Weihnachtlicher Geschenktip

Standard

„Stets findet Überraschung statt.
Da, wo man’s nicht erwartet hat.“ :yes:

Flohmarkt 02

Einer dieser -laut Brockhaus- „plötzlich eintreffender Vorgänge“ war sicherlich am 10ten Dezember 1924 ❗ die Präsentation des „Kommißbrotes“ der Firma Hanomag; selbigen (rechtsgelenkten!) eintürigen Kleinwagen für etwa 2.300 Reichsmark wurden über seinen Einzylinder-Viertaktmotor immerhin 10 PS entnommen. 😮
Dem unsterblichen Wilhelm Busch, der Verfasser der eingangs angeführten Zeilen, sollte allerdings nicht vergönnt sein, diesen Wagen zu erblicken – er war leider schon knapp zwei Jahre zuvor überraschend von uns gegangen….. :`(

Kurz bevor am => kommenden Sonntag ab 10 Uhr ❗ zum zweiten Male der hiesige Flohmarkt nicht nur für örtliche Aussteller seine Pforten bei uns öffnet, erblickten wir schon heute ein kurioses Objekt – makabererweise sogar passend zum 15ten Jahrestag des russischen Tschetschenien-Einmarsches: XX( ein Sammlerstück, welches nicht allzu selten in hiesigen Breiten anzutreffen ist.

Flohmarkt 01

Nicht erst seit dem Untergang des Panzerschiffes „Graf Spee“ am 17. Dezember 1939 😥 vor Montevideo kursieren deutsche Bücher, Münzen, Orden und Waffen in Südamerika; vieles davon entstammt schon VOR der Zeit des ersten Weltkrieges. Deutsche politische Mißstände trieben also schon vor langen Jahren die Menschen aus dem Lande… U-(

Ob Steyr, Mauser oder Walther – nahezu unglaublich, was für Mengen von Handfeuerwaffen weißwestiger, friedliebender und exportfreudiger deutschen Firmen den hiesigen Kontinent erreichten!

Wo direktübertragene deutsche Lichterketten von Bremen-Blumenthal bis Bahrenborstel zur allgemeinen Sportwaffen-Abgabe, der Verlängerung von Raab’s Sendezeit XX( oder „Kein Blut für Öl“ (außer für’s eigene Auto..) von schulmüden Studenten inszeniert werden, repräsentieren im Gegensatz dazu die Waffen für die Allgemeinheit hier eine deutsche und gleichzeitig für die meisten eine exotische Zeit, die aufgrund schulischen und medialem Dunkel nicht erhellt wird. :yawn:

Heutiger innenpolitischer Fast-Stillstand und politisches Gezerre um präsidialen bischöflichen Kindersegen lassen mittlerweile vermehrt den Ruf nach Don Alfredo’s Methoden in Paraguay laut werden, um der Korruption und anderer Mißstände im hiesigen Lande etwas wirkungsvolles entgegenzusetzen.

Zitieren wir an dieser Stelle die bekannte Pazifistin Bertha Baronin von Suttner:
„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“ |-|
Wahre Worte….

Bleibt als Geschenktip für’s Fest in nun knapp 2 Wochen die Buchausgabe von => Dicken’s „Weihnachtsgeschichte“ vorzuschlagen; der Inhalt dieser Erzählung sollte viele zum Nachdenken anregen…..
Und vielleicht findet sich ja ein solches Exemplar auf dem sonntägigen Flohmarkt im Hotel-Restaurant Paraiso ❓

Flohmarkt 03

Damit verbleiben wir wie immer mit den besten Grüßen & Wünschen als Euer Team von „OUTLAW TODAY“! :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

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Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. Ein abendliches *Hola* nach Paraguay

    Find ich ja echt nicht schlecht … da würd ich auch gern mal wieder rumstöbern ..

    Dem Künstler , der dieses Banner bepinselt hat , war wohl die deutsche Sprache nicht so geläufig ?
    Oder sollte es sich um eine mir unbekannte Sprache handeln ? *DannTschuldigungimVoraus*

    Jedenfalls wünsch ich Euch ne Menge Besucher
    und nicht vergessen
    Bilder machen !!!

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  2. Überraschung kommt ja auch von rasch. 😉

    Danke, mal zur Abwechslung ein bisschen Spanisch wiederholen. Wer hat mercado de pulgas ins Deutsche übersetzt. ^^ En colaboracion mit wem?

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  3. Der Bannerkünstler ist ein einheimischer Schildermaler; trotz Vorlage in Deutschen Druckbuchstaben ging es daneben- aber der Fehler soll heute angeblich ausgebügelt werden.
    Ja, Danke- es waren auch beim ersten Male schon viele Leute da..und Bilder werden diesmal ganz bestimmt geblitzt!!!
    Liebe Grüße nach Venezuela!

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  4. Braucht denn Staranwalt Brother noch sowas..?
    Ich schick´sie auch als „Geschenk“ deklariert rüber.. 😉
    Ja, Danke- ich werde darüber berichten…..
    Moin Brother!

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  5. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein unseres Städtchens läuft der Flohmarkt wieder. Die Gestaltung des Banners ging sowas in die Hose-man sollte dem Pinselheinrich das ganze um den Hals wickeln….!!
    Moin, moin!

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  6. Klar ist sie noch schußbereit- sie gehört ja einem Sammler hier in der Nähe.
    Eine der meistgebauten Handfeuerwaffen also. Aber beim Munitionskauf wird die Sache hier wohl wieder klemmen, denke ich. Eingeprägt ist übrigens die Zahl „1918“- könnte ja vielleicht das Herstellungsjahr sein…
    Moin Maenne!

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  7. Ich grüße dich. 😉

    Kann doch mal passieren, wenn er in der Schule kein Deutsch hat. Wozu eigentlich (Deutsch) – wegen der Touristen?

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  8. Die deutsche Version des Banners ist eigentlich nicht für Touristen, sondern für die vielen Landsleute, die zum großen Teil schon lange Jahre hier leben. Aber der Pinseler war beauftragt, den Fehler noch abzuändern…..!
    Viele Grüße aus Villarrica!

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  9. Danke (für die Grüße). 🙂 Schade, dass es nicht irgendein lustiger Fehler war, wie man sie manchmal in den Broschüren von Reiseveranstaltern findet (über die ich aber auch nicht immer lachen kann).

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  10. Einige sammeln hier wie wild Hülsen, um sie dann wieder zu füllen. Aber angeblich soll es fast jedes Kaliber geben…
    Ein Bekannter hat ne „Steyr“ von 1914- dem fehlt auch die originale Muni; bei Verwendung von heutiger hat der manchmal Ladehemmungen…
    Moin Maenne!

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  11. Aber klar doch- die gibt es seit 1864.
    Woher sonst sollten die iranischen Freiheitskämpfer ihre Flinten beziehen…? 😉 Globale Geschäftsbeziehungen eben…
    Moin Maenne!

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  12. Spanische Sprache – auch schwere Sprache. Sagen zumindest die meisten Mallorca-Urlauber, wenn sie zufällig mal mit dieser Sprache konfrontiert werden (schätze ich mal).

    Schönes Wochenende!

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  13. …vielleicht als Argument bei der nächsten Verkehrskontrolle in Deinem Ort…?!
    Moin Brother!
    …was macht die blonde Dame an Deiner Tankstelle..????

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  14. ..mit französischen Sprachkenntnissen gehts leichter; während Magali dies in der Schule beigebracht bekam, durften wir russisch lernen…… ;-/
    Ja, unser Wochenende war etwas hektischer.

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  15. Irgendwie ist das jetzt alles verwirrend:

    1.) Spiti kann beschleunigen? Mh, Canneletto, seit Deiner Auswanderung hat sich einiges in Deutschland getan. Die Autos fahren jetzt schon schneller als 20 km/h. :))

    2.) Schau auf meinen Ava.

    3.) 9/11 – Theorie. Na klar; die Türen waren dicht und die Piloten voll – so haben sie nur die Landebahnen verwechseln. Pech eben. :crazy:

    Sag mal, gab es bei Euch auf dem Flohmarkt auch Rauchwaren? :)):))

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  16. Von jeder Religion geht Gefahr aus. Denk an die Kreuzzüge. Deutsche Städte sollen auch deutsch aussehen. Wir verlangen ja auch nicht, das in der Türkey Kirchen stehen müssen.

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  17. …der Spiti ist mit 180 zugelassen- DU hättest ihn dann nicht mehr unter Kontrolle, denke ich… 😉
    DAS ist die Dame von der Tanke?????????????
    ..der Link ist gut, gell..????? 😉 😉
    Woher wußtest Du das vom Flohmarkt..?
    Moin Brother!

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  18. Sehe ich genauso! Aber welche Religion darf den Anspruch auf Rechtmäßigkeit erheben? Deutsche Bischöfe tauften Deutsche Schlachtschiffe……
    Klar- aber wie soll sich ein Minarett in der Dresdner Innenstadt machen? Nur, um nach außen hin Multikulti zu präsentieren…

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  19. Ich meine nur, ich hätte in der Schule auch lieber mehr Englisch gehabt. Immerhin habe ich dann ein paar Jahre in Russland studiert.

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  20. Graf Spee, das war ein gutes Beispiel für die Ehre deutscher Offiziere. Nur wurde es nationalsozialistisch Instrumentalisiert.

    Der Kommandant hat sich sehr ritterlich verhalten. Sein Denken und Handeln galt seinen Leuten.

    Ich habe große Achtung vor ihm.

    Moin Steffen.

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  21. Da war ich mal kurz. Kiew hat mir gefallen, auch weil sie dort eine eigene Sprache hatten (heute natürlich immer noch).

    In der Nähe von Saporoshje liegt mein Großvater irgendwo begraben oder besser verscharrt (1943, Bauchschuss).

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