbindung mit der zentralen Reparaturstelle für japanische „Zero’s“..) brachte durch geschulte Mitarbeiter -nun längst im Feierabend- positive Rückmeldung: die letzten verfügbaren Dichtungen würden am nächsten Tag auf die Reise nach Villarrica gehen.

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Klasse: das hat auch geklappt, der Einbau der Teile war fast so leicht wie eine Yes-we-pay-Bürgschaft für 500 Millionen Kunsttaler an ein kriminelles Putschistenregime zu verschleudern – oder eine Waffenausgabe für Kurden zu beginnen: unmittelbare NATO-Nachbarschaft zu Russland kostet halt was, liebe Steuerzahler. :yes:

Alles in allem hat der Bremsenspaß zum Abschluß nochmal 300tausend Guaranies gekostet, dafür wurden aber auch die Bremskolben getauscht – und 10tausend Guaranies ungefragten Nachlass von der Rechnung sowie die Altteile gab’s obendrauf. :p
Fazit: entweder neues Auto kaufen oder halt die Teilesuche selbst in die Hand nehmen bzw. der Werkstatt dabei helfen… B)

Auto 07

:wave: für @ Brother wieder ein Zwischenstand: für die folgenden vier Decks habe ich mich beim Plankenlegen für „Three Butt Shift System“ entschieden – das Oberdeck bekommt das Vierersystem: ab Montag kann ich mich also vorm beplanken nicht mehr drücken.. U-( :`(

Santisima Trinidad 15

🙄 Öhm…Frage: was ist bzw. war im ersten Stock überm Ballastraum?
Die Hemden- und Hosenabteilung oder Haushaltwaren? U-(
Eine historische Darstellung zeigt: da war -bis aufs Ankertau- so gut wie NICHTS!! :??: :??: :??: :??: :??:

Santisima Trinidad 16

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

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Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. …aber oft nimmt selbiger seltsame Formen an; besonders im hiesigen Ausland „kloppen“ sich die meisten Landsleute wie die Kesselflicker..:.
    Moin Maenne!

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  2. Neid muss man sich verdienen; Mitleid kommt von alleine.

    Moin Canneletto,

    Laderaum für auswandernde Sachsen. Schon wieder vergessen? :)):))

    Laderaum.

    PS Der CapHorner meinte, sie seien nicht verzurrt gewesen, sondern lagen Ladung auf Ladung geschichtet und verkeilt.

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  3. :)) ..so viele gehen doch wohl nicht weg aus Sachsen, will ich vermuten- wer soll sonst die Staatskasse füllen..? :))

    Nicht verkeilt..? Oh, ich gehe nun doch auch baulich auf´s verzurren… Dabei gehts mir momentan erst mal um die generelle Konstruktion der hölzernen Schiffe: bei meiner Santisima kommen die Decksplanken erst auf ne Platte & erst dann auf die Decksbalken bzw. Spanten- geht gar nicht…

    Moin Brother- und Dank für die Recherche!!!

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  4. ..gerade gefunden:


    Ist so auf der Victory; aber meine im Ballastraum werden nun doch verzurrt- die Spanier halt…:.:))
    Moin Brother!

    Und auch das Pfortenrep kommt langsam ans Licht.. :p

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  5. Wo sind die auf den Bildern verzurrt? :??:

    Da liegt Leder dazwischen, um die Fässer zu schützen. Fässer waren (sind?) wertvoller, als deren Inhalt, wurden also vie rohe Eier behandelt.

    Aber ich denke auch, dass jeder Kapitän sein eigenes Süppchen gekocht hat und seit der Pamir weiß man ja, was schlechte Ballastsicherung anrichten kann. 😉

    Nur zu, sieht bestimmt gut aus.

    Ähem; was machen eigendlich die Radspuren bei der He 111? :)):))

    Bei mit stockt es derzeit nach wie vor und dabei muss ich noch die Theodor Heuss für’s Schifffahrtsmuseum in BHV endlich einmal fertig machen.

    Aber derzeit ist/war doch eher Space-Time und nach der Saturn ist das Shuttle schon fast ausgepackt. Aber der jungfreuliche Karton sieht auch toll aus. 😉 :)):))

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  6. …wahrscheinlich werde ich doch ein paar der kleineren, mitgelieferten Fässer im Ballastraum verwenden; aber da müssen auch die erst bearbeitet werden…

    Ja, der 21. 9. 1957 hat ein schönes Schiff verschlungen; die Gründe werden ja oft noch diskutiert: ich vermute auch die verrutschte Weizenladung…

    Öhm…stimmt ja…die Radspuren..auwacke..ganz vergessen..:.:P

    Du baust fürs Schiffahrtsmuseum???? Wahnsinn..Hut ab!!!

    Nach DEM Querschnitt ist bei mir erst mal ne kreative Pause; diesmal wirklich…:.:))
    Moin Brother!

    ..oder vielleicht nur ein Diorama noch für die älteren Modelle- aber die sind noch „da“…:.;)

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  7. ..man wundert sich dann oft, was einem -angeblich- alles schon erzählt worden ist..:)):)) Oder was man hätte tun sollen …schon vor längerem…:)):))
    Moin Maenne!

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