Es klappert die Mühle am rauschenden Bach…

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Dies also ist das Großprojekt,
was die Erbauer mit viel Ehr‘ befleckt!
Schon Ende ’60 ward beschieden,
daß hier ein Staudamm wird betrieben.
’74 unterschreiben Brasilien und Paraguay –
beide sind von nun an mal vereint dabei!
„Itaipu Binacional“ wird nun gegründet,
was beide Länder für Betrieb und Bau verbündet.
Der Rio Parana läuft hier von Nord nach Süd –
er hat noch keine Ahnung, was ihm demnächst hier blüht…
Seine Wasser sollen Turbinen schieben;
ganze 20 – und nicht nur sieben!
Etappe 1 – es wird gebaggert und gegraben noch,
denn für viel Wasser braucht’s ein tiefes Loch!
Schnell ist es anfangs 90 Meter tief
und man nach Umlenkung des Flusses rief.
Im alten Flußbett ist’s mit Feuchtigkeit nun ganz vorbei,
und prompt geht’s nun zu Stufe zwei.
Der Hauptdamm und’s Maschinenhaus
wuchsen beide aus dem Grund heraus.
Oktober ’82 – nun sind die Dämme schon bereit,
und für eine Probe wird es Zeit.
Seit ’84, im Monat Mai,
ist Itaipu bei der Energieerzeugung mit dabei!
Und wie’s immer ist im Leben,
hat’s auch hier schon Streit um’s Geld gegeben.
Zigtausend Menschen wurden umgesiedelt,
und Regenwälder abgefiedelt.
Und doch – ein einzigartiges Projekt,
was Mensch’verstand da ausgeheckt!
So geht’s halt weiter fort in unsrer Welt –
der Mensch macht alles. (- nur für Geld).

Kraftwerk 01Kraftwerk 02Kraftwerk 03Kraftwerk 04Kraftwerk 05Kraftwerk 06Kraftwerk 07Kraftwerk 08Kraftwerk 09Kraftwerk 10Kraftwerk 11Kraftwerk 12

Zu guter Letzt noch ein paar technische Daten
(entnommen aus dem technischen Datenblatt von „ITAIPU Binacional):

Insgesamt verschlang der Bau 12.300.000 m3 Beton.
23.600.000 m3 Erdabtragung und 32.000.000 m3 Steinabbau mußten ausgeführt werden.
Der Stausee hat bei einer Ausdehnung von 170 km und einem maximalen Normalstand von 220 m eine maximales Normalvolumen von 29 Milliarden m3 Wasser.
Alleine der Hauptdamm hat eine Kammlänge von 1.064 m (insgesamte Staumauerlänge 7.760m) und eine maximale Höhe von 196 m.
Die durch die Turbinen und Generatoren erzeugte Leistung beträgt durchschnittlich jährlich 95.000 GWh.
Um dem Umweltschutz (und der Wasserqualität) Genüge zu tun wurde unter anderem ein Streifen von 200 m Breite rund um den See herum (insgesamt ca. 63.000 Hektar!) enteignet und mit 14.000.000 Baum-Setzlingen neu bepflanzt.

Und zum Vergleich:
Die 1.200.000 angefertigten Zeichnungen und Materiallisten würden übereinandergestapelt die Höhe eines 50-stöckigen Gebäudes erreichen und mit der insgesamt verbauten Menge an Eisen und Baustahl könnte man 380 Eifeltürme errichten.

Weiterführende Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Itaipu
http://www.itaipu.gov.py/index.php?q=es

Ein herzliches Dankeschön an G.L. für die Bereitstellung der Fotos und allen unseren Lesern noch einen guten Tag wünscht das Team von OUTLAW TODAY :wave:

HOTEL-RESTAURANT PARAISO
Villarrica, Paraguay
http://www.hotel-paraiso.de

Über canneletto

Also gut - im Jahr 2005 ist in Deutschland für uns die Grenze des erträglichen erreicht. Als Konsequenz sind wir im Juli desselben Jahres nach Paraguay ausgewandert. Wir, das sind: Steffen (48) und Magali (so um Mitte 30 - sorry, Frauen sind eben eitel...). Seit 10 Jahren führen wir nun in Villarrica das einzige deutsch-sprachige Hotel-Restaurant "Paraiso". Besucht uns in unserem Blog oder hier vor Ort und erfahrt die unglaublichsten - weil wahren - Geschichten!

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  1. Ein wenig erinnert mich das Projekt an die Aktion „Max braucht Wasser“. Wenn es auch überhaupt nicht vergleichbar ist.

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  2. Dabei ist es besser, man nutzt die Wasserkraft, als daß wieder mal gaaanz sichere Atommeiler errichtet werden…;-)
    Es ist aber wirklich eine gigantische Anlage- kaum zu glauben, sowas hier in Südamerika vorzufinden, wo noch vor wenigen Jahrzehnten viel Geld bevorzugt für Waffen ausgegeben wurde!
    Liebe Grüße aus Villarrica!

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  3. „Schneller, Höher, Weiter, Besser“ geht immer zu Lasten der Natur. Derzeit überlegt sich ja Deutschland, die Umweltauflagen zugunsten des Autoverkaufs wieder etwas zu lockern…Ging es überhaupt jemals um den Schutz der Natur…?????

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  4. Noch einfacher hätten sich die Verantwortlichen gar nicht demaskieren können-oder nur, indem sie eigenhändig die Wälder angesteckt und dem staunenden Publikum noch eine Begründung geliefert hätten. „Sauer macht lustig!“ sagte der Wald und lachte sich tot, oder irgendsowas…

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